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[Reisen] 18 Stunden in Helsinki!

Mit Finnair bin ich von Delhi nach Frankfurt geflogen und hatte die Wahl zwischen einem kurzen oder einem längeren Zwischenstop in Helsinki. Natürlich muss ich da nicht lange überlegen, in Finnland war ich noch nie und ach, ich bin ein kleiner Skandinavien-Fan! Davon abgesehen war ich davon überzeugt, dass ich nach diesem kurzen Zwischenziel voller Weihnachtseuphorie in Deutschland landen würde! Das hätte besser funktioniert, wenn ich vielleicht eine Winterjacke eingepackt hätte, denn so war Finnland wunderschön. Und ganz schön kalt 😉

Vorneweg: ich bin das erste Mal mit Finnair geflogen und ganz ehrlich ich bin begeistert, was Preis/Leistung angeht. Von Frankfurt ging es bequem und geschwind nach Helsinki (und später zurück), es gab Kaffee und andere Getränke (probiert den Heidelbeer-Saft, soooo gut!) und der Flughafen HEL ist sehr leicht zu navigieren und einfach bequem. Viele Liegen, keine lauten Durchsagen, man kann gut schlafen und auch alles kaufen, was man nur irgendwie benötigen könnte. Auf dem längeren Flug Helsinki-Delhi und Delhi-Helsinki gab es viele Essensoptionen (meine veganen Sachen waren alle sehr lecker), Filme und (gegen Bezahlung) Internet, sowie genug Stauraum für Gepäck sowie Beine. Meine Flüge waren alle nur 50% ausgebucht, somit konnten wir uns alle ausbreiten und kamen ausgeruht am jeweiligen Ziel an. Da die Airline sehr viele Länder anfliegt, bin ich mit Finnair bestimmt nicht zum letzten Mal geflogen!

Jetzt aber zu Helsinki: vom Flughafen kann man bequem für 4,60€ (habt Kleingeld oder kauft das Ticket am Kiosk und nicht am Automaten) mit dem Zug in die Innenstadt fahren und das alle paar Minuten. Sehr praktisch, bequem und man kann nicht in den falschen Zug steigen, da alle Züge dorthin fahren – die Fahrt dauert bisschen über 20 Minuten. Die Innenstadt von Helsinki ist gut zu Fuß zu erkunden, klar, es gibt öffentliche Verkehrsmittel, aber ich bin einfach durch die Straßen gestapft und habe so sehr viel mehr gesehen. Man entdeckt ständig einen kleinen Laden, ein hübsches Haus oder aktuell eben viel Lichterdeko mit Weihnachtsmotiven sowie Weihnachtsmärkte mit allerlei Leckereien.

Da ich erst mittags ankam und das wenige Tageslicht (äh ja, das war nichts..) ausnutzen wollte, lief ich zunächst zur weißen Helsinki Kathedrale und zur roten Uspenski Kathedrale. Da kam ich am Marktplatz mit riesigem Weihnachtsmarkt sowie diversen sehr prachtvollen Einkaufsstraßen vorbei, wo sich die Menschen nur so gedrängt haben. Leider waren die beiden Kirchen schon zu (16.00h!) und zur Felsenkirche habe ich es nicht geschafft. Da diese von innen und nicht aussen sehenswert ist, muss ich da eben nochmal hin! Die Stadt hat enorm viele Parks, welche im Sommer bestimmt super sind, im Winter sind sie zwar sehr schön beleuchtet, der fiese Meerwind macht es aber unmöglich, sich dort hinzusetzen und sich auszuruhen!

Ich habe mir ein bisschen den Hafen mit all seinen riesigen (Kreuzfahrt-)Schiffen angesehen sowie den Outdoor-Swimmingpool kurz ins Auge gefasst. Dieser ist beheizt und direkt im Hafen, aber nein, ich konnte mich nicht überwinden. Wenn ihr euch aufwärmen wollte, es gibt eine riesige Auswahl an Saunen, von günstigen öffentlichen bis hin zu sehr teuren, traditionellen Holzsaunen. Beachtet nur, dass ihr ein Handtuch braucht (meist kann man es ausleihen) und dass sie nicht jeden Tag und sonderlich lange geöffnet sind. Wenn ihr entscheidet, in Helsinki (und nicht wie ich am Flughafen, wobei es sogar da in der Lounge zwei Saunen gibt!!) zu schlafen, sogar die meisten Hostels haben eine Sauna! Ich liebe es!

Um mich aufzuwärmen und noch etwas mehr Kultur zu tanken, habe ich mir zunächst die Nationalbibliothek (wundervolle Architektur) und dann noch das Helsinki City Museum angesehen. Beides liegt nahe beieinander, kostet keinen Eintritt und beschäftigt euch insgesamt so 90 Minuten. Im City Museum fand ich die Ausstellung über Hobos in der Stadt (mit Fotografien sowie Texten des Schriftstellers Johan Knut Harju) sehr interessant; aber auch die nachgebaute Stadtkulisse war sehenswert!

Natürlich knurrte mir mittlerweile auch etwas der Magen und ich wollte natürlich unbedingt eine Zimtschnecke. Lasst euch gesagt sein, wie der Rest Skandinaviens ist auch Helsinki nicht günstig und nachdem ich in einem Cafe einen Preisschock bekam, kaufte ich mir an einem Kiosk in einer Shoppingmall einen (erstaunlicherweise sehr guten) Kaffee und meine Zimtschnecke sowie diverse kulinarische Mitbringsel bei Lidl. Jupps, den Discounter gibt es mittlerweile wirklich überall und die noch warmen, fluffigen Zimtschnecken für 80 Cent waren ein Traum! Da ich davon kein Bild habe, hier ein Stockimage, wenn ich denn im Cafe gesessen und 10 Euro für Kaffee und Gebäck bezahlt hätte 😉

Da ich danach wirklich gut satt war, war das alles, was ich an finnischer Küche probieren konnte. Aber wirklich vegetarierfreundlich ist sie mit all ihrem Fisch und Wild auch nicht, somit kein Verlust. Mit nach Deutschland habe ich dann Pfefferkuchen sowie diverse Sorten Nougat von Fazer gebracht, was sehr gut bei den Beschenkten ankam.

Besonders gefallen hat mir die frische Luft, die gute Laufbarkeit der Stadt, die Architektur sowie die viele Kunst in öffentlichen Räumen und natürlich die Tatsache, dass man sich alle paar Meter irgendwo aufwärmen kann. Das nächste Mal würde ich aber doch mehr Tageslicht zur Verfügung haben und auch ein bisschen mehr Wärme, um die vielen Parks der Stadt zu erkunden.

Seid ihr schon einmal in Helsinki gewesen? Wenn ja, wie hat sie euch gefallen und was könnt ihr besonders empfehlen? Und wie sieht es mit dem Rest von Finnland aus – irgendwelche Tipps, wo ich mal hinfahren sollte?

[Reisen] Unterwegs in Heidelberg!

Die letzten 1,5 Wochen war ich in Heidelberg, meiner ehemaligen Universitätsstadt, unterwegs und hatte das große Glück, eine Bleibe direkt an den Neckarwiesen zu haben. So konnte ich das phänomenal gute Wetter nutzen und viel in der Sonne liegen und den Blick auf das Heidelberger Schloss genießen. Zwar bin ich jetzt nicht mehr sehr touristisch in der Stadt unterwegs, aber ich dachte mir, ich gebe euch mal kurz ein paar Ideen, was man in der Stadt so unternehmen kann!

