Monat: Juni 2017

[Reisen] 17 Stunden Stopover in China!

Auf meinem Weg nach Sydney entschied ich mich, erneut mit Air China zu fliegen und die Chance zu nutzen, mir China, genauer gesagt Chengdu, einmal etwas näher anzusehen. Die drittgrößte Stadt Chinas in Sichuan kannte ich vor meinem letzten Australienflug nämlich nicht einmal und somit wurde es doch dringend Zeit, nicht nur diese Lücke zu füllen, sondern eben auch China zu erkunden. Klar, kann ich nach einem Tag jetzt nicht sagen, ich hätte viel vom Land gesehen, aber mein erster Eindruck war auf jeden Fall besser als mein Bild von chinesischen Flughäfen. Die sind nämlich enorm stressig, da kaum jemand Englisch spricht (also auch nicht das Personal), man ständig durch irgendwelche Kontrollen muss und viele Chinesen sich da doch recht ruppig in die Schlange stellen. Da ist Indien direkt erholsam gegen!

Ich kam also morgens um 6 halbwegs erholt (leider kann ich in Flugzeugen nicht schlafen) an und hatte nach kurzer Diskussion auch schon mein kostenloses Visum. Das kann man nämlich direkt vor Ort bis zu 72 Stunden bekommen, man muss nur einen gültigen Weiterflug nachweisen. Danach traf ich mich mit Ju, den ich vorab über Couchsurfing kennengelernt hatte und der mit mir gemeinsam seine Stadt erkunden wollte. Wir verstauten mein Gepäck noch schnell in einem Lager am Flughafen, was ein paar Yuan gekostet hat und machten uns dann gemeinsam auf zu unserem ersten und auch wichtigsten Stop, der Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding.

Chengdu ist sehr groß, es gibt zwar ein gutes Netzwerk an öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bussen und die Metro, allerdings sind diese sehr zeitaufwändig, da sie ständig stoppen und die Strassen auch recht voll sind. Wir haben uns dann zunächst ein Uber besorgt, was uns zur Metrostation brachte, womit es quer durch die Stadt ging und dann ging es doch noch einmal mit einem Uber weiter. Insgesamt hat uns der Weg locker 90 Minuten gekostet, mir aber doch einen spannenden Einblick in das aufwachende Chengdu gegeben. Metrofahren ist sehr günstig, die Automaten kann man auf Englisch einstellen, was ebenfalls ganz praktisch ist und notfalls hilft einem da auch jemand. Wie auch in vielen anderen Ländern muss mein sein Gepäck vorm Betreten der Metro scannen lassen und auch die Getränkeflaschen werden extra gescannt.

Die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding ist – wie der Name schon erahnen lässt, die Heimat vieler Riesenpandabären und auch von ein paar roten Pandas. Man kommt am besten früh am Morgen, da die da Pandas dann gefüttert werden und mit am aktivsten sind. Zwar sind auch dann schon viele Besucher unterwegs, es war aber nichts im Vergleich zu später, als wir das Gelände wieder verlassen haben. Man läuft durch eine riesige Grünanlage mit wunderschönem Bambus an jeder Ecke und findet die verschiedensten Gehege mit Pandabären. Diese sind großzügig angelegt, und auch wenn ich absolut kein Zoogänger bin, hier hatte ich doch ein gutes Gefühl. Die Riesenpandas sind ja leider vom Aussterben bedroht und in der Natur auch nicht sehr paarungswillig, somit hilft man hier, die Art zu erhalten. Es gab zwar gerade keine Pandababies, wir konnten aber Jungbären beim Toben und den ersten Kletterversuchen zusehen. Sonst lebten die größeren Pandas mal alleine, mal als Paar oder auch in einer kleinen Gruppe zusammen – beschäftigt waren diese aber alle mit Kauen. Wenn man mal sieht, wie glückseelig so ein Panda in den frischen Bambus beisst, dann weiß man echt, wie Glück klingt. Nach zwei Stunden Spaziergang durch die Anlage wurde es uns dann aber doch etwas zu heiß und auch zu voll, somit begaben wir uns Richtung Innenstadt.


In der Chunxi Road findet man so ziemlich jedes (westliche) Luxusgeschäft, was man sich nur vorstellen kann. Gemischt mit einer spannenden Chinakomponente, was sich an den Straßenständen gut gezeigt hat. An jeder Ecke hier riecht es frittiert, was jetzt nicht so meines ist, aber die vielen Iced Tea-Stände haben mich dann doch glücklich gemacht. Wir schauten uns also ein wenig um, bevor wir uns auf zum Tianfu-Platz machten, welcher einfach nur übertrieben riesig ist (und auch eine riesige Statue von Mao hat). Chengdu kann man aber auch so als eine Stadt der Superlative erinnern, die mich sehr an Dubai erinnert hat. Enorm viele Hochhäuser, überall Baustellen, da neue Gebäude im Entstehen sind und alles glitzert und sieht ultramodern aus. Ältere Gebäude findet man natürlich auch, aber eben mehr in den Randbezirken. Oder sind werden einfach – wie ein alter Tempel – in die moderne Shoppingmall eingebunden, was erstmal recht seltsam wirkt, aber irgendwie doch ganz gut gepasst hat.


