Auch wenn ich in Mexiko meist etwas verstört angesehen werde, wenn ich sage, dass ich weder Fleisch noch Fisch esse, ist die lokale Küche wunderbar vegetarierfreundlich. Die Angst, dass ich nicht satt werde, habe ich den meisten Restaurant- bzw Straßenstandbesitzern in Baja California mittlerweile auch genommen und da ich mich gut durch den Tag futtere, dachte ich mir, gebe ich euch doch einen ersten Einblick, bevor es jetzt in eine andere Region des Landes geht. Gut, viele Spezialitäten, die sich hier um Fisch und Meeresfrüchte drehen, konnte ich nicht probieren, aber ich hatte zum Beispiel verdammt gute Veggie-Tacos, welche einfach mit Avocado aufgepeppt wurden!

Als erstes Frühstück (und danach war ich ewig satt) ging es in Tijuana zu Los Chilaquiles, wo ich natürlich Chilanquiles (einmal mit Kaktus, einmal mit Bohnen & Mais) gefuttert habe. Dass es Ei dazugab, kam überraschend und wurde später vor der Tür an jemanden anderen weitergegeben, aber probieren solltet ihr Chilanquiles unbedingt mal, wobei man so eine Portion auch getrost zu zweit essen könnte! In Tijuana wurde übrigens auch der Caesar’s Salat erfunden und so habe ich ihn dort in abgewandelter, vegetarischer Form probieren können. In wunderbar, sehr alt-italienisch anmutendem Ambiente, wird der Salat direkt vor den eigenen Augen zubereitet, das dazu gereichte Brot war göttlich und unsere Taco-Suppe, die ich nicht fotografiert habe, war ebenfalls grandios. Eigentlich wollte ich ja nichts „allzu touristisches“ machen, im Nachhinein bin ich aber sehr glücklich, dass mich mein Couchsurfinghost hierhin geschleppt hat. Agua de Jamaica ist nichts anderes als kalter Hibiskus-Tee mit Zucker und ich LIEBE es! Es ist süß, aber auch herb, sehr erfrischend und glücklich machend; am liebsten trinke ich es nachmittags, wenn ich etwas ohne Koffein brauche. Panaderias (mexikanische Bäckereien) sind definitiv meine Lieblingsorte, wenn es darum geht, schnell etwas zu essen zu finden. Eine kleine Auswahl seht ihr im nächsten Bild:

Ob das süße Pan de Muerto, welches überall in Mexiko etwas anders zubereitet wird, diesen Keks mit Zitronenzuckerguss, einen gigantischen Kokos-Schokodonut oder dieses Schoko-Mürbeteiggebäck, ich habe alles mit absoluter Begeisterung verzerrt und würde sofort wieder! Was ich besonders gerne mag, ist, dass man sich in der Bäckerei ein Tablett mit Zange schnappt und dann durch die Regale läuft und sich aussucht, was man haben will. Dann geht es zur Kasse und meist bezahle ich 2-3 Euro für einiges an Backware! Auf Kalorien sollte man hier aber nicht unbedingt achten 😉

Tamales sind mein liebstes Street-Food, besonders gerne gefüllt mit süßem Mais oder auch in der Erdbeer-Ananas-Variante, welche ich neu kennengelernt habe. Den Champurrado, welchen ich dazu trank, habe ich leider nicht im Bild: das ist ein eher dickflüssiger heißer Drink aus Maiswasser und Schokolade. Schmeckt dank Zimt wie Weihnachten! Schnell in meinem AirBnB ohne richtige Küche zubereitet habe ich mir Tacos mit Hummus, Salat und Avocadosalsa, wo dann noch Unmengen an frischer Petersilie drüberkam – sooooooo gut! Davon gab es dann meist drei pro Mahlzeit und ich war dicke satt. Ensenada hat sehr viele, hipstereske Coffeeshops, welche aber dankbarerweise nicht nur nett aussehen, sondern auch guten (Eis-)Kaffee machen und so habe ich jeden Tag ein anderes Café ausprobiert. Besonders gut gefiel mir das Casa Antigua, solltet ihr in der Ecke sein! Da sitzt man wunderbar und der Kaffee ist richtig lecker!

So schnell gehen 1,5 Wochen an der Westküste von Mexiko rum und jetzt habe ich zum Glück noch 13 Tage, um mich durch Mexiko City zu futtern. Wobei diese definitiv nicht ausreichen werden, meine Liste, wo ich überall essen mag, ist schon viel zu lang und dann gibt es ja auch noch zig Orte, die ich einfach so unterwegs entdecken werde. Hachje, ich brauche noch 2-3 Mägen. Wenn wer Mexico City-Tipss hat (gerne auch nichtkulinarischer Natur), gerne her damit! 🙂

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