Natürlich muss ich mit dem Heidelberger Schloss beginnen, welches immer einen Besuch wert ist. Es thront über der Altstadt, bietet einen wunderschönen Blick über die Stadt und lässt einen – wenn man ein wenig von den Massen wegläuft – zur Ruhe kommen. Man kann den Königsstuhl entweder hinaufsteigen oder die Bergbahn nehmen, je nachdem, wie man Lust und Zeit hat. Das Apothekermuseum, welches sich im Schloss befindet, kann besucht werden, ich fand es damals aber eher unspektakulär.

Anschließend bietet sich ein Spaziergang durch die Altstadt geradezu an. Hier kommt ihr an einigen Kirchen (Heiliggeistkirche und Jesuitenkirche) vorbei, habt eine schön erhaltene Fußgängerzone mit Kopfsteinpflaster (Haus Zum Ritter und alles rund um den Marktplatz), ein paar Museen (Völkerkundemuseum, Kurpfälzisches Museum, Heidelberger Kunstverein) und Universitätsgebäude. Ein Besuch in der Universitätsbibliothek lohnt definitiv, da das Gebäude an sich schon spannend ist, meist aber auch in den Fluren eine Ausstellung zu finden ist. Der Studentenkarzer sollte auch angeschaut werden, er befindet sich in Laufnähe von der Bibliothek und ist der Ort, wo früher Studenten „inhaftiert“ wurden, die sich schlecht benommen haben.

Die Alte Brücke ist ebenfalls ein Touristenmagnet und ich muss zugeben, sie ist aber auch einfach schön! Einen netten Neckarblick gibt es dazu, berührt den „Brückenaffen“, das bringt Glück und lauft auf die andere Flussseite gen Philosophenweg. Hier kann man schöne Spaziergänge machen, wenn ihr etwas Zeit habt, ist der Aufstieg zur Thingstätte meine Empfehlung. Hier war ich zwar nur einmal zu einer 1. Mai Feier, was einen unschönen Beigeschmack hatte, aber alleine bei Tageslicht würde ich hier erneut hinlaufen.

Die „andere“ Neckarseite, wo ich wohnte, hat einiges zu bieten. Zunächst einmal die Neckarwiesen, wo man entspannt in der Sonne sitzen kann und viel Fußgänger- und Radwege, die zum Schlendern einladen. Wenn ihr wollt, könnt ihr bis ins Neuenheimer Feld auf den Uni-Campus laufen und beim Zoo einmarschieren oder meinen persönlichen Lieblingsort, den Botanischen Garten kostenlos besuchen. Hier sind weniger Touristen unterwegs, man findet immer einen Sitzplatz im Cafe und am Platz der St. Johann der Täufer Kirche gibt es einige nette Geschäfte und Läden (wenn ihr in der seeeeehr langen Fußgängerzone voller Geschäfte noch nichts gefunden habt). Wem hier immer noch zu viel los ist, macht doch eine Schifffahrt nach Neckarsteinach oder fahrt mit dem Auto ein Stück raus, ich habe mal in Neckargemünd gewohnt, wo es wunderbar beschaulich ist.

Wenn es um’s Essen geht, kann ich euch nur wenige Tipps geben, ich finde nämlich, dass viele Restaurants hier nicht sonderlich gut, aber aufgrund der Touristen ziemlich überteuert sind. Authentisch, günstig und sehr studentisch geht es im Vater Rhein zu, die Mensa im Marstall bietet auch Nicht-Studenten leckere Gerichte an, bei Raja Rani findet ihr indische Küche, bei Mahmoud’s die besten Falafel der Stadt und bei der alteingesessenen Bäckerei Gundel solltet ihr einen Heidelberger Pflasterstein probieren. Ein Besuch im Heidelberger Zuckerladen sollte nicht vergessen werden, aber geht hier am Besten hin, nachdem ihr gegessen habt und nur noch einen Nachtisch braucht, sonst kann es böse enden 😉

Solltet ihr eine günstige, zentrale Übernachtungsmöglichkeit suchen, ich habe schon ein paar Mal in Steffis Hostel geschlafen und mag es dort sehr. Man ist mittendrin, aber es ist dennoch ruhig, die Betten bequem und die Zimmer sowie Gemeinschaftsräume wunderschön eingerichtet. Wobei ich sagen würde, dass ein Tagesausflug reicht, um die Stadt zu erkunden, wenn ihr nicht noch eine Wanderung oder Schifffahrt unternehmen wollt.

Habt ihr noch ein paar Tipps, was man in Heidelberg getan haben sollte? Wie gefällt euch meine Uni-Stadt? 🙂

[Reisen] Kurztrip in den Schwarzwald!

Mitte März musste ich für einen Termin nach Freiburg und dachte mir, dass ich das doch gleich mit einem Kurztrip in den Schwarzwald verbinden kann, wenn ich schon einmal da bin! Gerne wäre ich noch rüber nach Colmar gefahren, das hat zeitlich aber leider nicht mehr geklappt, das kommt dann eben beim nächsten Mal dran 🙂

In Freiburg selbst habe ich erstmal recht weit von der Innenstadt entfernt auf einem P+R Parkplatz an der Bissierstraße geparkt. Von da läuft man etwa 20 Minuten (recht schön durch einen Park und an der Herz-Jesu-Kirche vorbei) bis zur Altstadt, was bei den etwas übertriebenen Parkpreisen für mich definitiv die sinnvollere Variante war. Die Altstadt wird vom Münster Unserer Lieben Frau dominiert und somit steuerten wir die gotische Kathedrale direkt an. Wirklich beeindruckend und absolut sehenswert – wer mag, kann noch auf den 166m hohen Turm hinaufsteigen. Auf dem umliegenden Marktplatz fand samstags ein riesiger Markt statt, wo es allerlei lecker aussehendes zu erwerben gab. Danach liefen wir erst einmal ein wenig durch die Altstadt, sahen uns die kleinen Gassen, alten Häuser (Altes Rathaus, Historisches Kaufhaus, Schwaben- und Martinstor, Colombischlössle und Augustinermuseum) und natürlich die vielen kleinen Bächle, die sich durch die Fußgängerzone ziehen.

Obwohl es Freitagnachmittag war, war die Stadt nicht allzu voll, man konnte gemütlich schlendern und stand auch für ein Eis in der Sonne (Eis Cafe Quo Vadis) nicht allzu lange an. Wer Lust auf Einkaufen hat, Freiburg hat enorm viele Geschäfte, besonders Outdoor-Läden fand man an jeder Ecke! Meine Termin hatte ich in der Unibibliothek, welche ich architektonisch großartig fand und jeder kann – also auch ohne Ausweis – mit dem Aufzug nach ganz oben fahren, wo man eine tolle Aussicht über Freiburg hat (und der große Kaffee nur 1,50€ kostet). Da wir noch etwas Natur wollten, fuhren wir zum Mundenhof und sahen uns Kamele, Bambuswald, Alpakas, Affen und wunderschön eingerichtete Aquarien an. Toll ist, dass das Gelände kostenlos 24 Stunden lang zugänglich ist und man nur einmal 5€ bezahlt, wenn man sein Auto parken will.

Wir schliefen etwas außerhalb in Schallstatt in dem ehemaligen Gutshof Hotel Ochsen von 1548 (oder so), welchen meine Mama buchte. Ich guckte nicht schlecht, als unser Zimmer weder Bad noch Heizung hatte, aber gut, für eine Nacht geht das ja irgendwie..und immerhin gab es einen mobilen Heizkörper, der etwas gegen die Kälte half. Am nächsten Morgen gab es ein großes Frühstücksbuffet und somit war Mama glücklich und ich hatte auch genug Kaffee. Wir fanden abends noch zufällig ein leckeres indisches Restaurant im Nachbarort Norsingen, solltet ihr keine Lust auf lokale Küche haben, die eher weniger vegetarierfreundlich ist.

