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[Reisen] Phir Milenge, Indien!

Die letzten sechseinhalb Wochen vergingen echt wie nichts und jetzt heißt es schon wieder, Abschied von Indien zu nehmen. Da ich bei vorherigen Aufenthalten immer 4-6 Monate geblieben bin, fühlt es sich aber echt ein wenig zu kurz an; besonders bei dem langen Fliegen. Wobei ich aber mich aber auch sehr freue, mir auf dem Rückflug noch Helsinki anzusehen und dann Weihnachten in Deutschland zu feiern 🙂

Begonnen habe ich mein Abenteuer (wie fast immer) in Delhi und dort ist es heute auch geendet. Dazwischen war ich in den Bergen in Rishikesh, habe meine alte Heimat Varanasi für drei Wochen besucht, mich kurz in Lucknow umgeschaut und dann noch zehn Tage Vipassana-Meditation in Shravasti (an der Grenze zu Nepal, wo Buddha gerne die Monsunzeit verbrachte) erfahren. Zu allem kommt natürlich noch ein bisschen mehr, beim Reisen selbst fehlt mir aber meist einfach die Zeit zum Schreiben, da bin ich lieber draußen und erlebe, treffe Freunde und lerne neue Menschen kennen.

Zum letzten Mal werde ich bestimmt nicht in Indien gewesen sein (ich habe ein gültiges Visum bis nächsten Oktober..), dafür hängt mein Herz einfach zu sehr an dem Subkontinent und seinen vielen, so unterschiedlich und spannenden, Ecken. Noch weiß ich so gar nicht, was ich 2020 machen werde, aber jetzt gerade (nach meinem letzten leckeren Thali) bin ich mir sehr sicher, dass ich bald wieder in Delhi herum stolpern werde!

Seid ihr schon einmal dort gewesen? Für mich war es jetzt das fünfte Mal, aber ich lerne jedes Mal noch immer dazu 🙂

[Reisen] Zurück nach Nord-Indien!

In etwa drei Stunden werde ich endlich – ENDLICH – wieder indischen Boden betreten. Fast drei Jahre ist es her, dass ich zuletzt in Varanasi gewohnt habe und ach, mir fehlen meine Freunde, das Essen und die besondere Atmosphäre, die ich nur an diesem Ort der Welt bisher gespürt habe, einfach wahnsinnig. Da Indien aber auch nicht das einfachste und entspannendste Land ist und ich nicht nur mal „schnell“ drei Wochen hinfliegen wollte, hatte es vorher einfach nicht gepasst.

Dies war am 28.12.2016 meine letzte Sicht über Varanasi, bevor es mit einem Freund damals noch drei Wochen durch die Bundesstaaten Uttar Pradesh und Rajasthan ging. Dieses Mal fliege ich mit Finnair (fragt mich nicht wieso, aber Frankfurt-Helsinki-Delhi muss wohl eine sehr beliebte und dadurch auch günstige Route sein) und schaue mir zunächst ein bisschen Natur in Uttarakhand an und gehe wandern, bevor es dann 19 Stunden mit dem Zug von Hardiwar nach Varanasi (pünktlich um Dev Deepavali zu feiern) geht! Dort kann ich dann entweder gleich vier Wochen bleiben oder je nach Lust und Laune noch ein bisschen den Osten Indiens erkunden! Nach Kolkata würde ich auch sofort wieder, die Stadt gefiel mir enorm gut beim letzten Besuch. Aber ich plane da nicht, denn es passieren eh immer Dinge, die meine Pläne wieder umwerfen würden.

Da ich nun etwas über sechs Wochen (absolut nicht genug, aber dann kommt Weihnachten) in Indien bleiben werde, habe ich kein e-Visum, sondern mir ein ganz normales 1-Jahres-Visum mit mehreren Einreisen geholt, sodass ich sogar nächstes Jahr einfach wieder hinfliegen kann, wenn ich Lust habe und den bürokratischen, etwas zeitraubenden Einreise-Stress nicht habe. Mal schauen, ob das passieren wird, noch weiß ich so gar nicht, wie ich das Jahr 2020 (krass, 2020!) gestalten werde. Das Visum kann man in Frankfurt ganz leicht beim IGCS, beantragen, solltet ihr das auch machen wollen – in dem Büro kriegt man auch schon einen ersten Eindruck von Indien 😉 Es gibt sogar ein bis fünf Jahre gültiges Touristenvisum und ich habe schon sehr damit geliebäugelt..vielleicht beim nächsten Mal!