In den People’s Park wollte ich unbedingt, da kann man nämlich bequem am See sitzen und dabei einen leckeren Grüntee trinken. Davon gab es eine riesige Auswahl, Ju empfahl mir dann einen lokalen Bambustee und das Schöne ist, man bekommt eine große Kanne heißes Wasser, sodass man sich seine Schale ständig wieder auffüllen kann. Obwohl der Ort kein Geheimtipp ist, trifft man auch hier so gut wie keine Touristen (wie allgemein in Chengdu, noch ist das wohl kein Hotspot). Stattdessen ist der Teesalon bevölkert mit Chinesen, die ihr Essen dabei haben, Karten oder Mahjong spielen, genüßlich rauchen und sich einfach nur unterhalten. Dazwischen springen dann noch Ohrenputzer herum, die einen auch noch massieren und nach kurzem Überlegen haben wir uns das dann auch gegönnt. Dass mir mal jemand leidenschaftlich in der Öffentlichkeit mein Ohr putzt, habe ich jetzt auch nicht kommen sehen und auch wenn es sehr ungewohnt und teilweise etwas schmerzhaft war, danach hatte man ein gutes Gefühl. Auf dem See selbst konnte man Boot fahren, das war uns bei 35 Grad aber doch etwas zu viel des Guten und so spazierten wir nur ein wenig drum herum und schauten uns an, was die anderen Parkbesucher so trieben.


Im Anschluss ging es in ein sogenannte Panda-Post. Die Pandas verfolgen einen in Chengdu wirklich auf Schritt und Tritt, das fängt am Flughafen an und hört auch nicht wieder auf. In dieser Postfiliale dreht sich auch alles um die fluffigen Gesellen, man kann sich Postkarten und andere Souvenirs aussuchen und natürlich musste ich dort auch eine Karte an zuhause schicken. Mal sehen, wann die Pandapost ankommt.

Da ich selbst noch einen weiteren Langstreckenflug vor mir hatte, nahm ich von der chinesischen Küche Abstand und kaute stattdessen meine Müsliriegel, die ich mit leckeren Tees herunterspülte. Bekannt ist Chendgu aber für seine Hotpots, die ich hiermit angeführt haben will. Diese heißen Öltöpfe gibt es in verschiedenen Schärfegraden (wahrscheinlich ist der leichteste schon höllisch scharf für mein Empfinden), in welchen man dann sein Fleisch/Fisch/vielleicht auch Tofu knusprig frittiert. Manchmal brannten mir die Augen schon, wenn wir nur an so einem Restaurant vorbeiliefen. Kulinarisch kann ich euch hier also leider nur die vielen leckeren Grüntees in heiß und kalt ans Herz legen, wir waren auch bei einer sehr bekannten Kette (alittle-tea.com ist wohl ihre Seite), den Namen kann ich nur leider nicht mehr wiedergeben. Als wir gingen, rief uns das gesamte Team auf jeden Fall „Danke schön“ hinterher, was doch etwas befremdlich war.

Auf dem Rückweg zum Flughafen stoppten wir noch am Global Center und dieses Gebäude ist echt übertrieben groß. Es ist wohl das längste Gebäude in China und beherbergt neben einem riesigen Wasserpark sowie Einkaufszentrum noch unzählige Büros. Alleine bis zum Supermarkt laufen, hat uns locker zehn Minuten gekostet und alles hat wieder „Dubai, gepaart mit Las Vegas“ in mir geschrien. Absolut nichts, was ich jetzt hätte sehen müssen, mein Gastgeber war hier aber verdammt stolz drauf. Die letzten Stunden verbrachte ich dann am Flughafen in der Transitlounge, die nicht sonderlich erwähnenswert ist, da es aber sonst kaum Sitzgelegenheiten im Terminal gibt, eben doch praktisch ist. Wie bisher jeder Air China Flug sind wir etwas zu spät los, aber ach, ich hatte zwei Sitze für mich und konnte mich somit immer ausbreiten. Bei der Strecke China-Australien hat man übrigens kein eigenes Boardentertainment, wenn ihr diese günstige Route fliegen wollt, nehmt euch also am besten selbst ein paar Bücher/ ein iPad etc mit, sonst können die elf Stunden nämlich echt lang werden.

Insgesamt habe ich von Chengdu einen sehr entspannten, modernen Eindruck, der mir auf jeden Fall gezeigt hat, dass Chinesen wohl nur am Flughafen so enorm gestresst sind. Wieder hin müsste ich jetzt nicht, dafür gab es da dann doch nicht genug für mich zu entdecken, eine andere Ecke von China könnte ich mir aber gut vorstellen. Sollte ich jedoch wieder mit Stopover hinkommen, würde ich wohl ein paar Beutel leckeren Tee kaufen!

Seid ihr schon einmal in China gewesen? Wenn ja, wo denn und wie hat es euch gefallen? Oder steht es auf der Reiseliste? Hier in Australien ist es im Vergleich wieder menschenleer, was aber mehr an Canberra liegt, in Sydney sah das nämlich auch wieder anders aus 🙂

[Lesenswert] The Importance of Being Earnest – Oscar Wilde

Getreu meinem „ab und zu muss man mal wieder einen Klassiker lesen“-Motto, schnappte ich mir The Importance of Being Earnest von Oscar Wilde, welches es als kostenlosen Ebookdownload in meiner Bibliothek gab. Klar kenne ich den Namen Oscar Wilde, wirklich gelesen habe ich den Autor aber bisher noch nicht. Da ich auch keine Ahnung hatte, worum es bei The Imortance of Being Earnest geht, war das definitiv mal ein komplett ungetrübtes bzw unvoreingenommenes Lesevergnügen.


