[Yummi] Die bunte Welt der Veggie-Kochboxen!

Vor über sechs (!!) Jahren habe ich das erste Mal eine HelloFresh-Box für eine Woche ausprobieren können und war damals sehr angetan von den leckeren Rezepten, die primär mit saisonalen, regionalen und qualitativ hochwertigen Bioprodukten gestaltet wurden. Aber ich habe damals auch davon abgesehen, ein Abo abzuschließen, da mir dies a) doch etwas teuer war und b) ich einfach nie lange genug in Deutschland an einem Ort bin, damit sich das lohnt. B) hat sich immer noch nicht geändert, da ich weiterhin fleißig durch die Welt wandere, aber zumindest a) ist mit 58€ für fünf Gerichte á zwei Personen mittlerweile etwas erschwinglicher für mich. Wobei ich es schade finde, dass sie immer noch nicht keine Boxen für Singles anbieten, wir sind doch eine ganze Menge und wollen nicht unbedingt doppelte Portionen oder zweimal hintereinander das eine Gericht essen.

Warum ich jetzt doch wieder von der HelloFresh-Box rede? Weil ich schon auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken bin und einer meiner besten Freunde sehr gerne kocht, aber nie Zeit zum Einkaufen hat. Somit habe ich mich etwas durch die doch sehr große Auswahl an unterschiedlichen Kochboxen, die es mittlerweile so gibt, geklickt und bin am Ende dank eines sehr ausführlichen und positiven Testbericht zu HelloFresh eben doch wieder bei diesem Anbieter gelandet. Er ist wie gesagt nicht der günstigste, aber mir sind Sachen wie die Veggie Box, eine große Auswahl an Rezepten, der Versuch, Verpackungsmüll zu sparen und stattdessen Altpapier zu nutzen eben wichtiger wie ein paar wenige Euro zu sparen. Ja, dass ich die Umwelt mit dem „unnötigen“ Transport belaste, stimmt, aber das würde auch durch die Autofahrt zum Supermarkt passieren (macht’s nicht besser, ich weiß).

Das Gute an dieser Box ist, dass man das Abo eben jede Woche kündigen kann und es somit wie ich finde eine gute Geschenkidee ist, die Box für 1-2 Wochen einmal jemandem zum Ausprobieren zuzuschicken. Es gibt auch die Option einer einmaligen HelloFresh Probierbox, die ganz ohne Abo läuft, 48€ kostet und eben einmal pro Haushalt getestet werden kann. Weitere andere Anbieter, die ebenfalls vegetarische Optionen haben, sind Marley Spoon (sogar vegan) und Kochhaus. Spannend fand ich, dass auch der Discounter Lidl eine Veggie Box (Kochzauber) im Angebot hat, welche bei 38€ (drei Gerichte für zwei Personen) liegt, man aber leider nicht mehr Tage pro Lieferung auswählen kann, schade!

Für all die genannten Boxen findet ihr online meist noch einen Rabattcode, ich arbeite mit keiner der Firmen zusammen und kann euch somit nicht direkt einen Code geben, aber wie gesagt, einmal Google öffnen und ihr solltet einen aktuellen Code sehen können! Ich finde solche Boxen für berufstätige Menschen ohne viel Freizeit, die gerne kochen und neue Sachen ausprobieren, super und denke, ich werde die HelloFresh Probierbox dieses Jahr einmal verschenken! Vor wenigen Tagen bin ich dank Nilam auch noch über die Retterboxen von Sirplus gestolpert, welche aus veganen/vegetarischen Lebensmittel, deren MHD überschritten ist, bestehen. Würde ich jetzt nicht verschenken, aber ich bin doch seeeeeeehr angefixt, hier eine Bestellung zu tätigen, sobald ich wieder in Deutschland bin. Ihr wisst ja alle, wie ich zu Lebensmittelverschwendung stehe und das ist für mich einfach eine großartige Idee! Die gibt es übrigens auch im Abo, falls jemand von euch nun auch Interesse hat!

Jetzt würde mich mal interessieren, wie ihr so zu Kochboxen steht? Nutzt ihr diesen Service oder findet ihr das blöd? Welche Kochbox macht euch denn an, findet ihr, dass man so etwas verschenken kann und hat noch wer schon mal von Sirplus gehört? Fragen über Fragen heute..ich habe jetzt auf jeden Fall Hunger und werde mir hier in Mexiko was vom Markt gönnen..frischer geht es nicht!

Sunday again.

[Gesehen] Grey’s Anatomy; CLique

[Gelesen]  The Namesake – Jhumpa Lahiri

[Gehört] die Straßen von Mexico City sind voller Musik & die Musiker sind erstaunlich gut!

[Getan] seeeeehr viel durch Mexico City gelaufen und an jeder Ecke etwas gegessen; Murals von Diego Riviera bestaunt; das ethnologische Museum besucht; so viel unfassbar gute Streetart gesehen und ach, mich einfach Hals über Kopf in die Stadt verliebt! Und mir Teotihuacan angeschaut 🙂

[Gegessen] Veggie Gordita; Veggie Tacos; Tamales mit Paprika & Mais; Bananen; Reis mit Gemüse; Churros mit Schokodip

[Getrunken] Jamaica; Cafe de olla; Wasser mit Limettensaft und Orange

 [Gedacht] oh, was mag ich es hier!

[Gefreut] da treffe ich doch tatsächlich einfach so auf der Straße eine Freundin aus Tijuana, das war verrückt!

[Geärgert] es ist hier doch kälter als gedacht und somit habe ich mich erst mal erkältet :/

[Gewünscht] bisschen mehr Wärme, denn Heizungen gibt es hier natürlich nirgends

[Gekauft] Metro-Tickets; Museumseintritte & so viel Essen, ich platze.

[Personal] 1000 Fragen an dich selbst-Projekt #43

Schon wieder ist eine Woche um und das heißt, es gibt die nächsten zwanzig Fragen und Antworten aus dem 1000 Fragen an dich selbst-Projekt von Johanna. Auch wenn sie selbst im Moment weniger Zeit zum Beantworten der Fragen hat, ich bin weiterhin dabei..wobei einige Fragen doch recht redundant sind und andere einfach soooo uninteressant für mich. Aber irgendeinen Denkanstoss bekomme ich doch und alleine darum mache ich bis Ende des Jahres weiter! Wenn ihr mögt, beantwortet mir doch auch eine Frage in den Kommentaren!

841: Bist du schon mal nachts geschwommen?
Klar, schon einige Mal..wobei ich da einen Pool bevorzuge, denn in der Dunkelheit im dunklen Meer ist mir doch etwas suspekt. Aber auch das habe ich schon hinter mir 😉

842: In welchen sozialen Netzwerken bist du aktiv?
Facebook, Instagram und Twitter.

