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2,5 Monate Indien – das durfte an Kosmetik/Pflege mit :)

Ich hatte zwar schon einen Kofferpack-Beitrag getippt, aber vielleicht findet der ein oder andere ja auch mal ganz interessant, wie so ein indisches Hostelzimmer (für 3 Euro die Nacht) aussieht..klar ist die Qualität des Videos bescheiden, von den Lichtverhältnissen fangen wir gar nicht mal an, aber hey, das ist ein direktes, unzensiertes Stück Indien (bisschen aus der Vergangenheit, da es schon im Oktober 2012 gedreht wurde, aber das ist doch ok)..also wer Lust hat, einmal klicken und los geht’s:

Und ich geniesse jetzt erstmal ein zweites Adventsfrühstück mit Mandarinen und Lebkuchen, yummi! 🙂

Lippenpflege x 6 :)

Da ich hier immer Abwechslung brauche, durften die folgenden Kandidaten mit mir nach Indien reisen:

Lippenpflege

Wer jetzt schreit, dass das doch viiiiel zu viel für 2,5 Monate ist..tzja, daran hebe ich mir ja nun keinen Bruch 😉 Wer schreit „da hat sich was eingeschmuggelt“, hat ein sehr gutes Auge. Aber ich wollte eine Sonne legen und so durfte der VapoInhaler kurz mit aufs Bild. Das Ding unten..man öffnet es, hält es sich an die Nase und inhaliert. Super Sache, funktioniert bei mir fast besser wie herkömmliche Nasentropfen und ich bilde mir ein, dass er schonender zur Nasenschleimhaut ist. Wird nächstes Jahr in den USA definitiv wieder gekauft..denn das Zeug hält und hält und hält. Die Intensivität lässt echt nicht nach! Back to topic as usual:

Dadurch, dass ich sooooviele Lippenpflegeprodukte habe, fliegen sie eigentlich in zig Taschen rum und irgendwann verliere ich sie oder sie sind etwas angeranzt (und dürfen dann gehen). Zwei Kandidaten hier habe ich auch schon lange: den Labello in rose und die TBS Sweet Lemon Lip Butter. Ersteren kaufte ich irgendwann mal und ja, er hinterlässt einen netten Schimmer und pflegt auch gut, aber nicht so ganz mein Geschmack – viel zu unaufdringlich! Die Lippenbutter liebe ich, aber ich hasse es, dass man da mit dem Finger rein muss. Somit gibt es die nur vorm Zubettgehen, wenn die Hände frisch gewaschen sind (dadurch hält das dann dementsprechend lange). Beide Produkte sollten in Indien „gemordet“ werden und ich kann erfreulich berichten, dass beides leer ist..tschaka! Die restlichen Kandidaten durften wieder mit, wobei sie auch leerer geworden sind, da sie brav abwechselnd benutzt wurden. Eine winzige Kurzreview:

BALEA YOUNG TROPICAL (Fruits vllt?): Sehr künstlich und irgendwie nicht allzu pflegend..und ist mir als einziger Stift hier etwas angeschmolzen. Hat aber gut zu dem Andamanenurlaub gepasst 😉

BALEA FRESH CRAPEFRUIT: den hat mir Mama beim letzten Indienaufenthalt schon mitbringen lassen und ich habe ihn ganz nostalgisch ein halbes Jahr später wieder mitgenommen. Ich mag den Geschmack sehr, schön säuerlich, erinnert bisschen an die TBS Sweet Lemon Lippenbutter und hält sich auch recht lang auf den Lippen. Den Pflegeeffekt finde ich hier besser wie beim anderen Balea-Produkt, kann aber natürlich auch Einbildung sein, da mir der Geschmack mehr zusagt (und dann muss ja alles andere auch besser sein, nicht)

DR. HAUSCHKA LIPPENPFLEGE: der Geschmack ist ok, er könnte intensiver sein und der Stift recht hart. Ich muss da immer mehrmals über die Lippen, bis mir genug Produkt drauf ist. Ansonsten mag ich ihn aber, da er lange hält und die Wirkung super ist. Wenn ich mal „kaputte“ Lippen habe, darf er ran. Zuverlässig ist er nämlich 🙂

