Monat: März 2019

[Lesenswert] Writing from Canada – Jim Rice & Mike Hayhoe

Ich muss gestehen, die Kurzgeschichtensammlung Writing from Canada, herausgegeben von Jim Rice & Mike Hayhoe, ist schon seit einiger Zeit in meinem Besitz, aber irgendwie kam ich nie dazu, sie zu lesen. Dabei liebe ich Kurzgeschichten, gerne über Kanada und von kanadischen Autoren, aber irgendwie griff ich doch nie zu, wenn ich einmal Zeit hatte. Die Freundin eines Freundes geht allerdings in Kürze für ein paar Monate nach Kanada und da ich ihr dieses Buch als „Einstiegslektüre“ mitgeben will, habe ich es nun endlich in wenigen Tagen durchgelesen.

Worum geht’s Die Herausgeber haben insgesamt sechzehn Kurzgeschichten zusammengestellt, welche sie in die Themenbereiche „The Great Landscape“, „Townscapes“ und „Cultural Mosaic“ eingeteilt haben. Es kommen unterschiedliche Stimmen zu Wort, sowohl zeitlich als auch lokal gesehen, wodurch der Leser sehr viele Kanada-Bilder erhält.

Wie ist’s Mir hat die Mischung sehr gut gefallen, einige Geschichten sagten mir mehr zu, andere eher weniger. Besonders überrascht war ich davon, dass eine Kurzgeschichte von Alice Munro dabei war („An Ounce of cure“), welche ich bis dato nicht kannte. Da ich die Schriftstellerin sehr gerne mag, war das toll! Insgesamt ist die Auswahl sehr gut, die drei Themengebiete machen Sinn und die vielen Bilder, die man noch dazu bekommt, lockern das Buch auf. Da es viele Kurzgeschichten sind, muss man es nicht auf einmal lesen, sondern kann sich nach und nach durcharbeiten. Wobei ich es spannend fand, mehrere Geschichten hintereinander zu lesen und so einen Vergleich der verschiedenen Perspektiven zu haben. Anspruchsvoll sind sie nicht, aber eine gute Freizeitlektüre, die nicht unbedingt lange nachklingt. Wobei einen so 2-3 Geschichten doch etwas länger beschäftigen!

Das Buch ist nicht mehr so leicht zu bekommen und auch wenn es mir gefällt, gibt es bestimmt andere gute Sammelbände kanadischer Kurzgeschichten, die sich ebenso lohnen. Solltet ihr es aber wie ich einmal in einem öffentlichen Bücherschrank finden, schnappt es euch ruhig und taucht ein wenig in die verschiedenen Kanadas ein, die ihr präsentiert bekommt!

Sunday again.

[Gesehen] Grey’s Anatomy; Good Trouble (irgendwie wird das langweilig..)

[Gelesen] Stadtethnologische Texte & Sachen zur Ritualforschung

[Gehört] paar Vorlesungen und Ted Talks über Städte

[Getan] mit den Hunden am Neckar entlang spaziert; viel gelesen und Prüfungsthemen erarbeitet..immer noch; mit Schlappheit gekämpft


[Gegessen] Reis mit Gemüse; Oatmeal mit TK-Beeren; die ersten frischen Erdbeeren; unsagbar guten Schoko-Himbeerkuchen

[Getrunken] Kaaaaaaffee; Mezzo Mix light; schwarzen Tee mit Hafermilch

[Gedacht] bitte einmal alle die Petition gegen Artikel 13 unterschreiben, wir wollen unser Internet behalten!

[Gefreut] Sonnenschein & eine Wohnung 50 Meter vom Neckar entfernt

[Geärgert] ich war die Woche sooo müde, habe enorm schlecht und wenig geschlafen und nee, das war mental nix.

[Gewünscht] noch so einen Supermond, das war der Hammer!

[Gekauft] Lebensmittel & Benzin, nichts Spannendes

[Fashion] Eröffnung der Bade-Saison mit Albamoda!

Ok, wir haben vielleicht gerade erst am 20.3. den Frühlingsanfang gefeiert, aber ich bin gedanklich schon etwas weiter. Im Mai wird es für mich nämlich wieder in die Sonne (ich muss mich langsam mal auf einen Kontinent festlegen..) gehen und die Vorfreude ist schon riesig! Winter ist einfach nicht meines, ich brauche Wärme, Strand und Meer. Da ich meist nur mit einem einzigen Bikini unterwegs bin und diesen auch abseits des Wassers, besonders gerne als Top, trage, ist mein letzter Begleiter leider nicht mehr schön anzusehen.