843: Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde?
Im Sinne von weil ich es im Überfluss habe? Wahrscheinlich komfortabler reisen und nicht immer die billigsten Optionen wählen, die mich dann durchaus mal Schlaf und/oder Nerven kosten.

844: Was ist deiner Einschätzung nach lästig, wenn man alt ist?
Ich glaube, die Erkenntnis, dass man einige Dinge nicht mehr oder nicht mehr so „gut“ kann, wird mich am meisten nerven. Also wenn man auf einmal nicht mehr so schnell/weit/lange laufen kann, z.b. oder bei allem irgendwelche Schmerzen hat.

845: Wer trifft die meisten Entscheidungen in deinem Leben?
Natürlich ich, ich bin kein Fan von fremdbestimmten Leben.

846: Welches Lebensalter hättest du gern für immer?
28 fand ich super, da war man irgendwie „genug gereift“, aber eben auch noch nicht auf dem abfallenden Ast. Die 3 vorne fühlt sich dann schon seriöser an, so als müsste man sich jetzt so richtig „erwachsen“ fühlen.

847: Welche Obstsorten verwendest du am liebsten für einen Obstsalat?
Oh, das mache ich so selten, ich bevorzuge definitiv meinen Smoothie am Morgen. Aber wenn es Salat sein soll, würde ich Banane, Erdbeeren, Brombeeren, Ananas, Mango und Wassermelone zusammenschnippeln. Und dann noch etwas Chia drüber, damit man ein bisschen mehr Knusprigkeit bekommt – und natürlich Zitronensaft.

848: Gelingt es dir gut, ein Pokerface aufzusetzen?
Wenn man mich nicht komplett mit einer Aussage/Tata überrascht, kann ich das ganz gut. Aber in solchen WOW-Momenten sieht man mir doch genau an, was ich denke.

849: Hast du schon mal selbst ein Schmuckstück hergestellt?
Nicht wirklich, also ich habe schon Anhänger an Ketten oder Ohrringe gehängt, aber das ist ja nicht Herstellen, sondern nur Kombinieren. Ich muss aber auch sagen, dass ich da nicht sehr starkes Interesse dran habe – lieber will ich endlich töpfern lernen.

850: Wie siehst du dich selbst am liebsten?
Im Moment wäre das definitiv ausgeschlafen, denn ich bin einfach dauermüde und dadurch dann auch weniger gut drauf, gereizt und nicht ganz so unternehmungslustig. Es wird dringend Zeit, dass ich mal ein paar Tage wirklich Ruhe und Schlaf bekomme.

851: Bedeutet Fremdgehen das Ende der Beziehung?
Schwierig, das kann man wohl nur sagen, wenn die Situation eingetroffen ist. Ich selbst weiß, dass ich das nicht tun würde und glaube, dass ich es leider auch nicht überwinden kann, wenn mein Partner mein Vertrauen hier so verletzt.

852: Würdest du das Gesetz übertreten, um jemanden zu retten, den du liebst?
Ja.

853: Bist du jemals wegen deiner Ansichten zurückgewiesen worden?
Also nicht bewusst, dass mir es jemand gesagt oder ich es gemerkt habe. Aber ich denke schon, dass das passiert sein dürfte.

854: Welches Urlaubssouvenir bereitet dir immer noch Freude?
Früher habe ich mir immer (Ohr-)Ringe gekauft und diese bereiten mir immer noch Freude. Dann bringe ich mir auch gerne Steine mit, die mich definitiv immer noch glücklich machen.

855: Hältst du an etwas fest, was du eigentlich schon längst hättest loslassen müssen?
Jupps, aber nicht an materiellen Sachen, sondern an Freundschaften. Ich finde Menschen aufgeben sehr schwer, auch wenn sie wirklich nicht gut für mich sind und ich das eigentlich weiß.

856: Ist irgendwann mal deine größte Befürchtung eingetreten?
Ja, zumindest hat es sich in diesen Momenten immer so angefühlt, aber mit genug (zeitlichem) Abstand kann man das dann doch wieder in Relation setzen und es wird weniger dramatisch.

857: Was hat dir vor fünf Jahren den Schlaf geraubt?
Hm, eine bestimmte Sache kann ich da nicht nennen, aber auch vor fünf Jahren schon hatte ich ziemliche Einschlafprobleme.

858: Hast du manchmal das Gefühl, dass du „heute“ schon häufiger erlebt hast?
Seeeeehr selten, meine Tage unterscheiden sich da doch meist.

859: Wer macht einen besseren Menschen aus dir?
Ruhe, Gelassenheit und nicht alles sagen, was ich denke.

860: Was bringt dich zum Lachen?
Jenna Marbles.

[Reisen] Meine Erfahrungen als Haus- und Tiersitter!

Vor einigen Monaten hörte ich einen Podcast zum Thema Housesitting und war sofort sehr angefixt. Wie ihr wisst, reise ich sehr viel, bleibe aber gerne länger an einem Ort und wohne mittlerweile auch lieber in AirBnB-Wohnungen statt Hosteln, um mich etwas mehr „zuhause“ zu fühlen. In meiner Wahlheimat Berlin habe ich auch schon ein paar Haus- und Tiersitting-Erfahrungen gemacht und es geliebt; mein Leben lässt mir leider keinen Platz für einen eigenen Hund, aber ein paar Tage oder Wochen als Hundemama finde ich immer super! Diese Housesitting-Gigs fand ich aber immer über private Kontakte, bei einer speziellen Plattform war ich noch nie angemeldet und irgendwie hat es sich in mir auch immer gesträubt, so viel Geld auszugeben.

Jetzt war ich aber gerade fertig mit meiner Pacific-Crest-Trail-Wanderung, hatte einen Couchsurfinghost für ein paar Nächte und danach noch ein paar freie Tage, aber keine Ahnung, wie/wo ich sie verbringen sollte. Da ich etwas Einsamkeit wollte, war ein Hostel keine Option und so meldete ich mich nach einigem Überlegen bei Trusted Housesitters an. Das war dann spielend leicht, ich habe die $120 (aktuell 105€) per Kreditkarte bezahlt und konnte sofort mit dem Profil-Erstellen loslegen. Da gebt ihr ein paar Randdaten an, beschreibt euch, ladet ein Profilbild hoch und erzählt, wieso ihr Sitter sein wollt und könnt Referenzen hochladen sowie euch durch das Hochladen von Ausweisdokumenten überprüfen lassen. Insgesamt hat mich das keine halbe Stunde gedauert.