CHAP AID LIP BALM: Ebenfalls aus den USA, ich hab da ne ganze Reihe von Chapsticks gekauft. Meine Patin liebt sie schon immer und das hat wohl abgefärbt. Der hier ist ebenfalls ein wahrer Reparateur! Also AID kann man hier echt groß schreiben. Superpflegend, gibt viel Produkt ab, macht die Lippen zart und geschmeidig quasi über Nacht. Der einzige Nachteil, er schmeckt recht medizinisch (aber vielleicht für alle „Abhängigen“ zu empfehlen, da man ihn bestimmt nicht ständig schmecken will).

Und mit wievielen Lippenpflegen seid ihr so unterwegs? 😉

Sunday again.

Auch wenn schon nicht mehr Sonntag ist, es wird dringend Zeit, hier wieder Wochenrückblicke zu schreiben. Merken, was ich alles gelesen, gesehen, gehört habe etc., kann ich mir nämlich einfach so schlecht und dann „verliert“ sich so viel..also auf los geht’s los 🙂

GESEHEN Wer ist Hannah (die Handlung war irgendwie so sinnfrei); Drive Angry (bisher nur zur Hälfte, Nicholas Cage haut hier gar schreckliches raus); Colombiana (top!)

GEHÖRT Les Trucs; Get Well Soon; Olli Schulz; die ersten Weihnachtslieder

GELESEN Deutschboden von Moritz von Uslar (nun muss ich alle Bücher von ihm lesen und endlich habe ich auch Clemens Meyer (u.a. „Gewalt“) auf meine Amazonliste gesetzt, damit ichs nicht vergesse); Freakonomics (da fehlen noch zwei Kapitel, aber sehr unterhaltsam für ein Buch mit „Wirtschaftsbezug“)

GETAN von den Andamanen nach Kolkata geflogen und von dort mit dem Zug quer durch Indien zurück nach Varanasi; mir höllisch den Magen verdorben und mich dazu noch erkältet; Besuch verabschiedet; geforscht

GEGESSEN Apfel-Bananen-Lassis; nach Magentod gabs dann nur noch Chai und Käse-Tomaten-Toast sowie trockene Kekse..

GETRUNKEN heiße Zitrone, Tee, Wasser, eine richtige Cola (Light kostet viermal so viel, da spare ich dann doch lieber)

GEDACHT „genug Indien jetzt, ich will vorweihnachtliches Deutschland“ gepaart mit „nur noch xx Tage, juhu“

GEFREUT über den Besuch; über literarische Neuentdeckungen; wenn das Internet mal mehr als 10 Minuten konstant ging

GEÄRGERT (ich hole kurz aus:) In Deutschland habe ich meist eine Tageslaune, die kann gut oder schlecht sein und klar sich auch ändern, aber meist bleibt sie gleich. Hier jedoch schwankt diese Laune quasi minütlich, da andauernd tolle oder beschissene Dinge passieren..besonders ärgere ich mich gerade, dass mich andauernd Menschen anquatschen, weil ich Pickel vom dreckigen indischen Leitungswasser bekomme..ja ach danke, dass du mir sagst, ich habe Pickel, Depp (sage ich zwar nicht, aber was soll das nur..sooo und nun weg mit dem Ärger..Katharsis, komm!)

GEKLICKT Emails nach 2 Wochen ohne Internet, ich sag euch, das war Arbeit..und seitdem versuche ich, meine Blogs aufzuholen..recht erfolglos. Und Gewinnspiele, ich brauch mal wieder etwas Glück 🙂

GEWUNDERT Zeitempfinden verändert sich immer so sehr, je nachdem, an was man denkt oder was man tut

GEWÜNSCHT dass mein Magen jetzt bitte nicht nochmal so abgeht, ich will die restlichen Tage doch eigentlich noch soviele leckere Dinge essen (bei dem Gedanken daran wird mir jedoch gleich wieder übel..blöd!); dass es nachts nicht noch kälter wird, ich erfriere hier noch.