Hier seht ihr ihn vor 1,5 Jahren noch neu und shiny, mittlerweile ist die Farbe verblasst und der Gummi ziemlich ausgeleiert. Da es noch nicht wirklich viele Bikinis in der „realen Welt“ in den Geschäften zum Anprobieren gibt, habe ich mich mal online umgeschaut, was an aktuellen Bademoden-Trends so passiert und ob ich vielleicht Glück habe und etwas nach meinem Geschmack finde! Denn dieser letzte Bikini (gab es bei C&A) war von der Form her perfekt und auch die Mischung aus grafischem Muster und schwarzen Details war genau meins!

Dieser Trägerbikini mit Perlenmuster von Sunflair (99,95€) erinnert mich spontan an meinen Bikini, wobei er natürlich die elegantere und hochwertigere Variante ist. Praktisch ist, dass man die Träger abnehmen kann und er sich bestimmt auch super unter einem etwas durchsichtigeren Top macht. Bei der Hose gefällt mir besonders, dass sie von hinten komplett schwarz ist und man quasi einen WOW-Effekt erzeugt, wenn man sich dann umdreht und plötzlich Farbe und Muster präsentiert.

Wer etwas weniger auffallen, aber trotzdem auf Muster nicht verzichten mag, für den ist dieser Trägerbikini mit Druck (89,95€), ebenfalls von Sunflair, eine gute Option. Hier habt ihr vorn und hinten Muster, sogar ein wenig Animal-Print, welcher aktuell sein Comeback hat, ist dabei, gleichzeitig sind die Träger aber schwarz und eignen sich somit auch außerhalb des Wassers als Top. Zumindest für mich. Mich spricht die Farbkombination hier sehr an, es ist nicht zu unruhig und das Blau mit den roten Muscheln finde ich super. Man kann mit einem Knopf und Riegel die Beinhöhe der Hose verstellen, was ich noch nie bei einem Bikini hatte und spontan sehr neugierig bin, wie das genau funktioniert.

Natürlich wäre Onlineshopping nicht Onlineshopping, wenn man nicht noch über Sachen stolpert, nach denen man nicht gesucht hat. So erging es mir mit diesem Bikini von Opera (99,95€), welcher weder schwarze noch abnehmbare Träger hat. Stattdessen schreit dieses Oberteil einfach nur nach Aufmerksamkeit und will definitiv nicht unter einem anderen Top getragen werden. Und ich bin verliebt. Die Farbkombination, der Giraffen- & Leoprint mit Federn – alles macht gute Laune und das Oberteil sehe ich schon in Kombination mit Jeans-Shorts für Tage abseits des Strandes. Praktisch ist, dass es Softcups eingearbeitet hat, zweigeteilte Träger zum Binden und einen wunderbar tiefen Rückenausschnitt – was ebenfalls genau meins ist! Den Hosenbund kann man umschlagen oder hochklappen, wodurch man entscheiden kann, wie viel Haut man zeigen mag und mich erneut kriegt, denn ich mag meine Bikinis gerne ein wenig mehr high-waist. Ach, was wäre Onlineshopping ohne Dilemma, denn nun will ich diesen Bikini, welcher so gar kein praktisches Top hat, welches ich anstatt einem BH unter Trägertops tragen kann, hmpf!

Seid ihr auch schon auf Bikini-Suche? Allein dadurch entflieht man dem kalten, nassen Wetter ja schon etwas. Wie gefallen euch meine drei ausgewählten Kandidaten? Dürfte einer bei euch einziehen? Ich glaube ja, dass es Nummer 3 werden wird, aber noch habe ich ein paar Tage Bedenkzeit – wobei es natürlich auch darauf ankommt, wie sie dann an mir aussehen 🙂

Copyright der Bilder: albamoda

[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke!