Danach kommt der spannende Teil, das Durchforsten der Datenbank an offenen Stellen. Ihr könnt entweder nach Land suchen, wenn ihr sehr flexibel seid oder nach Region/Stadt, was ich dann mit Portland getan habe. Drei Stellen sprachen mich an, sie passten in meinen Zeitrahmen und ich schrieb die Personen sofort an. Bei einer Stelle bekam ich leider bis heute keine Rückmeldung (eine kurze Absage wäre ja nett), bei einer Person war ich zu spät und die Stelle schon besetzt und Linda schrieb mir zurück, dass ich sehr gerne auf ihr Haus und ihren Kater Whistle in Vancouver aufpassen könne. Mit einer Zusage in weniger als 24 Stunden hatte ich jetzt wirklich nicht gerechnet, verrückt! 

Wir schrieben ein wenig hin und her, es war gleich eine Sympathie da und ich freute mich einfach sehr, dass das so reibungslos geklappt hat. Da ich die Tage vorher in Portland verbrachte und das öffentliche Verkehrsnetz so schlecht ist, holte mich Linda dann sogar mit dem Auto ab, wir fuhren nach Vancouver, ich lernte ihren supernetten Mann kennen, der mir gleich eine Führung durch das Haus gab. Ich wurde wie ein Gast willkommen geheißen und fühlte mich sofort sehr wohl. Danach kochten wir zusammen etwas zum Abendessen, ich lernte noch eine ihrer Töchter und deren Familie kennen und fuhr die beiden am nächsten Morgen noch zum Flughafen. Ja, sie ließen mir sogar ihr Auto da, welches ich sehr gut gebrauchen konnte und verabschiedeten sich mit „fühl dich wie zuhause, iss bitte den Kühlschrank leer und hier ist unser Netflix-Account“. Äh, hallo, besser geht es nicht 😉

Da es in Vancouver viel regnet, verbrachte ich meine vier House-Sitting Tage primär im Haus, kuschelte mit dem Kater, nutze den Netflix-Account und hatte nicht viel an Aufgaben zu erledigen. Den Garten musste ich nicht gießen, stattdessen probierte ich auf Anraten Bernies mal aus, wie es ist, den Tag mit einem Bad im Outdoor-Whirlpool zu starten und hatte einfach eine tolle Zeit alleine mit mir – ich klinge echt nicht sehr sozial 😉 Besser wie ein trubeliges Hostel und um Welten günstiger als ein Hotel am Wochenende in den USA. Doch, alleine mit diesem einen Housesitting habe ich quasi die Anmeldegebühr schon raus. Und die Möglichkeit gehabt, ein superliebes und kuschelbedürftiges Katzentier ein paar Tage zu hegen und pflegen.

Am Ende fuhr ich mich selbst mit dem Auto zum Flughafen, wo meine „Gasteltern“ es dann mitnahmen, da sie abends wieder dort landeten und war einfach nur entspannt und glücklich. Das war wohl das leichteste Housesitting, was ich bisher hatte, so problemlos und in einem wunderschönen Haus, wo ich mich sehr wohlgefühlt habe. Um aber nicht nur zu schwärmen, mein zweites Housesitting (wäre in San Diego gewesen) wurde mir den Tag vorher abgesagt und da ist leider nichts, was ihr tun könnt. Somit stand ich dort etwas überrumpelt vor der Tatsache, dass ich einen Plan B brauche, wo ich die nächste Nacht schlafen werde. Aber da ich flexibel und nicht sonderlich leicht aus der Ruhe zu bringen bin, bin ich einfach schon ein paar Tage früher nach Mexiko gefahren und das war auch gut.

Ich freue mich auf jeden Fall schon auf meine zukünftigen House-Sitting-Gigs, die ich 2019 definitiv machen werde. Die beste Art zu reisen, wenn man offen ist, wann genau und wohin genau, ich werde wohl eher nach Land statt Stadt suchen und mich einfach von den Angeboten leiten lassen. Noch habe ich mich nicht um weitere gekümmert, ich kann euch auch nicht direkt sagen, wie weit im Voraus man das machen soll, da ich noch nicht genug Erfahrung habe. Sobald ich ein paar mehr hinter mir habe, wird es aber definitiv eine Liste mit Tipps und Tricks geben, wie man ein erfolgreicher House- und Petsitter wird (ich gehe mal davon aus, dass ich erfolgreich in dem Sinn werde, dass mich noch ein paar mehr Leute auswählen werden, auf ihr Haus/Tier aufzupassen).

Ist House-/Petsitting etwas, womit ihr auch schon gedanklich gespielt habt? Für mich war eigentlich nur die jährliche Gebühr das Hindernis, da sie eben nicht günstig ist. Wenn ihr euch über diesen Link anmeldet oder den Code RAF233424 bei der Anmeldung eingebt, spart ihr allerdings 20% und ich bekomme zwei weitere Monate gratis, worüber ich mich sehr freuen würde). Oder wenn ihr schon als Sitter tätig seid, habt ihr vielleicht ein paar Tipps, wie man das erfolgreich(er) machen kann? Lasst sie doch gerne in den Kommentaren für alle da!

[Reisen] Roadtrip durch den Westen der USA #2

Gestern habe ich euch schon von Teil 1 meines gemeinsamen Roadtrips mit meiner Mama durch den Westen der USA (Las Vegas, Red Rock Canyon, Valley of Fire, Zion National Park & Grand Canyon) berichtet, heute folgt nun der zweite Teil. Vom nördlichen Rand das Grand Canyons fuhren wir in den Süden Arizonas, genauer gesagt nach Flagstaff. Nicht, dass uns die Stadt (mit doofem, lautem Zug nahe unseres Motels) sonderlich reizte, aber sie liegt einfach in einer wunderbaren Gegend. Und sie hatte ein All you can eat-Buffet in einem indischen Restaurant namens Delhi Palace, von welchem ich noch lange träumen werde. Hands down, das BESTE indische Essen, welches ich je außerhalb Indiens hatte.



Bei Flagstaff liegt das Sunset Crater Volcano National Monument, das Wupatki National Monument sowie der Walnut Canyon und ich lege euch den Besuch aller sehr ans Herzen. Wenn ihr Vulkane mögt, hier werdet ihr viel erkaltete Lava in spannender Landschaft finden. Leider hatten wir Regen und sind somit nur den kürzesten Rundweg gelaufen, aber auch dieser war sehenswert. Wenn ihr euch für Geschichte interessiert, müsst ihr euch die noch erhaltenen Häuser der Wupatki ansehen, absolut beeindruckend, wie sie konstruiert wurden! Und der Walnut Canyon hat beides: phänomenale Aussichten und dann den Abstieg in den Canyon, wo ihr an vielen Höhlenhäusern, die in den Felsen geschlafen wurden, vorbeikommt. Einen sehr guten Film sowie eine Ausstellung mit spannenden Artefakten habt ihr hier ebenfalls noch. Wir haben die ersten beiden Parks vormittags gemacht, uns dann an indischem Essen gelabt und danach den Walnut Canyon erkundet – wunderbarst!

