[Lesenswert] Leben gehen – Anne Tyler

Anne Tyler ist eine der erfolgreichsten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur und wäre es nicht für den öffentlichen Bücherschrank, hätte ich wohl noch lange Zeit nichts von ihr gehört. Oder gelesen. Sie gewann für ihren Roman „Atemübungen“, welchen ich auch noch hier habe, sogar den Pulitzerpreis, aber zum Glück ist es ja nie zu spät, sich solches Wissen noch anzueignen. Da ich mit einem kleineren Werk von ihr starten wollte, schnappte ich mir somit zunächst einmal Leben gehen.

Worum geht’s Evie lebt das recht unaufregende Leben eines zurückgezogenen Highschool-Teenagers in einer kleinen Stadt in North Carolina, wo nicht allzu viel passiert. Durch Zufall entdeckt sie im Radio den lokalen Musiker Bertram „Drumstrings“ Casey und entscheidet, gemeinsam mit einer Freundin ein Konzert von ihm zu besuchen. Was sie auch tut und einige Konzerte und eine etwas skurrile Tat (sie ritzt sich den Namen „Casey“ auf der Club-Toilette auf die Stirn) später, kommt sie sogar mit Drum in Kontakt und es beginnt, sich unter externem Druck seitens seines Drummers und Managers David eine ungewöhnliche Teenagerliebe zu entwickeln, welche jedoch unter keinem guten Stern steht.

Wie ist’s Schwierig. In dem Sinne, dass ich die Charaktere sehr gut entworfen fand, die Geschichte aber leider etwas zu „un-rund“, da fehlten mir einfach noch so 20-30 Seiten, in welchen mehr passiert oder zumindest darüber gesprochen werden sollte. Dass Evie sich den Namen in die Stirn ritzt, ist ein so untypisches Verhalten für sie, welches sie aus ihrem bisherigen Leben ausbrechen lässt, alles hinterfragen lässt und da hätte man noch so einiges mehr schreiben können. Ebenso die Reaktion von Casey auf diese Tat einer ihm bis dato unbekannten Person, die ihn alles andere als kalt lässt. Sowohl Evie als auch Casey sind spannende Protagonisten, welche mit der ein oder anderen Überraschung um die Ecke kommen und langweilig wird die Story nicht, aber teilweise kann man die Geschehnisse und Entscheidungen einfach nicht nachvollziehen. Das Buch dümpelt nur manchmal etwas sommerlich-schwer daher, was zwar einerseits Stimmung erzeugt, teilweise aber auch etwas demotivierend wirkt und einen dazu anregt, eine Lesepause zu machen.

Mir gefällt der ausgefallener Schreibstil, aber allein von diesem Buch aus, welches sie übrigens 1970 veröffentlichte, würde ich nicht denken, dass Anne Tyler später mit vielen Literaturpreisen ausgezeichnet wurde. Was mich aber nur noch mehr neugierig auf „Atemübungen“ macht! Ich habe den auf dem Buch basierenden Film von 1999 übrigens als Trailer bei Youtube gefunden und sollte ich mal viel Zeit haben, würde ich mir den doch glatt anschauen!

Sunday again.

[Gesehen]  meinen ersten Skorpion; wenige Youtubevideos, aber ich falle abends eh nur in mein Zelt und habe meist einmal die Woche Internet.

[Gelesen]  American Skin – Don de Grazia

[Gehört]  ein paar Podcasts über‘s Wandern und ansonsten vielen spannende Lebensgeschichten von anderen Wanderen, die ich so treffe

[Getan]  es bis nach Big Bear Lake auf dem PCT geschafft und dort dann einen Tag Pause gemacht; den Ort erkundet, Kram gekauft, die nächsten Etappen geplant und VIEL gegessen, langsam kommt der Hiker Hunger

[Gegessen]  Tortillas mit Erdnussbutter; getrocknete Ananas; Veggieburger; Quinoasalat; Guacamole; Süßkartoffelpommes; Mangoeiscreme; diverse Müsliriegel

[Getrunken]  Wasser, Wasser und nochmal Wasser, bei 45 Grad in der Wüste wollte man nichts anderes mehr.

[Gedacht]  Ich mag es immer noch nicht dreckig zu sein und fast eine Woche ohne duschen war besonders bei der Hitze und dem vielen Staub echt viel für mich.

[Gefreut] ich bin so froh, dass ich diese einmaligen Erfahrungen machen darf, die ich nie vergessen werde.

[Geärgert] über mein Zelt bzw eine Maus, die mir ein paar Löcher hineingefressen hat, das muss ich jetzt schnell fixen.