Den nächsten Vormittag verbrachten wir im Höllental und ach, was habe ich mich gefreut. Wir sind eine kleine „Wanderung“ von 3 Kilometern entlang der Ravennaschlucht gelaufen, haben den Hirsch gesehen, standen vor einer riesigen Kuckucksuhr und fuhren am Titisee entlang, wo ebenfalls Alpakas standen. Man bekommt hier – minus die Kühe – genau das Schwarzwaldidyll, welches ich im Kopf hatte! Das Wetter war nicht ganz auf unserer Seite, es war grau und nass, aber immerhin regnete es nicht. Mittags ging es dann in Freiburg noch auf den Schlossberg (& -turm) und in den Schwarzen Kater für eine kleine Stärkung.

Da ich meine Kühe wollte, fuhren wir für die Nacht auf den Haberhof bei Elzach, so richtig mitten in die Pampa 🙂 Ich fühlte mich wie bei meiner Oma im Odenwald, aber es war landschaftlich super schön und soooo ruhig! Hier bekamen wir am nächsten Tag ebenfalls ein tolles Frühstück (mit u.a. selbstgebackenem Kuchen) und die Gastgeberin war einfach nur toll. Sollte ich Einsamkeit wollen, hier würde ich definitiv wieder hinfahren!

Da es leider regnete (und Sturm Eberhard im Anflug war), fuhren wir am nächsten Morgen nur noch durch den nassen Schwarzwald und hatten bei Speyer Glück, denn dort hatten wir lustigerweise strahlend blauen Himmel und Sonnenschein. Den Dom wollte ich mir seit über zehn Jahren einmal anschauen, was wir dann auch taten und gleich noch die Innenstadt erliefen und noch über die Gedächtniskirche und St. Joseph stolperten. Nach einem absolut überteuerten Kaffee am ehemaligen Westtor ging es dann zurück nach Hause. Wenn ihr aber mehr Zeit habt, schaut euch das Technikmuseum an, da war ich letztes Jahr schon (Bericht hier).

Gerne wäre ich noch etwas mehr gewandert, aber da hat das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Was aber nur bedeutet, dass ich eben noch einmal in den Schwarzwald (und dann auch in die Vogesen) fahren werde – wenn ihr also Tipps habt, wo man besonders schön wandern kann oder was man sich noch ansehen sollte, gerne her damit!

[Reisen] Stopover in Amsterdam!

Amsterdam ist eine Stadt, die ich seit Urzeiten schon erleben mag. Aber irgendwie ist immer der Wurm drin und wir kommen nicht zusammen. Normalerweise wäre ich auch jetzt im Winter nicht auf die Idee gekommen, doch während ich nach Flügen nach Tel Aviv suchte, stolperte ich über eine sehr günstige Variante mit KLM. Von Frankfurt nach Amsterdam, 10 Stunden tagsüber Aufenthalt in Amsterdam und dann abends entspannt weiter nach Tel Aviv. Für insgesamt 80€. Das war für mich dann doch etwas zu schicksalhaft, um es auszuschlagen und somit habe ich es endlich in die niederländische Metropole geschafft. Die verdammt kalte und regnerische, aber wir meckern nicht, denn ich habe endlich Amsterdam gesehen, wooohooo!

Von Schipol kommt man geschwind mit dem Zug zum Hauptbahnhof und somit habe ich dies auch getan. Ich kaufte mir gleich ein Hin- und Rückticket für 9€ und war keine 20 Minuten später mitten in der Stadt. Da ich einen Rucksack und Handgepäckskoffer hatte, habe ich diesen direkt im Hauptbahnhof in einem Schließfach eingeschlossen. Was mich noch einmal 7€ gekostet hat, leider gibt es hier keine Stunden-, sondern nur Tagestarife. Aber gut, für insgesamt 16€ hatte ich nun Hin- und Rückfahrt sowie mein Gepäck los 🙂 Der Bahnhof an und für sich ist schon ein sehr sehenswertes Gebäude und kaum verlässt man ihn, sieht man schon ein wunderbar klischeehaftes Stadtbild mit Grachten und Kirchen 🙂

Ich lief die sehr bekannte und somit gut bevölkerte Damrak entlang und musste natürlich gleich mal die vielgelobten Fritten von Manneken Pis probieren. Welche absolut in Ordnung, aber nicht unsagbar gut waren, die vielen verschiedenen Soßen hingegen waren ein kleiner Traum und ich habe mich etwas durchprobiert. Futternd lief ich durch die Fußgängerzone und ließ mich etwas treiben – in der Gegend gibt es aber eigentlich nur wohlbekannte Shops sowie viel zu essen. Da ich kein Interesse am Einkaufen hatte, ging es nun weiter zum Königlichen Palast, den ich mir jedoch nur von außen ansah. Auf dem Platz steht ebenfalls noch die neue Kirche, ein National Monument und Madame Tussauds. Da es anfing zu regnen, lief ich zum Stadtarchiv, welches eine kostenlose Ausstellung über Amsterdam hat. Das Gebäude an sich ist schon sehenswert, die Geschichte der Stadt gut aufbereitet und sie haben sogar ein Kino, wo ich mir einen Film mit Zeitzeugen ansah. Ein nettes Cafe gab es ebenfalls und somit wartete ich hier, bis der Regen etwas nachließ.

Hauptaktivität für mich war, die Stadt etwas zu „fühlen“ und somit lief ich an vielen Grachten entlang, sah in die kleinen Seitenstraßen und entschied mich gegen jedes große Museum. Denn das hätte mich einfach zu viel Zeit gekostet und hetzen will ich mich nicht – zum Glück sah ich einige tolle Werke von Van Gogh vor Kurzem in London. Am Anne Frank sowie Rembrandt Haus lief ich ebenfalls vorbei und nach etwa 17 Kilometern brauchte ich doch eine Stärkung. Ein Freund empfiehl mir die Kekse von Van Stapele und diesen Tipp muss ich euch weitergeben. Allein der Geruch! Da lief einem schon das Wasser im Mund zusammen, obwohl man noch nicht einmal im Laden, sondern in der Schlange auf der Straße stand. Achja, kauft auf jeden Fall mehr als ein oder zwei Kekse, das erspart euch, noch einmal vorbeizulaufen! Ansonsten könnt ihr – wenn ihr denn wollt – in vielen Geschäften auch eine kleine Käseprobe machen und herausfinden, welcher euch besonders gut schmeckt.

Nicht weit entfernt vom Bahnhof befindet sich die Basilika des Heiligen Nikolas, die ich mir von innen anschaute und mich dann auf den Weg zur öffentlichen Bibliothek machte. Von deren Panorama-Restaurant soll man einen tollen Blick auf die Stadt haben, aber leider ist die Terrasse im Winter geschlossen und die Fenster eher schmutzig. Aber ein wenig Aussicht konnte ich doch noch genießen und ein wenig in der Bibliothek stöbern. Man braucht keinen Ausweis, sondern kann sich einfach so darin aufhalten, es gibt wieder ein Cafe und sogar gutes Wifi. Leider wollte das Wetter wirklich nicht, denn mein Plan war, noch eine der kostenlosen Fähren vom Hauptbahnhof nach Overhoeks zu nehmen, mir das Filmmuseum anzusehen sowie einen schönen Blick auf die Stadt zu erhaschen. Aber all das bestätigt mich nur darin, dass ich vielleicht zur Tulpensaison noch einmal kommen muss!