Von Flagstaff ging es weiter nach Phoenix, wo wir die schlimmste Motelerfahrung ever im Motel 6 Black Canyon Road (geht da auf keinen Fall hin!) gemacht haben und am nächsten Morgen direkt wieder aus dieser Stadt geflohen sind. Es war Montag, die einzigen spannenden to-do-Punkte, also Museen, waren geschlossen und so fuhren wir lieber gen Quartzsite. Sehr skurriler Ort, hier entstehen im Winter Felder von Wohnwagen mit älteren Leutchen, die zum Überwintern kommen. Wir waren gerade erst zur Anfangszeit hier, aber es waren trotzdem schon viele Menschen war. Das Visitor Center kann man übrigens kaufen, so ging es nur zu McDonalds und dann weiter nach Lake Havasu City. Hier steht die original London Bridge (jupps, sie wurde Stein für Stein abgebaut, transportiert und wieder aufgebaut) und natürlich haben wir sie uns kurz angesehen. Aber Lake Havasu hat mich nicht so sehr gekriegt, der See war nett, aber eben nicht berauschend und die Wege nicht sonderlich lang. Überall standen Miniaturnachbauten von Leuchttürmen herum und ich weiß, wenn man Boote mag, ist das die richtige Stadt. Wir fuhren ein wenig rum, übernachteten im Windsor Inn und schauten uns am nächsten Morgen noch in der Mall um, bevor wir weiterfuhren. Aber hier müsste ich jetzt nicht noch einmal hin, obwohl sie ein Schloss haben 😉

Von Lake Havasu City ging es jetzt ein wenig chaotisch weiter, aber dazu gleich mehr. Zunächst fuhren wir ein wenig durch das Lake Havasu Wildlife Refuge, wo wir kaum Vögel sahen, dann durch das Mojave National Preserve, wo ich gerne gewandert wäre, aber das passte zeitlich nicht. Die Aussichten aus dem Auto waren aber auch schon grandios, keine Frage! Dann wollten wir eigentlich irgendwo in der Nähe schlafen, aber die von uns ausgewählte Stadt Baker hatte nur ein (absolut schlimm heruntergekommen aussehendes) Motel und der nette Mann wollte fast $150. Absolut nein und so endeten wir schließlich im Buffalo Bills Resort und Casino in Primm. Hier hatten wir zum ZWEITEN MAL während dieses Urlaubs das Vergnügen zunächst in ein schon bewohntes Hotelzimmer zu laufen (jupps, nicht einmal, zweimal und unsere Karten funktionierten immer) und bekamen danach ein Zimmer, welches nicht gereinigt worden war. Beim dritten Versuch bekamen wir dann „immerhin“ eines der renovierten Zimmer, um festzustellen, dass unter der Woche nichts in diesem Kasino offen ist, wo wir hätten essen können. Oder in der Mall nebenan, aber wir fanden dann glücklicherweise doch noch eine The Mad Greek Filiale (und ich hatte verdammt gute Quesadillas dort..).



Am nächsten Morgen war die Anfahrt zum Death Valley zwar etwas länger, aber ich war soooooo voller Vorfreude. Wenn ich wohin wollte, dann war es dieser Flecken Erde mit seiner Vielfalt an begeisternder Natur, allem voran natürlich die Salzwüsten. Erster Anlaufpunkt war wieder das Visitor Center, wo es (wie fast überall) einen tollen Film und ein nettes Museum gab. Ausgerüstet mit Kartenmaterial sahen wir uns dann ein wenig im Park um. Hier gibt es viele Zeltplätze, zwei sind sogar umsonst und so schliefen wir je eine Nacht auf diesen beiden. Was ich euch nur empfehlen kann, nachts liefen sehr viele (und laute) Esel durch unser Camp bei Wildrose und es war sehr beeindruckend, ihnen zuzuhören! Besonders spannend fand ich unsere Rundwanderung am Rande eines Vulkankraters, zwei kurze Wanderungen zu ehemaligen Boraxmienen, eine längere Wanderung durch den Gold Canyon und natürlich meine Salzwüste! Obwohl wir nicht in der heißesten Zeit da waren, es gibt kaum Schatten und die Sonne knallt, versucht somit, morgens und nachmittags zu wandern und euch mittags im klimatisierten Visitor Center (wo es keinen Kaffee gab?) etwas abzukühlen. Ich würde sofort wieder ins Death Valley fahren und die noch verbleibenden Wanderungen machen!

Da wir nicht wirklich geplant hatten, war nun Wochenende und unsere Idee, in Las Vegas zu schlafen, utopisch. Die Hotelpreise verdoppeln sich hier nicht, sie verfünffachen sich und das war einfach zu viel. Somit entschlossen wir uns, runter nach Laughlin zu fahren, wo wir für $80 ein Zimmer im Colorado Bell Resort & Casino bekommen konnten. Auch dieser Ort war mir wieder unbekannt, aber es ist ein kleines Las Vegas direkt am Colorado River und so spazierten wir etwas an diesem entlang.


Am nächsten Morgen besuchten wir zunächst einen kleinen Staudamm in der Nähe, machten einen Mittagsstop in Boulder City, wo ein riesiger Flohmarkt stattfand und begaben uns dann zu unserem eigentlichen Ziel, dem Lake Mead. Hier zelteten wir erneut eine Nacht ($20) und nutzen den Nachmittag, um den 12 Kilometer langen Historic Railroad Trail zu laufen, wo man sehr schöne Aussichten auf den See, aber leider keine schöne Sicht auf den Hoover Dam erhält. Am nächsten Morgen direkt am See sahen wir erst einmal ein paar Füchse, die wohl Lust auf Fisch hatten und fuhren zu ein paar Aussichtspunkten. Da wir auf kein Boot wollten und die anderen Wanderwege zu lang/kurz waren, fuhren wir zu den Arizona Hot Springs. Was absolut miserabel, nämlich gar nicht ausgeschildert ist, wodurch ich erst vorbeifuhr und wir dann verschiedene Wege liefen, bis es zu heiß war und wir keine Lust mehr hatten. Somit schöne Natur, wir sahen endlich ein Bighorn Sheep, aber keine heißen Quellen für uns! Stattdessen fuhren wir zurück nach Las Vegas, wo wir noch den Nachmittag mit ein wenig Shopping verbrachten und am letzten Tag dann wieder in den Red Rock Canyon fuhren.

