Schlagwort: Kurzreview

[Lesenswert] Pippa Lee, Miss Wyoming, Der Koch & Tod durch Ertrinken

Habe ich schon erwähnt, dass die 5 Euro Jahresgebühr für die Bibliothek hier in Berlin meine Investition 2013 war? Wenn nicht, sie war es 😉 Meine Amazonwunschliste wird zwar länger, aber ich versuche, sie auf diesem Wege doch irgendwie abzuarbeiten. Und natürlich die Bücher zu lesen, von denen ich schon wieder vergessen hatte, dass ich sie einmal lesen wollte. Durch die Bibliothek streifen und sich einfach treiben lassen, ist eben auch toll – da findet man super Sachen! Da Literatur hier bisher viel zu kurz kam, zeige ich euch nun jeden Monat, was so bei mir gelesen wird 🙂

Lesenswert Oktober(zwecks Inhaltsangabe/andere Kritiken verlinke ich die Bücher auf Amazon, aber keine Angst, ich kriege da nix, wenn ihr drauf klickt)

Pippa Lee von Rebecca Miller Habe ich mir als „sachte“ Lektüre mitgenommen, da es einfach nach Klischee-Frauen-im-mittleren-Alter-Roman klang. War es aber überraschenderweise gar nicht. Stattdessen hat es mich echt gefesselt, wobei gar nicht einmal soviel Handlung geschah, aber die Psyche der Hauptperson wunderbar gezeichnet wurde. Das Ende kam ziemlich abrupt und irgendwie war es mir nicht ganz „rund“. Aber wir hatten kurzweilige Freude. Es ist sehr einfach geschrieben, teilweise langweilen die Satzkonstruktionen etwas – aber für unterwegs in der Bahn ist es super. Auch als Urlaubslektüre würde ich es empfehlen!

Miss Wyoming von Douglas Coupland Wer noch nichts von diesem großartigen Autor gelesen hat, auf geht’s. Er zeichnet seine Personen immer so facettenreich, sie sind immer skurril, aber doch zum „Damit-Identifizieren“. Bücher von Coupland wirken noch lange nach, man mag mit anderen Leuten darüber sprechen und teilweise regen sie enorm zum Nachdenken an! Bei diesem Buch habe einzelne Sätze echt zu abendfüllenden Diskussionen über das Leben & die Welt geführt. Die Geschichte ist unterhaltsam, man legt das Buch nur ungern aus der Hand. Wirklich toll und hätte ich es auf englisch gehabt, wäre ich noch glücklicher gewesen. Da hat die Bib hier aber wohl ihr Limit erreicht *g* Wer auf verrückte Geschichten steht, in denen man sieht, ob/wie Menschen sich ändern können..euer Buch!

Der Koch von Martin Suter Mit „Small worlds“ hat mich Martin Suter gekriegt, ich habe mich sofort in seine Art des Schreibens verliebt! Er erzählt so klar, aber lässt die banalsten Dinge interessant und spannend erscheinen und ich lese seine Bücher in höchstens zwei Tagen durch! Nicht, weil ich arbeitslos auf der Couch hänge, sondern weil ich einfach muss. Meine Agenda 2013 ist es, alle seine Werke zu lesen und ich bin gerade schon mitten in „Der Teufel von Mailand“ (gestern ausgeliehen). Egal, was er beschreibt, egal, wie uninteressant das Thema scheint, man wird von der ersten Seite gefesselt. So auch bei „Der Koch“. Toll ist, man lernt nebenbei eine ganze Menge (hier über Tamilen in der Diaspora, genauer in der Schweiz) und fühlt sich trotzdem keine Sekunde lang „belehrt“. Ich kann gar nicht genau sagen, wie er es macht, aber für mich ist er wirklich einer der besten zeitgenössischen Autoren! Wer noch kein Buch von ihm gelesen hat, ich kann euch „Der Koch“ sehr als Einstieg empfehlen, wenn ihr euch (wie ich) für die Krankheit Alzheimer interessiert, lest zuerst „Small worlds“.

