[Lesenswert] Hunger – Roxane Gay

Die Schriftstellerin Roxane Gay kannte ich bisher primär von Kurzgeschichten und ihr Buch „Bad Feminist“ steht auch schon länger auf meiner to-read Liste. Somit war ich natürlich sofort angefixt, als ich ihr anderes Buch Hunger. A Memoir of (my) Body in meiner House-Sitting-Wohnung fand. Buch geschnappt, an den Pool gelegt und fast vergessen, ins kühle Nass zu springen, so gefesselt war ich!

Worum geht’s Roxane beschreibt in diesem Werk enorm schmerzhaft, wie sie als Teenager von einer Gruppe Nachbarjungen vergewaltigt wurde und danach ihren Körper als Schutzschild benutzt. Um effektiv nicht für Männer attraktiv zu sein, beginnt sie zu essen und zu essen, was sich natürlich auf ihre Beziehung zur gesamten Außenwelt und zu sich selbst auswirkt.

Wie ist’s Es berührt. Es tut weh. Es ist unglaublich gut geschrieben und fesselt einen. Roxane Gay hat eine klare, leicht zu lesende Art, doch hinterlassen ihre Sätze Wirkung. Das Buch besteht aus vielen, sehr kurzen Kapiteln, sodass man es aus der Hand legen könnte, aber man will nicht. Man will wissen, wie es in ihrem Leben weitergeht, was passiert, welche positiven und negativen Erfahrungen sie macht. Wenn man am Ende ist, hallt das Buch nach, ich wollte sofort mehr von ihr lesen, denn ich habe das Gefühl, die Autorin nun auf eine sehr intime, ehrliche, ungeschönte Art zu kennen; ein Gefühl, wie man es mit Freunden in der Realität hat.

Zwar fokussiert sich das Buch auf das Thema „Essstörung“, aber es bietet doch viel mehr. Es ist ein coming of age-Roman einer jungen Frau, die äußerlich nicht dazu passt/passen will, die mit ihrer Identität, ihrer Sexualität, ihrem „Ich“ kämpft, zweifelt und stärker aus diesen Momenten hervorgeht. Es ist die Geschichte einer starken Frau, die nicht stark sein wollte, sondern nur versuchte, für den Rest der Gesellschaft unsichtbar zu werden. Was aber einfach nicht funktioniert, wenn man so gut schreiben kann.

Absolute Lese-Empfehlung! Ich hatte das Buch an einem Nachmittag durch, da ich es einfach nicht aus der Hand legen konnte und werde definitiv alles, was ich von Roxane Gay in die Finger bekomme, lesen. Ihr Schreibstil ist inspirierend, ihre „Stimme“ außergewöhnlich und sie mir einfach wahnsinnig sympathisch, so.

Habt ihr dieses oder ein anderes Buch/andere Kurzgeschichte von ihr schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen, ist wer ähnlich begeistert? 🙂

[Beauty] Aloe & Collagen Tuchmasken von TheYeon

Durch Zufall habe ich in einem kleinen, zuckersüßen Hautpflege-Store in Kuala Lumpur die koreanische Marke TheYeon und ihre natürlichen Tuchmasken entdeckt. Ihr simples Design hat mich gekriegt, da man hier einfach mal reduziert gezeigt bekommt, was in der Gesichtsmaske drin ist und nicht zig verschiedene Inhaltsstoffe präsentiert bekommt. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Sorten (bei Amazon könnt ihr alle zwölf Sorten in einem Set für nur 12€ ausprobieren!) und ich hatte wirklich eine schwere Zeit, mich zu entscheiden.

Da ich aber noch andere Marken ausprobieren wollte, konnte ich mich am Ende auf die zwei Sorten Aloe und Collagen festlegen, die ich euch nun etwas genauer vorstellen mag. Aber auch Gurke, Rose, Grüner Tee, Lotus und Hallabong (ich habe keine Ahnung, was das für eine Frucht ist), haben mich seeeeehr angemacht und für knapp 1.80€ pro Maske kann man auch nicht meckern.

