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[Lesenswert] Leticia Valle. Memoiren einer Elfjährigen – Rosa Chacel

Als ich Leticia Valle. Memoiren einer Elfjährigen von Rosa Chacel im öffentlichen Bücherschrank fand, war ich definitiv neugierig, wie es sein kann, dass eine Elfjährige schon so viel erlebt hat, dass sie Memoiren verfassen kann. Somit musste das Buch natürlich mit zu mir und ich habe es in zwei Sitzungen durchgelesen!

Worum geht’s Die elfjährige, spanische Halbwaise Leticia lebt mit ihrem Vater, einem länger verschollen gewesenen Kriegsinvaliden, im Schweizer Exil. Sie entdeckt sich selbst, ihre künstlerischen und wissenschaftlichen Ambitionen, schärft und erweitert ihren Geist mit Hilfe zweier Menschen: Dona Luisa, die ihr Musikunterricht erteilt sowie deren Mann Don Daniel, welcher sie in allen anderen wissenschaftlichen Aspekten unterrichtet. Es kommt zu einer nie ausgesprochenen, moralisch sehr fragwürdigen, Dreieckskonstellation zwischen dem Ehepaar und ihr, besonders jedoch zwischen ihrem sehr viel älteren Lehrer und ihr.

Wie ist’s Ich war sehr fasziniert, von der Erzählart. Rosa Chacel nennt die Dinge nicht bei Wort, sie spricht nicht aus, was passiert, sondern lässt es den Leser durch viele kleine Aspekte erahnen und „fühlen“. Man begibt sich mit Leticia in diese Welt der Erwachsenen, von der man unbedingt Teil sein will, es aber doch noch nicht wirklich ist. Die Protagonistin wird sehr komplex, leidenschaftlich und ehrlich dargestellt, die selbst nicht immer weiß, welche Wirkung sie auf ihre Außenwelt hat und überfordert scheint.

Man wartet, dass „etwas“ passiert, doch man muss die nebenbei eingestreuten Sätze lesen, aufmerksam verfolgen, was geschieht, da es eben keinen groß beschriebenen, dramatischen Moment gibt. Was diese Geschichte so glaubhaft macht, so fesselnd und faszinierend. Da man beginnt, zu verstehen, wie Leticia denkt, wie ihre Vergangenheit sie zu dem Menschen geformt hat, welcher jedoch gerade erst dabei ist, erwachsen zu werden. Der Roman endet ohne großen Knall, lässt den Leser nachdenklich zurück, man hat dieses „was habe ich da gerade erlebt“-Denken, welches surreal erscheint. Ein wirklich großer Lesegenuss, der zwar nicht an Lolita herankommt, aber mir sehr gut gefallen hat! Dass das Buch bereits 1946 erschienen ist, macht es noch besser, da es definitiv zu einem kleinen gesellschaftlichen Aufschrei geführt haben dürfte.

Kennt ihr das Buch oder habt etwas schon anderes von Rosa Chacel gelesen? Da es mich nicht loslässt, will ich unbedingt noch mehr von ihr lesen und sehen, wie sie mit anderen Themen umgeht.

Unterwegs mit Lolita ;)

Letzten Winter gewann ich verschiedene Parfumproebchen ueber die ich mich sehr freute. Auch zwei Unbekannte waren dabei, welche ich natuerlich gleich probeschnueffeln musste und ich blieb haengen. Genauer gesagt auf Lolita Lempicka. Noch nie hatte ich davon gehoert oder im Douglas den Flakon gesehen (aber das Internet verraet mir hier es gibt ihn, genauer gesagt hier kann man 30ml fuer 48 Euro erwerben). Meine Groesse ist etwas praktischer, naemlich enorm handtaschenfreundlich!

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Wie riecht es nun? Blumig, frisch aber sehr spannend..drin ist pinker (!) Pfeffer, Mandarine, Bergamotte, Goldlack, Duftwicke, Heliotrop, Elemi, Amber, Patchouli und Tonkabohne. Kann sich jeder jetzt was drunter vorstellen oder *g* Also es riecht fruehlingshaft vertraeumt 🙂 Und es haelt sich sehr lange, der Duft morgens aufgesprueht, ist bei mir auch abends noch gut wahrnehmbar, sodass ich vorm Weggehen nur einmal nachspruehte. Bis jetzt wurde ich in einer Woche schon zweimal auf den Duft angesprochen, somit..er faellt auf 🙂 [ich nehme jetzt mal an, positiv!]. Da mir die Marke vorher total unbekannt war, werde ich beim naechsten Douglasstop definitiv auch mal an den anderen Dueften schnuppern..kennt hier schon wer diese Marke? 🙂