Monat: Mai 2018

[Beauty] Review: Mary Kay TimeWise Moisture Renewing Gel Mask

Bin ich bei meiner eigentlichen Hautpflege-Routine eher zögerlich, was das Ausprobieren neuer Produkte angeht (dank zickiger, akneanfälliger erwachsener Haut), probiere ich allerdings wahnsinnig gerne neue Gesichtsmasken aus. Hierbei habe ich zwei Prioritäten – einmal reinigende und dann feuchtigkeitsspendende/regenerierende Masken. Meist wechsele ich das wöchentlich ab, damit es nicht zu viel Reinigung oder zu wenig Feuchtigkeit gibt. Als mir vor einigen Wochen die TimeWise Moisture Renewing Gel Maske von Mary Kay zugeschickt wurde, habe ich mich somit sehr gefreut. Denn bei einem Preis von 36€ für 85g ist mir das Blindkaufen hier definitiv eine zu teure Investition!

Die regenerierende Feuchtigkeits-Gelmaske aus der timewise-Reihe soll in nur zehn Minuten Einwirkzeit die Haut mit allem versorgen, was sie zum Strahlen braucht. Müde, gestresste Haut bekommt hierbei neue Energie und Frische eingehaucht, soll straffer, jünger, gesünder, glatter, entspannter aussehen und sich auch so anfühlen. Erste Linien und feine Fältchen sollen verschwinden und die Poren gleichzeitig nicht verstopft werden. Nach dem Öffnen hat mich zunächst einmal der sehr angenehme Pflanzenduft (Kamille, Lavandin & Rosenholz) überrascht, der das ganze Erlebnis in einen SPA-Wohlfühlmoment umgewandelt hat. Die Maske ist also super nach einem stressigen Tag, welchen man einfach vergessen möchte!

Man kann die Maske 2-3 Mal pro Woche benutzen, mir hat einmal in zwei Wochen von der Pflegewirkung her aber dicke ausgereicht! Tragt die Maske auf das gereinigte Gesicht auf, was gut funktioniert, da die Konsistenz nicht zu flüssig ist, sich gleichzeitig aber gut verteilen lässt. Sie brennt nicht, sondern fühlt sich sehr angenehm und kühlend auf der Haut an (wenn ihr wollt, legt sie vor dem Benutzen in den Kühlschrank, dann „kickt“ sie doppelt). Danach lässt man sie zehn Minuten einwirken, atmet den leckeren Duft ein und nimmt sie mit einem warmen, nassen Waschlappen ab. Man kann die Maske auch über Nacht aufgetragen lassen, wenn man eine noch intensivere Wirkung mag, habe ich bisher aber noch nicht getan.

Direkt nach dem Abwaschen der Maske strahlt meine Haut und fühlt sich wirklich samtig-weich an. Sie ist rosig, meine Mimikfältchen sind definitiv weniger und am nächsten Morgen habe ich weniger zerknitterte Augen und auch keine Augenschatten (also, wer Probleme mit Augenschatten hat, das könnte eure Maske sein, wobei explizit dabeisteht, sie nicht zu nah am Auge zu verwenden). Jupps, ich sehe nach der gesunden Ernährung, den 3 Litern Wasser mit Gurkenscheiben und den 8 Stunden erholsamen Schlaf aus, die ich nicht wirklich habe. Somit hält die Maske bei mir alle Versprechen, die sie mir vorher gegeben hat.

Aber ist sie so viel besser wie günstigere Masken? Jein, ich muss gestehen, sie ist mir zu teuer, denn da gibt es sehr viel günstigere Masken auf dem Markt, die ähnliche Ergebnisse erzielen und sie für mich somit mehr eine Luxusmaske ist, wenn man sich mal etwas gönnen mag oder jemanden beschenken will. Wie gesagt, der Duft alleine ist schon grandios und so erholsam, dass ich nach der Anwendung wirklich entspannter bin. Hätten sie diese Maske in reinigend mit ähnlichen Ergebnissen, würde ich aber trotz Preis zuschlagen, denn hier bin ich immer noch auf der Suche nach DER perfekten Maske, die meine Hautunreinheiten in den Griff bekommt.

Welche Feuchtigkeitsmaske könnt ihr empfehlen? Hat wer Erfahrung mit MaryKay? Und wenn wer eine reinigende Maske hat (gerne auch DIY), nur her damit 🙂

Sunday again.

