Dieser Teller-Einblicke-Blogpost ist definitiv nicht mein liebster, dafür bin ich mit dem Essen, welches ich bei meiner helpx-Stelle bekommen habe, einfach nicht zufrieden genug. Es gibt kaum frische Lebensmittel, alles möglichst billig und dreimal aufgewärmt und ach, keine Ahnung, ich war wohl einfach verwöhnt von meiner vorherigen Traum-Stelle. Hoffentlich wird es bei meiner nächsten Stelle in Yellowknife wieder besser. Da ich aber auch noch auf einem Festival war und was neues ausprobiert habe, dachte ich mir, ich zeige euch trotzdem meine kümmerlichen Bildchen 😉

Kanadische Teller-EinblickeVorneweg gleich mein allererstes Bannockbrot, welches ich auf dem Atlin Arts & Music Fesitval gefunden habe. Seit ich im Yukon bin, wollte ich es schon ausprobieren. Gebacken wurde das Weizen-Fladenbrot direkt vor meinen Augen in einer Pfanne und oh, was hat es gut gerochen. Definitiv mein liebstes kanadisches Brot, da es nicht so schwabbelig und geschmacksneutral war wie alle bisherigen Brote. Ebenfalls mein Festival-Essen war Hummus, Sesamkräcker und Zitronensaft, party hard sag ich euch 😉 Hummus aus der Dose kann ich übrigens nicht empfehlen, bah, aber mein Chef hier hatte nichts anderes in der Vorratskammer – aber er hält sich immerhin drei Tage ohne Kühlschrank. Eines der Reste-Essen war dieser Gemüseteller mit Kartoffeln, Karotten, Zucchini and Tomaten. Arbeitsbedingt backen wir gerade viele Muffins vor, wodurch es hier immer lecker riecht, meine Lust auf Muffins sich aber eher gelegt hat – ich will Rhabarberkuchen!

Teller-EinblickeDie Bratkartoffeln mit Sesam, Bohnen und Blumenkohl-Curry waren dank des schwarzen Sesams sehr lecker und außergewöhnlich, das werde ich mir für die Zukunft merken. Wenn ich Obst hier hatte (oder auch nicht), gab es meist Joghurt mit Chiasamen, die ein Gast hier gelassen hat, zum Glück. So konnte ich meinem Körper etwas Gutes tun. Da Rhabarber im Yukon wächst und ich ihn liebe, gab es auch oft Rhabarber-Heidelbeer-Kompott mit Vanille-Joghurt als Nachtisch. Und da Sommer ist, natürlich auch eine Wassermelone, wobei der Preis hier wirklich jenseits von Gut und Böse war *g* Somit wird es wohl erst in Deutschland eine zweite Melone geben, es sei denn, in Yellowknife sind die Preise etwas gesitteter.

Kanadische Teller-Einblicke

Noch mehr Joghurt mit Heidelbeeren, aber es gab hier einfach keine andere Auswahl an Verpflegung, somit habe ich von Heidelbeeren erst mal die Nase voll *g* Einen Tag war meine liebe Mitarbeiterin Meghan auf einer Farm und brachte tolle Sachen mit, daraus machten wir Hummus-Salat-Wraps und belegte Sonnenblumenkernbrot, wobei besonders der Spinat so knackig und frisch war, es war ein Fest. Noch ein Muffin, ihr seht, gesunde Ernährung wurde bei mir großgeschrieben. Zum Abendessen wird den Gästen hier oft Suppe serviert, einmal habe ich auch probieren können. Die Süßkartoffelsuppe war ok, aber sehr mächtig, somit war ich froh über die kleine Schale.

Also insgesamt kann ich sagen, als Vegetarier hat man es im Yukon etwas schwerer, da die meisten frischen Sachen sehr teuer sind und auch einfach weit weg. Man muss von meinem momentanen Arbeitsort 50km one-way fahren, bis man zum nächsten Supermarkt kommt, wo die Preise gesalzen sind. Die organic farm (betrieben von einem Deutschen übrigens) ist noch weiter weg und so teuer, dass ich es meinem Arbeitgeber hier nicht wert war. Was ja ok ist,  ich hätte mir die Sachen selbst kaufen können, aber das habe ich jetzt auch nicht eingesehen und somit..jammer ich jetzt nicht weiter rum, ich bin ja nicht vom Fleisch gefallen!

Am Wochenende habe ich übrigens auf einem Seminar gelernt, was man alles direkt aus dem Wald hier pflücken und essen kann und ich sage euch, jetzt habe ich Salat und Vitamine und das direkt aus der Natur. Grandios, oder? Nur schade, dass ich das vorher nicht wusste. Die letzten Woche beim Reise habe ich mir immer diverse Blätter gepflückt und als Salatbeilage auf mein Brot gelegt, knackig-frisch und sooooo gut!

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