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[Kunst] Uncertain Journey – Chiharu Shiota

Bis zu meinem letzten Tag in Berlin hatte ich mir die Ausstellung Uncertain Journey von Chiharu Shiota aufgespart, denn noch passender hätte es gar nicht sein können. Gestern ging es einmal wieder weg aus meiner Wahlheimat und ich habe noch keinen genauen Plan, was ich in der nahen Zukunft machen werde und wo es mich hinbringen wird. Ich weiß nur, dass ich noch mehr von der Welt sehen, noch mehr Orte erleben und spüren mag, wie es sich anfühlt, nicht nur kurz durch sie hindurchzufahren, sondern sie eben für ein paar Wochen zu erleben.

Uncertain Journey

Uncertain Journey

Uncertain Journey

Die über sieben Meter hohe Installation besteht aus Wolle, welche verknotet und durch den gesamten Raum gesponnen wird. Dadurch bekommt das eine ganz besondere Stimmung, die zumindest mich sofort gefangengenommen hat. Man weiß auch nicht, ob es sich um nur einen einzigen, enorm langen Faden oder viele verschiedene Fäden handelt, was die Sache für mich noch spannender machte. Toll an der Räumlichkeit ist, dass man anschließend zwei Stockwerke höher gehen und auf das Kunstwerk hinabsehen kann. Die Decke wird durch die miteinander verwickelte Wolle kreiert und hat mir kur Lust gemacht, hineinzuspringen und darin zu liegen (ich glaube aber, da wäre ich eher durchgefallen und hätte mir einiges gebrochen *g*). Die Boots-Skelette stehen hier für Bewegung, die ungewisse Reise, die das Leben eben ist und geben der gesamten Installation noch so viel mehr Inhalt, dass es eben nicht nur schön zum Asehen/Durchlaufen ist, sondern man eben anfängt, nachzudenken, wohin die eigene Lebensreise noch so gehen wird.

Uncertain JourneyUncertain Journey

Wenn ihr in Berlin seid oder bald hinfahrt, schaut im Blain Southern vorbei, alle Infos zur kostenlosen Ausstellung findet ihr hier! Auch wenn mich Berlin nicht mehr umhaut (ich kenne es mittlerweile wohl doch zu sehr), die Kunstszene mit all ihren spannenden, so inspirierenden Werken werde ich vermissen. An so vielen Orten ich auch schon gelebt habe, bisher hat keiner Berlin in dieser Hinsicht das Wasser reichen können..und hach, es wird fehlen! B., bis zum nächsten Mal! Ganz los wirst du mich wohl nicht!

Lieblingsorte in Berlin (22): Binnendünenlandschaft Baumberge & Tegeler See

Vor längerem stolperte ich über einen Beitrag von einem Paar, welches am Wochenende immer zu einer anderen Endhaltestelle der Berliner U- und S-Bahnen fuhr und von dort loswanderte ins Abenteuer. Da wurde zwar gleich das ganze Wochenende gezeltet, was ich nicht ganz so prickelnd fand, aber die Idee an sich schon. Denn auch wenn ich jetzt schon lange immer wieder in Berlin wohne, die Gegend außerhalb des Rings ist mir fremd. Von Endhaltestellen fange ich da gar nicht an, wenn Potsdam nicht zählt, war ich wohl bei keiner 😉 Somit nahm ich meinen komplett freien Mittwoch als Anlass, mich doch einmal rauszuwagen. In den Norden sollte es gehen und nach ein wenig googlen entschied ich mich für die S-Bahn-Haltestelle Heiligensee, was nicht ganz der letzte Halt, aber eben noch in meinem gültigen Tarifbereich B liegt. Das „See“ im Namen gefiel mir bei 30 Grad natürlich auch gleich doppelt gut! Als ich so im Internet recherchierte, stieß ich auf die Binnendünenlandschaft Baumberge und war mehr als nur verwirrt. Es gibt eine Düne bei Berlin und ich hatte noch nie davon gehört? Verrückt! Nix wie hin. Von der S-Bahn-Station lief ich durch wunderbar idyllisch-verschlafenes Wohngebiet, mit tollen Häusern, noch tolleren Bäumen in den verwunschenen Vorgärten und nichts außer Vogelgezwitscher. Da fahre ich gerade mal zwanzig Minuten Bahn und fühle mich nicht, als ob ich noch in Berlin bin. Genau, was ich nach all dem Stress gebraucht habe!