[Gesehen] The Handmaid’s Tale

[Gelesen] Leben lernen – Anne Tyler

[Gehört] viel Radio, da ich viel im Auto unterwegs war

[Getan] Arztbesuche (6 Monate Ausland müssen immer präventiv angegangen werden); letzte Einkäufe & auch Ebayverkäufe getätigt; eine Sparcard bei der Postbank beantragt; mich von den ersten Freunden verabschiedet; in Heidelberg & Mainz gewesen

[Gegessen] Kokoseis; Saltletts Laugencracker (mein neues crack quasi), Brot mit Paprikaquark; Ofenkartoffeln; Raw vegan Riegel; Twix; Veggie Delight von Subway; Falafel –> meine geplanten 5 Kilo sind fast draufgefuttert 🙂

[Getrunken] Mio Mio Mate; Club Mate; Pepsi light; Orangensaft

[Gedacht] wie glücklich mich Gespräche machen 

[Gefreut] ich habe den Lennebergwald erwandert, was superschön und so erholsam für die Seele war

[Geärgert] schon wieder will ein Käufer bei Ebay nicht zahlen, dann bietet doch bitte einfach nicht die 2€

[Gewünscht] Antworten auf Verhalten, welches ich einfach nicht verstehe

[Gekauft] viel: also diverse Medikamente, dann eine Powerbank, USB-US-Adapter, iPad Coverm iPad Neoprenhülle, iPad Glasschutz, iPad wasserdichter Beutel..man merkt, ich will, dass es die fünf Monate im Rucksack halbwegs überlebt

[Personal] 1000 Fragen an mich selbst-Projekt #18

Huch, die Woche ging irgendwie sehr schnell rum, aber mittlerweile habe ich so ziemlich alles erledigt, was ich noch zu tun hatte. Somit blieb mir aber etwas weniger Zeit für das 1000 Fragen an mich selbst-Projekt von Johanna, von welchem ich euch jetzt die aktuellen zwanzig Fragen beantworte!

341: Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?

Bürokratischen Mist, also Versicherungen, Steuererklärungen, unnötiges Ausfüllen von Formularen, so etwas mag ich nicht und wenn ich es dann auch noch dreimal machen muss, nee, da ist meine Laune kurzzeitig im Keller. Und ich weiß, man soll jeden leben lassen, wie er mag, aber wenn ich sehe, wie sorglos-verschwenderisch Menschen mit Essen oder z.b. Plastik umgehen, werde ich aber auch immer etwas kribbelig und muss an mich halten.

342: Kann jede Beziehung gerettet werden?

So gerne würde ich hier ja schreiben, da ich immer daran glaubte. Aber im letzten Jahr habe ich da einiges dazugelernt und mittlerweile glaube ich, dass es Beziehungen gibt, die einem zu viel abverlangen, um erhalten zu bleiben.

343: Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?

Ich habe meinen Körper schon vor Jahren absolut akzeptiert und bin mit jedem Körperteil total zufrieden, da es eben mein Körperteil ist. Drehen wir die Frage also herum und meckern, denn ich hätte gerne eine richtig funktionierende Schilddrüse und ein passables Immunsystem (Notiz an mich selbst: irgendwann mal lesen, wie man eine unterfunktionierende SD ohne Tabletten in den Griff bekommt).

344: Womit hält du dein Leben spannend?

Selbst finde ich mein Leben jetzt nicht sonderlich spannend, sondern ganz normal eben, wie es wohl jedem von uns geht. Aber ich reise sehr viel, bringe mich in Situationen, die mir Angst machen, die neu und uneinschätzbar sind, wo ich auch an mein Limit gehe. Mein kompletter Freundeskreis schrie, als ich sagte, dass ich jetzt den Pacific Crest Trail laufen mag – für sie ein absolut spannungserzeugendes Abenteuer, für mich ein weiterer, „normaler“ Teil meiner Biographie!

345: Kannst du unter Druck gute Leistungen bringen?

Sagen wir, ich kann unter Druck auf sogar noch bessere Leistungen erbringen. Im Studium habe ich Hausarbeiten häufig bis zur letzten Woche aufgeschoben, sie dann über Nächte hinweg geschrieben und trotzdem eine 1 bekommen. Mir war da nie so wirklich klar, was Leute wochenlang in der Bibliothek machen, aber das lag daran, dass ich mir das Wissen nebenbei angelesen habe und dann eben „nur“ noch runterschreiben musste. Aber auch ohne Druck kann ich gute Leistungen vollbringen, so ist es nicht.

