Seit etwas über eine Woche bin ich nun in Yellowknife (jupps, gaaaaanz da oben im Norden) und habe beim Lebensmittel einkaufen zunächst mal gelernt, dass die Trucks mit der Ware nur einmal in der Woche kommen. Für knapp 20.000 Einwohner gibt es drei Supermärkte, wobei es bei Walmart keine frischen Sachen wie Obst/Gemüse und keine TK-Sachen gibt (ich suchte ziemlich lange dümmlich nach Eis *g*). Je länger der Liefer-Donnerstag her ist, umso leerer sind die Regale und ganz ehrlich, das ist nichts für mich. Wir sind am ersten Tag einkaufen gewesen und was man hier als „frisch und knackig“ deklariert, bekommt bei uns schon den 50%-Sticker aufgeklebt. Vegetarier-Sein ist nicht das Klügste hier oben, aber was will man machen 😉

Kanadische Teller-EinblickeMein erstes Abendessen hier bestand aus Ofenkartoffel, Spinat-Karottenmix und Tomate, was ich da noch ganz super fand 😉 Im Nachfolgenden wird etwas Langeweile einkehren *g* Auf dem Weg hierher hatte ich ein tolles Picknick bei Wasserfällen mit Toast, Hummus mit Zwiebeln und Tomaten. Hummus ist das perfekte Road-Trip-Essen, da man ihn auch ungekühlt locker drei Tage im Auto lassen kann. Endlich gab es auch mal Kirschen, welche ich wahnsinnig gerne unterwegs snacke. Reis mit Spinat-Pak Choi-Gemüse & Tomate, welches auch mit diversen Gewürzen und Soja-Soße nicht spannender werden wollte.

Kanadische Teller-EinblickeZum Frühstück gibt es gerade sehr häufig Oatmeal mit Apfel, Mandeln und dazu Hanfherzen, mein neuentdecktes Superfood 😉 Haben einen nussigen Geschmack, machen die Konsistenz etwas fester und gefallen mir richtig gut! Reis mit Kürbis und Karotten-Spinat-Mix, so langsam seht ihr, wie abwechslungsreich die Ernährung hier oben ist. Es gibt einfach nicht viele verschiedene Gemüsesorten und somit gab es tags drauf wieder Kartoffel mit Kürbis und Karotten. Nicht auf dem Bild ist übrigens immer Ketchup, den ich neben Salz und Pfeffer überall draufhaue. Selbstgemachte Rhabarber-Müsli-Riegel sind ein Träumchen, auch wenn ich erst skeptisch angeguckt wurde. Schmeckt wie Kuchen, ist durch das Müsli aber knuspriger und einfach nur lecker! Cranberries habe ich auch noch rein und Rhabarber wächst im Garten, das gibt’s also definitiv nochmal.

Kanadische Teller-EinblickeWenn die „richtigen“ Lebensmittel nicht allzu abwechslungsreich sind, betätige ich mich weiter beim Backen. Die Brownies wurden ebenfalls mit Müsli kombiniert und sind richtig, richtig gut, da muss ich mich mal selbst loben. Da wir eine Dose Mais gefunden haben, gab es ihn in Kombination mit Kartoffel, Karotte und Salat und dann einmal nur in einem gemischten Salat. Die weiße Schoki wollte ich eigentlich verbacken, aber auf einmal hatte ich so einen Jipper, dass ich sie komplett gegessen und sehr genossen habe *g*

Das Essen hier oben ist bestimmt viel abwechslungsreicher, man liebt aber einfach Fleisch und Fisch. Die „Beilagen“ sind eher unwichtig und bei Obst/Gemüse scheint kein Bedarf an viel Abwechslung zu sein. Achja, mittags gibts immer weißes Brot, welches von der Gastmama selbst gebacken wird und ich finde es super, aber trotzdem kann ich es schon kaum noch abwarten, wenn ich in zwei Monaten endlich in eine Laugenbrezel beißen und danach Nutella aufs Sonnenblumenkernbrot von Penny schmieren kann 🙂

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