Man wird ja nicht jünger *hust* und auch wenn ich immer noch wesentlich jünger geschätzt werde, irgendwann wird das vorbei sein. Bis dahin gibt es aber noch viele Gesichtsmasken mit Kollagen, um geschmeidige, elastische Haut zu bekommen. Ich überlege ja schon länger, Kollagen von innen wirken zu lassen, falls da wer Erfahrung hat, was man da am besten nimmt, gerne her damit! Die Gesichtsmaske nun ist enorm getränkt, wodurch man auch genug Produkt für Hals und Oberkörper hat. Sie ist für mein Gesicht 1-2 Zentimeter zu klein, aber gut, verreibe ich an den Stellen eben einfach mehr Serum (davon befindet sich genug in der Packung, einfach raus schütten).

Nach 20 Minuten Einwirkzeit ist die Maske recht trocken, ich nehme sie ab, meine Haut hat nicht gereizt reagiert und reibe die restliche Flüssigkeit ein. Was gut funktioniert und kein ekliges „meine Poren können nicht atmen, da liegt was auf der Haut“-Gefühl hinterlässt. Am nächsten Morgen strahlt meine Haut, sieht frisch aus und die Trockenheitsfältchen sowie andere leichte Fältchen sind definitiv weniger geworden.

Aufgrund der starken Sonneneinstrahlung will ich meiner Haut wenige Tage später aber noch mehr Extrapflege gönnen und greife zur Aloe Tuchmaske. Diese soll Feuchtigkeit spenden und beruhigen und meine Haut liebt diese Pflanze einfach sehr! Auch hier ist die Maske wieder enorm getränkt, bisschen zu klein, aber mit so viel Extraserum in der Packung, dass ich genug zum Auftragen habe.

Nach schon 15 Minuten ist die Maske trocken, meine Haut hat tatsächlich alles aufgesaugt, was zeigt, wie sehr sie nach Feuchtigkeit gejapst hat (dabei sah sie gar nicht so trocken aus..). Roch die Kollagenmaske eigentlich nur nach Pflege, nehme ich hier einen leichten Aloe-Geruch wahr und bin sehr angetan, da er eben nicht künstlich-überdröhnend ist, sondern eher simpel. Meine Haut fühlt sich am nächsten Morgen super an, sieht prall und gut mit Feuchtigkeit gepflegt aus und auch hier habe ich keinerlei Hautirritation.

Man kann – laut Hersteller- täglich eine der zwölf Masken anwenden und seine Haut somit mit Pflege zuknallen. Für mich (und meine akneanfällige Mischhaut) wäre das zu viel des Guten, aber ich bin von beiden Masken sehr angetan und kann mir gut vorstellen, hier in Zukunft weitere Sorten (aber nicht mehr als 2 pro Woche) auszuprobieren. Endlich mal wieder ein Blindkauf, der mich begeistert! 🙂

Kennt ihr die Marke TheYeon zufällig schon? Wer ist noch so ein kleiner Sucker für koreanische Gesichtspflege? 🙂

[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke aus Malaysia & Singapur!

Kleiner Disclaimer vorneweg: Malaiische & singapurische Küche ist nicht sehr vegetarier-freundlich, da die meisten Gerichte Fleisch und/oder Fisch beinhalten. Wenn man dann eigentlich noch vegan bevorzugt, hat man wie ich echt ein Problem, denn Eier sind gefühlt überall drinnen. Somit habe ich die letzten Wochen in Malaysia meist indisch gegessen und tue das aktuell ebenfalls in Singapur (praktisch ist, dass ich nur 15 Minuten zu Fuß von Little India entfernt wohne!). Da ich die indische Küche liebe, bin ich natürlich im Paradies!

Typisch für Malaysia ist Roti Canai, ein fluffiges, indisch inspiriertes Brot, welches wirklich verdammt gut ist. Dies könnt ihr dann eher herzhaft mit Linsen und scharfer Soße bekommen, aber auch mit Zucker, Banane oder Schokolade. Ich LIEBE es, ein perfekter Snack für den kleinen Hunger zwischendurch. Ein südindisches Veggie-Thali auf Bananenblatt habe ich mir in Melaka gegönnt (bei Selvam) und bekam immer noch mehr Nachschub. Da es sehr gut war, habe ich mich wirklich etwas überfuttert. Wenn es in Malaysia zu heiß ist, lohnt ein kurzer Abstecher zu McDonalds, da die McSundaes mit Matcha wirklich lecker sind. Lustig ist: ich war in drei Städten bei McDonalds, bestellte immer ein Eis, bezahlte ein Eis und bekam zwei, obwohl keine Promotion stattfand 😉 Im Sikh Tempel in Melaka kann man kostenlos zum vegetarischen Mittagsbuffet gehen und oh, ich hatte eine tolle Zeit! Leckeres, nordindisches Essen und so viele, nette Menschen, die sich mit mir unterhalten haben!