346: Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?

Seit ich ausgezogen bin und einfach tun und lassen kann, was ich will..ich zog zwar gleich mit meinem damaligen Freund zusammen (und schnell wieder aus *g*), aber dieses „wir sind jetzt erwachsen, ach, wer muss spülen, hier iss aus dem Topf und ja, es gibt Cornflakes um 22.00h“-Leben ohne wirkliche finanzielle Sorgen und wenn, musste man eben einen Aushilfsjob annehmen, war sehr angenehm. Klar, man wächst dann doch in eine etwas andere Situation hinein und entwickelt sich, aber dieses „do whatever makes you happy“-Denken (ohne andere Menschen unglücklich zu machen) habe ich weiterhin und nutze meine Lebenszeit dafür sehr aktiv.

347: Findest du andere Menschen genau so wertvoll wie dich selbst?

Natürlich. Zwar lasse ich mich manchmal so behandeln, dass ich mich danach weniger wertvoll fühle, aber da ziehe ich irgendwann den Schlussstrich und fordere entweder richtiges Verhalten ein oder gehe, egal wie weh es tut.

348: Hast du immer eine Wahl?

Ja, manchmal sind nur alle vorgegebenen oder möglichen Alternativen nicht zufriedenstellend.

349: Welche Jahreszeit magst du am liebsten?

Ich liebe den Herbst, genauer gesagt ist der Oktober mein absoluter Lieblingsmonat, aber müsste ich in nur noch einer Jahreszeit leben, würde ich doch den Sommer nehmen. Wenn die Sonne scheint, bin ich nämlich so viel besser gelaunt und habe viel mehr Energie, dass sich das auf meine komplette Lebensqualität auswirkt.

350: Wie hättest du heißen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?

Kitura, aber meine Eltern haben mit Leona (endet immerhin ebenfalls mit a) auch nichts verkehrt gemacht.

351: Wie eitel bist du?

Ich würde mich als ziemlich uneitel beschreiben, wobei das schwer an Markern festzumachen ist. Ich bin niemand, der ständig in den Spiegel schaut und auch einfach in Leggings und mit ungekämmten Haaren rausgeht, da ich mich so wohlfühle. Beim Vorbeilaufen mustere ich mich nicht ständig in den reflektierenden Schaufenstern und ich kann auch ohne Spiegel leben (habe ich häufig in Indien getan).

352: Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?

Dem Herzen und der Verstand hinkt da manchmal ganz schön hinterher und platzt dann unerwartet mit „hab ich es dir nicht gesagt“ um die Ecke.

353: Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?

Hm..ich bin ohne einen Plan, wo ich in New York schlafen sollte, hingefahren und habe mir dann vor Ort innerhalb eines Tages eine Wohnung gesucht (welche in Brooklyn war und mir wunderbare Mitbewohner beschert hat).

354: Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?

Wenn ich das Gefühl habe, dass ich meinem gegenüber damit helfe, ja. Ansonsten mag ich es mehr, wenn Gespräche ausgeglichen sind, höre aber meinen Freunden auch sehr gerne zu, wenn sie über ihre Probleme sprechen wollen.

355: Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?

Rory Gilmore (und ja, das ist auch ein wenig Wunschdenken, aber meine Persönlichkeit wird in diesem Charakter schon ziemlich gut getroffen), wobei ich früher auch noch eine Portion Veronica Mars hineinmischen wollte.

356: Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?

Ich gehe nicht wirklich auf Feste, aber ich würde mal Musik sagen.

357: Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?

Kommt drauf an, wofür. Bei Komplimenten zu meinem Aussehen winke ich da, die interessieren mich nicht, aber wenn mir jemand etwas zu meinem Gedanken sagt, freue ich mich sehr und nehme diese nicht unbedingt leicht an..da wären wir wieder bei Selbst- und Fremdbild.

358: Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?

Zwar lebe ich recht gesund, da ich weder trinke, rauche, Drogen nehme oder Fleisch/Fisch esse, aber mein Zuckerkonsum ist manchmal doch etwas zu hoch, als dass ich das mit „gesund“ betiteln könnte. Sportlich betätige ich mich auch nur, da ich eben gerne und viel laufe, aber da könnte ich mehr machen, wenn ich auf meine Gesundheit achten wollen würde. Wenn wir ganz ehrlich sind, achte ich lediglich darauf, dass ich mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinke und Obst/Gemüse esse.