Ich habe die einzelnen Stationen unserer Reise eher knapp abgehandelt, aber ich wollte euch hier etwas Inspiration geben, wenn ihr nach Las Vegas fliegt und vielleicht „mehr“ machen wollt. Natürlich kann man auch zwei Wochen in dieser Metropole verbringen, ich finde ja Downtown mit seinen vielen Wandgemälden (und dem Container Park) sehr nett, aber da es so viel tolle Natur direkt drumherum gibt, schnappt euch einen Mietwagen und erkundet sie! 🙂

[Reisen] Roadtrip durch den Westen der USA #1

Vor einem Monat hatte ich das Glück, gemeinsam mit meiner Mama zu einem zweiwöchigen Roadtrip durch den Westen der USA zu starten, über den ich euch nun heute und morgen etwas mehr erzählen mag. Begonnen haben wir in Las Vegas, wo man recht günstig hinfliegen kann und uns dort direkt am Flughafen ein Auto gemietet (ich nutze hierzu schon seit Jahren immer billiger-mietwagen, da sie einfach die besten Preise haben).

Las Vegas ist natürlich immer ein kleines Abenteuer an sich, da wir die schillernde Wüstenmetropole aber schon sehr oft besucht haben, sind wir erstmal nur in unser Motel gefahren. Um die horrenden Kasinogebühren zu umgehen und etwas ruhigeren Schlaf zu bekommen, haben wir etwas abseits (keine 5 Minuten mit dem Auto vom Strip entfernt) im Hotel Galaxy übernachtet. Ein etwas in die Jahre gekommenes Motel, aber da wir eh nur zum Schlafen drinnen waren, in Ordnung und morgens gab es immerhin Kaffee und Zitronentörtchen. Wir verbrachten den Abend ein wenig in der Premium Outlet Mall, wo wir etwas gegessen und uns umgeschaut haben und dann sind wir noch zu Walmart in Chinatown gefahren, um uns mit ein paar Vorräten auszustatten.


Am nächsten Morgen ging es dann schon zu unserem ersten Ziel, dem Red Rock Canyon, wo wir uns zunächst einen Nationalparkpass ($80 Dollar und ab Kauf zwölf Monate in vielen Parks in den USA gültig) zulegten und dann wieder aus dem Park zum dazugehörigen Campingplatz fuhren. Hier kann man nämlich keine Plätze reservieren, sondern muss schnell genug da sein. Das waren wir, bezahlten unsere $20 (was übertrieben ist) für einen Platz und machten uns dann mit dem Auto wieder in den Park. Im Red Rock Canyon gibt es zunächst mal ein sehr informatives Visitor Center, welches ich euch empfehlen mag und auch einen sehr schönen Shop, welcher ausgefallenere Souvenirs hat und auch nicht zu überteuert ist. Kartenmaterial für Wanderungen gab es auch und wir haben uns dann den Nachmittag gleich mal mit dem Aufstieg zum Turtlehead Peak beschäftigt. Von dort hat man eine tolle Aussicht auf Las Vegas und die endlose Weite, die Kletterei lohnt sich! Da ich die Karte falsch gelesen habe, gab es auch direkt man ein paar Höhenmeter mehr und meine Mama hat sich wacker geschlagen!

Danach fuhren wir noch ein wenig durch den Park, machten ein paar kurze (weniger als zwei Kilometer pro Rundweg) Wanderungen und genossen einfach nur die beeindruckende Natur. Wer Steine in jeglichen Farben mag, das ist euer Park! Leider haben wir aber weder Schildkröten noch wilde Esel gesehen! Abends begaben wir uns zu unserem verdammt windigen Zeltplatz, lernten von einem Parkranger noch ein paar Überlebenstipps am Lagerfeuer, machten Smores und gingen früh schlafen. Mama in meinem Zelt, da wir ihres einfach in dem Wind nicht aufstellen konnten und ich im bequemen Auto 😉 Am nächsten Morgen ging es dann früh wieder in den Park, diesmal in die Calico Hills, wo wir ziemlich alleine herumliefen. Früh sein lohnt sich, auf unserem Rückweg wurde es nämlich schon ganz schön voll! Kleiner Spoiler: da uns dieser Park so super gefallen hat, sind wir am Ende unserer Reise noch einmal hin, gemütlich zur La Madre Quelle gelaufen und die Seele baumeln lassen. Es gibt Wanderungen jeglichen Niveaus, auch Mehrtagestouren könnt ihr hier unternehmen und das alles keine halbe Stunde weg von Las Vegas! Mit gut Hunger ging es für uns dann erstmal ins Red Rock Casino zum Mittagsbuffet, welches sehr lecker war und uns $11 pro Person gekostet hat – kleiner Unterschied zu den Casinos direkt in Las Vegas und definitiv leerer.


Vom Red Rock Canyon fuhren wir dann Richtung Utah und legten einen kleinen Stop am Valley of Fire ein und was hat sich dieser gelohnt! Atzekensandstein in jeglichen Farbtönen und Formen, Wandmalereien und kleine, wunderschöne Wanderungen, die man ebenfalls wieder ziemlich für sich selbst hat, reihen sich hier aneinander. Die Sonne ging an diesem Tag leider zu früh unter, wir konnten uns nicht alles ansehen, aber hier will ich auch definitiv wieder hin! Hätte man mir gesagt, dass ich auf einem anderen Planeten bin, ich hätte es definitiv geglaubt! Da wir am nächsten Morgen schon im Zion National Park sein wollten, mussten wir aber doch noch ein paar Kilometer fahren.



Die meisten von euch werden den Namen Zion NP schon gehört haben und nicht umsonst ist dies einer der bekanntesten Parks in den USA. Wilde, unberührte Natur, hohe Berge und Canyons erwarten euch hier. Man lässt sein Auto am Visitor Centerparkplatz (kommt nicht zu spät, dann sind die Plätze alle belegt) stehen und fährt mit dem kostenlosen Shuttle durch den Park. Wieder hat man ein paar kleinere Wanderungen, die jeder machen kann zur Auswahl, sowie ein paar anspruchsvollere Touren. Wir fingen leicht an, besonders schön ist der Weg zu den Narrows sowie den Emerald Pools und am nächsten Morgen stiegen wir dann tatsächlich nach Angel’s Landing hinauf. Für mich mit Höhenangst waren die letzten Meter da wirklich nicht leicht, man klettert auf winzigen Wegen auf rutschigem Stein entlang und hat nichts als eine kleine Eisenkette zwischen sich und dem sehr tiefen Fall. Da sich Unmengen an Menschen hier heraufquetschen, dauert es echt lange und ist nervlich anstrengend, aber die Aussicht ist grandios! Nehmt euch unbedingt genug zu trinken und einen Snack mit, den ihr oben dann genießen könnt. Runter geht es dann schnell und so waren wir insgesamt denke ich knappe drei Stunden unterwegs! Da die Hotels im/beim Zion NP sehr teuer sind, haben wir im Zion Hotel in La Verkin (20 Minuten mit dem Auto) geschlafen und ein gigantisches Zimmer mit zwei Kingbetten gehabt.

