Hallo und herzlich Willkommen zu Packspaß mit Leona! Ich muss sagen, dass ich diesen Blogpost doch einige Zeit vor mir hergeschoben habe, da ich zu faul war, all meine Sachen auszuräumen und zu fotografieren. Dass ich jetzt aber ein großes Bett und halbwegs funktionierendes Licht hatte, war doch Ansporn genug und somit zeige ich euch mal, was ich die letzten vier Monate so mit mir herumgeschleppt habe.

Um die Ausgangsbedingungen etwas zu erschweren, habe ich halbblind gepackt. Also nicht visuell, sondern in dem Sinne, dass ich nur wusste, dass ich den September in Mexiko und den Oktober in Kanada verbringen. Für den November und Dezember war New York angeplant, am Ende ist es auch New York im November und erneut Mexiko im Dezember geworden. Packen musste ich also für sehr heißes Wetter, herbstliches Klima und eiskalten Winter. Und das ist gar nicht so leicht, wenn man nicht viel Gepäck schleppen mag. Erstmal die Ausgangslage, an Gepäck nahm ich am Ende einen Rollkoffer, einen Rucksack und einen Leinentasche mit.

Achja, ein kleiner Disclaimer, ich reise mit vielen sehr alten, gut benutzten Sachen, die ich unterwegs ohne Probleme entsorgen kann, ohne dass mein Herz bricht, wenn mir etwas in der Waschmaschine kaputtgeht. Ein paar „gute“ Sachen habe ich aber auch, falls mal ein besonderer Anlass ansteht, also eine solide Mischung.

Bei Schuhen habe ich mich sehr zurückgehalten und nur Winterstiefel, ein paar Nikes, schwarze Leinenschuhe und Flipflops mitgenommen. Wie ihr seht, sehen diese Schuhe mittlerweile alle gut getragen aus und das wurden sie auch. Besonders die Leinenschuhe sind am Ende, aber sie haben mich im September auch nur 3€ gekostet, da kann man das verschmerzen. Wenn ich zurück nach Deutschland fliege, werden auch nur die Boots an meinen Füßen sein und der Rest wird zurückgelassen.

Ich habe ein kleines Buchproblem und mag es, mir Bücher aus den vielen kleinen öffentlichen Bibliotheken zu holen und andere zurückzustellen. Hier könnte ich reduzieren und wäre ich viel gereist, hätte ich das auch. Da ich die letzten Monate aber meist länger an einem Ort war, sah ich keinen Bedarf und alle durften mit. Mein Macbook starb mir, so musste ich mir einen Ersatz in New York kaufen und schleppe nun zwei Laptops mit mir herum. Würde ich nicht für lange machen, aber ich bin ja nicht mehr allzu lange unterwegs und da geht das noch. Dann sind natürlich Dinge wie der Reisepass, externe Festplatte, Powerbank, Kopfhörer, Ladegeräte, Adapter, diverse Bankkarten, Medikamente, Geld verschiedener Währungen, Stifte und Feuerzeuge bei mir im Handgepäck zu finden. Ihr seht, ich bin großer Fan von Ziplock-Tüten, aber wenn einem mal das Geld durchgeregnet wurde, wird man vorsichtiger.

In meiner Leinentasche finden sich dann Notizbücher, mein Geldbeutel (der Gratis Loccitabe-Beutel von vor Ewigkeiten) mit wenig Bargeld, Desinfektionsgel, Zahnseide, Lippenpflege, Bonbons, eine Mütze, bisschen Papier, Sonnencreme, Gesichtsspray, ein Haarclip und ein dünner Schal. Man weiß ja nie, was kommt.

Die Reste meiner Körperpflege-Produkte und doch, das sind immer noch einige. Ich gehe mal nicht nöher ins Detail, ich weiß aber, dass ich hier mit weit mehr reise, als man müsste. Aber ich spare lieber an Kleidung als an meinen Cremes etc und wer schon einmal ohne Nagelfeile unterwegs war, der weiß auch, wie unschön so ein eingerissener Nagel sein kann.Ganz wichtig auch: Ersatz-Zungenpiercings! Nachdem ich eines mal in Indien verlor, also die Kugel löste sich und ich verschluckte sie, reise ich NIE wieder ohne gleich fünf superbillige Plastik-Piercings. Die sind weder schön noch gut in der Qualität, würden mich aber über Wasser halten, bis ich wieder ein Piercingstudio finde und ein neues kaufen kann.

Da ich Sommer und Winter verbinden musste, war für mich klar, dass ich den Lagenlook voll ausleben muss. Wobei ich das immer mache, also keine Neuheit für mich! Mein Wintermantel kam mit, den hatte ich schon auf dem Weg zum Flughafen an (und kippte gleich mal Joghurt drüber), dann ein dicker Hoodie, ein etwas dünnerer Hoodie, zwei dünne Langarmshirts und die Decke von Condor aus dem Flugzeug klaute ich auch noch dreist. Man weiß ja nie, wann man unterwegs frieren könnte.

