Monat: August 2019

Sunday again.


[Gesehen] nichts

[Gelesen] ich habe ein paar EBooks angefangen, aber da war nichts Gutes dabei.

[Gehört] Podcasts beim Laufen (Zeit Verbrechen, Beste Freundinnen)

[Getan] von Snoqualmie Pass nach White Pass auf dem PCT gelaufen und endlich 30Kilometer-Tage gemacht

[Gegessen] Tortillas mit Erdnussbutter; MĂŒsliriegel; Kartoffelbrei; Couscous mit GemĂŒse; Blaubeerpfannkuchen mit Ahornsirup

[Getrunken] Wasser, Wasser und nochmals Wasser

[Gedacht] brrr, es ist nass-kalt, aber gleichzeitig wunderschön hier in Washington

[Gefreut] so viele nette Menschen habe ich getroffen! Und mich in Mount Rainier verliebt!

[GeÀrgert] leider war das Motel in Packwood ausgebucht, aber ich bin dann bei einer Frau mit einem Tiny House gelandet

[GewĂŒnscht] keinen Regen fĂŒr die nĂ€chsten Tage!

[Gekauft] Paar Lebensmittel fĂŒr die nĂ€chsten Kilometer

[Lesenswert] Die seltsamsten Orte der Welt – Alastair Bonnett

Ihr wisst, ich reise viel und das auch gerne an eher weniger touristisch erschlossene Orte. Somit war ich natĂŒrlich neugierig, worum es in dem Buch Die seltsamsten Orte der Welt von Alastair Bonnett genau geht. Seltsam – nicht im Sinne von Dark Tourism, davon halte ich nĂ€mlich so gar nichts – klingt nĂ€mlich per se genau nach meinem Geschmack! (Die Ecke oben rechts wurde ernsthaft von einem Affen angefuttert, der mir an diesem Strand meine Tasche geklaut hat) 🙂

Worum geht’s Das Buch ist eingeteilt in die Kapitel verlorengegangene Orte, versteckte Geographien, NiemandslĂ€nder, GeisterstĂ€dte, AusnahmerĂ€ume, Enklaven und abtrĂŒnnige Nationen, schwimmende Inseln und vergĂ€ngliche Orte. Ihr seht, eine bunte Mischung und je Kapitel hat man dann mehrere Orte, die vom Autoren genauer beschrieben werden.

Wie ist’s Der Anfang ist etwas zĂ€h, da der Autor sich dem Thema zunĂ€chst wissenschaftlich nĂ€hert. Was nicht verkehrt ist, nur nicht unbedingt sehr geeignet fĂŒr eine StrandlektĂŒre und ohne Vorwarnung 😉 Aber als ich dann erstmal drin war, hatte ich Spaß. Einige Orte fand ich spannend, andere eher langweilig, aber da es immer nur wenige Seiten pro Ort waren, war die Mischung gut. Man konnte immer ein wenig lesen und dann wieder ins Wasser springen. Groß nachdenken musste man nicht, es war nicht anstrengend geschrieben und hat eher zur Inspiration gedient. Wobei, ich glaube nicht, dass ich einen der seltsamen Orte nach diesem Buch unbedingt besuchen mĂŒsste, ich habe mir zumindest keinen notiert.

Interessant fand ich, dass auf vielen Karten zum Beispiel noch immer Inseln eingezeichnet sind, die es gar nicht mehr gibt (bzw wird ihre Existenz per se angezweifelt) und auch vom Genfer Freihafen hatte ich zum Beispiel noch nie gehört. Über den Fuchsbau (ja wirklich, da wo der Fuchs wohnt) oder die Verkehrsinsel hĂ€tte ich allerdings nicht unbedingt die Gedanken des Autoren gebraucht, welche er mit Fragen der IdentitĂ€t verknĂŒpft, aber das ist eben wieder Geschmacksache.

Insgesamt ist die Sammlung an kuriosen Orten nett, kurzweilig und unterhaltend, ich wĂŒrde es aber nur empfehlen, wenn man sich auf die wissenschaftliche, teilweise eben eher trockene Sprache des Autoren einlassen mag. Wer einfach nur nette Reiseberichte und Inspiration fĂŒr ungewöhnlichere Urlaube sucht (wie es mir das Cover signalisiert hat), das ist nicht euer Buch.