Von Zion ging es weiter Richtung North Rim des Grand Canyon, wo wir beide ebenfalls noch nie gewesen sind. Die Südseite kennen wir recht gut und auch unten im GC waren wir schon, aber der Norden ermöglicht wieder eine komplett neue Aussicht und so war ich sehr gespannt! Da dies aber doch ganz schön weit war, machten wir einen Zwischenstop in Kanab. Von diesem Ort hatte ich bis dato noch nie etwas gehört, aber hier wurden in der Vergangenheit viele Western gedreht und so gibt es nicht nur ein gutes Visitor Center, sondern man fühlt sich wirklich wie in einer Filmkulisse mit recht alten Häusern. Wir besuchten das kostenlose Museum, wo wir eine tolle Tour von einer sehr begeisterten Historikerin bekamen und dann gab es noch sehr gutes mexikanisches Essen bei Escobar’s und unsere Übernachtungsmöglichkeit, das Rodeway Inn, war ebenfalls in Ordnung. Erneut sehr viel günstiger wie alles, was näher am Grand Canyon lag. Da wir noch ein wenig laufen wollten, kletterten wir zu ein paar Dinosaurier-Spuren (diesen und noch mehr Trails mit Maps bekommt ihr im Visitor Center empfohlen) und ach, so was macht mich glücklich! Kanab, ich wusste nichts von deiner Existenz, aber ich hatte tolle 15 Stunden in dir!


Am nächsten Morgen ging es dann direkt zum nördlichen Rand des Grand Canyon und wir wurden nicht enttäuscht! Wunderbare Aussichten, kleine, gut angelegte Wanderwege und nur wenige Menschen erwarteten uns. Statt all dem Gedränge auf der anderen Seite kann man hier wirklich alleine in Ruhe sitzen und die Aussicht genießen. Was wir dann den ganzen Tag über taten und eben die kleinen Wanderungen mitmachten. Ich wurde gefragt, welche Seite mir besser gefällt und ganz ehrlich, ich kann da nicht wählen. Aber da es so viel ruhiger und entspannter auf der nördlichen Seite war, würde ich wohl lieber wieder hierher fahren und ein der Mehrtagestouren wandern, die von hier losgehen. In spätestens neun Jahren sollte das dann geschehen, wenn ich meinen aktuellen Rhythmus beibehalte 😉

Morgen geht es dann mit Teil 2 weiter, wir haben wirklich viel gesehen und sind viele, viele Kilometer gefahren. Für mich als „Langsamreisende“ war das absolut überwältigend, aber da meine Mama eben nicht mehr Urlaub hatte, haben wir das Beste daraus gemacht und uns eben alles angesehen, was wir sehen wollten. So wissen wir auch, wo wir wieder hinwollen und was man eher lassen könnte. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich alles Nationalparks wunderbar fand, die wir uns angesehen haben! 

[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke aus Mexiko!

Auch wenn ich in Mexiko meist etwas verstört angesehen werde, wenn ich sage, dass ich weder Fleisch noch Fisch esse, ist die lokale Küche wunderbar vegetarierfreundlich. Die Angst, dass ich nicht satt werde, habe ich den meisten Restaurant- bzw Straßenstandbesitzern in Baja California mittlerweile auch genommen und da ich mich gut durch den Tag futtere, dachte ich mir, gebe ich euch doch einen ersten Einblick, bevor es jetzt in eine andere Region des Landes geht. Gut, viele Spezialitäten, die sich hier um Fisch und Meeresfrüchte drehen, konnte ich nicht probieren, aber ich hatte zum Beispiel verdammt gute Veggie-Tacos, welche einfach mit Avocado aufgepeppt wurden!

Als erstes Frühstück (und danach war ich ewig satt) ging es in Tijuana zu Los Chilaquiles, wo ich natürlich Chilanquiles (einmal mit Kaktus, einmal mit Bohnen & Mais) gefuttert habe. Dass es Ei dazugab, kam überraschend und wurde später vor der Tür an jemanden anderen weitergegeben, aber probieren solltet ihr Chilanquiles unbedingt mal, wobei man so eine Portion auch getrost zu zweit essen könnte! In Tijuana wurde übrigens auch der Caesar’s Salat erfunden und so habe ich ihn dort in abgewandelter, vegetarischer Form probieren können. In wunderbar, sehr alt-italienisch anmutendem Ambiente, wird der Salat direkt vor den eigenen Augen zubereitet, das dazu gereichte Brot war göttlich und unsere Taco-Suppe, die ich nicht fotografiert habe, war ebenfalls grandios. Eigentlich wollte ich ja nichts „allzu touristisches“ machen, im Nachhinein bin ich aber sehr glücklich, dass mich mein Couchsurfinghost hierhin geschleppt hat. Agua de Jamaica ist nichts anderes als kalter Hibiskus-Tee mit Zucker und ich LIEBE es! Es ist süß, aber auch herb, sehr erfrischend und glücklich machend; am liebsten trinke ich es nachmittags, wenn ich etwas ohne Koffein brauche. Panaderias (mexikanische Bäckereien) sind definitiv meine Lieblingsorte, wenn es darum geht, schnell etwas zu essen zu finden. Eine kleine Auswahl seht ihr im nächsten Bild:

Ob das süße Pan de Muerto, welches überall in Mexiko etwas anders zubereitet wird, diesen Keks mit Zitronenzuckerguss, einen gigantischen Kokos-Schokodonut oder dieses Schoko-Mürbeteiggebäck, ich habe alles mit absoluter Begeisterung verzerrt und würde sofort wieder! Was ich besonders gerne mag, ist, dass man sich in der Bäckerei ein Tablett mit Zange schnappt und dann durch die Regale läuft und sich aussucht, was man haben will. Dann geht es zur Kasse und meist bezahle ich 2-3 Euro für einiges an Backware! Auf Kalorien sollte man hier aber nicht unbedingt achten 😉

Tamales sind mein liebstes Street-Food, besonders gerne gefüllt mit süßem Mais oder auch in der Erdbeer-Ananas-Variante, welche ich neu kennengelernt habe. Den Champurrado, welchen ich dazu trank, habe ich leider nicht im Bild: das ist ein eher dickflüssiger heißer Drink aus Maiswasser und Schokolade. Schmeckt dank Zimt wie Weihnachten! Schnell in meinem AirBnB ohne richtige Küche zubereitet habe ich mir Tacos mit Hummus, Salat und Avocadosalsa, wo dann noch Unmengen an frischer Petersilie drüberkam – sooooooo gut! Davon gab es dann meist drei pro Mahlzeit und ich war dicke satt. Ensenada hat sehr viele, hipstereske Coffeeshops, welche aber dankbarerweise nicht nur nett aussehen, sondern auch guten (Eis-)Kaffee machen und so habe ich jeden Tag ein anderes Café ausprobiert. Besonders gut gefiel mir das Casa Antigua, solltet ihr in der Ecke sein! Da sitzt man wunderbar und der Kaffee ist richtig lecker!

