Schlagwort: Berlin Tipps

Lieblingsorte in Berlin (22): Binnendünenlandschaft Baumberge & Tegeler See

Vor längerem stolperte ich über einen Beitrag von einem Paar, welches am Wochenende immer zu einer anderen Endhaltestelle der Berliner U- und S-Bahnen fuhr und von dort loswanderte ins Abenteuer. Da wurde zwar gleich das ganze Wochenende gezeltet, was ich nicht ganz so prickelnd fand, aber die Idee an sich schon. Denn auch wenn ich jetzt schon lange immer wieder in Berlin wohne, die Gegend außerhalb des Rings ist mir fremd. Von Endhaltestellen fange ich da gar nicht an, wenn Potsdam nicht zählt, war ich wohl bei keiner 😉 Somit nahm ich meinen komplett freien Mittwoch als Anlass, mich doch einmal rauszuwagen. In den Norden sollte es gehen und nach ein wenig googlen entschied ich mich für die S-Bahn-Haltestelle Heiligensee, was nicht ganz der letzte Halt, aber eben noch in meinem gültigen Tarifbereich B liegt. Das „See“ im Namen gefiel mir bei 30 Grad natürlich auch gleich doppelt gut! Als ich so im Internet recherchierte, stieß ich auf die Binnendünenlandschaft Baumberge und war mehr als nur verwirrt. Es gibt eine Düne bei Berlin und ich hatte noch nie davon gehört? Verrückt! Nix wie hin. Von der S-Bahn-Station lief ich durch wunderbar idyllisch-verschlafenes Wohngebiet, mit tollen Häusern, noch tolleren Bäumen in den verwunschenen Vorgärten und nichts außer Vogelgezwitscher. Da fahre ich gerade mal zwanzig Minuten Bahn und fühle mich nicht, als ob ich noch in Berlin bin. Genau, was ich nach all dem Stress gebraucht habe!

Binnendünenlandschaft Baumberge

Navigiert habe ich mich mit Google Maps und das hat auch gut funktioniert, ein Schild a la „Richtung Düne“ fand ich nämlich nirgends und so lief ich quer durch Wald und Feld (und Kleingartenanlage, wo ich äußert unfreundlich angestarrt wurde..was will denn diese Fremde hier?!). Dass ich in den über 10.000 Jahre alten Baumbergen war, merkte ich primär daran, dass der Untergrund sandig war und es durchaus etwas auf und ab ging. Es gab einige ausgetretene Pfade, denen ich folgte und dann auch ein paar Eidechsen sah. Total lustig, dass es das hier gibt. Zwar nicht so spektakulär, wie ich es in Kanada erlebt habe, doch absolut besuchenswert, wenn man in der Nähe ist oder die Nase voll von Berlin hat 😉 Über noch ein paar mehr Schilder mit weiterführenden Erklärungen hätte ich mich gefreut, aber die gab es nur sehr sporadisch. Andere Menschen aber auch, ich war fast die ganze Zeit komplett alleine.

Tegeler Forst

Da mir das dann doch nicht genug war für meinen Halbtagesausflug, marschierte ich einfach quer durch den Tegeler Forst mit Ziel Tegeler See. Durch Zufall stolperte ich hier an dem ältesten sowie dem höchsten (siehe Bild unten) Baum Berlins vorbei, sah Rehe und fand weitere Naturpfade, wo mir Eigenheiten des Waldes erklärt wurden. Es gibt hier zig kleine Wege, aber auch gut asphaltierte Fahrradwege, je nachdem, wo man lieber läuft. Menschen trifft man auch hier selten und hätte man nicht ab und zu mal Strassenlärm gehört, würde man sich wirklich komplett in der Natur und nicht mehr in Stadtnähe wägen.

Höchster Baum Berlins

Bis ich am See ankam, war ich wirklich tiefenentspannt, aber auch etwas fertig, denn es war doch etwas heiß, um genau an diesem Tage dann 18km zu wandern *g* Am Tegeler See angekommen, musste ich dann erst an einigen Segelclubs vorbei, bis ich eine Bank mit Seeblick fand. Dort verbrachte ich dann einige Zeit in der Nähe des ältesten Baumes, welchem schon Goethe einen Besuch abgestattet hat..der war aber auch überall, der gute Mann 😉 Lesend in völliger Ruhe verbrachte ich hier den restlichen Nachmittag, bevor ich mich weiter nach Alt-Tegel aufmachte.

