Schlagwort: Canberra

Sunday again.

[Gesehen] Sherlock; Game of Thrones

[Gelesen] diverse kurze Ebooks, nicht nennenwertes dabei

[Gehört] lateinamerikanische beim Autofahren

[Getan] den Van in Sydney abgeholt & das erste Mal in Australien Auto gefahren; Wohnung auszugsfertig gemacht; ab ins Abenteuer gestartet – 10 Tage einfach mit dem Auto drauflos und zunächst in Jervis Bay gestrandet


[Gegessen] Vegetarische Pho; selbstgebackenes Brot; Chili sin Carne; Falafel Wraps; weiße Bohnen; „Bayrischer“ Schokokuchen

[Getrunken]  Cola Zero; Kaffee; Grüner Tee; Weißwein

[Gedacht] so Canberra, das war es jetzt mit uns beiden

[Gefreut] juhu, endlich wieder unterwegs

[Geärgert] übervorsichtige Straßenregeln, man braucht Schneeketten, obwohl gar kein Schnee liegt 😉

[Gewünscht] ganz schön viel

[Gekauft] Mietwagen; Lebensmittel; diverse Parkeintritte

[Reisen] Ab in’s Outback! Tidbinbilla Nature Reserve zur Einstimmung!

Juhu, unser Roadtrip hat begonnen (und ich fluggs mal etwas vorgebloggt, denn ich habe keine Ahnung, wann wir wieder Wifi haben werden). Da wir ziemlich planlos drauflos fahren und als Ziel nur „Meer“ sowie „Outback“ im Kopf haben, kann ich gar nicht viel vorher sagen – der Blogpost wird nach dem hoffentlich tollen Abenteuer aber kommen. Stattdessen gibt es mal ein paar Worte über das Tidbinbilla Nature Reserve, welches gar nicht weit von Canberra entfernt liegt, aber ohne Auto eben doch bisher unerreichbar war. Das Reserve war das erste hier in Australien, wo wir Eintritt bezahlen mussten und es auch ein offizielles Visitor Center mit Ansprechpartner gab. Wir konnten leider erst nachmittags los und da um 17.00h die Sonne aktuell schon wieder untergeht, hatten wir also nur wenige Stunden Zeit. Diese haben wir genutzt, um uns den Eucalyptus Forest inklusive Koalas sowie das Sanctuary anzusehen, ein wenig durch die Gegend zu wandern, die Ruhe und den leckeren Waldgeruch zu genießen, sowie in Körperkontakt mit diversen Kängurus zu treten, die so überhaupt nicht scheu, sondern sehr an meinem iPhone interessiert waren.

Das Reserve ist sehr groß und bietet von 15minütigen Wegen bis hin zu 8-Stunden-Wanderungen alles, was man sich nur wünschen kann. Es liegt inmitten grüner Hügel, geht ganz gut rauf und runter, belohnt einen dann aber auch mit schönen Aussichten. Typisch amerikanisch kann man auch hier alles mit dem Auto erkunden. Wir waren unter der Woche da und hatten das gesamte Gelände ziemlich für uns alleine, was natürlich klasse war. Der einmalige Eintritt pro Auto kostet 12$, was jetzt auch nicht die Welt war und der Kaffee im Visitor Center war auch ganz lecker. Wir haben jetzt weder Schlangen noch Schnabeltiere oder Wombats (bis auf einen Überfahrenen :/ ) gesehen, aber dafür Koalas in semi-freier Wildbahn, die sich von uns nicht im Geringsten beim Futtern stören ließen. Allein ihnen beim Blätterrupfen zuzusehen, war schon ein meditativer Akt. Dank der vielen Seen sieht man viele Vögel, hier kommen Liebhaber bestimmt auf ihre Kosten und ich sah zwei gigantische Pelikane, bei denen ich froh war, dass sie brav auf der anderen Seeseite blieben. Irgendwie hatte ich diese Tiere etwas kleiner in Erinnerung – oder erfolgreich verdrängt.