Diese süße Bohnensuppe vom Straßenstand war genial, denn ich hatte noch nie solch einen Geschmack im Mund. Würde ich sofort wieder essen; genau wie Roti Canai, welches ihr hier erneut seht. Das gab es bestimmt 5-6 Mal! Green Tea McFlurry gibt es auch, aber irgendwie ist das so viel Eis und zu wenig Grüntee, da sind die McSundaes besser. Und ein weiteres indisches Thali, wobei mir hier das Brot gefehlt hat und ich doch fast nicht satt geworden bin 😉

Weiter geht es nach Singapur, wo ich doch wirklich gekocht habe, aber ich war einfach zu faul, abends nochmal den Berg hinunterzulaufen. Es gab Couscous mit Gemüse, schnell in der Pfanne in einer süß-sauren Soße angebraten. Zum Frühstück gab es dann beim Inder Vada und Pogal, was einen dann gleich bis zum Abendessen satt macht! Nach der Lichtershow fand ich doch tatsächlich meinen Eismann wider, der vor zwei Jahren ebenfalls schon sooooo gutes Grüntee-Eis hatte. Und in einem meiner liebsten Restaurants gab es dann ein gigantisches Masala Dosa, welches ich jetzt schon wieder essen könnte – die Kartoffeln oben mittig sind mit die besten, die ich je in meinem Leben hatte!

Meine Nachbarin hier trinkt nur Kokoswasser, ich bekomme dann die Reste der Kokosnuss zum Essen 🙂 Kaya, endlich mal was typisch Singapur, habe ich auch wieder ausprobiert, aber dieser Brotaufstrich aus Kokosnuss, Zucker und Ei ist enorm süß und einfach nicht wirklich meines. Isst man hier zum Frühstück mit Toast, was ich jetzt eben auch mache. Im Supermarkt stolperte ich dann noch über Kitkat Popcorn (in Malaysia hatten sie Milchtee) und nahm diese mich von ihrer Verpackung her enorm ansprechende Sojamilch mit! Kann ich in der Wohnung jetzt auch Kaffee mit Sojamilch trinken 🙂

Wenn ihr einen vegetarischen Tipp für Singapur habt, welcher sich nicht um indisches Essen dreht, gerne her damit! Am liebsten natürlich weder westlich inspiriert noch teuer! Wobei es immer noch einige Restaurants in Little India gibt, die ich nicht kenne..aber ich habe ja auch noch ein bisschen Zeit!

[Beauty] Rania Gold Serum von SAFI – Shopping in Malaysia

Natürlich ging es auch in Malaysia für mich das ein oder andere Mal zum Stöbern und Kaufen (hier mein kleiner Haul) in die Drogerie und das besonders gerne zu Watsons. Die Kette kenne ich schon von Bangkok und Singapur und mag die Auswahl, insbesondere bei Tuchmasken, sehr. Da ich ein neues Gesichtsserum brauchte, durfte am Ende das Rania Gold Serum von SAFI (6€ für 50ml) mit und ich habe es die letzten drei Wochen nun täglich morgens und abends aufgetragen.

Ich hatte bisher null Erfahrung mit Gold in meiner Gesichtspflege und war somit neugierig, was diese kleinen, im Serum schwimmenden 24 Karat-Flakes, denn so können. Drinnen ist ebenfalls noch Honig sowie Hyaluronsäure und das Serum soll 24 Stunden Feuchtigkeit spenden. Die Verpackung passt übrigens super zu all den schicken Shopping Malls in KL, wo es nur so funkelt und glitzert.

Der Behälter ist aus Plastik, was im Moment praktisch ist, da ich am Rumreisen bin (und er somit nicht im Gepäck zerbrechen kann) und man so einiges an Gewicht einspart. Zunächst muss ich aber meckern, denn nachdem ich das Serum ausgepackt hatte, war der Behälter locker zu 40% leer, also nie im Leben habe ich da 50ml bekommen und einfach verpufft auf dem Nachhauseweg ist das auch nicht. Was also doch leichter Betrug ist und somit würde ich schon aus Prinzip nicht noch einmal bei der Marke zuschlagen. Außer natürlich, das Serum hätte mich absolut umgehauen.

