Schlagwort: Cancun

Sunday again. Im Jahresrückblicksmodus.

Wenn der letzte Tag schon auf einen Sonntag fällt, muss ich das einfach nutzen und statt meines üblichen Sunday again – Wochenrückblick gibt es jetzt pro Kategorie einfach meine Highlights von 2017! Dieses Jahr war ich viel unterwegs, es ging von Indien – Australien – Deutschland – China – Australien – Singapur – Deutschland – Mexiko – Kanada – USA – Mexiko und allein das waren natürlich schon alles Highlights. Jetzt aber zu den Sachen, die mir spontan bei den einzelnen Kategorien in den Sinn kommen!

[Gesehen] Stranger Things

[Gelesen] Shantaram – Gregory David Roberts

[Gehört] Heaven is a Place on Earth – Belinda Carlisle

[Getan] absolutes Highlight waren die drei Wochen in Mexiko!


[Gegessen] gegrillter Kaktus

[Getrunken] Agua de Jamaica (Wasser aus aufgekochten Hibiskusblüten)

[Gedacht] danke Varanasi, ich kann es nicht erwarten, wieder in dir zu sein

[Gefreut] so tolle Couchsurfingmomente in Singapur, die ich noch ewig erinnern werde

[Geärgert] ein Jahr voller Misskommunikation

[Gewünscht] dieses Jahr war ein Warten auf Entscheidungen, die ich mir gerne schneller gewünscht hätte 

[Gekauft] Flugtickets zu all den tollen Orten & ein neues Macbook Air

Sunday again.

[Gesehen] Shameless und diverse Dokus über den Pacific Crest Trail

[Gelesen] Fachkram, Fachkram, Fachkram..und viel aus meinem Twitter-Feed

[Gehört] Kulturkapital-Podcast

[Getan] am Strand gewesen (und diverse Sonnenuntergänge beobachtet); viel mit lieben Menschen hier gesprochen, mein Spanisch wird besser; viel geschrieben und ein ganz verrücktes Abenteuer für 2018 realisiert – also nicht realisiert, aber der erste Schritt ist gemacht!

[Gegessen] veganen Portobello-Burger; Rosmarinkartoffeln (das hat sich vielleicht komisch am Strand angefühlt, aber ich hatte so Bock drauf); Yucatan-Brot; Wassermelone; Ananas

[Getrunken] Agua de limon y chia; Agua de naranja; Agua de Jamaica..also immer Wasser mit Obst und davon viel!

[Gedacht] wie auch letztes Jahr in Indien, fühlt es sich null nach Weihnachten in Mexiko an

[Gefreut] ganz liebe Nachrichten

[Geärgert] ein paar mexikanische Wohnungsproblemchen 😉

[Gewünscht] irgendwie bin ich dieses Jahr etwas in dem „können wir 2017 noch einmal starten-„Denken drin, was eigentlich so gar nicht meines ist. Aber es war emotional sehr erschöpfend.

[Gekauft] einen My-Anchestry-DNA-Test (was bin ich gespannt) & Lebensraum auf Zeit wie immer!

Sunday again.

[Gesehen] mehr von Quintana Roo; Shameless

[Gelesen] Unikram

[Gehört] Meeresrauschen & „I like to move it, move it“ (anscheinend sehr beliebt hier)

[Getan] eine Woche in Playa del Carmen verbracht; zurück nach Puerto Morelos gefahren; mit Freunden aus Berlin getroffen; die Pyramide in Cobá erklettert, in Cenoten geschwommen und nach Valladolid gefahren


[Gegessen] vegane Tacos mit Hibiskusblüten & Kohl; Kaktus-Quesadilla; Wassermelone; Kaktusfrüchte; Apfeljoghurt mit Müsli; Cappucchino-Muffin; Maracuja-Sorbet

[Getrunken] 7up light; Kaffee; Limettenwasser mit Chia; Grüntee; Jamaica

[Gedacht] Mexiko alleine ist eine ganz andere Welt – aber ich mag es sehr!

[Gefreut] ich liebe es, Freunde irgendwo auf der Welt zu treffen!

[Geärgert] Widder-Verhalten 😉

[Gewünscht] besseren Schlaf

[Gekauft] Mietwagen, Übernachtungen, Eintritte und Essen

Sunday again.

