Kategorie: Sehenswert

[Sehenswert] „Terror – Ihr Urteil“ von Ferdinand von Schirach auf Das Erste am 17.10.!

Am nächsten Montag, dem 17.10., wird das Erste um 20.15 Uhr den Film „Terror – Ihr Urteil“ vom Juristen Ferdinand von Schirach ausstrahlen und ich hatte die Gelegenheit, ihn mir schon vorab anzusehen. Was sehr passend war, las ich doch gerade „Verbrechen“ von von Schirach und fand das richtig gut. In „Terror – Ihr Urteil“ muss man sich mit einer sehr schweren, komplexen Thematik auseinandersetzen, denn es geht darum, ob man 164 Menschen töten darf, um 70.000 Menschen zu retten. Denn genau das hat der Kampfpilot Lars Koch getan, der nun vor Gericht steht und auf sein bzw unser Urteil wartet. Eine Lufthansa-Maschine war über deutschem Luftraum entführt worden und steuerte auf ein vollbesetztes Stadion, die Allianz-Arena, zu – laut Gesetz darf man das Flugzeug trotzdem nicht abschießen, sondern muss versuchen, die Menschen am Boden zu evakuieren. Dies ist hier nicht geschehen, so dass der Pilot alleine mit sich ausmachen muss, ob er trotz fehlendem Schießbefehl die Maschine mit ihren unschuldigen Passagieren abschießt oder wartet und die noch größere Katastrophe mit ansieht.

Der Film spielt ausschließlich im Gerichtssaal, es gibt keine Rückblenden, keine dramatischen Szenen, doch allein durch die Schwere der Thematik wirkt der Film. Er ist spannend, besonders Florian David Fitz in der Rolle des Kampfpiloten überzeugt sehr und man kann sich gut in seine ausweglose Lage hineinversetzen. Egal, wie man sich entscheidet, es kann nicht gut ausgehen. Zu Beginn des Filmes hat man einen kurzen „House of Cards“-Moment, denn der gegenwärtige Richter richtet sich an uns Zuschauer, womit wir bei dem interessantesten Aspekt des Filmes angelangt sind: mithilfe einer multimedialen Abstimmung entscheidet nämlich der Zuschauer, also wir, wie das Urteil am Ende ausfallen soll. Ist der Pilot des 164-fachen Mordes schuldig oder ist er unschuldig, da er das „kleinere Übel“ laut Kant gewählt und eine Katastrophe verhindert hat? Hat er den Menschen in der Maschine ihre Würde genommen, hat er sie zu Objekten degradiert, zu Teil einer Waffe, wie Lars Koch es in seiner Befragung versuchte zu erklären? Wie würde man selbst in solch einer Situation reagieren?

Je nachdem, wie die Zuschauer in ihrer Rolle als Schöffen entscheiden, wird es entweder zu einem Freispruch oder einer Verurteilung kommen und ich bin schon sehr gespannt darauf. Als Aussenstehender, der in diesem Fall nicht betroffen ist, da er z.b. einen Angehörigen in der Passagiermaschine hatte, würde ich sagen, dass der Kampfpilot richtig gehandelt hat, so unsagbar tragisch es auch ist. Er hat unschuldige Menschen ermordet, müsste also laut Definition ein Mörder sein, aber irgendwie mag ich ihn nicht so bezeichnen. Als „Helden“ würde ich ihn jedoch auch nicht betiteln, denn eine Heldentat ist es einfach nicht – sondern wie schon erwähnt, nur das „kleinere Übel“, um eine große Katastrophe zu verhindern. Einfach gesagt, wenn man persönlich nicht involviert ist, richtig. Insgesamt keine Situation, die einfach nur schwarz oder weiß ist und ich bin sehr froh, hier nicht in der Realität ein Urteil fällen zu müssen.

Im Anschluss an die Urteilsverkündung wird Frank Plasberg in einem hart aber fair-Spezials mit einer Expertenrunde über die Abstimmung des Publikums diskutieren und die juristischen und ethischen Grundlagen des Falls noch einmal tiefergehend erörtern. Hier werden bestimmt einige spannende Diskussionen geführt werden und ich finde diese aufbauende Sendung gut, da man nach dem Film einfach so viele Gedanken hat, mit denen man sich weiter auseinandersetzen mag. Wenn man dann alleine auf der Couch sitzt, ist das etwas blöd und hier kann Frank Plasberg dann aushelfen. Abstimmen könnt ihr am Montag sowohl auf der Seite der Ard, bei Facebook und bei Twitter – ich bin schon sehr gespannt, wie das vom Publikum aufgenommen wird und hoffe auf eine rege Teilnahme. Wie würdet ihr entscheiden oder könntet ihr kein Urteil fällen? Macht ihr bei der multimedialen Abstimmung mit? Ich werde definitiv reinschalten und auch bei Twitter verfolgen, was so passiert.

Copyright der Bilder: MOOVIE

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[Sehenswert] Orphan Black & Wiener Dog!

