Schlagwort: Lesen

Lesenswert: Der Islam für Kinder und Erwachsene

Dank BloggdeinBuch hatte ich die Gelegenheit, mich mal wieder für ein Buch zu bewerben und der C.H.Beck Verlag hat mich glücklicherweise ausgewählt, eine Rezension zu schreiben. Also wer auch einen Blog hat und Lust, über Bücher zu schreiben, schaut doch einfach mal vorbei 🙂

Das Buch selbst behandelt, wie der Titel unschwer zu erkennen lässt, den Islam auf 168 Seiten, die teilweise wundervoll illustriert sind. Die beiden Autoren Lamya Kaddor und Rabeya Müller haben schon das Buch „Koran für Kinder und Erwachsene“ geschrieben und sind somit keine Neulinge in der Thematik. Das Buch ist, da es auch für Kinder ist, sehr einfach geschrieben, aber trotzdem auch für Erwachsene unterhaltsam. Die einzelnen Kapitel sind kurz, nochmal unterteilt und man kann auch einfach mal zwischendurch kurz etwas nachlesen. Gleichzeitig finde ich die Artikel von fachlicher Seite her sehr gut, die Informationen sind gut recherchiert und wertfrei präsentiert. Man erfährt hier viel Basiswissen und auch einiges, was man einfach nie fragen würde, da es so simpel ist „Was gehört zu einer Moschee“, „Was lernt man in einer Koranschule“.

Besonders spannend in diesem Werk finde ich, dass auch eher „unangenehme“ (mir fällt kein Wort hier ein ausser vielleicht noch „seltener angesprochene“) Themen wie „Sexualität und Zärtlichkeit“ und „Homosexualität“ angesprochen werden oder auch „Abkehr vom Islam“. Ebenfalls sehr gut finde ich das Nachwort, in dem gefragt wird, ob man den Islam eigentlich zeichnen darf (was hier ja der Fall ist), die Lage der muslimischen Medien in Deutschland und eine gute Literaturangabe.

Empfehlen kann ich das Buch sehr für Eltern, die gemeinsam mit ihren Kindern etwas über den Islam lernen wollen, aber auch für Erwachsene, die keine Lust auf ein trockenes Sachbuch haben, sehr wohl aber mehr wissen wollen. Geht hier wirklich schnell und unterhaltsam. Das Buch ist gebunden, die Seiten sind schön fest und die Qualität gefällt mir sehr gut..kann ich mir auch gut als ein Geschenk vorstellen. Kostenpunkt sind 19,95 Euro und kaufen kann man es unter anderem hier! Ich würde mir so ein Buch über den Hinduismus wünschen (auch nach 7 Jahre Studium und eigentlich genug Wissen, würde ich es sofort kaufen..hm oder vielleicht sollte ich es schreiben *g*).

Heiss mit Hund.

Klingt irgendwie wie ein recht schlechter Erwachsenenfilm *g* Aber beschreibt ganz gut, wie es hier ist. Berlin hat nun auch Sommer, was genial ist und hoffentlich das Wochenende haelt (denn wer geht schon gerne auf verregnete Festivals..eben) und ich sitte noch immer den Hund einer Bekannten. Dafuer geniesse ich all die Annehmlichkeiten, die so ein riesiges Haus direkt am Alex so hat..inklusive gigantischer Dachterasse. Hier liege ich brav in der Hollywoodschaukel, beobachte den Hund und lasse die Seele baumeln. Daran gewoehnt, dass ich hier dann auf einen Friedhof gucken, habe ich mich auch und irgendwie ist so ein halbverfallener Friedhof ja auch ganz „schoen“.

Hundetier

So unschuldig-brav er aussieht, der Kleine hat es echt faustdick hinter den Ohren..und vermisst seine normale Familie..ich bin da nicht ganz so spannend wie zwei kleine Kinder, die den ganzen Tag mit ihm spielen..aber hey, Erwachsenwerden ist nicht immer einfach 😉 Im Bett schlafen darf er ja weiterhin und doch, wir kommen gut aus 🙂

Harry mit Tee
Die Hundeschlafens- und auwachzeiten sind etwas kontraer zu meinem eigentlichen Rhythmus. Somit kaempfe ich mich morgens mit viel gruenem Tee aus dem Bett (wuerde ich auch hier Kaffee nehmen, ist meine Tagesdosis echt zu hoch und die Koffeinvergiftung nicht mehr fern *g*)..und abends bin ich viel zu muede zum denken und dann hier im Kinderzimmer Harry Potter entdeckt. Dagegen habe ich mich jetzt wirklich ewig gestraeubt, noch nie was gelesen..ich ueberlegte in Indien nach einem spannenden Gespraech mit einer Freundin anzufangen, aber die Buecher sind doch etwas schwer zum „mal mitnehmen“. Hier nun habe ich Band 1 und 3 in je 2 Tagen gelesen, was bei meinem kognitiven Zustand und der Dicke der Buecher dann dafuer spricht, dass sie ganz nett sind..und angenehm zu lesen. Nicht zu spannend und aufregend, aber einfach nett..Millionen Kinder dieser Welt koennen nicht irren..ich glaube, meine Patin hat alle Buecher, die werde ich mal um die restlichen anbettel 🙂