Zurück in der Zivilisation

Oder so in der Art. Die Andamanen haben mich mehrere Dinge gelehrt. Zunächst bin ich wohl einfach zu abgestumpft oder zu übersättigt. Das war wirklich Postkartenidylle dort, aber irgendwie fand ich auch das nach Tag 3 schon langweilig. Da das Wetter das anscheinend mitbekam, beschloss es, dass es nun die restlichen Tage regnen wird. Regen in den Tropen ist was anderes als bei uns. Ich habe ernsthaft noch nie soviel Regen gesehen. Der so stark runterkommt, dass quasi sofort die Straßen überschwemmt sind und in unserer Hütte der Strom ausfiel. Da die Sonne um halb 5 unterging, waren unsere Abende somit sehr kurz. Man rannte durch die verregnete Dunkelheit, aß etwas und lag um spätestens 8 Uhr im Bett. Spannung pur sage ich euch 😉

Dann lobte ich Indien ja immer damit, dass ich hier nie Ungeziefer im Zimmer habe. Nun, das war einmal. Wir hatten andauernd Kakerlaken im Bad, welche irrsinnig schnell rennen, echt groß werden können UND (das war mir neu) verdammt gut fliegen können. In Kombination mit dem Stromausfall ganz großes Kino und ich bin froh, dass es hier in Varanasi keine gibt. Also ich spezifiziere: in Nordindien hatte ich noch nie Kakerlaken irgendwo! Ich will es auch nicht wieder haben, mich gruselt es schon bei dem Gedanken daran, igitt igitt igitt!

Bei Regen (also quasi den ganzen Tag) saßen wir nun entweder auf unserem „Balkon“ oder in einem der vielen „Restaurants“ rum und verschlangen Bücher. Da ich nur „Lolita“ von Nabokov dabei hatte (welches ich sowas von empfehlen kann!), bediente ich mich an der Reiseliteratur von meinem Begleiter. Zunächst verschlang ich erneut von Simon Beckett „Chemie des Todes“, was ich ja vor gefühlten hundert Jahren las. Es ist keine große literarische Kunst, aber unheimlich fesselnd und an einem Tag auch durchgelesen. Ich kenne allerdings nur noch „Kalte Asche“ und habe danach nicht weitergelesen. Allerdings gibt es ja noch zwei weitere („Leichenblässe“ und „Verwesung“) Bücher aus der Reihe und noch einige andere Bücher von ihm – mal sehen, ob ich die irgendwo auftreiben kann für die kalten Wintertage. Dann gab es von Nick Hornby „Fever Pitch“, was auch für mich als Nicht-Arsenal-Fan durchaus ein spannend zu lesendes Buch war. Es beleuchtet, was es für den Autoren bedeutet, Fan zu sein und hat mir doch echt gut gefallen. Und dann noch die Überraschung schlechthin: „Deutschboden“ von Moritz von Uslar. Ewig wollte ich von diesem Autoren und von Clemens Meyer („Gewalt“) schon etwas lesen und ich habe das Buch quasi eingeatmet. So, so, so gut! Jeder sollte es lesen, wirklich jeder. Ich habe meine Amazonwunschliste schon aufgestockt, mein Opa schenkt mir da zu Weihnachten immer Bücher von und diese beiden Autoren stehen nun ganz oben. Genial!

Also, leider gab es wenig Aktivität in diesem Urlaub neben dem Gelese. Die ersten Tage durchwanderten wir die Insel, verirrten uns etwas im Dschungel, erkundeten die Strände und saßen im Wasser (es war nicht tief genug zum Schwimmen). Danach kam ja der großes Sturm und dann ging es schon zurück nach Port Blair und von da nach Kolkata und von da nach Varanasi (was alles ohne Verspätung oder andere Zwischenfälle klappte, ich bin immer noch unsagbar fasziniert davon!). Ein „einsamer Insel“-Typ bin ich nicht, mir fehlte das Internet enorm und noch viel mehr habe ich das Isoliertsein von der Welt gehasst. Es gab keinerlei Nachrichten auf dieser Insel, man erfuhr nicht, was in der Welt passierte und ich fühle mich schrecklich uninformiert und nein, das mag ich nicht wieder. Malediven etc..wenn ihr kein Internet habt, sehen wir uns wohl nie 😉 Und Bootfahren ist auch nicht meines, das waren schlimme Stunden, in denen ich irgendwie versuchte, die Übelkeit „wegzuatmen“ (ja, das funktioniert nicht!).