Ich würde jetzt nicht sagen, dass man es unbedingt gesehen haben muss, aber wenn man schon mal in Canberra ist, sollte man Tidbinbilla mitnehmen und einfach ein paar Stunden in der Natur entspannen und ein paar Wege erwandern oder einfach mit den Kängurus in der Sonne sitzen. Der Weg dorthin ist ebenfalls landschaftlich sehr schön, es liegen viele große Felsen verstreut in der Gegend rum und wir haben noch an einer ehemaligen Satellitenstation gehalten, die aussah, als würde von hier aus gleich die nächste russische Mondmission starten. Zumindest hatte ich diesen Gedanken, als die Gebäude komplett unerwartet für mich plötzlich in der Landschaft auftauchten. Jetzt kann ich es aber gar nicht mehr erwarten, die ungezäunte australische Natur zu erleben und auch wenn wir es nicht bis Alice Springs schaffen, ich will ins Inland und zwar sofort 🙂

Falls wer einen Tipp hat, was wir zwischen Melbourne, Brisbane und irgendwo dazwischen ansehen sollen, nur her damit!

Sunday again.

[Gesehen] Sherlock; The Ninth Gate; Barfoot (äh nee)

[Gelesen] The Adventures of Sherlock Holmes – Sir Arthur Conan Doyle

[Gehört]  Bush; Foo Fighters (bisschen oldschool)

[Getan]  die Wohnung in Canberra auszugsfertig gemacht; bei einem tollen Ethnofilmfest gewesen; nochmal bisschen durch die Gegend gewandert & die Sonne, wenn sie denn da war, genossen; Koalas im Tidbinbilla Nature Reserve gesehen


[Gegessen]  selbstgemachte Pizza mit Pilzen; Brot mit Tomatenaufstrich; Schokokäsekuchen; Vanille-Eis mit heißen Beeren

[Getrunken]  viel Kaffee & grüner Tee; Weißwein

[Gedacht]  und es ist fast vorbei

[Gefreut]  liebe Emails von Freunden & gute Gespräche

[Geärgert] Miskommunikation

[Gewünscht]  einen Plan

[Gekauft]  Lebensmittel und einen Mietwagen

Sunday again.

[Gesehen] Sherlock

[Gelesen] How to be a woman – Caitlin Moran

[Gehört] Podcasts (Philosophy Bites ist immer noch empfehlenswert)

[Getan] Black Mountain erwandert; bei einem spannenden Talk zu „Überschwemmungen in Indien“ gewesen; Downtown Canberra nochmal richtig erlaufen; in der Tent Embassy spannende Gespräche geführt und dann das Old Parliament House und das aktuelle Parlament besucht

[Gegessen]  Käsekuchen; Pilzrisotto; Ofengemüse; viel selbstgebackenes Brot; Popcorn mit Limettensaft

[Getrunken]  Cola Zero; Kaffee; Grüner Tee

[Gedacht]  die Zeit verfliegt nur so :/

[Gefreut]  nette Couchsurfing-Nachrichten aus Singapur

[Geärgert] Miskommunikation

[Gewünscht] mehr Zeit

[Gekauft] nachdem ich letzte Woche meine Kreditkarte etwas überfordert habe mit diversen Flügen, gab es diese Woche nur Lebensmittel und ein Hostel, welches ich wohl wieder stornieren werde, juhu 🙂

Sunday again.

[Gesehen] 5. & 6. Staffel Game of Thrones (wir sind gut vorbereitet)

[Gelesen] primär das Journal of Indian Gerontology

[Gehört] Podcasts (Philosophy Bites ist sehr empfehlenswert)

[Getan] ein neues Nature Reserve erwandert; ein Opossum getroffen; meine Weiterreise geplant; ein paar spannende Vorträge an der Uni besucht


[Gegessen]  Käsekuchen; Nudeln mit Champignons; Daal mit Reis; Wraps; Joghurt mit Erdbeeren (die hier so gar nicht schmecken)

[Getrunken]  Kaffee; Cola Zero;

[Gedacht]  nachts ist es eisig kalt, aber der Sternenhimmel in Canberra ist der Hammer!