[Gesehen] Shameless

[Gelesen] nur Fachkram, im Moment viel über Phänomenologie, yay

[Gehört] Meeresrauschen

[Getan] Cancun erkundet & erlaufen: El Rey, Museo Maya, diverse Strände; mein holpriges Spanisch geübt und einfach die Sonne genossen; viel auf meinem Balkon gesessen & geschrieben

[Gegessen] Veggie Burrito; Churros; Maracuja-Eis; Mango-Sorbet; Veggie Lasagne; Tortillas mit verdammt guter Guacamole

[Getrunken] Guanabana-Wasser; Mangosaft; HIbiskusblüten-Wasser; viel Kaffee 

[Gedacht] wie viel schöner ich es in Cancun finde, New York war viel zu laut, kalt und hektisch

[Gefreut] wunderschöne Mayaruinen ganz für mich alleine

[Geärgert] unnötige Missverständnisse (wie immer)

[Gewünscht] im Moment etwas mehr Zeit

[Gekauft] Bustickets; Eintritte; Lebensmittel & wieder einen Mietwagen für 4€ am Tag, hachja!

[Reisen] 7 Tage in Cancún!

Als ich diesen September das erste Mal nach Mexiko flog, habe ich mich Hals über Kopf in das Land verliebt und war mir sicher, dass ich schon bald wiederkommen würde. Jetzt war das zwar doch etwas schneller als erwartet, aber ich beschwere mich null und würde mich sofort wieder ins Flugzeug setzen und das kalt-graue New York gegen Cancún tauschen. Wobei diese Stadt jetzt kulturell nicht das Nonplusultra ist, aber ich hatte trotzdem kein Problem, hier eine tolle Woche zu verbringen!

Cancún liegt im Bundesstaat Quintana Roo und ist bestimmt vielen von euch ein Begriff. Das ehemalige kleine Fischerdorf (bis in die 70er Jahre war es das noch, danach ging der Tourismus erst los) wird jährlich als Spring Break Ort aufgesucht, aber auch die Wintermonate über ist Hochsaison. Was man wirklich merkt, im September war quasi gar nichts los und jetzt sind überall amerikanische (und auch viele deutsche) Touristen unterwegs. Von Deutschland kommt man mit Condor recht günstig her, von den USA kam ich jetzt für knapp 100€ mit American Airlines runter.

Die Stadt lässt sich in zwei Teile einteilen, einmal Downtown mit den Vierteln, wo die normalen Menschen eben leben und dann die Hotelzone am Strand, welche Hotelkomplex an Hotelkomplex stehen hat. Man kommt für 12 Pesos mit Bussen ganz bequem von A nach B und zurück und ich persönlich liebe es ja, die einheimischen. billigen Transportmittel statt einem Taxi zu nehmen. Ich spreche nur rudimentär spanisch, aber jeder hier ist so freundlich und hilfsbereit, dass man sich da wirklich keine Gedanken machen muss.

Da man mich mit All-Inklusive-Strandhotels so gar nicht kriegen kann, habe ich mir ein sehr günstiges Zimmer in Downtown in einer Wohnung gesucht und lebe hier abwechselnd mit der Oma oder der Enkelin, wobei ich da auch noch nicht ganz durchblicke. Aber jetzt scheitert es dann doch an meinem Spanisch, Englisch spricht meine Gastoma leider nicht und so war die vegetarische Lasagne dann auch mal mit Fleisch 😉 Aber ich bekomme einen guten, zweiten Einblick in das mexikanische Leben und meine Nachbarschaft (am Las Palapas) gefällt mir super! Kleine Parks, schachspielende Menschen, Musiker und überall Lachen und Lebensfreude.

Ein paar Worte zum Thema „Kriminalität„, da ich das von Freunden jetzt schon mehrfach gefragt wurde. Ich laufe hier abends alleine herum und fühle mich absolut nicht unsicher, da überall Menschen sind. Auch habe ich immer einen offenen Stoffbeutel als Handtasche, sollte man mich bestehlen wollen, wäre es kein Problem. Aber bisher habe ich nicht den Eindruck gehabt, dass da irgendwie sonderlich dran interessiert wäre und auch am Strand lasse ich (das Leben des Alleinreisenden) meine Sachen einfach liegen, wenn ich ins Wasser gehe. Ein bisschen naives Vertrauen in die Menschheit, welches ich mir wohl auf ewig bewahren werde. In Cancún kommt es ab und zu aufgrund Drogenrivalitäten zwischen zwei Gangs zu Schiessereien, womit die Stadt als gefährlich bezeichnet wird, aber da ist man dann wohl leider wirklich zur falschen Zeit am falschen Ort. Der Alltag hier fühlt sich auf jeden Fall verdammt sicher an – wobei meine Wohnung zur Abschreckung drei separat abgeschlossene Türen hat, aber das ist in Mexiko irgendwie auch normal.