[Gewünscht] ein paar mehr Rückenmuskeln, damit sich mein Rucksack leichter anfühlt.

[Gekauft]  Hostel, Lebensmittel, Essen in Big Bear Lake und einen Gaskocher, ich brauche morgens nämlich Kaffee.

[Personal] 1000 Fragen an mich selbst-Projekt #22

Heute schreibe ich etwas gegen das Internet, welches nämlich so unzuverlässig hier in Idyllwild ist und mich ständig hängenlässt. Hoffentlich kriege ich den Beitrag hoch, bevor es wieder verschwindet, denn Johanna ist mittlerweile schon bei Woche 22 in ihrem 1000 Fragen an mich selbst-Projekt und da will ich natürlich auch dabei sein!

421: Welches Ritual hast du beim Duschen?
Seit ich in Indien gelebt habe, bin ich vor allem schnell, da man ne weiß, wie lange man noch (heißes) Wasser hat, das habe ich gelernt. Ansonsten zähle ich von zehn rückwärts runter, bevor ich das Wasser ausschalte, sonst habe ich da kein Ritual.

422: Wie gefährlich ist deine Arbeit?
Öhm, also körperlich null, die Seele kann allerdings Schrammen bekommen.

423: Welchen Kinofilm hast du genossen?
Ich gehe nicht gerne ins Kino, ich will immer Pause drücken und lieber was anderes tun. I, Tonya, war einer der letzten Filme, die ich so gesehen habe und doch, er gefiel mir, aber genossen würde ich es nicht nennen.

424: Welches Brettspiel magst du am liebsten?
Trivial Pursuit mag ich, und Schach finde ich reizvoll.

425: Wem hast du zuletzt eine Postkarte geschickt?
Gestern meinen Großeltern aus Idyllwild.

426: Wie eng ist deine Beziehung zu deinen Verwandten?
Zu einigen sehr eng, zu anderen überhaupt nicht, das variiert stark. Finde ich aber auch in Ordnung so.

427: Wann hast du zuletzt in ein Mikrofon gesprochen?
Ich filme mein PCT-Abenteuer, da schreie ich zumindest in mein iPhone, wenn das zählt.

428: Hast du gelegentlich Freizeitstress?
Häufig, da ich irgendwie nie genug Zeit für alles und jeden finde und mich dann vergesse. Was ich dann durch Auszeiten alleine aber wieder ausgleiche.

429: Was sind die drei schönsten Ereignisse des heutigen Tages?
Wir hBen erst morgens, aber ich schlief in einem riesigen, bequemen Bett, hatte heißes Frühstück und kriege gleich noch eine Dusche. Lernt man alles zu schätzen, wenn man sonst im Zelt aufwacht.

430: Machst du manchmal einen Mittagsschlaf?
Seeeeehr selten, eigentlich nur, wenn ich krank bin, denn danach bin ich immer schlapp statt ausgeruht und total verloren in der Zeit.

431: Findest du es wichtig, dass deine Meinung gehört wird?
Nicht in allen Belangen, aber wenn mir etwas wichtig ist, schon. Wobei ich Sachen auch mit mir alleine ausmache und den Personen dann gar nicht mehr mitteilen muss, um damit abzuschließen.

432: Was ist dir in Bezug auf das andere Geschlecht ein Rätsel?
Kommunikationsverhalten, aber das beziehe ich nicht auf das Geschlecht, sondern generell auf andere Menschen.

433: Kannst du dich gut beschäftigen?
Absolut, mein Kopf ist ein Abenteuerspielplatz.

434: Kannst du Dinge leicht von dir abschütteln?
Nein.

435: Wie voll ist dein Bücherregal?
Die Bücher stehen zweireihig in den Regalen und lieben noch quer drüber, dabei kaufe ich schon seit Jahren keine neuen mehr und sortiere oft auf, stelle sie in den öffentlichen Bücherschrank oder verkaufe sie.

356: Bist du mit deiner Handschrift zufrieden?
Ja, sie is nicht sonderlich schön, aber man kann sie lesen.

437: Können deine Hände machen, was dein Kopf will?
Unbewusst ja, bewusst definitiv nicht immer.

438: Wie oft am Tag schaust du in den Spiegel?
Gerade gar nicht und sonst meinst morgens und dann halt beim Händewaschen im Bad, wenn da ein Spiegel hängt, wobei das dazu dient, zu checken, ob ich nicht irgendwas im Gesicht habe, was da nicht hingehört 😉

439: Klagst du schnell über körperliche Beschwerden?
Hm, nee, ich glaube nicht.