Jetzt sind die letzte Tage in Indien angebrochen und ich habe genug, ich bin einfach übersättigt. Hier ist nichts mehr neu und spannend, ich kenne nach all der Zeit alles und vieles nervt einfach nur. Somit freue ich mich, dass ich in schon 9 Tagen im Flieger nach Delhi und in 11 Tagen in diesem nach Frankfurt sitzen darf. Auf zu neuen Ufern! Auf die Zeit in den USA (Feb-Apr 2012) bin ich schon sehr gespannt, nach all dem Entsagen hier wird das ein wahrer „Luxus“ mit allem im Überfluss werden. Und ich werde es genießen, so langweilig es auch normalerweise immer für mich war. Man ändert sich wohl doch 😉

Wenn zufällig wer auf die Andamanen reisen will, ich habe gerne diverse Tipps für euch parat, soviel Infos findet man ja nicht und viele sind einfach nur falsch oder schrecklich veraltet..und nun gönne ich mir einen leckeren Apfel-Banane-Granatapfel-Lassi (Dinge, die ich an Indien definitiv vermissen werde!)..der bald gegen heißen Kakao auf dem Weihnachtsmarkt eingetauscht wird, yay!

Zwei Wochen ohne Internet aka der Andamanenurlaub

Seit das Internet Teil meines Lebens geworden ist, waren wir nie sehr lange getrennt. Ich habe es meist überall hingekriegt, einen internetfähigen PC oder ein Cafe mit Wifi zu finden (gerade muss ich an dieses obskure Muffincafe denken, was das letzte Internettor vorm Grand Canyon ist oder wie ich auf dem Boden einer Shopping Mall in Kolkata sitze, da ich dort urplötzlich ein Netz finde..). Inwieweit es nun „süchtig“ und „unnormal“ ist, aber für mich ist eigentlich das Internet das erste und das letzte, was ich am Tag checke (bzw eigentlich hier meine Emails).

Hier in Indien reduziere ich es gezwungenermassen schon auf 1-2 Mal am Tag. Wifi funktioniert in meinem Hostel nicht (ja, ich ziehe deswegen auch nochmal hier um) und somit muss ich immer ins internetcafe, wo dann die PCs oftmals abschmieren, keine Tastatur richtig geht und es einfach ungemütlich ist. Jetzt aber kommt die Hauptherausforderung:

ein Freund von mir besucht mich hier in Varanasi. Da er aber schonmal hier bei mir war und die Stadt jetzt nicht so das nonplusultra der Unterhaltungsbranche ist, fahren wir mit dem Zug (wieder) nach Kolkata und von da dann per Flugzeug auf die Andamanen. Wer die Inselgruppe kennt, Respekt 😉 Den meisten ist sie eher kein Begriff. Die Inselchen sind größtenteils unbewohnt, dann gibt es noch gesperrte Inseln mit indigener Bevölkerung, die keinen Wert auf Besuch legt und dann noch ein paar dem Tourismus freigegebene Inseln (ich empfehle mal googlen, dann wisst ihr, in welches Paradies ich mich begebe). Dort nun werden wir im großen Stil nichts tun..bzw schnorcheln, tauchen, in der Sonne liegen und viel lesen. Ich träume ja, dass es dort massig Früchte gibt, mit denen ich mich den ganzen Tag vollstopfen kann (hier gibt es nämlich gerade irgendwie nichts leckeres, selbst die eigentlich saftigen Äpfel schmecken nicht). Wir werden auf die Insel Havelock fahren, das sind dann vom Flughafen nochmal so 3 Stunden mit der Fähre (ich hasse Boote..) und dort gibt es dann eben kein Internet, kaum Telefonnetz – man ist also echt seeeehr abgeschieden von der Welt. Man kann wohl per Satellite mal ein paar Minuten surfen, aber das soll sehr langsam und sehr kostenintensiv sein – somit wird das wohl eher nichts werden.