Binnendünenlandschaft Baumberge

Navigiert habe ich mich mit Google Maps und das hat auch gut funktioniert, ein Schild a la „Richtung Düne“ fand ich nämlich nirgends und so lief ich quer durch Wald und Feld (und Kleingartenanlage, wo ich äußert unfreundlich angestarrt wurde..was will denn diese Fremde hier?!). Dass ich in den über 10.000 Jahre alten Baumbergen war, merkte ich primär daran, dass der Untergrund sandig war und es durchaus etwas auf und ab ging. Es gab einige ausgetretene Pfade, denen ich folgte und dann auch ein paar Eidechsen sah. Total lustig, dass es das hier gibt. Zwar nicht so spektakulär, wie ich es in Kanada erlebt habe, doch absolut besuchenswert, wenn man in der Nähe ist oder die Nase voll von Berlin hat 😉 Über noch ein paar mehr Schilder mit weiterführenden Erklärungen hätte ich mich gefreut, aber die gab es nur sehr sporadisch. Andere Menschen aber auch, ich war fast die ganze Zeit komplett alleine.

Tegeler Forst

Da mir das dann doch nicht genug war für meinen Halbtagesausflug, marschierte ich einfach quer durch den Tegeler Forst mit Ziel Tegeler See. Durch Zufall stolperte ich hier an dem ältesten sowie dem höchsten (siehe Bild unten) Baum Berlins vorbei, sah Rehe und fand weitere Naturpfade, wo mir Eigenheiten des Waldes erklärt wurden. Es gibt hier zig kleine Wege, aber auch gut asphaltierte Fahrradwege, je nachdem, wo man lieber läuft. Menschen trifft man auch hier selten und hätte man nicht ab und zu mal Strassenlärm gehört, würde man sich wirklich komplett in der Natur und nicht mehr in Stadtnähe wägen.

Höchster Baum Berlins

Bis ich am See ankam, war ich wirklich tiefenentspannt, aber auch etwas fertig, denn es war doch etwas heiß, um genau an diesem Tage dann 18km zu wandern *g* Am Tegeler See angekommen, musste ich dann erst an einigen Segelclubs vorbei, bis ich eine Bank mit Seeblick fand. Dort verbrachte ich dann einige Zeit in der Nähe des ältesten Baumes, welchem schon Goethe einen Besuch abgestattet hat..der war aber auch überall, der gute Mann 😉 Lesend in völliger Ruhe verbrachte ich hier den restlichen Nachmittag, bevor ich mich weiter nach Alt-Tegel aufmachte.

Tegeler See

Auf dem See waren einige Segler, Tretbootfahrer und auch Schwimmer unterwegs, doch das hat nicht weiter gestört. Laut wurde es erst an den Tegeler Promenaden, wo man Minigolf spielen oder Eisessen kann. Hier war gefühlt halb Berlin bei diesem tollen Wetter unterwegs und der Weg bis zur U-Bahn-Station Alt-Tegel war auch etwas stressig. In der Strasse reihte sich Eiscafe an Souvenirshop an Bäckerei und alles war voller Mensch. Der komplette Kontrast zu meiner vorherigen Waldruhe und hätte ich gekonnt, ich wäre umgedreht. Ging aber nicht, ich musste ja zurück in die Wohnung, von wo aus ich aber schon das nächste Ziel plane. Ab morgen schlafe ich auf der Couch von einem Freund in Neukölln, die optimale Ausgangslage um den Süden zu erkunden! Da ich Dienstag/Mittwoch ebenfalls frei habe, werde ich mich da definitiv aufmachen und vielleicht sogar noch die Kamera mitnehmen 🙂

Wenn ihr einen tollen Tipp für das Berliner Umland habt, lasst es mich doch sehr gerne wissen, 13 Tage habe ich ja noch, um auf Entdeckungsjagd zu gehen. Bisher war ich immer großer Spreewald-Fan und wollte immer nur dort hin, wenn ich einmal „raus“ musste. Das mag ich jetzt aber doch etwas ändern und nähere Ziele finden, wenn man eben nur einen halben Tag Urlaub von der Stadt braucht und nicht gleich ein Wochenende zur Verfügung hat! 

Lieblingsorte in Berlin (21): Langano & Naan!

Es wurde mal wieder Zeit für einen Lieblingsorte in Berlin-Beitrag und heute stelle ich euch zwei meiner liebsten Restaurants vor! Das Schöne an Berlin ist ja die schirr unendliche Auswahl an Restaurants, die für jeden Geschmack und Geldbeutel die richtige Alternative bietet und man somit nie kochen müsste. So 2-3 Mal die Woche gehe ich bestimmt auch essen und wenn es ein Ort schafft, mich erneut zu ihm zu locken, dann will das schon was heißen. Denn eigentlich bin ich eine Person, die immer neue Dinge ausprobieren mag – bei diesen beiden kulinarischen Highlights wurde ich aber zum Gewohnheitstier!