Da neigt sich mein Geburtstagsmonat (nur noch wenige Tage *hupf*) schon fast dem Ende zu, aber die Essens-Bilder sammeln sich schon wieder auf dem Handy an. Obwohl ich mich versuche, gesünder zu ernähren und mehr Obst statt Süßigkeiten zu essen, ist stressbedingt im Moment noch der Wurm drin. Da ich aber weiß, dass sich das ab Ende April wieder ändern wird (außer ich falle durch meine Prüfung durch), mache ich mir da jetzt auch keinen großen Kopf, sondern genieße und schnappe mir den Zucker, wenn mein Körper bzw. meine Nerven danach schreien. Das darf eben auch mal sein, solange es nicht zum Allgemeinzustand wird – und ich brav weiterhin genug Obst/Gemüse zu mir nehme 🙂

Obwohl ich kein großer Pizza-Fan bin, kommt die vegane Pizza von Lidl doch bestimmt einmal im Monat bei mir in den Ofen. Da sie anstatt Tomatensoße ein Pesto als Soße hat, schmeckt sie aber irgendwie nicht wie Pizza, sondern sooooo viel mehr nach meinem Gusto! Meine vegane Linsensuppe mit Brot gewinnt bestimmt keinen Schönheitspreis, aber was gibt es Besseres um sich aufzuwärmen als einen Eintopf?! Da ich faul war, gab es diese Dosensuppe von Erasco und mit noch etwas mehr Gewürzen ist die definitiv lecker. Unterwegs gab es Tofu mit Gemüse beim Chinesen und das kann ich auch jede Woche essen. Wobei ich lieber in die thailändische Küche gehe und noch Kokosnussmilch und Chilipasta dabei habe. Brauseherzen von Ahoj gab es als Nervennahrung zwischendurch, aber ich bin doch mehr der Brausestäbchen-Fan. Brause und ich sind so eine Sache, elf Monate im Jahr vergesse ich, dass sie existiert und den letzten Monat esse ich dann quasi meinen Jahresvorrat an Brause 😉

Beim Inder gab es diesen Traum von vegetarischem Thali mit Papadam, Pakora, Samosa, Tofu, Gemüse und Linsen, aber beim Naan haben sie doch sehr gespart. Lecker war es aber allemal und ich bin danach noch ohne Probleme die Treppe hinaufgekommen. Mein erstes Eis des Jahres gab es in Freiburg in den Sorten Butterkeks & Joghurt. Ersteres schmeckte mir zu sehr nach Butter, aber die Joghurtsorte war enorm lecker. Abends beim Italiener gab es einen großen gemischten Salat mit Pizzabrot, welcher beim Essen gute Laune gemacht hat. Bei Mama wurde ich dann noch mit Ofengemüse mit Reis verwöhnt, wobei ich hier noch gerne eine Soße (oder zumindest Ketchup) gehabt hätte, aber am Ende siegte doch wieder die Faulheit.

Mein Lieblingsfrühstück bleiben nach wie vor Haferflocken mit Apfel und Zimt (hier gab es noch ein paar Sauerkirschen dazu), da es dank Apfel süß ist, nach Weihnachten schmeckt, mich wärmt und ewig satt macht. Kann ich jeden Tag essen, was ich aktuell auch mache. Mit Freunden ging es zu Hans im Glück und ich hatte einen veganen Fabelhafter-Burger mit Fritten. Da ist u.a. Avocadocreme drauf, wodurch ich diesen Burger besonders gerne mag, aber bei der großen Auswahl an vegetarisch/veganen Burger dauert es immer einige Zeit, bis ich mich entschieden habe. Da ist es einfacher beim Bäcker, denn die Wasserweck der Bäckerei Eifler sind seit bestimmt zwanzig Jahren meine allerliebste Backware. Gab es früher nur im Frankfurter Umkreis, mittlerweile aber im Nachbarort meiner Eltern, was mich natürlich sehr freut. Ein paar Ofenpommes mit Pfeffer & Ketchup durften es an einem Abend sein, an dem ich irgendwie so gar nichts wollte und doch irgendetwas Warmes brauchte 🙂

In ein paar Tagen geht es kurz nach Berlin, meiner ehemaligen Wahlheimat und ich weiß jetzt schon nicht, wie ich all meine Lieblingsessens-Orte in die wenigen Stunden quetschen kann. Aber zum Lieblingsfalafel-Laden, -hummus, -vietnamesen, -äthiopier und -bäcker werde ich es irgendwie packen – gut, dass ich zwischendrin das Lieblingshundetier ausführen darf und so zumindest ein paar der Kalorien wieder ablaufen kann.

[Reisen] Kurztrip in den Schwarzwald!