[Gefreut]  über liebe Worte von zwei Freunden

[Geärgert]  ich bin nicht so gut mit Stimmungsschwankungen, wenn sie ohne Vorwarnung kommen

[Gewünscht] ich habe ein wenig Lagerkoller und muss dringend was anderes als die Stadt sehen

[Gekauft] die Woche war teuer: Flugticket & Hostel in Singapur, Flugticket nach Delhi & nach Frankfurt..die Kreditkarte glüht!

[Reisen] Australien-Halbzeit!

Da ich nun schon seit fünf Wochen unterwegs bin und in etwa einem Monat Australien wieder verlassen werde, dachte ich mir, ich erzähle euch mal ein wenig von meinen Eindrücken. Es ist ja schon mein zweiter Aufenthalt dieses Jahr in Down Under und auch wie schon beim ersten Mal bin ich bisher primär in Canberra, da ich dort bei Freunden wohnen kann.

Angekommen bin ich in Sydney und habe mir die Stadt erstmal zwei Tage angesehen. Viele Tipps, wie man möglichst günstig durchkommt und was ich als sehr sehenswert empfand, habe ich euch schon in diesem Blogbeitrag erzählt. Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Stadt gut gefallen hat, ich jetzt nicht unbedingt wieder hinmüsste, sie mir aber wohl vor meinem Abflug noch einmal für einen Tag ansehen werde.

Mein Alltag spielt sich also größtenteils in Australiens Hauptstadt ab, die so gut wie gar keine Touristen hat. Hier lebt man, um zu arbeiten und am Wochenende verschwinden die meisten in Richtung Natur oder eben in die Küstenstädte. Nach Sydney sind es nur 3,5 Stunden mit dem Bus, nach Melbourne sind es circa 8 und das pendeln viele gerne am Wochenende, um etwas mehr Abwechslung zu haben. Denn – auch wenn man es nicht sagen mag – Canberra kann auf Dauer doch etwas langweilig werden 😉

Aber bleiben wir mal positiv, denn die Stadt hat auch einiges zu bieten und selbst, wenn einem gar nichts mehr einfällt, gibt es noch genug Natur mit wilden Kängurus drumherum, die man erwandern kann. Außer wenn es richtig regnet, bin ich täglich mindestens eine Stunde in der Wildnis unterwegs, höre beim Laufen spannende Podcasts oder mache eine Pause und lese etwas. Entspannend ist Canberra nämlich sehr und wenn man nicht in die „richtige“ Natur mag, gibt es unzählige Parks und Seen, an denen man sich mit Freunden treffen kann. Auch der ANU-Campus lädt hier zum Verweilen ein.

Kulturell hat Canberra ein paar Museen zu bieten, die fast alle umsonst sind, was ich natürlich schon einmal großartig finde. Denn oftmals gibt es doch so viel zu sehen, dass ein paar Stunden gar nicht ausreichen und man erneut hingehen mag. Die Öffnungszeiten sind für meinen Lebensrhythmus etwas ungünstig, da alles schon um 17.00h bzw um 16.00h am Wochenende schließt und ich den Vormittag meist zum Schreiben nutze. Besonders sehenswert finde ich das National Museum of Australia, das Canberra Museum (mit seinen wechselnden Ausstellungen) und die National Gallery of Australia. Ob ihr euch für die Geschichte Australiens interessiert, für Aborigines oder für Kunst, so ziemlich jeder Geschmack dürfte hier getroffen werden. Praktisch ist, dass alle Museen nicht weit voneinander entfernt liegen, man kann sie sich also erlaufen. Ebenfalls noch nennen mag ich die National Portrait Gallery, die National Library und den Canberra Contemporary Art Space, welche definitiv alle einen Besuch wert sind, wenn man etwas mehr Zeit hat.