Da bei mir etwas Seriennotstand herrschte, habe ich mich endlich zu Orphan Black hinreißen lassen, was schon ewig auf der „to watch“-Liste stand, mich aber doch nie soooo begeistert hat vom Trailer her, dass ich es sofort schauen musste.  Eine echt doofe Woche und der Netflixaccount haben mich aber dann doch dazu verleitet. Dann sah ich vor kurzem auch noch einen Film (woohoo) und dachte mir, Wiener Dog stelle ich euch auch noch schnell vor. Da war ich ja vom Trailer und Filmplakat schon hin und weg!

ORPHAN BLACK (2013-)

Die kanadische Serie wollte ich schon seit Jahren beginnen, habe mich aber immer von der Kategorisierung „SciFi“ abschrecken lassen. Was im Grunde echt doof war, denn mit dem bisschen SciFi kann ich leben, es ist viel mehr eine spannende Dramaserie. Da es schwer ist, die Handlung ohne Spoiler zu beschreiben, habe ich oben den Trailer eingefügt, um einen ersten Einblick zu geben. Wir haben Sarah, die ein ziemlich interessantes Leben zu haben scheint und plötzlich eine Frau trifft, die haargenau wie sie selbst aussieht. Sie kann sie nichts fragen, da sich die Frau sofort umbringt und beschliesst, spontan deren Identität anzunehmen, da sie aus ihrer eigenen Lage entfliehen mag. Dadurch öffnet sie aber die „Büchse der Pandora“ und findet heraus, dass es noch mehr „Look Alikes“ von ihr zu geben scheint, die alle ein Geheimnis teilen.

Tatiana Maslany spielt hier nicht eine, sondern diverse Rollen, deren Charaktere nicht unterschiedlicher sein könnten und überzeugt in allen. Schauspielerisch ist diese Serie eine absolute Meisterleistung und zu Recht hat sie dafür diverse Preise gewonnen. Es macht wahnsinnig Spaß, ihr in den verschiedenen Rollen zuzusehen, doch auch die anderen Rollen sind gut besetzt. Ich habe die vier vorhandenen Staffeln nur so weggeschaut, nahezu jede Folg endet mit einem Cliffhanger und man muss „nur noch eine“ schauen. Eine fünfte und letzte Staffel wird es 2017 noch geben und ich freue mich. Denn auch wenn es im SciFi-Bereich immer abgedrehter wird, stört es mich nicht, da der Rest einfach so spannend und gut gespielt ist. Der oft dunkle Humor, die schnelle, süchtigmachende Handlung, ständige unvorhersehbare Wendungen und Enthüllungen in vielen kleinen, parallel ablaufenden Geschichten machen diese Serie wirklich zu etwas ganz besonderem und ich bin enorm froh, ihr doch eine Chance trotz SciFi gegeben zu haben. Lasst euch davon also nicht abschrecken, solltet ihr eine neue Serie suchen und gebt der ersten Folge doch auch einfach eine Chance – ich glaube, ihr werdet nicht enttäuscht werden!

WIENER DOG (2016)

Als ich das Filmplakat entdeckte, wusste ich schon, dass ich den Film mögen würde und der Trailer hat mich darin definitiv bestätigt. Die Geschichte um einen Dackel, der das Leben verschiedener Menschen beeinflusst, ist großartig besetzt – Greta Gerwig und Zosia Mamet könnte ich ewig zusehen. Der Trailer nimmt leider schon viele gute Moment im Film weg, doch gibt er auch sehr gut die Grundstimmung wider. Humor, den nicht jeder lustig finden wird, teilweise längere Strecken, wo wenig passiert, aber man doch auf der Gefühlsebene durch Kameraführung und Musik angesprochen wird und die unterschiedlichen Schicksale der Menschen lassen keine Langeweile aufkommen. Wer Action sucht, ist hier definitiv falsch, ich wurde aber dennoch ausgesprochen gut unterhalten.

Bei Filmen von Todd Solondz bin ich aber auch immer etwas verwirrt-verstört und es geht mir hier nicht anders, doch gerade das mag ich an ihm sehr. Die Charaktere scheinen zunächst unnahbar, man kann sich mit „denen“ doch nicht identifizieren, doch er schafft Ebenen, wo es eben doch funktioniert und zeigt einem selbst auf, dass da keine Grenzen sind. Das klingt jetzt sehr abstrus, ich habe nur keine Ahnung, wie ich es anders formulieren soll. Am besten schaut ihr euch den Film einmal an und selbst wenn ihr gar nichts mit dem Humor anfangen könnt, der Dackel reißt es bestimmt wieder raus. Achso, ein Gute-Laune-Film ist das trotz Hundestar definitiv nichts..eher was für verregnete Herbstabende, an welchen man selbst schon in Melancholie gefangen ist.

Zwei sehr unterschiedliche Tipps, aber ich bin froh, beide Sachen gesehen zu haben und während ich auf die fünfte Staffel von Orphan Black sehnsüchtig warte, müsste ich von Wiener Dog nicht unbedingt eine Fortsetzung haben..ich bin aber schon enorm gespannt, was Solondz als nächstes erschaffen wird! Für mich einer der spannendsten Regisseure im Moment!