Seid ihr schon einmal in Indien gewesen oder wollt ihr demnächst einmal hin? Ist zufällig wer Mitte November in Varanasi unterwegs? Wenn ihr Tipps für Nordindien haben wollt oder Fragen habt, gerne her damit – ich versuche jeden davon zu überzeugen, dass man mindestens einmal im Leben dagewesen sein sollte!

[Video] Mein Leben in Indien

Wer noch meinen alten Blog gelesen hat, der weiß, dass ich schon mehrmals in Indien war. Genaugenommen war ich drei mal für je sechs Monate dort..somit kann man nicht unbedingt von einem „Leben“ a la Auswanderung sprechen, aber ich weiß doch, wie der Hase dort hoppelt 😉 Ich wurde auf Youtube gefragt, ob ich da nicht ein wenig drüber erzählen kann..in „wenig“ bin ich schlecht, da ich seeeeehr viel zu erzählen habe. Somit habe ich mich mal an der ersten Folge versucht und sie zum Thema „wieso, weshalb, warum und wie“ gestellt:

Vielleicht spielt der ein oder andere von euch ja mit dem Gedanken mal nach Indien zu fahren, ein Praktikum im Ausland zu machen etc etc 🙂 Ich habe das damals kurz vor Abschluss meines Magisters in Ethnologie gemacht (also Urlaubssemester genommen, Praktikum/Stipendium besucht und schwupp) und kann es nur jedem empfehlen. Lasst es euch nicht erzählt, lasst es euch selbst erleben 😉

Wenn ihr Fragen habt, Reisetipps wollt (dazu bin ich ganz gut, weiß auch schon Marco Polo & HRS) oder mehr von „meinem Indien“ hören wollt, freue ich mich natürlich! Allerdings bin ich auch sehr neugierig und fände spannend zu erfahren, wo ihr schon so wart, was ihr da gemacht habt und wo ihr noch hin wollt! Ich sitze hier ja auf brennenden Kohlen, dass sie die Vergabe der Working Visa 2014 für Kanada starten..wenn alles klappt und ihr mir Daumen drückt, sehen/lesen wir uns bald aus Vancouver 😉

Versuch eines Dutyfree-Einkaufs in Delhi ;)

Menno! Da lese ich schon vorher schlimm klingende Berichte ueber den Dutyfree-Bereich und stehe dann echt in einer Baustelle, wo es so gar nix gibt…MAC geschlossen, Smashbox Ramschausverkauf (und alles war so kaputt, das wollte man echt nicht mehr billiger). Somit gings dann zur Aufmunterung erstmal Zigaretten und Schnapps als Mitbringsel kaufen und mein Koerbchen fuellen 😉 Und dann habe ich mir Parfumwuensche erfuellt..zwei Duefte, die ich schon lange haben will, aber dann doch immer am Preis scheiterte. Jetzt gab es aber so tolle Dutyfree-Special-es war mal Weihnachten-Limited Editions-Pakete..und los geht’s:

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Und ja, ich habe hier doch echt Schnaeppchen gemacht..also das Nina Ricchi Parfum kostete fuer 80ml plus Bodylotion genausoviel wie das 50ml Parfum einzeln..da konnte ich dann doch nicht, da ich schon soooooo oft an dem Duft hing, ihn aber immer wieder mit ‚zum naechsten Mal‘ vertroestete..und dann Issey Miyake..dieser Duft ist so traumhaft speziell..dazu gabs sowohl Bodylotion als auch Duschgel..und ich kanns schon gar nicht abwarten, mich darin einzuhuellen 🙂

Dann ueberlegte ich lange noch, ob ich Lola von Marc Jacobs haben will, da es dort auch ein unsagbares Angebot gab, aber der Duft ueberzeugte mich irgendwie nicht genug. Er riecht ’nett‘, aber ’nett‘ reicht mir einfach nicht..somit wars das dann und ich nach 50 Minuten schon fertig im Dutyfree..Rekord glaube ich 😉 Aber ok, der Dutyfree in Dubai (wo ich schon zweimal kaufte..) ist doch ein klein wenig anders..allein die verwaiste Guerlain-Palette gestern..ich wollte so unbedingt doch nur ein Produkt und dann gabs das nicht..nachja..muss ich dieses Jahr leider weiterhin verreisen..wie aeh bloed..

