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[Sehenswert] Inspirierende Ted-Talks!

Schon seit Jahren liebe ich es, mir TED-Talks auf Youtube anzusehen und seit einiger Zeit höre ich sie mir auch gerne als Podcast an, wenn ich meine täglichen 5km durch die Gegend wandere. Einige sind inspirierend, andere regen zum Nach- oder sogar zum Umdenken an und bei wieder anderen lerne ich etwas komplett Neues kennen. TED, was für Technology, Entertainment & Design steht, hat bestimmt für jeden spannende Videos und ich habe schon häufiger darüber geschrieben. Da aber noch immer viele Menschen nie davon gehört haben, stelle ich euch heute wieder ein paar meiner liebsten Talks vor – und auch wenn sie auf englisch sind, schaut sie euch an oder schaltet einfach den deutschen Untertitel dazu, ich verspreche, sie lohnen sich!

 

There’s more to life than being happy

 

Laut Emily geht es im Leben nicht nur darum, nach Glück zu streben, sondern seiner Existenz Bedeutung zu verleihen. Hierzu hat sie vier Säulen identifiziert und das fand ich verdammt spannend und nach kurzer „nein“-Abwehr auch gar nicht so verkehrt. Ich sage zwar immer, ich will nur glücklich sein, aber hier ist doch was dran! Sehr spannend!

 

Inside the mind of a master procrastinator

 

Seit Beginn meiner Doktorarbeit habe ich dieses Video bestimmt schon fünfmal angesehen und muss immer wieder dabei nicken. Und lachen und bekomme doch wieder Motivation. Tim Urban ist witzig, man kann sich schnell in seine Situation versetzen und das Thema, so problematisch es eigentlich ist, erscheint auf einmal lösbar. Solltet ihr auch Probleme haben, Dinge anzupacken, schaut euch das Video einmal an!

 

10 ways to have a better conversation

Jetzt nicht unbedingt Neuland, aber eben doch mal wieder interessant, welche zehn Schritte laut der Radiomoderatorin Celeste Headlee zu einem guten Gespräch verhelfen. Ich stimmt ihr zu, dass es besonders wichtig ist, auch zuhören zu können, da achte ich zumindest auch immer drauf! Und natürlich gedanklich voll da zu sein, gibt ja nicht dooferes, als mit dem Smartphone in der Hand etc konkurrieren zu müssen, da rede ich dann lieber gar nicht.

Mögt ihr TED-Talks auch so gerne? Verlinkt mir doch euren liebsten mal, ich kenne zwar viele, aber bestimmt noch nicht alle. Oder wenn es ähnlich gute Channels gibt, bin ich natürlich auch nicht abgeneigt!

[Sehenswert] More than honey, Soy Nero

Schon lange gab es keinen Sehenswert-Beitrag mehr, aber ich komme einfach kaum dazu, mehr als ein paar kurze Youtube-Videos zu sehen. Letzt nahm ich mir dann aber doch mal die Zeit und sah mir eine Doku über das Bienensterben an (sie steht auf Netflix) und dann bin ich noch über den spannenden Film Soy Nero gestolpert.

MORE THAN HONEY (2012)

Persönlich esse ich keinen Honig, was diverse Gründe hat und zwar hat man immer wieder vom Bienensterben gelesen, aber so wirklich tief drin in der Materie war ich dann doch nicht. Somit fand ich diese Doku echt gut gemacht, da sie das Thema aus verschiedenen Perspektive beleuchtet, versucht nicht wertend zu sein, einen aber eben doch zum Nachdenken anregt. Besonders schlimm fand ich ja, dass Bienen(königinnen) einfach per Post/Paket verschickt werden, als wären sie leblose Objekte. Wer sich für das Thema interessiert oder einfach eine Doku mit verdammt schönen Makroaufnahmen von Bienen sehen will, das dürfte eure sein! Ich muss ja sagen, ich würde sie sogar nochmal ansehen und da ich einen Freund habe, der mich mit dem „Nicht-Honigessen“ immer aufzieht, werde ich das vielleicht auch und mal sehen, was er dann so sagen wird.

Soy Nero (2016)

Ganz zufällig stolperte ich über diesen Trailer bei Youtube und wollte den Film dann sofort sehen. Er beruht auf einer wahren Begebenheit und begleitet den mexikanischen Jugendlichen Nero, der illegal mit seiner Familie zunächst in den USA lebte, dann aber ausgewiesen wurde. Seitdem versucht er, wieder über die Grenze zu gelangen, was er auch schafft und zum Militär zu gehen, da dieses viele Mexikaner mit Versprechungen lockt, dass sie nach ihrem aktiven Dienst eine Greencard erhalten. Tatsächlich werden viele Mexikaner aber nach ihrem Kriegsdienst wieder deportiert. Der Film folgt Nero, ist sehr episodenhaft und langsam, es geschieht nicht viel auf der Handlungsebene, dafür wird man aber sehr zum Nachdenken gebracht. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass es so ein Abkommen überhaupt gibt und wie sehr die illegalen Mexikaner hierdurch ausgenutzt werden und der Film hat mein Interesse an diesem Thema definitiv noch verstärkt. Keine leichte Kost, wer gewaltreiche Szenen nicht mag, sollte am Ende etwas skippen, aber sehenswert ist er allemal!