Worum geht’s

Wir haben die beiden Hauptpersonen John und Algernon, die Freunde sind und gleichzeitig in zwei Frauen verliebt, mit denen sie sich verloben wollen. Allerdings nehmen sie es mit der Wahrheit nicht so genau und so kommt es hier zu allerlei lustigen Missverständnissen, bis es am Ende schließlich zu einer wahren Offenbarung kommt, die keiner hat kommen sehen. Naja ok, ein paar Seiten vor Schluß wird es schon sehr offensichtlich, aber es macht trotzdem Spaß.

Wie ist’s

Das Stück besteht aus drei Akten, die allerdings alle recht kurz sind und man somit keine zwei Stunden braucht, um es komplett gelesen zu haben. The Importance of Being Earnest ist leicht im Original zu lesen und bietet einen interessanten Einblick in die damalige Zeit und wie man sich in welcher Schicht verhielt. Oscar Wilde gibt einen Blick in die englische Mittelklasse, die sich sowohl Stadt- als auch Landhäuser leisten kann, aber trotzdem nicht ohne weiteres einfach heiraten kann. Es kommt darauf an, woher man kommt, was in einem Gespräch zwischen Algernon und der Mutter seiner Angetrauten recht deutlich wird.

Insgesamt sind nur wenige Personen für die Handlung in dem Stück wichtig und die Charaktere werden in der kurzen Zeit auch nicht zu ausführlich skiziiert, was ich etwas schade fand. Somit kann ich mir gut vorstellen, dass es noch mehr Spaß macht, das Theaterstück aufgeführt zu sehen, da es so mehr Facetten bekommt.

Insgesamt würde ich jetzt nicht sagen, dass man dieses Stück unbedingt gelesen haben muss, da es aber wirklich kaum Zeit in Anspruch nimmt, lege ich es euch dennoch ans Herz. Es hat lustige Stellen, bringt einen etwas zum Nachdenken und dürfte für diejenigen Leser spannend sein, die zwar Interesse an der englischen Vergangenheit haben, sich aber einfach nicht mit Jane Austen herumquälen wollen. Hier hat man die kurze und knappe Version aus männlicher Sicht.

[Sehenswert] More than honey, Soy Nero

Schon lange gab es keinen Sehenswert-Beitrag mehr, aber ich komme einfach kaum dazu, mehr als ein paar kurze Youtube-Videos zu sehen. Letzt nahm ich mir dann aber doch mal die Zeit und sah mir eine Doku über das Bienensterben an (sie steht auf Netflix) und dann bin ich noch über den spannenden Film Soy Nero gestolpert.

MORE THAN HONEY (2012)

Persönlich esse ich keinen Honig, was diverse Gründe hat und zwar hat man immer wieder vom Bienensterben gelesen, aber so wirklich tief drin in der Materie war ich dann doch nicht. Somit fand ich diese Doku echt gut gemacht, da sie das Thema aus verschiedenen Perspektive beleuchtet, versucht nicht wertend zu sein, einen aber eben doch zum Nachdenken anregt. Besonders schlimm fand ich ja, dass Bienen(königinnen) einfach per Post/Paket verschickt werden, als wären sie leblose Objekte. Wer sich für das Thema interessiert oder einfach eine Doku mit verdammt schönen Makroaufnahmen von Bienen sehen will, das dürfte eure sein! Ich muss ja sagen, ich würde sie sogar nochmal ansehen und da ich einen Freund habe, der mich mit dem „Nicht-Honigessen“ immer aufzieht, werde ich das vielleicht auch und mal sehen, was er dann so sagen wird.

Soy Nero (2016)

Ganz zufällig stolperte ich über diesen Trailer bei Youtube und wollte den Film dann sofort sehen. Er beruht auf einer wahren Begebenheit und begleitet den mexikanischen Jugendlichen Nero, der illegal mit seiner Familie zunächst in den USA lebte, dann aber ausgewiesen wurde. Seitdem versucht er, wieder über die Grenze zu gelangen, was er auch schafft und zum Militär zu gehen, da dieses viele Mexikaner mit Versprechungen lockt, dass sie nach ihrem aktiven Dienst eine Greencard erhalten. Tatsächlich werden viele Mexikaner aber nach ihrem Kriegsdienst wieder deportiert. Der Film folgt Nero, ist sehr episodenhaft und langsam, es geschieht nicht viel auf der Handlungsebene, dafür wird man aber sehr zum Nachdenken gebracht. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass es so ein Abkommen überhaupt gibt und wie sehr die illegalen Mexikaner hierdurch ausgenutzt werden und der Film hat mein Interesse an diesem Thema definitiv noch verstärkt. Keine leichte Kost, wer gewaltreiche Szenen nicht mag, sollte am Ende etwas skippen, aber sehenswert ist er allemal!