Im Moment kann ich es mir echt nicht vorstellen, 2 Wochen keine Emails zu lesen (meine Postfächer müssen danach total überfüllt sein). Das „Längste“ bisher waren 6 Tage, als wir von Darjeeling durch den Himalaya wanderten und auch da war das Erste, was wir nach unserer Ankunft zurück (und einer heissen Dusche) taten, ins Internetcafe zu gehen (ja, der Exfreund war bzw ist genauso ein Suchti). Ich hoffe mal, es gibt auf Havelock wenigstens irgendwelche Zeitungen, dass ich mich nicht komplett von der Aussenwelt ausgeschlossen fuehle (denn nein, ich strebe das gar nicht an).

Was war eure längste Zeit „ohne“? 🙂

„Indischer Alltag“ ohne Shoppingvergnügen

Ich mag es in Deutschland total als Denkpause mal kurz einkaufen zu gehen. Jetzt nicht unbedingt lebensnotwendiges wie Essen (obwohl ich das auch seeeeehr gerne tue), sondern mal kurz in die Drogerie und dort herumschlendern. Keine bestimmte Kaufaussicht, eher mal gucken, was es so gibt und dann ein paar Kleinigkeiten mitnehmen – kennt ihr ja alle bestimmt 😉

Hier in Indien geht das einfach nicht. Der einzige „Supermarkt“, also wie bei uns ein Geschäft mit Regalen drin, ist fast immer menschenleer. Nein, ich korrigiere, kundenleer. Dafür stehen dann bestimmt 20 Mitarbeiter herum, die auf einen zustürzen und einem einfach Dinge aus dem Regal geben, die man wohl brauchen könnte. Man sagt dann zwangzig Mal, dass man das nicht will, dass man nur schauen will und erntet Missverstehen. Englisch können zumindest hier in dem Supermarkt die wenigsten. Dann stehen sie also andauernd um einen rum, gucken, was man tut und hach, das ist kein angenehmes Gefühl.

Dann gibt es noch die kleinen Straßenstände und -geschäfte. Hier ist alles in hohen Regalen, man kann nichts selbst nehmen und anschauen, nein, man muss sich alles vom Besitzer geben lassen. Dabei wird man auch ständig zugetextet und es werden einem noch diverse andere Produkte (die nichts mit dem gefragten Produkt zu tun haben) gegeben. Es wird erwartet, dass man am Ende auch etwas kauft und wirklich neue Dinge kann man nicht entdecken, da man ja gezielt danach fragen muss. Und wie frage ich nach etwas, von dem ich nicht weiss, dass es existiert? Eben.

Ich vermisse meine planlosen Streifzüge, die Freizeit, die ich mit Parfumschnuppern, Nagellackfinden oder Handcremetesten verbracht habe. Bisher kaufte ich hier fast nur Klamotten und auch das macht keinen sonderlichen Spaß, da man auch hier gehetzt wird. Inder haben anscheinend keine Zeit, sich in Ruhe umzusehen oder sehen da schlichtweg keinen Sinn drin 😉 Ich freue mich jetzt schon, auf meinen ersten Shoppingzug im Dezember und besonders auch schon auf meinen ersten Walmart-USA-Einkauf mit meinem besten Freund. Wir sind da beide sehr verrückt und ja, können stundenlang damit beschäftigt sein, sooooviele Dinge zu kaufen, dass wir die anschliessenden Wochen unseren Mietwagen nicht mehr verlassen müssten und gut überleben könnten 😉

Alternativ nutze ich hier nun die grenzenlosen Möglichkeiten des Internetshoppings 😉 Amazon durfte mir schon ein paar Bücher, Weare eine Uhr und WupWup eine Tasche liefern. Das ist dann auch toll am Zurückkommen – es warten neben Familie und Freunden nämlich Päckchen auf einen, von denen man zwar weiss, was drin ist, aber erfreuen tun sie einen trotzdem. Sehr sogar… aber das erwähne ich dann in einem separaten Post im Dezember!