Ok, einen dritten Sehenswert-Tipp kann ich euch leider nicht geben, denn bei Air China gab es wirklich nichts, was ich sehen wollte und seitdem habe ich in Australien leider kein Internet, um zu streamen. Somit heute nur zwei Tipps, die ich euch aber schon mit auf den Weg geben wollte. Besonders die Bienen-Doku ist sehr sehenswert, danach schaut man sich Honig vielleicht doch mit etwas anderen Augen an.

Was habt ihr in letzter Zeit gesehen, was ihr empfehlen könnt?

[Sehenswert] Her, Black Mirror & John Searle

Aktuell bin ich noch immer dabei, mich zum Thema Metaphysik, dem Körper-Seele-Problem und anderen philosophischen Grundlagen weiterzubilden, da ein Freund von mir in diesem Bereich promoviert und mich einfach mit seiner Begeisterung angesteckt hat. Vieles hat man schon mal gehört, das Thema „künstliche Intelligenz“ ist oft zu finden (und auch wahnsinnig spannend) und John Searle hat mich schon vor Jahren mal mit einem Vortrag gekriegt, da er so wahnsinnig sympathisch ist.

Somit stelle ich euch heute mit einem Film aus 2013 und einer nicht gerade unbekannten Serie keine absoluten Neuheiten vor, aber ich dachte mir, dass es doch irgendwie ganz gut zusammenpasst. Wer weiß, vielleicht ist jemand auf einem ähnlichen Trip wie ich (dem kann ich dann noch vorschlagen, „Panpsychismus“ zu googlen..in dieses rabbit hole bin ich nämlich gerade abgestiegen und ach, einfach alles nur extrem spannend).

HER (2013)

Joaquin Phoenix spielt in diesem romantischen Science-Fiction-Drama die Hauptperson Theodore, welcher sich gerade mitten in seiner Scheidung befindet. Beruflich schreibt er (Liebes-)Briefe für andere Menschen, kann sich selbst aber sozial nicht sehr gut behaupten, da er eben emotional instabil ist. Er besorgt sich ein neues Betriebssystem, welches ihm das Leben erleichtern soll. Dieses kann er sich selbst etwas konfiguieren (erwählt die weibliche Stimme und somit haben wir Scarlett Johansson als „Samantha“ im Ohr). Samantha und er beginnen sich näher zu kommen, wobei sich Samantha ständig weiterentwickelt und es kommt zu einer nicht gerade unproblematischen „Liebesbeziehung“ zwischen einem Menschen und einer KI.

Für mich eine sehr gut gelungene, intelligente und melancholische Liebesgeschichte, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen habe. Einsamkeit, Sehnsucht, Ironie, bisschen viel „lonely wolf“, aber schauspielerisch großartig besetzt und der Film lässt einen nicht los..man denkt, und denkt und denkt..

 

BLACK MIRROR (2011-)

Wurde mir von einem Freund empfohlen, sonst hätte ich wohl nie damit begonnen. Es ist nämlich keine Serie zum Bingen, da jede Folge eine abgeschlossene Story ist und nicht aufeinander aufbaut. Für mich als Serienkind, das nur selten Filme sieht, somit eher nichts. Hier habe ich aber zum Glück die Ausnahme gemacht bzw mache sie noch und freue mich über jede Folge, da bisher noch keine enttäuschend schlechte dabei war. Es dreht sich alles um die Themen Technologie und wie Menschen verwenden (werden). Das ist teilweise schon ein sehr ironischer Blick in den Spiegel oder ein sehr erschreckendes Zukunftsszenario, was einem da entgegengeworfen wird. Manchmal verstörend, die erste Folge der ersten Staffel habe ich mittlerweile halbwegs erfolgreich verdrängt, gewirkt hat sie aber auch noch einige Zeit nach. Absurd, satirisch, manchmal vielleicht etwas zu unrealistisch und übertrieben, aber die Ideen sind absolut großartig!

