[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke!

Nachdem in Australien jeder Supermarkteinkauf mit einem unguten Gefühl des Kreditkartenzückens endete, da es dort so enorm teuer ist, kann ich es im Moment gar nicht fassen, wie billig Lebensmittel in Deutschland sind. Ich würde ja so weit gehen und sagen, zu billig, aber gerade genieße ich es doch etwas, einfach die Sachen in den Korb zu werfen und am Ende sogar noch mit Bargeld hinzukommen. Kulinarisch schwankte ich zwischen viel frischem Obst und Gemüse und dann den sehr ungesunden Sachen wie Milkaschokolade, die ich im Ausland aber eben nicht esse und somit jetzt ein wenig „vorfuttern“ musste. Dankenswerterweise bekam ich auch noch ein paar Sommertage ab und somit war Eis auch noch drinnen, bevor es jetzt wieder in die kälteren Tage geht!

Am meisten vermisst in Australien habe ich Tomaten, die dort im Winter so schwer zu bekommen sind. Selbst wenn man bereit ist, die umgerechnet 8-9€ pro Kilo zu zahlen, bekommt man nur wässrige, nichtsschmeckende Treibhaustomaten und das konnte ich dann einfach nicht bringen. Somit gab es jetzt Tomate in allen Varianten, hier einmal im gemischten Salat, auf Brot mit Kräuterquark oder mit gegrilltem Ofengemüse. Alle drei Gericht sind nach meinem Gusto, da sie simpel sind, schnell gehen und man auch kaum spülen muss. Das neue Strawberry Swirled von Ben & Jerry’s musste (auch wenn keine Tomaten drin sind) natürlich auch ausprobiert werden und was waren wir hin und weg! Erdbeereis mit einer Schicht weißer Schoki, dann noch weißen Schokostückchen, Keks und Marshmallows (die hätten wegbleiben dürfen) machen das absolut himmlisch und ich glaube, das habe ich nicht zum letzten Mal gegessen!

Bei einem Eis blieb es aber natürlich nicht, richtiges Gelato durfte es auch noch ein paar Mal sein und da ich gerne Frucht mag, gab es hier Mango- und Quark-Holundereis. Ein wenig „gesünder“ und nicht weniger erfrischend ist aber auch eine halbe Wassermelone, welche ich aus Faulheitsgründen einfach auslöffele, da kenne ich nichts. In Berlin hatte ich ein improvisiertes Frühstück aus Hohes C Plus Eisen Saft und übriggebliebenen Schokokeksen aus Singapur, was jetzt nicht grandios, aber eben auch mal ausreichend war. Natürlich musste ich wenig später bei meiner liebsten sudanesischen Falafel (Nil in Friedrichshain) vorbei und ach, das schmeckt dann immer wie nach Hause kommen und macht mich glücklich.

Natürlich muss es auch zum türkischen Bäcker gehen, wenn ich in Berlin bin und da habe ich mir gleich mal ein paar Sesamringe geschnappt. Die esse ich am liebsten ohne alles als Snack zwischendurch. Mit meiner Mama habe ich dann mal MoschMosch unsicher gemacht und mich an einem veganen Ramen vergnügt, welcher aber doch etwas spannender hätte gewürzt sein dürfen (ich glaube, ich bin jetzt einfach zu verwöhnt, was asiatische Suppen angeht). Wenn in Deutschland, schnappe ich mir bei Lidl auch immer eine vegane Pizza, die mag ich nämlich wirklich sehr gerne. Und natürlich musste es noch einmal Eis sein, hier die „kleine“ Portion mit Joghurt, Zimt und Rocher, eine ganz famose Mischung, wenn ihr mich fragt. Danach hatte ich aber eine etwas eingefrorene Zunge!

Und das war es dann schon wieder fast mit „deutschem“ Essen, dieses Mal nicht unbedingt gesund, aber ich wollte eben alles essen, was ich in den letzten Monaten nicht konnte und auch in den folgenden nicht können werde. Frisches Obst und Gemüse ist im kanadischen Winter nämlich leider auch wieder verdammt teuer und auf Eis hat man dann auch weniger Lust, wenn es draußen so richtig kalt ist. Somit futtere ich jetzt noch ein wenig auf Vorrat vor mich her und dann geht es wieder zu Bageln, veganer Poutine und Tim Horton’s Kaffee.

[Reisen] Auf nach Mexiko!