Ok, einen dritten Sehenswert-Tipp kann ich euch leider nicht geben, denn bei Air China gab es wirklich nichts, was ich sehen wollte und seitdem habe ich in Australien leider kein Internet, um zu streamen. Somit heute nur zwei Tipps, die ich euch aber schon mit auf den Weg geben wollte. Besonders die Bienen-Doku ist sehr sehenswert, danach schaut man sich Honig vielleicht doch mit etwas anderen Augen an.

Was habt ihr in letzter Zeit gesehen, was ihr empfehlen könnt?

[Lesenswert] ABC-Challenge 2017 – das Halbzeits-Update!

Letztes Jahr habe ich zum ersten Mal an der ABC-Challenge (hier geht’s zu meinem Endstand) teilgenommen und hatte so viel Spaß dabei, dass ich auch dieses Jahr wieder mit dabei bin. Bei dieser Challenge geht es darum, innerhalb eines Jahres Buchtitel zu lesen, sodass jeder Buchstabe im Alphabet abgedeckt ist. Klingt eigentlich ganz einfach, es gibt jedoch Buchstaben, an denen ich zumindest letztes Jahr verzweifelt bin. Um die Challenge noch einen Ticken schwieriger zu machen, verbiete ich mir nämlich, Bücher nur wegen ihres Anfangsbuchstabens zu kaufen – ich muss sie entweder wirklich unbedingt lesen wollen und/oder sie im öffentlichen Bücherschrank finden. Da ich minimalistischer leben mag und mein Bücherregal sowieso aus allen Nähten platt, kaufe ich mir seit zwei Jahren nur noch sehr selten Bücher; meist leihe ich sie einfach aus oder hole sie aus einem öffentlichen Bücherschrank, wohin sie nach dem Lesegenuss auch wieder gehen.

Da wir jetzt schon im sechsten Monat sind, wird es definitiv Zeit für ein HalbzeitsupdateEs hat sich auch ein wenig getan, wie ihr sehen könnt, aber ich bin noch nicht so weit, wie ich gerne gewesen wäre, bevor es wieder auf Reisen geht, wo man nicht unbedingt überall Bücher findet.

ZWISCHENSTAND:  von sechsundzwanzig Buchstaben sind siebzehn „gelesen“

 

Aging and the Indian Diaspora – Sarah Lamb
Barney’s Version – Mordecai Richler
Cockroaches – Jo Nesbo
Deutschland. Ein Wintermärchen – Heinrich Heine
Everyone has a story – Savi Sharma
Frühstück mit Kängurus – Bill Bryson
Glamorama – Bret Easton Ellis
How to survive as a rock band – Itchy Poopzkid
India – Shashi Tharoor
Juliet, Naked – Nick Hornby
Kontrabass, Der – Patrick Süskind
Life of Pi – Yann Martel
Mond über Manhattan – Paul Auster
New York Triologie – Paul Auster
O
P
Q
R
Stadt und die Hunde, Die – Mario Vargas Llosa
Timbuktu – Paul Auster
U
V
Weiße Nächte – Fjodor Dostojewski
X
Y
Z

Ich habe mich dazu entschieden, sowohl englische als auch deutsche Titel für die Challenge zu nutzen, da ich zu circa 50% englische Bücher lese und das hier auch abgebildet werden darf. Außen vor lasse ich Hörbücher und Ebooks (fragt mich nicht, wieso), wobei ich sie zwar liebe, sie aber nicht sichtbar in meinem Bücherregal stehen.

Von acht Büchern im ersten Zwischenstand habe ich es auf siebzehn Bücher geschafft, was nicht viel klingt und auch nicht sonderlich viel ist. Meine Fachliteratur für die Uni lasse ich hier aber weg und ich habe ständig doppelte Buchstaben gehabt, somit zählen diese Bücher auch nicht rein. Mal sehen, ob ich hier in Australien überhaupt einen öffentlichen Bücherschrank finde, sonst werde ich die nächsten Wochen nur Ebooks und Fachliteratur lesen und die weiteren Buchstaben nicht „abarbeiten“ können..oder mein Freund hier muss mir mal seine Büchereikarte ausleihen, dann mache ich die Bibliothek in Canberra unsicher und finde bestimmt ein paar spannende Sachen!

Macht noch jemand bei der Challenge mit? Wie sieht euer Halbzeitstand aus? Hat jemand einen guten Buchtipp für einen der schwierigeren Buchstaben wie Q? 

[Beauty] Hit the Pan – Nagellack-Update #1

Vor zwei Monaten traute ich mich endlich, meine Nagellacke zu zählen und war erstaunt, dass es da doch einiges an Schwund über die Jahre gab und es „nur“ noch 104 Stück sind. Da ich meine Sammlung aber auf unter 100 reduzieren mag, bleibe ich a) weiterhin standhaft und kaufe keine noch so tolle „genau die habe ich noch nicht“-Nuance und b) habe ich mir vier Nagellacke rausgepickt, die ich in diesem Jahr definitiv bis zum bitteren Ende lackieren mag. Ausgewählt habe ich vier verschiedene Farben von vier unterschiedlichen Marken, die ich jetzt nicht ausschließlich, aber eben doch vermehrt lackieren mag. Somit gibt es nun ein erstes Zwischenfazit nach zwei Monaten, wobei der Name „hit the pan“ hier echt nicht passt, aber das ignorieren wir gekonnt!