LANGANO – ÄTHIOPISCH

Das äthiopische Restaurant Langano in Kreuzberg hat mich schon seit Jahren und ich freue mich immer wahnsinnig, wenn sich einer meiner Freunde motivieren lässt, hinzugehen. Anscheinend ist schwammartige Sauerteigbrot Injera nicht Mainstream genug und viele wollen auch nicht mit den Händen essen, für mich gibt es nichts besseres! Ich brachte sogar mal ein Date mit hierher und nunja, danach wusste ich schon, dass wir eher nicht kompatibel sind. Auf jeden Fall kann ich euch die vegetarische Platte (8,50€, das war für eine Person gedacht) nur empfehlen, man bekommt eine bunte Mischung aus Gemüse- und Linsengerichten, Grünkohl, Rote Beete, Salat und eben Injera. Mit dem Brot schnappt man sich dann die verschiedenen Leckereien und ach, reinlegen könnte ich mich! Der äthiopische Kaffee ist ebenfalls nur zu empfehlen, auf ihn freue ich mich auch immer sehr! Man kann sowohl drinnen als auch draußen sitzen, die Bedienungen sind immer enorm freundlich und es schmeckt richtig gut! Von der Würze her einmal etwas ganz anderes und nichts, was ich täglich essen könnte, aber gerade läuft mir beim Tippen schon das Wasser im Munde zusammen! Da die Gerichte mit äthiopischer Butter zubereitet werden, sind sie allerdings nicht vegan, hier müsste man nachfragen, ob man sie weglassen kann.

NAAN – INDISCH

Erst vor knapp einem Monat lernte ich das Naan im Prenzlauer Berg und war seitdem jede Woche dort. Ein Inder in Deutschland, wo es annährend so schmeckt wie ich es von Indien her kenne, was habe ich danach gesucht! Hier ist immer gut voll, man sitzt nicht sonderlich toll auf Bierbänken und muss aufgrund der Menschenmenge lange auf sein Essen warten. ABER es ist es wert. Die Auswahl ist zunächst mal erschlagend, es gibt so viele unterschiedliche Kategorien auf der Speisekarte (Okragerichte, gemüsegerichte, Kartoffelgerichte, Tindagerichte etc) und man braucht einige Minuten, bis man überhaupt einen Überblick hat. Da ich hier erstmals Tinda (ein kleiner Kürbis) kennengelernt habe, esse ich jedes Mal eine Variane davon und kann euch besonders die mit Spinat empfehlen. Dazu ein großer Mangolassi und ihr habt für unter 9€ gegessen. Alle Gerichte kann man übrigens als vegane Variante enthalten, was ich super finde! Cocktails (wie überall in der Gegend) gibt es hier natürlich auch und man kann lange draußen sitzen oder die Nähe zum Mauerpark nutzen und dort noch einen Spaziergang machen. Wenn ihr danach noch Lust auf Kaffee habt, die einzige Adresse hier, wo man nach 21 Uhr (verrückt!) noch einen bekommt, ist das Kauf dich glücklich. Leckeres Eis scheint es dort aber auch zu geben, zumindest war da ständig eine Schlange an der Theke! Ich weiß jetzt schon, dass ich hier noch einige Mal essen werde, bevor es weg von Berlin geht..und es dann schmerzlich vermissen werde!

Unbedingt ausprobieren will ich noch „The Bowl“ und „Brammibal’s Donuts“, die sind nämlich vegan. Manchmal wäre ich gerne eine Kuh und hätte mehrere Mägen, so viele tolle Sachen lachen einen hier an jeder Ecke an! Habt ihr noch einen veganen/vegetarischen Geheimtipp, wo ich hier in Berlin hin muss?

Sunday again.

[Gesehen] Orphan Black; Suits

[Gelesen] Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins – Milan Kundera

[Gehört] verschiedene Sets von Magda

[Getan] mit einer Freund getroffen, die ich ewig nicht mehr gesehen habe und eine Ausstellung von Ai Weiwei besucht; das tolle Berliner Wetter draußen verbracht; Umzug organisiert und nach Flügen nach Madagaskar gesucht (wenn alles klappt, bin ich im November dort *hupf*)

 

[Gegessen] Tinda-Spinat-Curry; veganes Bananeneis; Falafel; Makali im Fladenbrot; Currybratlinge; Sojaghurt mit Pfirsisch und Banane

[Getrunken] Smoothies; Power Chai

[Gedacht] irgendwie die Woche ständig „eine Ära geht zu Ende“ in den verschiedensten Situationen & ich bin schon so gespannt, wo es einen guten Freund von mir hinziehen wird

[Gefreut] ein sehr günstiges Mietwagenangebot

[Geärgert] nach zwei Monaten ist mein Führerschein fertig, meine Mama schickt ihn per Einschreiben und jetzt warte ich schon drei Tage..Deutsche Post, hab ihn bitte nicht verloren!