Jetzt geht es gleich schon wieder eine Runde Gassi, was bei der Menschenmenge im Park echt nicht das Entspannteste ist. Danach muss ich noch dringend in die UB, Buecher zurueckgeben und dabei nochmal an der Spree entlangschlendern..denn schon naechsten Freitag steht nun ein Transporter und ein Lagerraum fuer meinen Kram bereit..und am 5.08. mache ich mich dann alleine mit einem Mietwagen (Europcar..mein erstes Mal „Automieten in Deutschland“ *g*), vollgestopft mit Kram, auf 600km in den Sueden zu meinen Eltern (die lustigerweise dann natuerlich im Urlaub sind). Um das irgendwie zu nutzen, bin ich schon am Planen, wo ich zwischendurch stoppen werde und mir wenigstens noch ein bisschen was angucken kann..Berlin-Frankfurt kenne ich autobahnmaessig super, aber die ganzen Orte nebendran..wenn wer einen tollen Tipp hat..ich wuerde mich sehr freuen! Ihr lasst meinen Abschiedtraenen dann schneller trocknen *g*

Lesenswert: Sieben Tage Ohne von Monika Peetz

Dank BloggdeinBuch und dem Kiwi-Verlag hatte ich mal wieder die Moeglichkeit, ein Buch zur Rezension zu erhalten. Es handelt sich – wie der Titel vielleicht schon subtil andeutet – um das neue und auch zweite Werk von Monika Peetz mit dem klangvollen Namen „Sieben Tage Ohne“. Auf dem Cover sieht man gleich, dass es um irgendetwas mit Saft geht, sind hier doch ein paar Bilder abgebildet. Zaehlt man dann eins und eins zusammen, kommt man durch den Hinweis „ohne“ auf die Idee einer Saft- bzw Fastenkur. Oder was sagt ihr?

Sieben Tage ohne von Monika Peetz

Das Cover ist im gleichen Stil wie der Vorgaenger designt und bestimmt vielen von euch bekannt. Es handelt sich um „Die Dienstagsfrauen“, ein Buch, welches ich meiner Mutter zu Weihnachten schenkte (da sie sich ebenfalls jeden Dienstag mit Freunden trifft und auch mit diesen in Urlaub faehrt..worum eben das erste Buch handelt). Fertig gelesen hat sie es allerdings immer noch nicht, ist sie jetzt doch auch den Tributen von Panem verfallen *g*

„Sieben Tage Ohne“ ist eine Fortsetzung der „Dienstagsfrauen“ in dem Sinne, dass eben jene wieder Hauptpersonen sind. Man muss den Vorgaenger aber nicht gelesen haben, man bekommt immer mal wieder kurze Erklaerungen, was in der Vergangenheit passiert ist und kann somit auch als unbedarfter Leser gut folgen. Hier geht es nun ebenfalls wieder um eine Reise mit Folgen – anstatt Pilgern steht jedoch Fasten auf einer alten Burg auf dem Programm. Natuerlich nicht ohne diverse weitere Hinterhandlungen, die miteinander verwoben und durchaus spannend sind.

Ich muss gestehen, mir waren es zuviele Charaktere, ich verwechselte staendig Namen und musste ueberlegen, wer jetzt wer war. Die Charaktere waren sich teilweise sehr aehnlich, was sich erst in der Mitte des Buches differenzierte. Auch brachte ich oftmals die fuenf verschiedenen Handlungen durcheinander, bzw wusste nicht, wer jetzt schon in das Geheimnis der anderen eingeweiht war und wer nicht. Nach einiger Zeit war man dann drin, kannte endlich die Charaktere und wusste, was die anderen wissen..aber die ersten Seiten waren hier gedanklich etwas holprig trotz leserfreundlichem Schreibstil.

Das Buch liest sich sehr schnell herunter, es ist beschwingt-leicht geschrieben, es hat durchaus spannende Momente dank der Hauptstory (der Vaterfindung), doch kam mir persoenlich das Ende viel zu abrupt und ja..es war nicht sonderlich spektakulaer. Aber das ist das wirkliche Leben ja oft auch nicht. Somit kann diese Geschichte auch durchaus passiert sein, aber ob man ein Buch darueber schreiben muss. Ja, also kurzweilige, nette Unterhaltung in knappen Kapiteln, die man auch in der Bahn oder im Wartezimmer lesen kann, grosse literarische Kost ist und soll es wohl auch nicht sein.

Wirklich beeindruckt hat es mich nicht, ich fand die Fastenerfahrungen der Frauen sowie ihrer Mitstreiter spannend, habe ich das selbst auch schon ein paar Mal erlebt und auch die Landschaftsbeschreibungen gefielen. Aber jemandem weiterempfehlen wuerde ich das Buch nicht, dazu ist es einfach zu „normal“. Ein Geschenk fuer eine Frau, von der man nicht so wirklich weiss, was sie liest..dazu koennte ich das Buch empfehlen, denn wirklich Nichtgefallen kann es auch niemandem, denke ich. Auch Menschen, die den Vorgaenger gelesen haben, werden hieran bestimmt ihre Freude haben, geht man charakterlich weiter in die Tiefe und „lebt“ mit den Personen und ihren Problemen mit.