Da ich ja eine Bilderflut wollte..noch ein bisschen andere Impressionen 😉

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Dieses Ding gab es, weil ich zwei Parfums kaufte, umsonst dazu..aha *g* Ich guckte es mir erst nicht naeher an, sah nur schon wieder Boss Orange (das verfolt mich zur Zeit doch echt!) und fand heute heraus, das ist keine Tasche oder ein Kulturbeutel zum Aufnhaengen wie ich dachte..sondern, es wird eine Decke. Eine Picknickdecke 😉 Nunja, sowas habe ich definitiv noch nicht. Braucht man jetzt auch nicht, aber hey, es war umsonst 😉

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Mein letztes indisches Essen 😉 Und eine Premiere..ich weiss nicht, wann ich das letzte Mal bei Mc Donalds gegessen habe (Ausser Kaffee und McFlurry..also das ist echt Jahre her)..aber ich habe im Moment eine aeh (achtung eklig) Zungenreizung und es geht nix gewuerztes..was in Indien schwer ist und nunja, da es hier viele vegetarische Burger gibt, dachte ich mir, versuchen wirs doch mal. Und mein Koerper hat es sehr gut vertragen, es hat mir geschmeckt (soviel ich schmeckte), es tat nicht weh und es machte mich satt. Also alles was man immer gegen Fastfood sagt..ich habe die Befuerchtung, gaebe es diese Burger auch in Deutschland, wuerde ich vielleicht haeufiger mal Fastfood essen..wobei die Pommes nicht lecker waren 😉 

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Und hier dann endlich auch fuer mich mal Schnee..irgendwo ueber Frankreich und mit Sonnenuntergang..so hat man das doch gerne! 🙂

Tschuess Indien, Hallo Deutschland!

[gestern in einer langen voller Reflexion vorgeschrieben, pluedere ich doch jetzt gerade den Dutyfree-Shop!]

Zeit ist ja immer so eine Sache.

In einem Moment scheit sie gar nicht zu vergehen, im naechsten fliegt sie nur so dahin und man fragt sich, wo sie geblieben ist. Ich bin genauso zwiegespalten..4,5 Monate Indien sind um. 4,5 Monate mit mir allein in einem anstrengend wunderbaren Land. An einigen Tagen (besonders den ersten, wo ich sehr krank war) dachte ich die Zeit geht gar nicht rum. Nun ist sie um und ich bin ueber die Ploetzlichkeit ueberrascht. Soviele neue wunderbare Erfahrungen und Menschen kann ich nun Teil meines Lebens nennen und soviel habe ich ueber mich selbst gelernt. Traurigkeit und Vorfreude wechseln sich hier echt minuetlich ab und ich muss sagen, ich bin unfassbar froh, dass ich weiss, ich komme ja wieder.

Und zwar nicht erst nach drei Jahren [wie beim letzten Abschied von Indien], nein, schon in diesem Jahr wieder. Wieder im September und wieder den Winter ueber. Wohl nicht so lange, denn teilweise war es doch sehr ungemuetlich bei der Kaelte..aber auch zwei Monate Indien werden sehr schoen werden und helfen mir hier gerade nicht emotional total durchzudrehen..man fuehlt sich irgendwie zwischen den Welten verloren..

Heute Abend um 18.00h bin ich wieder auf deutschem Boden, meine Mama holt mich vom Flughafen ab, wir fahren gleich zu Oma und Opa und ich freue mich so sehr darauf..irgendwie fuehlt man sich ohne Familie nicht komplett..zumindest ich. Und auch wenn ich eigentlich am anderen Ende von Deutschland lebe, ich kann jederzeit in den Zug, das Auto steigen und hinfahren..diese Moeglichkeit wiederzuhaben, macht mich gluecklich 🙂

Blogtechnisch wird es erstmal gaaaaaanz viele Einkaufsberichte geben, ich hoffe, ich uebersaettige nicht *g* Aber ich habe in Indien nichts relevantes an Klamotten gekauft und so etwas online die Laeden gepluendert..ist aber auch dringend noetig, habe ich die Zeit hier genutzt, um mich von alten Dingen zu trennen..ich bin da etwas trennungsschwer *g* Hachja..und endlich mal wieder ein Outfit tragen und nicht nur moeglichst meinen Koerper verhuellende Dinge..ich glaube, es gibt zwei Wochen lang nur Leggings und Kleidchen dazu..egal, was das Wetter vorhat *g*