Das sind jetzt vielleicht nicht die typischen Tipps, was man an einem halben Tag in Amsterdam machen sollte, aber ich hatte Spaß. Und weiß jetzt, dass die Stadt neben Rembrandt noch von booking.com beherrscht wird, die hatten irgendwie überall ihre Büros. Bevor es zurück zum Flughafen ging, war ich noch beim niederländischen Aldi und kaufte mir ein paar Snacks, aber die hätte es gar nicht gebraucht, denn KLM hatte bei dem billigen Flugpreis sogar noch Essen an Bord dabei und so genoß ich kurz nach 22 Uhr noch Gemüse-Pasta, Salat und Karottenkuchen. So kann die Anreise nach Tel Aviv doch ablaufen, oder? Und was habe ich mich gefreut, als ich dort dann morgens um 3 endlich meinen Wintermantel öffnen (nicht ausziehen) konnte 🙂

Seid ihr schon einmal in Amsterdam gewesen oder wollt ihr demnächst hin? Habt ihr einen Tipp, was man unbedingt erleben sollte?

[Reisen] Zwei Wochen günstig in London!

Laaaaaaaange (um genau zu sein fast 18 Jahren lang) hat es gedauert, bis ich mich erneut in die britische Metropole begeben habe (Heathrow zum Umsteigen hingegen kenne ich zu genüge). Aber da ich über Silvester dieses Jahr keine Pläne hatte, habe ich mir schnell einen Housesit (ich bin bei trustedhousesitters angemeldet; über den Link erhaltet ihr 25% Rabatt und ich 2 Gratismonate) besorgt und mich gen Norden gemacht. In London selbst wohne ich sehr zentral, direkt zwischen King’s Crossing und Euston Station, wodurch ich die Stadt erlaufen kann! Fangen wir aber vorne an!

Geflogen bin ich günstig mit British Airways und nur mit Handgepäck. Ihr dürft hier verrückterweise nämlich einmal Handgepäck bis 23kg und noch eine Laptoptasche (ich nahm einen Rucksack) bis ebenfalls 23kg mitnehmen. Da muss man echt kein Gepäck mehr aufgeben 😉 Von Heathrow aus bin ich dann mit der Tube in die Stadt gefahren – wenn ihr viel Metro fahren werden, holt euch gleich eine wiederaufladbare Oystercard, denn Einzeltickets kosten sehr viel mehr! Finde ich gut und die 5 Pfund, die die Karte als „Gebühr“ kostet, bekommt man am Ende auch wieder. Einfach am Flughafen in den Automaten stecken und das Geld (+ Restguthaben) kommt zurück zu euch. Achja, Am Flughafen am besten auch direkt Geld abheben, Bankautomaten gibt es genug! Meine erste Nacht habe ich gecouchsurft (immer noch meine liebste Übernachtungsmöglichkeit) und meine letzte Nach in London im Smart Hyde Park View Hostel (11€ im Schlafsaal) verbracht, da die Lage einfach zu gut war! London ist teuer, somit habe ich hier gespart, aber natürlich gibt es für jeden Geschmack und Geldbeutel hier das passende Hotel! Ihr wisst, ich buche am liebsten über booking.com, da man fast immer bis 24 Stunden vorher die Reservierung ändern/canceln kann und sie einfach eine riesige Auswahl haben.

Gehen wir mal weg von den teuren Übernachtungs-, Essens- und Nahverkehrspreisen hin zu den Museen, ist es einfach unglaublich, wie viele absolut grandiose Museen in London keinen Eintritt kosten! Ich hatte wirklich eine lange Liste an Orten, die ich besuchen wollte und bei einigen war ich mehrmals, da die meisten Museen zu groß für einen einzigen Besuch sind und ich gerne einfach mal für „nur“ 1-2 Stunden reinschaue und mich inspirieren lasse. Irgendwann kann ich nämlich kein neues Wissen mehr aufsaugen. Jetzt also meine kostenlosen Top-Picks für euch:

British Library Das Gebäude allein ist schon sehenswert, aber die Ausstellung von Originalmanuskripten von berühmten Schriftstellern (u.a. Shakespeare, Sylvia Plath, Charles Dickens), Komponisten, Wissenschaftlern, einer Magna Carta, diversen religiösen Bücher und und und..ich LIEBE es! Viermal war ich da und sollte ich noch einmal in London sein, geht es da erneut hin. Dann gibt es noch temporäre Ausstellungen, aber die waren jetzt nicht atemberaubend.

British Museum Dreimal musste ich hin, bis ich alles gesehen, aber beileibe nicht gelesen habe. Riesig ist dieses Museum und erschlägt einen mit so vielen Artefakten, ich konnte es gar nicht glauben. Egal, was euch interessiert, ihr dürftet es hier finden, ich fand besonders interessant den Rosetta Stein zu sehen, die Ägyptenausstellungen, die Indien und Maya-Räume, aber auch etwas für mich so langweilig klingendes wie das chinesische Porzellan hat mich in seinen Bann gezogen. Hier wäre ich gerne mal über Nacht alleine drin. Einzig doof ist, es ist immer sehr voll und die Räume schlecht beleuchtet, somit ist es wirklich anstrengend auf Dauer und nach drei Stunden war dann immer mein Limit erreicht und ich musste raus an die frische Luft, weg von den anderen Menschen 😉

Tate Modern und Tate Britain Die Tate Modern hat mit die beste Auswahl an zeitgenössischer Kunst, die ich je erleben durfte und das Gebäude an sich ist ebenfalls grandios. Besonders der Keller war mein Abenteuerspielplatz und hier war ich zwar nach drei Stunden „durch“, hätte aber gerne noch einen zweiten Besuch realisiert. Ebenso in der Tate Britain, die Sammlung an Werken ist phänomenal!

National Gallery Stellt mich in einen Raum mit ein paar Velazquez und ich bin glücklich. Riesig ist dieses Kunstmuseum und es birgt Schatz nach Schatz. Teilweise habe ich mich verlaufen und musste mich setzen, da ich nicht mehr konnte, denn hier hängt wirklich ein atemberaubendes Werk neben dem nächsten und ach..würde ich in London leben, ich wäre wohl jede Woche hier.

National Portrait Gallery Ist direkt neben der National Gallery, aber wenn ihr nicht unbedingt auf Portraits steht, schenkt es euch 😉 Ich habe mir etwa eine halbe Stunde diverse Persönlichkeiten angesehen, dann hat es aber auch gereicht.

The Wellcome Collection Eine Mischung aus Medizingeschichte, Wunderkabinett, aktueller medizinischer Forschung und wie Menschen und Umwelt sich gegenseitig bedingen, bietet dieses Museum neben einer wirklich guten Bibliothek. Hier habe ich einige Stunden verbracht und einen leckeren Kaffee getrunken in der angegliederten Cafeteria.

The Wallace Collection Erneut ein Wunderkabinett voll von wunderbaren Gemälden, Möbeln, Dekoartikeln und skurrilen Dingen wie Waffen und Uhren, die privat gesammelt und nun in diesem schönen Stadthaus ausgestellt werden. Mehr als 1,5 Stunden braucht man nicht, wenn man sich Zeit lässt, somit ein toller Stop für zwischendurch, wenn man noch etwas Zeit hat.