Ich habe es nun morgens und abends nach der Reinigung aufgetragen und kann sagen, die Öffnung ist super, da man immer einen Tropfen herausbekommt, welcher für Gesicht & Hals ausreicht. Die Goldflocken zerreibt man einfach, das Serum ist leicht, nicht klebrig, liegt nicht auf der Haut auf, sondern zieht schnell und komplett ein. Das Hautgefühl danach ist angenehm, erfrischt und meine anschließende Pflege (Augen-, Gesichts- und Sonnencreme) lassen sich ebenfalls gut in die Haut einarbeiten.

Nach einem ganzen Tag in der Sonne nutze ich es abends erneut, hätte hier aber gerne mehr Pflege und finde das Serum leider zu leicht. Für morgens gefällt es mir, aber abends will ich mehr. Da ist es mir einfach nicht reichhaltig genug, da ist nichts mit Anti-Aging und auch leichte Trockenheitsfältchen werden nicht ausgeglichen. Morgens sieht meine Haut in Ordnung aus, aber eben nicht enorm erfrischt und strahlend, wie ich das von anderen Gesichtsseren & -öls gewohnt bin. Also, insgesamt war es spannend, mal eine komplett neue Marke auszuprobieren und ich werde das Serum natürlich weiter benutzen, da meine Haut gut damit zurechtkommt. Aber eben nur noch morgens und abends suche ich mir dann einen reichhaltigere, tieferwirkende Pflege!

Habt ihr schon in der malaiischen Drogerie geshoppt? Wenn ja, welche Marke könnt ihr denn empfehlen? Aktuell bin ich wieder für einige Zeit in Singapur und werde natürlich hier auch noch ein paar Streifzüge unternehmen – falls wer eine Empfehlung hat, was asiatische Gesichtspflege betrifft, nur her damit!

Sunday again.

[Gesehen] nur bisschen Youtube, keine Zeit.

[Gelesen] The Understudy – David Nicholls

[Gehört] To live and die in LA Podcast

[Getan] meine private Insel nahe Tioman genossen; Melaka erkundet; in einem Sikh Tempel supergut gegessen & tolle Gespräche gehabt; nach Singapur gefahren und ein Hundetier bespaßt

[Gegessen] indisch, indisch & nochmal indisch – meist Gemüsecurry, Dhal, Naan & Rice

[Getrunken] Kopi Ais; kalten Schwarztee mit Kondensmilch

[Gedacht] wow, ich habe meine erste „blöde“ Nachbarin, normalerweise habe ich immer Glück mit netten Mitmenschen, aber Singapur ist speziell.

[Gefreut] eine liebe Freundin wiedergetroffen & ihr Obdach geben können

[Geärgert] ich stand ewig an der Immigration nach Singapur & dann fuhr mein Bus ohne mich weiter, was ziemlich doof war

[Gewünscht] dass die blöde Nachbarin die nächsten 2,5 Wochen einfach mal in den Urlaub fährt 😉

[Gekauft] Hostel, Busticket & Lebensmittel..oh nee, eine zweistündige Massage gab es am Ende des Malaysia-Trips auch noch!

[Lesenswert] The Understudy – David Nicholls

Manchmal passen Bücher und Umgebung einfach nicht zusammen. So erging es mir zumindest Anfang der Woche, als ich auf meiner einsamen Insel lag und eigentlich Dostojewski lesen wollte. Aber bei Strand, Sonne, Meer und Hängematte ging das einfach nicht. Somit suchte ich in der öffentlichen Bibliothek vor Ort und fand eine seicht klingende Urlaubslektüre, nämlich The Understudy von David Nicholls. Ich habe von ihm schon One Day sowie US gelesen und war gespannt, worum es in diesem Buch gehen würde, da ich den Titel noch nie gehört hatte.

Worum geht’s Stephen, Namensvetter eines berühmten Schauspielers, versucht schon seit Jahr(zehnt)en, einen Fuß in die Tür der Schauspielwelt zu bekommen. Aber irgendwie reicht es immer nur zum Komparsen, besonders gerne als Leiche, oder eben wie aktuell als Ersatz am Theater, wenn der Hauptdarsteller ausfallen sollte. Was besagter Josh aber nie tut. Aber nicht nur im Berufsleben mag es nicht klappen, Stephen hat gerade eine Scheidung hinter sich und ein nicht gerade einfaches Verhältnis zu seiner Tochter. Als Hauptdarsteller Josh (eine kleine Berühmtheit) ihn schließlich zu einer Party einlädt, hofft Stephen, wichtige Kontakte knüpfen zu können, lernt jedoch Josh’s Frau Nora kennen und ist fasziniert.