359: Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?

Themen, die ich auf diesem Blog nicht bespreche #1

360: Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?

Hier muss ich zwei Antworten geben: entweder ein paar Monate in Varanasi, meinem zweiten Zuhause mit all den Freunden, die ich dort habe oder alleine in einem fremden Land, in welches ich komplett eintauchen kann und so viele neue Dinge erfahre. Pauschal gesagt bin ich kein Fan von Kurztrips, da ich mehr als nur ein paar Sehenswürdigkeiten erleben mag, sondern eben Alltag kennenlernen – ich war z.b. einen Monat in Thailand unterwegs und das empfinde ich immer noch als „kurz“ 😉

[Beauty] Ginger & Melissa Zahncreme von Dontodent bei DM!

Whoop Whoop! Schaut mal, endlich gibt es etwas Neues für alle da draußen, die wie ich auf ausgefallene Zahnpastas stehen. Erinnert sich von euch noch wer an die Crapefruit-Sorte von Dontodent von vor einigen Jahren? Was habe ich diese (und die dazugehörige Mundspülung) geliebt und ihr hinterher getrauert. Der deutsche Markt ist aber einfach sooooo langweilig, was Zahnpasta angeht – Kräuter oder Minze ist oft ja die einzige Geschmacksrichtung. Zum Glück bin ich oft im Ausland unterwegs und habe somit immer irgendetwas spannenderes (wer mag noch so gerne Zimtzahnpasta?) im Schrank, aber schauen wir doch mal, was die neue Ginger & Melissa Zahncreme von Dontodent (0,95€ für 75ml) so kann!

Optisch schreit sie in ihrer Retro-Tubenverpackung für mich zuallererst einmal nach L’Occitane und deren Handcremeverpackung. Sieht aber definitiv schicker aus als die üblichen weißen Tuben, für mich dürfte die Tube aber gerne mehr Inhalt haben (und somit etwas an Müll sparen). Der Deckel lässt sich die ersten Paar Mal etwas schwer drehen, danach geht das dann aber auch – nur will mir die Creme nicht auf dem Kopf stehen bleiben, das ist einfach zu wacklig.

Jetzt aber zum Tastetest, wie bitte schmeckt denn Ingwer und Melisse in Kombination? Ich hatte mir irgendwie etwas scharfes mit zitrischem Abgang vorgestellt und der ersten Schnüffeler brachte mir auch ein minziges Zitronengemisch in die Nase. Im Mund schmeckt man dann gleich die leicht zitrische Melisse, vom Ingwer merke ich aber leider so gar nichts. Es schmeckt nach mildem Hustenbonbon, wobei der sanfte Geschmack auch recht schnell verfliegt und danach der typische Zahnpastageschmack bleibt. Das Zahn- und Mundgefühl danach ist in Ordnung, aber wer gerne scharfe, minzige Frische will, dem wird das hier nicht gefallen. Da ist es nämlich doch zu lasch für. Mich haut die Zahnpasta geschmacklich nicht um, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass sie ihre Fans finden wird, die es eben lieber mild mögen. Ich nutzte danach zum ersten Mal seit Jahren wieder Listerine Mundspülung und mir standen die Tränen in den Augen (um euch eine Idee zu geben, was ich unter mild oder scharf verstehe).

In meinem DM gab es übrigens nur noch zwei Tuben, ich bin anscheinend nicht die einzig Interessierte, die sie sich gleich mal schnappen musste. Und auch wenn die Sorte mich jetzt nicht unbedingt aus den Socken haut und nachgekauft werden muss, ich bin doch froh, mal wieder einen anderen Geschmack im Mund zu haben und hoffe, dass sich hier auch in Zukunft weitere spannende Sorten aus der Dontodent-Ecke (ob im schnieken neuen Design oder in der weißen Normalopackung) in die Regale machen werden. Denn zumindest einmal werde ich sie zum Ausprobieren kaufen müssen.

Hat wer von euch die Ingwer-Melissen-Zahncreme schon ausprobiert? Was sagt ihr? Oder gehen solch etwas ausgefallener Geschmacksrichtungen gar nicht an euch?

[Reisen] Kurztrip nach Madrid!