Tegeler See

Auf dem See waren einige Segler, Tretbootfahrer und auch Schwimmer unterwegs, doch das hat nicht weiter gestört. Laut wurde es erst an den Tegeler Promenaden, wo man Minigolf spielen oder Eisessen kann. Hier war gefühlt halb Berlin bei diesem tollen Wetter unterwegs und der Weg bis zur U-Bahn-Station Alt-Tegel war auch etwas stressig. In der Strasse reihte sich Eiscafe an Souvenirshop an Bäckerei und alles war voller Mensch. Der komplette Kontrast zu meiner vorherigen Waldruhe und hätte ich gekonnt, ich wäre umgedreht. Ging aber nicht, ich musste ja zurück in die Wohnung, von wo aus ich aber schon das nächste Ziel plane. Ab morgen schlafe ich auf der Couch von einem Freund in Neukölln, die optimale Ausgangslage um den Süden zu erkunden! Da ich Dienstag/Mittwoch ebenfalls frei habe, werde ich mich da definitiv aufmachen und vielleicht sogar noch die Kamera mitnehmen 🙂

Wenn ihr einen tollen Tipp für das Berliner Umland habt, lasst es mich doch sehr gerne wissen, 13 Tage habe ich ja noch, um auf Entdeckungsjagd zu gehen. Bisher war ich immer großer Spreewald-Fan und wollte immer nur dort hin, wenn ich einmal „raus“ musste. Das mag ich jetzt aber doch etwas ändern und nähere Ziele finden, wenn man eben nur einen halben Tag Urlaub von der Stadt braucht und nicht gleich ein Wochenende zur Verfügung hat! 

Lieblingsorte in Berlin (21): Langano & Naan!

Es wurde mal wieder Zeit für einen Lieblingsorte in Berlin-Beitrag und heute stelle ich euch zwei meiner liebsten Restaurants vor! Das Schöne an Berlin ist ja die schirr unendliche Auswahl an Restaurants, die für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Alternative bietet und man somit nie kochen müsste. So 2-3 Mal die Woche gehe ich bestimmt auch essen und wenn es ein Ort schafft, mich erneut zu ihm zu locken, dann will das schon was heißen. Denn eigentlich bin ich eine Person, die immer neue Dinge ausprobieren mag – bei diesen beiden kulinarischen Highlights wurde ich aber zum Gewohnheitstier!

LANGANO – ÄTHIOPISCH

Das äthiopische Restaurant Langano in Kreuzberg hat mich schon seit Jahren und ich freue mich immer wahnsinnig, wenn sich einer meiner Freunde motivieren lässt, hinzugehen. Anscheinend ist schwammartige Sauerteigbrot Injera nicht Mainstream genug und viele wollen auch nicht mit den Händen essen, für mich gibt es nichts besseres! Ich brachte sogar mal ein Date mit hierher und nunja, danach wusste ich schon, dass wir eher nicht kompatibel sind. Auf jeden Fall kann ich euch die vegetarische Platte (8,50€, das war für eine Person gedacht) nur empfehlen, man bekommt eine bunte Mischung aus Gemüse- und Linsengerichten, Grünkohl, Rote Beete, Salat und eben Injera. Mit dem Brot schnappt man sich dann die verschiedenen Leckereien und ach, reinlegen könnte ich mich! Der äthiopische Kaffee ist ebenfalls nur zu empfehlen, auf ihn freue ich mich auch immer sehr! Man kann sowohl drinnen als auch draußen sitzen, die Bedienungen sind immer enorm freundlich und es schmeckt richtig gut! Von der Würze her einmal etwas ganz anderes und nichts, was ich täglich essen könnte, aber gerade läuft mir beim Tippen schon das Wasser im Munde zusammen! Da die Gerichte mit äthiopischer Butter zubereitet werden, sind sie allerdings nicht vegan, hier müsste man nachfragen, ob man sie weglassen kann.