Was kann man nun in Cancún unternehmen – ganz klar natürlich an den Strand gehen. Wobei ich nicht an die von den Hotels (und Liegen) belagerten Strände will, somit kann ich euch Playa del Ninos und Playa Delfines empfehlen. Ersterer wird primär von einheimischen Familien besucht, wem das zu viel ist, direkt nebendran ist noch ein öffentlicher Strand (man muss nur durch den Zaun), wo ich mutterseelenalleine war. Playa Delfines ist zwar sehr belebt, aber da der Strand sehr lang ist, verläuft es sich eben und so hatte ich auch hier meine Ruhe. Sehr praktisch ist, dass dort auch direkt der Bus hält.


Da ich mich an Mayaruinen noch nicht sattgesehen habe, ging es auch nach El Rey (50 Pesos), wo ich quasi meine eigene archäologische Zone hatte, da war wieder kein Mensch. Dafür aber zig Iguanas, die teilweise so zutraulich (oder faul) waren, dass ich fast auf so ein Exemplar draufgetreten wäre. Man kann sich einen Guide nehmen, ich habe einfach ein bisschen vorher im Internet gelesen und dann die Ruhe dort genossen und die Kulisse auf mich wirken lassen. Von dort lief ich dann an Playa Delfines vorbei zum Museo Maya (70 Pesos), welches erst 2016 eröffnet wurde und mir sehr gut gefallen hat. Es gibt spannende Artefakte zu sehen, leider sind die meisten Schilder nicht auf englisch, aber auch hier bemüht man sich, mir zu helfen und irgendwie versteht man sich ja doch. Traumhaft hier ist der Garten, wo ebenfalls Ruinen gefunden wurden, man fühlt sich mitten im Dschungel und nicht 5 Minuten weg von der Strasse. Absolute Empfehlung von mir, wenn ihr nicht nur Strand haben wollt.

Damit wären wir auch schon mit den Beschäftigungspunkten durch, aber ich sollte noch erwähnen, dass man prima vegetarisch essen kann. Meist starte ich mit frischem Obst und einem Mango- oder Guanabana-Smoothie in den Tag (gibt es günstig an jeder Ecke) und schlemme mich dann am Abend durch die Stände von Las Palapas. Churros, Veggie Burritos, Veggie Tortas, gegrillter Kaktus mit Kartoffeln, pocito picante, dazu ein Fruchtwasser (oder Jamaica mit Hibiskusblüte) und danach noch ein Sorbet und man kann mich glücklich Richtung Bett rollen. Jupps, das Nachtleben, wofür Cancún eben so berühmt ist, lasse ich komplett weg, das ist nicht meine Szene, ich sitze lieber gemütlich mit einem Buch oder schreibend auf meinem Balkon.

Ansonsten erlief ich mir die Stadt, schaute mir diverse Parks an, suchte nach Krokodilen in den Mangroven, war mal bei Walmart (wo deutscher Hiphop lief) und plauderte mit vielen Menschen, die sich freuten, dass sich ein Tourist in ihre Ecke verirrt hatte. Die vielen Shoppingmalls habe ich gemieden, ich glaube aber, dass man hier verdammt gut einkaufen kann, zumindest scheint es alles und das in dreifacher Ausfertigung zu geben. Günstig ist Cancún aber nicht wirklich, ich schaute mal, was mich ein Macbook hier kosten würde und das wäre sogar noch 100€ mehr wie in Deutschland.


Für mich geht es jetzt weiter nach Playa del Carmen, wo ich ebenfalls wieder abseits der touristischen Pfade eine Wohnung gemietet habe (meine erste eigene Wohnung seit über einem Jahr) und mich dann von dort mit dem Mietwagen weiter fortbewegen werde. Man kommt zwar mit Fernbussen sehr gut in die großen Städte, ich will mir allerdings Cobá und ein paar Cenoten anschauen und da muss ich dann doch etwas flexibler sein. Aber Autofahren in Mexiko habe ich ja mittlerweile gelernt 🙂

Seid ihr schon einmal in Mexiko gewesen? Wenn ja wo und wie hat es euch gefallen? Ich bin jetzt zwar wieder in derselben Ecke, aber ach, 2018 ist schon Mexiko City geplant und dann will ich mir unbedingt den Süden anschauen..hätte ich im Ethnologiestudium doch mal etwas mehr Mexiko gemacht, aber ich erinnere mich nicht, auf nur ein Seminar dazu je angeboten gesehen zu haben. Hmpf!