Für politisch interessierte Besucher wird das Parliament spannend sein, welches man ebenfalls besichtigen kann sowie der High Court, der auch öffentlich zugänglich ist. Wenn ihr mehr wie ich seid, findet ihr die Tent City vor dem Parliament spannender, wo Aborigines gegen diverse Verbrechen der Regierung demonstrieren und davon gibt es viel zu viele. Für mich war es wahnsinnig lehrreich, mit den Aktivisten vor Ort zu quatschen und zu lernen, was in diesem Land alles schiefläuft – manchmal scheint es, dass Menschen eben doch nichts aus der Geschichte lernen.

Insgesamt kann man sich also locker zwei Tage damit beschäftigen, die verschiedenen Museen der Stadt zu besuchen. Noch erwähnen muss ich fairerweise das Australian War Museum, welches ich ziemlich verstörend fand. Man glaubt gar nicht, in wie vielen Kriegen Australien mitgemischt hat, ich war total überrascht. Das Museum ist riesig, ich lief nur durch und brauchte dafür über eine Stunde. Ich warne euch vor, hier geht es enorm patriotisch zu und es ist definitiv mal eine Erfahrung der anderen Art, nur wirklich empfehlen kann ich diese nicht. Wenden wir uns also lieber der Natur zu, die wunderbar glücklichmachend ist. Der australische Himmel ist einmalig und jeder Sonnenuntergang ein kleines Spektakel, welches ich jeden Tag auf’s Neue wertzuschätzen weiß.

Wir wohnen in North Canberra und da der öffentliche Nahverkehr hier eher noch in der Planungsphase ist und ich nicht immer ewig mit dem Rad fahren mag (es geht hier gut auf und ab), wandere ich besonders gerne durch das O’Connor Ridge Nature Reserve, das Bruce Ridge Nature Reserve und das Black Mountain Nature Reserve. Letzteres schließt an den Botanischen Garten an, den ich euch auch nur ans Herz legen kann, da er so viele unterschiedliche endogame Bäume und Pflanzen zeigt, die man vorher noch nie gesehen hat. Bin ich etwas motivierter, radele ich zu Mount Majura und Mount Ainslie herüber, wo soooooo viele Kängurus wohnen, dass man gar nicht keine sehen kann. Sie sind auch nicht sonderlich scheu, schauen einen nur skeptisch an und so lange man genug Abstand hält, hüpfen sie auch nicht weg. Wer mag, kann die Berge natürlich erklimmen und eine schöne Aussicht über die Stadt und die Bergketten im Hintergrund bekommen – machen wir auch ab und zu, wenn wir besonders viel laufen wollen. Etwas weiter entfernt ist das National Arboretum, wo Baumliebhaber ganz auf ihre Kosten kommen und ich mag die kurzen Wanderwege dort sehr gerne, da sie einiges an Abwechslung bieten. Ohne Auto, welches aber demnächst gemietet wird, kommt man leider nicht zum Tidbinbilla Nature Reserve, wo wir die Elsies und Gibraltar Wasserfälle ansehen wollen.

Downtown Canberra hat einiges an Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten zu bieten und auch hier kann man sich einige Zeit beschäftigen. Mir gefiel besonders gut der Secondhand-Laden „The Green Shed“, wo man sich durch so viele tolle Sachen wühlen kann und ich weine der Imperal-Schreibmaschine doch etwas hinterher – aber die kann ich unmöglich mit ins Flugzeug nehmen. wie schon oft erwähnt, Australien ist nicht günstig und Essengehen ist hier definitiv für uns nicht oft drin. Stattdessen gibt es dann eben einen leckeren Kaffee und dann einfach etwas aus dem Supermarkt – wer Heimweh hat, im Canberra Centre gibt es sogar einen Aldi 😉 Bisher waren wir wenn indisches oder vietnamesisch essen, was definitiv lecker war, aber wir kochen dann doch lieber selbst und mieten für das gesparte Geld ein Auto 😉