Wie ist’s Genau wie eine Strandlektüre sein sollte! Einfach zu lesen, die Story baut sich gut auf, man erhält genug Infos über die Charaktere, um mitfühlen zu können und will wissen, wie es weitergeht. Dazu hat Nicholls einen teilweise sehr schwarzen Humor, welcher mich ein paar Mal zum laut Auflachen gebracht hat. Vorhersehbar ist die Story zwar, ein paar überraschende Wendungen gibt es allerdings auch, die es spannender machen – aber gleichzeitig bleibt es seicht und nett, man kann die Geschichte lesen, ohne sich riesige Gedanken zu machen. Ich habe sie an einem Tag durchgelesen, wobei ich immer wieder Schwimm- & Schnorchelpausen gemacht habe, da man nach einer Lesepause auch leicht wieder in die Story reinkommt.

Nachdem ich durch war, habe ich es gleich einer anderen Touristin in die Hand gedrückt, welche ebenfalls leichte Strandunterhaltung gesucht hat. Denn genau dafür würde ich es empfehlen, wer „mehr“ will wird hiermit definitiv nicht glücklich werden.

Habt ihr schon etwas von Nicholls gelesen? One Day war ja enorm gehyped, was ich nie so verstanden habe, da ich es auch nur „ok“ fand, denn die Stories werden für mich immer nur durch den Humor des Autors getragen. Aber ich will gar nicht meckern, für meinen Inseltag war es eine passende Lektüre und ich hatte Glück, dass ich es dort überhaupt gefunden habe!

[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke aus Singapur!

Zwar war mein Singapur-Zwischenstop nur etwa eine Woche lang (ich bin aber in wenigen Tagen wieder da), aber ich kann ja so einiges essen. Besonders, wenn ich nicht weit weg von Little India wohne. Zwar – wie irgendwie häufig in Südasien – ist die indische Diaspora kulinarisch südindisch ausgerichtet und ich bin dem nordindischen Essen verfallen, aber wenn ich das oder eben gar nichts indisches zur Auswahl habe, dann gebt mir die Bananenblätter, die Dhosas und wegen mir auch Kokosnuss.

Fangen wir gesund an, ich habe mal wieder Pithayas probiert und irgendwie schmecken die hier besser! Doch die Konsistenz ist weiterhin nicht meine, somit naa, dann doch lieber Mangos in jeglicher Form und besonders gerne als Shake mit Zitronenmelisse garniert! Zwei südindische Thalis gab es dann auch, das ist immer so Frühstück-Mittag-und-Snack in einem, meist brauch ich abends dann nur noch bisschen Obst. Man hat verschiedene Gemüsecurrys, die hier recht suppig sind, Reis, Brot und meist auch einen süßen Nachtisch dabei. Bisher wollte man mir überall noch gratis Nachschlag geben, was ich verzweifelt abgewinkt habe – so viel kann ich dann doch nicht auf einmal essen!

Und noch ein indisches Kartoffel-Bohnen-Curry mit einer kleinen Beilage an Kohlenhydraten 😉 Als Ausgleich gab es dann mit Freunden aber auch mal einen gemischten Salat und zur Abkühlung einen McFlurry mit Chendol (ich habe keine Ahnung, was das ist, da war grüner Wackelpudding und auf jeden Fall Kokosnuss drin). Da ich bei einem indischen Freund wohnte, kochte er mir eines meiner Lieblingsgerichte und zwar Channa Masala (in gut scharf!); hach, hat sich das nach Varanasi angefühlt! Zwar kann ich das auch kochen, aber es schmeckt einfach nicht so gut..besonders am zweiten Tag, wenn es durchziehen konnte!

Das war ein süßes Pandan-Brötchen, wodurch es zwar lustig grün war, aber irgendwie nach nichts außer Zucker geschmeckt hat (und kleeebrig war). Auf einem Markt kaufte ich mir diese grüne Gemüse-Allerlei, was mit Nüssen, Sojasoße und ich glaube Chili-Flocken versehen war, verdammt lecker! Eiskaffee und dazu weiße Schoki mit grünem Tee geht aber auch immer, wobei erst die Schoki, dann den Kaffee und nicht in Kombination. Und als ich so gar nichts mit mir essenstechnisch anzufangen wusste, wählte ich einfach mal gebratenen Reis mit Tofu und Gemüse, welcher mir die Zunge halb abgebrannt hat. Mit Tränen in den Augen und einigen Pausen habe ich aber brav aufgegessen und der Tee dazu war wirklich nötig 🙂 Das war einfach an einem Straßenstand neben einer Tankstelle, also ganz unscheinbar, aber von den Gewürzen her, mit das beste Essen, was ich in langer Zeit hatte!