Hier habt ihr den Stand vom 11. April und den heute aktuellen Stand und juhu, da hat sich doch schon gut was getan, oder? Gehen wir mal von links nach rechts vor: der Manhattan 43S Lack in einem schönen Koralle-Ton schreit nur so Frühling, aber allzu oft habe ich nicht zu ihm gegriffen, ich liebe meinen Sally Hansen „Peach of Cake“ einfach zu sehr, der ihm sehr ähnlich ist. Dafür habe ich aber meinen allerältesten Lack, den Chicogo 105 endlich leer. Was am Ende auch ein Kampf war, die Konsistenz war echt nicht mehr pralle, er trocknete ewig nicht und verhielt sich auch auf den Nägeln trotz Überlack zickig. Von Weitem war es noch ganz schön anzusehen, da er ein klassisches, dunkleres Rot ist, von Nahem sah es aber verboten aus. Gut, dass wir jetzt getrennte Wege gehen, das war übrigens der einzige Chicogo-Lack, den ich je besessen habe, obwohl ich damals gar nichts zu meckern hatte.

Ebenfalls oft und bis zum Ende lackiert habe ich La Paz von Mavala, wobei Pink eigentlich null meine Farbe ist. Von Mavala habe ich auch nur diesen Lack, ich mag ihn von Auftrag und Haltbarkeit aber gerne und auch die Größe mit 5ml ist mir sehr sympathisch. Die kriegt man auch mal leer und kann sich so viele Nuancen holen. Sollte ich je wieder Nagellack kaufen müssen, hier würde ich definitiv nachschauen. Zuletzt noch diese kleine dunkel-lila OPI-Miniflasche, die es mal in einer Beautybox gab. Die Farbe finde ich weiterhin außergewöhnlich, die Haltbarkeit trotz Überlack immer noch unterirdisch und wirklich viel Freude haben wir so nicht miteinander. Hier werden wohl bald meine Zehen herhalten dürfen, die brauchen nach Monaten mit Pool Party at Night von Catrice, dem perfekten Blau, vielleicht auch mal ein wenig Abwechslung.

Ihr seht, mühsam nährt sich das Eichhörnchen, aber zwei Nagellacke sind es weniger und so dürfte ich doch bis Ende des Jahres ein Nagelack-UHU sein. Auf jeden Fall ist es verrückt, wenn ich bedenke, mit wie wenig ich auf meinen Reisen immer auskomme und glücklich bin, mir aber „weil sie ja so günstig sind“ und ich „genau diese Farbe noch nicht habe“ mir über die letzten zehn Jahre so viele Nagellacke gekauft habe (Funfact: bis ich 22 bin, trug ich nie Nagellack, NIE). Auch wenn mich das damals glücklich gemacht hat und es ein Hobby ist, zu viel ist zu viel..oder was sagt ihr? Wie sieht es in euren Regalen aus? Auch eher UHU oder doch ÜHU? 

Sunday again.

[Gesehen] Soy Nero

[Gelesen] Antifragile – Nassim Nicholas Taleb

[Gehört] I fall in love too easily – Miles Davis

[Getan] Chengdu erkundet; Sydney erlaufen und endlich wieder mal Meer gesehen; nach Canberra gefahren & den Jetlag bekämpft

[Gegessen] das letzte Mal Vollkornbrot; Müsliriegel; leckeres indisches Flugzeugessen; Äpfel

[Getrunken] grünen Tee in China (oh, was war er gut); Cola Light; Wasser 

[Gedacht] Ich liebe meine maps.me-App, so praktisch! Und Couchsurfing sowieso!

[Gefreut] über Umarmungen, sowohl zum Abschied (wobei die schlimm traurig sind) als auch zur Begrüßung

[Geärgert] dieses Mal wurde mir im chinesischen Bus auf den Schuh gespuckt 😉

[Gewünscht] dass ich im Flugzeug schlafen könnte, die Flüge waren doch sehr anstrengend 

[Gekauft] Eintritt zu den Riesenpandabären; Tickets für diverse Busse & Züge; bisschen Essen unterwegs

[Beauty] Anti-Schuppenshampoos im Test!

Vor einigen Wochen habe ich mir mit einem anscheinend viel zu aggressiven Shampoo meine Kopfhaut etwas ruiniert und plötzlich schuppende, juckende und gerötete Stellen bekommen. So eine starke Reaktion hatte ich bisher nur einmal und damals schnell mit dem günstigen Anti-Schuppenshampoo von Balea wieder in den Griff bekommen. Dieses Mal musste ich mich jedoch etwas durch die Drogerie testen, bis ich endlich wieder gesunde und unschuppige Kopfhaut hatte und dachte mir, diese unschöne Erfahrung teile ich mal mit euch. Hier meine drei Kandidaten, die ich ausprobiert habe und was am Ende dann funktioniert hat.

Platz 3: Anti-Schuppen Shampoo von Balea (300ml, 0,50€) Rettete es mir früher die Kopfhaut, brachte mir das Shampoo dieses Mal leider gar nichts. Es ist ohne Silikone, soll sanft zur Haut sein und riecht für ein Schuppenshampoo ganz in Ordnung. Aber leider hatte ich direkt nach dem Haarewaschen überall lose Schuppen im Haar statt dass sie mit dem Wasser rausgespült worden sind. Eine Verbesserung war weder direkt nach dem Waschen noch nach der Verwendung von über zwei Wochen zu sehen. Meine Kopfhaut schuppte unverändert weiter, war gerötet und juckte und somit wurde ich dieses Mal hiermit leider gar nicht glücklich. Also ging es auf zum nächsten Kandidaten, der viele tolle Reviews online hatte.