Zum Weggehen ist es hier etwas mau (und ebenfalls wieder richtig teuer), es gibt Downtown ein paar Pubs, aber wenn man nicht trinkt, ist das nur bedingt spannend. Mein gewohntes Berliner Weggehen mit die Nacht durchtanzen ist hier unmöglich, da alles verdamm früh endet und zumacht. Später als 1 Uhr nachts war ich noch nie zuhause und ja, das fühlt sich weiterhin komisch an. Interessanterweise hat die Stadt aber einige enorm gute Musiker zu bieten und so gehen wir meist zu Live-Jazz mittwochs ins Old Canberra Inn, was auch nur ein paar Schritte von hier entfernt liegt. Dort lernt man schnell nette Menschen kennen und kriegt etwas von ihrem Alltag mit. So lernte ich z.b. eine liebe Frau kennen, die handgemachte Seifen auf dem samstäglichen Wochenmarkt verkauft und schwupps durfte ich zusehen und lernen, wie man das macht (denn ja, das steht auch auf meiner Agenda).

Insgesamt ist Canberra eine Stadt, in der es sich gut arbeiten und lernen lässt, da man sich eben nicht ständig mit zig anderen Dingen ablenken kann. Wir haben hier unseren Rhythmus gefunden, den ich täglich mit Spaziergängen in der Natur und so jeden zweiten Tag mit etwas Kulturellem verbinde und das war es dann auch schon. An der Uni besuche ich einige spannende, denkanregende Vorträge, wo ich auch wieder Menschen kennenlerne, mit denen ich dann etwas unternehme und doch, ich würde sagen, ich habe einen ganz guten Einblick ins Canberraer Leben bekommen. Dass wir kein Auto haben, ist in dieser Stadt leider echt ungünstig, da man sie nur bedingt erlaufen bzw mit dem Rad erkunden kann, aber wie gesagt, das wird sich noch ändern. Solltet ihr also herkommen, bedenkt das – und wenn ihr weitere Fragen habt, nur her damit!

Seid ihr zufällig schon einmal hier gewesen oder plant einen Aufenthalt? Wir sind gerade am Planen, wo wir Anfang August für um die zehn Tage hinfahren, denn ich muss doch noch ein wenig mehr von diesem Kontinent sehen. Wenn ihr Empfehlungen habt, besonders gerne im Bereich „spektakuläre Natur“ und „Wombat-Sichtung“ würde ich mich sehr freuen!

Sunday again.

[Gesehen]  Harry Potter (jupps, zum ersten Mal)

[Gelesen]  Traumpfade – Bruce Chatwin

[Gehört]  Get Well Soon

[Getan] viel gelesen (das Regenwetter musste ja genutzt werden); ein paar Ausstellungen besucht und ein paar neue Wanderwege erkundet


[Gegessen] Kürbissuppe; indische Linsen; Falafel in der Tortilla; Ofengemüse

[Getrunken] Grünen Tee; Kaffee; Chai

[Gedacht] hm.

[Gefreut] über meine Freunde und viele liebe Worte

[Geärgert] rücksichtslose Autofahrer

[Gewünscht] Worte

[Gekauft] 

Sunday again.

[Gesehen] Goodfellas; Pan’s Labyrinth

[Gelesen] nur Fachliteratur, Husserl, Heidegger, Schütz und Habermas 😉

[Gehört] Miles Davis

[Getan] eine Ausstellung über Masken der Torres-Straits-Bewohner besucht; beim Klimacafe gewesen und mit netten Menschen diskutiert; Couchsurfing-Meeting in Canberra besucht; durch den Botanischen Garten geschlendert (ich mag ihn sehr)


[Gegessen] viel selbstgemachte Pizza (wir hatten insgesamt 8 Stück); Joghurt mit Müsli und Obst; Brot mit Erdnussbutter & Marmelade; Karottensalat; Linse

[Getrunken] Kaffee; Zitronen-Ingwertee; heiße Zitrone; Weißwein

[Gedacht] manchmal findet man Motivation in den wunderlichsten Ecken

[Gefreut] anregende Diskussionen

[Geärgert] der fiese, kalte Wind lässt einen leider nicht draußen sitzen

[Gewünscht] heute mal ganz praktisch, nämlich Internet in der Wohnung

[Gekauft] Lebensmittel

[Reisen] Und es geht doch zurück nach Australien!