Da es End Juni erneut für ein bisschen über zwei Wochen nach Singapur gehen wird, werde ich da definitiv erneut das ein oder andere Restaurant besuchen – also falls wer einen vegetarischen Geheimtipp hat, gerne her damit! 🙂

Sunday again.

[Gesehen] Meeeeeer.

[Gelesen] Close your eyes, hold hands – Chris Bohjalian

[Gehört] viele Folgen „The Moth“-Podcast; Gitarren abends am Strand

[Getan] Batu Caves in Kuala Lumpur besucht; meiner Gast-Katze (und ihrer Wohnung) Tschüß gesagt; mit dem Bus nach Mersing & dann mit der Fähre nach Tioman gefahren; das Inselleben genoßen mit Affen, Echsen, Rochen und vielen, vielen Fischen!

[Gegessen] Veggie Thali; Mangos; McFlurry Green Tea; gebratenen Reis mit Gemüse; Roti Canai

[Getrunken] Cola Zero; Wasser mit Zitrone; Kaffee

[Gedacht] hallo Paradies!

[Gefreut] Schnorcheln! Paddleboards!

[Geärgert] Durch Malaysia reisen ist soooo zeitaufwändig.

[Gewünscht] also, ich könnte mich an das Inselleben gewöhnen

[Gekauft] Busfahrt; Fährenfahrt; Hostel & einen Sarong zum Draufliegen!

[Lesenswert] Von Mäusen und Menschen – John Steinbeck

Der Titel Von Mäusen und Menschen von John Steinbeck war mir zwar ein Begriff, aber worum es in dem Buch ging – ich hatte absolut keine Ahnung. Da mir der Buchrücken auch nichts erzählte, sprang ich einfach mal ins eiskalte Wasser und nutzte meine siebzehnstündige Zugfahrt (ok, so lange habe ich nicht für die paar Seiten gebraucht..) produktiv!

Worum geht’s Die beiden Freunde Lennie und George ziehen durch die USA und halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Sie träumen davon, genug Geld zu sparen, um sich eine eigene kleine Farm mit Tieren und Garten zu leisten. Eben etwas, was ihnen „gehört“ und nicht ein Ort, wo sie nur geduldet werden. Das Problem dabei ist nur, dass Lennie geistig etwas zurückgeblieben, gleichzeitig aber wahnsinnig stark ist, wodurch es zu „Unfällen“ kommt, welche das Duo zwingen, weiterzuziehen. George versucht, Lennie vor sich selbst zu schützen, scheitert aber immer wieder.

Wie ist’s Es liest sich wahnsinnig gut runter, John Steinbeck hat einfach eine fesselnde Art, zu schreiben! Man ist gleich in der Geschichte drinnen, fühlt mit George und Lennie mit, will das Unheil nicht kommen sehen, doch gleichzeitig ist man nicht überrascht. Alles, was passiert, macht Sinn und ist nicht aufzuhalten, so sehr Lennie es auch versucht. Das Ende ist einfach eine logische Schlussfolgerung, lässt einen aber trotzdem nachdenklich zurück. Man fragt sich, was man selbst in der Situation getan hätte.

Das Buch hätte für mich gerne dicker, die Personen noch tiefer beschrieben sein dürfen und gerne hätte ich auch noch mehr Story gehabt. Die es nicht braucht, das hat Steinbeck schon hervorragend gelöst, ich hätte nur einfach gerne mehr Lesegenuss gehabt. Was mein einziger Meckerpunkt ist, denn ich wurde gut unterhalten, habe es in einem Rutsch durchgelesen und will nun noch weitere Werke des Autoren lesen. Tortilla Flat habe ich noch im Regal stehen, welches ebenfalls so dünn ist, dass ich es bisher nie angefangen. Aber gut John, ich lasse mich auf dich ein und lese dann einfach viele, dünne Werke!