Das waren natürlich nicht alle Pullis, ich nahm noch einen 3/4-Arm mit, einen mit Eisbär, weil Winter, zwei dünnere Langarmshirts, drei Cardigans (der graue ist mässig warm, der Blumenkimono für den Sommer und der blaue ist perfekt für kalte Tage) und dann noch eine karierte Bluse, die ich gerne über Kleider trage.

Kleider habe ich sechs mitgenommen, das hier sind fünf davon. Wichtig war mir, unterschiedliche Farben und Materialen zu haben, sie aber auch mit irgendetwas anderem kombinieren zu können. Das klappte ganz gut, ich habe alle häufig in den letzten Monaten getragen und besonders das Mittige (das „schickste“) kam immer super an.

Ein Bikini, zwei kurze Röcke (die ich selten trug, die hätte ich weglassen können), zwei kurze Hosen, eine Sonnebrille und natürlich Unterwäsche (wofür das Bandeau-Top mal stellvertretend gezeigt wird), kamen natürlich auch mit. Wenige Socken hatte ich auch dabei, zum Glück hatte ich in Kanada noch ein paar alte Socken bei meinem ehemaligen Mitbewohner, die ich bis zum bitteren Ende dort trug und dann auch entsorgte.

Hier haben wir mein schwarzes Bandeau-Kleid, welches ich bisher auch nicht trug, da es unpraktisch ist (ich stelle es mir aber super mit dem Blumenkimono vor). Dann ein langes schwarzes Shirt-Kleid, welches ich gerne auf einem Flug anziehe (mit Leggings), ein blusenartiges Kurzarm-Shirt, vier normale Tshirts und 6 Tank-Tops, wovon es auch nur vier hätten sein müssen. Bei diesen „kleinen“ Dingen überpacke ich immer noch gerne, aber man weiß ja nie, was wann schmutzig wird und wo die nächste Waschmaschine ist. Drei Wochen habe ich in Mexiko mit den Sommersachen überlebt, danach musste ich aber sowas von waschen!

An langen Hosen hatte ich eine dunkelblaue Skinny-Jeans, eine Highwaisted schwarze Jeans und eine Leggings dabei. Dann noch zwei Handtücher (am Strand braucht man ja immer eines), zwei sehr leichte Blusen, die ich nur in der Wohnung trug, da sie null mein Stil sind, aber ich sie geschenkt bekam, eine Ledertasche, die ich ebenfalls unterwegs geschenkt bekam (ich selbst würde nie Leder kaufen) und dann noch mein Kulturbeutel, wo bisschen Schminke drin ist. Da ich mich aber kaum geschminkt habe, hätte ich auch die wieder zuhause lassen können, aber man weiß vorher ja nie, wie man gerade Lust und Laune hat.

Und zuletzt noch meine vielen Strumpfhosen, Legwarmers und Handschuhe. Letztere habe ich in New York bitter gebraucht, auch die Legwarmes und Strumpfhosen kamen zum Einsatz, aber es hätten auch weniger Paare gereicht. Aber auch hier packe ich lieber zu viele, falls mir eine kaputtgeht als dann ohne Strumpfhose in einem bitterkalten Ort zu sein.

Mein Koffer wog bei der letzten Wiegung von New York nach Cancun 18kg, was in Ordnung ist. Normalerweise reise ich ja mit einem 11kg-Rucksack, aber da weiß ich vorher, wohin die Reise klimatisch geht und muss nicht Dinge für jede Situation einpacken. Achja, meine Schlafsachen (Yogahose und Shirt) fehlen auf den Bildern, die trage ich aktuell nämlich noch. Vielleicht ist diese Auflistung ja für den ein oder anderen sinnvoll oder ihr erkennt den etwas chaotischen Überpacker wieder 😉

Für 2018 werde ich mir vornehmen, noch ein bisschen mehr einzusparen und besonders meinen Buchvorrat etwas zu minimieren. Vielleicht sollte ich mir einfach nur noch drei Bücher gleichzeitig erlauben, das würde mein Handgepäck schon einmal erleichtern. Und natürlich schleppe ich nicht zwei Laptops durch die Welt, das ist gerade etwas nervig, besonders da der Acer ultraschwer und riesig ist (aber er war billig, ich musste einen Kompromiss eingehen). Wohin geht eure nächste Reise? Vielleicht sogar nur mit Handgepäck? Ich liebe ja, wenn ich nur ein paar Tage verreise und nur einen Rucksack mit Bascikram mitnehmen muss, das erleichtert das Leben doch sehr!

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