Die letzten Wochen habe ich mir sehr schwer getan, wohin meine Reise gehen soll. Mal sagte das Herz etwas, dann wieder der Verstand und so richtig rund wurde es einfach nicht. Noch immer will ich wahnsinnig gerne nach Mexiko, lerne dafür sogar Spanisch, aber die Zeit ist im Moment einfach nicht richtig. So ungern ich mir das eingestehe, da ich normalerweise zu der Fraktion „wenn du es willst, kannst du es machen“ gehöre – gerade hätte ich nicht genug Zeit, um einfach nur zu reisen, richtig einzutauchen und mich treiben zu lassen. Mich in einem neuen Land zu verlieren, was dort eben der Fall wäre. Mein Herz schreit Varanasi (Indien), der Ort, an dem ich mich so richtig wohl fühle, aber klimabedingt geht es einfach nicht. Noch viel zu heiß, dann kommt der Monsun und mein Körper ist auch noch nicht komplett erholt vom letzten Mal.

Dann gab es noch die Wahl zwischen Kanada oder Australien. Kanada habe ich ein Jahr lang dank Working Holiday kennen und lieben gelernt. Die Landschaft dort macht mich glücklich, besonders Vancouver Island fehlt mir nach wie vor und ich hätte sogar eine Bleibe dort bei herzensguten Menschen. Wo ich auch wieder hin will, aber nicht jetzt. Denn Australien verdient eine zweite Chance. Bis auf Canberra (und den Flughafen in Sydney) habe ich nichts von dem riesigen Land gesehen und einige der Dinge dort haben mich sehr erschreckt. Besonders der sehr offene Rassismus in Canberra hat mich verstört und ich muss dem Kontinent eine zweite Chance geben. Somit sehe ich mir zunächst ein paar Tage Sydney an, bevor es dann doch wieder in die Hauptstadt zu zwei weiteren Lieblingsmenschen geht, die mir fehlen. Kängurus und Wombats natürlich auch, die Natur hat mich auch Down Under absolut gekriegt und ich bin etwas traurig, dass ich meine Lieblingsjahreszeit, den Herbst verpasst habe und gleich in den Winter starte. Dafür hatte ich im Februar ja die Megahitzewelle miterlebt und ich bin neugierig, wie sich das Land nun anfühlen wird.

Wie lange ich genau in Canberra bleibe, weiß ich nicht, aber das hängt dieses Mal auch nicht nur von mir ab und somit lasse ich es einfach auf mich zukommen. Drei Monate darf man als Deutscher im Land bleiben, danach muss man ausreisen und ich denke mal, in dieser Zeit werde ich auch genug gesehen haben, um meinen ersten Eindruck zu revidieren oder zu merken, dass es nicht meine Welt ist. Auf jeden Fall werde ich euch hier in Reise-Beiträgen mitnehmen, euch Tipps zu Sydney (meine Liste, was ich sehen mag, ist lang) verraten und auch meinen Zwischenstopp in Chengdu (was bin ich aufgeregt, China ist mir so fremd) mit hoffentlich vielen Pandabildern bald veröffentlichen können. In Australien selbst will ich gerne auch Melbourne, Adelaide und einfach unbesiedeltes Land entdecken und habe mir dafür auch extra einen internationalen Führerschein geholt, dass es diesmal nicht daran scheitert.