[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke vom Trail!

Abwechslungsreich und spannend sind keine Worte, die mir zu meiner aktuellen ErnĂ€hrung einfallen wĂŒrden. Aber da ich immer mal wieder gefragt werde, was ich beim Wandern so essen, gibt es heute einen kurzen Einblick! Vorneweg: ja, mir fehlen frische Sachen und sie sind das erste, was ich futtere, sobald ich in einer Stadt bin 🙂

Wenn ich faul bin und nur Wasser kochen will, gibt es abends Essen im Beutel – die veganen Sachen von Nomad Nutrition schmecken lecker und das Kathmandu Curry ist mein Favorit! Meist snacke ich aber den ganzen Tag so herum und da kommen dann MĂŒsliriegel (Picky Bites sind grandios und vegan), Kitkat Chunky on Salt Caramel (hilft, wenn es lange bergauf geht) und die veganen Pro Bars in Superfood Slam machen ewig satt. So ein Riegel hat fast 400kcal, was großartig ist!

Die Marke Kind mit ihren vielen Riegeln mag ich ebenfalls sehr gerne, sehr gut ist die Sorte mit dunkler Schoki, NĂŒssen und Meersalz! Da ich fĂ€nde war, gab es Tortillas mit dunkler Schoki, die Brot, Öl und Salz in sich hatte und einfach perfekt war. Ihr seht, gesund ist was anderes, aber ich muss viele Kalorien essen und Schoki gibt da viel her! In der Stadt gab es dann aber auch mal vegane BĂŒrger mit Pommes und diese verdammt guten (und scharfen) Enchiladas mit Spinat, Reis und Bohnen. Ich esse im Moment definitiv nicht genug pflanzliches Protein, das muss ich irgendwie ausgleichen.

Erneut Tortillas (ich bin auch beim Wander kochfaul), dieses Mal mit diesem verdammt sĂŒĂŸen Keks-Aufstrich von Walmart..ich liebe all ihre Sorten! Und natĂŒrlich gab es in der Stadt wieder mexikanisch, wobei das eine sehr sattmachend war, das andere eher eine mexikanisch inspirierte Tofu-Quinoasalat-Kreation..ich habe in Mexiko selbst nie Tofu gesehen 😉 Eine liebe Wanderin schenkte mit dieses „Eis“ und wow! Also, sooooo was gutes! Das gibt es nur zu besonderen AnlĂ€ssen, aber ich glaube, das muss ich nachkaufen!

Nicht wirklich spannend, oder? Dann esse ich noch viele NĂŒsse in jeglicher Form, getrocknetes Obst und mal Kartoffelbrei oder Ramen. Aber im Grunde ist es mir egal, ich will nur die Kalorien,d Ass mein Körper funktioniert und gleiche mit Vitamintabletten diese nich unbedingt gesunde ErnĂ€hrung so gut es geht aus. Wenn ihr Tipps habt, was ihr auf mehrtĂ€gige Wanderungen mitnehmt, gerne her damit!

Sunday again.

Falls hier nichts steht, liegt das daran, dass ich gerade auf dem Pacific Crest Trail unterwegs bin und es nicht geschafft habe, in einen Ort aka das Internet zu gelangen..wird aber nachgeholt!


[Gesehen] den PCT von Steven‘s Pass nach Snowqualmie runter

[Gelesen] Karten (wo ist das nÀchste Wasser)

[Gehört] Podcasts (Tim Ferris, Zeit Verbrechen, Backpacker Radio, The Moth)

[Getan] supernette Menschen getroffen, viele spannende GesprĂ€che gefĂŒhrt und natĂŒrlich jeden Tag einige Kilometer gewandert

[Gegessen] Tortillas mit Hummus; MĂŒsliriegel; NĂŒsse; Reis mit GemĂŒse; Zitronen-Mohn-Muffin

[Getrunken] Wasser, Wasser und Wasser

[Gedacht] Ich bin so dankbar, das alles erleben zu dĂŒrfen

[Gefreut] Berge, Seen, dicke Murmeltiere!