Habt ihr die Serie/den Film gesehen? Was sagt ihr? Und hat wer eine Serienempfehlung für mich? Narcos muss ich jetzt endlich mal beginnen und sonst..ist endlich fast die Sommerpause bei diversen Serien vorbei, juhu! 

[Sehenswert] The Bridge America / The Americans / Between / The Bronze

Serienjunkie? Ich? Absolut! Seit mein bester Freund seinen Netflix-Account mit mir teilt, ist es auch nicht unbedingt besser geworden und ich konnte ein paar Serien durchschauen oder anfangen, die ich schon ewig sehen wollte. Nicht, dass das meine Liste sonderlich verringert hätte und hey, am 25. November kommt die neue Gilmore Girls (aus vier 90-minütigen Episoden bestehende) Staffel heraus..hach, ich freu mich! Bis zur Zwischenzeit hoffe ich, vielleicht doch noch gute Dramaserien zu entdecken, gerade halte ich mich mit The Fosters über Wasser, was nicht schlecht, aber auch nicht das Nonplusultra ist. Empfehlungen nehme ich gerne entgegen!

THE BRIDGE AMERICA (2013)

Hier haben wir eine amerikanisch-mexikanische Version der ursprünglich dänisch-schwedischen Krimiserie „The Bridge“. Diese habe ich noch nicht gesehen und muss mal mit der ersten Folge anfangen, um zu sehen, ob es „unterschiedlich“ genug ist, diese auch noch zu schauen. Wobei ich mir da recht sicher bin, denn in meiner Version geht es um die Grenze zwischen Mexiko mit den Themenschwerpunkten Drogen, Korruption und Kartellgewalt sowie die vielen verschwindenden Frauen aus Juarez – das kann ich mir für die skandinavische Version irgendwie nicht so vorstellen. Die Serie ist sehr grafisch, sehr brutal und nichts für schwache Nerven, ich warne euch vor. Für mich ist das kein „juhu“-Punkt, für die Story hier aber einfach essentiell, da es auch in der Realität so ist. Die beiden Hauptdarsteller Diane Kruger (als amerikanischer Detective Sonya Cross aus El Paso) und Demian Bichir (als mexikanischer Detective Marco Ruiz) spielen einfach nur grandios, besonders Kruger hat mich umgehauen, da ich nicht wirklich hohe Erwartungen an sie hatte! Sehr facettenreiche Charaktere, auch die Nebenrollen sind gut enorm besetzt und man schwankt ständig zwischen (Anti-)Sympathien und Miss-/vertrauen, was einfach Spaß macht! Ebenfalls sehr gut finde ich, dass spanisch gesprochen wird und man einfach Untertitel bekommt, hier nimmt man nebenbei auch gleich noch ein wenig neuen Wortschatz mit. Wer weiß, wann man mal korrupter Grenzbeamte bestechen muss oder einen Drogendeal verhandeln – nach der Serie könnte man es auf jeden Fall! Cliffhanger gibt es bei fast jeder Folge und man muss einfach weiterschauen. Zum Ende der ersten Staffel hin denkt man, dass es nur eine Staffel gäbe und die hätte auch gereicht, denn die zweite Staffel ist zwar auch gut, aber eben nicht so genial wie die erste Staffel.

THE AMERICANS (2013)

Diese Serie steht seit drei Jahren auf meiner „to watch“-Liste, da ich nur Gutes über sie gehört habe und somit waren meine Erwartungen echt hoch. Die Thematik „KGB-Spionage in den USA zu Zeiten des Kalten Krieges“ klang für mich zwar interessant, aber irgendwie nicht soooo fesselnd, dass ich die Episoden nur so durchschauen würde. Die Serie dreht sich um das Ehepaar Elizabeth und Philip Jennings, die ein Coverleben als glückliche Vorstadtamerikaner mit zwei Kindern führen, die nichts über die wahre Identität ihrer Eltern wissen. Es wird sowohl dieses „Alltagsleben“ thematisiert als auch die Schwierigkeit, was es bedeutet, eine falsche Identität zu leben und sich irgendwie auch in ihr wohlzufühlen. „Philip“ würde nämlich am liebsten den Spionage-Job an den Nagel hängen und dieses falsche Leben Realität werden lassen, doch da hat er die Rechnung ohne die patriotisch Einstellung von „Elizabeth“ für ihr Heimatland gemacht. Kompliziert wird ihr Leben durch den Einzug eines FBI-Agentens im Nachbarhaus (natürlich!), welcher KGB-Agenten aufspüren soll. Ich bin noch immer in der ersten Staffel, die ich gut finde, aber das Erzähltempo ist etwas langatmig und wie erwartet, fesselt mich die Serie nicht ungemein. Für verregnete Sonntage (Berlin, was ist das denn für ein Sommer?!) funktioniert sie allerdings sehr gut, ob ich sie komplett durchsehen werde, ist allerdings fraglich – noch bin ich emotional nicht allzu sehr an die Charaktere gebunden (irgendwie funktioniert Keri Russell in dieser Rolle nicht für mich).