Tod durch Ertrinken von T. C. Boyle Ebenfalls ein Autor, von dem ich „alles“ lesen mag. Wer Kurzgeschichten mag, T.C. Boyle ist euer Mann! Seine Sammlungen sind so verrückt, sie sind inhaltlich unfassbar verschieden und lösen die unterschiedlichsten Gefühle in einem aus. Zwischen in der Öffentlichkeit laut loslachen müssen und vor Schock mit offenem Mund dasitzen, kann man hier auf zwei Seiten haben 😉 Ich schreibe selbst (Kurz-)Geschichten und für ein Seminar bei Boyle würde ich viel geben. Seine Kurzgeschichten habe ich nun fast durch, jetzt geht es an die Romane. Ebenfalls wie Martin Suter eine totale Empfehlung, wenn ihr noch nie etwas von ihm gelesen habt. Mir hat er die Augen geöffnet, was man mit Worten erreichen kann, wie man Emotionen wecken kann und wie man die verrücktesten Geschichten erzählen kann. Boyle ist für mich der Motor für kreative Energie in mir 😉

Die Bücher sind nun wieder in der Bibliothek und werden hoffentlich gut gelesen..Bücher, die nur herumstehen, machen mich traurig. Da ich natürlich nicht nur zum Abgeben hingehen kann, habe ich schon einige neue Exemplare hier, die ich euch dann im November vorstellen werde. Über Buchempfehlungen oder einfach ein Kommentar, was ihr gerade lest, freue ich mich natürlich sehr! 

[Beauty] New in: Alverde Duschpeeling Kokosraspeln Lotusblüte

Vor kurzem ging mein Peeling leer und ich stellte erschrocken fest, dass in meinen Unmengen an Duschgel- und Shampoobackups doch ernsthaft kein eines Peeling mehr darunter war. Ok, von Lush liegt hier noch eine Massagebutter mit Peeling rum, aber die wollte ich noch nicht anbrechen. So machte ich mich endlich einmal wieder zielorientiert auf zu meinem nächsten DM 😉

Ich mag Peelings von Balea sehr gerne, benutze sie so 2-3 Mal in der Woche beim Duschen und wollte auch eigentlich hier wieder zuschlagen. Jedoch sprachen mich die beiden vorhandenen Sorten (Buttermilch-Zitrone und ich glaube, irgendwas mit Pfirsisch) geruchstechnisch so gar nicht an. Schwupps, blieb mein Blick an folgenden Kandidaten kleben:

Alverde PeelingDas Duschpeeling Kokosraspeln Lotusblüte von Alverde hat mich ja echt schon alleine vom Design her gekriegt..und dann noch in Kombination von +33% Gratis, da hupft mein Sparfuchsherz ja gleich 😉 Enthalten sind nun 200ml für 1,95 Euro.

Die Konsistenz ist sehr interessant, zwar einem Peeling ähnlich, jedoch sind die großen „Körner“ hier Kokosraspeln. Hier nach riecht es auch unglaublich stark, wer kein Kokos mag, Finger weg! Zwar kommt auch eine blumige Note durch, doch ist diese viel dezenter (hätte mir wer vor einiger Zeit gesagt, dass ich Kokosdüfte mögen würde, ich hätte gelacht..aber Balea mit seiner Kokos-Tiarenblütenreihe hat mich echt bekehrt *g*). Die Kokosraspeln peelen gut, es fühlt sich angenehm an, aber gleichzeitig auch, als würde es etwas bewirken – sprich, man merkt, dass man was abrubbelt 😉 Etwas Vorsicht ist auch geboten, beim ersten Mal sind mir die Raspeln überall hingeflogen und ich durfte sie dann von den Fliesen sammeln – also etwas weniger schwungvoll peelen 😉

Der Duft ist wirklich klasse, ich mag es, dass mein Bad im Anschluss auch noch ein wenig nach Kokos riecht. Aber die Hauptsache ist: meine Haut verträgt es sehr gut, sie fühlt sich gepeelt und „frisch“ an, keine Rötungen/Reizungen/etc sind aufgetreten. Man braucht auch nur eine kleine Menge, da es sehr ergiebig ist und ich komme mit einer Walnußportion gut für den gesamten Körper hin.

Ein ganz tolles Produkt, welches ich ehrlich gesagt noch nie auf dem Radar hatte und somit nicht einmal sagen kann, ob es neu ist oder ich euch hier olle Kamellen aufwärme 😉 Dank auferlegtem Kaufstopp halte ich mich zur Zeit ja nicht allzu viel in der Drogerie auf bzw gehe immer gezielt zu den benötigten Produkten (hier durften noch Zahnpasta & Verbandszeug mit ins Körbchen). Eine weitere Sache hat allerdings doch noch meine Aufmerksamkeit gekriegt, die ich euch kurz zeigen möchte:

HandsanMeine aktuelle Handcreme ist von Handsan (Hand&Nail mit Arganöl) und so wollte ich mal schauen, was es noch so von der Marke gibt. Diese Winterhandcreme ist eine 2in1 Creme, die sowohl antibakteriell als auch pflegend ist. Finde ich eine grandiose Idee, da ich es nämlich gar nicht mag, immer und überall auch Desinfektionsgel mitzunehmen, ich es oft vergesse und mich dann ärgere, etwas mit „schmutzigen“ Händen berühren zu müssen. Hier hätte man Schutz und Pflege in einem und die Creme werde ich mir auch noch holen. Nicht, dass ich noch drei weitere Cremes hier zum Aufbrauchen rumfliegen habe, aber die spricht mich doch einfach an.