Mitte März musste ich für einen Termin nach Freiburg und dachte mir, dass ich das doch gleich mit einem Kurztrip in den Schwarzwald verbinden kann, wenn ich schon einmal da bin! Gerne wäre ich noch rüber nach Colmar gefahren, das hat zeitlich aber leider nicht mehr geklappt, das kommt dann eben beim nächsten Mal dran 🙂

In Freiburg selbst habe ich erstmal recht weit von der Innenstadt entfernt auf einem P+R Parkplatz an der Bissierstraße geparkt. Von da läuft man etwa 20 Minuten (recht schön durch einen Park und an der Herz-Jesu-Kirche vorbei) bis zur Altstadt, was bei den etwas übertriebenen Parkpreisen für mich definitiv die sinnvollere Variante war. Die Altstadt wird vom Münster Unserer Lieben Frau dominiert und somit steuerten wir die gotische Kathedrale direkt an. Wirklich beeindruckend und absolut sehenswert – wer mag, kann noch auf den 166m hohen Turm hinaufsteigen. Auf dem umliegenden Marktplatz fand samstags ein riesiger Markt statt, wo es allerlei lecker aussehendes zu erwerben gab. Danach liefen wir erst einmal ein wenig durch die Altstadt, sahen uns die kleinen Gassen, alten Häuser (Altes Rathaus, Historisches Kaufhaus, Schwaben- und Martinstor, Colombischlössle und Augustinermuseum) und natürlich die vielen kleinen Bächle, die sich durch die Fußgängerzone ziehen.

Obwohl es Freitagnachmittag war, war die Stadt nicht allzu voll, man konnte gemütlich schlendern und stand auch für ein Eis in der Sonne (Eis Cafe Quo Vadis) nicht allzu lange an. Wer Lust auf Einkaufen hat, Freiburg hat enorm viele Geschäfte, besonders Outdoor-Läden fand man an jeder Ecke! Meine Termin hatte ich in der Unibibliothek, welche ich architektonisch großartig fand und jeder kann – also auch ohne Ausweis – mit dem Aufzug nach ganz oben fahren, wo man eine tolle Aussicht über Freiburg hat (und der große Kaffee nur 1,50€ kostet). Da wir noch etwas Natur wollten, fuhren wir zum Mundenhof und sahen uns Kamele, Bambuswald, Alpakas, Affen und wunderschön eingerichtete Aquarien an. Toll ist, dass das Gelände kostenlos 24 Stunden lang zugänglich ist und man nur einmal 5€ bezahlt, wenn man sein Auto parken will.

Wir schliefen etwas außerhalb in Schallstatt in dem ehemaligen Gutshof Hotel Ochsen von 1548 (oder so), welchen meine Mama buchte. Ich guckte nicht schlecht, als unser Zimmer weder Bad noch Heizung hatte, aber gut, für eine Nacht geht das ja irgendwie..und immerhin gab es einen mobilen Heizkörper, der etwas gegen die Kälte half. Am nächsten Morgen gab es ein großes Frühstücksbuffet und somit war Mama glücklich und ich hatte auch genug Kaffee. Wir fanden abends noch zufällig ein leckeres indisches Restaurant im Nachbarort Norsingen, solltet ihr keine Lust auf lokale Küche haben, die eher weniger vegetarierfreundlich ist.

Den nächsten Vormittag verbrachten wir im Höllental und ach, was habe ich mich gefreut. Wir sind eine kleine „Wanderung“ von 3 Kilometern entlang der Ravennaschlucht gelaufen, haben den Hirsch gesehen, standen vor einer riesigen Kuckucksuhr und fuhren am Titisee entlang, wo ebenfalls Alpakas standen. Man bekommt hier – minus die Kühe – genau das Schwarzwaldidyll, welches ich im Kopf hatte! Das Wetter war nicht ganz auf unserer Seite, es war grau und nass, aber immerhin regnete es nicht. Mittags ging es dann in Freiburg noch auf den Schlossberg (& -turm) und in den Schwarzen Kater für eine kleine Stärkung.

Da ich meine Kühe wollte, fuhren wir für die Nacht auf den Haberhof bei Elzach, so richtig mitten in die Pampa 🙂 Ich fühlte mich wie bei meiner Oma im Odenwald, aber es war landschaftlich super schön und soooo ruhig! Hier bekamen wir am nächsten Tag ebenfalls ein tolles Frühstück (mit u.a. selbstgebackenem Kuchen) und die Gastgeberin war einfach nur toll. Sollte ich Einsamkeit wollen, hier würde ich definitiv wieder hinfahren!