Natural History Museum Erneut wollte ich gar nicht mehr gehen, es gibt einfach viel zu viel zu sehen und ich habe ziemlich lange das Stück vom Mond angestarrt. Gerne dürfte man mich auch hier einschließen, denn die Menschenmassen waren wirklich verrückt, egal, zu welcher Uhrzeit ich hier war.

Science Museum Liegt direkt neben dem Natural History Museum und ist ein recht aktives Mitmach-Museum, welches Spaß macht. Viele Eltern mit ihren Kindern sind hier, es ist also laut, aber mit Kopfhörern habe ich hier auch gute drei Stunden verbringen können.

Victoria & Albert Museum Kunst in jeglicher Form und das über 2.3 Millionen Mal erwartet euch hier: Gemälde, Skulpturen, Möbel, Dekogegenstände, Kleidung, Schmuck..die Menge ist überwältigend, aber das Museum wunder-wunder-wunderschön präsentiert. Es ist ebenfalls nahe des Natural History Museums und somit auch dem Buckingham Palace und Hyde Park – wenn ihr abends erschlagen ins Bett fallen wollt, schaut es euch an!

Ebenfalls kostenlos, aber ich hatte einfach keine Zeit mehr sind das Museum of London, das Imperial War Museum, das National Maritime Museum und die Serpentines Galleries. Bei allen Museen solltet ihr vor einem Besuch auf der jeweilig verlinkten Seite nach Öffnungszeiten schauen, da sich diese immer mal wieder ändern können und einige Museen sind montags generell geschlossen. Da Rucksäcke/Handtaschen immer kontrolliert werden (und das oft in extra Schlangen), kann man das lange Anstehen umgehen, wenn man nichts dabei hat, was nicht in die Jackentaschen passt. Viele Museen haben keine kostenlosen Führer ausliegen, sodass es sich lohnt, schon vor dem Besuch online zu schauen, was man sich ansehen mag und wo es sich befindet. Freitags sind viele Museen länger geöffnet und zumindest im British Museum war weniger los, vielleicht ist das ja etwas für euch als Abendbeschäftigung!

Ansonsten bin ich wie gesagt viel herumgelaufen und habe mir Big Ben, Westminster Abbey, Buckingham und Kensington Palace, St. Pauls, Tower Bridge, Convent Garden, Chinatown, Soho, Camden, Hyde und St. Regentspark, die Baker Street und so viel mehr (von aussen) angesehen. Das Tolle ist, dass hier wirklich hinter jeder Ecke Geschichte wartet und man an vielen Häusern blaue Plaketten findet, die einen über ehemalige, berühmte Bewohner informieren. So wohne ich aktuell in einem Haus, in welchem Charles Dickens als Kind mit seiner Mutter gelebt hat 🙂 Was zwar nicht zu verhindern ist, mir aber so gar nicht gefällt, sind all die Hochhäuser, die in den letzten Jahren gebaut wurden bzw gebaut werden. Erinnert mich alles sehr an Dubai und auch wenn sie von der Architektur sehr spannend sind, ruinieren sie meiner Meinung nach wirklich das Stadtbild, wie ihr auf dem obigen Bild (fotografiert vom Tate Modern aus) erkennen könnt. St. Paul’s geht zwischen all den Gebäuden schon fast unter :/

Einen wirklich guten Essenstipp kann ich euch nicht geben, da ich entweder auf Märkten an Strassenständen gegessen habe, deren Namen ich nicht erinnere oder aber im Supermarkt eingekauft und selbst gekocht habe bzw mit Leuten von Couchsurfing gegessen habe. Karibische und indische Küche ist leicht zu bekommen und war immer lecker; wenn es günstig sein sollte, bin ich auch ein paar Mal zu itsu gegangen, welche „asiatisch ispiriert“ sind sowie zu Wagamama, wo das vegane Kitsu Curry ein Träumchen ist! In Chinatown konnte ich an den Bäckereien mit Matchatorte und gefüllten Brötchen mit roter Bohnenpaste auch nicht vorbeigehen! Im The Fellow Pub nahe Kings‘ Crossing habe ich vorbei geschaut und fasziniert erlebt, wie viele Menschen samstags vor zwölf schon trinken, aber das ist einfach nicht meines.

London hat verdammt viel zu bieten und irgendwie reichen auch zwei (bzw insgesamt fast drei) Wochen gar nicht aus, um alles anzusehen. Ein Lieblingscafe habe ich nicht gefunden, was zeigt, dass ich wohl noch einmal herkommen muss und gerne würde ich die Stadt im Sommer erleben. Wobei das die Hölle sein muss, denn schon jetzt sind soooo viele Touristen hier..wer Menschenmengen mag, auf zur Oxford Street, ich stolperte dort an der Primark-Filiale vorbei und das war wirklich unfassbar.

Seid ihr schon einmal hier gewesen oder habt ihr London auf eurer Reise-Liste stehen? Was könnt ihr anderen empfehlen, was man hier unternehmen soll? Wenn ihr nur zwei Museen betreten wollt, würde ich euch das British Museum und die National Gallery empfehlen (letztere ist direkt am Trafalgar Square), wobei ihr eines am Vormittag entdecken, dann lecker Essen gehen und weiter zur Gallery laufen könnt.

[Reisen] Ab nach London!

Zum Jahresende hin dachte ich mir, gönne ich mir doch mal wieder eine neue, europäische Metropole. Wobei London gar nicht komplett neu ist, ich war schon einmal da. Nämlich während eines Schüleraustauschs in der 9. Klasse, wo wir in Ramsgate (irgendwo in der Provinz) für zwei Wochen waren und uns eben auch einen Tag lang London ansahen. Von daher weiß ich nur noch, dass es geregnet hat, Big Ben groß war, alles verdammt teuer war und wir schließlich ins Kino gingen 😉 Ich würde sagen, das ist definitiv noch nach oben ausbaufähig.

Wer meinen Blog schon etwas liest, der weiß, dass ich weniger der „kurz mal für ein Wochenende weg“-Typ bin und so habe ich mich auch dieses Mal wieder entschlossen, gleich 2,5 Wochen in der Stadt zu verbringen. Die erste Nacht wird gecouchsurft, danach passe ich auf Hund und Wohnung von einem netten Paar auf, welche Silvester lieber in Dubai verbringen wollen. Somit bin ich zwar touristisch unterwegs, lerne aber gleichzeitig etwas kennen, was es heißt, in London zu leben. Ich hoffe, sie lassen mir einen Schirm da 😉

So einen genauen Plan, was ich machen werde, habe ich nicht. Morgens geht es mit dem Hund die Parks der Stadt erkunden (wobei wir direkt am Hydepark wohnen, was grandios ist) und danach werde ich durch die Straßen laufen, viel guten Tee trinken und mir natürlich viele Museen angucken, welche ich schon seit Jahren sehen mag. Das Tollste hieran ist, dass die meisten umsonst sind und man sich die teure Stadt somit etwas besser leisten kann. National Gallery, British Museum, Tate Modern, Natural History Museum, Victoria & Albert Museum..das sind noch lange nicht alle, ihr seht, langweilig wird mir nicht werden. Wobei ich hoffe, auch ein wenig Street Art zu entdecken 🙂

Zwei Freunde von mir, die ich auf dem Pacific Crest Trail kennengelernt haben, wohnen in Oxford. Somit denke ich, dass ich dort einmal vorbeischauen werde oder die beiden mich in London besuchen, je nachdem, was besser passt. Und da ich Couchsurfing liebe, habe ich darüber auch schon ein paar Kontakte zu anderen Reisenden und Locals geknüpft, mit denen ich etwas unternehmen werde.