Bevor ich nach Madrid kam, verband ich drei Worte mit dieser Stadt: Prado & Reina Sofia. Womit ich euch schon einmal denken könnt, wo ich mich besonders lange aufgehalten habe, nämlich in diesen beiden Kunstmuseen. Aber beim Herumlaufen durch die Stadt (der Prado ist täglich ab 18.00h, die Reina Sofia ab 19.00h kostenlos) habe ich noch so viel mehr spannende Ecken entdeckt, die ich euch vorstellen mag. Vor und nach Madrid war ich jeweils ein paar Tage in Barcelona und dachte eigentlich, dass mir die katalanische Küstenstadt sehr viel mehr gefallen würde. Oh, was habe ich mich getäuscht, Madrid hat mein Herz im Sturm erobert und ja, ich sage es jetzt schon, hier könnte ich definitiv ein paar Wochen bleiben! 

Nach Madrid bin ich von Barcelona (Reisebericht #1) aus mit Iberia geflogen, was schnell und günstig war und dann mit dem Zug in die Innenstadt gefahren. Dort stieg ich an der Atocha Station aus, welche mir von Freunden auch zum Ansehen ans Herz gelegt wurde. Was ich dann direkt tat und wirklich angenehm überrascht war – diese Mischung aus Palmengarten mit vielen Schildkröten gibt dem Ganzen eine entspannende Atmosphäre, was konträr zu all dem Menschengewusel um einen herum steht. Danach lief ich gemütlich zu meiner Unterkunft, dem Way Hostelwelches ich auch uneingeschränkt weiterempfehlen kann (allein, dass es jeden Morgen gratis Kaffee und Churros gab, hat mein Herz glücklich gemacht). Auf dem Weg bemerkte ich dann nahe der Station Lavapies, dass sich hier ein indisches Restaurant an das nächste reiht und hörte vereinzelt Hindi. Somit konnte ich gar nicht anders, als mir gleich mal typisch spanisch ein vegetarisches Thali zu gönnen. Nein, es kommt nicht an die aus Varanasi heran, aber das indische Essen war gut. Und es blieb nicht bei dem einen 😉

Madrid lässt sich prima zu Fuß erkunden, was ich die drei Tage dann auch ausgiebig getan habe. Am ersten Nachmittag/Abend ging es aber gleich zum Prado, wie viele Jahre wollte ich schon in diese heiligen Hallen! Dann plötzlich davor zu stehen, hat sich sehr surreal angefühlt, ich war ganz hibbelig! Man kann wie gesagt täglich ab 18.00h umsonst hinein, was ich auch ausgiebig genutzt habe. Dazu kommt ihr am besten schon knapp 30 Minuten vorher und reiht euch in die Schlange ein, damit ihr recht weit vorne steht, wenn es dann losgeht (ich hatte Buch und Abendessen dabei, damit es nicht langweilig wurde). Denn ihr habt nur zwei Stunden Zeit, bis das Kunstmuseum leider schließt und somit ist es unmöglich, bei einem kostenlosen Besuch alles zu sehen. Wenn ihr denkt, dass es dann enorm voll ist, muss ich sagen, dass sich das wirklich verlaufen hat und besonders die letzten 45 Minuten stand ich oftmals alleine in einem der Räume – und besser geht es dann doch nicht! Highlights für mich waren natürlich die Werke von Goya, Velázquez, Bosch, Botticelli, Bruegel, Rembrandt, Rubens..ach, ich könnte eigentlich jeden Künstler aufzählen! Aber auch das Gebäude an sich begeistert und würde ich in Madrid wohnen, ich habe das Gefühl, ich wäre jeden Abend hier..oder würde in eine Jahreskarte investieren und einfach diskret in den Keller ziehen!

Nachdem ihr im Prado gewesen seid, könnt ihr gleich zum Reina Sofia laufen, um eure Dosis moderner(er) Kunst zu bekommen. Hier habt ihr täglich von 19-21.00h freien Eintritt, was natürlich super passt. Highlight in diesem Museum ist Picasso’s Guernica, aber auch die anderen permanenten Ausstellungen, die mir vorher nicht bekannt waren, haben mich sehr begeistert und dazu gebracht, auch hier dreimal vorbeizuschauen! Mein Wissen an modernen, spanischen Malern wurde definitiv um Welten erweitert und hat mich so neugierig gemacht, mehr in diese Welt einzutauchen! Wenn ihr noch könnt, das Caixa Forum hat ebenfalls wechselnde, spannende Kunstausstellungen, ich sah mir bisschen Andy Warhol an.