NAAN – INDISCH

Erst vor knapp einem Monat lernte ich das Naan im Prenzlauer Berg und war seitdem jede Woche dort. Ein Inder in Deutschland, wo es annährend so schmeckt wie ich es von Indien her kenne, was habe ich danach gesucht! Hier ist immer gut voll, man sitzt nicht sonderlich toll auf Bierbänken und muss aufgrund der Menschenmenge lange auf sein Essen warten. ABER es ist es wert. Die Auswahl ist zunächst mal erschlagend, es gibt so viele unterschiedliche Kategorien auf der Speisekarte (Okragerichte, gemüsegerichte, Kartoffelgerichte, Tindagerichte etc) und man braucht einige Minuten, bis man überhaupt einen Überblick hat. Da ich hier erstmals Tinda (ein kleiner Kürbis) kennengelernt habe, esse ich jedes Mal eine Variane davon und kann euch besonders die mit Spinat empfehlen. Dazu ein großer Mangolassi und ihr habt für unter 9€ gegessen. Alle Gerichte kann man übrigens als vegane Variante enthalten, was ich super finde! Cocktails (wie überall in der Gegend) gibt es hier natürlich auch und man kann lange draußen sitzen oder die Nähe zum Mauerpark nutzen und dort noch einen Spaziergang machen. Wenn ihr danach noch Lust auf Kaffee habt, die einzige Adresse hier, wo man nach 21 Uhr (verrückt!) noch einen bekommt, ist das Kauf dich glücklich. Leckeres Eis scheint es dort aber auch zu geben, zumindest war da ständig eine Schlange an der Theke! Ich weiß jetzt schon, dass ich hier noch einige Mal essen werde, bevor es weg von Berlin geht..und es dann schmerzlich vermissen werde!

Unbedingt ausprobieren will ich noch „The Bowl“ und „Brammibal’s Donuts“, die sind nämlich vegan. Manchmal wäre ich gerne eine Kuh und hätte mehrere Mägen, so viele tolle Sachen lachen einen hier an jeder Ecke an! Habt ihr noch einen veganen/vegetarischen Geheimtipp, wo ich hier in Berlin hin muss?

Lieblingsorte in Berlin (18): Gedenkstätte Hohenschönhausen & Mies van der Rohe-Haus

Juhu, endlich kann ich meine „Lieblingsorte in Berlin“-Reihe nach fast zweijähriger Abstinenz weiterführen. Zwei weitere Posts sind schon in Bearbeitung, da es soooo viel zu entdecken gibt, was sich verändert hat, aber gleichzeitig habe ich noch immer Dinge auf meiner „Berlin-Liste“ von 2006, die ich nicht abgearbeitet habe. Jupps, die Liste ist etwas länger und nachdem ich einige Monate in Berlin lebte, wurde ich auch fauler. Dieses „alles ist neu und muss entdeckt werden“-Gefühl ist dann nämlich von dem „lass mal den Sonntag mit Game of Thrones“-Gedanken überschattet worden, aber jetzt ist die Motivation wieder hoch, meine Stadt erneut zu erkunden!

Heute stelle ich euch zwei Orte vor, die sehr unterschiedlich sind, sich aber doch irgendwie (zumindest in meinem Kopf) gut ergänzen. Was auch daran liegen könnte, dass man sie zu Fuß gut voneinander erreichen kann und sie im Osten Berlins liegen, wo ich mal wieder wohne. Mit der Tram oder dem Bus kommt man schnell auch vom Alex aus hin und wer etwas weniger Stadttrubel mag, wird die Gegend lieben!

GEDENKSTÄTTE BERLIN-HOHENSCHÖNHAUSEN

Das ehemalige Gefängnis der Staatssicherheit der DDR kann man sich täglich von 10-18.00h mit einer 90-minütigen Führung ansehen. Der Ort ist enorm bedrückend, nimmt einen mit und da die Führer meist ehemalige Gefangene sind, bekommt Geschichte hier definitiv ein Gesicht. Was alles natürlich noch intensiver erlebbar macht, wenn man einen Zeitzeugen vor sich hat. Als Privatperson (bis sechs Leute) geht man ohne Anmeldung hin und nimmt an der nächsten Führung, die stattfindet, teil, als Gruppe muss man sich rechtzeitig anmelden. Ein Rundgang gleicht nie einem anderen, da jeder Führer andere Punkte für wichtiger hält und andere Anekdoten hat, weswegen ich bestimmt noch einmal hingehen werde. Mein Führer dieses Mal war Lothar Schulz, welcher aufgrund einer Banner-Protestaktion verhaftet wurde und einfach wahnsinnig fesselnd erzählen konnte. Gleichzeitig strahlte er aus, dass die Stasi und seine Zeit hier ihn nicht gebrochen haben, was ich einfach nur bewundernswert finde, denn man weiß ja nie, wie man selbst so eine Folter durchstehen würde. Absolut empfehlenswert, nicht so „geschönt“ wie andere Museen zum Thema DDR und durch die bedrückende Kulisse definitiv eine Erfahrung, die noch Tage später in einem weiterarbeitet. Mehr Infos findet ihr auf der Homepage der Gedenkstätte.