[GeĂ€rgert] ĂŒber nichts, es gibt Verhalten, was ich nicht verstehen kann, aber es Ă€rgert mich nicht mehr, ich stehe da nun drĂŒber

[GewĂŒnscht] paar mehr RĂŒckenmuskeln, mein Rucksack ist immer noch schwer

[Gekauft] Übernachtung im Hostel und Lebensmittel fĂŒr die nĂ€chsten Kilometer!

[Reisen] Der Pacific Crest Trail hat mich wieder!

Seit dem 18.07. bin ich wieder unterwegs, dieses Mal allerdings habe ich an der kanadischen Grenze gestartet und laufe meine etwas ĂŒber 1000km nun gen SĂŒden. Wer mag, ich versuche wann immer ich in einer internetfĂ€higen Stadt bin (was mitten in Washington gar nicht mal so leicht ist), meine Videos hochzuladen und wĂŒrde mich natĂŒrlich sehr freuen, wenn ihr da mal reinschaut!

Da ich die meiste Zeit am Laufen bin, wird es die nÀchsten Wochen weiterhin etwas ruhiger auf dem Blog sein, ab Ende September wird sich das aber wieder Àndern! Bei Langeweile könnt ihr euch auf meinem Instagramaccount etwas Natur und Fernweh anschauen, ich komme hier aus dem Staunen nicht mehr heraus, soooooo schön ist es!

[Lesenswert] Sansibar oder der letzte Grund – Alfred Andersch!

Mit Sansibar oder der letzte Grund von Alfred Andersch habe ich endlichen einen weiteren „will ich schon ewig mal lesen“-Klassiker ausgelesen und auch diesen lustigerweise in einem Hostel auf Tioman (einer Insel vor Malaysia) gefunden. Somit habe ich ihn geschwind an einem Tag gelesen und fĂŒr den nĂ€chsten Gestrandeten zurĂŒckgelassen 😉

Worum geht’s In einer kleinen Hafenstadt an der Ostsee treffen fĂŒnf Menschen (und eine Holzskulptur, welche als Bindeglied der Gruppe agieren wird) im Jahre 1937 zusammen, die sich vorher nicht kannten und nichts gemeinsam haben, außer den Wunsch, Deutschland unbeobachtet zu verlassen. Es handelt sich dabei um Gregor (Mitglied & Verbindungsmann in der KP, auf der Flucht), den Fischer Knudsen (ebenfalls in der Partei und der Mann mit dem Fluchtboot vor Ort), den Jungen (Lehrling des Fischers, der von der Welt und Abenteuern trĂ€umt), die JĂŒdin Judith (die ihrer Mutter versprach, zu fliehen) und den Pfarrer Helander (der seine Holzstatue des „Lesenden KlosterschĂŒler“ retten will, welche als entartete Kunst deklariert wurde).

Wie ist’s Den Titel des Buches kennt man, aber ich hatte absolut keine Ahnung, worum es geht und dachte ja, irgendwie um Ostafrika. Kann man noch weiter von der RealitĂ€t entfernt liegen? Nicht wirklich 😉 Da ich vorher auch nicht las, worum es geht, wurde ich hier stĂ€ndig neu ĂŒberrascht. Ich mochte die unterschiedlichen Charaktere sehr und fand es spannend, wie ihre Schicksale miteinander verwoben wurden. Durch die verschiedenen Blickwinkel bekommt man einen guten Einblick ĂŒber das Leben in der NS-Zeit; gleichzeitig wird einem bei der LektĂŒre nicht langweilig, da sie eben stĂ€ndig zwischen den Personen (und deren kurzen Kapiteln) hin und her springt.

Es ist einfach geschrieben, man kann das Buch leicht runterlesen und muss sich nicht enorm konzentrieren. Aufgrund der kurzen Kapitel kann man auch gut Pausen einlegen; die beste UrlaubslektĂŒre ist es allerdings nicht, da das Thema einen mitnimmt und man sich wieder einmal fragt, wie zur Hölle das alles passieren konnte. Da es sehr fesselnd geschrieben ist, habe ich es allerdings an einem Tag runtergelesen, ich wollte doch wissen, wie es fĂŒr alle Beteiligten ausgehen wird.