So schnell gehen 1,5 Wochen an der Westküste von Mexiko rum und jetzt habe ich zum Glück noch 13 Tage, um mich durch Mexiko City zu futtern. Wobei diese definitiv nicht ausreichen werden, meine Liste, wo ich überall essen mag, ist schon viel zu lang und dann gibt es ja auch noch zig Orte, die ich einfach so unterwegs entdecken werde. Hachje, ich brauche noch 2-3 Mägen. Wenn wer Mexico City-Tipss hat (gerne auch nichtkulinarischer Natur), gerne her damit! 🙂

Sunday again.

[Gesehen] Grey’s Anatomy; Outlander

[Gelesen] Unizeugs

[Gehört] Podcasts (Nilam, Tim Ferris); meine Waking Up with Sam Harris-Meditation

[Getan]  gefühlt durch jede Straße in Ensenada gelaufen und das Leben in Baja California genossen; zurück nach Tijuana gefahren, denn heute Nacht geht es endlich nach Mexiko City!

[Gegessen] Pan de Muerto; Tortillas mit Hummus, Salat & Avocadosalsa; Veggie Tacos; Kekse; Apfeljoghurt mit Banane; Reis mit Gemüse und Bohnen

[Getrunken] Wasser mit Limette & Chiasamen; (Eis-)Kaffee; Chai Frappe; frischgepressten Orangensaft; Granatapfelsmoothie

[Gedacht] jupps, Mexiko ist absolut meines!

[Gefreut] heute Nacht geht es nach Mexiko City!

[Geärgert] meine Nachbarn hier waren ganz schön laut

[Gewünscht] erholsamen Schlaf, ich wache jeden Morgen so müde auf, als hätte ich gar nicht geschlafen

[Gekauft] Lebensmittel; AirBnB; Busticket nach Tijuana

[Personal] 1000 Fragen an dich selbst-Projekt #42

Einen schönen Samstag wünsche ich euch und habe direkt die nächsten zwanzig Fragen und Antworten aus dem 1000 Fragen an dich selbst-Projekt von Johanna für euch. Diese Woche war etwas stressig und so hatte ich wenig ruhige Minuten, um mich intensiv mit den Fragen zu beantworten.

821: Wie gut gedeihen Pflanzen bei deiner Pflege?
Meine Kakteen (der 3-er Pack von Ikea) hat schon ein paar mal geblüht, sonst habe ich aber keine Pflanzen, da ich immer unterwegs bin (und auch keine Wohnung habe, wo ich die Pflanzen hinstellen könnte). Hätte ich welche, würde ich aber wohl dazu neigen, zu vergessen sie zu gießen und sie somit leider einen vorzeitigen Tod sterben zu lassen.

822: Fühlst du dich auf einem Campingplatz wohl?
Die überraschende Antwort ist immer noch nein, ich bin kein Mensch, der camping sonderlich toll findet. Aber ich fühle mich nicht mehr fremd, da ich eben auf genug Zeltplätzen in diesem Jahr war und weiß, wie der Hase so läuft.

823: Ist es wichtig für dich, was andere Leute von dir denken?
Absolut nicht. Hier habe ich schon vor langer Zeit gelernt, dass es im Endeffekt nur darauf ankommt, was ich von mir denke.

824: Wie heißt dein Lieblingszitat?
Ich könnte nach großen Worten googlen, aber ganz ehrlich mein Lieblingszitat ist ein Satz von unbekannt: life is stranger than fiction. Stimmt nämlich einfach.

825: Gehst du gern auf Flohmärkte?
Es geht, wenn ich an einem vorbeikomme, laufe ich mal drüber, aber geplant gehe ich selten auf Flohmärkte. Als Verkäufer hat es sich für mich noch nie sehr gelohnt, da kann ich meine Zeit besser verbringen und als Käufer..brauche ich aktuell einfach nichts.

826: Traust du dich, als Erste auf die Tanzfläche zu gehen?
Jupps, das musste ich in der Vergangenheit schon so häufig tun, da denke ich gar nicht drüber nacht. Passt ja auch wieder dazu, dass es mir sehr schnuppe ist, was andere Menschen von mir denken, wenn ich eine gute Zeit habe.

827: Welches Musical hast du zuletzt gesehen?
Musicals sind so gar nicht meines, ich war in meinem Leben auch nur einmal in Starlight Express, da war ich vielleicht 13 oder so. Letztes Jahr in New York konnte ich mich irgendwie auch nicht überwinden, ich gehe einfach lieber ins Theater oder in die Oper.

828: Wie viele Höhen und Tiefen gibt es in deinem bisherigen Leben?
Eine Nummer habe ich da nicht, mein Leben ist kein sehr konstanter Zustand, sondern geht ständig hoch und runter.

829: Wann hast du zuletzt zusammen mit anderen gesungen?
Wir hatten im Juni eine Weihnachtsfeier mit anderen Wanderern (PCT Hiker sind komisch *g*) und da wurden natürlich auch ei paar Lieder gesungen.

830: Worüber machst du dir derzeit Sorgen?
Über nichts, was mich betrifft, aber einige wichtige Personen in meinem Leben habe gerade leider einige Probleme.

831: Was war das größte Wagnis, das du jemals eingegangen bist?
Ich bin um die halbe Welt geflogen um bei jemandem einzuziehen, den ich nur drei Tage in der Realität kannte. Verrückt, aber hey, ich habe ein paar Monate in Australien gelebt 😉

832: Was ist die wichtigste Lektion, die du für dein Leben gelernt hast?
Mach das, was dich glücklich macht und nicht, was andere Leute als (dein) Glück sehen.

833: Hast du einen Traum, der immer mal wiederkommt?
Sogar ein paar, manche kommen ein paar Tage direkt hintereinander, dann wiederum habe ich andere, die ich schon seit Jahren so 2-3 Mal im Jahr habe. Mein Unterbewusstsein ist wohl immer noch stark dabei, diese Dinge zu verarbeiten.

834: Führst du manchmal verrückte Tänze auf, wenn dich niemand sieht?
Habe ich früher häufiger, in letzter Zeit aber kann ich mich so gar nicht daran erinnern.