440: Klickst du auf Facebook manchmal „Gefällt mir“, obwohl du anderer Meinung bist?
Ich klicke bei Facebook gar nichts, ganz selten mal ein Bild, aber sonst bin ich da sehr inaktiv..ich bräuchte nur den Messenger, wenn ich ehrlich bin!

[Ausprobiert ]MyHeritage DNA-Test – woher stamme ich ab?

Heute Mal ein etwas anderer Beitrag, der weder was mit Beauty, Reisen oder Büchern (und nein, auch nicht Essen) zu tun hat. Mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst war nämlich letztes Jahr ein DNA-Test von MyHeritage, welchen ich dort im Angebot für 60€ gekauft habe. Irgendwie war ich nämlich schon lange neugierig, woher genau ich denn so stamme und nachdem ich dann noch zig Youtube-Videos zu dem Thema gesehen hatte, habe ich einfach mal bestellt. So einen Test macht man sowieso nur einmal im Jahr, wieso also noch länger warten. Was ich dann doch musste, mein Päckchen wurde nämlich nach Deutschland geschickt, während ich noch in Mexiko saß, aber am Ende waren wir dann doch vereint.

Das Prozedere ist kinderleicht, ihr müsst nämlich nur zwei Speichelproben abgeben, diese wieder gut verpacken und zurückschicken. Ihr registriert euer Kit online und könnt dann verfolgen, wie es im Labor ankommt und in die verschiedenen Testphasen kommt. Das dauert dann alles ein paar Wochen, ich glaube, ich habe insgesamt (mit dem Schicken in die USA) sechs Wochen auf mein Ergebnis gewartet.

Am Ende erhaltet ihr dann auch online euer Ergebnis in eurem eigenen Account und ja, ich war doch schon etwas aufgeregt, als ich die Email im Postfach hatte. Ich meine, klar es ändert theoretisch überhaupt nichts, aber ich war verdammt neugierig und musste mich dann auch noch gedulden, da ich gerade unterwegs war!

 

Meine ethnische Herkunft ist – wie man unschwer erkennen kann – in Europa zuhause mit ganzen 97,4%. Diese teilen sich auf in Nord- und Westeuropa mit 73,3% und 16,4% Skandinavien. Letzteres finde ich sehr spannend, da wir keine uns noch bekannten Vorfahren dort haben. Aber lustigerweise bin ich auch mit 5,7% Griechin und das habe ich so gar nicht kommen sehen. Zwar werde ich ständig als Italienerin oder Spanierin eingeordnet, aber griechisch ist neu. Die 2% aschkenasischer Jude (was ich erst mal googlen musste) sind eine europäische Diaspora, was ich mir irgendwann nochmal genauer anlesen werde. Dann habe ich nur noch 2,6% Afrika (genauer gesagt 1,6% Nord und 1,0% Westafrika, was noch auf Nigeria spezifiziert wurde) in mir und also ich finde meine Mischung ja etwas öde 😉 So gar nichts aus Asien, den Amerikas oder Ozeanien, da hatte ich irgendwie doch ein wenig mehr erwartet, da ich eben immer wieder darauf angesprochen werde, ob ich „indianischer“ Abstammung sei, was auch immer die Fragenden darunter verstehen. Aber nein, ich kann wohl sagen, dass ich ein ziemlicher Europäer bin.

Bei MyHeritage werden die DNA-Ergebnisse übrigens weltweit mit anderen gematched, die man dann auch kontaktieren kann. Habe ich bisher noch nicht getan, aber ich kann sehen, dass ich diverse Cousins 3.-5. Grades in Deutschland, den USA, den Niederlanden und der Ukraine habe und ach, irgendwie zeigt dass doch nur wieder, dass wir eben alle miteinander verbunden sind. Leider hat keiner sonst hier Lust, sich auch noch testen zu lassen, ich fände die Ergebnisse auch in meinem Freundeskreis nämlich verdammt spannend, aber da werde ich nur müde belächelt. Nunja, ich freue mich darüber, dass ich ab jetzt sagen kein „nee, keine Spanierin, aber fast 6% Griechin“, wenn mich der nächste Mensch zu meiner ethnischen Herkunft fragt.

Hat wer von euch schon so einen DNA-Test gemacht oder findet ihr das auch eher sinnlos? Ich hatte die Idee schon ein paar Jahre, fand die Tests aber immer viel zu teuer, aber als ich so letztes Jahr in Mexiko saß und nicht wusste, was ich denn zu Weihnachten will, kam die Idee wieder hoch und ich habe einfach gehandelt..vielleicht war das ja mein griechischer Teil (ok, ich höre auf damit *g*).