Andersch selbst wurde 1933 aufgrund seiner politischen AktivitĂ€ten (er war im Kommunistischen Jugendverband) im KZ Dachau interniert, was dem Roman noch mehr Bedeutung verleiht. Ich finde, dass dies ein Buch ist, was man gelesen haben sollte, es durchaus den Status des „Klassikers“ verdient und einen lange zum Nachdenken bringen wird.

[Beauty] Straffende Gold Folientuch-Gesichtsmaske von Balea!

Bei meinem letzten Streifzug durch den DM (wo ich so enorm spannende Dinge wie Zahnpasta und Fußcreme kaufte), stolperte ich aber auch ĂŒber diese Straffende Gold Folientuch-Gesichtsmaske von Balea. Welche einen kĂŒrzeren Namen verdient hat 😉 Preislich bekommt ihr eine Maske fĂŒr 1,95€ (bei dm.de) und da ich immer neugierig bin, ob diese nicht die PERFEKTE Tuchmaske (gibt nicht’s besseres bei einem Langstreckenflug, um meine Haut halbwegs am Leben zu erhalten) ist, muss ich natĂŒrlich zugreifen!

Drinnen in der Folientuchmaske sind Algen-Extrakt sowie Aloe Vera, ihr merkt, eure Haut soll hier mit einer Extraportion Feuchtigkeit versorgt werden. Diese Intensivpflege soll die Haut nach der Anwendung straffer und strahlender zurĂŒcklasse, ich bin gespannt!

Positiv finde ich, dass die goldene Maske zweigeteilt ist, ihr sie eurem Gesicht somit besser anpassen könnt. Ich bekomme es auch immer wieder hin, meine Masken auseinander zu reißen, da ich nicht so lange ruhig stillsitzen kann, sondern wĂ€hrend der Einwirkzeit esse, trinke, rede, lache etc. Hier rutscht nichts, sie bleibt gut auf meiner Haut haften und passt sich gut meinen Konturen an. Da man sich manchmal nicht so sicher ist, wo vorne und hinten bei solchen Masken ist, hat man hier etwas Hilfe bekommen: die schwarze Seite der Maske kommt auf die Haut, die schimmernde Seite schaut euch aus dem Spiegel an!

Die Maske soll 15-20 Minuten einwirken, ich lasse sie meist drauf, bis sie „trocken“ ist, was hier nach rund 30 Minuten der Fall war. Meine Haut hatte den Großteil Algenextrakt sowie Aloe Vera aufgesogen, war nicht gereizt oder gerötet und fĂŒhlte sich gut erfrischt an. Die restlichen RĂŒckstĂ€nde habe ich dann noch mit den HĂ€nden auf meinem Hals verteilt, schadet bestimmt auch nicht. Besonders gestrahlt hat meine Haut allerdings nicht, das war nur ĂŒbrige Pflege, die sich noch auf ihr befand.

Ich nutze Masken immer abends (oder im Flugzeug) und urteile erst nach dem Aufwachen am nĂ€chsten Morgen. Hier hatte ich sehr weiche, strahlende, gut aussehende Haut ohne TrockenheitsfĂ€ltchen und auch meine Lachfalten waren weniger ausgeprĂ€gt. Was mir alles sehr gut gefĂ€llt und somit wĂŒrde ich diese Maske bestimmt mal wieder ausprobieren, unsagbar umgehauen bin ich aber auch nicht. Also kein absolutes Must-Have, aber wenn ihr mal eine neue Folienmaske (ich habe sonst einfach immer „Tuch“) ausprobieren wollt, die nicht allzu teuer ist, kann ich sie euch empfehlen.

Es gibt diese Maske auch noch in einer Version fĂŒr die Lippen, was ich einerseits spannend finde, andererseits aber einfach nicht benötige. Meine Lippen sind zum GlĂŒck sehr anspruchslos, aber wer da mit Trockenheit zu kĂ€mpfen hat, vielleicht wĂ€re das ja was fĂŒr euch? Welche ist eure liebste Maske bei DM?

Sunday again.