[Gewünscht] noch mehr Sonnenschein 🙂

[Gekauft] Lebensmittel; Mietwagen; Bahnticket

Sunday again.

[Gesehen] Outlander; Between

[Gelesen] nur Unikrams

[Gehört] Frittenbude; Turbostaat; Johnny Cash

[Getan] Urlaub in Bamberg mit Opa & Mama; Freunde in der Heimat getroffen; durch die Natur gewandert & das Landleben genossen

[Gegessen] Brezeln; Pfannkuchen mit Apfelmus; Ofenkartoffel; Zucker-Zimtkuchen; Falafel

[Getrunken] aus Unwissen Apfelsaft mit Limo – ich habe eine „süße Schorle“ bestellt und das kriegt man dann so in Franken..Barbaren 😉

[Gedacht] „schön ist es hier“ – Bamberg kann ich für’s Wochenende nur empfehlen!

[Gefreut] über eine ruhige Nacht in „meinem“ Bett bei meinen Eltern – so viel erholsamer wie mein Berliner Schlaf!

[Geärgert] BVG-Chaos in Berlin

[Gewünscht] weniger schreckliche Nachrichten aus aller Welt

[Gekauft] Urlaub

Lieblingsorte in Berlin (20): Botanischer Garten, Bikini Berlin & Chay Umi

Woohoo, es hat zwar Jahre gedauert, aber heute tippe ich endlich den 20. Post zu meinen Lieblingsorten in Berlin und hoffe, dem ein oder anderen dadurch schon etwas Inspiration gegeben zu haben. Heute stelle ich euch dann auch gleich mal drei Sachen vor, ein alter Favorite, ein „geht immer, wenn ich mich fühle, als wolle ich Menschen die Hüte vom Kopf schnicken“-Ort und ein ganz neuer kulinarischer Liebling ist auch dabei. Diesmal ist es leider kreuz und quer in der Stadt verteilt, aber machbar wäre es als Tagestour definitiv – für mich klingt durch den Dschungel & die Wüste stapfen, danach mit Sicht auf Affen Inspiration holen und einkaufen sowie vegan vietnamesisch essen zumindest richtig! 🙂

BOTANISCHER GARTEN

Botanischer Garten Berlin

Während meines Studiums wohnte ich in Heidelberg im Neuenheimer Feld und konnte quasi in fünf Minuten von meiner Wohnung aus zum Botanischen Garten (Bericht hier) laufen. Was ich sehr oft tat, da es eine kurze Flucht aus dem Alltag war, man dort herrlich entspannen, lesen oder einfach seine Gedanken schweifen lassen konnte. Pflanzen (nicht direkt Blumen) sind genau mein Ding, besonders Bäume, Farne und Kakteen machen mich allein durch ihren Anblick schon verrückt glücklich. In Berlin ist die Anfahrt jetzt zwar weiter und der Botanische Garten ist auch um einiges größer und somit mehr etwas für einen „richtigen“ Ausflug, aber ab und zu muss ich dort hin!

Botanischer Garten Berlin

Es gibt hier einen sehr großen Gewächshauskomplex, den allein zu durchlaufen schon einige Zeit braucht. Zum Glück gibt es aber genug Bänke, so dass man pausieren und die Pflanzen (sowie die jeweils passende Temperatur) auf sich wirken lassen kann. Man kann auch auf Steinen über einen Fluß mit Kois hüpfen, was ich natürlich tun musste und ach, die Höhe einiger Bäume dort ist wahnsinnig beeindruckend. Wobei die Außenanlage eigentlich noch imposanter ist – es gibt Themengärten, durch die man wandern kann wie z.b. das Gebirge, wo man etwas klettern kann und auch meine riesigen Bäume aus Kanada dürfen nicht fehlen. Eichhörnchen gibt es auch und obwohl es mitten in Berlin ist, war es wunderbar ruhig und nur wenig los, als wir da waren. Wer sich etwas mehr bilden mag, das Botanische Museum ist ebenfalls auf dem Gelände und wirklich spannend, wobei es einfach „zu viel“ Information war und ich irgendwann nur noch durchgelaufen bin. Der Eintritt kostet insgesamt 6€/erm. 3€ und solltet ihr mal Lust auf eine andere Seite Berlins haben, kann ich euch diesen schönen Ort nur empfehlen!