[Beauty] Aufgebraucht im Mai 2018!

Einige haben es bestimmt schon mitgekriegt, seit dem 15.5. bin ich in den USA und versuche mich daran, den Pacific Crest Trail von Mexiko nach Kanada zu wandern (wer mag, hier geht es zu meinem PCT-Blog). Da hier jedes Gramm im Rucksack zählt, welchen ich mit mir herumtrage, habe ich alle Pflegeprodukte auf das Möglichste reduzieren müssen und kann sie auch nicht leer bis zum Ende des Monats mit mir herumtragen. Somit ist der heutige Blogpost eine Mischung aus den Sachen, die ich noch in Deutschland aufgebraucht habe und dann den ersten geleerten Produkten während meiner Wanderung! Insgesamt sind es in Deutschland 7 Produkte und 7 Proben geworden und ich denke mal, dass sich diese Zahl in den nächsten Monaten etwas reduzieren wird.

GUHL Repair & Balance Maske Für meine Kopfhaut hat sie nichts getan, für meine Längen war sie in Ordnung, aber einen wirklichen WOW-Effekt konnte ich auch nicht bemerken. Da ich primär Produkte nutze, wo keinerlei tierische Produkte drin sind, würde ich mir die Maske nicht noch einmal holen, aber versteht mich nicht falsch, mies war sie nicht!

réell’e Intensiv Color Creme Dunkelblond Sehr günstige dauerhafte Coloration, welche mir sehr stark in Augen und Hals beim Auftragen brannte. Meine Kopfhaut hat sie aber gut vertragen und bisher kann ich nur sagen, dass die Farbe definitiv deckend ist, aber auch einen Rotstich hat, welchen ich nicht wollte. Mal sehen, wie lange sie hält.

Mure Sauvage EdP von Yves Rocher 100ml fasst dieser Flakon und es ist mein zweiter, so sehr liebe ich diesen süßlich-herben, erfrischenden, nach Sommer schreienden Brombeerenduft. Es gibt ihn nicht mehr zu kaufen, mein Herz ist traurig, aber es wird auch einfach mal Zeit, dass ich die vielen anderen Düfte nutze, die ich noch so habe. Au revoir, mon ami!

Sierra Mist Ruby Splash Lippenpflege Da sie nach Zitronen-Crapefruit-Limonade schmeckt, natürlich genau meins. Die Pflegewirkung ist eher nonexistent, aber dafür ist sie eben lecker und für mich super für zwischendurch, wenn ich etwas Geschmack haben möchte. Würde ich sofort wiederkaufen!

Sensodyne Proschmelz Strong & White Weißer wurden meine kaffee- und teegeplagten Zähne nicht, aber meine Schmerzempfindlichkeit hatte sich etwas verbessert. Dies nahm dann später auch wieder ab, aber zunächst mal war ich von der Paste sehr begeistert und würde sie – trotz des hohen Preises – auch wieder nachkaufen.

Balea Handcreme Liebestraum Hat meine Hände gar nicht gepflegt, zog nicht gut ein und ach, neeeeee. Diese Handcreme habe ich auch einfach weglassen können, ohne dass es einen Unterschied gemacht hat, wir sehen uns nicht wieder.

Ebos Wattepads Gabs bei der Apotheke als Probe umsonst, leider fielen die ziemlich auseinander und waren mir zu labberig. Da ich aber auch waschbare Pads umsteige, macht dieser Fail nichts.

Elizabeth Arden 8 Hour Cream So viele liebe sie, ich finde den Geruch schrecklich, die Konsistenz viel zu klebrig und glänzend und kann auch bei der Wirkung nicht mitschwärmen. Meine letzte Tube ist leer und das freut mich doch!

Proben von Caudalia Serum, Tages- und Nachtcreme waren alle ok, aber nicht so umwerfend, dass ich sie nachkaufen müsste.

La Femme Prade Intense Die Probe roch enorm intensiv, hielt sich ewig auf der Haut und schrie nach „ich habe heute Abend eine Mission“. Ich trug den Duft in Mailand zufällig auf, bevor ich mit Leggings in die Oper ging *hust*, da hat er mehr gepasst wie in meinem Alltag. Somit auch kein Nachkauf.

Wenn ihr das hier lest, habe ich es nicht hingekriegt, vom Trail aus meinen Müll zu fotografieren und hochzuladen, aber ich werde wohl primär Feuchttücher und Sonnencreme benutzt haben. Ein Update wird es dann erst zum nächsten Monat geben. Was ist bei euch so leer geworden? Habt ihr mit einem meiner Produkte auch schon Erfahrungen gemacht?