Da es leider regnete (und Sturm Eberhard im Anflug war), fuhren wir am nächsten Morgen nur noch durch den nassen Schwarzwald und hatten bei Speyer Glück, denn dort hatten wir lustigerweise strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Den Dom wollte ich mir seit über zehn Jahren einmal anschauen, was wir dann auch taten und gleich noch die Innenstadt erliefen und noch über die Gedächtniskirche und St. Joseph stolperten. Nach einem absolut überteuerten Kaffee am ehemaligen Westtor ging es dann zurück nach Hause. Wenn ihr aber mehr Zeit habt, schaut euch das Technikmuseum an, da war ich letztes Jahr schon (Bericht hier).

Gerne wäre ich noch etwas mehr gewandert, aber da hat das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was aber nur bedeutet, dass ich eben noch einmal in den Schwarzwald (und dann auch in die Vogesen) fahren werde – wenn ihr also Tipps habt, wo man besonders schön wandern kann oder was man sich noch ansehen sollte, gerne her damit!

[Beauty] Lilly of the Valley EdP von Jean & Len Alchimiste

Bei meinem letzten DM-Besuch stöberte ich ein wenig bei den Düften und blieb schnell bei dem Lilly of the Valley Eau de Parfum von Jean & Len Alchimiste (17,95€ für 50ml) hängen. Der Flakon hat mich mit seiner schlichten Eleganz und dem mich an alte Apothekenflaschen erinnernden Stil aber einfach sofort gekriegt 🙂

Vor Ewigkeiten habe ich mal eine Augenpflege von Jean & Len ausprobiert (und gerne gemocht), aber dass sie auch Düfte herstellen, war mir neu. Jean & Len wollen natürliche, vegane Pflege, ohne Silikone, Parabene und Mineralöl herstellen, was ich selbstverständlich begrüße. Man kann viele ihrer Produkte z.b. bei DM (da habe ich sie das erste Mal entdeckt) kaufen, sie haben allerdings auch einen Flagshipstore in Köln, wo ich irgendwann einmal vorbeischauen mag. Jetzt aber zu dem Duft:

Lilly of the Valley ist für „Momente ohne Gedöns“, wobei „exotische Duftnoten auf geheim sinnvolle, unbeschwerte Leichtigkeit treffen. Bei Sonnenaufgang tanzend, erinnert uns Lilly an zarte Weiblichkeit“.

Man bekommt einen blumig-zitrischen Duft, der nett und massentauglich riecht. Was nicht negativ gemeint ist, wer einen spritzig-frischen (ich würde sagen Zitrone) Blumenduft (Geranien?) mag, dies ist ein schlichter Vertreter, der einen nicht durch Komplexität umhaut. Sondern eher simpel daherkommt und somit so ziemlich immer im Alltag passt. Spannend (oder gar exotisch-geheimnisvoll) finde ich ihn nicht, für besondere Momente oder abends würde ich definitiv nicht nach im Greifen, aber für den Sommer stelle ich ihn mir tagsüber ganz gut vor.

Meckern muss ich aber leider auch, denn die Haltbarkeit auf meiner Haut ist grottig. Nach vier Stunden ist der Duft – ohne dass er sich irgendwie entwickelt – einfach weg und das finde ich für ein als langanhaltend angepriesenes EdP doch schwach. Klar, der Preis ist nicht allzu hoch, aber ich habe mehr erwartet und will den 50ml-Flakon auch nicht mit mir herumschleppen, um unterwegs nachzusprühen.

Kurzes Fazit: Verpackung & Flakon top, Duft durch seine Einfachheit und Natürlichkeit ebenfalls nett, aber Haltbarkeit mies. Schade Jean & Len, aber da bleibe ich wohl lieber bei euren Pflegeprodukten, da stimmt für mich das Preis-Leistungsverhältnis mehr! Habt ihr schon einen Duft oder etwas anderes aus dem Sortiment ausprobiert? Wie sind eure Erfahrungen?

[Lesenswert] Gun Love – Jennifer Clement

Zwar ist mein eigener „will ich unbedingt bald lesen“-Bücherstapel mit über 80 Exemplaren nicht gerade klein, doch wenn mein Opa mir ein Buch empfiehlt, wird dies natürlich zuerst gelesen. Somit kam ich vor Kurzem in den Genuss von Gun Love von Jennifer Clement, welches ich in nur zwei Tagen verschlungen habe. Warum, erzähle ich euch nun!