Hat sie schon wer ausprobiert und kann was zur Wirkung sagen? Bzw ich habe Bedenken, dass sie aufgrund des Desinfektionszeugs nicht pflegend genug ist und die Hände eben doch austrocknet. Wäre als sehr interessant für mich, wenn sie wer schon getestet hat und mir das sagen kann. Nicht, dass die 1,35 Euro die Welt wären, aber man muss sie auch nicht ausgeben, wenn mir jetzt mehrere Leute hier sagen würden, dass sie die Creme so gar nicht mögen 😉

Das war mein kleiner Drogerie-Ausflug vom Wochenende 🙂 Jetzt werde ich mich durch das sehr verregnete, graue Berlin zum Arbeiten kämpfen..ich will nicht 🙁

 

[Beauty] NOTD: Kiko trifft Revlon!

Heute zeige ich euch ein Nageldesign, welches irgendwie nur aus Neugier heraus entstand. Denn ich hatte bei der lieben Kopfprinzessin (auf Youtube) u.a. diesen Kikolack gewonnen. Bisher hatte ich noch keinen Lack von Kiko und war sehr gespannt, wie er sich so verhalten würde. Da ich dann noch einen subtilen Eyecatcher wollte (was nichts wurde *g*), durfte mein hübscher Revlon-Lack auch noch mit in Erscheinung treten:

NOTD: Kiko meets Revlon

 

Ihr seht, am Daumen ist schon eine Macke und das nicht einmal nach einem Tag. Der Lack ist recht flüssig, ließ sich aber gut lackieren mit dem ungewohnt kleinen Pinsel (ich bin eben ein Catrice-Kind). Die Farbe trocknet gut und schnell durch und sieht auch aus wie in der Flasche. Ich finde es immer ganz schlimm, wenn Lacke nachdunkeln. Haben wir hier nicht! Nun aber zum großen Manko, der Haltbarkeit. Das splittert ja quasi sofort! Besonders an Zeigefinger und Mittelfinger musste ich schon am nächsten Tag nachlackieren. Mag ich gar nicht! Die Farbe ist ein wunderschöner, herbstlicher Beerenton, ich werde ihm mit einem Topcoat definitiv noch eine Chance geben. Aber zu Begeisterund oder gar Kiko-Kaufwunsch kommt es hier nicht, nein nein. Wobei ich im SALE oftmals schon um die Lacke für 2,50 herumgeschlichen sind, aber qualitativ ist zumindest dieser das nicht wert! Name/Nummer weiß ich leider gerade nicht.

Der Revlon-Lack mit seinem Lila passt leider so gar nicht und auch der grau-schwarze Unterton kam viel zu stark durch. Aber irgendwie hatte ich keine Lust auf meine übrigen Glitterlacke (die meist so dicke Glitterbrocken haben) und mein perfekt dazu passender rosefarbener Essie-Glitter-ÜberLack war natürlich gerade nicht zu Hand..Für den Revlonlack habe ich aber noch keinen tollen Unterlack gefunden (also farbig)..wer hier einen Vorschlag, hat, ich nehme ihn sehr gerne an! Gekauft habe ich den Lack in den USA..ob es ihn hier auch gibt, weiß ich gar nicht. Die Haltbarkeit ist auf jeden Fall Bombe, hier splittert nix!

(Die Kommentarfunktion sollte hier nun auch endlich funktionieren)

Outfit SeptemberAuch wenn sie echt nicht schön aussahen, immerhin habe sie zu meinem Outfit gepasst..was den Titel „der letzte Spaziergang mit meinen Keds bis es wieder Sommer ist“ 😉 Schal & Tasche sind von Ernsting’s Family, die Jacke ist von H&M (und 10! Jahre alt) und die Schuhe Keds aus den USA 😉

 

[Beauty] Review Weleda Sanddorn Vitalisierungscremedusche

Kaum in der Douglasbox, schon auf meinem Blog 😉 Da ich im Moment ja im Urlaub bin und mir dreist meine BoB habe dorthin liefern lassen, konnte ich gleich mal das dort enthaltene Duschgel von Weleda ausprobieren. Nicht unbedingt mein Wunschprodukt, da ich Weledasachen einfach schon kenne..aber ok, genau diese Dusche kannte ich noch nicht..die Citrusdusche empfehle ich auch gerne weiter, die mag ich nach dem Sport supergerne!