Seid ihr schon einmal in London gewesen Wenn ja, was muss ich mir noch unbedingt ansehen? Über Tipps für leckeres  Streetfood freue ich mich natürlich auch sehr, ich kann es gar nicht abwarten, beim ersten Inder reinzustolpern 🙂

[Reisen] Wie wäre es mal mit einer Eventreise?

Und da ist Weihnachten auch schon wieder um! Irgendwie vergehen diese drei Tage doch immer wie im Fluge und ich hoffe, ihr hattet eine wundervolle Zeit. Bestimmt durfte der ein oder andere auch einen Gutschein für eine Reise auspacken, oder? 🙂 Ich selbst verschenke am liebsten Zeit und Abenteuer, somit habe ich dieses Jahr u.a. Thermen-Gutscheine und Theaterkarten verschenkt und mich selbst mit einer (ok, vielleicht auch ein paar mehr) Reisen für 2019 beschenkt. Besonders die Tage zwischen den Jahren bieten sich doch hervorragend für einen kürzeren Trip in Form einer Eventreise an, wo man nicht nur eine Stadt entdecken, sondern sich auch noch etwas besonderes, wie einen Musical-Besuch, gönnen kann. Oder gleich noch Silvester an einem neuen Ort verbringen! Für mich geht es morgen nach London, aber wer nicht so weit reisen mag, Deutschland hat auch einiges zu bieten (Berlin lasse ich mal außen vor, da findet ihr in der Berlin-Rubrik genug)!

Besonders Hamburg bietet sich hierfür an, denn zunächst einmal ist die Stadt an sich grandios (und ich will sie endlich mal im Sommer erleben und nicht immer nur am Frieren sein). Ein Highlight sind die vielen Musicals, die es in der Stadt mittlerweile gibt, allen voran natürlich Der König der Löwen, welches ich unbedingt sehen mag. Wobei auch Tina Turner, Dirty Dancing, Pretty Woman und Aladdin genau meines wären, ihr seht, die Auswahl ist riesig. Da reicht so ein Wochenende gar nicht aus, man muss einfach immer wieder kommen!

An Köln musste ich natürlich auch direkt denken, hier kann man aber auch gut Zeit verbringen! Musical-mässig habt ihr die Auswahl zwischen Miss Saigon und in Bochum dem Klassiker Starlight Express (mein erstes Musical überhaupt, bekam ich damals von meiner Patin ebenfalls zu Weihnachten geschenkt). Wer weniger Musical-Lust hat, der Kölner Zoo wurde mir schon viele Male empfohlen!

Man denkt nicht unbedingt direkt an Stuttgart für einen Kurztrip, aber auch hier gibt es ein paar Musicals, nämlich Aladdin, Der Glöckner von Notre-Dame und Anastasia zu bewundern. Da die Stadt nicht sooooo touristisch beworben wird, kann man in Ruhe durch die Straßen schlendern und zumindest ich hatte noch nie ein Problem damit, kein Hotel mehr zu bekommen beziehungsweise einen utopischen Preis bezahlen zu müssen. Da ist Hamburg doch ein wenig schwieriger, wo Karten häufig einige Zeit im Voraus schon ausgebucht sind.

Das sind sie auch schon, meine Quick-Tipps, wenn ihr die Zeit zwischen den Jahren spontan doch noch nutzen wollt und Lust auf etwas mehr Event beim Reisen habt 😉 Ich bin schon gespannt, ob ich es nächsten Sommer endlich nach Hamburg schaffe und ein paar Löwen treffen werde. Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr schon weg, fahrt ihr noch weg? Wer schaut sich nächstes Jahr noch ein Musical an? Mein bester Freund ist gestern nach New York geflogen und hat nun die Qual der Wahl am Broadyway 🙂

[Reisen] Kurztrip nach Portland & Vancouver (Washington)!

Nachdem ich meine Wanderung auf dem Pacific Crest Trail beendet hatte (hier sind meine täglichen Youtube-Videos), verbrachte ich zunächst eine Nacht in Bend in Oregon. Sehr gemütliche, kleine Stadt in wunderschöner Natur, wo es ein spannendes High Desert Museum gibt, viele Secondhand- sowie Outdoorläden und viele nette Cafés mit gutem Essen. Wir haben einige Stunden im Museum verbracht und uns dann bei Laughing Planet  den Bauch mit Köstlichkeiten vollgeschlagen.

Von Bend fuhr ich dann mit dem Mietwagen über Sisters, Madras, Hood River und Cascade Locks gen Portland. Ihr fahrt hier erneut durch wunderschöne Natur, habt auf der einen Seite Wüste, auf der anderen Seite grünen Wald und besonders Mount Hood ist natürlich absolut überwältigend. Hier hätte ich gerne mehr Zeit gehabt! Da die historic Route von Cascade Locks nach Portland (die an verdammt vielen Wasserfällen vorbeigeht) leider geschlossen war, schlief ich schlußendlich einfach im Auto auf einem Parkplatz kurz vor der Stadt.

In Portland habe ich zunächst mein Gepäck bei meinem lieben Couchsurfinghost vorbeigebracht, ein wenig gequatscht und dann den Mietwagen direkt Downtown abgegeben, was natürlich sehr praktisch war. Geschlafen habe ich nämlich „auf der anderen Seite des Flusses“ im sehr ruhigen, Einfamilienhaus-Viertel Hosford-Abernethy, wo in jedem Garten Rosen wuchsen. Schön für einen Spaziergang und wenn man doch etwas mehr „Edge“ und Streetart mag, einfach mal den Hawthorne Boulevard entlang schlendern – hier gibt es viele skurrile Secondhand-Läden, sehr hipstereske Coffeeshops und kleine Restaurants. Da man nur über eine der vielen Brücken zu laufen braucht, ist es auch gar kein Problem, von der Innenstadt einen kurzen Abstecher zu laufen, mir gefielen die Straßen hier zumindest sehr gut!

Erste Amtshandlung in Downtown war ein Besuch bei Powell’s City of Books und ach, meine kühnsten Erwartungen wurden übertroffen. Diese mehrstöckige Buchhandlung erstreckt sich über einen ganzen Block und hat alles, was ihr euch nur wünschen könnt. Das Besondere hier ist, dass es die meisten Bücher sowohl in neu, aber auch in gebraucht zu kaufen gibt und man sich überlegen kann, ob man hier nicht ein paar Dollar sparen mag. Diverse kleine Souvenirs von lokalen Künstlern gibt es auch, ein nettes Cafe und (solltet ihr gerade verzweifelt auf der Suche sein) saubere Toiletten 😉 Nach einiger Zeit zwischen den Büchern schlenderte ich dann durch die Straßen, welche „typisch amerikanische Großstadt“ waren, aber entspannter und mit sehr viel mehr Radfahrern. Ich sah mir ein paar Galerien an, deren Namen ich leider nicht mehr weiß und endete dann im Portland Art Museum. Hier braucht man locker ein paar Stunden, ich habe ihm zugunsten dann auf den Lan Su Chinesischen Garten verzichtet, um mich nicht zu hetzen. Um einen tollen Ausblick über die Stadt zu bekommen, lohnt es sich, hoch zur Pittock Mansion zu fahren. Zwar kann man dieses sehr beeindruckend aussehende Haus auch besichtigen, wir waren allerdings zu spät und so gab es „nur“ Aussicht.