[Yummi] Vegetarische Teller-Einblicke

Bevor es zu meiner nicht ganz so vielfältigen amerikanischen Wander-Ernährung ging, musste ich natürlich noch ein wenig in Deutschland futtern. Ein halbes Kilo wollte ich sowieso noch zunehmen und das hat damit dann auch ganz gut geklappt. Wie immer vegetarisch und wie immer eher so mäßig gesund 😉

Eine Veggie-Enchilada musste noch einmal sein und ich sage euch, das ist immer so enorm viel, dass ich den Tag sonst eigentlich nichts esse. Der Reis ist leider immer langweilig, den kenne ich aus Mexiko um Welten besser! Das neue pinke Kitkat wollte ich auch noch probieren, aber uns hat es leider allen nicht geschmeckt. Die beerige Note ist sehr künstlich und nee, ich hatte mehr erwartet. Indisch gab es natürlich auch nochmal, meines ist das vordere Schälchen mit Aluu Palak, also Kartoffeln und Spinat. Dieses hier war aber nicht sehr überragend, oh, Varanasi, du fehlst. Besser war da die vegane Pizza von Lidl, welche jetzt auch mit Pilzen daherkommt, was sie nur noch besser macht. Für mich die beste vegane TK-Pizza, die ich bisher gegessen habe und ja, die kann ich auch an zwei Tagen hintereinander in mich reinschaufeln!

Joghurt mit Müsli und Obst ist weiterhin eines meiner liebsten Frühstücke, da es halbwegs leicht ist, aber ewig satt macht. Diese veganen Riegel habe ich durch Zufall entdeckt und besonders der mit Banane Hanf ist grandios! Sie haben mir so gut geschmeckt, dass ich mir gleich noch welche für die USA eingepackt habe. Ebenfalls absolut lecker sind die neuen Laugencracker von Saltletts, welche ich zum Testen zugeschickt bekommen habe. Salzige Lauge trifft süßlichen Keks, eine Kombination, die für mich hervorragend funktioniert und oh, so eine 150g Packung kann mir da gefährlich werden. Bei McDonalds gibt es aktuell einen McSunday Cherry Coke und was pappig-süß klingt, hat doch irgendwie meinen Geschmack getroffen und so ist es nicht bei dem einen Mal geblieben. Da das aber auch nur 1€ kostet, habe ich es statt Kaffee, den ich sonst bei Mcs trinke, getauscht 😉

Zum Asiaten wollte ich natürlich auch noch einmal und so wurde es schlussendlich einfach nur Gemüse mit Sojasoße (die ziemlich dominierend war und das knackige Gemüse etwas erdrückt hat). Also Reis werde ich definitiv vermissen, aber auch Pommes mit süßsaurer Soße von Mcs musste es noch mal sein. Zwar besteht diese Soße echt nur aus Zucker und Chemie, aber sie schmeckt wie meine Jugend 😉 Unsere Nachbarn feierten Kommunion und da habe ich mich gleich mal an Rafaello-Torte, Käsekuchen sowie Schokomuffin gemacht und bei Subway bekommt man – wenn man eine kurze Umfrage über sein Besuchserlebnis online ausfüllt – einen Keks, wo es wie immer der White Chocolate Macadamia Cookie wurde. Ich wurde etwas komisch angeschaut, als ich fragte, ob sie ihn mir etwas erwärmen kann, bekam dann aber einen gerade frisch gebackenen, was noch besser war!

Frisches Obst wird mir beim Wandern fehlen, aber leider kann ich diese „leeren“ Kalorien nicht oft mitschleppen. Somit gab es noch einmal Erdbeeren sowie ein paar Smoothies (der unten ist mit Erdbeeren, Banane und Orangensaft). Wenn ihr einen Bormuth Bäcker habt, müsst ihr unbedingt mal den Nussstriezel probieren, das ist zwar mächtig ohne Ende, aber soooooo gut! Da lasse ich sogar Kuchen für stehen. Ein Abschiedsessen hat mich zu veganen Burgern mit Pommes gebracht, welche sehr lecker waren. Aber fast noch besser war der im Bild hinten stehende selbstgemachte Grüne Eistee mit frischen Zitrusfrüchten, welcher verdammt erfrischend war!