Weleda Sanddorn Vitalisierende Pflegedusche

 

Die Probegröße war nur 20ml „groß“, somit konnte ich dreimal damit duschen (und weiß nun, dass ich für meinen Körper pro Duschgang etwas weniger als 7ml Duschgel benötige..unnützes Wissen deluxe *g*). Wie gefiel sie mir denn nun..also:

Die Konsistenz war einer Cremedusche würdig und floss mir nicht durch die Finger, sondern ließ sich gut verteilen. Leider hat sie kaum Schaum gebildet, was ich schade finde..ich maaaag Schaum! Farblich kam sie in einem neutralen weiß daher.

Der Geruch war seeeehr sanddornig und intensiv. Leider. Mag ich nämlich nicht. Die Zitrusnote hat jedoch gute Laune verbreitet und man kann sagen, „vitalisiert“ oder zumindest mich morgens von den Toten erweckt 😉 Während des Duschens war der Duft enorm dominant, auf der Haut ist er zum Glück schnell verflogen und auch im Badezimmer hielt er sich nicht lange. Punkte, die man eigentlich negativ bewertet – doch da ich wirklich kein Sanddornfan bin, fand ich das super 😉

Von einer Cremedusche erwarte ich, dass ich mich danach nicht mehr eincremen müsste (da ich es doch meist tue, da ich mir die „Massage“ gönne, ist es aber auch kein Drama, wenn die Haut nach Pflege jappst). Das würde ich hier bei unzickiger (also meiner) Haut auch direkt unterschreiben. Sie hat sich weich und mit ausreichend Flüssigkeit versorgt angefühlt und das war sehr angenehm. Die Bodylotion könnte man nach dieser Dusche also getrost weglassen.

Weleda als Marke ist mir weiterhin sympathisch, auch wenn man mit ihr in allen Beautyboxen zugeworfen wird und sie ist für mich auch nicht high-end, aber eben Naturkosmetik und das mag ich! Sie haben in ihrem Angebot eine Menge toller Gerüche und ich finde es schade, dass ich genau diesen abgekriegt habe, den ich nicht mag..aber es ist ok, die dreimal Duschen habe ich überlebt 😉 Und weiß nun, dass die Cremeduschen für mich eine tolle Option sind, wenn es eben doch einmal schnell gehen muss und ich nach dem Duschen keine Zeit zum Eincremen habe..vielleicht für alle eine Idee, die diese Nivea In-Dusche (oder wie das heißt) auch für komplette Wasserverschwendung halten und sich die Bodylotion sparen wollen..ich empfehle dann nur eine andere Geruchsrichtung und alles ist gut 😉

[Sehenswert] Trishna (2013)

Bevor es modisch weitergeht, wollte ich euch heute mal kurz einen Film empfehlen. Normalerweise sehe ich wirklich sehr selten Filme, ich bin ein absoluter Serien-Junkie (gerade aktuell: Scandal..ich bin fast am Ende von Season 2 und hammer! Hat bei mir ein ähnliches Suchtpotential wie Homeland ausgelöst). Aber ab und an stolpere ich dann doch mal über einen Film, der gut klingt.

Diesmal fiel ich über Trishna, der mich dank dieser Faktoren köderte: spielt in Indien, ist aber kein Bollywoodfilm; zeigt die Rolle der Frau; behandelt das Thema „Liebe“ im indischen Kontext; Freida Pinto spielt mit; und ich konnte ihn auf Hindi mit deutschem Untertitel gucken (da ich Hindi ja halbwegs passabel spreche, war es toll, hier genau zu gucken, was ich verstehe und wo es vorbei ist). Natürlich gibt es in auch auf deutsch und ohne Untertitel:

 

Ich tue mich immer schwer, mit Filmen, die in Indien spielen aber so vollkommen von der von mir dort erlebten Realität abweichen. Hier ist das anders! Ich war sowohl in Rajasthan unterwegs (und auch in der Stadt Jaipur, wo der Film teilweise spielt) sowie in Mumbai und finde die Darstellung sehr gut gelungen. Wir haben hier den Kontrast Stadt-Land, indisch-westlich, Bildung-wenig Bildung zwar sehr hart aufgezeigt, aber klar muss man das überspitzen, damit es auch wirklich jeder Zuschauer begreift *g* Die Musik im Film passt hervorragend und übermittelt auch durch ihre Lautstärke, wie es sich anfühlt..hach, was vermisse ich gerade meinen liebsten Rikshafahrer in Delhi 🙁

Es werden so viele Facetten des Lebens in Indien aufgegriffen, dass ich gar nicht auf alle eingehen mag. Besonders gut ist das weibliche Leben dargestellt, die Macht des Vaters/der Familie und wie sehr die äußeren Umstände einen Menschen beherrschen können. Da ich das Ende nicht verraten mag, sei hier nur gesagt, ich habe es nicht kommen sehen! Und finde es hervorragend!