Wer noch Lust auf Museen hat, die Oregon Historical Society hat eine nette Ausstellung über die Geschichte der Stadt und der Region, welche ich gut, aber für die doch eher kleine Ausstellung etwas überteuert fand. Da habe ich mir lieber die zweitgrößte Bronzestatue in den USA, Portlandia, angesehen, die sich im Portland Building befindet. Old und China Town habe ich durchlaufen, Tee getrunken, mir eine koreanische Gesichtsmaske im Supermarkt gekauft und einfach nur die Sonnenstrahlen genossen. Über den Pioneer Courthouse Square spazierte ich natürlich auch, aber also soooo begeistert hat er mich nicht, obwohl er als solch ein „must see“ gilt. Viele Menschen, wenig Sitzmöglichkeiten, ein paar Foodtrucks und Trubel..naja.

Natürlich muss ich auch etwas über die ach so hippe Essensszene der Stadt sagen. Die meisten Restaurants waren mir schlichtweg zu teuer, ich musste aber zu Voodoo Doughnut sowie Blue Star Donuts gehen, um zu sehen, ob an dem Hype etwas dran ist. Mein Urteil: hübsch anzusehen, ziemlich überteuert und geschmacklich einfach nur Mittelmaß; mittlerweile glaube ich aber, dass ich einfach nicht der Fettkringeltyp bin, somit bildet euch hier lieber euer eigenes Urteil. Als sehr leckerer Restaurants mit vegetarischen Optionen kann ich euch das Teote House (lateinamerikanisches Streetfood, ich hatte eine große gemischte Platte, die göttlich war) sowie das libanesische Riyadh’s Restaurant.

Downtown Portland hat seeeeehr viele Foodtrucks, wo es mir wirklich schwer fiel, mich für ein Gericht zu entscheiden. Aber das Konzept von Chez Dodo, wo mauretanische Küche mit indischen Einflüssen serviert wird, hat mich dann doch gekriegt und oh, esst da unbedingt, sooo viele spannende Gewürze, es war verdammt gut! Sollte ich wieder nach Portland kommen, verschwende ich bestimmt keine Kalorien mehr an Donuts, sondern futtere mich bei den drei erwähnten Restaurants durch! Noch ein kurzes Wort zu Kaffee, welchen ich hier in Strömen getrunken habe, aber euch keinen Ort empfehlen kann, welchen ich fantastisch genug fand. Meist ist amerikanischer Kaffee sehr schwach und wässrig, ich war am Ende einfach immer bei McDonalds, da mich ein großer Kaffee dort nur $1 gekostet hat und auch nicht schlechter war wie in den fancy, angesagten Orten, wo er locker $4-5 gekostet hat.

Nach all der Natur, die ich auf dem Pacific Crest Trail erleben durfte, fehlte es mir schon nach kurzer Zeit und ich musste die Stadt verlassen. Wobei man das in Portland nicht wirklich muss, denn die Stadt hat viele grüne Flecken. Ihr könnt am Willamette River entlang schlendern, besonders schön ist die Waterfront um den Mill Ends Park herum. Der nicht weit entfernte Keller Fountain Park wurde leider renoviert, aber der sich dort befindende Brunnen soll den kurzen Abstecher wert sein! Wer sich so wirklich im Wald wähnen wird, der muss in den Washington Park. Auf diesem riesigen Arenal befindet sich u.a. der Japanische Garten (ein Träumchen), der Rosentest-Garten (welchem Portland auch den Beinamen „Stadt der Rosen“ gibt), einen Zoo, ein Wald- sowie Kindermuseum (welches ich nicht besuchte) und das Hoyt Arboretum, welches mein Geheimtipp ist! Zwischen all den Attraktionen gibt es noch viele Plätze, um unterschiedliche Sportarten zu treiben (für mich jetzt unwichtig), aber auch viele Kilometer Wanderwege, die gut miteinander vernetzt sind und Spaß machen! Schnappt euch ein bisschen Essen, macht einen Spaziergang und ein Picknick, ich hatte einen tollen, entspannten Nachmittag im Washington Park!

Noch mehr Natur könnt ihr im Forest Park genießen, dahin habe ich es leider nicht mehr geschafft. Hier muss man aber auch ein Auto haben, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestaltet sich die Anreise etwas schwieriger. Für mich ging es nun zum House- und Catsitting (ich habe mich dafür bei trustedhousesitters angemeldet; wenn ihr das auch über diesen Link oder den Code RAF233424 machen wollt, erhaltet ihr 20% Rabatt und ich 2 Monate gratis) auf die andere Seite des Columbus River, nach Vancouver. Das Wetter wollte mir gleich mal zeigen, dass es in Washington recht feucht werden kann und so regnete es vier Tage einfach durch. Somit habe ich eher wenig draußen getan, es gab aber auch nicht allzu viel zu tun, wenn ich ehrlich bin.

Ich sah mir die Gegend um das Fort Vancouver an, hatte eine kostenlose Einzelführung durch das Marshall-Haus und lief eher etwas verloren durch die Straßen, die ein wenig nach Kriegsfilmkulisse aussehen; das Visitor Center hier hat eine gute Ausstellung zu indigener Kunst! Sonntags ging ich auf den Farmer’s Market, lief ein wenig durch Downtown und floh dann doch wieder vor dem Regen. Insgesamt war Vancouver aber noch entspannter und weniger touristisch – ich kann mir gut vorstellen, dass es günstiger ist, hier zu übernachten und mit dem Auto dann einfach nach Portland zu fahren. Achja, kauft teurere Sachen immer in Oregon, hier gibt es keine Steuer, in Washington allerdings schon! Hat sich bei meinem Kofferkauf definitiv gelohnt!

Seid ihr schon einmal in Portland oder Vancouver (WA) gewesen? Portland stand seit Jahren schon auf meiner Bucket-Liste, ich wollte hier eigentlich mal ein paar Wochen, aber ich wurde nicht wirklich warm mit der Stadt bei diesem ersten Besuch. Versteht mich nicht falsch, es ist eine schöne Stadt, die etwas mehr „Charakter“ hat, aber irgendwie wirkte für mich alles so erzwungen „hip und alternativ“. Also z.b. waren an allen Läden Sticker mit Sätzen wie „jeder ist willkommen, egal welche Hautfarbe/Geschlecht/sexueller Orientierung“ etc und naja, da man das extra betonen muss, zeigt ja, dass dies leider nicht allgegenwärtig ist. Was ich aber erwartet hatte, nachdem ich zig Folgen Portlandia gesehen habe 😉 Mittlerweile ziehen ja auch (wie überall) so viele Menschen nach Portland, dass Gentrifizierung und überteuerte Mieten auch hier nichts Neues mehr sind und insgesamt wurde ich ständig an Berlin erinnert. Würde ich wieder nach Portland fahren? Klar doch, Oregon ist nämlich traumhaft und als Ausgangsbasis ist die Stadt definitiv gut! Würde ich immer noch mehrere Wochen hier wohnen wollen? Nääää, im Moment ist meine Vorfreude auf Mexiko City (da geht es die nächsten zwei Wochen hin) viiiiiel größer 🙂

[Reisen] Wandern im Lennebergwald bei Mainz!

Zwar liegt die Stadt Mainz nur etwa 40 Autominuten von meinen Eltern entfernt, „einfach so“ bin ich aber nur selten hingefahren, wenn ich bei ihnen zu Besuch war. Auch dieses Mal besuchte ich einen Freund, der neu in die Stadt gezogen war, doch wollte ich den Tag auch für ein kurze Wanderung nutzen und entschied mich für den Lennebergwald. Hatte ich noch nie gehört, mein Navi aber zum Glück schon und so machte ich mich auf Richtung dem Startpunkt meiner kleinen 8-Kilometer-Wanderung, an die Nothelfer-Kapelle. Eine genaue Wegbeschreibung, anhand der ich mich durch den Wald bewegt habe, findet ihr bei Outdooractive; im Wald selbst gibt es für diese Route keine Wegmarkierungen, allerdings hat die AOK verschieden lange Rundwanderwege angelegt, die gut ausgeschildert sind und bestimmt auch sehr schön!