Sehr spannend fand ich auch, dass die gesamte Gegend um das Gefängnis zu einer Art „Stasi-Stadt“, wurde, da dort andere Ministerien ansässig waren, zum Beispiel die Auslandsspionage und dass die Mitarbeiter dort auch wohnten. Viele der Gebäude stehen noch, werden benutzt und bewohnt und das war einfach sehr komisch, dort durchzulaufen und sich zu überlegen, wie das „früher“ gewesen sein muss. Nach dieser doch sehr schwer verdaulichen Kost bietet sich so ein Spaziergang zum Gedankensammeln aber definitiv an und man kann zu einer anderen, bestimmt weniger bekannten, Sehenswürdigkeit in der Nähe schlendern.

MIES VAN DER ROHE-HAUS

Mies van der Rohe lernte ich lustigerweise erst wirklich in Kanada kennen, da ich die Wohnung eines Filmemachers strich, der über den deutschen Architekten eine Doku gedreht hatte. Als ich danach durch Chicago lief, sah ich von ihm entworfene Gebäude an jeder Ecke und schwupps, wohne ich in Berlin zehn Minuten von einem seiner Kunstwerke entfernt 😉 Natürlich musste ich hin! Mies van der Rohe hat mit dem Landhaus Lemke (1932/33) große Terassenfenster und dadurch lichtdurchflutete Räume mit einer klaren Struktur geschaffen. Die Natur dringt hier in das Haus ein, lässt den Menschen sich in ihr zur Ruhe kommen und das Haus wirkt sehr stark auf einen ein.

Es wird als Ausstellungsraum für verschiedene Künstler das Jahr über genutzt, das war für mich dieses Mal aber weniger interessant. So wandelte ich einfach durchs Haus, den Garten und um das Haus herum und ließ es auf mich wirken. Was wirklich schön beruhigend war, da ich der einzige Besucher war und direkt hinter dem Haus der Obere See liegt. Somit verbrachte ich vielleicht zwanzig Minuten hier, danach machte ich noch einen Spaziergang am See und am dahinter liegenden Strandbad und ging glücklich nach Hause. Ja, in dieses minimalistische, rote Backstein-Haus würde ich sofort einziehen, auch wenn ich normalerweise Holzhäuser bevorzuge 🙂 Mehr Informationen zum Haus und den Ausstellungen findet ihr hier.

 

Welche Lieblingsorte habt ihr in Berlin, die ich noch erkunden sollte? Nächstes Wochenende geht es hoffentlich endlich zur Zirtadelle Spandau, da liegt gerade der Kopf einer Leninstatue, den ich mir gerne ansehen würde. Und natürlich alles drum herum, in Spandau war ich so wirklich bewusst nämlich auch noch nie..immer nur zum Mietwagen abholen, die sind da viel günstiger als in der Stadt drinnen *g*

[Yummi] Kulinarisches Berlin

Heute stelle ich euch mal ein paar meiner Lieblingsessensplätze in Berlin vor (davon gibt es natürlich noch eine ganze Menge mehr, aber in vier Tagen kann ich nicht alles abklappern *g*). Da ich mit studentischem Geldbeutel unterwegs bin, sind das alles sehr günstige Läden, wobei man ganz ehrlich sagen muss, dass Berlin in dieser Hinsicht einfach preiswert ist! In Frankfurt bezahle ich locker 50% mehr und es schmeckt nicht unbedingt 50% besser.

Burger Amt

Im Burgeramt (Krossener Str. 21-22, Fhain) kann ich euch den Halloumi-Burger mit Erdnusssauce nur ans Herz legen. Das Essen gestaltet sich zwar schwierig, aber ach, er schmeckt himmlisch! Bei besonders großem Hunger am besten noch eine Portion Süßkartoffelpommes teilen 🙂 Ebenfalls grandios lecker finde ich Hans im Glück (an der S-Bahn Station Friedrichstr.), die ein sehr günstiges Burgermittagsangebot haben – die Auswahl an vegetarischen Burgern ist riesig!