Wer sich selbst ein Bild machen mag, hier kann man es fuer 9,99 Euro erwerben..oder weitere Kundenmeinungen lesen.

Lesenswert: Rotes Gold von Tom Hillenbrand

Dank BloggdeinBuch hatte ich mal wieder die Chance, ein Buchexemplar kostenlos zu erhalten und euch nun vorzustellen. Wer auch einen Blog sowie Lust auf Buecher lesen und rezensieren hat- meldet euch da doch einfach kostenlos an..geht superschnell und danach kann man sich immer auf ein Exemplar bewerben 🙂

Mein heutiges Exemplar ist der zweite Roman von Tom Hillenbrand, dessen Erstling Teufelsfrucht auch dem ein oder anderen bekannt sein duerfte. Das Buch Rotes Gold ist im Kiwi-Verlag erschienen und kann z.b. hier fuer 8,99 Euro bestellt werden.

Das sagt der Klappentext:
Seit der Luxemburger Koch Xavier Kieffer mit Frankreichs berühmtester Gastrokritikerin liiert ist, wird er zu den exklusivsten Events eingeladen. Doch das edle Dinner beim Pariser Bürgermeister endet bereits nach der Vorspeise: Rynosuke Mifune, Europas berühmtester Sushi-Koch, kippt plötzlich tot um. Die Diagnose lautet: Fischvergiftung. Doch Kieffer ist skeptisch und deckt schnell Widersprüche auf. Er taucht ein in die Welt der Sushiküche und muss erkennen, dass es Fische gibt, die teurer sind als Gold und wertvoller als ein Menschenleben.

Da es sich um einen Foodroman handelt, also Essen oft eine beilaeufige, aber auch zentrale Rolle spielt, waehlte ich mir fuer die ersten Seiten eine Baeckerei aus, um mich einzulesen. Natuerlich musste ich dazu (unpassenderweise) etwas Suesses und Kaffee haben, spielt der Roman doch mehr in der Sushi-Welt 😉 Das schwere Los des Vegetariertums..

Rotes Gold von Tom Hillenbrand

1. Eindruck aka die aeusseren Werte 😉
Mir gefaellt das Cover sehr gut, ich haette es auch im Geschaeft in die Hand genommen..es passt gut in die Umgebung, in der es spielt und hilft einem schonmal, sich gedanklich einzustimmen. Die Worte kulinarischer Krimi haben mich auch neugierig gemacht, ich bin normalerweise nicht soooo der Krimifan (im Gegensatz zu meinem Opa), aber ich bin immer sehr an Essen interessiert und somit passt das 😉 Der Zusatz „Xavier Kieffers zweiter Fall“ hat mich kurz innehalten lassen, da man sich nie sicher ist bei einer Fortsetzung, ob man nicht das erste Buch gelesen haben muesste, um allem wirklich folgen zu koennen. Ich kann hier jedoch sagen, nein muss man nicht, denn die wichtigen Sachverhalte werden zu Beginn nochmals betont und somit kann man direkt einsteigen. Weniger gut gefaellt mir die Rueckseite, also der Klappentext. Ich weiss, das ist nur minimal bedeutend, aber dadurch, dass das Wenige so gross und fett geschrieben wurde, sieht es fuer mich einfach viel weniger qualitativ wertvoll aus, wie der Autor in Wahrheit ist. Also solltet ihr an eine Neuauflage denken, lieber Kiwi-Verlag, das wuerde ich irgendwie anders gestalten..denn so sieht es leider etwas nach 2 Euro Fundgrube im Baumarkt aus, also ihr wisst, was ich meine.