Sunday again.

[Gesehen] Shameless

[Gelesen] viel methodischen Fachkram, besonders über die Grounded Theory

[Gehört] viele Podcasts über den Hinduismus

[Getan] Tschüss New York – Hallo Cancun! Grauen Herbst gegen Sonne & Strand eingetauscht!

[Gegessen] ganz viel frisches Obst, besonders Mango, Guaven & Ananas; Veggie Tortillas; verdammt gute Guacamole; Churros

[Getrunken] ich habe meine Fruchtwasser wieder, die sind so wunderbar erfrischend!

[Gedacht] jedem meiner Freunde geht es gerade absolut bekackt, wo haben wir uns da denn alle angesteckt?

[Gefreut] Sonne!

[Geärgert] JFK ist einfach nicht mein Flughafen, 30 Minuten Wlan und dann sitzt man da.

[Gewünscht] Einfachheit

[Gekauft] Flug, Hotel und den Bus vom Flug in die Stadt; bisschen Basiclebensmittel

[Reisen] Zurück nach Mexiko!

Im September flog ich sehr spontan das erste Mal nach Mexiko, genauer gesagt nach Cancun, und erkundete von dort in drei Wochen Quintana Roo und Yucatan. Dabei habe ich mich ein klein wenig absolut in das Land verliebt und nach drei Wochen im kalten Montreal und fünf Wochen im ebenfalls kalten und gleichzeitig verregneten New York setze ich mich heute wieder ins Flugzeug und mache mich gen Süden. Wieder nach Cancun, die Flüge sind einfach zu günstig und dann mal schauen, was ich genau wann, wo und wie lange mache. Statt einen Adventskalender zu öffnen, ist das quasi mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst 🙂

Zwar hatte ich ganz kurz mit Weihnachten in New York geliebäugelt, aber nee, ich brauche einfach Wärme und mehr Tageslicht, wovon mir Mexiko zum Glück genug bieten wird. Letztes Jahr verbrachte ich den Dezember ja zunächst in Thailand und Weihnachten ging es zurück nach Indien, Weihnachten 2018 sollte es dann vielleicht doch mal wieder zuhause bei der Familie sein. Zumindest mein bester Freund ist so gar nicht angetan von meiner Mexiko-Idee, nach New York wäre er nämlich gerne gekommen, aber mit Sonne und Strand kann er nichts anfangen.

Dafür ist aber eine andere Freundin von mir gerade schon in der Ecke und da wir uns seit bestimmt sechs Monaten nicht gesehen haben, wird das schön und ach, ich liebe es, Freunde in der Fremde zu treffen, das macht die Situation immer so anders. Nunja, langer Rede, kurzer Sinn, nach fünf Wochen in einer Stadt kribbelt alles und ich freue mich, gleich JFK wiederzusehen. Nicht. Der Flughafen ist absolut grottig, aber egal, ich will ja nur weg 😉

Was sagt ihr, Weihnachten unter Palmen oder geht das auch so gar nicht an euch? Ich bin ja gespannt, ob noch wer vielleicht sogar nach Mexiko fährt?

[Reisen] ¡Viva Mexico! #3 – ab nach Akumal & Tulum!

Heute kommen wir also zum letzten Teil meines Mexiko-Urlaubes, der viel zu kurz war! Ok, für die meisten sind drei Wochen ganz schön viel, ich muss aber definitiv wieder hin. Was wir so im Yucatán unternommen haben, könnt ihr hier nachlesen und über meine erste Woche in Puerto Morelos habe ich euch hier erzählt. Gestartet sind wir wieder in Playa del Carmen, wo wir erneut den Mietwagen spottbillig über billiger-mietwagen bei Alamo für 4 statt 40€ am Tag bekommen haben. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie diese Seite es macht, aber bisher haben alle meine Buchungen einwandfrei funktioniert und so frage ich nicht nach, sondern freue mich über einen Mietwagen für 16€ für 4 Tage 😉

Zunächst fuhren wir also runter nach Akumal wo es uns mitten in den Dschungel verschlug. Zwar fuhr man nur zehn Minuten vom Highway über einen „Weg“ bis zu der Villa Duendes , aber man fühlte sich trotzdem inmitten grüner Wildnis. Ein ganz tolles Anwesen, sie haben Steindomes, in denen man sehr bequem schlafen kann, einen riesigen Pool, Ruhe und doch funktionierendes Wlan.