Zwar gibt es noch sehr viele andere sehenswerte Kunstmuseen und Galerien, ich habe aber etwas Abwechslung gebraucht und wollte unbedingt (seit ich in Mexiko gewesen bin und dort nirgends ein Maya-Dokument finden konnte) den „Madrid Codex“ im Museo de América ansehen. Das Museum ist etwas verstörend, da es allerlei zeigt, was die Spanier von ihren Eroberungsraubzügen mitgebracht haben und leider sind die Texte nur selten auf englisch übersetzt, womit ich nicht sagen kann, inwieweit dies hier kritisch aufgearbeitet wurde. Doch sind die restlichen Artefakte ebenfalls sehr interessant und ich hatte meinen Spaß auf den drei Ebenen des Museums. Welches übrigens einen tollen Blick auf die Berge ermöglicht, was ich von Madrid aus irgendwie gar nicht erwartet hatte.

Im Museo Arqueológico National musste ich auch einfach vorbeischauen und blieb am Ende über drei Stunden, so begeistert war ich! Es gibt eine Unmenge anzuschauen und dazu passend sind viele Informationen aufbereitet, wodurch der Besuch erneut sehr lehrreich war (Todesvorstellungen & -riten in den verschiedenen Epochen war genau meins und die Ägyptenabteilung ebenfalls). Besonders schön fand ich, dass außerhalb des Museums die Höhle von Altamira nachgebaut wurde und ich somit die dortigen Höhlenmalereien erleben konnte. Nicht weit weg ist die Nationalbibliothek, welche ebenfalls eine kleine Ausstellung hat, jedoch leider nur Informationstafeln auf Spanisch. Und als Ethnologin darf ich natürlich auch nicht vergessen, dass es ein Ethnologisches Museum in Madrid gibt, welches ich mir auch angesehen habe, es ist aber sehr klein und durchaus nett, aber wenn ihr nur begrenzt Zeit habt, schaut euch lieber das Museo de América an, das ist definitiv sehenswerter!

Jetzt aber mal ein bisschen mehr Dinge an der frischen Luft! Der Tempel von Debod stand hier weit oben auf meiner Liste und ich finde immer noch verrückt, dass in Madrid ein altägyptischer-unternubischer Tempel komplett wiederaufgebaut wurde. Leider war er geschlossen, aber auch von außen war er schön anzusehen – ich habe hier einfach eine Snackpause gemacht und dann vom Hügel aus noch die Aussicht auf den Palacio Real und das Umland genossen. Die mexikanische Nonne und Dichterin Juana Inés de la Cruz trifft man in Madrid auch an jeder Ecke, in dem kleinen Park rund um den Tempel kann man eine schöne Statue von ihr bewundern.

Apropos, gleich um die Ecke ist das Cervantes-Denkmal und da musste ich wirklich ein paar Minuten draufstarren, so überwältigend war dies! Und mir wieder einmal bewusst machen, dass ich immer noch nicht Don Quijote, das wohl bekannteste Werk des berühmtesten, spanischen Schriftstellers, gelesen habe, Schande über mein Haupt.

Den Palast und die gegenüberliegende Almudena Kathedrale habe ich mir nur von außen angesehen, beides kann man aber besichtigen. Einmal in der Woche findet hier eine Wachablösung statt, die mit der britischen Zeremonie vergleichbar sein soll, da ich diese aber nicht gesehen habe, kann ich leider auch nicht mehr dazu sagen. Ich sah mir den Plaza de Oriente am Teatro Real an und schlenderte dann einfach durch die Straßen, entdeckte da ein Monument, da eine Kirche, dort wiederum einen kleinen Platz. Besonders bekannt sind der Puerta del Sol und der Plaza Mayor, somit lief ich da auch vorbei, aber ich sage mal so, Plätze sind weniger mein Interessensgebiet.

Da war der riesige Parque de El Retiro viel mehr meins, den ich für Ausruhpausen zwischendurch genutzt habe. Dass direkt neben mir plötzlich ein gigantischer Baum einfach so umfiel, war auch mal ein Erlebnis, dieses Geräusch hatte ich vorher auch noch nicht gehört! Die meisten Menschen bewundern hier den angelegten See, fahren Tretboot und lassen sich die Sonne auf die Nase scheinen. Nicht geschafft habe ich es in den Casa de Campo, dieser Park soll ebenfalls traumhaft sein, wenn ihr etwas mehr Zeit habt!