BIKINI BERLIN

Bikini Berlin

Nie hätte ich gedacht, dass ich Onlineshopping-Kind einmal so etwas wie ein „Lieblingsshoppingcenter“ haben würde, denn schon früher fand ich dieses „in der Mall rumhängen“ mehr als nur öde. Aber diese Einstellung hat das Bikini Berlin komplett geändert, wobei es auch alles andere als ein normales Einkaufszentrum ist (in die Mall of Berlin will ich z.b. nie wieder, viel zu groß *g*). Da dies an mehreren Faktoren liegt, liste ich sie mal auf, wobei ich nicht sagen kann, welcher Punkt davon am Wichtigsten ist.

Punkt 1) Die Lage! Von der Terrasse und den unteren Panoramafenstern schaut man direkt in den Zoo, genauer gesagt in mehrere Affenaußengehege und ach, was freue ich mich, wenn ich die kleinen Hüpfer sehe. Ich vermisse es, wie in Indien täglich Affen (in Freiheit) durch die Gegend springen zu sehen und kann mir hier meine Dosis ja leider nur im Zoo holen. Mit einem Kaffee und guter Begleitung habe ich schon so einige Stunden dort verbracht und bei schönem Wetter macht das richtig Spaß! Punkt 2) Ich liebe die Popup-Stores kleiner Designer, die im Erdgeschoß sind und immer wechseln. Man weiß nie so genau, wer gerade da ist und es gibt immer neue Sachen und Labels zu entdecken. Die Industrieatmosphäre des Gebäudes gibt dem Ganzen noch einen besonderen Touch. 3) Zwei meiner liebsten Interior Design-Läden (Vitra Artek & Gestalten Space) befinden sich hier, in denen ich Ewigkeiten verbringen kann. Jeder Besuch inspiriert mich, macht mich glücklich und bringt mir neue Ideen. Man kann hier stöbern, lesen, Kaffee trinken und die Atmosphäre ist einfach traumhaft. 4) Die Tatsache, dass es überall bequeme Rückzugsmöglichkeiten gibt, in die man sich setzen, im kostenlosen Wlan surfen und sich z.b. bei Kusmi Tea immer eine leckere Teeprobe holen kann, sind dann noch der letzte Punkt, wenn es draußen grau und kalt ist. Habe ich Zeit totzuschlagen und keine Lust, in eine Ausstellung zu gehen, findet man mich definitiv hier.

CHAY UMI

Chay Umi Berlin

Neu entdeckt habe ich das Chay Umi im Prenzlauer Berg während ich mit bestem Freund und Hund durch die Gegend stiefelte. Es ist ein komplett veganes, vietnamesisches Restaurant und könnte nicht passender für mich sein. Bis ich mich hier entschieden hatte, dauert eine ganze Weile, am liebsten hätte ich gleich mehrere Gerichte bestellt. Somit muss ich da häufiger hin, denn mein Mango-Tofu war enorm lecker, das Gemüse knackig-frisch, die Würzung on point und ich will noch viel mehr von der Karte probieren. Günstig war es auch, Nachtisch gab es (einfach so gratis) dazu und die Atmosphäre war richtig entspannend. Da ich ja (wann immer es geht) vegane Sachen vegetarischen Gerichten vorziehe, ist das ein absoluter Glücksgriff gewesen, den ich nur zu gerne mit euch teile! Es gibt bis 16.00h täglich einen Mittagstisch mit wechselnden Gerichten, sollte die (verdammt lange Karte) euch nicht ausreichen – meinem normalerweise fleischessenden Freund hat es übrigens auch sehr gut geschmeckt!

Meinen letzten Lieblingsort-Beitrag, in dem es sehr kulinarisch zugeht, findet ihr hier – alle anderen über die Suchfunktion oben rechts, wo ich auch noch Lieblingsorte in Frankfurt, Heidelberg und in meiner Heimat vorstelle! Über Tipps für Charlottenburg, Spandau bzw Westberlin von euch würde ich mich sehr freuen, noch ist mir die Hood hier vollkommen unbekannt und wären die Strassen nicht quadratisch angeordnet, ich würde mich ständig verlaufen.

Tschüß Lichtenberg, hallo Charlottenburg!