Manchmal bin ich mir fast selbst zu spontan – aber so habe ich vor einer Woche meinen Flug nach Cancún gebucht, wo ich ungefähr jetzt landen dürfte (ein Hoch auf mein mal funktionierendes Vorbloggen). Eigentlich „muss“ ich nach Kanada, ein paar Dinge von meinem Working Holiday Jahr regeln, aber ich wollte auch noch etwas Sommer haben, da ich die letzten Monate im winterlichen Canberra verbracht habe. Nach ein paar Flugsuchen und Überlegen habe ich mir dann gedacht, dass ich doch zwei Wochen in Mexiko machen und dann erst nach Montreal fliegen werde und genau das liegt jetzt vor mir. Nach Cancún kommt man übrigens sehr günstig von uns aus mit Condor, ob ich das empfehlen kann, weiß ich jetzt allerdings noch nicht.

Ebenfalls kann ich auch noch nicht sagen, was ich genau machen werde, außer dass ich mit einem meiner Lieblingsmenschen Zeit verbringen werde, der mir sein Land etwas zeigen will. In Cancún selbst werden wir uns wohl kaum aufhalten (außer ihr habt Tipps, was man dort machen sollte), es wird gleich weiter südlich nach Puerto Morelos und Tulum sowie noch nach Mérida gehen, quasi einmal Yucatán im Schnelldurchlauf. Bisschen blöd bei Mexiko ist, dass man schon bei der Einreise ein Formular ausfüllen muss, wo man seine Abreisedaten angeben muss, sonst wären wir da noch etwas flexibler. So bekomme ich jetzt aber mal einen ersten Mexiko-Eindruck und ich habe das Gefühl, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, Mexico City will ich nämlich auch unbedingt sehen!

Spannend wird auch, wie weit ich mit meinem Spanisch so komme, seit ein paar Monaten lerne ich da mit einer App täglich ein wenig. Insgesamt vielleicht nur 15 Minuten, aber auch so baut man einen Wortschatz auf und die Grammatik ist (zumindest am Anfang) nicht allzu fordern. Dass ich Latein hatte, hilft hier definitiv auch. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, meine paar Brocken am lebenden Objekt auszuprobieren und Reaktionen zu bekommen. „Soy vegetariana“ war so einer der ersten „Sätze“, den ich mir gemerkt habe, was dann bei meinem mexikanischen Freund nur Lachen erntete. Seine Reaktion war, dass wir dann lieber eine Wohnung mit Küche mieten sollten und ach, wenn sie nicht zu weit vom Meer entfernt ist, bin ich da sowas von dabei.

Apropos Meer, was freue ich mich! Zwar war ich erst letzten Dezember in Thailand ausgiebig am/im Meer, aber mir fehlt das Wasser einfach. Ich glaube ja auch noch, dass ich irgendwann mal am Meer wohnen werde und zwar für länger als ein paar Wochen, das zählt nicht 😉 Den Ganges zähle ich hier mal nicht mit, auch wenn es Wasser ist. Und komplett unabhängig, aber ich hätte sehr Lust, mich mal an Salsa zu versuchen, ich kann nämlich nicht auf mir sitzen lassen, dass „wir Europäer“ nicht tanzen könnten. Zwar weiß ich nicht, ob ich meine Hüfte so bewegen kann, wie man das in meiner Vorstellung schaffen soll, aber komplett ohne Taktgefühl bin ich nun auch wieder nicht geboren. Am besten natürlich abends am Strand, wenn schon Klischee, dann aber richtig. Und eine Schildkröte will ich auch treffen, so 🙂

Natürlich versuche ich, dass es hier weiter täglich was zu lesen gibt, Wifi scheint allerdings eine nicht unkomplizierte Angelegenheit zu sein, also seht es mir nach. Einen Reisebericht wird es Ende September aber auf jeden Fall geben! Wenn also wer Yucatán-Tipps hat, gerne auch vegetarische Restaurants oder tolle Wanderungen, nur her damit, ich würde mich sehr darüber freuen!

Sunday again.

[Gesehen] die letzten drei Folgen Game of Thrones; Mukti Bhawan (Hotel Salvation)

[Gelesen] Family Matters – Rohinton Mistry

[Gehört] Heaven is a place on earth – Belinda Carlisle („San Junipero“ von Black Mirror ist einfach zu gut)

[Getan] Tschüss gesagt; die nächsten Wochen etwas geplant; an meiner Diss herumge“doktort“

[Gegessen] Grillgemüse (endlich Kürbis); Twix; Wassermelone; Kokosjoghurt; Himbeereis

[Getrunken] Minz-Eistee; Kaffee; Cola light

[Gedacht] spontan fühlt sich richtig an

[Gefreut] quality time

[Geärgert] über mich, dass ich Angst alleine in einem Haus habe 😉

[Gewünscht] dass ich ein paar mehr erfolgreiche Ebayauktionen gehabt hätte & somit mehr Platz im Schrank

[Gekauft] Flugtickets & Auslandskrankenversicherung & Bikini

[Fashion] Hahnentritt-Muster – DER Herbsttrend 2017!