2. Eindruck aka was steckt drin?
Man sieht durch die Augen eines Koches und Feinschmeckers, womit man als Neuling auf dem Gebiet (Sushi und Sternekueche) einen wundervollen Einblick in diese Welt erhaelt. Man lernt viel ueber Essenszubereitung, ueber die ausgewaehlten Zutaten und natuerlich ueber Fisch. Zentral der Bluefin, Thunfisch, welcher haeufig fuer Sushi verwendet wird und langsam immer knapper wird..wie wird er wann wo gefangen, kann man ihn zuechten, wie geht es auf den grossen Fischmaerkten zu. Weiter wird man in den Alltag eines Restaurantbesitzers eingefuehrt und auch die verschiedenen Laender (u.a. Frankreich, Luxemburg, Italien), in die die Reise geht, werden naeher beschrieben. Man lernt wirklich enorm viel und das auf ganz unaufdringliche, nahezu nebensaechliche Art, da doch eigentlich ein Mordfall aufgedeckt werden soll. Auch Korruption, Politik, Ueberfischung werden angesprochen und sogar das Thema Liebe (und das ueber Laendergrenzen hinweg). Es ist irgendwie von so ziemlich allem was dabei und durch diese Abwechslung ist das Buch enorm spannend.
Der Schreibstil von Hillenbrand ist enorm angenehm und gut zu lesen. Man muss sich nicht allzu konzentrieren, sondern kann, auch wenn man muede ist, noch ein paar Seiten lesen. Und ja, es ist spannend und fessenld zugleich – ich habe das Buch mit nur einer Unterbrechung an einem Tag durchgelesen..was selten bei mir der Fall ist, da ich normalerweise viel zu viele andere Dinge zu tun habe. Das Buch scheint auch sehr gut recherchiert, viele Orte muessen besucht worden sein und die Fakten zu dem bedrohten Fisch sowie der Sushiwelt klingen auch alle sehr genau erarbeitet. Ich habe mich danach noch weiter in die Thematik eingelesen und (auch wenn komplett anderes Thema und viel komplexer) habe mich aufgrund der Faktendichte doch sehr an Schaetzing’s Schwarm erinnert gefuehlt..ich finde so Buecher super! Lernen, ohne es zu merken und dabei super unterhalten zu werden!

3. Das Fazit aka wuerde ich es weitergeben?
Ja, ich werde es weitergeben und zwar an meinen Opa, DEN Krimifan schlechthin (eine groessere Ehrung kann ich keinem Buch geben). Mir hat es wirklich ausserordentlich gut gefallen, obwohl ich als Vegetarier nie Sushi essen wuerde, habe ich sehr viel interessantes erfahren und werde auch noch mit einigen Menschen ueber dieses Buch sprechen, da mich das Thema nicht kalt laesst. Auch werde ich mir wohl den Erstling des Autors zulegen und hoffen, dass er die Reihe weiterschreibt. Denn seine Hauptperson ist ein sehr sympathischer, ketterauchender Kerl, dem man doch gerne durchs Leben folgt, mit ihm mitfiebert und beim Lesen einen Espresso mit ihm geniesst..vielleicht koennte er mal im vegetarischen Umfeld im naechsten Teil auftreten 😉 Was mir noch sehr gut gefallen haette, waeren ein paar Rezepte am Ende (wie es z.b. bei Winterkartoffelknoedel von Rita Falk der Fall ist) des Buches..denn es macht wirklich enorm Lust, etwas zu essen..und zu kochen! Kochbuecher sollten vielleicht eher so geschrieben werden anstatt mit retuschierten Bildern vollgehauen zu werden..haette bei mir mehr Wirkung 🙂

Also wer Krimis mag und am Besten auch noch Essen (hier gibts doch bitte keine Gegner), dem kann ich das Buch wirklich nur ans Herz legen..ich werde es meinem Opa weitergeben und haette ich noch einen Krimifan in der Familie/Freundeskreis, wuesste ich schon ein sehr gutes Geschenk 🙂 Also 5 von 5 Sternen!

Das hier ist Wasser.

David Foster Wallace. Einfach nur ein genialer Autor, welcher mich mit seinen Satzgebilden umhaut. Aber so, dass ich gluecklich zu Boden sinke. Der WDR5 (aha *g*) hat nun einen Teil seiner beruehmten Collegerede online gestellt und ich kann jeden nur empfehlen, sie sich anzuhoeren..muessen jedes Jaht viele Absolventen und vielleicht bringt es den ein oder anderen ja zum Nachdenken. Hier lang!

Passend hierzu erschien am 14.Mai ein neues Buch von ihm; posthum natuerlich, aber der Uebersetzer muss hier wirklich einiges leisten. Normalerweise lese ich Buecher in englisch, wenn dies die Originalsprache ist, aber Wallace bringt mich hier echt an Grenzen..somit immer erst auf deutsch und danach im Original. Das hier ist Wasser. Anstiftung zum Denken werde ich mir wohl als erstes Ebook ever goennen; dann habe ich auch endlich einen sehr guten Grund, dass Weihnachtsgeschenk meiner Mama zu nutzen..weil tief in mir drin kann dies natuerlich kein Buch ersetzen, aber man muss ja nicht jedes kaufen..und meine Buecherregale sind wirklich mehr als voll..und auch die Stellflaeche drumrum wird weniger..

Wer David Foster Wallace noch nicht kennt, ich empfehle sowas von Unendlicher Spass!


Bild via weheartit

Da ich im Moment leider universitaetsbedingt enorm viel lesen muss..wird es wohl weiter gerontologische Fachliteratur geben..und Wallace noch ein klein wenig warten muessen 🙂 Wenn das neue Buch schon jemand kennt, ich freue mich sehr ueber eine kurze Meinungsabgabe 😉

Lesenswert: Underground Barbie von Masa Kolanovic

Dank BloggdeinBuch hatte ich die Moeglichkeit, das Buch Underground Barbie aus dem Prospero Verlag zu lesen und euch hier nun mit einer kleinen Rezension zu begluecken 😉 Beworben habe ich mich fuer dieses Buch, da es einfach mal nach was anderem klang und ich von der Hintergrundthematik, in der es spielt, nicht allzuviel Ahnung habe. Und Buecher, bei denen man nebenbei was lernt, machen mich geistig nunmal ziemlich an.