Never say Never! Mein erstes Mal Berlin startete ich mit einem Praktikum im Bundestag und wohnte für die Zeit in Charlottenburg. Damals hatte ich noch keine Ahnung von der Stadt, wo ich wohnen wollen würde und suchte mir für die wenigen Wochen einfach etwas „in der Nähe“. Danach hatte ich aber Blut geleckt und es zog mich immer wieder nach Berlin – insgesamt wohne ich jetzt schon 7 Jahre hier, natürlich immer mit Unterbrechungen, da es ins Ausland oder eine andere deutsche Stadt ging. Mal nur für sechs Monate am Stück, mal wohnte ich 2 Jahre hier..und seit dem ersten Mal (fast) immer im Osten.

Berlin

Warum es mich auf diese Seite zieht, kann ich gar nicht so genau beschreiben, aber bisher wohnte ich in Neukölln, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Lichtenberg. Kreuzberg habe ich aufgrund der bösartigen Mieten noch nie hingekriegt, das fehlte mir eigentlich noch 😉 Aber jetzt geht es doch einmal quer durch die Stadt und ich werde die Gegend rund um den Savigny-Platz näher erkunden können. Eine Ecke, wo ich nicht nur noch nie wohnte, sondern wo ich auch nur verdammt selten bin, da sie mir entweder zu touristisch-überlaufen ist (Kudamm) oder einfach zu „wir haben hier tolle Stofftischdecken und drei Gläser auf dem Tisch“ – nicht ganz mein Metier. Lediglich im Bikini Berlin bin ich ab und zu..und notgedrungen im Appel Store, aber ansonsten ist das unbekanntes Neuland!

Auch wenn meine Freunde jetzt alle etwas weiter weg wohnen, freue ich mich auf die Zeit, es sind ja nur zwei Monaten und dann schauen wir mal weiter. Neben der neuen Lage habe ich jetzt auch neue Freizeit, da ich meinen Aushilfsjob gleich mal gekündigt habe, um nicht für Mindestlohn morgens über eine halbe Stunde durch die Stadt zu fahren. Entweder suche ich mir jetzt noch etwas für den Sommer oder ich nutze die Zeit anderweitig und fokussiere mich mehr auf die Zukunft(splanung) und fange mal richtig mit dem Schreiben von Bewerbungen an und dem Überlegen, wohin es nach den zwei Monaten gehen soll.

Vermissen werde ich das „Leben im Block“ nicht, lediglich meine tolle Aussicht über die Dächer Berlins, den der war schon hervorragend! Aber ich fühle mich in so blendend-weißen PVC-Plattenbauten einfach nicht wohl, da ist mir der etwas heruntergekommene, aber trotzdem enorm charmante Altbau einfach lieber. Dass ich in der neuen Wohnung wieder eine Hochetage habe, ist natürlich grandios, ich vermisse das Schlafen über den Sachen sehr und ach..kann es gar nicht abwarten, bis ich Sonntag endlich dort übernachten kann. Jetzt geht es nämlich zu einer Freundin auf ihren Hund aufpassen..und so habe ich genau in diesem Moment statt einer sogar drei Wohnungen *g* Ok, nachher muss ich den Schlüssel für die Wohnung in Lichtenberg abgeben und jetzt noch dringend putzen, aber hey, für einen kurzen Moment bin ich ein kleiner Immobilienmogul!

Wenn ihr Tipps für den Westen, also Charlottenburg, Spandau und Umgebung habt, nur her damit! Da ich in der neuen Wohnung auch gleich ein Fahrrad habe, werde ich mich definitiv mal Richtung Natur begeben und auch sonst hoffe ich, dass es dort einiges zu entdecken gibt. So viel es hier in meiner alten Hood auch gibt, langsam habe ich einfach alles durch und brauche neuen Input! 🙂 Ist noch jemand so verrückt und zieht in „seiner“ Stadt ständig um? Laut Statistik ziehen in Berlin pro Stunde 80 Leuten um..da bin ich doch in guter Gesellschaft! Habt ein schönes Wochenende!

Lieblingsorte in Berlin (19): W – Der Imbiss & IceRobot

Da Essen zu einer meiner liebsten Beschäftigungen gehört und ich eigentlich immer auf der Suche nach neuen, spannenden, vegetarischen Restaurants bin, dachte ich mir, ich stelle euch heute zwei meiner neuesten Entdeckungen vor. Da ich vietnamesisches Essen liebe, müssen mich meine Freunde immer mal wieder dazu zwingen, etwas anderes zu probieren, aber wer mal in Berlin war, weiß, wie hoch die Dichte an Vietnamesen ist, man kommt einfach nicht dran vorbei 😉 Nur ganz am Rande, ich gehe wahnsinnig gerne ins Lemongrass, aber jetzt zu den beiden eigentlichen Plätzen!

