Da sitzt man ueber Jahre herum, schreibt immer mal wieder Fragmente, die man gut findet, die jedoch einfach keine Beziehung haben und ploetzlich faengt man einfach an und es laeuft. Worte, Saetze, Geschichten sprudeln aus mir heraus, ich geniesse es unsagbar, meine Finger auf den Tasten zu spueren und das Klappern zu hoeren. Wieso ist das Schreiben denn auf einmal so einfach? Bis jetzt sind es 100 Seiten, ich peile nicht mehr als 400 an, somit habe ich schon 1/4 der Wegstrecke und noch soviel, was erzaehlt werden mag. Eigentlich mag ich gar nicht darueber nachdenken aus Angst, dass ich es hiermit zerstoeren wuerde..aber einmal kurz wollte ich es doch hier erwaehnen. Und mich ein klein wenig mit euch freuen 😉

Indien inspiriert mich total. Oder anders gesagt, die Menschen, die ich hier in Varanasi kennenlerne. Keine Pauschalreisenden, sondern eher Suchende. Weltreisende, Menschen die eine Auszeit nehmen..sehr spannende Gefaehrten, die alle alternative Lebensrouten, wie ich selbst gewaehlt habe. Und das Austauschen ist einfach nur toll. Den heutigen Tag und den gestrigen Abend verbrachte ich mit einem Neuseelaender, davor verbrachte ich drei intensive Tage mit einem Spanier, wieder davor gab es viele Gespraeche mit Iren, Amerikanern und natuerlich auch immer mehr mit Indern. Dass ich Hindi lerne, spricht sich in dieser „Kleinstadt“ (1. Mio) schnell herum und nun mag es doch jeder selbst hoeren 😉

Auch heute werde ich wieder schreiben bevor ich ins Bett gehe. Bis jetzt arbeite ich unsagbar strukturlos, ich habe keine ganze Geschichte, sie entwickelt sich beim Schreiben, irgendwie halbwegs chronologisch, ausser ich habe Lust auf Rueckblenden oder auf die Zukunft. Es gibt ein in etwa festes Ende und der Anfangssatz steht. Wahnsinnig viel Spass macht mir dies und ja doch, das Schreiben scheint das zu sein, was ich wirklich tun will, wenn ich es mir jetzt endlich einmal eingestehe. Ob es jedoch auch nur ansatzweise brauchbar ist, darueber mag ich in diesem Stadium noch nicht urteilen..aber das werden spaeter dann einmal andere beurteilen. Wobei doch brauchbar ist es, da es mich gluecklich macht. Mich erfuellt. Wie einfach es eigentlich war, dies herauszufinden, ich musste nur einmal aus dem Alltag ausbrechen und wirklich tief in mich horchen..erwaehnte ich schon, dass ich jedem nur zutifest empfehlen kann zu reisen? 🙂

Wenn ihr noch jemand schreibt, ich wuerde mich wahnsinnig ueber Austausch freuen..die Literaturforen sind bis jetzt noch nicht so meins, aber auch etwas abschreckend, da ich mich davon nicht beeinflussen lassen mag, sonst veraendert sich das, was ich produziere ja doch..

Und an alle anderen: habt ihr auch schon eine Taetigkeit gefunden, die euch banal gesagt gluecklich macht? Das faende ich superspannend zu sehen, was andere erfuellt 🙂

2 Comments on Laeuft.

  1. Mehr als 50 Seiten hab ich bis jetz glaub ich noch nie auf die Reihe bekommen, deswegen halte ich mich eher an Kurzgeschichten. In letzter Zeit gehts aber irgendwie nicht voran. Mir mangelts auf Grund von Stress irgenwie an Ideen, an Zeit und auch an Motivation zu schreiben. Ich hoff, dass sich das irgendwann wieder legt, weil das Schreiben fĂŒr mich doch auch ein Ausgleich ist 🙂
    Liebe GrĂŒĂŸe nach Indien
    Simone

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