BETWEEN (2015)

Die Bewohner der kanadischen Stadt Pretty Lake beginnen ohne ersichtlichen Grund zu sterben. Die Regierung beschließt daraufhin, den Quarantänezustand auszurufen und niemandem mehr hinein oder hinaus zu lassen. Es kristallisiert sich nach und nach heraus, dass alle Bewohner über 21 gestorben sind und die Jugendlichen/Kinder, die noch dort sind, müssen beginnen, ihr neues Leben in dieser abstrusen Situation anzunehmen. Insgesamt gibt es zwei Staffeln a sechs Episoden (44minütig), wovon die erste Staffel so fesselnd war, dass ich ein Wochenende beschäftigt war. Es war eher wie ein dystopischer Film und hatte Tendenzen zu Battle Royal. Als es dann vom „neuen Alltag der Jugendlichen“ in die Verschwörungstheorien und in die zweite Staffel überging, schwächelt die Serie meiner Meinung nach und auch das „hier können wir eine dritte Staffel anbringen“-Ende fand ich nicht so pralle. Aber per se fand ich die Idee gut und hätte diese Serie sogar lieber als Buch gelesen.

THE BRONZE (2015)

Auch wenn ich nur selten Filme schaue, The Bronze mit Melissa Rauch (die ich in The Big Bang Theory liebe) musste ich sehen, nachdem ich zufällig über den Trailer stolperte. Als ehemaliges Turnkind habe ich eine Schwäche für Filme/Serien, die in diesem Bereich angesiedelt sind und in dieser Kombination aus Drama/Satire/Komödie war es auch genau mein Ding! Wir haben die ehemalige Olympionikin und „Stolz ihrer Stadt“ Hope, die nach ihrer vorzeitig beendeten Karriere nicht wirklich wieder in der Realität anzukommen scheint. Statt neue Pläne zu schmieden, verbringt sie die Tage in der Mall oder im Bett, bestiehlt ihren Vater und lässt sich von den Restaurantbesitzern der Stadt durchfüttern. Um an Geld zu kommen, lässt sich sie schließlich überzeugen, eine neue Turnhoffnung in der Stadt zu trainieren und daraus besteht eine recht dysfunktionale Trainer-Turner-Beziehung. Der Film startet etwas langsam, gebt ihm eine Chance und stört euch nicht an der etwas „starken“ Ausdrucksweise und plötzlicher Nacktheit von Hope, das funktioniert hier erstaunlich gut. Melissa Rauch spielt eine großartige, so facettenreiche Rolle und ich hoffe, noch mehr solcher Auftritte von ihr zu sehen!

Wir haben also Kriminalität in Mexiko, Spionage während des Kalten Krieges, ein Massensterben und eine gefallene Heldin – ich sollte echt lustigere Dinge ansehen, wobei ich bei The Bronze durchaus häufiger mal laut lachen musste (aber ich mag schwarzen Humor eben). Wenn ihr Serienempfehlungen habt – die nicht unbedingt in diese Genres passen müssen – nur her damit! Gerade redet ja jeder von Stranger Things, mal sehen, ob ich mich hierzu überwinden kann (ist nämlich eigentlich nicht wirklich mein Geschmack). Hat es wer von euch schon gesehen?

[Sehenswert] Love (a netflix serie)

Mittlerweile muss ich sagen, dass ich mit Netflix doch ganz gut meine Abende verbringen kann 😉 Wollte ich eigentlich die neue Staffel Orange is the new black und endlich auch Narcos schauen, bin ich jedoch an der 2016 erschienenen Netflix-Eigenproduktion LOVE hängengeblieben. Wobei mich die erste Folge nicht gleich gekriegt hat, ich bin allerdings froh, doch durchgehalten zu haben, denn am Ende habe ich die 10 Folgen in zwei Tagen durchgesuchtet 😉

Worum geht’s Wir haben die Hauptpersonen Mickey (arbeitet beim Radio) und Gus (Lehrer von Kinderstars am Filmset), die sich zufällig an einer Tankstelle kennenlernen, einen chaotischen Tag miteinander verbringen und schließlich Nummern tauschen. Daraus entsteht dann eine alltagsromantische Dramaserie, die sich um Beziehungen, Kennenlernen, Verlieben aber auch um das Leben mit 30 in Los Angeles dreht.

Wie ist’s Einfach nur großartig, wobei die Serie bei mir echt Anlaufschwierigkeiten hatte. Ich finde sowohl Gus als auch Mickey wunderbar besetzt, die Darsteller spielen brilliant und man bekommt eine wunderbare zweigeteilte Sicht auf die jeweiligen Ereignisse. Beide sind nicht einfach nur „sympathisch“, sie haben Ecken und Kanten, die sie menschlich machen und manchmal mag man sie dann auch nicht. Der Humor der Serie ist großartig trocken, oftmals sarkastisch, also genau wie ich es mag und eben nicht klischee-romantisch. Sondern eher so, wie man sich in Wirklichkeit kennenlernt, wobei man hier dann noch diverse Drogen und exzentrische (Ex-)Freunde der beiden nicht vergessen darf. Man kann die Folgen hervorragend hintereinander wegschauen, Suchtpotential gibt es definitiv, da man wissen mag, wie es weitergeht. Das Ende der ersten Staffel ist dann auch recht offen, eine zweite Staffel ist aber schon auf dem Weg!