835: Bei welcher Hausarbeit bist du froh, dass ein Gerät dafür erfunden wurde?
Der Staubsauger, ich finde nämlich, dass (zumindest ich) mit einem Besen den Staub und Dreck nur aufwirbele und verteile. Aber auch ein Mixer ist eine großartige Erfindung für faule Menschen wie ich einer bin.

836: Wie heißt deine Lieblingsinsel?
Ohne Frage ist das Vancouver Island, wobei ich die Färöer Inseln auch sehr ins Herz geschlossen habe.

837: Welches Gehirntraining machst du?
Kein spezielles, ich mag Sudokus und lerne Spanisch, mein Gehirn hat also was zu tun. Kreuzworträtsel (das go-to Gehirntraining?) mache ich nur sehr selten, wenn ich mal in einer Zeitung über sie stolpere.

838: Welches Thema würdest du wählen, wenn du eine Mottoparty feiern würdest?
Ich bin absolut kein Mottoparty-Typ und finde das immer eher schwierig. Müsste ich eines wählen, wäre es wohl „come as you are“.

839: Welcher Traum ist unlängst geplatzt?
Gerne wäre ich den Pacific Crest trail komplett gelaufen, aber das hat zeitlich nicht funktioniert. Wobei der Traum nicht „geplatzt“ ist, sondern eben in zwei Teilen erfüllt wird, ich denke da nicht negativ drüber.

840: Redest du unbefangen über Geld?
Jupps, da es einfach keinen großen Stellenwert in meinem Leben hat. Wenn jemand wissen will, was ich so verdiene, ausgebe, auf dem Konto habe.ich habe da bei Familie/Freunden etc überhaupt kein Problem mit.

Ihr seht, meine Antworten waren heute auch nicht allzu lang. Aber wenn ihr mögt, freue ich mich natürlich, eure Antwort auf eine der Fragen zu erhalten.

[Beauty] Reparaturcreme mit Avocado-Öl für die Haare von Nature Box!

Vor ein paar Wochen bekam ich ein prall gefülltes Paket mit Produkten der neuen Haar- und Körperpflegemarke Nature Box zugeschickt (gibt es bei DM zu kaufen). Ich freue mich schon wahnsinnig darauf, mich durch die unterschiedlichen Pflegeserien (Avocado, Kokosnuss, Mandel, Macadamia und Aprikose) zu testen; da ich aber noch im Ausland bin, brachte mir Mama immerhin schon mal ein Produkt mit, als sie mich besuchen kam. Die Auswahl fiel mir verdammt schwer, aber da meine Haare im Moment leider sehr kaputt sind und nur so nach Pflege schreien, entschied ich mich schließlich für die Reparaturcreme mit Avocado-Öl (150ml für 4,95 bei dm-online).

Die Pflegeserie Avocado soll das Haar reparieren, vor Spliss schützen und intensiv pflegen. Drinnen stecken 100% kaltgepresstes Avocado-Öl, welches dank seiner wertvollen Vitamine und Antioxidantien diesen Job erledigen soll. Gleichzeitig wird auf Silikone, Parabene und künstliche Farbstoffe bei diesem veganen Haarprodukt verzichtet, was genau nach meinem Geschmack ist. Weniger Mist, mehr hochwertige, natürliche Pflege bitte! Die Haare sollen nicht nur besser aussehen und sich gesünder anfühlen, sondern auch leichter zu kämmen sein. Was bei meinen mittlerweile doch seeeeehr langen (ich muss dringend zum Friseur) und dünnen Haaren ebenfalls ein Pluspunkt ist.

Die Reparaturcreme kommt in einem praktischen Pumpspender daher, welcher sich auch wieder verschließen lässt. Wichtig, da ich im Moment am Reisen bin und es wirklich nicht gebrauchen kann, wenn mir etwas im Koffer ausläuft. Man kann das Produkt entweder unter der Dusche anwenden (30 Sekunden einwirken lassen und dann ausspülen) oder ins handtuchtrockene Haar einmassieren und es drinnen lassen. Habe ich beides ausprobiert, aber ich nutze die Creme am liebsten als Overnight-Treatment, wenn ich am nächsten Morgen sowieso Haare waschen mag. Was daran liegt, dass sie meine feinen Haare eben doch beschwert und ich dieses Haargefühl nicht so sehr mag.

Die Konsistenz der Creme ist einer leichten Bodylotion sehr ähnlich, ich verteile 3-4 Pumpstöße in meinem Haar und das meiste Produkt wird nur so aufgesogen. Ein wenig liegt das restliche Produkt aber doch auf, wobei meine Haare nicht fettig, aber etwas nass/dunkler aussehen. Den Geruch empfinde ich als angenehm, es riecht nach typischer Haarpflege, leider nicht nach Avocado. Ich beziehungsweise meine Haare bekommen etwas mehr Textur, sollte ich (nachdem ich sie angewendet habe also doch noch einmal rausüssen), hält mein Dutt definitiv besser.

Meine „sich ungeliebt gefühlten“ Haare haben sich, seit ich die Creme benutze, doch tatsächlich verändert. Meine Spitzen sind zwar immer noch trocken, aber sie sehen besser aus und fühlen sich auch besser an. Wichtiger aber sind meine restlichen Längen, die viel mehr glänzen, sich gut durchkämmen lassen und nicht mehr ganz so schlapp und traurig herunterhängen. Wenn ich meine Haare nach Anwendung der Creme am nächsten Morgen gewaschen und luftgetrocknet habe, haben sie definitiv mehr Volumen und sind griffiger. Dieser Effekt hält einige Tage an, ich nutze die Creme im Moment einmal die Woche, da ich meine Haare nicht überpflegen und auch nicht so oft waschen mag und das scheint ein guter Rhythmus zu sein. Auf eine Haarkur/-maske etc. kann ich komplett verzichten, ich habe im Moment nur Shampoo und Spülung unter der Dusche. Und wenn mir da doch mal etwas fehlt, kann ich das Produkt ja auch unter der Dusche als Extrapflege verwenden, praktisch!

Meine erste Nature Box-Erfahrung ist dank dieser Avocado-Creme sehr positiv und macht mich nur noch neugieriger, all die anderen Produkte auszuprobieren, die ich noch bekommen habe. Nach Monaten mit entweder fester Seife oder den Proben, die ich in den verschiedensten Hotels bekommen habe, ist das mal wieder was anderes und ich fühle mich ein wenig wie ein Kind im Süßigkeiten-Laden (die Sorten klingen aber auch alle so lecker). Habt ihr schon etwas von Nature Box ausprobiert? Wenn ja, was und wie hat es euch gefallen?