Nach einer kurzen Pause ging es aber dann doch direkt nach Akumal an den Strand, den Sonnenuntergang und einfach nur das Idyll genießen. Wobei mein Freund hier doch sehr traurig war, dass sich so viel verändert hat. Statt als Kind, wo er hier wild mit seiner Familie campen konnte, steht nun Hotel an Hotel den gesamten Strand entlang (und kostenlos parken kann man auch nirgends mehr). Solange man aber nur aufs Meer schaut, ist es wunderbar. Abends fuhren wir dann in die „richtige“ Stadt Akumal, mehr ein Dorf und aßen lecker unter Einheimischen an einem Foodtruck, bevor wir es uns alleine im Pool gemütlich machten.

Am nächsten Morgen kam dann eines meiner absoluten Highlights, wir fuhren zurück an den Strand und schnorchelten mit Meeresschildkröten. Diese legen in Akumal nämlich ihre Eier an den Strand und futtern sich hier dann gerne durch das Seegras. Kennt ihr das, wenn ihr einfach nur weinen könntet, weil ihr so glücklich seid? Schaut einer Schildkröte unter Wasser beim Grasfressen zu, diese Tiere sind sooooo wunderschön! Gar nicht scheu, schwimmen sie mit einem da rum, tauchen neben einem mal aus dem Wasser, gucken einen an und man sieht die kleinen Zähnchen. Wir hatten das Glück, dass es an dem Tag etwas stürmisch war und wir das Wasser (und die Schildkröten) ziemlich für uns alleine hatten. Wir verbrachten lange Zeit im Wasser, sahen uns auch das Korallenriff und die anderen Fische an, besonders die Stachelrochen waren auch absolut grandios! Mehr braucht es nicht, mich rundum glücklich zu machen und meinem Freund ging es da zum Glück ähnlich. Nachmittags ging es dann nach Tulum, wo wir erstmal auf der Hauptstraße einen Kaffee tranken.


In Tulum schliefen wir zwei Nächte in einen traumhaft schönen Appartement, nämlich im Loto Tulum. Das liegt nicht in Strandnähe, sondern abseits in der Stadt, wodurch es sehr ruhig ist und da wir ein Auto hatten, war das auch kein Problem. Da es schon langsam dunkel wurde, machten wir uns schnell wieder auf Richtung Strand. Hier ist es allerdings echt schwierig, einen Parkplatz zu finden, da die einzige Straße vollgebaut ist und man entweder bezahlen oder eben einen Restaurant/Hotelparkplatz nutzen muss. Wir tranken dann im Endeffekt überteuert etwas und machten uns dann auf an den Strand. So voll die Straßen und Restaurants auch waren, hier hatten wir wieder unsere Einsamkeit. Da es uns aber insgesamt zu teuer war, fuhren wir zurück in die Stadt und schnappten uns leckere Tacos.


Für den nächsten Tag stand der Nationalpark Sian Ka’an auf dem Programm, durch den wir erst mit dem Auto fuhren, dann etwas am Strand blieben und schließlich mit einem Boot zwei Stunden durch die Mangroven fuhren. Wir hatten einen sehr netten Guide dabei, sahen Seekühe (und Babyseekühe) sowie Krokodile und viele ausgefallene Vögel. Die Mangroven selbst waren etwas enttäuschend, wir fanden dann aber heraus, dass sie vor einigen Jahren durch einen Hurricane stark zerstört wurden und somit erst wieder am Wachsen sind. Eine schöne Ruhepause war es aber trotzdem und solltet ihr Zeit haben, schaut euch Sian Ka’an einmal an.