Verdammt gut einkaufen kann man in Madrid natürlich auch, die Innenstadt quillt nur so über vor Geschäften, es gibt einige Fußgängerzonen, was angenehm ist und besonders die Calle Gran Vía ist Anlaufstelle vieler Touristen. Jede nur erdenkliche Fastfood-Kette scheint es hier auch zu geben und auch wenn ich eigentlich nicht so bin, ich konnte weder zu Tim Hortons (Kanada-Erinnerung in Form eines Double-Double) noch zu Taco Bell nein sagen. Beides habe ich nicht kommen sehen und war somit ganz unerwartet im 7. Himmel 😉 Tapas habe ich übrigens in Madrid nur bei 100 Montaditos gegessen, wo sie supergünstig sind – wenn man etwas trinken geht, bekommt man häufig aber auch Tapas umsonst auf den Tisch gestellt (nur leider nicht unbedingt vegetarisch).

Es gibt noch so vieles, was ich mir in Madrid anschauen will oder erneut besuchen mag, aber ich muss gestehen, ich hatte es nicht erwartet. So plante ich meinen Reise nämlich, dass ich zunächst nach Barcelona, dann nur kurz nach Madrid und dann wieder nach Barcelona fuhr, im Nachhinein hätte mir aber weniger Barcelona gereicht und dafür hätte ich mehr Madrid gewollt. Mal sehen, wann ich es erneut nach Spanien schaffe..vielleicht sind ja 2019 ein paar Wochen drinnen!

Seid ihr schon einmal in Madrid gewesen? Wie hat es euch gefallen und habt ihr noch einen Tipp, was man unbedingt ansehen sollte?

[Sehenswert] I, Tonya und Lady Bird

Woohoo, ich habe es doch endlich mal hingekriegt und zwei Filme angesehen, die schon einige Zeit auf meiner Liste standen. Beide haben starke, weibliche Charaktere in den Hauptrollen, welche sich durch ihr Leben kämpfen müssen und dabei diverse externe (aber auch interne) Hindernisse zu überwinden haben. Eigentlich wollte ich ja auch noch den neuen Tomb Raider Film in diesen Beitrag packen, aber ich bin bisher nicht über die ersten dreißig Minuten hinausgekommen und bezweifle, dass ich das irgendwann auch noch werde.

 

I, TONYA

 

Wer alt genug ist und/oder an Eiskunstlauf interessiert ist, der hat den Namen Tonya Harding bestimmt schon einmal gehört. Erzählt wird in diesem Film ihr Leben, beginnend als Vierjährige, die nichts außer Eiskunstlaufen will und bei ihrer strengen Mutter Unterstützung findet. Sie arbeitet sich hoch, hat dabei private Probleme zu lösen und wird durch einen Skandal weltberühmt. Ihrer Konkurrentin Nancy Kerrigan wird nämlich 1994 kurz vor der us-amerikanischen Meisterschaft schwer verletzt (Harding gewann diese im Anschluss) und es stellt sich heraus, dass Tonyas Ehemann in dieses Attentat verwickelt ist und sich über ihre Beteiligung daran bis heute gestritten wird. Sehr schön an dem Film ist, dass er verschiedene Perspektiven und somit auch Wahrheiten darstellt, die dem Zuschauer genug Spielraum geben, sich selbst eine Meinung zu bilden. Für mich war der Film definitiv sehenswert, da ich aber nicht der größte Eiskunstlauffan bin, habe ich dabei noch ein Puzzle gemacht und war somit insgesamt sehr gut unterhalten.

 

LADY BIRD

 

Oh, was hat mich dieser Trailer angefixt. Die Musik, die Darsteller und dann auch noch Greta Gerwig als Regisseurin, mehr kann ein Film eigentlich nicht meinen Namen schreien. Wir folgen Christine, die sich selbst Lady Bird nennt, durch ihr letztes Schuljahr, bevor es an die Uni geht und wir haben hier einen klassischen Coming of Age Film. Da der Trailer schon recht viel Story wegnimmt, will ich da nicht noch mehr verraten, aber besonders das Mutter-Tochter-Verhältnis fand ich sehr spannend anzusehen (auch gut in Kombination mit dem im vorherigen Film, welches auch sehr zum Mitfühlen anregt). Der Film macht Spaß, die ruhigen Momente besonders und man merkt, wie viel Herzblut Gerwig hier hineingesteckt hat. An einigen Stellen kratze er mir noch zu sehr an der Oberfläche, aber ich bin schon gespannt, welches Projekt sie als nächstes verfolgen wird.