Letztes Jahr hatte man es auf den Laufstegen schon erahnen können und jetzt sieht man doch wirklich in fast jedem Geschäft Kleidung im Hahnentritt-Muster hängen. Wobei ich gestehen muss, dass es mir erst in Geschäft #3 im Hessencenter so wirklich aufgefallen ist, davor hat sich das Muster immer dezent im Hintergrund gehalten. Persönlich mag ich das Muster zwar, habe aber kein eines Kleidungsstück mit ihm im Schrank hängen – allerdings eine Tasche, die ich heiß und innig liebe, aber dazu später mehr.

Hahnentritt hatte für mich immer das „Problem“, dass es zu angezogen, zu „put together“ aussieht, auch wenn man sich keine Mühe gibt. Einfach eine Bluse über den gemusterten Rock drüber, schicke Schuhe dazu und man hat ein klassisches Bürooutfit oder der gemusterte Blazer mit weißem Shirt und Jeans. Womit ich mich ja so gar nicht identifizieren kann, lebe ich zwischen Uni und eigenem Schreibtisch (bzw wenn wir ehrlich sind Bett und diverse Coffeeshops). Da passt so ein schicker Pencilskirt in Hahnentritt eher weniger. Dachte ich! Genau, Vergangenheitsform.

Denn so ein schöner, enganliegender Jeansrock mit Hahnentritt (54,99€ Liberty Woman) lockert mir das Muster schon durch seine ausgefallene Textilwahl auf. Gleichzeitig gibt Jeans dem Muster eine derbe, rockige Richtung, welche wiederum genau meine ist. Und diese gilt es einfach etwas mehr auszuspielen. Wenn man ganz verrückt ist, kann man einen der anderen Herbsttrends (Karo, Samt oder sogar Cord) dazu kombinieren, ich musste aber einfach mein geliebtes Schwarz zurückholen und dazu gab es dann eben auch ein schlichtes, schwarzes Oberteil und ich probierte einen kurzen Blazer mit Bikerdetails (ebenfalls von Liberty Woman für 69,99€) an. Einfach nur eine vegane, schon schön abgewetzte Lederjacke wäre zwar meine erste Wahl, hatte ich in der Umkleide aber nicht zur Verfügung.

Und was soll ich euch sagen, mir (nicht den Umkleidefotografierverhältnissen) gefiel dieses Outfit richtig gut, was man je nach Schuhwahl wieder up- oder downdressen kann und es sah nicht einfach nur nach Alltag im Büro aus. Sondern mehr nach Spaß und Spontanität, was auch besser in mein Umfeld passt. So kann man diesen Trend meiner Meinung nach sehr gut umdeuten und ihn einfach etwas „jünger“ und „frischer“ machen. Ich bin ja schon gespannt, wie andere ihn interpretieren und neu erfinden werden! Jetzt aber noch kurz zu meinem schon ziemlich altem Liebling, meiner Tasche in Hahnentritt von Ralph Lauren:

Gekauft vor über zehn (!) Jahren in einem Outlet in Las Vegas und ach, was haben wir schon miteinander erlebt. Das war meine „ich will erwachsen und so wirken, als ob ich mein Leben zusammenhabe“-Tasche, die ich immer zur Uni mitnahm, da sie eben nicht nur gut aussah, sondern enorm viel Stauraum bot. Diverse Praktika, Vorstellungsgespräche, wichtige Events und viele Umzüge durch mehrere Länder später fristet sie leider ein Leben im Schrank, da ich sie nicht mit auf Reisen nehmen kann. Dazu ist sie mir nämlich doch zu schade, denn bisher ist sie noch in einem makellosen Zustand und ich glaube, meine z.b. 3 Monate in Indien mit dem Rucksack würde sie nicht überleben. Plus würde sie da auch null reinpassen 😉

Somit freue ich mich (also das natürlich immer) wenn ich wieder nach Hause komme, ein paar Tage hier mit meiner Familie verbringe und eben auch meine Tasche ab und an tragen kann. Das verdient sie nämlich und das Muster ist wirklich zeitlos. Zumindest habe ich mich bisher noch nicht daran satt gesehen. Was mich den Hahnentritt-Trend noch intensiver verfolgen lässt und ich werde mir wohl auch noch 1-2 Sachen (wohl so ein Jeansrock und noch einen Schal) in diesem Muster zulegen – wenn sie ähnlich lange bei mir bleiben wie diese Tasche, wird das eine gute Investition gewesen sein.