Der Süßigkeitenentzug oder Essen in Indien

Ich liebe jegliche Form von Schokolade (außer die Zartbittervariante), in Nougat könnte ich baden und so Dinge wie Eis gehören einfach zum Leben dazu. Wenn ich entscheide muss zwischen einem „richtigen“ Essen und der Süßigkeit, wähle ich meist die zweitere Option. Zum Glück bewege ich mich genug oder esse (ich sage mal) angepasst, sodass ich trotzdem nicht übergewichtig bin. Aber wirklich gesund, ja, das ist was anderes.

Mein „deutsches“ Essverhalten ist von dem in Indien weit entfernt. Hier esse ich nichts süßes außer ich werde von irgendeinem Inder dazu gezwungen (ablehnen ist hier ja dann eine Beleidigung, also runter damit). Wobei die indischen Süßigkeiten mir auch einfach zu süß sind (dass es das gibt, dachte ich anfangs gar nicht). Sie sind so klebrig-süß, aber haben kaum einen wirklichen Geschmack und somit sind sie irgendwie langweilend und viel davon (ich sage mal 100g) könnte ich auch nicht essen (im Vergleich zur Tafel Nougatschoki). Desweiteren ist die Hitze hier gleich zweierlei Lehrmeister: wenn es heiß ist, habe ich nämlich gar keine Lust auf etwas Süßes und dann zerschmilzt ja eben alles, was ich mag. Klar gibt es hier auch z.b. Kitkat oder leckere britische Schokolade, aber die ist meist schon zwanzigmal angeschmolzen und das schmeckt dann auch nicht mehr. Somit habe ich hier – wenn es echt mal süß sein muss – den indischen Tee (da ist immer gut Zucker drin), mal ein Mountain Dew (yummi!) oder, wenn ich ganz korrekt sein will, einen Bananenlassi.

[während ich dies nun tippe, vergehe ich nach Sehnsucht auf ein McFlurry Twix..das letzte seiner Art gab es am Flughafen direkt vorm Abflug und jetzt wird’s in Deutschland ja leider zu kalt dafür..]

„Gesund“ ist auch, dass ich hier nur auswärts esse (kann man sich ja zum Glück super leisten, wenn man nicht die westernisierten Restaurants nimmt, sondern die lokalen Essbuden) und frittiertes meist meide. Stattdessen gibt es Reis, dazu Brotfladen und dann 1-2 Gemüsegerichte und etwas Rohkost. Ich merke in Indien immer, wie sehr doch das deutsche Brot mein Hindernis zum Dünnsein ist. Hier nehme ich meist wahnsinnig schnell ab, obwohl ich nicht wenig esse (wenn auch meist nur einmal und das abends) und mich viel weniger bewege (große Spaziergänge bei über 30 Grad sind nicht drin). Aber irgendwas ist hier anders und auch bem dritten Mal hier leben, bin ich noch nicht ganz dahintergekommen. Ich versuche mal kurz zu reflektieren:

  • ich esse hier nicht aus Langeweile und nicht zwischendurch: wenn man essen will, geht man raus und isst dort auch mit vollem Bewusstsein und nicht „nebenbei“ (trotzdem esse ich meist meinen Teller leer)
  • ich trinke hier keinerlei Lightprodukte (ob das echt was bringt, weiss ich nicht..aber Cola Light kostet hier einfach das Doppelte und Pepsi Light, wie in Delhi, gibt’s in Varanasi nicht)
  • ich „lutsche“ nicht nebenbei: in Deutschland habe ich immer Bonbons, Lutscher oder Kaugummi einstecken, was ja nach diversen Theorien magensaftanregend und somit hungerstimulierend ist
  • ich esse nichts Süßes (außer das oben erwähnte und bei einer langen Zugfahrt gibt es trockene Butterkekse)
  • es gibt hier keine Backwaren: ich bin so ein Mensch, würde ich beim Bäcker arbeiten, es wäre mein Tod. Ich liebe Brote, Brötchen, Brezeln, Amerikaner, Zimtwuppies, Kuchen, Bagels etc etc. Normalerweise würde ich sagen, macht das locker 60% meiner täglichen Nahrung aus (der Rest ist dann Belag in Form von Frischkäse und dann Gemüse/Salat). Es gibt hier sogar „german bakeries“, aber was die da machen ist jenseits von gut und böse..igitt, igitt!
  • Ich trinke hier keinen Kaffee (da es hier entweder diesen ekligen löslichen Pulverkaffee gibt oder irgendwas, was in Milch und Zucker ertränkt wurde und dann irgendwie mit 1/8 der Pulvermenge, die ich genommen hätte..einfach gar nicht meines): wobei ich behaupte, dass Kaffee mich eigentlich immer „satt“ macht 😉