Worum geht’s Die 14-jährige Pearl lebt gemeinsam mit ihrer Mutter Margot in einem kaputten Auto auf einem Trailerpark irgendwo in Florida. War dies eigentlich nur als „Notlösung“ gedacht, nachdem Margot als schwangerer Teenager ihr reiches Elternhaus verließ, wurde das Auto zu einem Zuhause, in welchem sich die beiden so gut es geht einrichten und versuchen, ihrem Alltag zu entfliehen. Ihr Leben am Rand der Gesellschaft verläuft recht ereignislos, bis plötzlich Eli in ihr Leben tritt.

Wie ist’s Das Buch wurde letztes Jahr enorm gehyped, somit sind meine Erwartungen natürlich hoch. Fangen wir mit meiner kurzen Kritik an, ich habe mehr Story erwartet. Es passiert nicht viel, man kann die Handlung in zwei Sätzen zusammenfassen, aber das Buch fesselt trotzdem. Dies liegt an der wunderbar bildgewaltigen Sprache, welche in der Übersetzung ebenfalls sehr gut funktioniert. Die unterschiedlichen Charaktere werden dem Leser wirklich poetisch nahegebracht und allein die ersten beiden Sätze „Meine Mutter war eine Tasse Zucker. Man konnte sie jederzeit ausleihen“ haben mich gekriegt. Das Sozialsystem „Trailerpark“ mit seinen unterschiedlichen Bewohnern und deren Probleme geben einen guten Einblick in das gegenwärtige Amerika (wobei, die Opioidkrise fast noch zu kurz kommt) und thematisieren besonders das Thema „Schusswaffen“.

Das Buch fesselt einen nicht durch seine Story, es ist fast egal, wie es weitergeht, solange es denn noch Seiten gibt, die man lesen kann. Man wartet auf kein Ende, weder auf ein happy end noch etwas Schlimmes, sondern lebt mit Pearl und ihrer Mutter von einem Tag in den anderen. Einige Sätze lassen einen beim Lesen innehalten, da sie wirklich so treffend sind, dass es wehtut. Es ist kein leichtes Buch, welches ich für unterwegs empfehlen würde, sondern wenn man Zeit hat, nicht ständig (durch Bahndurchsagen etc) abgelenkt wird und in der mit Worten gemalten Kulisse versinken kann.

Für mich definitiv eines der besten Bücher, welches ich seit einiger Zeit gelesen habe und ganz klar eine Leseempfehlung. Für so ziemlich jeden übrigens, nur nicht für Hardcore-Thrillerfans, die werden mit nämlich keine Freude haben.

Sunday again.

[Gesehen] Shameless (tschüss, Fiona!); Grey’s Anatomy; Good Trouble

[Gelesen] Fachkrams

[Gehört] Spanish Guitar, dabei schreibt es sich so gut!

[Getan] nach Heidelberg zum Hundesitten gezogen; mit vielen Freunden getroffen und wieder einige Zeit in der Landesbibliothek in Darmstadt verbracht, yeah!

[Gegessen] Ofengemüse mit Pilzen; Bulgur; Kokosjoghurt; Kartoffeln mit Quark; Kürbishummus; Schoko-Kränzel

[Getrunken] Kaffee mit Hafermilch; Ingwertee; Banane-Mango-Smoothie

[Gedacht] nein, ich werde jetzt nicht schon wieder krank!

[Gefreut] zwei zuckersüße Hundetiere zum Aufpassen!

[Geärgert] meine Schmerzen in der Hand werden nicht besser

[Gewünscht] dass genau diese Schmerzen verschwinden

[Gekauft] Benzin

[Beauty] Black Shine von Dontodent – DIE schwarze Zahnpasta!

Ok, ich muss es zugeben, ich habe eine Schwäche für ausgefallene Zahnpasta. Rennen die meisten im Ausland im Supermarkt eher zu den Süßigkeiten oder Kosmetikaufstellern, so steuere ich zielsicher die Zahnpasten an. Aber was gibt es da auch für eine Auswahl?! Ob meine liebste Zimtzahnpasta aus den USA, die ayurvedische Zahnpasta-Baum-Sorte aus Indien oder die Salz-Zitronen-Sorte aus Mexiko, ich kann nie genug von neuen Variationen bekommen. Erinnert ihr euch noch an die Crapefruit-Variante von Dontodent bei DM? Ich trauere ihr immer noch enorm nach, wegen mir dürfte dafür die Melisse-Ginger-Variante, die es aktuell gibt, wieder verschwinden 😉