Jetzt natürlich meine Frage an euch, was ist euer Herbsttrend für dieses Jahr? Ist noch wer dem Hahnentritt verfallen? Natürlich werden es bei mir (wenn ich irgendwann im Herbst ankomme, morgen geht es ja erstmal für ein paar Wochen nach Mexiko) auch wieder Ponchos werden, ohne kann ich nicht durch die kühleren Tage kommen.

[Beauty] Wild Lagoon EdT von Coty – so riechen die 90er!

Wann immer ich nach einem Auslandsaufenthalt bei meinen Eltern kurzzeitig Asyl suche, gehe ich durch meinen Kram, den ich dort zwischengelagert habe. Noch immer habe ich viel zu viel und kann mich aber nicht mit einem „kompletten Schnitt“ von ihm trennen, sondern muss das eben stückchenweise erledigen. Was auch ganz gut funktioniert und so kommen langsam immer mehr Sachen weg. Jetzt fand ich aber unter der Kellertreppe noch eine Kiste, bei dir ich euch nicht einmal ansatzweise sagen kann, wann ich sie gepackt habe. Drinnen war aber auf jeden Fall dieses Prachtstück meiner Jugend (und ich bin mir sicher einige kennen es auch), nämlich das Wild Lagoon EdT von Coty.

Mit weitem Abstand nun das älteste EdT in meiner Sammlung und ich habe gar schlimmes erwartet, bevor ich zum ersten Mal daran schnuppert. Aber ich muss euch sagen, es riecht unverändert und sofort hatte ich diesen Flashback, wo ich mit 15 diesen Duft abends aufsprühte und mich so unsagbar feminin und sexy fühlte..genau richtig, um hier auf dem Dorfe die Jungs verrückt zu machen (oder so, zumindest in der Theorie). Ach du je! Optisch ist der Flakon auch sehr auf Teeniemädchen gepolt und nichts, was mich heutzutage ansprechen würde, aber das soll er auch gar nicht. Innerhalb von einer Sekunde hat er mich aber sowas von in die Vergangenheit kapituliert, verrückt!

Der Duft selbst ist eine Komposition aus grünen Noten, welche etwas von Ozean und Wald nach einem Regenschauer hat. Nicht unbedingt der süßlich-flirty Duft, den man sich als Teenie sonst so aussucht, aber er hat mich damals einfach gekriegt (und noch heute liebe ich grüne Duftnoten mehr als alles andere). Patchouli ist auch definitiv drinnen, dann irgendwas moosiges und ich glaube irgendwelche eher säuerlichen Beeren; insgesamt aber wie ich finde immer noch ein ausgefallener Duft, der mich auch an höherpreisige EdTs erinnert. Was soll ich sagen, wenn wir mal ehrlich sind, ich mag ihn noch immer, nur ihn wirklich zu tragen kann ich mir doch nicht vorstellen.

Was also tun mit „Wild Lagoon“? Außer reimen und den Namen des Duftes schrecklich finden, er wurde von „Monsoon“ umbenannt, was so viel besser gepasst hat und einen nicht an Möchtegernerotik denken lässt. Ich habe ihn jetzt schon ein paar Mal getragen, aber wirklich zueinander passen tun wir nicht mehr, ich fühle mich, als müsste ich dann auch mein Spice Girl Duschgel und ein Impulse-Deo benutzen 😉 Die 90er sind leider rum und somit werde ich ihn wohl mehr als Raum- und Bettspray nutzen, ein paar Mal tragen und ihn dann ganz langsam leeren und dieses Kapitel erneut schließen.

Wie Google mir zeigt, wird der Duft übrigens als Vintage (na, wer fühlt sich jetzt noch alt) gehandelt und gar nicht so billig verkauft 😉 Mein zweitältester Duft, den ich noch besitze und aktuell auch gerne trage, ist übrigens Mure Sauvage von Yves Rocher und auch dieser ist schon ewig aus dem Sortiment raus. Selbst wenn man sein Altern nicht wahrhaben mag, die Parfumsammlung kennt kein Erbarmen *g*

Jetzt bin ich aber doch neugierig – was ist euer ältester Duft, den ihr in der Sammlung habt und vielleicht noch benutzt? Hat noch wer Teeniezeiten mit „Wild Lagoon“ hinter sich oder welcher Duft katapultiert euch zurück in die 90er?

[Lesenswert] Family Matters – Rohinton Mistry

Heute stelle ich euch mit Family Matters von Rohinton Mistry mal ein Buch vor, welches näher an meiner Doktorarbeit, aber trotzdem gut verdauliche Unterhaltung ist. Mistry ist ein (zumindest im englischsprachigen Raum) sehr bekannter, indischer Autor, dessen Werk Such a long journey ihn weltweit bekannt gemacht hat und auch absolut zu empfehlen ist. Seine Romane spielen meist in Mumbai und haben die dort lebenden Parsen als Protagonisten, was an sich schon spannend ist. Dass Mistry aber dazu noch ein richtig guter Geschichtenerzähler ist, macht jedes seiner Werke zu einem reinen Genuss (und mir mein wissenschaftliches Leben manchmal doch ein wenig einfacher).