 

JOHN SEARLE – „CONSCIOUSNESS“ (2013)

Es gibt Professoren, die würde man gerne mal live sprechen hören und John Searle steht da bei mir recht weit oben auf der Liste. Er brennt für seine Interessen, spricht einfach nur fesselnd, will bewirken, dass noch mehr zum Thema „Bewusstsein“ geforscht wird und widerlegt einige Argumente, wieso das eben nicht gehen soll. Das alles so, dass man es auch ohne Grundlagenstudium der Philosophie versteht, was gar nicht so einfach ist. Wirkliche Antworten oder Lösungen gibt er in diesem Video zwar auch nicht, er regt aber definitiv zum Denken an.

Heute mal ein etwas anderer „Sehenswert“-Beitrag, ich hoffe, er gefällt euch und vielleicht habt ihr ja auch noch eine Empfehlung, was ich in diese Richtung weiterschauen könnte. Die „normalen“ Serien, die ich immer guckte, beginnen mich nämlich zu langweilen und da Zeit gerade doch etwas Mangelware ist, nutze ich sie dann lieber etwas „sinnvoller“ 😉

[Sehenswert] Ingobernable, Minimalism & Crime and Justice!

Die Mischung macht’s, würde ich sagen, wenn ich mir meine heutige Auswahl so anschaue. Da ich mich aber mit genau diesen drei medialen Formaten (Serie, Dokumentation und ZDF-Beitrag) beschäftigt habe und sehenswert finde, stelle ich sie euch auch genau so vor und vielleicht ist da ja auch was für den ein oder anderen von euch etwas dabei! Starten wir mit der Netflix-Neuentdeckung von mir, die diesmal auch wirklich noch neu (aka am 24.3. erschienen) ist!

 

INGOBERNABLE

Worum geht’s Der mexikanische Präsident und seine Frau, die ihn verlassen will, streiten sich. Als sie wieder zu sich kommt, hat sie eine Waffe in der Hand und ihr Mann ist tot. Statt sich der Polizei zu stellen, beginnt sie zu rennen, da ihr schnell klar wird, dass ihr jemand den Mord unterschieben will. Es beginnt ein Katz- und Mausspiel quer durch Mexico City. Die erste Staffel ist bei Netflix komplett zu sehen und bietet euch 15 Folgen a 30 Minuten (ja, das kann man in einem Wochenende gucken *g*).

Wie ist’s Die ersten Folgen sind wahnsinnig spannend, da so viel in kürzester Zeit geschieht. Wir haben einige Handlungsstränge, die sich gut überlappen, einiges aber offen lassen und somit noch fesselnder sind. Die mir alle total unbekannten Schauspieler sind gut und da ich gerade begonnen habe, Spanisch zu lernen, finde ich es grandios, dass die Netflixserie auf Spanisch mit englischen Untertitel anzuschauen ist. Da erkennt man dann nach kurzer Zeit schon einige Worte und baut nebenbei noch etwas (vielleicht zweifelhaften) Wortschatz auf. Da Mexiko hoch auf meiner Reiseliste steht (und Mexico City ebenfalls), war es auch von den Aufnahmen her für mich sehr interessant und ich musste danach gleich mal genauer einzelne Viertel googlen und was da wirklich so los ist. Mitten in der Story kommt dann die sehr unrealistische Liebesgeschichte mit dazu, die es so echt nicht gebraucht hätte, aber hier muss dann wohl doch etwas mehr Richtung Telenovela gegangen werden und ach, ich konnte damit leben. Ganz klare Lieblingsperson hier ist für mich Chela, die von Aida López verdammt gut gespielt wird.

 

MINIMALISM

Worum geht’s Um eines meiner (und bestimmt vieler von euch auch) Lieblingsthemen, nämlich, sein Leben minimalistischer zu gestalten, unnötigen Kram loszuwerden oder gar nicht mehr anzuschaffen. Seit einigen Jahren lebe ich sehr viel reduzierter, da ich mein Geld ins Reisen statt in die zehnte Jeans investiere und statt Möbel kaufen eben zur Untermiete wohne, wenn ich mal länger wo bleiben mag. Die Doku hier begleitet verschiedene Menschen, die minimalistischer leben, sei es auf Kleidung, Wohnraum oder Gesamtkonsum bezogen.

Wie ist’s Weder augenöffnend, noch neu, aber es motiviert und regt an, wenn man sieht, wie andere Menschen diesen Lebensstil praktizieren. Für mich ganz spannend waren die Mikrohäuser bzw -wohnungen, da ich auch finde, dass wir auf viel zu viel Raum wohnen, was dann eben auch zu den angespannten Mietsituationen in den Städten beiträgt. Eine Doku, die ich jedem empfehlen würde, aber teils kann man auch mal etwas vorklicken, denn vieles ist einem eben schon bekannt.