Klappentext (beim Verlag geklaut): Sloboština ist eine Hochhaussiedlung an der Peripherie von Zagreb. Maša Kolanovićs Protagonistin wächst dort in den achtziger Jahren auf, und wie viele Mädchen auf der ganzen Welt verbringt sie mit ihren Freundinnen etliche Stunden des Tages in der glamourösen Scheinwelt ihrer Barbiepuppen. Anfang der neunziger Jahre drängt sich die politische Realität, der Krieg und Zerfall Jugoslawiens in die unbeschwerte Kindheit. Bei Luftalarm bringen sich die Bewohner im Hochhauskeller in Sicherheit. Barbies Welt entsteht nun zwischen Einmachgläsern und Rattenfallen, eine ramponierte Ken-Figur vom Flohmarkt wird zum nationalistischen Anführer befördert.

Als das Buch dann bei mir ankam, fielen mir zuerst zwei Dinge auf. 1) Es ist mit 212 Seiten schonmal sehr duenn, aber ok. 2) Viele dieser Seiten sind illustriert, was ich ja eigentlich toll finde, aber dann muss doch mehr Inhalt vorhanden sein wie diese 212 Seiten..welche aus noch grosszuegig mit freien Seiten vor jedem kurzen Kapitel aufgefuellt sind.

Underground BarbieUnderground Barbie

Nun aber mal zur eigentlichen Rezension. Trotz seiner Duenne liest sich das Buch nicht allzu schnell, da ich von der Thematik leider schnell gelangweilt war und nicht ueberblaettern wollte und somit immer stoppte. Denn in diesem Buch geht es enorm viel um das Barbiespielen (gewiefte Menschen sagen jetzt, das steht im Titel *g*). Aber es ist so detailliertes, ueber mehrere Seiten sich hinziehendes Barbiespielen, das ich wirklich aufhoeren musste, sonst haette ich einfach nur uebeflogen. Man bekommt natuerlich einen sehr guten Eindruck, was es bedeutet hat und wie es sich angefuehlt haben muss, in dieser Zeit als Maedchen in diesem Land aufzuwachsen. Die mir wichtigeren Randgeschehnisse werden aber – wie es wohl fuer Kinderaugen unwichtig – nur am Rande gestreift und man erfaehrt kaum etwas. Dafuer aber, wer welche Barbie mit welchen Accessoires hat und was die Barbies an diesem Tage unternehmen..und an naechsten Tag. Ich haette mir hier etwas mehr Ausgewogenheit gewuenscht, denn mir fehlt hier wirklich einiges! Krieg als Randphaenomen kann man naemlich doch auch besser beschreiben..beziehungsweise wenigstens 1-2 Saetze pro kurzem Kapitel, dass man weiss, wo man zeitlich steht und was gerade passiert in der Aussenwelt, die die Protagonisten durchs Barbiespielen so schoen ausblendet.

Ich wuesste auch nicht, wem ich dieses Buch empfehlen wuerde, da mir partout keine Zielgruppe (oder jemand aus meinem Umfeld) einfaellt, der sich so sehr fuer Barbies interessiert, dass er sich diese 212 Seiten geben wuerde. Aber ehrlich gestehen muss ich auch, ich glaube, ich verstehe das Buch nicht. Also gibt es einen hinter all dem steckenden, tieferen Sinn? Weil an sich klingt das Buch so gut! Und auch die Illustrationen sind genau meines und die Autorin klingt sympathisch und auch ihr Schreibstil ist ganz nett. Wenn da nur nicht die alles ueberlagernde Thematik waere..

Wie ihr seht, laesst mich dieses Buch etwas ratlos zurueck und ich weiss nicht, was sich die Autorin dabei gedacht hat..bzw an wen sie gedacht hat, waehrend sie schrieb. Was mir auch noch fehlt, ist eine wirklich Handlung. Man bekommt hier nur fragmenthaft einzelne Tage im Leben der Protagonistin beschrieben, was zeitlich in Spruengen stattfindet. Aber es passiert nicht wirklich viel. Wenn man den Klappentext gelesen hat, weiss man, was man bekommt. Und auch nicht mehr. Das finde ich irgendwie sehr schade, denn so ein Text sollte doch ein Teaser sein..denn wenn man eine Geschichte auch in drei Saetzen erzaehlen kann..wieso sie dann mit Bildern auf 212 ausweiten, oder? Oder wollte die Autorin einfach nur ihre Erinnerungen festhalten fuer sich, ihre Begleiter und die Nachwelt? Das ist mir noch die pausibelste Erklaerung fuer die Entstehung dieses Buches.