Worum geht’s Der 79-jährige Witwer Narimar lebt mit seinen beiden Stiefkindern zusammen in einer Wohnung, was bereits zu Konflikten führt. Daneben hat er mit Parkinson und seiner Vergangenheit zu kämpfen. Bei einem Spaziergang verletzt er sich und muss die nächsten Wochen im Bett verbringen, womit seine Kinder überfordert sind und ihn zu seiner anderen Tochter „abschieben“. Diese kümmert sich rührend um ihn, muss aber gleichzeitig versuchen, ihre Familie zusammenzuhalten. Besonders ihr Mann hat so seine Probleme mit der neuen Situation, während er auch finanzielle Hürden überwinden muss.

Wie ist’s Absolut fesselnd, die 500 Seiten waren in zwei Tagen gelesen und am Ende habe ich mir sogar richtig Zeit gelassen. Da mir die ein oder andere Träne runterlief, war das aber auch so. Persönlich liebe ich es, den Alltag anderer Menschen zu betreten und in ihn eintauchen zu dürfen (gut, dass ich Ethnologin bin, nicht) und das gelingt in diesem Buch ganz wunderbar. Parsen sind mir eine recht unbekannte Gruppe, die beschriebenen Rituale, welche gleichzeitig in diese „Moderne“ integriert werden müssen, somit sehr spannend. Die einzelnen Charaktere sind hervorragend gezeichnet, man kann sich in sie hineinversetzen, mitfühlen und sich dennoch durch einige Handlungen überraschen lassen.

Besonders spannend war für mich natürlich die Hauptperson Nariman, welche sich durch das Buch hindurch sehr stark verändert und einen guten Einblick in das Leben mit Parkinson und dann mit Bettlägerigkeit und langsamem Dahinschwinden gibt. Absolut schmerzend, aber eben notwendig zu wissen. Das Buch ist aber trotzdem nicht nur düster und schmerzlich, es gibt lustige Momente, kleine Einblicke in den indischen, oft mit Korruption durchzogenen Alltag, welche mich mein Leben dort sehr vermissen lassen und ein schönes Indienbild zeichnen. Auch die beiden kleinen Söhne, welche mit ihrem kranken Großvater umzugehen lernen, sind spannende Charaktere, man will sie einfach drücken. Insgesamt kann man – ohne zu viel zu verraten – sagen, dass hier enorme Wandlungen aller Beteiligten geschehen, die einen Seite um Seite weiterlesen lassen, selbst wenn es mittlerweile 3 Uhr morgens ist.

Absolute Empfehlung, mit das beste Buch, welches ich dieses Jahr gelesen habe und ich ärgere mich noch immer, dass ich es schon seit Jahren im Bücherregal hatte und es schlichtweg vergessen habe. Damals natürlich in Indien kurz vor Abflug gekauft und dann immer zu anderem gegriffen, Schande über mein Haupt! Mehr von Rohinton Mistry werde ich definitiv noch lesen, wer weiß, vielleicht treffe ich ihn ja zufällig bei einer Lesung in Kanada, das wäre was!

[Beauty] Wellness-Bloggerbox von IONTO!

Hach, was habe ich mich gefreut, als die Wellness-Bloggerbox von IONTO Health & Beauty bei mir eingetroffen ist, habe ich doch schon Jahre lang keine Überraschungsbox mehr bekommen. Umso mehr Freude hatte ich dann auch beim Auspacken und Kennenlernen der Produkte, die ich euch jetzt näher vorstellen mag. IONTO ist spezialisiert auf Produkte aus den Bereichen (apparative) Kosmetik, Wellness, Fußpflege und weitere Verbrauchsartikel und das Sortiment im Onlineshop ist ziemlich umfangreich. Bei mir dreht sich aber heute alles um Wellness, wo die folgenden neun Produkte alle eine Rolle spielen!

Auf den ersten Blick ist hier von jedem etwas dabei, wir haben sowohl Körperpflege wie auch etwas für die Seele, was mit allen Sinnen wahrgenommen werden kann. Finde ich sehr spannend und richtig, da für mich Wellness eben mehr als nur Pflege von außen bedeutet. Es geht darum, zur Ruhe zu kommen, zu entspannen und sich einfach etwas Gutes zu tun. Hier können einige der Produkte definitiv nachhelfen, wir beginnen aber (ganz Beautymädchen) aber doch mit den anwendbaren Produkten für unsere Haut.