Falafel

Dönerläden und somit Falafel gibt es in Berlin wie Sand am Meer und man kann bestimmt einige Jahre essen, ohne zweimal in einem Laden gewesen zu sein. Besonders empfehlenswert finde ich den sudanesischen Imbiss Nil (Grünberger Str. 52) mit seinen veganen Erdnusssaucen-Falafeln, Mustafas Gemüsekebab (Mehringdamm 32), Merhaba Döner (Greifswalder Str. 32) und den Laden am S+U Bahnhof Neukölln (neben dem Eurogida Supermarkt).

Thai BerlinAsiatisch essen kann man in Berlin auch einfach nur unsagbar gut und günstig. Besonders die vietnamesische Küche begeistert mich immer wieder und hier könnte ich eine ewig lange Liste schreiben 😉 Besonders gerne gehe ich ins Lemon Grass Scent (Schwedter Str 12), Yam Yam Berlin (Alte Schönhauser Str. 6), Good Morning Vietnam (Alte Schönhauser Str. 60), Minh Quang (Greifswalder Str. 216) und in das Dong Xuan Center (Herzbergerstr. 128-129).

Stachelbeerkuchen BerlinKuchen esse ich besonders gerne bei der Bäckerei Bernd Lau (Pasteurstr. 32) im Prenzlauer Berg. Die Auswahl an Blechkuchen ist riesig, besonders der Stachelbeer- und Rhababerkuchen sind der Knaller und da es kein fancy veganes neumodisches Ding ist, sind die Preise mehr als human. Stück kostet um 1€. Gleich gegenüber ist ein Park, wo man sich dann noch schön in die Sonne setzen kann.

Eismanufaktur BerlinDie Eismanufaktur hat mehrere Filialen in Berlin, ich mag die in Fhain (Simon-Dach-Str. 9) am liebsten. Eine Kugel kostet zwar 1,10€, die Sorte Karamell Fleur de Sel ist es mir wert. Die perfekte Mischung zwischen süß und salzig, die Schmelzigkeit ist ebenfalls genau richtig und lediglich die Waffel etwas lahm. Wer ausgefallenes Eis mag, kommt hier voll und ganz auf seine Kosten!

Bahlsen Fabrikverkauf

Klar, in Mitte gibt es den Rittersport Flagship Store und andere Chocolaterien, ich gehe aber immer zum Bahlsen Fabrikverkauf nach Lichtenberg (Coppistr. 11). Da bekommt man große Mengen Kekse und Schokolade zu günstigen Preisen, viel zweite Wahl und auch Sachen, die es eigentlich nicht in Deutschland gibt. Die vier Hübschen haben mich insgesamt 4,30€ gekostet und ich mag es einfach, im Sortiment zu stöbern. Wer schon Lust auf Weihnachten hat, dort gibt es alles!

Jetzt bin ich aber auf eure Berlin-Tipps gespannt. Einige Lieblingsorte konnte ich nicht aufzählen, da ich zwar weiß, wo sie sind, aber nicht, wie sie genau heißen *g* Beim nächsten Berlinbesuch wird dann die mexikanisch-afrikanische Ecke wieder abgegrast, da gibt es auch ein paar wahnsinnig gute Restaurants!

Lieblingsorte in Berlin (15): Photography Playground & Hans im Glück

Heute habe ich gleich zwei Lieblingsorte für euch, da einer nämlich leider nur temporär ist. Der Photography Playground (Zinnowitzer Str. 9) ist nämlich nur bis Ende Mai zu erleben. Erleben deshalb, da ihr euch vor Ort kostenlos eine Olympus-Kamera ausleihen könnt und die Ausstellung fotografieren könnt (die Speicherkarte dürft ihr danach mit nach Hause nehmen). Alles wurde natürlich so konzipiert, dass ihr unterschiedlichste Einstellungen der Kamera verwenden könnt/dürft/müsst und fordert euch zum Spielen heraus! Sollte die Schlange allzu lang sein, bringt einfach eure eigene Kamera mit und seht euch die Ausstellung an! Sie ist auf drei Etagen verteilt und das alte, schön ranzige Gebäude bietet auch von sich aus wunderbare Kulissen! Ich bin nicht die begabteste Fotografin und muss gestehen, bin auch meine Canon viel zu gewohnt; somit nicht die schönsten, aber doch mal zwei Bildchen von unserer Tour. Zuviel verraten mag ich dann ja auch nicht, ihr sollt das schon selbst erleben:

