Mein literarischer Montag musste heute ausfallen und somit gibt es jetzt eben am Samstag gleich zwei BĂŒcher..wobei ich beide jetzt zwar gelesen habe, aber ganz ehrlich so toll fand ich sie nicht. Da man aber nicht immer nur tolle Kritiken schreiben kann, gebe ich jetzt hier auch mal kurz meinen Senf dazu. Kurz, weil ich trotzdem keine Lust darauf habe, lange negative Kritiken zu schreiben..wobei so negativ sind sie nun auch wieder nicht, aber seht selbst 😉

Flying Moon

„Flying Moon“ von Katrin Bongard ist ein Jugendbuch und ein typischer „coming of age“ Roman. Ich habe es beim Welttag des Buches gewonnen und fand es da zwar ganz nett klingend, aber im Laden gekauft hĂ€tte ich es auch da nicht. Mit 28 bin ich nun einfach nicht die Zielgruppe und ja, das Buch ist nett. Aber mehr auch nicht. Die Geschichte liest sich enorm schnell runter und irgendwie passiert immer das, was man erwartet. Wirklich ĂŒberraschende Wendungen in der Handlung gibt es nicht. Wobei das denke ich gut daran liegen kann, dass ich eben kein Teenager bin, sondern jetzt auch schon viele BĂŒcher gelesen und viele Dinge selbst erlebt habe..da muss man sich als Autor doch etwas mehr einfallen lassen.

FĂŒr Teenager aber ist das Buch super und es kommt auch eine Fortsetzung..wer weiss, vielleicht kriegt es jetzt mal eine deutsche Autorin hin, auf die Jugendbestsellerliste ganz ohne magische Elemente zu kommen 😉 Bis dahin dĂŒrfte man aber bitte noch die echt vielen Rechtschreibfehler aus dem Buch entfernen, die nerven beim Lesen nĂ€mlich sehr.

Champagner und Stilettos

„Champagner und Stilettos“ ist thematisch ein typischer Lauren Weisberger Roman (zumindest nach den Google-Ergebnissen) und wird von mir in die „Chick-Lit“ Schublade eingeordnet. Ich habe ihn mir unterwegs gekauft, da ich noch 6 Stunden Busfahrt vor mir hatte und es sonst nur Thriller an der AutobahnraststĂ€tte gab. Er war recht unterhaltsam, aber eben ziemlich belanglos und auch hier war wieder so, so vieles absehbar. Die Personen wurden mir auch irgendwie nicht „tief“ genug vorgestellt, es war alles so „naja, dann passiert das jetzt“. Empathie aufbauen geht anders. „Der Teufel trĂ€gt Prada“ hat mir da (in der Filmversion) wirklich besser gefallen; andere BĂŒcher von der Autorin kenne ich nicht. Aber es ist wie gesagt auch einfach nicht mein Genre. Das Buch steht jetzt schon bei Booklooker drin und vielleicht findet es auf diesem Wege noch jemanden, der es zu schĂ€tzen weiß. Sonst spende ich es an Oxfam, wenn ich wieder genug BĂŒcher beisammen habe 🙂

Ihr seht, beide BĂŒcher haben mich nicht begeistert. Aber so ist es nunmal, wenn man etwas außerhalb des eigenen Gusto liest. Dass sie doch einmal gefallen, ist da die Ausnahme. Aber da ich meine Grenzen gerne immer wieder ĂŒberschreite, lese ich auch immer wieder fachfremdes (demnĂ€chst geht es an SCI-FI). Also ich weiss, vielen werden diese BĂŒcher gefallen und das ist ja auch gut so – denn wenn jeder denselben Geschmack hĂ€tte..gĂ€bs ja nicht mehr allzu viele BĂŒcher nicht 😉