Aber gut, ich ging mit dem Vorsatz in den DM, mir die günstige Kräuter-Zahnpasta von Dontodent zu holen, die ich jedem nur empfehlen kann und dann sah ich die Worte „schwarze Zahnpasta“ und war verloren. Natürlich nahm ich die Black Shine von Dontodent direkt mit – 95 Cent sofortiges Glück 😉

Ihre Farbe verdankt sie der darin enthaltenen Aktivkohle, welche Verfärbungen entfernen und die Zähne somit weißer erscheinen lassen soll. Für mich als starken Kaffee- und Teetrinker ist das zwar ein Thema, aufgrund meiner doofen Schmerzempfindlichkeit nutze ich allerdings nur sehr selten aufhellungversprechende Produkte. Aktivkohle hatte ich jedoch noch nie ausprobiert und somit war ich neugierig, ob es a) eine positive Wirkung hat oder b) mir nur wieder Schmerzen ohne Effekt verursacht. Wobei ganz ehrlich, hätte die Zahnpasta keine aufhellende Wirkung versprochen, ich hätte sie trotzdem gekauft, weil SCHWARZE Zahnpasta!

Wie ein kleines Kind freue ich mich auf das erste Mal Zähneputzen und bin sehr gespannt. Der Geschmack ist leicht minzig, aber nicht sehr dominant und kommt etwas überraschend um die Ecke. Irgendwie hatte ich erwartet, dass sie „erdig“ schmeckt, wobei das wahrscheinlich weniger gut ankommt, aber bei Aktivkohle hatte ich „Natur“ im Kopf. Die Minze ist angenehm, extra frischen Atem macht sie jedoch nicht – eher so mittelmäßig frisch, aber das stört mich nicht, da ich aktuell noch Listerine Mundspülung nutze – und die ätzt bekanntlich jeglichen anderen Geschmack sowieso weg 😉

Beim ersten Mal Schaum ausspucken, juchze ich innerlich, er ist wunderbar dunkelgrau. Danach wird er beim Putzen immer heller und ach, sieht das schön aus im Waschbecken. Ästhetik beim Schaum-Ausspucken, besser geht es nicht, da entstehen jeden Morgen kleine graue Meisterwerke in verschiedenen, farblichen Abstufungen und ich habe kafkaeskes Prag im Herbst im Kopf. Ok, ich übertreibe, aber ich finde es toll, dass der Schaum immer heller wird, bis er und ich quasi fertig sind.

Jetzt habe ich die Zahnpasta drei Wochen lang verwendet und muss sagen, dass b) zumindest nicht eingetroffen ist. Meine Zähne sind nicht empfindlicher geworden, sondern zicken normal herum, wenn ich zu heiß/kalt/süß/sauer etc esse. Aber daran bin ich gewohnt und die Aktivkohle scheint nicht zu stark zu sein, um hier weiteren Schaden anzustellen. Jedoch ist a) bisher ebenfalls nicht eingetreten, meine Zähne sehen genauso aus wie vorher. Zumindest kann ich keinen sonderlichen Aufhellungseffekt feststellen, wenn ich in den Spiegel schaue. Da ich aber wie gesagt täglich Kaffee und Tee zu mir nehme, kann die Zahnpasta hier durchaus eher aktive Schadensvermeidung betreiben und helfen, dass meine Zähne zumindest nicht noch intensiver verfärbt werden. Vielleicht hilft hier eine längere Anwendungsdauer doch noch, ich werde sie auf jeden Fall weiterhin nutzen und auch nachkaufen! Das Zahngefühl nach dem Putzen ist nämlich sehr angenehm und da ich gerade erst letzte Woche bei meinem sehr zufriedenen Zahnarzt war, scheint sie zumindest einen guten Job zu erledigen. Plus, ich wiederhole mich, es ist schwarze Zahnpasta und ich liebe alles, was schwarz ist. Und Zahnpasta.

Wenn ihr mein kleines Plädoyer bis hier durchgehalten habt, lasst mich doch wissen, ob ihr die Dontodent Black Shine ebenfalls schon verwendet habt und wenn ja, wie sie euch gefallen hat? Oder macht euch die Idee einer dunklen Zahnpasta so gar nicht an? Das kann es ja auch geben, wer weiß 😉 Wenn ich euer Interesse geweckt habe, ab zu DM, ich hoffe ja, dass sie noch lange im Sortiment bleibt!

[Beauty]Sans Soucis Daily Detox Gesichts-Maske!