So, ihr seht, ich habe echt genug gefuttert und auch gar nicht auf die Kalorien geschaut. Ich wollte als Vorbereitung auf den PCT 5 Kilo zunehmen und das ist mir auch gelungen, wobei mein Gewicht nach 4 Kilo irgendwie gar nicht höher gehen wollte. Worüber ich mich bestimmt nicht beschwere, das hatte ich auch noch nie, früher war es immer, dass es ab einer bestimmten Grenze nicht mehr runtergehen wollte. Jegliche Gelüste konnte ich noch einmal befriedigen und klar, werde ich diese in den nächsten Monaten trotzdem haben, aber da ich ja nicht nur „on trail“ lebe, sondern auch immer wieder Pausen in kleinen Städten am Rande machen werde, sollte ich die trotzdem befriedigen können! Ich bin gespannt 🙂 

[Fashion] Verrückt nach floralem Print!

Schweren Herzens musste ich meine geliebten floralen Canvas-Sneaker in San Diego in den Mülleimer werfen, denn sie waren einfach durchgelaufen. Was schlichtweg daran liegt, dass es für mich keine passenderen, leichten Sommerschuhe gibt, die jedes noch so schlichte Outfit aufpeppen und mir sofort gute Laune machen. Zwar werde ich jetzt erst noch einige Wochen meine Trailbreakers tragen (ihr wisst, ich wandere auf dem Pacific Crest Trail entlang), doch wenn es danach wieder nach San Diego geht, brauche ich natürlich auch neue Blumenschuhe!

Bei Esprit, einer meiner üblichen Anlaufstellen im Onlineshoppingbereich, habe ich gleich zwei traumhaft schöne Modelle entdeckt, welche ich euch auch direkt zeigen mag. Vielleicht ist ja noch wer so ein Blumenkind wie ich und aktuell auf der Suche nach floralen Sommerschuhen! Hatte ich meine letzten in schwarz, finde ich im Moment weiß und navyblau sehr ansprechend. Wobei weiße Schuhe sind ja immer so eine Sache, besonders wenn man so tollpatschig ist wie ich.

Die weißen bzw. auch in navy erhältlichen Canvas-Sneaker kosten 49,99€ und die Plateau-Sneaker 59,99€. Letztere sind natürlich etwas ausgefallener und auch nicht jedem sein Fall, ich finde (trotz meiner 1,76m) so ein bisschen dickere Sohle sehr bequem beim Laufen und eben etwas besonderer. Wem der Schuh noch nicht ausgefallen genug ist, ich tausche sehr gerne die weißen Schnürsenkel aus, das gibt gleich wieder eine ganz andere Stimmung und man beliebig oft hin und herwechseln.

Für Großfüssler, wie mich mit 41 und manchmal auch 42, ist Esprit ebenfalls genial, da es fast alle Schuhe immer auch in diesen beiden Größen gibt. Oftmals ist das ja leider nicht der Fall und da kann der Schuh noch so toll sein, mit Schmerzen reinquetschen macht einfach keinen Sinn. Besonders bei Sneakers, die ja der Inbegriff von Bequemlichkeit und casual Look sind. Ich kombiniere diese Schuhe übrigens nicht nur gerne zu Jeans und Leggings, sondern zu unifarbenen Kleider..ach, was vermisse ich es, gerade Kleider und Röcke zu tragen. Aber dafür ist meine aktuelle Aussicht auch nicht/t so schlecht, oder? Die Wüste will mir wenigstens ein wenig Blumenliebe zurückgeben, zumindest fühlt es sich so an – was sagt ihr?

Tragt ihr ebenfalls gerne solche lässigen Canvas-Sneaker im Sommer oder seid ihr eher der Sandalen-Fan? Ich tue mir bei letzteren wirklich schwer, welche zu finden, die schön sind und gleichzeitig auch bequem, da habe ich irgendwie zu sensible Füßchen für. Somit muss ich ich da wohl weiter mit Flipflops durch die Gegend laufen, welche mir lustigeres überhaupt keine Probleme bereiten. So, jetzt aber zurück in die Wanderschuhe, ich muss ein paar Kilometer machen!

Copyright der Bilder: Esprit.de

[Lesenswert] Rupien! Rupien! von Vikas Swarup

Das Buch Rupien! Rupien! von Vikas Swarup ist vielen von euch eher als Slumdog Millionaire bekannt, wie die 2008 herausgekommene Verfilmung nämlich genannt wurde. Zwar habe ich den Film damals auch gesehen und durchaus gemocht, als ich jetzt jedoch das „Original“ bei meiner Mama fand, musste ich es doch schnell mal lesen. Denn fast immer gefällt mir das Buch besser und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht, wobei der Film doch auch sehr sehenswert ist, wenn ihr ihn noch nicht kennt.