Also, was auch immer es hier ist, mittlerweile esse ich in Deutschland ja immer „vor“ und futtere mir genüsslich 4-5 Kilo an, die ich hier dann ohne Anstrengung loswerde und auch als Reserve habe (wenn man sich hier nämlich den Magen verdirbt, kann das ewig dauern und dann auch ans Eingemachte gehen). Dieses Jahr komme ich auch endlich wieder in den Genuss der weihnachtlichen Leckereien, bin ich schon am 5.12. abends wieder auf heimischem Boden..und ja, ich freue mich schon auf den ersten Lebkuchen! Und bis dahin wird das indische Essen in vollen Zügen genossen..für Vegetarier ist es hier einfach ein Paradies!

Blog.de ist viel, aber keine Hilfe

Der Kundensupport von Blog.de schickte mir nun folgende Nachricht:

Hallo Leona D.,

vielen Dank für Deine E-Mail.

Leider kommen aus Deinem IP-Raum zu viele Spammer. Wir können die Sperre daher
nicht aufheben.

Bitte schreib uns, solltest Du weitere Fragen haben.
Dein blog.de Kundenservice

Was genau soll ich denn nun damit anfangen..das ist keine Hilfe, sondern eine vorgefertigte Antwort, die auf keine meiner Fragen einging..danke auch! WordPress kriegt es ja auch hin, dass ich von Indien aus zugreifen kann..und Januar diesen Jahres war es auch bei Blog.de noch kein Problem..

Zum Glueck habe ich in Deutschland ja eine ganz hilfsbereite Seele, die meine Texte hier nun veroeffentlicht, wenn natuerlich auch nicht taeglich, da ich das dann doch nicht zumuten mag *g* Aber eure Kommentare kann ich immerhin lesen, die kriege ich per Email geschickt..nur drauf antworten geht nicht 🙁

Hach..ich fuehle mich sooooo beschnitten, das kann cih selbst nicht glauben..wie schnell bloggen doch zum Alltag wird! Da ist selbst das viele tolle Essen hier kein Ersatz, nein, nein..

Gruesse aus Varanasi!

Update: Der Blog.de-Support hat mir nun angeboten, nachdem ich es anregte, mich finanziell fuer diesen Ausfall zu entschuldigen, da ich ja immerhin zahlendes Pro-Mitglied bin. Aendert aber trotzdem nichts daran, dass es einfach nur bloed ist, damit zu werben, fuer Auslandsaufenthalte die richtige Plattform zu sein und man dann eben Zugriffe aus de Ausland sperrt. Aber immerhin ist das ein Entgegenkommen und somit die bestmoegliche Alternative, wie das hier weitergeht. Und ein Hoch auf meinen „Ghostblogger“ 🙂

Indien und Blog.de hassen sich

Ich habe keine Ahnung, was genau der Fehler ist, aber ich kann nicht mehr von Indien aus auf meinen Blog zugreifen. Das war vor 8 Monaten noch gar kein Problem, da ging es von jedem Rechner aus. Jetzt sitze ich hier im gefuehlten 5000 Internetcafe (meinen Laptop und das enorm miese instabile Wlan meines Hostels habe ich schon aufgegeben) und es geht wieder nicht. Keine einzige Seite mit blog.de laesst sich oeffnen, ich bekomme immer nur die Fehlermeldung..Blog.de bzw der Support ist hier auch keine Hilfe..und somit Hilfe zur Selbsthilfe wink

Ich werde einem Freund nun immer ein paar Beitraege schicken und er sie veroeffentlichen: ist natuerlich nicht dasselbe, aber solang keine Loesung da ist, die einzige Alternative. Natuerlich koennt ihr euch auch gerne ueber mein Leben unter http://vivavaranasi.wordpress.com ein Bild machen, was ich so tue und mich da immerhin kontaktieren (genau Nachrichten lesen kann ich hier auch nicht).