Toll finde ich, dass die Produkte in der Bloggerbox aufeinander abgestimmt sind und besonders diese beiden Produkte musste ich sofort ausprobieren. Hamamerfahrungen habe ich schon gemacht und liebte das Hautgefühl danach, somit war ich gespannt, ob ich das Zuhause auch hinbekommen. Der Hamamhandschuh von Ottoman ist zum Peelen des Körpers gedacht und wird auf der feuchten Haut angewendet. Man macht den Peelinghandschuh ebenfalls nass und nutzt dann lediglich warmes Wasser, während man seinen Körper damit mit sanften, kreisenden Bewegungen massiert. Das Gefühl ist nicht unangenehm, man merkt aber, dass sich dort etwas auf der Haut tut, da abgestorbene Hautschüppchen entfernt werden. Im Anschluss benutzt man die Natürliche Seife mit Olivenöl von Ottoman, um die Haut geschmeidig und weich zu bekommen. Die Seife hat ebenfalls eine leichte, sehr sanfte Peelingwirkung und riecht wunderbar nach Olivenöl! Beide Produkte in Kombination finde ich großartig und nutze sie einmal die Woche, um meiner Haut den Extrakick Pflege, aber auch Luxus zu gönnen.

Wenn man seinen Körper schon so schön abgeschrubbt hat, kann man mit dem vulkanischen Bimsstein noch schnell der Hornhaut an den Füßen Herr werden, wobei ich hier glücklicherweise so gar keine Probleme habe. Ausprobiert habe ich den Stein aber trotzdem und auch wenn es zunächst ungewohnt war, ich fand die Anwendung interessant und sollte ich mal Hornhaut haben, werde ich definitiv wieder zu diesem Stein greifen. Abnutzen wird er sich ja frühestens in ein paar Jahren 😉

Ein Bad ist natürlich auch immer entspannend und das Bade-Meersalz Schokolade von Care&foot riecht absolut himmlisch und erinnert mich an das Kneipp-Schokobad, welches ich so liebe. Es bietet jetzt kein großes Schaum-Entertainment, hilft aber eben, um einfach mal zur Ruhe zu kommen und die Muskeln zu entspannen. Wem das noch nicht reicht, der kann sich natürlich mit dem Entspannungs-Öl massieren lassen und ach, ich glaube, das ist mein Lieblingsprodukt aus dieser Box. Das Öl riecht unheimlich lecker nach Mandel, Lavendel, Orange und Ylang-Ylang und fühlt sich himmlisch auf der Haut an – da werden selbst semiprofessionelle Massagen perfekt.Zweites Highlight der Bloggerbox ist ganz klar das Duftspray Orange, welches ich mir abends vorm Schlafengehen über dem Bett versprühe. Auch wenn zitrische Düfte eher energetisierend sind, ich finde das Spray dafür super geeignet und achte nur darauf, dass es nicht auf mein Kopfkissen kommt. So ein frisch duftendes Bett hilft mir nicht unbedingt beim Einschlafen, aber ich fühle mich viel wohler und komme zumindest schneller zur Ruhe. Wann immer ich auf Reisen bin, vermisse ich dieses abendliche Ritual.

Ebenfalls in der Box war noch die Massagekerze Seerose, welche aus 100% reinem Bienenwachs, natürlichem Aloe Vera und Kokosöl besteht und lecker floral, aber unaufdringlich duftet. Zur Massage bräuchte ich sie jetzt nicht, da habe ich schon genug Duft vom Öl, aber ich zünde sie einfach an, wenn ich am Schreibtisch sitze und entspanne so auch bei der Arbeit etwas. Komplettes Neuland waren die Wassersteine für mich, also ich wusste zwar, dass es so etwas gibt, habe damit aber nich keine Erfahrungen gemacht. Abgeneigt von der Idee bin ich aber nicht und so habe ich sie sorgfältig gewaschen und dann in eine Karaffe mit Leitungswasser gegeben. Das sieht auf jeden Fall schon einmal schön aus, verleiht dem Wasser keinen sonderbaren Geschmack und auch wenn ich bisher keinen „Lebensfreude steigernden“ Effekt gemerkt habe, werde ich sie weiterhin verwenden, da ich es irgendwie doch sehr mag.

Insgesamt eine tolle Mischung und ich kann mit allen Produkten etwas anfangen. Besonders gefreut habe ich mich über das Duftspray, das so himmlisch gut duftet, das Massage-Öl und auch über die Wassersteine, die einmal etwas komplett neues waren und mittlerweile fast schon „normal“. Wie gefällt euch die Box, könntet ihr auch etwas mit den Produkten anfangen? Benutzt noch wer Wassersteine oder ist das esoterischer Hokus-Pokus für euch? 

[Sehenswert] I am Gilda & Hotel Salvation – 2x grandioses Kino!