W – DER IMBISS (Kastanienallee 49)

W Der Imbiss Dal

Zu W – Der Imbiss kam ich durch einen Freund, der mich besuchte und etwas über dieses vegetarische Lokal im Prenzlauer Berg gelesen hatte. Das war vor mittlerweile drei Wochen und seitdem war ich dreimal dort 😉 Und habe, obwohl alles so unsagbar lecker aussieht, jedes Mal die indische Linsensuppe mit Naan (5€) bestellt, da es einfach das beste Dal ist, was ich bisher in Deutschland gegessen habe. Jupps, ich setze hiermit absichtlich die Messlatte hoch, aber es ist einfach perfekt gewürzt und der frische Koriander in Kombination mit dem Brot ist einfach nur herrlich. Es wird einem heiß, aber gleichzeitig ist es frisch und irgendwie auch noch leicht genug, um im Moment abends gegessen zu werden. Der Imbiss ist eigentlich immer sehr gut besucht, man muss manchmal etwas auf einen Platz warten, aber da man auch draußen sitzen kann, geht es am Ende irgendwie doch. Drinnen ist es recht eng und dunkel, die afrikanisch angehauchte Wanddeko in Kombi mit der etwas esoterischen Musik ist aber auch eine interessante Erfahrung. Man bestellt direkt am Counter und das Essen kommt schnell.

Bekannt sind sie eigentlich für ihre Naanbrote, die mit allerlei Köstlichkeiten belegt sind, ich habe sie nur noch nie gegessen. Meine Begleitung hat sich an einem Brot mit Avocadocreme, getrockneten Tomaten und Rucola versucht und ach, das sah himmlisch aus und hat wohl auch so geschmeckt. Wäre ich nicht gegen Avocado allergisch, hätte ich natürlich probiert. Meine zweite Begleitung aß die Variante mit Lachs und da bin ich dann wegen „Fische sind Freunde“ raus, er war aber auch sehr angetan! Unbedingt essen mag ich einmal das Thali (10€ oder 14€), also eine Platte voller indischer, vegetarischer Köstlichkeiten, welche es nur selten beim Inder in Deutschland gibt. Bisher hatte ich aber einfach nie genug Hunger, aber bis Ende Juni wird das definitiv noch ausprobiert. Der Imbiss bezeichnet sein Essen übrigens als eine Mischung aus indischer, mexikanischer, kalifornischer und italienischer Küche und alleine das klingt doch schon verdammt spannend!

ICEROBOT (Dircksenstr. 41)

Icerobot Berlin

Da telefoniere ich die Tage mit Mama und sie erzählt mir, dass ihre Arbeitskollegin ihr von einem Eissalon in Berlin vorgeschwärmt hat, wo man von Robotern bedient wird. Da ich ganz verwirrt war und keine Ahnung hatte, wovon sie sprach, wurde gleich gegoogelt und Icerobot direkt zwischen Hackescher Markt und Alexanderplatz entdeckt. Dass ich da schon zig Mal in letzter Zeit dran vorbeigelaufen bin, ohne es wahrgenommen zu haben, verschweige ich mal dezent. Da saßen aber einfach nie Leute davor und auch als ich hineinging, war ich vollkommen alleine (praller Sonnentag und 15.00h). Es hat eine lustige Flughafenatmosphäre, ich fühlte mich an die Check-in-Automaten erinnert, wo ich statt Sitzplatz mein Eis auswählen durfte. Was gar nicht so einfach ist, es gibt sehr viele leckere, selbstgemachte Eissorten und ich entschied mich am Ende für Käsekuchen in der Größe S (3€). Danach bekommt man einen Bon, welchen man an der nächsten Maschine scannt und ein kleiner Roboter holt einem das Eis und man bekommt es auf ihm direkt an diesen Scanner geliefert. Ich war so verwirrt, ich habe davon gar kein Bild gemacht, ich habe irgendwie auf einen Greifarm gewartet.