Wer also mal etwas anderes sehen mag, dem kann ich den Film echt ans Herz legen. Er wird unter die Haut gehen und einen definitiv zum Nachdenken anregen..und zum Verzweifeln, wie schwer es in vielen Ländern ist, eine Frau zu sein..

[Kurzreview] Choco Nuit Drink – eher ein Alptraum!

Wusstet ihr, dass ein anderes Wort für Alptraum Nachtschaden ist? Ich zumindest nicht, finde das Wort aber spontan grandios! Das nachfolgende Produkt ist leider so gar nicht grandios in Kombination mit meinem Körper, aber da ich auch mal negative Reviews schreiben mag, erwähne ich es. Plus habe es bestimmt einige von euch auch ausprobiert und ich hätte einfach gerne eure Meinung 🙂

Es handelt sich um eine Probe aus der Medpex Wohlfühlbox von letztem Monat. Ein Beutelchen Choco Nuit Drink war darin und entspricht so ganz meinem Gusto. Ich liebe Süßes und Schokoladiges und besonders abends trinke ich vorm Schlafengehen noch gerne etwas Warmes. Passt so ein Schokoheißgetränk doch wie die Faust auf’s Auge oder (wir ignorieren den Sommer vor der Tür mal kurz *g*)?

Choco Nuit Drink

Schnell die winterliche Rentiertasse herausgeholt, Beutelchen aufgerissen und dran geschnuppert. Riecht weniger schokoladig, irgendwie mehr nach Lebkuchengewürz. Da ich auch Lebkuchen mag (in knapp 2 Monaten dürften die ja wieder im Supermarkt stehen, yay!), freute mich das zunächst. Also brav das heiße Wasser drüber, umgerührt und gewartet.

Geschmacklich war das so gar nicht was der Geruch mir suggeriert hat. Das schmeckt sehr wenig irgendwie etwas sämig und ja nee..kein kulinarischer Genuss. Auch der zweite, dritte und fünfte Schluck hat es nicht gerettet und ich mich verflucht, keine heiße Milch genommen zu haben. Ausgetrunken habe ich es trotzdem, aber danach gab es erstmal noch einen meiner gewohnten Tees..zwecks Geschmacksknospenberuhigung. Damit dachte ich, wäre die Sache gegessen und ich könnte es unter „nicht mein Geschmack“ abspeichern.

Stattdessen beschloß mein Magen nun, dass er das auch gar nicht toll fand. Ich muss gegen irgendetwas dagegen unverträglich gewesen sein, zumindest ging Bauchgebrummel, Krämpfe und Übelkeit los. Gibt ja nichts besseres zum Einschlafen oder? So gab es also nach Choco Drink und Tee noch ein Magenberuhigungsmittel, aber ich habe trotzdem noch lange wach gelegen und micht nicht allzu gut gefühlt.

Somit kann ich das Produkt mit „nicht mein Geschmack & vertrage ich nicht“ in eine ganz entfernte Schublade einsortieren, die ich wohl nie mehr bewusst öffnen werde. Aber ich bezweifle auch sehr, dass ich nochmal über dieses Produkt stolpern werde. Schade, denn eine einschläfernde Schokolade hätte echt was für mich schlafgestörten Süßigkeitenmenschen sein können..blöd!

Wer von euch hat das Pröbchen auch schon probiert? Und hatte noch einer so eine unschöne Reaktion darauf? Wie hat’s euch geschmeckt? Und falls wer noch so ein Produkt kennt, nur her damit, ich habe bei google nix anständiges gefunden 🙂


[Kurzreview] Aussie 3 Minute Miracle Reconstructor

Wer auch immer dieses Produkt benannt hat, war ein Spaßvogel..zumindest musste ich gerade ziemlich laut lachen bei meinen Zungenverrenkungen und der Unfähigkeit, den Namen nur einmal komplett auszusprechen..nunja, ich komme ja auch nicht aus Australien. Uh Überraschung, Aussie auch nicht, obwohl sie sich so enorm darüber vermarkten. Dabei kann man doch mal am Rande vergessen, dass man eigentlich Amerikaner ist, mit australischen inneren Werten quasi. Nungut, das ist jetzt auch mal ziemlich wurst, ich höre mit dem Klugscheissern auf *g*