Die Mayaruinen in Tulum standen seit Jahren auf meiner Reiselist und ich musste mich echt kneifen, als ich endlich davor stand. Sie sind direkt am Meer und das ist eine phänomenale Kulisse, die einen umhaut. Wieder waren wenig Leute unterwegs, wir trafen einen Nasenbären und eine Schlange, sowie enorm viele Iguanas, die sich sonnten. Nach bestimmt zwei Stunden hatten wir uns alles genug angesehen und fuhren nicht weit weg an den öffentlichen Strand, noch einmal das Meer genießen. Von Strandseite aus könnt ihr auch umsonst an den Ruinen parken (und nicht bei den überteuerten Parkplätzen von Seiten des Highways). An dem Strand gibt es einen Zeltplatz, wo man mitten im Dschungel sitzen kann und wieder nicht so viel Geld für die Getränke bezahlen muss; mein Kaffee dort war auch typisch mexikanisch mit Zimt und anderen Gewürzen, was ich ganz lecker fand. Zwar zu weihnachtlich für 36 Grad, jetzt gerade hätte ich ihn aber gerne wieder! Uxmal bleibt meine liebste Mayaruine, aber Tulum kommt direkt dahinter und ich kann es jedem nur ans Herz legen, hier einen Stop einzuplanen!


Von Tulum fuhren wir dann abends geschwind nach Puerto Morelos zurück, wo wir eine AirBnB-Wohnung (meine erste) gebucht hatten. Das wurde eine kleinere Katastrophe, was ich euch hier schon erzählt habe und dann verbrachten wir nur noch ein paar ruhige Tage mit der Familie meines Freundes, bevor es dann für mich mit Interjet (superbillig!) von Cancun nach Montreal ging.

Ja, noch immer bin ich schwer verliebt in Mexiko und würde am liebsten direkt zurück, aber jetzt gibt es erst einmal ein wenig USA. Seid ihr schon einmal dort gewesen? Wenn ja, wo denn und wie hat es euch gefallen? Als nächstes muss es für mich Mexico City und Oaxaca werden, 2018 soll mir das irgendwie ermöglichen 🙂

[Reisen] ¡Viva Mexico! #1

Ziemlich spontan ging es für mich am 10.9. nach Mexiko, genauer gesagt flog ich nach Cancun (geht ziemlich billig mit Condor) und fuhr von dort direkt weiter nach Puerto Morelos. Dieses kleine, vom Tourismus noch ziemlich verschonte Dorf liegt auf halbem Weg zwischen Cancun und Playa Del Carmen und bietet einem recht leere Strände und eben etwas mehr als nur riesige Hotels und Pizzerien mit dröhnender Musik. Ich besuchte dort einen meiner Lieblingsmenschen, dessen Familie in Puerto wohnt und so hatte ich gleich mal einen guten Einblick, was Familie in Mexiko bedeutet, sehr spannend und unterhaltsam sage ich euch!

Wir blieben erstmal eine Woche in Puerto, genossen den Strand und die Mangroven, unsere sehr günstige Ferienwohnung (dank liebem kanadischen Vermieter) hatte auch noch einen Pool und so erlebte ich einfach ein wenig mexikanischen Alltag. Wir schauten uns Playa Del Carmen und Cancun an, zwei touristisch doch ziemlich zerstörte Orte, an denen man aber auch noch ein paar feine, etwas unberührtere und leistbare Ecken findet. Und wenn man einfach nur auf das unsagbar blaue Meer und nicht hinter sich schaut, ist es traumhaft schön!

In Puerto Morelos selbst gibt es nicht allzu viel zu tun und so waren wir meist am Strand, sind herumspaziert und haben lecker an günstigen Straßenständen gegessen. Wann immer ich mein Soy vegetariana herausstammelte, sah man mich allerdings verstört an und sagte dann, dass man nichts für mich zum Essen hätte. Was aber gar nicht stimmt, Mexikaner sehen vegetarische Gerichte nur nicht unbedingt als vollwertige Mahlzeit an. So durfte mein Freund hier immer dolmetschen und dann gemeinsam mit dem jeweiligen Koch etwas für mich zusammenwürfeln – ich bin übrigens ganz vernarrt in gegrillten Kaktus! Was ausnahmslos immer gut geschmeckt hat und ach, was läuft mir jetzt beim Tippen schon das Wasser im Mund zusammen. Über das frische Obst (und die Säfte sowie Sorbets!) kann ich gar nicht genug lobende Worte schreiben, soooo perfekt reif waren die Mangos, ich konnte nicht genug davon essen. Hier muss man wieder schnell sein, sonst wird einem Chili und Limette drübergeschüttet, was jetzt weniger mein Geschmack ist. Sehr lecker sind auch die sogenannten „Fruchtwasser“, die es überall gibt – da wird gerne Jamaika (eine Blume) oder auch Zitrone und Gurke reingemixt und das erfrischt wunderbar!