[Gesehen] Younger; Good Trouble

[Gelesen] Nachrichten nach fast zwei Wochen Natur

[Gehört] viele Podcasts beim Laufen, besonders gerne Zeit Verbrechen und Backpacker Radio

[Getan] die ersten 300km auf dem Pacific Crest Trail gen SĂŒden gelaufen

[Gegessen] MĂŒsliriegel; vegetarischer Ramen; Kartoffelbrei; veganen Irish Shepherd‘s Pie; Snickers

[Getrunken] Wasser; Elektrolyte; Diet Mountain Dew

[Gedacht] wie schön ist Washington bitte!

[Gefreut] Sonne und grandiose Aussichten

[GeÀrgert] unfreundliche Kommentare auf FB, die sind doch einfach unnötig

[GewĂŒnscht] dass die Moskitos etwas weniger werden

[Gekauft] 2 NĂ€chte Hotel in Leavenworth; Essen

[Lesenswert] Balzac und die kleine chinesische Schneiderin – Dai Sijie

Schon wieder so ein Titel, den ich zwar kannte, aber nicht wirklich wusste, worum es in dem Buch eigentlich geht. Somit wurde es echt mal Zeit, dass Balzac und die kleine chinesische Schneiderin von Dai Sijie lese und weiß, welche Geschichte sich hinter dem Titel verbirgt!

Worum geht’s Es geht sogar ein bisschen um Balzac, denn seine BĂŒcher werden von Luo und seinem Freund am „Ende der Welt“ gelesen. Die beiden chinesischen Studenten wurden zur kulturellen Umerziehung unter Mao in ein Bergdorf geschickt, wo es außer Feldarbeit nur wenig zu tun gibt. Bis sie eine Kiste mit verbotenen BĂŒcher in die HĂ€nde bekommen und mit diesen Geschichten, welche sie nach der LetĂŒre weitererzĂ€hlen, ihre Umwelt unterhalten. Besonders die junge Schneiderin hat es den beiden Studenten angetan und so wird sie mit Balzac, Dostojewski, aber auch Dumas und Stendhal umgarnt.

Wie ist’s Mir gefĂ€llt die ErzĂ€hlart von Dai Sijie sehr gut, da sie fesselnd ist, aber auf subtilere Art und einfach ein Genuss, man badet nur so in seinen Worten. Er war selbst drei Jahre zur kulturellen Umerziehung in einem Bergdorf (von 1971-74) und weiß somit, wovon er schreibt. Die Geschichte ist eher leise, die Handlungen stehen nicht im Vordergrund, sondern es geht um Liebe. Liebe zwischen Menschen, Liebe zum Leben, aber auch Liebe zur Literatur. Wie wichtig BĂŒcher sind, um aus einer Welt zu fliehen, die das Individuum in seiner Entfaltung unterdrĂŒckt. Nicht nur die beiden Studenten, auch die Schneiderin, welche als „wenig schulisch gebildet“ beschrieben wird, nutzt die Literatur, um sich aus ihrer Lage zu befreien.

Ein Buch, welches mir trotz der nicht unbedingt fröhlichen Hintergrundgeschichte hĂ€ufig ein LĂ€cheln ins Gesicht gezaubert hat, da ich nachfĂŒhlen kann, wie bedeutend BĂŒcher fĂŒr die Charaktere sind. Denn auch ich kann nicht ohne und kann mir keine Welt vorstellen, wo ich nicht meinem Alltag mit einer guten Geschichte entfliehen kann. Es gibt doch einfach nichts schöneres, als ein paar Stunden in eine andere Welt einzutauchen und dann mit neuer Energie (und vielleicht auch einer anderen Perspektive) wieder in der eigenen RealitĂ€t aufzutauchen. Solch eine gut geschriebene LiebeserklĂ€rung an Literatur zu lesen tut mir dann natĂŒrlich enorm gut. Verfilmt wurde die Geschichte auch, aber ich will den Film nicht sehen, dazu hat mir das Buch zu gut gefallen!

Kennt ihr das Buch gelesen und hat es euch Ă€hnlich verzaubert? Ich habe es an zwei Tagen durchgelesen und wurde zum Ende hin (welches ich ĂŒbrigens sehr gut finde) immer langsamer, um noch etwas lĂ€nger von ihm zu haben – wegen mir hĂ€tte Sijie da gerne noch 100 Seiten mehr schreiben dĂŒrfen!