Das ist einfach aergerlich und macht mich traurig, mir fehlt das Bloggen und der Austausch mit euch naemlich sehr..und bis zum 5.12. sind es noch zwei verdammte Monate!!

Falls wer eine Idee hat, was es sein koennte (Proxyeinstellungen, Firewall koennen wir ausschliessen)..ich bin ueber jegliche Idee dankbar: nur dann unter tsetsetsetse@gmx.de

Liebe Gruesse aus der Ferne!

Packen, packen, packen! :)

Morgen geht es endlich los. 2,5 Monate Varanasi liegen wieder vor mir. Varanasi liegt am Ganges in Nordindien und ist die Stadt, an die ich mein „indisches“ Herz verloren habe und ganz zufällig auch für meine Doktorarbeit forsche 😉 Leider steht da im Moment monsunbedingt noch alles unter Wasser und ich bin gespannt, wo ich morgen unterkomme und wie die Lage vor Ort ist, sprich ob ich bleiben oder woandershin „flüchten“ muss.

Gerade bin ich am Kofferpacken und ich sage euch, obwohl ich dies echt häufig mache..der Rucksack ist einfach nie gross genug 😉 Allein was ich schon an Beautykram mitnehme, könnte einen eigenen Rucksack haben. Und dann noch Klamotten, Bücher und diverse „Überlebensmittel“ wie Desinfektionsspray und und und..manchmal beneide ich doch die Leute, die richtig ins Ausland gehen.. wie meine Freundin Diana aus Hamburg, die einfach diese Spedition hier beauftragt hat und ihre Sachen per Container rüberschiffen ließ. Aber irgendwie glaube ich, werde ich das auch mal tun..zwar nicht nach Indien zum Auswandern, aber wer weiss, wo es mich hin verschlägt..spielt noch wer mit dem Gedanken auszuwandern? Oder ist es sogar? Oder ist es und ist wieder zurück? 

Packen für Indien

Wie ihr seht, bin ich noch nicht fertig. Ja, ich bin jemand, der alles auf den letzten Drücker macht, eben auch das Packen. Aber wirklich Wichtiges vergessen, kann ich ja nicht bzw die Sachen habe ich schon. Die Medikamente und (wichtig!) Nasentropfen muss ich noch abholen, zum Friseur das Pony schneiden und los geht es morgen früh..und wenn ich alle wichtigen Unterlagen und meine Hautpflege (plus Sonnencreme) habe..alles andere kann man kaufen. Und will man ja auch kaufen 😉 Indische Kosmetik (bis auf Nagellack) sagt mir jetzt nicht sonderlich zu, somit werden da die Basics mitgenommen, aber inwieweit ich die dann erstmal im Monsun und bei 35 Grad nutze..sei dahingestellt 😉 Sachen wie Haarshampoo und Duschgel nehme ich auch mit, also zumindest für den Anfang, da diese Produkte in Indien teurer sind (aber dem deutschen Markt auch voraus 😉 Diese neuen Palmolive-Duschen hatte ich letztes Jahr und das Grüne ist ganz hervorragend zum morgens Wachwerden). Einen kurzen Post, was ich genau mitnehme an „Beauty-Produkten“ werde ich auch noch schreiben, ich finde das immer ganz spannend, was man wirklich auswählt, wenn es hart auf hart kommt 😉


Viel wichtiger als Sachen packen, ist aber nochmal Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen..und genau das werde ich nun machen! Euch allen trotz des Regens einen wundervollen Dienstag!