Nach einigen Wochen mit selbstgemachten Gesichtsmasken kam es doch spontan über mich und ich gönnte mir die Daily Detox Vlies-Maske von Sans Soucis. Mit einem stolzen Preis von fast 6€ pro Maske (z.b. bei Amazon) kann man hier definitiv von „gönnen“ sprechen, da bekomme ich nämlich normalerweise 2-3 koreanische Tuchmasken für, aber ich wollte einmal eine der Masken von diesem mir sympathischen, deutschen Unternehmen ausprobieren. Vor über drei Jahren stolperte ich nämlich eher zufällig über ihre Argan Augenpflege und war sehr angetan (Review hier). Um den „Müll“ etwas besser zu rechtfertigen, kaufte ich mir die Maske nun unterwegs, wo ich kein Bad hatte, um mir geschwind eine Maske herzustellen, aber meine Haut definitiv ein Verlangen nach Extra-Pflege ausdrückte!

Die Daily Detox Vlies-Maske wird einzeln verkauft, es gibt noch zwei weitere Sorten, Forever Young und Moisture Holic. Alle drei versprechen intensive Pflege für gestresste Haut, ich habe mich am Ende für die grüne Verpackung entschieden, da sie mich einfach am meisten angemacht hat. Sie ist vegan, ohne Parabene oder Mineralöle und stattdessen voller Antioxidantien, Vitamin C und E und D-Panthenol. Die Mischung aus Pfirsich-, Himbeer- und Apfelextrakt hilft, die Haut zu entschlacken und ihren Feuchtigkeitshaushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Packt man die Maske aus, merkt man, dass sie sehr dünn ist und voller Produkt. Sie ist recht groß, passt sich meiner Gesichtskontur recht gut an und rutscht nicht herum. Allerdings läuft mir zunächst die Flüssigkeit nur so am Hals herunter, als ich die Maske festdrücke – was ich aber habe kommen sehen und somit gleich mit kreisenden Bewegungen in die Halshaut einarbeite. Da darf ja gerne auch etwas mehr Pflege hin. Die Maske bleibt 15 Minuten auf der zuvor gereinigten Haut, ich lasse sie etwas länger drauf, da sie einfach noch soooooo viel Produkt hat! Während der Einwirkzeit spüre ich nichts, kein Brennen oder Spannungsgefühl, nur die Kühle der Maske.

Nach der verlängerten Einwirkzeit habe ich immer noch so viel Produkt auf Maske und Haut, dass ich dieses zunächst versuche, einzumassieren. Allerdings ist es einfach zu viel, ich gebe auf und nehme das überschüssige Gel schließlich mit einem Handtuch ab. Das ist einfach zu viel. Denn es zieht nicht gescheit ein, sondern bleibt klebrig auf meiner Haut zurück und das mag ich gar nicht leiden. Nach weiteren drei Stunden gehe ich duschen und danach fühlt sich meine Haut wieder gut an. Hierbei verschwindet das künstliche Haut-Klebe-Gefühl komplett, meine Gesichtshaut ist weich, samtig und strahlt. Die Augen-Trockenheitsfältchen sind verschwunden, meine Mundpartie sieht frisch aus und insgesamt sehe ich erholt aus. Diese Strahlkraft sehe ich auch noch am nächsten Morgen, als ich in den Spiegel schaue und das freut mich.

Einen WOW-Effekt, welchen ich für den Preis quasi sofort nach Abnahme der Maske erwarte, suche ich vergebens. Es ist eine solide Maske, welche recht gute, hauptsächlich natürliche, Inhaltsstoffe hat und einen guten Job erledigt, aber mich nicht umhaut. Hätte ich noch Tage später das angenehme Hautgefühl und Strahlen behalten, würde ich sie wohl wieder einmal nachkaufen, aber leider verschwand dies am nächsten Nachmittag schon wieder. Somit freue ich mich, dass ich sie einmal ausprobiert habe, aber das war es auch – keine klare Kaufempfehlung von mir für diese Sorte.

Hat jemand von euch die Maske ausprobiert oder eine der beiden anderen Sorten von Sans Soucis? Wie seid ihr damit zurechtgekommen? Welche Tuchmaske aus hauptsächlich natürlichen Inhaltsstoffen könnt ihr für unterwegs empfehlen? Zuhause bleibe ich weiterhin bei meinen DIY-Masken, das geht schnell und ich weiß genau, was drinnen ist 🙂