Wenn ihr gerne Filme mit starken weiblichen Rollen sucht, kann ich euch beide sehr empfehlen, denn auch wenn sie sehr unterschiedlich sind, ich wurde bei beiden sehr gut unterhalten. Bei I, Tonya hat man eben noch die Realitätsschiene, während Lady Bird zwar in ähnlicher Weise auch überall auf der Welt existiert, aber eben reine Fiktion ist. Und auch wenn er schon uralt ist, wenn ihr Roller Girl noch nicht kennt (ich musste gerade an ihn denken), schaut euch da mal den Trailer an, der würde perfekt als Ergänzung in diesen Beitrag passen.

[Lesenswert] Picknick mit Bären – Bill Bryson

Als ich in Berlin in einem öffentlichen Bücherschrank Picknick mit Bären von Bill Bryson entdeckte, musste ich doch kurz mal wieder darüber lachen, was es für Zufälle im Leben gibt. Zwar hatte ich vorher noch nie davon gehört, dass Bryson auf dem Appalachian Trail, einem Fernwanderweg in den USA, unterwegs gewesen ist und darüber dieses Buch geschrieben hat, doch passte es perfekt in meine aktuelle Pacific Crest Trail-Vorbereitung. Also Buch geschnappt und auf der Rückfahrt von Berlin nach Frankfurt in einem Rutsch durchgelesen!

Worum geht’s Der mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommene Reiseautor Bill Bryson will sich an das Abenteuer wagen, den Appalachian Trail quer durch die USA zu laufen. Da er sich nicht unbedingt alleine auf die Reise machen mag, fragt er in seinem Bekanntenkreis und findet schließlich einen Partner in seinem ehemaligen College-Freund. Die beiden älteren Herren sind nun nicht unbedingt in der optimalen physischen Verfassung, um sich durch die zwölf Bundesstaaten zu schleppen, doch sie versuchen es und erleben dabei zumindest für Außenstehende sehr lustige Situationen.

Wie ist’s Vorneweg, ich bin nicht der größte Bryson-Fan, sein Buch Frühstück mit Kangurus hat mich nicht sonderlich fesseln können. Das war hierbei anders, denn ich wollte unbedingt wissen, was die beiden Wanderer noch so erleben und habe dabei auch teilweise lauthals auflachen müssen (jupps, mitten in der Bahn). Da ich ähnliches vorhabe und selbst auch kein professioneller Wanderer oder Outdoor-Survival-Experte bin, konnte ich mich gut in die beiden hineinversetzen und bin davon überzeugt, in Kürze auch einige ihrer Erfahrungen gemacht zu haben. Zum Beispiel wenn Stephen am ersten Tag frustriert die Hälfte seines Gepäcks wegwirft, da der Rucksack einfach zu schwer und das meiste sowieso unnötig ist (das sehe ich auch in meiner Zukunft, obwohl ich beim Packen sehr streng bin) oder die beiden sich beim Überqueren eines Flusses ziemlich nass machen.

Schön ist, dass auch Fakten hier nebenbei eingeflochten werden und man über die Wegstrecke sowie die amerikanische Flora und Fauna sowie deren Veränderungen einiges lernt. Allerdings muss ich auch sagen, dass mich der Bericht nicht reizt, diesen Weg selbst zu laufen, dazu wird er als zu monoton „immer durch den Wald ohne Ausblicke“ beschrieben. Dank Bryson habe ich aber doch nach der Lektüre das Gefühl, ihn ein wenig gedanklich mitgewandert zu sein. Mittlerweile hat mein Opa das Buch auch schon durch und ich glaube, auch meine Mama wird daran noch ihre Freude haben. Es ist einfach nett geschrieben, unterhaltsam und kurzweilig – eine perfekte Urlaubs- und Reiselektüre, solltet ihr euch für Wandern interessieren. Das Buch wurde übrigens auch verfilmt, wie ich gelernt habe, aber ich glaube, ich belasse es bei meinen eigenen Bildern, die ich mir beim Lesen zusammengedacht habe.

Hat wer von euch das Buch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Es ist kein „muss ich wieder lesen“-Werk, wodurch es bald zurück in den öffentlichen Bücherschrank kommt, aber ich spreche trotzdem eine klare Leseempfehlung aus, da ich viel Spaß dabei hatte!