Jetzt geht es für mich zu einem letzten Frühstück und dann schon zum Flughafen und auch wenn Fliegen nach wie vor nicht meine liebste Beschäftigung ist, die zehn Stunden bis nach Chengdu, die 17 Stunden Aufenthalt mit Stadtentdeckung und die weiteren 10 Stunden bis Sydney sind es wert. Wenn ihr günstig nach Australien wollt, ich flog jetzt beide Male mit Air China und kann sie euch empfehlen – auch wenn die englische Sprache nur bedingt vom Personal gesprochen wird, die Flugzeuge sind in Ordnung und das Essen (Hindu vegetarisch) verdammt lecker. Günstiger kommt man auf jeden Fall nicht hin und ich finde den Layover perfekt, da mir das lange Sitzen echt nicht so gut bekommt..und ich hier hoffentlich vom vielen Laufen so müde werde, dass ich dann auch im Flugzeug schlafen kann. Wer mag, auf Instagram (@leonaslalaland.de) könnt ihr täglich mitverfolgen, was ich so erlebe. Natürlich freue ich mich, wenn ihr verrückterweise einen Chengdu-Tipp oder auch etwas in Australien habt, was ihr mir empfehlen könnt!

[Reisen] Akutes Fernweh + Reiseinspirationen!

Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt, der weiß, dass ich viel und lange reise. Von zwölf Monaten dürfte ich so sechs Monate nicht in Deutschland sein und auch wenn ich erst Anfang März aus Australien zurückgekommen bin, ich bin innerlich schon wieder ganz kribbelig-unruhig und überlege schon, wo es als nächstes hingehen soll. Man kann durchaus sagen, dass ich an akutem Fernweh leide, welches es zu bekämpfen gilt.

Dazu bin ich natürlich schon online fleißig am Reise organisieren, sprich Flüge suchen, Preise vergleichen und auch so banale (aber wichtige) Dinge recherchieren, wie etwa, wo es demnächst dank Monsun viel und lange regnen wird. Denn auch wenn mein Herz laut „Asien und Australien“ schreit, wird es wohl erst einmal auf die andere Seite der Welt, nämlich nach Mittel- und/oder Südamerika gehen.


Da mir dieser Kontinent noch gänzlich unbekannt ist, bin ich bisher noch nicht weiter mit meiner Planung als, dass ich mir „Mexico Stadt“ und „Tulum“ länger ansehen mag und dann wohl Richtung Süden fahre/fliege. Auch wenn es noch nicht ganz fest ist, eine neue Sprache kann man immer mal lernen und so pauke ich seit etwas über einem Monat täglich Spanisch, was mir sehr viel Spaß macht und um Welten mehr als Französisch liegt (das hätte mir mal jemand in der Schule sagen können, wobei da gab es bei mir gar kein Spanisch, somit hatte ich sieben Jahre Latein und nur drei Jahre Französisch). Wenn also irgendwer einen „da musst du hin“-Tipp hat, würde ich mich sehr freuen und stelle euch jetzt einfach mal als Inspiration vor, wo ich mich die letzten zwölf Monate herumgetrieben habe, wenn es nicht Berlin sein sollte.

 

CANBERRA – AUSTRALIEN

Für viele bestimmt nicht der erste Ort, der einem zu Australien einfällt, dabei ist es sogar die Hauptstadt. Diese wurde komplett geplant, man fühlt sich hier wie in einer kanadischen/amerikanischen Stadt, die nur aus Vororten besteht, was etwas seltsam ist, aber mit dem Fahrrad wunderbar zu erkunden ist. Wie man auf dem Bild schon sieht, ist Canberra wahnsinnig grün, ich habe fünf Minuten zu Fuß von einem Park gewohnt, wo ich jeden Abend „meine“ Kängurus und Papageien traf. Landschaftlich ist es einfach nur unbeschreiblich, es gibt so viele Bäume/Pflanzen, die ich noch nie gesehen hatte. Herrlich! Solltet ihr ein Auto haben, fahrt von Sydney die drei Stunden mal hin (oder mit dem Bus, das tat ich) und schaut euch die (fast komplett kostenlosen) Museen der Stadt an, schlendert durch das Zentrum und lasst die Berge in der Ferne auf euch wirken – oder besteigt gleich Mount Ainslie. Da es von Deutschland aus aber schon etwas dauert, nach Australien zu fliegen, würde ich euch ja einen Zwischenstopp in Singapur/Kuala Lumpur empfehlen, da reist es sich entspannter und man bekommt noch ein bisschen Asien unterwegs. Meinen ausführlichen Bericht zu Canberra findet ihr hier, inklusive vieler toller Tipps, was man so unternehmen kann.