Da der letzte „Sehenswert“-Post schon wieder ewig her ist, dachte ich mir, es wird doch mal Zeit für eine neue Ausgabe. Wobei ich die letzten drei Monate bis auf Game of Thrones (wie so ziemlich jeder) und Sherlock (die Serie) kaum etwas gesehen habe. So ohne Internet und TV in der Wohnung ist das aber auch etwas komplizierter, aber Air India hat mir dann doch etwas geholfen bei meinem Rückflug von Singapur.

 

I am Gilda (2016)

 

Entschuldigt die Trailerqualität, aber ich konnte leider keine bessere Version mit Untertiteln finden. Der argentinische Film ist natürlich in Spanisch und muss es auch sein, sonst würde da einiges fehlen, aber ein paar Untertitel brauche ich dann doch schon noch. Der Originaltitel lautet „Gilda, no me arrepiento de este amor“ und erschienen ist dieser biographische Film im letzten Jahr. Er behandelt das Leben von Miriam Alejandra Bianchi, welche ihre Karriere als Sängerin erst mit 30 Jahren begann und leider viel zu früh mit 36 bei einem Busunglück ums Leben kam. Sie erreicht jedoch in dieser kurzen Zeit, welche mit enormem Kampfeswillen begann, mehr als viele Musiker in ihrem gesamten Leben und noch heute wird ihre Cumbia Musik in Argentinien viel gespielt.

Lorenzo Munoz hat mit Natalia Oreiro die perfekte Besetzung gefunden, um Gilda Leben einzuhauchen und zu zeigen, wie schwer sie es hatte, ihren Traum zu leben und welche Opfer sie dafür bringen musste. Für mich einer der besten Filme, die ich in diesem Jahr gesehen habe und es gibt wohl auch noch eine Serie, welche ich mal suchen muss.

 

Mukti Bhawan (Hotel Salvation, 2017)

Als ich diesen Trailer sah, dachte ich nur: „da gibt es ja meine Doktorarbeit zum Anfassen“, da ich ja seit Jahren zu Leben und Sterben in Varanasi forsche. Endlich habe ich es jetzt geschafft, diesen Film zu sehen und ach, was habe ich nun schlimmes Indien-Heimweh (ist ja auch schon wieder sieben Monate her)! Die Geschichte ist schnell erzählt, der alte Vater denkt, dass er demnächst stirbt und will nach Varanasi, um eben dort Erlösung zu bekommen. Sein so mit Arbeit beschäftigter Sohn begleitet ihn und sie haben endlich wieder einmal Zeit für sich. Sie ziehen für zunächst 15 Tage im Mukti Bhawan (welchen es übrigens auch in real gibt, da habe ich auch schon einige Zeit verbracht) ein und warten darauf, dass der Tod eintritt. Als dies nicht geschieht, muss dann umdisponiert werden.

Es geht in dem Film weniger um viele Dinge, die geschehen, sondern eben um zwischenmenschliche Beziehungen und der „neue“ Alltag läuft langsam vor sich hin. Dazu gibt es natürlich einmal tolle Aufnahmen aus meiner liebsten Stadt auf Erden und für alle, die sich mit Indien beschäftigen oder etwas mehr zum Thema „Tod in Varanasi“ sehen möchten, schaut ihn euch an.

Zwei wie ich finde absolut sehenswerte Filme, die man wahrscheinlich weniger im Mainstream-Kino findet, mich aber doch an den Bildschirm gefesselt haben. Was etwas heißen will, da ich eigentlich ein reines Serienkind bin und mehr als 50 Minuten nicht durchhalte – hier war das aber gar kein Problem, die Zeit ging eher viel zu schnell herum. Kennt ihr zufällig einen der beiden Filme oder habt auch einen Geheimtipp? Gerne lateinamerikanisch oder aus Indien 🙂

[Beauty] Waschpeeling für unreine Haut von sebamed!

Bei meinem letzten Besuch in der Easyapotheke wurde ich von der netten Kassiererin mit gleich drei Proben des Waschpeelings von sebamed (100ml um 11€) zugeschüttet, welches ich sonst wohl nie ausprobiert hätte. Aber sebamed ist einfach so eine Marke, die ich nicht auf dem Radar habe, wenn ich mal auf der Suche nach etwas Neuem bin. Da meine Haut im Moment aber immer noch etwas rumzickt, das viele Reisen und die Klimaveränderungen sind doch etwas stressig für sie gewesen, habe ich das Peeling aber doch gerne mal ausprobiert. Da es extra für unreine Haut konzipiert ist, die ich nunmal habe, habe ich mir eine milde Reinigung und wer weiß, vielleicht sogar eine Reduzierung meiner Hautunreinheiten erhofft.