Wer eine kleine nette Serie für zwischendurch sucht und gerade auch Netflix ausprobiert (kann man ja mit dem Gratis-Monat jederzeit tun), dem kann ich LOVE definitiv empfehlen. Es ist mal eine andere Dramaserie, in dem eben nicht in jeder Folge drei Leute sterben, ein Flugzeug abstürzt und die Welt quasi vor dem Untergang steht 😉 Für etwas LA-Atmosphäre eignet sich die Serie ebenfalls und es gibt natürlich noch Einblick in das Leben am Filmset und beim Radio!

[Sehenswert] Bloodline (a netflix series)

Seit zehn Tagen habe ich einen kostenlosen Probeaccount bei Netflix und somit dort auch endlich in den ersten Genuss meiner von Netflix produzierten Serie gekommen. Bisher habe ich dank House of Cards und Orange is the new black auch eine sehr gute Meinung von diesen Produktionen und musste mich jetzt entscheiden, ob ich mit Narcos oder Bloodline beginnen soll. Dem Titel könnt ihr ja schon entnehmen, was es geworden ist und ich dachte mir, ich stelle euch die Serie mal kurz vor. Vielleicht lebe ich wieder mal unter einem Stein, aber bisher habe ich nur wenig von ihr gehört.

Worum geht’s Wir haben die Familie Rayburn, welche seit einem halben Jahrhundert ein Hotel in Florida betreibt. Der Familienbetrieb wird von den alternden Eltern in dieser etwas trügerischen Idylle geführt und drei der vier erwachsenen Kinder leben ebenfalls noch in der Nähe. Alle scheinen ein recht problemloses Leben zu führen, wäre da nicht die Vergangenheit und der Tod der anderen Schwester in deren Jugend. Das „schwarze Schaf“ der Familie, Danny, ist weggezogen, scheint sein Leben nicht sonderlich im Griff zu haben und kommt nun zurück, um an einer Familienfeier teilzunehmen. Er bringt die funktionierende Balance der Familie durcheinander und es entfalten sich immer mehr Geheimnisse, die wohl besser im Verborgenen geblieben wären. Ganz langsam geht es abwärts, dafür aber gleich übertrieben weit nach unten, bis alles eskaliert.

Wie ist’s Genau meine Serie, würde ich sagen. Sie hat ein langsames Erzähltempo, in den einzelnen Episoden geschieht nicht sonderlich viel, aber die Beziehungen der Personen werden immer besser dargelegt und man beginnt zu verstehen, wer sich wann wieso wie verhält. Durch Vor- und Rückblenden kommt neuer Schwung und etwas „Rätselfreude“ hinein, man beginnt die „große, ganze“ Geschichte zu entschlüsseln. Man weiß recht früh, wie es ausgehen wird, wirkliche Cliffhanger von Folge zu Folge gibt es irgendwie kaum, ich habe die Staffel aber trotzdem in drei Tagen durchschauen müssen. Es gibt noch eine zweite Staffel, die ich mir auch ansehen werde, da es noch einige Dinge gibt, die aufgeklärt werden sollten.

Besonders gut gefallen mir bei Bloodline die Charaktere, so richtig sympathisch ist einem irgendwie doch keiner und man fiebert somit in allen Lagern mit. Gut finde ich auch, dass sie eben nicht schwart-weiß in gut-böse eingeteilt werden, sondern jede Person zwischen beiden Polen immer hin- und herschwebt. Ebenfalls betonen mag ich noch die Landschaft, in der gedreht wurde, die so wundervoll zum Verfall der Familie passt. Florida hat so viel tolle Küste, die mit Naturgewalt trotz und das viele Szenen am/auf dem Meer und in den Mangroven stattfinden, fand ich sehr gut gemacht. Die Musik und teilweise kurze Sequenzen, in denen nichts passiert, gefiel mir gut – und hat mich definitiv motiviert, auch mal auf die Keys zu fahren.

Kennt ihr Bloodline? Wie hat euch die erste Staffel gefallen? Ich hoffe ja, dass die zweite Staffel mithalten kann und werde heute bestimmt noch ein bis zwei Folgen anschauen – der Probemonat Netflix muss ja genutzt werden 😉 Wenn ihr noch eine Serienempfehlung habt, nur her damit! Ich bin ja immer auf der Suche nach neuem Material!

[Sehenswert] Aktuelle Youtube-Lieblinge!