Aussie ist eine in Deutschland noch recht neue Marke, ich kannte die Produkte schon aus den USA, habe sie aber nie wirklich benutzt. Wieso? Ganz banal, die Produkte sind mir zu teuer. Ich bin einfach ein Herbal Essences-Kind, war ich schon immer, werde ich wohl auch bleiben. Da bekomme ich ein (für meine Haare) gutes Shampoo mit enorm leckeren Geruch und richtiger Wirkung. Ebenso die passende Spülung und die Welt ist in Ordnung. Mit teuer meine ich übrigens 7,95 Euro für 250ml des nachfolgenden Produktes 😉

Aussie 3 Minute Miracle Reconstructor

Vorneweg, ich hatte echt Angst vor dem Produkt, da ich soooooo viele negative Berichte gelesen habe, die sich erstmal über die schlechten Inhaltsstoffe (Stichwort: Parabene & krebserregend, näher bei Codecheck) und dann sehr negative Folgen (trockenes, unkämmbares Haar, stumpfes Haar, HaarAUSFALL) der Pflegereihe ausgelassen haben. Wohingegen mir die Inhaltsstoffe recht egal sind (ich hatte eine ungute mehrwöchige Erfahrung mit silikonfreien Produkten..), so hatte ich doch Angst, meinem Haar hier echt etwas schlechtes zu tun und es mir mit Glanz, Glätte etc versauen würde.

Als ich mich dann endlich traute, dieses Wundermittel auszuprobieren, stand ich etwas dümmlich-frierend in der Dusche rum. Wo geht es denn bitte auf? Ach unten, so ein Klebeding. Was sich ja super abziehen lässt, wenn alles nass ist und man brüchige Fingernägel hat. Nicht. Aufgabe gemeistert und weiter doof aus der nichtvorhandenen Wäsche geschaut. Da ist kein Deckel dran. Nur ein Loch. Wo das Produkt sofort herausgeschossen kommt, wenn man die Flasche antippt (wer hier jetzt zweideutig denkt, hinfort mit euch *g*). „Wie soll man denn damit verreisen“, ploppte in meinem Kopf auf und ich habe noch keine Antwort darauf gefunden 😉

Produkt also auf die Hand und in die Haare. Das funktioniert gut, lässt sich einfach verteilen und riecht sehr penetrant. Was nach australischem Minzbalsam und Macadamianuss riechen soll. Das ist Kaugummigeruch in enorm künstlich. Welchen ich so für ein paar Minuten durchaus unter der Dusche ertragen kann, aber es riecht ja einfach alles danach! Mein komplettes Bad und meine Haare. Auch einen Tag nach diesem Duscherlebnis ist sowohl die Räumlichkeit wie meine Person in diesen Duft eingehüllt. Das mag ich sowas von gar nicht. Das beisst sich doch mit Bodylotion/Deo/Parfum und so will ich bestimmt nicht riechen! Bah..also ich glaube, das ist wohl so ein „liebt man oder hasst man“-Moment und ich stehe leider auf der falschen Seite. Hier könnt man gerne etwas subtiler vorgehen, Aussie-Team 😉

Zur Wirkung muss ich sagen bei bisheriger, vielleicht zehnmaliger Anwendung: die bringt’s! Mein Haar ist danach himmlisch weich und glatt, lässt sich super kämmen und anscheinend habe ich echt Glück im Vergleich zu all den anderen „Testern“. Mein Haar (fein, lang, glatt) glänzt schön, fällt schön und fühlt sich schön an. Tripleschön, wäre da nicht der Geruch, der das Produkt für mich echt unmöglich macht. Wie kann denn sowas länger anhalten wie mein Raumduft und dazu noch penetranter sein? *g*

Ich habe aus der Pflegereihen für traurig, langes Haar noch Shampoo und Spülung, aber hiermit werde ich abwarten. Erstens habe ich noch genug andere Produkte, die ich aufbrauchen will, zum anderen kann ich diesen Geruch nicht alle zwei Tage ertragen (in diesem Turnus wasche ich normalerweise mein Haar). Vielleicht ist auch das Geheimnis, dass man nicht alle drei Produkte gemeinsam anwendet, da sie sich sonst gegenseitig kaputtmachen? Wer weiss..ich bin auf jeden Fall froh, dass alles glatt gegangen ist. Gleichzeitig weiß ich aber auch, dass ich mir dieses Produkt nicht gekauft hätte. Aber wenn man es mal in einer Goodiebag hat..dann probiert man es doch mal aus und schenkt es nicht einfach einer unbedarften Person, die keine Ahnung hat, auf was sie sich da einlässt.


FAZIT: Geruch megaflopp, Wirkung überraschend top!


Stimmt mir wer zu? 🙂

 

Lecker: Mio Mio Mate!