Welches Buch von John Steinbeck hat euch besonders beeindruckt? 🙂

[Yummi] Mandelmus-Liebe!

Man hat ja immer unterschiedliche, kulinarische Gelüste und bei mir treten diese immer schubweise auf. Besonders gerne natürlich, wenn man sie gerade nicht haben kann, weil man in einem Land ist, wo es das schlichtweg nicht gibt. Mal esse ich wochenlang täglich „mein Frühstück“, auf das ich mich schon abends wieder freue oder kann von einer bestimmten Teesorte nicht genug kriegen und dann brauche ich genau diese Köstlichkeiten monatelang nicht. Manchmal ist zu viel des Guten eben wirklich zu viel und man hat sich daran satt-gegessen. So ergeht es mir unter anderem immer wieder mit süßem Mandelmus (Bio, vegan, hoher Proteingehalt, braun oder weiß, sooooo lecker und halbwegs gesund da gute Fette, richtig?), welches ich wahnsinnig gerne mit Kastanien-Pancakes und frischem Obst kombiniere!

Das ist für mich absolutes Comfort-Food, welches ich gerne am Wochenende zubereite, wenn ich Frühstück und Mittagessen kombiniere. Ich will dann etwas süßes, was aber nicht total ungesund ist und dank Fertigbackmischungen (ich nehme meist die von Govinda, kann man aber natürlich auch selbst machen) sind die fluffigen, veganen & glutenfreien Pfannkuchen in nur wenigen Minuten zubereitet. Spannend ist die Kombination mit Kiwi & Kirschmarmelade, was einen säuerlichen Beigeschmack zaubert und den eher erdigen (?) Geschmack der Pancakes ausgleicht. Aber auch die Kombination mit Äpfeln ist grandios, das schmeckt für mich absolut nach Weihnachten und nicht jeder mag Kiwis – das hier ist die sichere Kombination, wenn ihr die Pancakes für jemand anderen zubereitet!

Oh, was würde ich gerade für dieses Frühstück geben, aber zumindest in Malaysia finde ich nur Erdnussbutter und nee, ich bin trotzig und will Mandelmus. Da ich mich schon mit meinen Wandervorbereitungen beschäftige (Mitte Juli geht es ja wieder auf den Pacific Crest Trail, meine restlichen 900km laufen), bin ich online auch schon wieder am Schauen, was ich da als erste Verpflegung mitnehmen kann. Die vielen, kalorisch großartigen, Erdnussbutter-Gläser, die ich letztes Jahr teilweise pur mit dem Löffel gegessen habe, machen mich allerdings noch immer nicht an. Es war zu viel.

Aber im Moment kann ich mir dieses vegane BIO-Kokos-Mandelmus (1000g für 29,95€ von Dr. Goerg) ganz hervorragend auf meinen Tortillas vorstellen, denn ich liebe Kokosflocken in meinem Trailmix oder auch als Öl für so ziemlich jeden Teil meines Körpers (von innen und aussen). Also genau eine Kombination nach meinem Geschmack! 100g haben 660 Kalorien, was das Wanderherz höher schlagen lässt und es ist eine super Energiequelle, da eben keine Zusatzstoffe, kein Palmöl, kein Zuckerzusatz drinnen sind und es fair hergestellt wird. Somit denke ich, werde ich mir so ein kleines 1000g-Glas bestellen, es in ein leichteres Plastikbehältnis umfüllen (oder nur 500g, mal sehen, was mein Rucksack wiegen wird) und dies die erste Woche durch Washington genüsslich futtern! 🙂 Wenn ich ganz motiviert bin, werde ich mir wohl auch noch eine Ladung Energie-Chia-Kugeln (hier geht es zu meinem Rezept, Mandelmus ist natürlich auch drinnen!) machen, die kann man zwischendrin super snacken, bekommt Energie und hat eine tolle Alternative zu den zuckrigen Müsliriegeln, die man kaufen kann.

Ihr seht, ich bin mit meinem Kopf schon halb am Wandern, mit meinem Körper aber noch ganz in Malaysia, wo ich die Suche nach Mandelmus wohl aufgeben und mich damit abfinden muss, dass ich das hier nicht auftreiben werde. Wobei, vielleicht finde ich es ja doch noch in einem der schicken, an westlichen Expat orientierten Supermarkt, drückt mir die Daumen! 🙂 Wer ist noch so verrückt nach Mandelmus und welches ist eure liebste Sorte?