Platz 2: Planta Clear Anti-Schuppen beruhigendes Shampoo von Elvital (250ml, 3,35€) Es gibt hier drei verschiedene, silikonfreie Sorten, ich entschied mich für die für empfindliche Kopfhaut. Das Shampoo soll Schuppen bis zu 100% mit ätherischen Ölen eliminieren, einen Rückfall-Effekt verhindern und das Haar glänzend und geschmeidig zurücklassen. Geruchstechnisch war es auch hier nicht schlimm, meine Haare sahen danach zwar in den Spitzen gepflegt aus, aber auch an der Kopfhaut veränderte sich nur minimal was. Direkt nach dem Waschen hatte ich noch immer Schuppen im Haar und auf der Kopfhaut, der Juckreiz war allerdings für einige Zeit weniger stark. Einen Verbesserungseffekt sah ich aber auch hier nach zwei Wochen leider gar nicht und somit griff ich dann zu dem bekanntesten Vertreter und was soll ich sagen, er kommt verdient auf’s Treppchen!

Platz 1: Classic Clean von Head & Shoulders (300ml, 2,85€) Zunächst war ich überrascht, dass es günstiger ist. Hätte ich mal vorher geschaut, hätte ich mir das von Elvital wahrscheinlich gespart, ich hatte nur irgendwie auf dem Schirm, dass Head & Shoulders sehr teuer ist. Wieder was gelernt. Der Geruch ist wirklich nicht meiner, aber da muss man durch, denn die Wirkung ist einfach enorm effektiv. Direkt nach dem ersten Waschen hatte ich weder Schuppen im Haar noch auf der Kopfhaut, die wurden dank Chemie wohl einfach runtergeätzt. Gejuckt hat es immer noch und gerötet war die Kopfhaut auch, aber immerhin waren die weißen Stückchen weg. Die kamen zwar am nächsten Tag langsam wieder, aber ich habe dann einfach fast täglich meine Haare gewaschen und nach zwei Wochen kann ich jetzt immerhin wieder ohne ungutes Gefühl aus dem Haus gehen. Ganz weg sind sie noch nicht und manchmal juckt meine Kopfhaut auch noch an ein paar Stellen, aber ansonsten hält das Shampoo wirklich was es verspricht und besonders der Soforteffekt macht es für mich sehr wertvoll.

Manchmal sollte man also doch die Marke kaufen, die man direkt mit dem Problem verbindet, wobei ich einfach hoffe, dass ich nicht wieder an ein falsches Shampoo gerate, was meine Kopfhaut so aus dem Konzept bringt. Ich werde das Classic Clean auf jeden Fall bis zum Ende nutzen und dann mal sehen, ob ich einfach die beiden anderen, nicht effektiven Shampoos im Anschluss aufbrauche oder noch eine Packung Head & Shoulders brauche, bis das Problem komplett in den Griff bekommen ist. Kein schönes Thema und besonders bei der Hitze, wenn man seine Haare ständig zusammen hat und nichts „verstecken“ kann, echt nichts, was man gebrauchen kann. Ihr könnt euch vorstellen, wie froh ich bin, dass ich jetzt nur nach zwei Tagen ohne Waschen ein paar wenige Schuppen kriege und halt mit dem Jucken noch etwas leben muss.

Was macht ihr bei Schuppen? Habt ihr vielleicht ein Hausmittel, welches funktioniert? Und welches Shampoo könnt ihr empfehlen?

[Beauty] Last Minute „was muss mit auf die Reise“-Einkauf!

Ich bin so ein „auf die letzte Minute“-Packer, also eigentlich lege ich erst los, direkt bevor ich zum Flughafen muss. Damit fahre ich auch ganz gut, denn ich würde mich mittlerweile doch als alten Reisehasen bezeichnen. Da es dieses Mal aber früh am Morgen schon Richtung Flughafen geht und ich (wenn ich etwas vergessen hätte) es dann nicht mehr hier kaufen könnte bzw am Flughafen die übertriebenen Preise nicht bezahlen mag, habe ich mich also mal erwachsen verhalten und jetzt schon all die Sachen besorgt, die ich noch brauchen könnte. Vielleicht bin ich auch der Sommerhitze etwas entflohen und in die Klimaanlage des Einkaufszentrums geflüchtet, wer weiß..aber lustigerweise wurde ich auch direkt dort erinnert, wohin die Reise gehen wird.

Das sind jetzt keine spannenden Sachen, aber eben Produkte, die ich im Alltag brauchen werde und die es in Australien zwar auch alle gibt, aber eben zu einem viel teureren Preis. Dank Air China habe ich auch mehr als genug Freigepäck, somit konnte ich da doch etwas mehr mitnehmen. Mit mehr meine ich dann so 12kg, die mein Rucksack meist bei 3-4 Monaten Ausland wiegt und nicht die erlaubten 32kg.