Gestartet habe ich an einem Parkplatz, welcher überraschenderweise direkt neben einem Wildpark war und ich somit erst einmal Wildschweingrunzen beim Aussteigen hörte. Einen kurzen Abstecher später (man kann von außen die Tiere gut beobachten bzw einfach an den Gehegen entlanglaufen), hatte ich meine Dosis Schwein, Reh & Ziege und konnte mich ab an die Kapelle und dann über die Autobahnbrücke hinweg in den Lennebergwald aufmachen. Zwar hört man das Autobahnrauschen im Hintergrund, ansonsten gefiel mir der Wald aber sehr gut. Die Wege sind teilweise sehr breit, teilweise nur kleine Pfade und ich mag die Abwechslung. Ich wanderte zunächst einen kleinen Umweg und sah mir dann die Wendelinuskapellen und das -heim an. Von dort ging es hinauf zum Lennebergturm, welcher über ein paar Stufen zu erreichen ist. Den Turm selbst konnte ich leider nicht besteigen, da stand nämlich ein Bauzaun davor. Wer eine Pause braucht, hier kann man sich im Café am Turm etwas erholen.

Ich entschied mich stattdessen, die Schnellstraße zu kreuzen und mir noch das Schloss Waldthausen anzusehen. Etwas verwirrt merkte ich, dass dieses Areal (mit vielen Gebäuden) wohl von der Sparkasse benutzt wird, es gab nämlich diverse Parkplätze und viele Sparkassenschilder. Da der Wanderweg aber durch dieses Gelände ging, lief ich also mich etwas fehl am Platz fühlend weiter und kam schließlich an der Grillhütte an, wo es einen Naturerlebnispfad, Barfußwege sowie einen riesigen Kinderspielplatz gibt. Das war sehr nett gemacht und hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich hier eine Pause gemacht. Beim Förster um die Ecke konnte man auch einige lokale Spezialitäten (wie die vorher gesehenen Wildschweinchen in Burger-Form) kaufen. Für mich ging es nun auf anderen Wegen, bergauf- und bergab wieder zurück zu meinem Startpunkt, der Nothelferkapelle.

Mein erster Eindruck von der Strecke ist sehr positiv, sie bietet einem schöne Abwechslung, der Wildpark zu Beginn ist toll, die Kapellen im Wald sowie das Schloss ebenfalls. Man hat genug Möglichkeiten, sich auszuruhen, es gibt sogar Toiletten an zwei Stationen und die Grillhütte als längerer Rastplatz wäre ideal. Dort in der Nähe gibt es auch noch zwei Teiche, die ich gerne gesehen hätte, aber wie gesagt, die Zeit war zu knapp. Ich lief meine etwas über 8-Kilometer-Runde gemütlich in unter zwei Stunden durch. Nicht weit weg vom kostenlosen Parkplatz befindet sich eine große Wiese, wo viele Menschen die Sonne genossen und auch die Budenheimer Innenstadt mit vielen Cafés und Geschäften ist fußläufig zu erreichen. Also alles in allem hatte ich einen schönen Nachmittag und kann die Strecke empfehlen! Würde ich nicht so weit weg leben, könnte ich mir auch gut vorstellen, häufiger mal in der Gegend zum Laufen vorbeizuschauen!

Mainzer, outet euch! Kennt ihr den Lennebergwald und habt ihn auch schon erkundet? Mir kamen auf den Wegen kaum Wanderer, aber viele Mountainbiker entgegen, die diese Ecke für sich entdeckt zu haben scheinen. Wie hat es euch gefallen? Und wer einen Tipp für die Region Frankfurt/Darmstadt zum Wandern hat, nur her damit!

[Reisen] Wandern auf der Umstädter Panoramarunde!

Zwar bin ich in Groß-Umstadt geboren, jedoch hat es ganze 33 Jahre gedauert, bis ich die Weinstadt am Fuße des Odenwaldes endlich einmal umwandert habe. Als eine kurze Trainingswanderung hatte ich mir die Umstädter Panoramarunde an einem sonnigen Samstag ausgesucht und wie immer mir vorher die Karten und Wegbeschreibungen bei outdooractive besorgt. Gestartet wird direkt am Parkplatz an der Stadthalle in Groß-Umstadt (sehr zentral und kostenlos bzw mit Parkscheibe) und der Weg ist insgesamt recht gut augeschildert. Ein paar Mal bin ich zwar etwas vom Rundweg abgekommen (und ihn auch entgegen der Streckenbeschreibung gelaufen)  bei den insgesamt 12 Kilometern, aber das schiebe ich mal mehr auf den Anwender 😉

Ich fing also mit einem kurzen Spaziergang durch den Ort an und stieg schnell in die Weinberge hinauf. Von dort hatte man eine schöne Sicht gen Frankfurt, welche man jedoch nicht lange bewundern konnte. Denn es ging quer über eine Wiese bergab, an einem Reiterhof vorbei, dann leider etwas an einer Landstraße entlang und dann durch ein paar Obstbäume und in den Wald hinauf. Dieser Teil war sehr heiß, plant hier also lieber vormittags entlangzulaufen (ich wählte natürlich 13.00h *g*). Am Waldesrand hatte man einen grandiosen Blick sowohl Richtung Groß-Umstadt als auch auf den Otzberg – ich konnte meiner Oma quasi zuwinken. Hier hat der Odenwaldklub eine kleine Hängebrücke gebaut, die ich natürlich gleich mal austesten musste und es sind einige tolle Ausruhplätze, die sehr zum Lesen oder Picknicken einladen. Danach geht der Weg einige Zeit durch den Wald, was matschig, aber wunderschön war. So ruhig, ich begegnete keiner Menschenseele, aber überall war grünes Moos und einen Specht fand ich auch. Es geht ein wenig auf und ab, aber keine Sorge, aus der Puste kommt man nicht.

Man gelangt ziemlich plötzlich wieder auf ein paar Felder, die erneut eine tolle Aussicht auf den Odenwald bieten und dann schlängelt sich der Weg am schattigen Waldrang langsam wieder gen Groß-Umstadt. Man kommt den Eselsberg herabsteigend in der Stadt an vielen alten Gebäuden vorbei und noch am Stadtfriedhof, welcher einige alte Gräber zu bieten hat. In Groß-Umstadt selbst kann man dann noch einen etwa zwei Kilometer langen, ebenfalls gut markierten, Stadtrundgang machen oder sich einfach ein leckeres Eis auf dem Marktplatz gönnen. Ich denke, wir wissen alle, was ich getan habe und auch wenn ich es dieses Mal nicht geschafft habe, sehr lecker vegan könnt ihr auch im Bistro du Chateau essen, der Kuchen war das letzte Mal ein Traum!

Ich hatte einen schönen etwa 2,5 Stunden Spaziergang und kann euch diese Runde definitiv empfehlen, wenn ihr mal in der Nähe seid. Dass ich sie irgendwann wieder laufen werde, kann ich mir gut vorstellen bzw gab es da noch die ein oder andere spannende Abzweigung, um welche ich den Weg erweitern kann, sollte ich Lust auf mehr Kilometer haben. Speziell die Weinberge sind natürlich im Herbst noch einmal spannend! Kennt wer von euch zufällig die Runde? 🙂