Freunde und Weggehen sind neben Familie noch das, was in Indien fehlt. Ersteres funktionierte einigermassen, aber man kann nicht weggehen und mein Tanzdefizit..es schmerzt richtig! Gut, dass ich in Berlin wohne 😉

Nun also einmal nonstopp zurueck..ich bin echt nicht gut im Fliegen, also ich tue es auch ohne Drama, aber schliesse doch echt immer mit meinem Leben vorher ab..egal, welche Statistik mir vorgelesen wird (im Endeffekt finde ich nun auch Busfahren gruselig, danke *g*)..ich mag die Hoehe nicht und diese Unbeeinflussbarkeit des eigenen Seins..somit wird sich mit Musik abgelenkt bis der MP3-Player ausgeschaltet werden muss..[jetzt ueberlegte ich, ob es ein spezifisches Indienlied gibt..ich habe sehr viel MIA gehoert, sie quasi neu entdeckt und hm Olli Schulz]..somit ein kleiner Vorgeschmack:

Anhoeren und ein kleines bisschen an mich denken, wie ich mich panisch an der Armlehne festkralle..natuerlich ganz unauffaellig *g*

Einmal pink zum Trinken, bitte ;)

„Trink in Indien ja keine frischgepressten Saefte von der Strasse!“
„Aber sie sind einfach so lecker. Und pink.“

Solche Diskussionen fuehrte ich oefter mal mit um mich besorgten Personen. Aber leider bin ich nunmal recht ruecksichtslos (oder daemlich), was meinen Koerper angeht und so gab es heute (mal wieder, ich liiiiiiebe es und in Delhi schmeckts einfach am Besten) Granatapfehlsaft. Ja richtig gelesen 😉 Granatapfel in zermatscht. Schmeckt superlecker, gibt’s auch in Istanbul an jeder Ecke (wenn wer nicht gleich bis nach Indien fahren will *g*) und ist einfach nur so lecker und erfrischend. Man erspart sich diese ganze Futzelarbeit, bis man den Granatapfel geschaelt hat bzw also die Kerne aus der weissen Huelle gekriegt hat und hat gleich das volle Geschmackserlebnis. So, dann hier einmal mein Stillleben 😉

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Draussen wars naemlich schon dunkel und dann kann meine Kamera ja leider nix..somit etwas Zimmerchaosambiente 😉 Farblich auch sehr schoen in tannengruen mein Mundbetaeubungssaft..ja, es beisst sich ein wenig und wird noch mit gelb und meiner endlich fast leeren Mascara ergaenzt 😉 Im Spiegel seht ihr meinen heissgeliebten gruenen Cardigan von Primark, der hier bleibt..genau wie das gelbe darunter hervorblitzende Top von Primark 😉 Auch sieht man mein Hautdilemma hier super sowie die Tatsache, dass ich den Pony wieder selbst geschnitten habe..aber alles egal! 🙂 Denn der Saft ist hier die Hauptperson. Damit ich nicht allzu gesund den Tag beende, gab es hierzu dann noch zwei Kitkat, wir wollen es ja nicht uebertreiben 😉

Ich ueberlege, ob ich mir Granatapfelsaft nicht auch einfach aml selbst mache. Ich habe so einen tollen Mixer in Deutschland, mit dem ich mir immer Saefte, Smoothies oder Milchshakes zaubere..und wer weiss, vielleicht gibt es ja doch noch irgendeinen Trick, wie man Granataepfel einfacher schaelen kann..hm! Kennt wer einen? 😉

Shopping in Delhi die Erste! ;)

Zusammenreissen! Das habe ich eben eine Stunde brav vor mich hingemurmelt und nicht alles mitgenommen, was ich durchaus interessant fand. Denn auch wenn ein Ring/Armband etc nur 40 Cent kostet..ich brauche nicht soviel und ich kann auch nicht soviel mitbringen oder je in meinem Leben tragen. Zum Glueck muss ich sagen, sind die Sachen hier noch genauso wie vor drei Jahren..somit habe ich z.b. keinen einen duennen Armreif mitgenommen, weil ich die schon vor drei Jahren in Kaufrauschen de luxe in allen nur erdenklichen Farben und Formen gekauft haben. Bis jetzt. Spannend fand ich so Metallreifen, die viereckig, dreieckig und achteckig waren..also die sahen supertoll an der Stange aus, am Arm allerdings null und so blieben sie im Laden. Die Laeden uebrigens (ich kann leider kein Foto machen) sind unfassbar..riesige Lagerhallen und voll mit allem nur erdenklichen Schmuck in megabillig..ihr seht, standhaft bleiben ist wirklich sehr, sehr schwer..so, was gab es am ersten Tag nun [ausgebreitet auf meinem Zebrabettlaken *g*]:

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Endlich wieder Pepsi Light! Nicht, dass ich das so sonderlich gerne trinke, aber ich mag einfach keine normalen Softdrinks..die sind viel zu suess und kalorienvollgestopft *g* Somit nun die erste Flasche seit Monaten 😉 Dann nebendran in der gruenen Packung Tulsi Tee zum Mitbringen. Tulsi ist ein Kraut gegen einfach alles und schmeckt ein bisschen wie Basilikum. Ich finde es in Tee aber sehr lecker und Organic India ist meine liebste Teemarke zum Mitbringen und verteilen..ein Hoch auf losen Tee 😉 In der roten Packung noch ein neues Face Wash..das Himalaya Neem Produkt ist leergegangen, es sind ja aber noch ein paar Tage bis ich meine Belicoprodukte wieder in den Haenden haben werde. Die Verkaeuferin meinte: das benutze ich, das ist super und nun bin ich also Besitzerin von Dabur Uveda (richtig, wieder ayurvedisches Zeug!)..mal sehen, ob ich hier noch ein Kurzfazit hinkriege 😉 Und dann sehen wir nur noch, dass ich so standhaft ich auch bin, vier armschmueckende Dinge mitgenommen habe. Ich stehe aber einfach total auf gelb im Moment und somit war das keine Frage..den goldenen Armreif wollte ich eigentlich an den Oberarm stecken, aber irgendwie habe ich da sehr utopisch geschaetzt..mein halber Oberarm passt naemlich rein *g* Naja, nun entweder als Armreif oder als Geschenk 😉

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Und natuerlich gab es auch noch ein bisschen Fingerschmuck..verliebt habe ich mich in den Drachen am Mittelfinger sofort..der war auch echt „teuer“ (2 Euro *g*) und den Fisch nebendran finde ich einfach nur niedlich UND er ist gelb 😉 Den anderen Ring rechts..ich habe keine Ahnung, was es sein soll, aber ich finde es irgendwie toll..und fuer 30 Cent..da habe ich dann doch kurz mal aufgehoert zu denken 😉

Ihr seht, mit um die 10 Euro kann man in Indien echt einiges anfangen, unterwegs gab es naemlich auch noch was zu essen, Shopping ist naemlich sehr sehr anstrengend *g*

Phir Milenge, Varanasi!

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Leider kann mein Foto nix, wenn die Sonne nicht knallt..aber ich hab dann doch mal versucht, diese unglaubliche Atmosphaere festzuhalten, die man spuert, wenn man vorm Sonnenaufgang auf dem Ganges in einem Boot sitzt. Will man zu meiner Wohnung hier, muss man die Treppen bei der mittleren Lampe hinauflaufen und da in einem Hinterhaus wohne ich schon..ich sag euch, diesen morgendlichen Weg werde ich schon vermissen, da kann mein Berliner Volkspark nicht ganz mithalten 😉 Fuer ganz interessierte: ich wohn(t)e am Munshi Ghat.

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Und hier nochmal Varanasi von oben am anderen Ende des Tages..leider war die Sonne schon fast weg und der Foto wieder am Meckern..ihr seht, es ist kalt und ich brauche dringendst neue Schuhe (mittlerweile haben sie sogar ein Loch!)..hinter mir das Main Ghat (Dasaswamedh Ghat)..diesen genialen Aussichtspunkt habe ich doch wirklich erst jetzt entdeckt, hier haette man soviele tolle Bilder machen koennen..naja naechstes Mal!

Varanasi, die Zeit mit dir war intensiv, superschoen, anstrengend, lehrreich etc etc..ich freue mich sehr, jetzt wieder nach Deutschland zu kommen, aber genauso sehr freue ich mich schon darauf, im September wieder zu dir zurueckzukommen! Diesmal dann doch minimal vorbereiteter! 😉

Jetzt geht’s zum Flughafen zu noch einer Woche Delhi..meine alte Heimat in Indien 😉

Urlaub vom Urlaub ;)

Text braucht Musik:

Reisen braucht auch Musik..und da ich ja jetzt Musik habe, ab zum Reisen..und Text kreieren 😉 Wobei der Title ja suggeriert, ich mache nur Urlaub in Indien..stimmt ja gar nicht, ich lerne fleissig Hindi und bin ja ganz eigentlich zur ersten Forschung fuer meine Doktorarbeit hier. Aber trotzdem fuehlt es sich an wie naja Urlaub eben. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, die naechsten zwei Monate innerindisch rumzureisen, sondern auf einen Freund zu warten, der kurz vor Sylvester kommt und dann Nepal unsicher zu machen. Aber Leben laeuft ja nie nach Plan. Nun kommt ein anderer Freund schon vorher aus dem schoenen Kabul nach Delhi und naja..die 800km sind dann ja echt keine Strecke mehr..und so werde ich ab morgen sechs Tage in der Hauptstadt verbringen..und hier mal wieder einen Kaffee trinken [seit fuenf Wochen ohne Kaffee..ich sage euch, wenn mir einer gesagt haette, das ueberlebt mein Koerper, ich haette nur panisch gelacht. Aber Fazit: er ueberlebt..schlecht..morgens mit mir sprechen, ist glaube ich keine Freude..oder im Nachmittagstief..aber nunja] und Salat essen *traeum* [Indisches Essen ist ganz meins als Vegetarierin, aber so nen richtig leckerer Blattsalat fehlt dann doch ein wenig].

Neben diversem ‚guck mal‘ [ich hab schon sechs Monate in Delhi gewohnt und diversen Leuten schon die Stadt gezeigt] hoffe ich, dass ich hier auch endlich mal im Kosmetikbereich zuschlagen kann. Besonders „brauch“ ich mittlerweile auch ein paar Dinge und da meine Aversion gegen die Ayurvedazahnpasta stetig waechst und ich hier keine andere finde..ihr seht, es muss einfach eingekauft werden *g* Und vielleicht gibt es ja in Delhi auch endlich Nagellack, welcher noch nicht kaputt ist..das waer’s 🙂 [alltaegliche Sorgen einer Touristin in Indien, ich weiss]

Und ansonsten einfach mal freuen, wieder mit jemandem gemeinsam essen gehen und nicht ein Buch mitnehmen oder nur mit Leuten reden, die da arbeiten. Was nett ist klar, aber naja..ein Freund ist dann doch was anderes 😉 Plus sehe ich dann durch seine Reaktionen mal wieder, wie Indien das erste Mal auf einen wirkt..fuer mich isses ja alles einfach nur normal und bekannt 🙂 Wobei ok, ich bekomme hier immer von einem indischen Bekannten Unterrichtungen in den Hinduismus und da gibts noch soviel zu lernen, was teilweise verstoerend, aber immer sehr spannend ist [heute sogar mit Tempelfuehrung und dann noch den Orten, wo er heimlich raucht *g*].

Also falls jemand zufaellig nach Delhi fliegt und noch ein paar Tipps habe mag, ich kann einiges liefern..oder auch zur ein oder anderen Destination in Indien [ich reise doch haeufiger als geplant *g*]. Innerindisch fliegen ist aber eigentlich ein Abenteuer, was ich nicht mehr tun wollte..nunja, das letzte Mal sah ich den Mount Everest von oben..und das war schon einer der besten Moment in meinem Leben 🙂

Da ich also bis zum 10.11. weg bin, blogge ich hier mal fleissig vor, komme aber wohl erst dann wieder zum Antworten 🙂

[So, die Musik duerfte jetzt vielleicht um sein, also spanne ich nun einen Bogen von 2007 zu 2011 und liebe Patrick Wolf nach wie vor, wobei ich ihn frueher sehr viel heisser fand..noch wer?]

 

Kulinarisches Indien

Da Essen auch ein Hobby von mir ist [ich ueberlege gerade, wann ich zum letzten Mal das Wort Hobby sagte..es muss ewig her sein] und ich passenderweise ja gerade in Indien rumhaenge, dachte ich mir, ich zeige euch mal, was es hier so zu essen gibt. Klar gibt es auch viele indische Restaurants in Deutschland [ich habe schon viele ausprobiert], aber leider schmecken die deutsch-indisch und nicht indisch-indisch. Ganz lustig ist auch, wie chinesisch in Indien schmeckt..total anders als in Deutschland und bestimmt total anders als in China [da war ich nun noch nie], aber also ganz spannend. Ich habe hier [also in Indien] beim letzten Aufenthalt allerdings echt sechs Monate nach einem Chinesen gesucht, wo es ’suess-sauer‘ gab [nicht, dass ich da unfassbarer Fan von bin, aber nach Monaten voll indischem Essen haette ich fuer suess-sauer und Sonnenblumenkernbrot einen Mord begangen]. Das ‚indischste‘ Essen ausserhalb Indiens hab ich bisher in London gehabt, ein Hoch auf die Diaspora 😉