VARANASI – INDIEN

Für mich ist Varanasi wie eine zweite Heimat, ich war jetzt insgesamt zwei Jahre dort und liebe die nordindische Stadt direkt am Ganges. Ich kann euch nicht mit Worten beschreiben, was dieser den Hindus heilige Ort mit mir macht, aber sobald ich dort bin, bin ich einfach nur glücklich. Und entspannt. Dabei ist die Stadt hektisch, laut, dreckig und noch so viel mehr, was einen eigentlich stressen sollte. Tut sie aber null, ich sitze hier stundenlang teetrinkend an einem Ghat mit Blick aufs Wasser, unterhalte mich mit diversen Menschen (viele sind über die Zeit zu Freunden geworden, ich gehöre irgendwie mittlerweile für viele auch hier her) und forsche dann doch ab und zu noch für meine Doktorarbeit. Indien insgesamt kann ich jedem nur ans Herz legen, es verändert einen und man bekommt eine ganz andere (Welt-)Sicht zu vielen Dinge. Was so wichtig erscheint, ist auf einmal so banal. Man kann direkt nach Varanasi von Delhi aus fliegen, aber ich würde euch einen Zug empfehlen, das ist wieder so ein Erlebnis an sich.

BANGKOK, CHIANG MAI & KOH JUM – THAILAND

Komplett ungeplant (in Indien gab es im November kein Bargeld und ich floh) ging es nach Bangkok, dem einzigen internationalen Direktflug von Varanasi aus. Dort sah ich mir ein paar Tage die pulsierende, aber doch sehr ruhige Metropole an, fuhr dann mit dem Nachtzug hoch in die grünen Hügel Chiang Mais, was ich sehr schön fand und dann auf die Insel Koh Jum (mein absoluter Geheimtipp, wenn ihr auf Einsamkeit steht) im Süden. Fast einen Monat habe ich in Thailand verbracht und ich kann jetzt nachvollziehen, wieso so viele meiner Freunde gerne hierher fahren. Nicht so billig wie Indien, aber auch absolut nicht teuer und auch Vegetarier finden hier immer was..wobei ich mich auch nur von den Smoothies und Iced Thai Teas hätte ernähren können. Meine Beiträge zu der Reise könnt ihr hier noch einmal genauer nachlesen

FÄRÖER INSELN

Seit ich das erste Mal Island sah, wollte ich auch auf die Färöer Inseln und erfüllte mir endlich diesen Wunsch. Wenn man etwas außerhalb der Saison reist, keine Scheu vor Jugendherbergen hat und auch mal ein paar Tage Nudeln essen kann, ist das nämlich durchaus leistbar. Da Bilder manchmal besser als Worte wirken, habe ich euch mein kleines Video eingefügt, wo man sieht, wie rau-brachial-absolut atemraubend die Landschaft ist – und ja, da will ich wieder hin!

Ansonsten war ich noch in Malmö, eine nette, etwas verschlafene Stadt in Südschweden, im Elbsandsteingebirge (mit einem Trip quer durch die Tschechische Republik) und in Bamberg, damit ich auch noch etwas von Deutschland kennenlerne. Da das aber alles so „nah“ ist, lasse ich das mal aussen vor, wir wollen hier ja „weit“ weg. Diese drei Trips waren für mich auch enorm „kurz“ so 3-5 Tage sind eigentlich kein Zeitraum für mich, aber hier hat das doch gut ausgereicht, um die Gegend zu erkunden und aufzutanken 🙂

Jetzt bin ich aber neugierig, wo wird es euch dieses Jahr noch hinziehen? Oder seid ihr schon weggewesen und bleibt jetzt erstmal in Deutschland? Und falls wer Tipps zu Mittel- und Südamerika hat, nur her damit, ich würde mich wahnsinnig freuen!