Da ich auf anderen Blogs schon bei Youtube-Empfehlungen gut fündig geworden bin, dachte ich mir, ich stelle euch auch mal ein paar Kanäle vor, denen ich folge. Das ist jetzt irgendwie eine bunte Mischung von Themen als auch der Reichweite der Kanäle, aber ach, wie immer im Leben kann ich mich nicht begrenzen und wieso sollte ich das auch müssen 😉 Über Tipps von euch, welche Youtuber ihr gerne schaut, freue ich mich natürlich auch, da ich gerade erst meine Abo-Liste reduziert habe und somit Platz für neue Kanäle ist! Ohne eine Ordnung geht es jetzt los:

Lisa’s Raw Food Romance

Ich esse zwar nicht nur raw vegan, aber Lisa inspiriert mich ungemein mit ihren tollen Ideen und Rezepten, so dass ich mir diese kurzen Videos gerne als Anregung hole, wenn ich nicht weiß, was ich essen mag. Sie berichtet auch viel über ihre Reise zum rohen Veganismus, was auch ganz interessant ist und zeigt ihre körperlichen Veränderungen auf. Ohne zu predigen, schafft sie es sehr gut, einen mehr für diese Ernährungsweise zu begeistern.

Glam Mandie

Amanda’s Videos gefallen mir einfach richtig gut, sie hat eine tolle Mischung aus Beauty, Fashion und DIY auf ihrem Kanal. Da sie mittlerweile zweifache Mama ist, was man nicht glaubt, hat sie auch Mommy-Videos und auch wenn ich absolut nicht Zielgruppe bin, sogar da schaue ich ab und zu etwas an 😉 Mit ihrem Mann Jake und ihren zwei zuckersüßen Kindern wohnt sie mittlerweile wieder im wunderschönen San Diego und hat auch noch einen Vlog-Kanal, wo sie ihr Alltagsleben filmt, was ich mir ebenfalls sehr gerne ansehe. Nicht immer, aber ab und zu hat man doch Lust, das Leben anderer zu sehen.

Everyday Esteé

Esteè kennen bestimmt viele von ihrem Beautykanal, ich schaue mir aber fast noch lieber ihren Londoner Alltag mit Greyhound Reggie und Freund Aslan an. Da die beiden auch immer wieder Kurztrips in europäische Metropolen unternehmen, kann ich die Vlogs gut für die kurze Nachmittagslernpause empfehlen, wenn man etwas Reiselust hat. Dass sie eigentlich aus Kanada kommt und ich ihr Englisch einfach wahnsinnig gerne höre, macht die Videos natürlich noch einen Ticken besser!

Funnypilgrim

Mit der Frankfurterin Mira stelle ich euch bestimmt auch keine Unbekannte vor, sie dreht ebenfalls Beauty, DIY, Travel- und Lifestyle Videos und das auf ihre ganz eigene, sehr sympathische Art. Man merkt, dass sie macht, worauf sie Lust hat, ob es sich gut vermarktet oder nicht. Der Frankfurter Dialekt, der ab und zu durchkommt und Kater Peaches sind natürlich auch wieder genau mein Ding und somit schaue ich besonders gerne ihre „Follow my weekends“ um neue Orte in Frankfurt zu entdecken, die ich mir auch ansehen mag.

Last Week Tonight with John Oliver

John Oliver hat genau den Humor, über den ich lachen kann und auch wenn er es manchmal übertreibt, seine Sendungen sind grandios. Aktuelle Themen, die sehr detailreich aufgearbeitet werden und einen mit viel neuem Wissen zurücklassen. Ja, ich konnte schon häufiger lustigen Smalltalk dank ihm machen oder in Diskussionen auch mal klugscheißen. Dass die Thematik oft schrecklich ist und man sie nur mit Humor meistern kann, zeigt er sehr eindrucksvoll. Im Moment kommt jeden Montag eine neue Folge und ich starte meine Woche damit sehr gut!

Leighannsays

Dank Bunny (aka grav3yardgirl) kam ich zu Leighann, welche ebenfalls in Texas lebt und ach, ich könnte ihrem Dialekt ewig lauschen. Ich liebe ihren Modegeschmack, schaue mir sehr gerne an, was sie wie kombiniert und mag auch ihren Schminkstil sehr. Da ich aufgrund ihrer Meinung in den USA schon einiges an Kosmetik kaufte und nie danebengegriffen habe, schreibe ich hier ab und zu fleißig mit, man muss ja immer für den nächsten USA-Trip bereit sein.

Samantha Maria

Müsste ich meine Stilikone auf Youtube wählen, es wäre definitiv die Engländerin Sammy. Sie hat einfach nur einen großartigen Geschmack, was das Kreieren von Outfits betrifft, hat Mut, verschiedenste Dinge auszuprobieren und steht für mich für den Londoner Street Style schlechthin. Dass sie gemeinsam mit ihrem Verlobten Jason ein Modelabel gegründet hat, finde ich grandios und ich sehe mir ihre Videos einfach gerne als Inspiration an!

[Sehenswert] The Martian & Mistress America

Wie immer habe ich die Flugzeit produktiv genutzt und mein Filmwissen etwas erweitert, denn irgendwie kann ich mich nur sehr selten sonst dazu motivieren, etwas über 60 Minuten am Stück zu sehen. Mehrere Folgen einer Serie sind hingegen gar kein Problem, irgendetwas stimmt da mit meiner Psyche nicht. Geworden sind es dank Iceland Air zwei halbwegs aktuelle Filme, welche einige von euch bestimmt schon gesehen haben – ich bin auf eure Meinung gespannt!