Ein ganz besonderes Erlebnis war mein erster Besuch in einer Cenote, ich musste erst einmal googlen, wo wir da denn jetzt hinfahren. Die ganze Quintana Roo und auch Teile von der Yucatan Region sind voll von diesen unterirdischen Höhlen, welche mit Süßwasser gefüllt sind, worin man schwimmen kann. Das ist eine ganz besondere Umgebung, über einem flattern die Fledermäuse, um einen herum hat man interessante, nicht von dieser Welt erscheinende, Kalksteinformationen und man selbst ist in erfrischend kaltem, klaren Wasser, in welchem kleine Fische umherschwimmen. Meist gibt es ein, zwei Löcher in der Decke, also im Erdboden, durch die man Licht und Sonne bekommt, was das Ganze noch unwirklicher erscheinen lässt. Insgesamt waren wir leider nur zweimal in einer Cenote, ich weiß aber schon, dass ich das noch einmal erleben werde, irgendwie! Kann ich euch absolut nur ans Herz legen, solltet ihr die Gelegenheit haben..und wer mutig ist, springt einfach durch das Loch in das kalte Wasser!

Nach Playa del Carmen und Cancun fuhren wir jeweils mit Sammeltaxis (Collectivos), was ziemlich günstig ist und mich sehr überrascht hat. Statt heiß und vollgequetscht, waren das nämlich bequeme, vollklimatisierte Kleinbusse, in denen nur so viele Menschen saßen wie es auch Plätze gab. Das kenne ich von Indien doch ein wenig anders. Auch im öffentlichen Bus ging es sehr geordnet zu, aber immerhin war es hier heiß 😉 Also sich ohne Auto fortzubewegen, ist kein Problem und man muss auch auf ein privates Taxi nie lange warten. Wir haben uns dann aber doch einen Mietwagen für ganze 4€ pro Tag geleistet und ich weiß nicht, ob da ein Buchungsfehler im System war, aber ich habe es zweimal hintereinander geschafft, bei Alamo ein Auto für je 4 Tage und insgesamt 16€ zu buchen. Der Mietarbeiter war auch sichtlich irritiert und wollte wissen, wie ich das bitte gemacht habe (über billiger-mietwagen übrigens und nein, das ist nicht gesponsert).


Die Stadtzentren beider Städte fand ich noch ganz in Ordnung, hier ist mexikanisches Leben, man kann günstig essen und sieht etwas Alltag(sleben). An den Stränden hat es aber Ballermann-Atmosphäre und das ist einfach nicht meines. Es reiht sich Hotel an Hotel, die Musik ist dröhnend laut und es gibt kaum einen öffentlichen Platz am Strand, wo man sich einfach mit seinem Handtuch hinlegen kann. Stattdessen reihen sich die Liegen aneinander und man wird verscheucht, wenn man nicht Hotelgast ist. Wir hatten dann doch wieder Glück, fanden nette Mitarbeiter, die uns einfach mal eine Stunde umsonst auf einer Liege sitzen ließen. Die Mittagssonne ist nämlich doch ganz schön stark und so ganz ohne Schatten nicht aushaltbar. Das Meer macht dann aber alles wieder gut, die Farben sind einmalig, so so türkis-grün, wunderschön! Da konnte ich einfach nicht genug von bekommen, also von den Farben in Mexiko im Allgemeinen, die sind so strahlend, da ist Photoshop nichts dagegen!

Dann wurde es auch schon Zeit für unseren ersten Roadtrip, der uns nach Mérida, Uxmal, Chichen Itzah, Tizimin und Las Coloradas geführt hat, dazu dann aber mehr im zweiten Teil. Als kleinen Teaser kann ich allerdings schon anmerken, dass Autofahren in Mexiko ein Erlebnis für sich ist, da Straßenregeln eher Anregungen als Regeln sind und ich noch immer fasziniert bin, keinen Unfall gehabt zu haben..mal sehen, ob noch ein Strafzettel kommt 😉

Mexiko hat mein Herz im Sturm erobert, so viel erinnert mich an Indien und all die herzlichen, lächelnden und entspannten Menschen, dazu noch diese unbeschreibliche Natur, die Farben, die Geschichte und all die tollen Mayaruinen, die ich erleben durfte..hachja! Seid ihr schon einmal in Mexiko gewesen oder steht es (wie bei mir seit Jahren) auch auf eurer „travel-list“? 