Wer sich jetzt trotz all dieser Worte von mir ein eigenes Bild machen will (und wer es schon hat, helft mir, dieses Buch zu begreifen!), erhaeltlich ist es unter anderem hier. Preislich kommt es mit 14 Euro daher. Und nett anzusehen, ist es allemal..vielleicht als Geschenk fuer jemanden, der schon alles hat *g*

Books, Books, Books.

Ein Leben ohne Mops Buecher ist moeglich, aber sinnlos, um es mit den Worten von Loriot zu sagen.

Genaugenommen strukturieren Buecher meine Wohnung, die einzigen Regale, die ich besitze, werden von ihnen belagert..da sie nicht ausreichen, kauern Buecher dann noch in jeder nur erdenkbaren Ecke..und es werde immer mehr..denn ein Buch verkaufen schmerzt (auch wenn es noch so doof war) und ein Buch wegwerfen kommt sowieso nie in Frage. Meist lande ich bei weiterverschenken und hoffe, die jeweilige Person mag es doch wertschaetzen..oder zumindest weiterreichen 😉

BuecherBuecher

Sie erscheinen ohne jede Anordnung, doch weiss ich genau, welches Buch wo steht 😉 Bei meinen Eltern habe ich im ehemaligen Kinderzimmer noch zwei weitere vollgestopfte Billy-Regale stehen und auch hier weiss ich, was wo zu finden ist 😉 Und ich wuerde auch merken, wenn da etwas klammheimlich verschwinden wuerde..

In diesen Momentaufnahmen sieht man finde ich sehr schoen, dass mein Chaotentum sehr gut auf die Buecherwelt uebertragbar ist..die restlichen Lebensdinge wie Tassen, tibetische Gebetsfahnen, Bodylotion oder Sonnenbrille muessen sich hier einfuegen, denn sonst ist kein Platz fuer sie. Und muesste ich entscheiden, tzja, dann wuerde wohl leider immer das Buch gewinnen 😉

Auf dem rechten Bild seht ihr noch neben dem Buecherregal meinen eigenen, ersten Buchentwurf..dann hoffe ich mal, dass ich diesen selbst irgendwann im Laden zwischen zwei dicke Hardcoverseiten gepresst sehe..und Ebooks finde ich leider, so praktisch sie auch erscheinen moegen, einfach seelenlos..denn ja, ich rieche auch sehr gerne an meinen Buechern 😉

[Das ist ein Beitrag fuer BloggdeinBuch, hier darf ich immer wieder Buecher rezensieren, was superviel Spass macht! Vielleicht hat der ein oder andere hier ja auch noch Lust drauf, dann einfach anmelden und loslegen. Es findet hier auch ein Voting des „schoensten“ Buecherregals statt, ueber eure Stimme wuerde ich mich natuerlich sehr sehr freuen! 🙂 Gleich in der ersten Reihe oben rechts bin ich zu finden und ein Like tut ja nicht weh stimmt’s *g*]

Lesenswert: Small World von Martin Suter

Vorletztes (?) Jahr wurde Martin Suter ja unsagbar gehypt und wie das normalerweise so ist, ist das fuer mich ein Grund, das Buch dann nicht zu lesen..wenn was auf der Bestseller-Liste steht, finde ich es naemlich irgendwie nur noch halb so interessant. So habe ich Martin Suter dann auch eiskalt links liegen lassen und ihn dann erstmal vergessen. Heute kann ich sagen: Blasphemie! Zum Glueck fiel einer meiner „ich gehe nur mal kurz in den Dussmann zum Gucken“-Streifzuege fehl und ich kam mit diesem Huebschen wieder heraus 😉

Small World von Martin Suter

Ich habe es geradezu verschlungen und es haette gerne doppelt so lang sein duerfen, denn so hielt es genau zwei Tage..die Pause wurde auch nur gemacht, da ich schlafen musste..sowas tun normale Menschen doch dann auch mal gegen 4 Uhr morgens *g* Also wirklich Suchtpotential. Dabei fand ich weniger die „es gibt ein Geheimnis aus der Vergangenheit, welches nicht ans Licht kommen darf“-Rahmenhandlung spannend, sondern die Entwicklung der Hauptperson. Konrad Lang, der Hauptprotagonist, ist Mitte 60 und beginnt, Anzeichen von Alzheimer zu zeigen. Der Autor beschreibt hier enorm detaillreich und gut recherchiert wie „nebenbei“ dieses Krankheitsbild und man bekommt wirklich viel Wissen ueber die Entwicklung, die eine alzheimererkrankte Person zeigt und wie die Krankheit fortschreitet. Man fiebert und bangt mit, waehrend man nicht wahrhaben mag, dass es bald vorbei sein wird..