THE MARSIAN (2015) 

Worum geht’s In The Martian bzw Der Marsianer – Rettet Mark Watney geht es um den Überlebenskampf eines Astronauten, welcher von seinen Kollegen aus Versehen als „tot“ angesehen und auf dem roten Planeten zurückgelassen wird (der Trailer verrät euch noch einiges mehr). Während Mark versucht, sich möglichst viel Zeit zu verschaffen, tüftelt die NASA an einem Rettungsmanöver, um ihn zurück auf die Erde zu bekommen.

Wie ist’s Überraschend witzig, absurd, die Situationskomik stimmt und ich habe es einfach nicht erwartet. Normalerweise sind Sci-Fi und Weltraumfilme absolut nicht meines, da ich aber nur positives über den Film gehört hatte, habe ich mich durchgerungen. Was absolut grandios war, ich habe laut im Flugzeug losgelacht und auch wenn es wieder etwas viel amerikanischer Pathos war, insgesamt wurde ich sehr gut unterhalten. Matt Damon spielt seine Rolle sehr überzeugend und auch die Landschaftsaufnahmen des toten Planeten waren sehr spannend. Jetzt muss ich mir auch Interstellar ansehen, ebenfalls ein Film, vor dem ich mich noch etwas drücke.

MISSTRESS AMERICA (2015)

Worum geht’s In Mistress America haben wir die Einzelgängerin Tracy, die sich in ihrem ersten Semester an der Uni etwas schwer tut, Freunde zu finden und Spaß zu haben. Da ihre Mutter vorhat, zu heiraten und Brooke, die Tochter des neuen Mannes, ebenfalls in New York wohnt, trifft sich Tracy spontan mit ihr und wird von den nachfolgenden Ereignissen etwas überrollt.

Wie ist’s Von der Besetzung her, war es genau mein Film, da ich sowohl Greta Gerwig als auch Lola Kirke sehr gerne mag. Die Story von der verlorenen Studentin, die sich finden will und ihrer „großen Schwester“, die mitten im Leben zu stehen scheint, welches aber nach und nach auseinanderbricht, ist zwar nett gemacht, aber irgendwie fehlte mir hier der Tiefgang. Es gab lustige, überraschende und traurige Momente, aber der Film hat mich einfach nicht gekriegt. Er war mir nicht außergewöhnlich genug und ist für mich zwar angenehme Unterhaltung für die zwei Stunden, aber nichts, was mir länger in Erinnerung bleiben wird. Da ich ihn mir nach Der Marsianer angesehen habe, hatte er es bestimmt etwas schwerer, mich zu überzeugen, aber leider ist es ihm trotz toller Schauspieler nicht gelungen.

Habt ihr einen der Filme zufällig auch gesehen? Wie hat er euch gefallen? Für ich steht jetzt ganz weit oben The Revenant, welchen ich mir sogar im Kino ansehen mag (noch so etwas, was ich selten mache, da ich nicht einfach auf Stop drücken kann zwischendurch *g*).

[Sehenswert] Mistresses (2013)

Ganz langsam kommen meine Serien aus der Sommerpause zurück, aber da ich noch etwas Überbrückungszeit hatte, habe ich mich mal online umgesehen und bin auf die US-Serienadaption Mistresses gestossen. Es gibt insgesamt drei Staffeln a 13 Folgen (gut) und jede Folge hat etwas über 40 Minuten (sehr gut).

Thematisch dreht sich die Serie um das Leben von vier Freundinnen in LA, es ist eine Art West-Coast-Sex and the City mit etwas weniger Sex und etwas mehr Mysterie. Es gibt viel Liebesdramen, die Jobwelt der Damen kommt auch nicht zu kurz und lustige Alltagsgeschichten sorgen für Abwechslung. Die Personen entwickeln sich über die Folgen interessant weiter, es sind keine sich wiederholenden Schemata a la „heute lösen wir diesen Fall“ zu finden und oftmals haben die einzelnen Episoden richtige Cliffhanger, so dass man noch eine weitere Folge schauen muss.

Teilweise habe ich etwas vorgespult, da es der Serie manchmal in einzelnen, kleinen Stories an Spannung fehlt, aber im Großen und Ganzen will man immer wissen, wie es weitergeht und somit kann man ich auch schon mal eine Staffel an zwei Tagen schauen 😉 Schauspielerisch muss ich sagen, dass ich erfrischend fand, nur wenige Darsteller schon von anderen Serien zu kennen!

Solltet ihr also noch in der Sommerpause hängen und einer Dramaserie nicht abgeneigt sein, vielleicht ist Mistresses ja auch etwas für euch! Ich hatte mich bisher immer nur vom Namen abschrecken lassen, da ich dachte, es geht um Escort *g* Es ist keine „Wow-die müsst ihr gesehen haben“-Serie, aber durchaus ein netter Zeitvertreib, wenn man z.b. im verregneten Winnipeg sitzt.