Ich selbst kochen in Berlin auch sehr gerne mal indisch, was dank Reiskocher, indischen schon fertigen Gewuerzmischungen auch sehr einfach geht..allerdings stehe ich nicht stundenlang in der Kueche, wie meine indische Gastmama hier mit ihrer Maid. Also hier ist Essen kochen echt die Alltagsbeschaeftigung..und das sowohl mittags als auch abends. Kalt gegessen wird hier naemlich nicht, und es gibt auch immer mehr als nur ein Gericht und dazu immer Reis und eines der verschiedenen Brote..also, meine Mama wuerde durchdrehen, muesste sie das neben ihrem Vollzeitjob noch machen..ok, ich wuerde auch durchdrehen, muesste ich das tun..da hab ich mit 26 dann doch ganz andere Prinzipien..aber so im Moment lasse ich mich dann doch gerne mal bekochen..noch toll an indischem Essen [und fragt nicht wieso]: ich bin ein wahnsinniger Kohlenhydratefan, aber obwohl ich hier Unmengen esse..nehme ich immer lockerflockig ab [kein Brot, keine Suessigkeiten ist anscheinend mein Geheimnis..nur doof, dass es das in Deutschland dann immer in Mengen wieder gibt] und esse dabei leckeres, frisch gekochtes Essen..achja, und ein Vegetarierparadies ist es hier sowieso 🙂

Ok, meine Einleitungen werden irgendwie sehr lang und wirr, beginnen wir doch mal mit einem Bild *g*[und spaetestens jetzt glaubt ihr mir auch, dass ich viel essen kann..weil ja, das war fuer eine Person jeweils und ja, ich habs immer ziemlich leer gegessen..wobei beim Reis muss ich immer kapitulieren, das geht nicht]:

THALI

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Ein Thali ist eine Kombination von verschiedenen (im meisten Fall) vegetarischen Gerichten, Brot und Reis. Das gibt es eigentlich in jedem Restaurant und macht so richtig satt. Es ist sehr guenstig, da man nicht auswaehlen kann, welche Gerichte man bekommt und die Kueche so einfach riesige Toepfe vorkocht und dann verteilt. In einigen Restaurants kriegt man dann auch noch immer die Schaelchen nachgefuellt [dann kommt man echt ins Esskoma, die sind so schnell, da kann man oft nicht nein sagen und dann endet es fatal..so geschehen letztes Jahr in Dubai..uh da gabs auch superleckeres indisches Essen..dank Gastarbeitern en masse]. Und wieder schweife ich ab *g* Also was gabs hier oben auf dem Bild [beginnen wir beim Reis und arbeiten uns im Uhrzeigersinn hoch]:

– Reis
– Raita (das ist kalter Joghurt mit Karotten und Gurkenstreifen, lecker gewuerzt und toll, falls etwas zu scharf war)
– gruene Minzsosse zum Dippen (nicht meins)
– Salz und ein Pickle (letzteres gibts hier ueberall, ich mags aber auch gar nicht)
– dann liegt da ein bisschen Rohkost (Karotte, Gurke, Rote Beete, Zwiebeln –> vorm ersten Mal Indien haette ich nie rohe Zwiebeln zum Essen gegessen..seitdem gehoert das total dazu und schmeckt einfach nur genial..und mein Vitamin C Haushalt ist auch gesichert..drueber traeufelt man dann entweder Limetten- oder Zitronensaft..erfrischend!)
– dann gibts das Brot, hier zwei einfache Roti und darauf liegt ein duennes Papadam, das ist sehr scharf und soll den Appetit anregen..das esse ich immer brav vorher
– das Gericht mit den Erbsen war ‚Matter Paneer„, das ist der ganz eigene indische Kaese mit Erbsen..manchmal noch Kartoffeln und cremiger Sosse
– nebendran ist einfach gemisches Gemuese, man sieht den Blumenkohl ja schon..da ist da eigentlich immer Paprika, Erbse, Karotte, Kartoffel etc mit drin
– und das gelbe ist das obligatorische Dal, ein Linsengericht, was immer dabei ist..das schmeckt meist etwas langweilig und wird dann zum Sattessen mit dem Reis verwendet (zumindest bei mir)

Preislich lag das da oben bei 1,30 Euro und das war ein richtig gutes Restaurant und kein Strassenstand etc.