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wir hatten für 1,5 Stunden unseren Spaß (danach sollte man einem anderen Menschen die Chance geben, auch die Kamera zu testen) und ich finde es von Olympus sehr gut, dass man so mal richtig eine Kamera testen kann und nicht nur im Geschäft hin- und herzoomt 😉 Teilweise fand ich die Installationen auch sehr gelungen und konnte neue Inspiration aus ihnen gewinnen!

Wenn ihr danach hungrig seid, habe ich auch meine neue Burger-Liebe in Berlin entdeckt, nämlich Hans im Glück direkt an der S-Friedrichstraße. Der Laden hatte mich schon von seinem Design, man sitzt wie in einem Märchenwald und alles ist einfach zuckersüß eingerichtet.

Hans im Glück Berlin

Dass sie ihre eigenen Soßen haben und diese auf dem Tisch stehen, ist ebenfalls toll und in Deutschland leider nicht allzu gängig. Wir waren vor 17 Uhr da und konnten noch das Mittagsangebot nutzen: Burger eurer Wahl + 4,50€ und dafür bekommt ihr zu dem Burger dann Pommes oder Salat, ein Getränk und einen Cappucchino danach. Für die bei mir dann 13 Euro mit Trinkgeld hatte ich ein wirklich sehr gutes Essen, in angenehmer Atmosphäre, netter Bedienung und wir wurden nie gehetzt, sondern verbrachten dort angenehme 1,5 Stunden. Ich entschied mich für den Teufelsring, wobei die Auswahl wirklich schwierig war; es gab glaube ich um die zehn vegetarischen Burger und einer klang besser wie der andere. Hier hatte ich wirklich die Qual der Wahl! Meinem nichtvegetarischen Begleiter erging es ähnlich *g*

Hans im Glück

Beides sehr empfehlenswerte Orte und zumindest Hans im Glück werde ich wieder mit meinem Besuch beehren; da werde ich wohl Mama hinschleppen, wenn sie mich demnächst besucht 🙂

War zufällig wer beim Photography Playground oder kennt Hans im Glück? Ich habe mal recherchiert, dass das ja eine Kette ist und somit kein berlinspezifisches Ding..es bleibt aber trotzdem in der Lieblingsorte-Reihe. 

Lieblingsorte in Berlin (10) Fundusverkauf & Jean et Lili

Auf meinem alten Blog hatte ich die unregelmäßige Reihe „Lieblingsorte in Berlin„, wo ich euch immer mal wieder ein paar eher unbekanntere Ecken meiner Wahlheimat vorgestellt habe. Das will ich hier nun weiterführen und hoffe, dass es der ein oder andere vielleicht interessant findet. Ich persönliche lese nämlich sehr gerne private Tipps, bevor ich eine Stadt unsicher mache. Und auch nach nun bald 5 Jahren (mit vielen Pausen) Berlin, gibt es hier immer noch soooooo viel zu entdecken, es ist verrückt!

Fundusverkauf

FundusverkaufMitten im Touri-Hochgebiet (nahe des Checkpoint Charlies) gibt es den Fundusverkauf der komischen Oper. Früher war er direkt im Foyer der Oper, wurde nun aber hier in eine wenig bevölkerte Seitenstraße verlegt. Alle Sachen, die man sich nur in einer Opernaufführung vorstellen kann, kann man hier kaufen, nachdem sie nicht mehr benötigt werden. Das Spannende ist aber diese ganz besondere Atmosphäre hier..irgendwie als wäre man in verschiedenen Zeitepochen und die Zeit sei auch noch stehengeblieben. Ich bin hier jedes Mal enorm lange, obwohl die Räumlichkeiten nicht riesig sind. Es gibt aber einfach sehr viel anzusehen und man kann sich auch einfach mal hinsetzen und alles auf sich wirken lassen. Alle Mitarbeiter, die ich je traf, waren auch sehr nett und entspannt, was sich dann überträgt. Für mich ganz klar ein Zufluchts- und Gute-Laune-Ort, wenn es mal nötig ist. Preislich sind die Sachen allerdings nicht ganz ohne, wobei ich hier auch schon tolle Schnäppchen gemacht habe. Das Stöbern lohnt sich und macht einfach Spaß (wenn ihr auch so begeisterte Seconhand-Shopper seid wie ich). Wenn ihr die Kugel unten links seht, seid ihr quasi da..einfach auf die andere Straßenseite durch den Hof und voila..ich traf auf meinem Weg dorthin noch dieses „No Limits“ Poster, welches mir natürlich sofort einen Ohrwurm bescherte (na, wem jetzt auch)..no no no no no no no no no no no no there’s no limit!