[Sehenswert] John Oliver & Ted Talks

Da ich nicht ausschließlich Serien schaue, dachte ich mir, ich stelle euch heute mal zwei Youtube-Kanäle vor, mit denen ich viel Zeit verbringen kann. Beide sind bestimmt keine großen Unbekannten, aber oftmals hat man sie auf der „Irgendwann mal“-Liste stehen und da ködere ich euch jetzt einfach mal mit ein paar eingebundenen Videos, hrhr!

LAST WEEK TONIGHT WITH JOHN OLIVER 

Der Brite John Oliver trifft mit seinem schwarzen Humor oftmals genau meinen Geschmack und hat gleichzeitig immer spannende Fakten zu aktuellen Geschehnissen. Man lernt hier, während man grandios unterhalten wird und kann bei Gesprächen immer mit Hintergrundwissen überraschen. Ich habe mittlerweile alle Videos auf seinem Kanal gesehen und freue mich jede Woche, wenn es wieder eine neue Folge gibt. Oftmals habe ich mit den Themen so gar nichts am Hut (die amerikanische Steuerbehörde z.b.), aber wie gesagt, es ist enorm unterhaltend und bildet! Er hat auch oft sehr spannende Gäste in seiner Show, welche er zu den kuriosesten Äußerungen bringt.



TED TALKS 

Ihr braucht Motivation, Inspiration, einfach eine spannende Geschichte und wollt gleichzeitig wieder etwas lernen? Es gibt Ted Talks zu so ziemlich jedem Thema und ich habe bisher kaum langweilige Videos gefunden, egal, wie fremd/unspannend das Thema zunächst klang. Ich muss auch gestehen, dass ich bei den Videos schon sehr oft Tränen in den Augen hatte und sollte ich jemals einen Ted Talk halten dürfen, wow, das wär’s! Muss ich nur noch meine Leidenschaft besser bündeln und umsetzen, um die Welt ein kleines bisschen besser zu machen. Auf dem Kanal kann man wirklich Stunden verbringen, ohne dass Langeweile aufkommt, da die Themenvielfalt erschlagend ist!



Auf welchen nicht-beautyrelevanten Youtube-Kanälen könnt ihr Stunden verbringen? 🙂

[Sehenswert] „Wild“ (2014) & „About Alex“ (2014)

Als Serienjunkie kann ich nur sehr selten Filme weiterempfehlen, da ich sie eben nie schaue. In den letzten Wochen habe ich aber dank meines sehr film-affinen Mitbewohners gleich zwei großartig Filme gesehen, die bestimmt kein Geheimtipp sind, ich sie euch aber hier noch einmal ans Herz legen mag!

WILD (2014)

Dieser Film lebt ganz klar von der Atmosphäre und Bildgewalt, welcher die Geschichte stark miterzählt. Reese Witherspoon spielt die Rolle der 26-jährigen Cheryl wahnsinnig überzeugend und man ist sofort bei der Figur und ihren Gefühlen. Durch die Rückblenden gewinnt der Film definitiv an Bedeutung, er zeigt nicht einfach nur die Wanderung auf dem Pacific Crest Trail, sondern die Schwere, die dieser Schritt für die junge Frau hat. Neben einmalig schöner Natur, dazu perfekt passender Musik und wunderbar gewählten Zitaten, bleibt einem dieser Film noch lange in Erinnerung und regt sehr zum Nachdenken an. Nick Hornby schrieb zwar das Drehbuch, ich will aber unbedingt das Buch Wild: A Journey from Lost to Found der wahren Cheryl Strayed, worauf der Film basiert, lesen. Lust, einen Teil des Trails zu wandern, macht der Film übrigens auch, wenn ihr unter akutem Fernweh leidet, schaut ihn vielleicht besser nicht an.

ABOUT ALEX (2014)

Bei diesem Film spielten viele Schauspieler mit, die ich schon aus guten Serien kannte und somit stand ich „About Alex“ positiv gegenüber. Nachdem Alex erfolglos versucht hatte, sich umzubringen, eilen seine Collegefreunde zu ihm, um die nächsten Tage mit ihm zu verbringen. Dabei gibt es etliche Konflikte, lustige und traurige Moment, alte und neue Liebschaften und die Frage, was Freundschaft alles aushält. Mir gefielen die Dialoge sehr, es gab viel schwarzen Humor und ich musste durchaus häufiger laut lachen. Die Schauspieler fand ich sehr gut für die jeweiligen Rollen ausgewählt und ja, ich habe diesen Film sehr genossen und kann ihn guten Gewissens weiterempfehlen. Wenn ihr auf das Genre Drama steht, macht ihr hier nichts falsch und der Film hat gewisse Überraschungsmomente, die ihn dynamisch-spannend und nicht ganz so vorhersehbar machen.

Welche Filme habt ihr in letzter Zeit gesehen, die ihr weiterempfehlen könnt? Ich versuche mich immer wieder an ein paar „langen“ Filmen, bin aber doch im Herzen ein Serienkind. Wobei es total paradox ist, dass mir ein 90-Minuten-Film zu lang ist, ich aber ohne Probleme drei Folgen „House of Cards“ hintereinander sehen kann. Also her mit euren vielleicht etwas geheimeren Geheimtipps 😉