Worum geht’s Der auf den ersten Anschein „ungebildete“ Straßenjunge Ram Mohammed Thomas (der Name allein ist schon eine Geschichte für sich) wird verhaftet, nachdem er die indische Quizshow „Wer wird Millionär“ bis zur letzten Frage richtig beantwortet und somit gewonnen hat. Da aber niemand glaubt, dass es mit rechten Dingen zugeht, da er das doch alles gar nicht wissen kann, kommt er zunächst ins Gefängnis, wird dort aber von einer Anwältin herausgeholt, die der Sache auf den Grund gehen mag. Episodenhaft erzählt er nun aus seinem Leben, wie er die jeweilige Antwort auf die Fragen wissen konnte und bietet dem Leser einen schillernden Einblick in den indischen Alltag.

Wie ist’s Für mich die ideale Urlaubslektüre, die Spaß macht, beim Lesen aber null anstrengt. Leicht geschrieben, fliegen die Seiten nur so dahin, jede Frage (und Antwort) bekommt ein Kapitel und meist habe ich zwei gelesen und mir danach eine Pause verordnet. Denn ich wollte das Buch eine Zeit lang genießen und konnte mir so jeden Tag etwas gönnen. Man weiß vor dem Kapitel nie, in welchen Lebensabschnitt von Ram man eintauchen wird, was es enorm spannend macht und rätselt schon während dem Lesen mit, welche Frage ihm am Ende gestellt werden könnte. Die Einblicke in sein Leben sind spannend, einige Geschehnisse sieht man einfach nicht kommen, andere erinnern mich selbst an Erfahrungen, die ich in Indien gemacht habe.

Sehr gute Unterhaltung, die man aber eben auch nach jedem Kapitel zur Seite legen kann, da die Geschichte nicht chronologisch geschieht und man schon weiß, dass er gewinnt, also man da nicht mehr mitfiebern muss. Man lacht, man leidet mit Ram mit, wird wütend über Ungerechtigkeit und kann dann wieder nur staunen, was in Indien alles passiert. Wer sich auf leichte Art an das Land herantasten mag, das ist euer Buch! Man lernt quasi nebenbei etwas über die unterschiedlichen Religionen und Kasten, ihr Zusammenleben sowie wichtige Momente der indischen Geschichte kennen und dafür mag ich das Buch besonders. Es vermittelt Wissen, aber auf höchst unterhaltsame Weise – wobei man es aufgrund der Geschichten auch nicht gleich wieder vergisst.

Jupps, das Buch gewinnt gegen den Film, welcher sich auch etwas unterscheidet. Mir haben alle kleinen Geschichten gefallen und ich fand ihre Verschiedenheit sehr gut, da sie obwohl nur mit einer Hauptperson aufzeigen, wie vielschichtig und komplex die indische Gesellschaft ist und es genau dieses Kaleidoskop ist, welches mich jedes Mal wieder umhaut, wenn ich in Varanasi wohne. Mumbai – die Stadt, in welcher das Buch häufig spielt – kenne ich leider noch nicht allzu gut, habe jetzt aber erneut Lust bekommen, dort endlich auch mal einige Zeit zu verbringen. Oh 2019, du wirst ein reise-lastiges Jahr, ich habe es schon im Gefühl. Wer seichte Indien-Unterhaltung zum Lesen mag, schaut euch dieses Buch mal näher an!

Sunday again.

[Gesehen]  die wundervolle Natur Südkaliforniens

[Gelesen] Im Reich der Königin von Saba – Carmen Rohrbach

[Gehört]  ganze zwei Podcasts übers Wandern, ich liebe es im Moment, nichts zu hören.

[Getan]  Über 150km auf dem PCT gewanderten; so viele tolle Leute kennengelernt; beim Trampen im Porsche Cabrio mitgenommen worden; in Julian Kuchen umsonst gekriegt und viele Nächte alleine im Nirgendwo gezeltet

[Gegessen]  Luna Bars, absolut grandiose Müsliriegel; Snickers; kaltes Oatmeal; Brot mit Hummus; Gesalzene Kürbiskerne

[Getrunken]  Wasser, Wasser und nochmal Wasser

[Gedacht]  Bitte kneif mich mal wer!

[Gefreut]  Hinter jeder Kurve liegt eine neue tolle Aussicht, es wird nie langweilig

[Geärgert] mein Rucksack drückt mir böse in den Rücken & wie immer gibt es nirgends halbwegs schnelles Internet, dabei will ich doch so viele Bilder und Videos hochladen

[Gewünscht] eben dieses schnelle, zuverlässige Internet, wenn ich mal in der Stadt bin

[Gekauft]  Hotel, Lebensmittel und ich habe ein Paket 200km weiter geschickt 😉

[Personal] 1000 Fragen an mich selbst-Projekt #21

So, hoffen wir mal, dass das Wifi hier hält, kleine kalifornische Dörfer können das eher nicht so gut. Heute habe ich schon die 21. Ausgabe von Johanna‘s Projekt für euch und dieses Mal beantworte ich die Fragen spontan, da ich leider nicht ständig Internet habe, um sie zwischendurch zu ergänzen.