Das Waschpeeling soll mit seinen sanften Mikro-Peeling-Partikeln abgestorbene Hautschüppchen entfernen und somit das Hautbild verbessern. Gleichzeitig wird die Haut porentief von überschüssigem Talg, Fett und anderen Schmutz- und Makeupresten gereinigt. Wie schon erwähnt ist es besonders für fettige und zu Unreinheiten neigende Haut konzipiert, welche hierdurch geschmeidiger und gepflegter werden soll. Hautunreinheiten sollen sich bei längerer Anwendung ebenfalls reduzieren und das Waschpeeling soll eine sehr gute Hautverträglichkeit haben. Sodele, klingt in der Theorie schon einmal alles super.

Benutzt habe ich das Peeling jetzt etwas über zwei Wochen und muss zunächst mal sagen, dass es mir für die tägliche Anwendung viel zu stark war. Normalerweise peele ich mein Gesicht einmal die Woche, was ich auch als ausreichend empfinde, so viele tote Hautschüppchen sammeln sich da täglich doch nicht an. Nachdem ich das Waschpeeling an drei Tagen hintereinander morgens benutzte, hatte meine Haut dann auch genug und reagierte mir gereizt. Somit habe ich das auf 2-3 Mal die Woche heruntergeschraubt und das funktioniert um Welten besser.

Die Anwendung an sich ist sehr angenehm, das Peeling hat eine sehr feine Konsistenz, doch merkt man trotzdem, dass man etwas für seine Haut tut. Es lässt sich gut auf- und abtragen, läuft einem nicht weg und hat ansonsten keinen Geruch. Mag ich, ist nämlich bei Gesichtspflege einfach nur eine unnötige Reizquelle. Danach fühlt sich meine Haut definitiv quietscherein an, ist etwas gerötet, was sich aber nach ein paar Minuten legt und schreit nach Feuchtigkeit. Meine anschließende Pflege (Serum, Augen- und Gesichtscreme) wird nur so aufgesogen. Insgesamt strahlt meine Haut aber danach und sieht rosig-gesund aus.

Jetzt zu den Hautunreinheiten, wo ich nach dieser kurzen Zeit noch nicht wirklich etwas sagen kann. Bei akuten Pickeln bringt das Peeling nur den Effekt, dass man sie immer wieder aufreibt, sie also länger zum Abheilen brauchen und ich hier versuche, die betroffenen Stellen zu vermeiden. Bei meinen Mitessern an der Nase würde ich eine Verbesserung attestieren, meine Poren sehen auch etwas weniger groß aus und ich kann zumindest sagen, dass ich nicht mehr Hautunreinheiten bekomme. Meine Haut scheint das Produkt also zumindest nicht gleich trotzig abzulehnen, wie so viele andere neue Produkte, die ich ausprobiere. Da ich insgesamt 30ml habe und man nur eine Winzmenge Produkt pro Anwendung braucht, werde ich das Waschpeeling noch ein paar Mal testen können und schauen, ob eine Verbesserung eintritt. Wenn ja, wäre ein Nachkauf definitiv nicht ausgeschlossen!

Sebamed hat eine komplette Pflegeserie für unreine Haut und auch wenn ich seit Jahren meiner Papulex-Pflege für erwachsene, akneanfällige Haut treu bin, könnte ich mir hier einen Wechsel vorstellen, da ich immer noch nicht die Haut habe, die ich eben haben mag. Da hat mir die Kassiererin also echt einen Gefallen getan, als sie mir die Proben eingepackt hat und ich mir erst nur dachte „danke, ich weiß auch, dass ich Pickel habe“ 😉

Habt ihr schon Erfahrungen mit sebamed gemacht? Vielleicht auch bei unreiner Haut? Dann erzählt doch mal!

Sunday again.

[Gesehen]  Suits; Younger

[Gelesen] Beatrice and Virgil – Yann Martel

[Gehört] Requiem in d-Moll – Mozart

[Getan] viele Freunde getroffen & das Sommerwetter ausgenutzt; wie immer Sachen aussortiert & einiges bei Ebay eingestellt; seit Ewigkeiten mal wieder in Darmstadt gewesen

[Gegessen] viel Milkaschokolade; Falafelhummus; Grillgemüse; Laugenbrezeln; Erdbeeren

[Getrunken] SchwippSchwapp Zero; Kaffee; Smoothies

[Gedacht] ARGHS!

[Gefreut] tolle Gespräche & dass ich Bekannte gesehen habe, die ich vor Jahren das letzte Mal sah

[Geärgert] darüber, dass ich nicht helfen kann

[Gewünscht] Beamen (wie eigentlich immer)

[Gekauft] meine Papulex-Pflege