Martin Suter hat fueder dieses Buch den franzoesischen Literaturpreis bekommen und ich sage, sowas von gerechtfertigt! Ich habe schon mehr von ihm auf meine Amazonliste geschrieben, welche nun nach und nach abgearbeitet wird. Im Anschluss lass ich Donna Leon und „Endstation Venedig“, das war ein sehr harter Cut. „Agnes“ von Peter Stramm lese ich nun und das ist auch heute Abend noch durch..aber ok, das Buch ist duenn und nicht sonderlich schwer zu lesen bisher..Reviews zu beiden gibt es naechste Woche 🙂 Achja, Small World habe ich als 9,90 Euro- Ausgabe bei Diogenes gekauft..und die Verfilmung werde ich mir NICHT ansehen, das macht mir immer meine Imagination kaputt *g*

Kann mir hier wer ein Buch von Martin Suter besonders ans Herz legen? Ansonsten bin ich auch fuer Buecher ueber Alzheimer sehr offen, jedoch weniger aus medizinischer Sicht (die habe ich schon zu genuege durch)..also Tipps immer her damit 🙂

*hust* Mach mit bei meinem Gewinnspiel! *hust* (na, wenn diese Illegalitaetsilllusion nicht neugierig macht *g*)

(Alltaegliches) Schachmatt!

Das hoere ich in letzter Zeit sehr sehr oft und kann es irgendwie nicht ausstellen. Also ich kann auf meinem Macbook zwar zig verschiedene Stimmen einstellen, die mir dann „schachmatt“ entgegenbruellen, aber wenn ich den Laptop nicht komplett stummschalten will..tzja, Fehlanzeige. Ich bin zu doof *g* Aber immerhin hat Apple es hingekriegt, meine ehemalige Schachleidenschaft wieder anzuschieben, ich will, nein ich muss diesen Computer nur einmal schlagen 😉 Wie bei der schwierigsten Stufe von Spider-Solitaer..einen Sommer hat es mich gekostet, um am Ende das genauso doofe Feuerwerk wie bei allen anderen Stufen zu sehen..da erwartet man doch etwas mehr 😉

Gestern hat irgendjemand sehr doofes mich in der Realtaet schachmatt gesetzt. Man hat naemlich mein abgeschlossenes Fahrradschloss so kaputtgemacht, dass ich es nicht mehr aufschliessen kann und nun fahrradlos bin. Allein bis ich zu meinem Hund gelaufen bin, dauert 20-30 Minuten..und somit bin ich dann gestern quasi 2 Stunden Gassi gegangen..yay 😉 Vorhin traf ich nun gluecklicherweise den Hausmeister, der mir mit einer Zange helfen mag..hoffentlich hat er das bis gleich, denn ich will nicht wieder ewig laufen + will ich ja noch zum Alexanderplatz und heute Abend ins Berghain zu einem Konzert..ich bin gespannt, wie das so wird *g*

Essensmaessig haben mich gestern auch zwei Tofubratlinge von (ich glaube) Netto (wenn da BioBio herkommt) schachmatt gesetzt, denn obwohl sie schon besser schmeckten wie beim ersten Versuch, war mir danach total uebel..aber immerhin habe ich mich so mit der Arte-Doku ueber Britney Spears ablenken koennen 😉 Die war sogar halbwegs interessant, aber hm..nee, empfehlen zum Angucken wuerde ich sie nicht. Ebenso wenig wie den Tatort „Es ist Boese“..ich mag Tatorte generell nicht, ich langweile mich hierbei zu sehr, von diesem las ich aber nur gute Kritiken..aber ich fand, er hat sich enorm gezogen und hach ja nee..

Heute bekam ich meine letzte Ausgabe der ZEIT..leider ist dass Probeabo um, ich habe die Zeitung echt wieder neu kennengelernt und mich mit ihrern sehr unterschiedichen Artikeln angefreundet. Ich mag es kaum sagen, aber der Wirtschaftsteil war hier mein Lieblingsteil (was sehr fuer die Journalisten und weniger fuer mich spricht *g*).

Gestern machte ich mir auch einen Plan, was ich mir in Frankfurt/Oder angucken mag –> die Europa-Uni, dann das Heinrich-von-Kleist-Museum, das Viadrina-Museum und dann geht es ueber die Stadtbruecke nach Slubice 🙂 Klingt doch nach guten 9 Stunden *g* Mal sehen, ob ich eine polnische Delikatesse entdecke fuer meinen vegetarischen Gusto. Auf der Zugfahrt werde ich mich wohl noch mit Donna Leon beschaeftigen, das Buch wurde mir spontan auf der Strasse geschenkt und ja, eigentlich null meines, aber wenn schon als Geschenk, dann lese ich es wenigstens mal an. Bisher ist mir der Commissario sogar sympathisch, trinken wir aehnlich viel Kaffee *g* Und da ich mich nicht erinnere, wann ich das letzte Mal einen Krimi las..here we go 😉 Meine Hindiarbeitsbuecherbestellung von Amazon wird wohl erst Mitte Mai (!) versandt, was definitiv nicht dabei stand als ich bestellte..dann haette ich naemlich definitiv andere genommen..nunja, das Leben ist zu kurz zum Aergern.