 

CRIME AND JUSTICE – DIE TODESSTRAFE

Worum geht’s Kein neues Thema, es geht um die Todesstrafe in den USA und wäre mein bester Freund nicht so verrückt nach Gefängnis-Dokumentationen, hätte ich diese bestimmt nie gesehen. Es ist eine Mischung aus Gesprächen mit Todeskandidaten, Befürwortern sowie Gegnern und Hinterbliebenen.

Wie ist’s Sie bietet jetzt nichts Neues, aber ich fand sie gut gemacht und fühlte mich die 45 Minuten gut unterhalten. Das Konzept „Todesstrafe“ kann ich zwar weiterhin nicht nachvollziehen, sich mit anderen Meinungen zu befassen, ist aber trotzdem interessant und schärft einige eigene Argumente definitiv.

Ihr seht, eine illustre Mischung, die ich euch heute zeige, aber ich bin jemand, der Abwechslung mag. Serienmässig ist gerade aber auch irgendwie die Luft raus, ich schaue zwar Grey’s Anatomy, Scandal und Girls noch, aber wirklich gefesselt bin ich gerade nicht. Zeit, mich Narcos und Black Mirror ausführlicher zu widmen..oder mal wieder etwas mehr Filme zu schauen – hat wer Empfehlungen? 🙂

Lieblingsorte in Berlin (7): Das Knoblauchhaus

Nein, hier handelt es sich nicht um ein Haus rund um Draculas groessten Feind, sondern um ein Berliner Buergerhaus, welches noch aus dem 18. Jahrhundert stammt (klar, aussen und innen wurde restauriert..aber es steht noch immer dort, wo es schon immer stand). Viele laufen an diesem Haus achtlos vorbei, wollen sie doch zur nebenan gelegenen Nikolaikirche, aber ich kann einen Besuch hier wirklich nur empfehlen! 🙂

Knoblauchhaus Berlin

Ich finde die Biedermeierzeit sehr spannend und dieses Haus ist einfach ihr reiner Inbegriff..da hier nur wenig Besucher sind (ich war komplett alleine) und das Haus richtig wohnlich eingerichtet ist..fuehlt man sich wirklich in die Zeit zurueckversetzt (dazu beigetragen hat auch noch, als ich wieder rausging, fuhr gerade eine Pferdekutsche an mir vorbei *g*). Leider kann man sich nirgends hinsetzen und die Atmosphaere komplett wirken lassen..besonders in der Bibliothek (welche auch als Debattierzimmer verwendet wurde) haette ich mich sofort in einen Sessel fallen lassen koennen und mir ein Buch aus dem Regal schnappen koennen. Das ganze Haus ist sehr interessant gestaltet, man bekommt einen kleinen Fahrplan an die Hand, sodass man ueber jedes kleine Detail etwas erfahren kann (und wenn einem die Infos nicht reichen, sind ja auch noch viele Mitarbeiter da, die eher wenig zu tun haben und gerne Auskunft geben). Man kann zwei Stockwerke besichtigen, es wird aber noch an weiteren Zimmer gearbeitet. In einem Raum konnte man zeitgenoessische Musik von damals hoeren (total toll!) und dann dazu herumgehen und das Quietschen der Diehlen..hach! 🙂

Neben der Familie Knoblauch stehen ganz klar Moebel und Alltagsgegenstaende aus dem 18. Jahrhundert im Fokus der Ausstellung, man bekommt ein Gefuehl, wie es frueher gewesen sein muss. Gleichzeitig kann man aus dem trubeligen Berlin MItte fliehen und hier kurz verschnaufen. Eintritt kostet es keinen, man kann gerne spenden oder das kleine (aber durchaus informative) Buechlein fuer 7,90 Euro ueber das Haus und die Mitglieder der Familie Knoblauch erstehen. Mich hat besonders das Familienleben in der Biedermeierzeit interessiert und hierzu habe ich jetzt einen guten Eindruck erhalten (plus das Wissen, was eine Nacht-Erna ist und dass die Kuechen frueher keine Fenster hatten *g*).

Laenger wie eine Stunde braucht man nicht, selbst wenn man sich jeden Raum ganz genau anschaut und auf sich wirken laesst..somit perfekt fuer eine kurze Alltagsflucht (und etwas Wissen ueber die Geschichte gibt es gleich noch mit plus tolle alte Bilder sowohl von dem Haus und seiner Umgebung wie auch schoene Malereien aus der Zeit). Da das von mir mit dem Rad nur knapp 10 Minuten weg ist..werde ich bestimmt nochmal wiederkommen..denn besser kriegt man eine Reise durch die Zeit doch nicht hin.

Mehr Infos & auch Fotos von offizieller Seite gibt es hier! Wenn wer noch mehr solcher Haeuser in Berlin oder Frankfurt/Main kennt, her mit euren Tipps, ich bin da sehr empfaenglich fuer 🙂