THALI 2
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Hier eine weitere Thali-Variante, eine einfachere Form im Vergleich zur ersten. Hier gabs wieder massig Reis und zwei Chapati dazu..eines ohne alles und das recht Brot war mit Korriander (uerghs), aber naja man konnte es essen..ich mag frischen Korriander leider absolut nicht..gekocht gehts ja aber so schmeckts mir einfach zu seifig. Das Gelbe ist wieder das Dal, davon gabs hier mal ne riesige Portion *g* Das konnte ich dann auch fast nicht essen..fast betonen wir hier mal. Obendrueber gabs ein Raetsel..also es ist ein gurken-zucchiniartiges Gemuese, was sehr lecker schmeckt und meist sehr scharf gewuerzt wird (hier auch), ich hab nur keine Ahnung was es ist und kann mir das Hindiwort nie lange genug merken, um es nachzuschlagen. Aber lecker isses! Daneben die obligatorische Rohkost diesmal fein gewuerfelt (Zwiebel, Karotte, Paprika, Gurke) und dann das Beste, weswegen ich das Thali hier schon dreimal gegessen habe..und eigentlich langweilt mich gleiche Nahrung sehr: diese Kartoffeln sind ein Traum! Ein bisschen pueree-artig, aber doch noch in Stuecken haut mich die Konsistenz um, dann schmecken sie etwas nach Bratkartoffeln und sind einfach nur himmlisch gewuerzt [ich liebe Kartoffeln, kaufe sie nur so gut wie nie in Deutschland, da ich sie nicht nach Hause schleppen mag..zu Besuch bei Mama gibts dann immer Rhabarberkuchen und Kartoffeln fuers arme ausgehungerte Kind *g*]..also das ist echt nur superlecker. Meinen Besuch Ende Dezember werde ich hier definitiv hinschleppen.

Das ganze kostet hier uebrigens mit auf der Terasse sitzen und den Ganges anstarren ganze 50 Rupien..im Moment kriegt man 67 Rupien fuer einen Euro..somit koennt ihr euch ja ausrechnen, was das kostet bzw was es einfach nicht kostet..Indien als ‚arme Doktorandin‘ ist wie man merkt, hier echt ein Schlaraffenland.

Momos
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Nun noch mein allerliebstes Fingerfood und das erste, was ich essen mag, wenn ich indischen Boden betrete. Natuerlich..was tibetisches *g* Das erzaehl ich keinem Inder, das waere ja Kraenkung ohne Ende [hier sage ich immer brav Aloo Gobi..Kartoffeln-Blumenkohl-lecker!]. Aber es ist so. Momos sind einfach die beste Variante. Und nicht so voellereifoerdernd und fuellend wie Thalis. Diese kleinen gegarten Teigkugeln sind einfach nur mit kleingeraspeltem Gemuese gefuellt [hier nicht mit Kartoffeln, obwohl das in jeden Rezept steht, was man findet..nee falsch! Delhi-Art ist da besser!] und dazu gibts eine enorm scharfe Sosse..meist stecke ich sie mir uebertrieben mit einem Happs in dem Mund und sie sind dann doch nochmal ne andere Hausnummer als Rocher, wo das einfach so funktioniert. Hach..mir laeuft gerade (und ich bin sehr satt) das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken, dass ich die am 5.11. wieder essen werde..dann gehts naemlich von Varanasi zum Kurzurlaub wieder nach Delhi..Hauptstadtluft schnuppern und endlich einen Kaffee trinken..und Momos essen. Hier hab ich sie naemlich immer nur total ueberteuert gesehen..und hm..die mag ich von meinem Strassenstand am Janpath dann doch am Liebsten.
So eine Portion kostet 30 Rupien..also wenn man ueberlegt, schon viel im Vergleich zum obigen Thali..aber sobald man in Euro umrechnet..vergessen wir den Preis *g*

Ich habe ja noch einen Zweitblog, wo ich fuer meine Freunde, Verwandten etc..immer mal was ueber Indien schreibe..aber ich glaube, ich werde auch hier ab und zu mal einen Kurzbericht schreiben..der indische Drogeriekosmetikmarkt gibt ja leider nicht allzuviel her..mal sehen, ob ich in Delhi etwas finde, was berichtenswert ist..also ich hoffe, ihr habt da Lust zu, ich hab naemlich Lust 🙂