[Reisen] Auf nach Mexiko!

Manchmal bin ich mir fast selbst zu spontan – aber so habe ich vor einer Woche meinen Flug nach Cancún gebucht, wo ich ungefähr jetzt landen dürfte (ein Hoch auf mein mal funktionierendes Vorbloggen). Eigentlich „muss“ ich nach Kanada, ein paar Dinge von meinem Working Holiday Jahr regeln, aber ich wollte auch noch etwas Sommer haben, da ich die letzten Monate im winterlichen Canberra verbracht habe. Nach ein paar Flugsuchen und Überlegen habe ich mir dann gedacht, dass ich doch zwei Wochen in Mexiko machen und dann erst nach Montreal fliegen werde und genau das liegt jetzt vor mir. Nach Cancún kommt man übrigens sehr günstig von uns aus mit Condor, ob ich das empfehlen kann, weiß ich jetzt allerdings noch nicht.

Ebenfalls kann ich auch noch nicht sagen, was ich genau machen werde, außer dass ich mit einem meiner Lieblingsmenschen Zeit verbringen werde, der mir sein Land etwas zeigen will. In Cancún selbst werden wir uns wohl kaum aufhalten (außer ihr habt Tipps, was man dort machen sollte), es wird gleich weiter südlich nach Puerto Morelos und Tulum sowie noch nach Mérida gehen, quasi einmal Yucatán im Schnelldurchlauf. Bisschen blöd bei Mexiko ist, dass man schon bei der Einreise ein Formular ausfüllen muss, wo man seine Abreisedaten angeben muss, sonst wären wir da noch etwas flexibler. So bekomme ich jetzt aber mal einen ersten Mexiko-Eindruck und ich habe das Gefühl, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, Mexico City will ich nämlich auch unbedingt sehen!

Spannend wird auch, wie weit ich mit meinem Spanisch so komme, seit ein paar Monaten lerne ich da mit einer App täglich ein wenig. Insgesamt vielleicht nur 15 Minuten, aber auch so baut man einen Wortschatz auf und die Grammatik ist (zumindest am Anfang) nicht allzu fordern. Dass ich Latein hatte, hilft hier definitiv auch. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, meine paar Brocken am lebenden Objekt auszuprobieren und Reaktionen zu bekommen. „Soy vegetariana“ war so einer der ersten „Sätze“, den ich mir gemerkt habe, was dann bei meinem mexikanischen Freund nur Lachen erntete. Seine Reaktion war, dass wir dann lieber eine Wohnung mit Küche mieten sollten und ach, wenn sie nicht zu weit vom Meer entfernt ist, bin ich da sowas von dabei.

Apropos Meer, was freue ich mich! Zwar war ich erst letzten Dezember in Thailand ausgiebig am/im Meer, aber mir fehlt das Wasser einfach. Ich glaube ja auch noch, dass ich irgendwann mal am Meer wohnen werde und zwar für länger als ein paar Wochen, das zählt nicht 😉 Den Ganges zähle ich hier mal nicht mit, auch wenn es Wasser ist. Und komplett unabhängig, aber ich hätte sehr Lust, mich mal an Salsa zu versuchen, ich kann nämlich nicht auf mir sitzen lassen, dass „wir Europäer“ nicht tanzen könnten. Zwar weiß ich nicht, ob ich meine Hüfte so bewegen kann, wie man das in meiner Vorstellung schaffen soll, aber komplett ohne Taktgefühl bin ich nun auch wieder nicht geboren. Am besten natürlich abends am Strand, wenn schon Klischee, dann aber richtig. Und eine Schildkröte will ich auch treffen, so 🙂

Natürlich versuche ich, dass es hier weiter täglich was zu lesen gibt, Wifi scheint allerdings eine nicht unkomplizierte Angelegenheit zu sein, also seht es mir nach. Einen Reisebericht wird es Ende September aber auf jeden Fall geben! Wenn also wer Yucatán-Tipps hat, gerne auch vegetarische Restaurants oder tolle Wanderungen, nur her damit, ich würde mich sehr darüber freuen!