Gestern beim Streifzug durch meinen neuen REWE-Markt (wir erinnern uns, ich habe endlich wieder eine Wohnung im östlichen Berlin *hupf*, fand ich doch keine Club Mate. Was mich verstörte. Ich liebe und brauche dieses Getränk nämlich wie die Luft zum Atmen und mag auch das Gefühl, aus Glasflaschen zu trinken (noch wer PET-Gegner?). Auf jeden Fall lief ich durch den Getränkemarkt und fand keine Club Mate. Dafür aber Mio Mio Mate. Noch nie gehört, sah aber nach einer ziemlichen Nachmache aus und durfte somit gleich mal zu mir nach Hause:

Mio Mio Mate
Ebenfalls in einer schicken Glasflasche, I like!

Dann durfte die Flasche erstmal in den Kühlschrank, denn so sehr ich Mate-Tee liebe, lauwarm geht das gar nicht. Heiss aus der Kalebasse oder eben kalt aus der Flasche. Mate ist ein sehr koffeinhatiges Getränk mit 20mg/100ml also quasi mein sommerlicher Kaffee, der aber gleichzeitig auch sehr stimulierend und energiefördern wirkt. Zumindest kann ich damit immer gut arbeiten und ich trinke Mate (ohne Wodka) auch beim Weggehen sehr gerne 😉

Die Mio Mio Mate nun schmeckt enorm nach Apfel! Hat mich beim ersten Schluck schon sehr irritiert, da ich den herben Mategeschmack erwartete. Dieser kam dann nur ganz dezent durch, ich hatte irgendwie mehr das Gefühl ich trinke eine Apfelschorle aus noch sehr unreifen Äpfeln. Jetzt nicht unbedingt schlecht, aber ich habe hier halt immer den Club Mate Vergleich und würde definitiv zu letzterer greifen, wenn ich die Wahl habe.

Ab und zu werde ich wohl eine Mio Mio Mate trinken, da sie bei meinem REWE eben erhältlich ist und die Club Mate nicht..mit 55 Cent für 0,5l ist sie auch sehr günstig und kann dem Club Mate Vergleich hier gut standhalten..diese kostet nämlich meist um die 79 Cent.

Wer also etwas Abwechslung zur eigentlichen Mate will, sollte mal nach der Mio Mio Mate Ausschau halten. Ist halt ein starker Apfelgeschmack zunächst, zum Ende der Flasche fand ich allerdings, dass der Mategeschmack stärker wurde (komische Geschmacksnerven meinerseits).

Und wer gar nicht weiss, was Mate(tee) ist, sollte das unbedingt mal probieren. Und hier bitte wie Kaffee: nicht nur einmal probieren, denn das erste Mal schmeckt gruselig. Das zweite Mal wird schon etwas besser und so geht es stetig weiter, kennt man ja 😉 Und irgendwann ist man dann mitten drin in der Mate-Abhängigkeit, die jedoch gut zu kontrollieren ist (bei mir), da es das Getränk nicht allzu oft gibt und im Dorf meiner Eltern bspw ja schon ein Cafe au lait ein Ding der Unmöglichkeit ist 😉 Das wird von außen also ganz gut reguliert *g*

ich stoße nun virtuell mit euch an und gönne mir eine Flasche altbekannter Club Mate..von der Mio Mio hatte ich nämlich erstmal nur eine gekauft und diese ist schon lange lange leer 😉

[Kurzreview] Balea Young Fresh Lemon Lippenpflegestift

Im Moment versuche ich mich ja im konsequenten Aufbrauchen von Pflegeprodukten, da ich einfach keinen Platz mehr habe. Dazu zählen auch Lippenpflegeprodukte, von denen ich einfach eine Unmenge habe. Denn erstmal fliegt in jeder Tasche einer herum, dann noch im Bad, am Bett, am Schreibtisch etc etc und da sie meist auch nur wenig kosten, kauft man sie einfach nur so. Mit dem Kaufen habe ich schon brav gestoppt und halte das auch gut durch. Jetzt aber geht es noch an das Aufbrauchen einzelner Stifte und der simultane Gebrauch von fünf verschiedenen Produkten wurde eingestellt. Bis ich aber wirklich einen neuen Pflegestift kaufen muss, ich glaube, da vergehen echt noch Jahre (hier liegen eingeschweißte herum, die noch 3 Jahre haltbar sind *g*)

Balea Young Fresh Lemon

Gerade brauche ich den Fresh Lemon Lippenpflegestift von Balea Young auf. Dieser hat glaube ich unter 1 Euro gekostet und durfte letztes Jahr bei mir einziehen. Er schmeckt frisch nach Zitrone, allerdings auch etwas künstlich. Trotzdem passt diese Zitrusnote für mich super zu diesen ersten warmen Tagen.