Icerobot

Danach kommt der beste Part, man kann sich nämlich an unzähligen Behältern voller Leckereien bedienen und sich so viele Toppings nehmen, wie man Lust hat bzw wie sie in den Becher passen (das nächste Mal gibt es mindestens Größe M). Hier hupft mein Herz, ich liebe es nämlich, mir in den amerikanischen Frozen Yoghurt-Läden meine Toppins selbst zusammen zu stellen und nicht wie bei Wonderpots etc pro Topping bezahlen zu müssen und es nicht selbst dosieren zu können. Dass ich auch hier das kulinarische Spielparadies komplett für mich alleine hatte, war schon ein kleiner Luxus! Danach bezahlte ich bei einer menschlichen Kassiererin und setzte mich in den einsamen Hinterhof. So lange ich da lesend und eisessend verweilte, so lange kam kein neuer Kunde in den Laden. Wahrscheinlich geht es vielen wie mir und sie nehmen den Laden auch einfach nicht wahr. Was verdammt schade ist, denn mein Eis war enorm lecker, die Toppings frisch und knackig (es gab Reese Mini Peanutbutter Cups!) und überteuert fand ich es auch nicht. Hier werde ich mich definitiv bei meinem Freund recherchieren, der mir den obigen Imbiss gezeigt hat und ihn mit zum Roboter-Eis nehmen. Es hätte zwar mehr Roboter-Action für mich sein dürfen, aber ach, es kommt ja auf den Geschmack an und der stimmt hier!

Die beiden Lokalitäten könnte man übrigens auch schön mit einem kleinen Spaziergang verbinden, sehr weit entfernt voneinander sind sie nämlich nicht und in der Ecke Mitte/Prenzlauer Berg gibt es auch mehr als genug zu entdecken. Kennt ihr einen der beiden Läden? Wie haben sie euch gefallen? Und wenn ihr vegetarische Berlin-Tipps habt, nur her damit, essen muss ich ja immer 😉

Sunday again.

[Gesehen] Grey’s Anatomy; The Catch; Nashville

[Gelesen] das neue FLUTER-Magazin; Unikram

[Gehört] Dota – Keine Gefahr

[Getan] zwei meiner Lieblingsmenschen getroffen und wahllos durch Berlin gestreift (ich war endlich auf dem Flankturm im Humboldthain); auf dem nu3-Bloggerevent gewesen & viele nette Menschen sowie etwas zum Thema „Foodstyling2 kennengelernt; „Alltag“ einkehren lassen

[Gegessen] Dhal mit unsagbar gutem Naan; Joghurt mit Himbeerpulver, Müsli & Obst; Nudeln mit Pesto; veganer Schoko-Bananenmuffin; Brokkolisuppe;  Mandeltarte bei Ikea

[Getrunken] Pumpkin Spice Coffee; Club Mate; Green Smoothie

[Gedacht] warum sind so viele Menschen immer so schlecht drauf

[Gefreut] irgendwie war diese Woche der Wurm drin, aber eine liebe Facebooknachricht hat mich zum Lächeln gebracht

[Geärgert] über den Umgang von Menschen miteinander, ich weiß nicht, ob ich durch Kanada noch so sensibilisiert bin oder ich die Woche echt ständig an die falschen Vertreter geraten bin

[Gewünscht] einen spaßmachenden Nebenjob nicht allzu weit von meiner Wohnung weg

[Gekauft] Lebensmittel & leckeres Essen beim Vietnamesen; schwarze Highwaistjeans & einen Kaktuspulli bei H&M

Sunday again.

[Gesehen] fern, was ich eigentlich nie tue..ich sehe, Tattoo Cover Up Sendungen sind der neueste Hit 😉

[Gelesen] Hochsaison für Hochzeiten – Darcy Cosper & Unizeugs

[Gehört] Say something in verschiedensten Coverversionen

[Getan] nach Berlin gefahren; Bewerbungen für Aushilfsjobs geschrieben und bei Bench Probe gearbeitet; viel geschlafen und mich gefreut, dass ich nach 1,5 Jahren mal wieder alleine in einer Wohnung bin (nicht, dass ich Gesellschaft nicht mag, aber ich bin auch mal gerne für mich)


[Gegessen] Joghurt mit Müsli und gefrorenen Beeren; Klöße mit Pilz-Soße und Rotkraut; Kinder Schokolade; Zitronensorbet; Falafel; Rosnkohl-Karotten-Bohnen-Gemüse; Aufbackbrötchen

[Getrunken] Pumpkin Spice Coffee; Mango-Maracuja Frappuccino; Kräutertee; Club Mate

[Gedacht] Berlin, ich habe dich vermisst, aber du fühlst dich anders an

[Gefreut] Treffen mit lieben Freunden, die ich ewig nicht gesehen habe; Sonnenstrahlen lesend im Park genossen

[Geärgert] die Tasten von meinem Macbook gingen viel leichter ab als wieder dran – ich muss mich damit abfinden, dass ich wohl bald ein neues kaufen muss :/

[Gewünscht] einen spaßmachenden Nebenjob nicht allzu weit von meiner Wohnung weg

[Gekauft] Lebensmittel & BVG 10-Uhr-Monatskarte