401: Was isst du am liebsten, wenn du frustriert bist?

Schokolade und/oder Eis, das macht mich direkt glücklicher. Wobei mich frische Erdbeeren oder eine reife Mango definitiv auch kulinarisch auf die Beine bringen können.

402: Hast du mal etwas Übernatürliches oder Unerklärliches erlebt?

Ich habe es bei einigen Menschen, dass ich das Gefühl habe, sie schon ewig zu kennen, dabei habe ich sie erst getroffen..so ab und zu glaube ich dann doch, dass wir alle nur Energien sind, die sich in immer wieder neuen Formen finden lassen.

403: Welche Herausforderungen musst du noch bestehen?

Hm, gerade habe ich die ersten 123km auf dem PCT zurückgelegt, fehlen also nur noch knappe 4000 weitere.

404: Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?

Situationen, in denen ich komplett auf mich erstellt war und Dinge tun musste, von denen ich nicht dachte, dass ich sie kann. Dabei habe ich aber eben gelernt, dass ich fast alles kann und es immer Lösungen gibt, auch wenn diese nicht direkt danach aussehen auf den ersten Blick.

405: Was ist kleines Glück für dich?

Irgendwie taucht diese Frage in immer neuen Formen auf – ein gutes Gespräch mit Freunden, hemmungsloses Lachen, ein spannendes Buch, leckerer Kaffee, ein Waldspaziergang…ich erfreue mich an vielen kleinen Dingen.

406: Tust du manchmal etwas aus Mitleid?

Ja, sehr oft sogar, aber natürlich nicht so, dass man es merkt. Ich will nicht Mitleid, sondern Mitgefühl vermitteln, eben, dass die Person nicht alleine ist.

407: Wann hast du zuletzt einen Abend lang nur gespielt?

Ich bin kein Spielemensch, somit lieg das Ewigkeiten zurück.

408: Bist du gut in deinem Beruf?

Solange mir Spaß macht, was ich mache, gehe ich davon aus, dass ich auch gut darin bin.

409: Wen bewunderst du?

Jeden, der sein eigenes Ding macht, vollkommen egal, was die Außenwelt davon hält.

410: Hast du eine gute Gewohnheit, die du jedem empfehlen würdest?

Fremde anlächeln und immer freundlich sein, das bringt einem verdammt weit.

411: Was überspringst du in der Zeitung?

Oftmals den Wirtschaftsteil und die Leserbriefe, die finde ich so unspannend.

412: Was machst du, wenn du graue Haare bekommst?

Noch sind sie vereinzelt da, somit ist mir das recht Wurst. Ich färbe meine Haare immer nur dunkler, wenn sie wieder richtig blond-ausgebleicht sind von der Sonne, da mir das nicht so gut gefällt.

413: Was war auf deinem letzten Instagram-Foto zu sehen?

Ich am Startpunkt des Pacific Crest Trails in Campo.

414: Stehst du lieber im Vordergrund oder im Hintergrund?

Eine ausgewogene Mischung mag ich, den Mittelgrund würde ich somit bevorzugen.

415: Wie oft lackierst du dir die Nägel?

Hm, im Schnitt alle fünf Tage, so lange der Lack noch halbwegs gut aussieht.

416: Bei welchen Nachrichten hörst du weg?

Keinen, ich bin ein Newsjunkie und höre immer diverse Quellen, um irgendwie „die“ Wahrheit zu kriegen.

417: Bei welcher TV-Sendung würdest du gern mitwirken?

Ich schaue im Moment nur Grey‘s Anatomy, aber da will ich nicht mitwirken, denn Blut ist nicht meins.

418: Womit belegst du dein Brot am liebsten?

Schwierig, ich mag die Kombi Erdnussbutter-Banane sehr, aber auch ein Frischkäse mit Kräutern und dann noch Tomaten drauf geht ebenfalls immer.

419: Was ist deine größte Schwäche?

Ich vertraue Menschen, selbst wenn sie mich zig Mal belügen. Also ich lerne nur sehr langsam, dass nicht jeder so gut ist, wie ich es gerne hätte.

420: Wie kumpelhaft bist du?

Sehr, finde ich zumindest 🙂