Und mit diesen gemischten Lebenseinblicken verabschiede ich mich nun, da ich enormen Hunger habe und mein Birchermuesli ja – nachdem es in den Joghurt geruehrt wurde- noch quaelend langsam verstreichende 15 Minuten „quellen“ muss *g*

Lesenswert: Sommerfest von Frank Goosen

Als Leseratte ist es wirklich sehr gut, dass es BloggdeinBuch gibt..denn so kann ich meinen enormen Buchverschliess wenigstens etwas auslagern und nicht nur Amazon mit meinen regelmaessigen Zahlungen gluecklich machen 😉 Also lesefreudige Blogger guckt euch die Seite mal an, vielleicht ist dies ja fuer den ein oder anderen auch was.

Ich habe mich dieses Mal fuer Sommerfest von Frank Goosen beworben und habe mich sehr gefreut, als ich die Bestaetigungsmail bekommen habe. Durch einige Kurzgeschichten hatte ich mir schon ein erstes Bild machen koennen und war mir sicher, das passt vom Schreibstil, das geniesse ich 😉

Erschienen ist das Hardcoverbuch am 16.Februar 20122 im Kiwi-Verlag, auf dessen Seite es auch eine Leseprobe gibt, es laeuft zur Zeit ein Facebookgewinnspiel sowie ein Lesevideo: einmal hier lang. Man kann das Buch sowohl dort wie auch bei Amazon fuer 19,99 Euro bestellen. Die „Sommerfest“-Lesetour ist bereits in vollem Gang und leider ist Berlin schon vorbei..da waere ich gerne hingegangen, will ich eh schon lange mal wieder zu einer Lesung. Aber ok, im Sueden gibts noch einige Termine, schaut da einfach mal bei Frank Goosen direkt vorbei.

WORUM GEHT’S?
„Woanders weiss er selber, wer er ist, hier wissen es die anderen. Das ist Heimat.“
Der Hauptprotagonist Stefan nimmt uns mit in die Vergangenheit. Er verlaesst fuer ein Wochenende seine Wahlheimat Muenchen, die Probleme mit Freundin Anka und dem Job als Schauspieler am Theater, wo fuer ihn die Luft raus ist und der Vertrag auch nicht verlaengert wurde. Die ungewissen Zukunft trifft die nur allzu bekannte und so konstant erscheinende Erinnerung. Das Haus der laengst verstorbenen Eltern soll verkauft werden, er will den Makler treffen, die wichtigste Frau im Leben (die Omma) besuchen und eigentlich schnell wieder verschwinden. Doch dann tauchen andere Ueberbleibsel der Provinz auf, alte Freunde und natuerlich die Jugendliebe..

WIE WAR’S?
Ich habe Sommerfest an zwei Tagen im Park verschlungen. Man kann es nur schwer aus der Hand legen, da man unbedingt wissen will, wie es weitergeht. Frank Goosen hat wirklich einen genialen Schreibstil, man muss teilweise unkontrolliert laut lachen, da er es mit den genau richtigen Worten auf den Punkt bringt. Viele der Gedanken bezueglich „Heimat“ hatte ich auch schon und somit konnte man sich hier teilweise echt gut identifizieren und sich fragen „wie wauerde ich hier handeln?“. So lustig er die Thematik auch rueberbringt, so denkt man nach der Lektuere doch wirklich laenger ueber sein Leben nach und so soll es doch auch sein. Man kann das Buch als teilweise sehr wehmuetig beschreiben, doch nimmt dieses Gefuehl dank der so detailversessenen Figuren nie die Ueberhand..diese skurilen Zeitgenssen bringen einen dann doch wieder zum Schmunzeln.
Das Buch erinnerte mich beim Lesen sehr an „Es war mir ehrlich gesagt voellig egal“ von Frank Meyer, welches ich auch schon mal rezensiert habe (hiiiiier lang). Die Provinz als Ort des alten, idyllischen Lebens, welches unter der Oberflaeche doch alles andere als paradiesisch ist und in keinster Weise den Gegensatz zur „verdorbenen Stadt“ darstellt. Die Flucht dorthin ist im Grunde naemlich alles andere als eine Flucht, hier holen einen die Gedanken erst recht ein.

UND NUN?
Das Buch ist perfekt fuer die Parklektuere, es fesselt und man will gleichzeitig wissen, wie es ausgeht und dass es doch bitte noch nicht vorbei ist..immer wenn mich ein Buch in dieses Dilemma stuerzt, empfehle ich es uneingeschraenkt weiter. Thematik, Erzaehlstil und die Figuren waren fuer mich fuer persoenlich sehr ansprechend, ich habe viel (mit-)gelacht und -gedacht und genau so soll es sein. Auf den ersten Blick eine „leichte Kost“, die es im zweiten Gedankengang dann doch in sich hat. Da Frank Goosen noch mehr Buecher geschrieben hat, werde ich mal sehen, was ich hier noch lesen koennte, denn er schreibt hervorragend (und Amazon muss doch auch noch was an mir verdienen *g*). Ich werde meinem Opa dieses Buch jetzt zu Ostern mitbringen und eine bessere Empfehlung kann ich gar nicht aussprechen..wer noch ein Ostergeschenk braucht..oder sich ueber die Feiertag ablenken will..lesen, lesen, lesen [und mir sagen, wie ihr es ].