Da ich in den Winter fliege, habe ich mir noch zwei schwarze, extralange Leggings aus Baumwolle bei Primark mitgenommen. Die sind nämlich unter den wenigen Modellen, die mir großgewachsenem Geschöpf auch wirklich mal passen und sind qualitativ auch erstaunlich gut. Ich habe noch welche, die ich vor sechs Jahren gekauft habe und die haben immer noch ihre Form, allerdings reiben sie sich leider mittlerweile durch und da sollten dann doch mal neue her. Ihr wisst, ich versuche so wenig wie möglich zu konsumieren, Leggings secondhand kaufen war bisher aber leider nie erfolgreich und ja, ich bin mir mehr als bewusst, was Primark alles beinhaltet, aber ob andere günstige Modemarken so viel besser sind, wage ich leider doch zu bezweifeln.

Bei DM durften ein Balea Anti-Transpirant 5in1 Protection als Roll on mit und ich bin gespannt, ob ich damit zurechtkomme. Ich wollte einen geruchsneutralen Roll on ohne Alkohol für’s Handgepäck und irgendwie gab es dann nur dieses Anti-Transpirant. Dann brauchte ich noch eine kleine Größe ebelin Nagellackentferner (125ml) und ich griff mal wieder zu einem mit Aceton, da ich bei meinen Nägeln keinen Unterschied merke, hiermit aber schneller ablackieren kann und nie mehr als ein Wattepad brauche. Die Balea Men 3 Klingen Einweg-Rasierer nahm ich, nachdem ich ewig vor dem Regal stand. Ich habe sie noch nie benutzt, finde Männerrasierer aber lustigerweise besser wie die für Frauen konzipierten Versionen und pink muss es für mich nicht sein. Eigentlich wollte ich nur Klingen für einen meiner Rasierer kaufen, aber der eine wurde wohl aus dem Sortiment genommen und die Gilette Venus Sorten finde ich nicht so prall, dass sie mir den Nachkauf rechtfertigen. Somit mal sehen, wie ich mit diesen fahre.

Gesichtsmasken habe ich schon Ewigkeiten nicht mehr in Deutschland gekauft und so langsam ging mir mein Vorrat jetzt auch leer. Von Balea schnappte ich mir diese beiden Sorten (und weiß hier immerhin noch, dass sie je 40 Cent gekostet haben). Die Reinigende Maske mit weißer Tonerde und Zink habe ich auch gleich schon ausprobiert und habe einen sehr positiven ersten Eindruck. Die Tote Meer Maske mit Schlamm ist speziell für unreine Haut und ich hoffe, dass ich sie ähnlich gut finden werde. Mehr Masken nehme ich mal nicht mit, ich hoffe, dass ich bei meinem chinesischen Stoppover ein paar tolle Tuchmasken erstehen kann. Last but not least gab es bei Rossmann noch meine aktuell liebste Zahnpasta von Perlodent Med (40 Cent). Macht einen tollen Job, guten Atem und kostet auch kaum was.

Ich habe mir leider die Kassenzettel nicht geben lassen, aber ich glaube der Einkauf dürfte so insgesamt um die 15€ gekostet haben. Auf jeden Fall sehr viel weniger wie ich Down Under bezahlen dürfte und da ich noch kein Rückflugdatum habe, habe ich mal lieber etwas mehr eingepackt. Hat wer von euch zufällig schon mit dem Anti-Transpirant Erfahrungen gemacht oder mit den Einweg-Rasierern? Seid ihr auch so last minute Packer oder seid ihr schon Tage vorher ready to go? 

[Beauty] Summer EdP von Michalsky Berlin!

Seit meinem ersten Michalsky Duft (Review) bin ich von den Kreationen des Berliner Designers sehr angetan und schnuppere somit immer direkt an ihnen, wenn ich einen neuen Flakon entdecke. Da ich seltener in die Drogerie gehe und einfach durch die Gänge schlendere, fand ich auch jetzt erst seinen neuen Sommer Duft, das namentlich passende, leider aber limitierte Summer EdP (50ml für 19,95€).  Wieder sieht der Flakon sehr edel aus, diese Mischung als Struktur, Schlichtheit und dem gespiegelten Teil hat sofort meine Aufmerksamkeit gekriegt und passt für mich auch prima in die wärmere Jahreszeit!

Summer soll durch den Mix frischer und fruchtiger Noten nach einem sonnenverwöhnten Tag am Meer (oder zumindest in Berlin an der Spree) duften und ich muss sagen, ich hatte doch kurz Probleme, mich da reinzufinden, als ich ihn zunächst aufsprühte. In der Kopfnote befinden sich Bergamotte, Pfirsich, Blutorange, Melone, Johannisbeere und Apfelblüte, in der wärmeren Herznote Rose, Veilchen, Maiglöckchen, Sambac-Jasmin und Alpenveilchen und in der Basisnote schließlich Moschus, Iriswurzel, Zedern- und Sandelholz.

Zunächst bekommt man hier eine sehr fruchtige, zitrische Note, die gute Laune macht. Passt gut in die wärmeren Tage, die Melone macht das Ganze etwas außergewöhnlicher. Recht schnell überwiegen aber die floralen Noten, besonders Rose ist hier dominant und somit bin ich etwas unglücklich. Rose finde ich meist langweilig und hier leider auch, da hätte der Jasmin und das Maiglöckchen mal mehr hervorstechen können. Der Duft wandelt sich dann sanft in einen warmen, holzigen Duft, der gut zu lauen Sommerabenden passt.