Jean et Lili

Jean et LiliJean et Lili gibt es dreimal in Berlin, ich bin jedoch in das Geschäft im Prenzlauer Berg verliebt. Beim Gassigehen komme ich hier oft vorbei und entdecke immer zuckersüße Sachen, die mein Herz höher springen lassen. Man findet hier definitiv für jeden ein Geschenk und es ist eine tolle Mischung zwischen Einrichtungsgegenständen, Besteck, Kleidung, Accessoires, Beautysachen und diverser Dinge, die einem den Alltag einfach ein wenig schöner machen!

Jean et Lili BerlinBesonders gefällt mir, dass der Laden wie eine Wohnung eingerichtet ist, das gibt dem Ganzen Atmosphäre. Auch hier wieder sehr unaufdringliche, aber nette Mitarbeiter, die einen in Ruhe gucken lassen und auch mal eine Tasse Tee trinken 😉 Ich persönlich könnte mich hier wirklich totkaufen, da einfach 90% genau meines sind..aber ich habe mich gut beherrscht und für Weihnachten wirklich nur eine Sache in dem Laden gekauft. Was aber primär daran lag, dass ich eigentlich schon alle Geschenke hatte. Wenn ich also in der Nähe bin (spätestens aber einmal im Monat) schaue ich gerne kurz herein und hole mir meist nur Inspiration 🙂 Mich erinnert der Laden auch jedes Mal an einen Kurzurlaub in Stockholm, fragt mich nicht wieso, aber ein Besuch hier entspannt mich genauso!

Diesmal nix mit Kultur, nix mit Natur..dafür zwei sehr spezielle, atmosphärische aufgeladene Orte, die ich durchaus als Rückzug nutze, wenn das Leben einfach einmal wieder blöd ist und man zu gar nix Lust hat. Solltet ihr also in Berlin sein und etwas anderes sehen wollen, vielleicht ist das ja eine Option für euch. Wenn ja, gebt mir Bescheid, wie euch meine Lieblingsorte gefallen haben. Natürlich bin ich auf für Lieblingsorte in anderen Städten immer zu haben – es gibt einfach noch so viel, was ich mit meinen eigenen Augen sehen mag 🙂

Lasset den Fashionzirkus beginnen!

Es ist wieder soweit, Fashionweek in Berlin! Ich weiß noch, wie das vor Jahren mal sooooo toll war, aber die ersten Male sind ja immer die aufregendesten. Mittlerweile gehe ich zu einigen Shows, weil ich halt Karten habe, zu anderen, weil ich sie doch gerne sehen oder mich dort mit Freunden treffe. Und zuletzt natürlich noch zu einigen, da es die „Arbeit“ verlangt.

Wie immer zeige ich euch hier eine kleine Auswahl an Orten, die sich jeder angucken kann – man muss sich zwar registrieren, aber hey, das ist nicht sonderlich schwierig. So bekommt man auch ein klein wenig Fashionwind mit und kann sich das alles einfach mal angucken 🙂 Und wenn wer zufällig zu einer der Sachen geht, sagt mir Bescheid! 🙂

Curvy is Sexy Berlin

Die Curvy is Sexy ist eine Messe für Übergrößen – da diese bei Designer ja oft schon bei 38 anfangen, passe ich also auch in die Zielgruppe. Das ist aber wohl eher Messe wie Modenschauen.ich bin gespannt. Aber noch mehr gespannt bin ich auf das Treffen mit einer lieben Blogfreundin, was hoffentlich klappt 🙂

Dann gibt es noch den SHOWFLOOR Berlin, wo ich letztes Jahr eine tolle Show von Ellen Eisemann gesehen habe. Die Designer stellt auch dieses Jahr wieder vor und ich kann sie nur empfehlen..ich habe mir gleich mal mehrere Showen reserviert, da man zwischendurch drinnenbleiben kann und sich so das Anstehen etc spart.