Er ist sehr cremig und liegt mir etwas auf den Lippen; finde ich nicht so gut, da ich gerne Produkte habe, die schnell einziehen und nicht lange fühlbar sind. Auch ist er leider etwas weiß in der Abgabe, man sieht also, dass man soeben etwas auf die Lippen aufgetragen hat. Die Pflegewirkung ist wie bei den meisten Pflegestiften von Balea in Ordnung, aber nicht berauschend. Eine gute Alltagspflege, aber wenn ich wirklich sehr trocknene oder sogar spröde Lippen haben sollte, wäre mir dieses Produkt nicht ausreichend. Zum täglichen „ab und zu“-Auftragen aber wie gesagt, ist er in Ordnung.

Ich habe schon über 50% aufgebraucht und bin dem Geschmack noch nicht überdrüssig. Aber nachkaufen werde ich ihn erstmal nicht, da ich noch viel zu viele andere Produkte habe und er mich auch einfach nicht so umhaut. Eine leckere Frühlingsvariante, für Menschen, die weniger Pflege aber mehr Geschmack bei ihrer Lippenpflege haben wollen 😉

Während des Tippens kam mir der Gedanke, dass der Stift auch eine LE gewesen sein könnte (aufgrund der hübschen Schmetterlinge auf ihm), also weiß ich gar nicht, ob man ihn noch kaufen kann. Wer etwas in dieser Richtung mag, ich habe hier auch noch einen Crapefruit-Lippenpflegestift von Balea, welchen ich ebenfalls recht lecker finde, vielleicht wäre der ja ein guter Ersatz.

Mögt ihr zitrusartige Lippenpflege? 🙂

[Kurzreview] Lemongrass vs. Hydrocare

Und weiter geht’s mit dem Aufbrauchen von Proben..diesmal gab es drei Packungen Head&Shoulders Lemongrass und drei Packungen Nivea Hydrocare im direkten Vergleich 😉

Haarausgangslage: laaaaang, sehr fein, kein Volumen, gerne trocken in den Längen und gewaschen wird alle 2-3 Tage (die Kopfhaut fettet also „normal“ nach). Schuppen habe ich keine, somit benutze ich normalerweise auch kein spezifisches Shampoo.

Head'n'Shoulders vs Hydro

Head’n’Shoulders Lemongrass hat einen wahnsinnig erfrischenden, wachmachenden Duft und ich finde ihn genial nach dem Aufstehen. Das Shampoo schäumt schön, lässt sich gut verteilen und auch einfach wieder auswaschen. Der Duft bleibt auch noch einige Zeit im Haar, allerdings nicht penetrant, sondern leicht umschmeichelnd 😉 Meine Haare bekamen danach eine Spülung (von Balea) und haben sich gut und nicht zu trocken angefühlt (ich habe mal irgendwie gehört, Schuppenshampoos seien austrocknend und hatte hier etwas Angst). Wie die Antischuppenwirkung ist, kann ich leider (naja eigentlich zum Glück) nicht beurteilen, aber als normales Shampoo gefällt es mir bisher sehr gut. Fettiger wurden meine Haare auch nicht und ja, ich würde es wieder benutzen.

Nivea Hydrocare Shampoo hat mich enorm positiv überrascht. Die Volumenserie von Nivea (die ich davor benutzte) gefiel mir nämlich null und somit waren die Erwartungen dementsprechend nonexistent. Aber hey, das kann sich ja ändern. Ein ganz wunderbares Produkt, welches die Haare überhaupt nicht beschwert, ihnen Feuchtigkeit, Frische und Glanz verleiht und dabei noch gut, aber nicht aufdringlich riecht. Die Anwendung war spielend einfach, es schäumte gut und liess sich auch schnell auswaschen. Ich habe hier sogar auf die Spülung verzichtet, da ich sie nicht als zwingend notwendig empfand. Meine Haare sahen gut aus und fühlten sich gut an. Definitiv ein Nachkaufprodukt (und das von Nivea, verrückt)!

Der überraschende Sieger ist hier das Hydrocare Shampoo, wobei mir ganz ehrlich auch das von Head’n’Shoulders wegen dem ausgefallenen Geruch sehr gut gefallen hat..ich bin ein bisschen traurig, dass die Proben nun leer sind..und ich noch soviele große Shampoos habe, die ich erst aufbrauchen will (die Shoppingaskese gilt ja weiterhin).

Habt ihr die beiden Sorten schon getestet? Wenn ja, was sagt ihr? Kann wer meinem Urteil (bzw dem meiner Haare) zustimmen? Oder sieht es ganz anders aus?