Allerdings finde ich dieses Mal die Haltbarkeit nicht so hervorragend, die Kopf- und Herznote sind nach zwei Stunden schon nicht mehr richtig wahrnehmbar, man hat nur noch den warmen, holzigen Basiston an sich. Somit müsste ich hier (sollte ich morgens bis abends nach Summer duften wollen) locker drei bis viermal nachsprühen und auch wenn das EdP im mittleren Preissegment liegt, gefällt mir das nicht. Denn Lust, immer den Flakon mit mir rumzuschleppen, habe ich nicht und auch wenn ich den Duft per se mag, so speziell ist er dann doch nicht, dass er diesen Mehraufwand für mich wert ist.

Schade, der erste Michalsky, der mich zwar von Optik und Idee her, nicht aber von Umsetzung und Haltbarkeit überzeugen konnte. Es gibt übrigens auch eine Männerversion des Duftes, welche verdammt lecker riecht und mir fast noch besser gefällt. Es ist allerdings nur ein EdT und da kann ich mir dann schon ausmalen, wie die Haltbarkeit sein wird..schade!

Habt ihr das Summer EdP schon entdeckt und daran geschnuppert? Wie gefällt es euch? Was ist denn euer aktueller Sommerduft? Ich habe für den australischen Winter jetzt nämlich Sikkim Girls von LUSH dabei, einen tollen Herbst- und Winterduft, komme aber noch nicht damit klar, da ich bis letzte Woche auch nur fruchtig-süße Parfüms wie Candy getragen habe. Aber das würde hier jetzt wirklich nicht passen.

[Fashion] 36 Stunden Reisezeit – mein Outfit!

Lustig, dass ich mich zu der Fraktion „mit Jogginghose gehe ich niiiiiie aus dem Haus“-zähle, bei meinem 36 Stunden Flug von Frankfurt via China nach Australien aber doch sofort zu meiner Yogaleggings gegriffen habe. Fliege ich alles unter 9 Stunden auch einfach in Kleid und Strumpfhose bzw Jeans und Shirt, kommt da dann doch der Punkt, wo es mir mehr darum geht, dass ich es bequem habe. Wobei ich finde, dass man dieses Outfit auch getrost so tragen kann. Ganz wichtig neben dem reduzierten Zwiebel-Look, da man ja nie weiß, wann es gerade superheiß (hallo Chengdu) und wann wieder richtig runtergekühlt (hallo Klimaanlagen und winterliches Sydney) sein wird, ist für mich auch ein Schal bzw ein Tuch. Das habe ich wirklich immer dabei, auch wenn ich es mir nur ums Gesicht wickele, um unbeobachtet und in Dunkelheit etwas vor mich hinschlummern zu können. Ein Extrapaar dicke Socken habe ich auch noch im Handgepäck (und noch einiges mehr)

Somit habe ich mich für meine Yogaleggings von Yogamasti (69,90€) entschieden, die einfach wahnsinnig bequem ist, nicht einschneidet und man mit ihr auch noch gut angezogen aussieht. Dazu ein dunkles (aka fleckenvorbeugendes), längeres T-Shirt (Forever21, älter), einen Cardigan (C&A, älter), flache Schuhe (Nike Flex 2012), in denen ich notfalls rennen kann und dann meinen Wintermantel (uralt von Replay und nicht im Bild, weil zu heiß). Was schon lustig war, da ich mit der Bahn zum Flughafen fuhr und alle mich bei den sommerlichen Temperaturen für verrückt hielten. In Australien ist aber leider Winter und nachts werden es Minusgrade, somit muss der Mantel mit.

 

Ich habe einen 17 Stunden Aufenthalt in Chengdu, den ich auch möglichst gut nutzen will. Morgens um 7 geht es los, dort herrschen gerade sommerlich-schwüle Temperaturen und der Cardigan wird wahrscheinlich auch ganz schnell weggepackt. Auch die Schuhe werde ich wahrscheinlich noch am Flughafen in Flipflops tauschen, bevor ich mein Gepäck in die Aufbewahrung geben werde. Wechselklamotten habe ich nicht im Handgepäck, ich habe aber das Gefühl, dass so einiges am Abend ausgetauscht werden wird, bevor ich wieder ins Flugzeug steige, mein Sitznachbar wird es mir danken und vielleicht gibt es in Chengdu auch Duschen am Flughafen. Das ist sehr luxuriös in Sydney, da gibt es nämlich welche, die sogar umsonst sind und sehr sauber waren, als ich sie das letzte Mal betrat. Spätestens die werde ich dann in Anspruch nehmen, wenn ich nach 36 Stunden Reise zwar totmüde, zeitlich total verwirrt, aber glücklich dort ankommen werde.

Wie sieht euer Reiseoutfit so aus? Auch eher bequem oder wollt ihr topgestylt ankommen? Ich bin ja immer total verwirrt, wenn ich Leute sehe, die mit weißen Jeans am Gate stehen, ich wüsste einfach genau, wie das bei mir enden würde 😉 Habt ihr irgendwelche Outfit-Tips zu Langstreckenflügen?