Der Lavera Showfloor ist mein Geheimtipp, da ich eben so auf Naturkosmetik stehe und die Goodiebags immer so schön prall gefüllt waren *g* Einfach schnell online akkreditieren, sich eine oder mehrere Shows aussuchen, die man sehen mag und dann steht dem Fashionweekerlebnis nichts mehr im Wege.

Natürlich sei gesagt, dass sich diese Shows doch etwas sehr von denen im Mercedes Benz Zelt unterscheiden. Hier sind weniger die „fotografiert mich, ich bin so toll“-Menschen, sondern eben Menschen wie du und ich, die hingehen, weil sie sich die Mode angucken wollen (und nicht, weil sie später auf diversen Modeblogs ihre Fotos sehen wollen). Dann ist das Drumherum auch einfach „normaler“, nicht jeder sitzt mit iPhone da und bedient jedes Klischee..aber ach, ich mag beides für den kurzen Zeitraum. Und die Abendshows sind einfach genial, da sie wirklich sehr inszeniert werden und einfach Spaß machen. Leider sind alle Shows ja sehr kurz, ich hatte da früher ein ganz anderes BIld vor Augen und keine „15 Minuten und fertig“-Vorstellungen.

Auf meiner „to do“-Liste steht eigentlich nur die Victoria’s Secret Fashionshow, die will ich irgendwann mal live und nicht per Stream sehen..aber ach..die wird sich wohl nie von New York nach Berlin verirren 🙁 Vielleicht konnte ich dem ein oder anderen ja hiermit ein wenig helfen, sonst kriegt man Karten ja doch immer nur über Beziehungen und da war mein Praktikum in einer PR-Agentur echt mal praktisch *g*

Lieblingsorte in Berlin (8): Pankow

Manchmal, wenn ich meinem „Prenzlauer Berg-Alltag“ ueberdruessig bin, ergreife ich die Flucht. Wobei das echt viel zu hochtrabend klingt fuer „ich fahre mal 30 Minuten Tram und Bus“..aber ganz ehrlich, man denkt danach nicht mehr, dass man auch nur in der Naehe von Berlin ist 😉 Ich spreche von Pankow, irgendwie meinem liebsten Randvorort von Berlin. Hier ist es einfach nur idyllisch, man kann einmal durchatmen und wie im Urlaub durch die ruhigen Gassen schlendern. Auch stehen teilweise wahnsinnig schoene, alte Haeuser herum mit so wunderbar bepflanzten Vorgaerten..man merkt, tief in mir ist doch noch ein bisschen Dorfkind vorhanden *g* Um euch hier einen kleinen Ueberblick visueller Art zu geben, bei Wiki findet man echt tolle Bilder..und zwei gibt es jetzt auch noch von mir 😉

Rathaus PankowPankow

Ganz viele tolle kleine Baeckereien, wo noch selbst gebacken wird, laden auch ein, sich was leckeres zu schnappen und mit Kaffee und (in meinem Fall immer) Amerikaner weiter zu schlendern..es gibt auch ein Einkaufscenter, was krass leer war..ich war wirklich alleine bei Douglas 😉 Die Verkaeuferinnen waren supernett und gaben mir meine Chanelmascara dank Gratiscoupon aus der GRAZIA auch ohne jegliches Murren (hatte ich auch schon, als ich nur eine Gratisprobe mit Coupon abholen wollte..)..also wer ganz ungestoert einkaufen will, ab nach Pankow..wer alles andere auch ungestoert und in himmlischer Ruhe tun will, ab nach Pankow 😉

Wirklich eine meiner ruhigen Zufluchtsstaetten wenn ich keine Lust mehr auf Grossstadt habe..kommt selten vor, aber wenn, bin ich froh, hier meine Ausweichmoeglichkeiten zu kennen..und gerne mit euch zu teilen 😉 Ueber Tipps freue ich mich natuerlich auch immer sehr..mal sehen, ob ich hier bald noch die Rubrik „Lieblingsorte in Darmstadt/Frankfurt/Varanasi“ einfuehre *g* Wenn das auch weniger touristische Highlights sind..aber egal 🙂