Schlagwort: Mexiko

Sunday again. Im Jahresrückblicksmodus.

Wenn der letzte Tag schon auf einen Sonntag fällt, muss ich das einfach nutzen und statt meines üblichen Sunday again – Wochenrückblick gibt es jetzt pro Kategorie einfach meine Highlights von 2017! Dieses Jahr war ich viel unterwegs, es ging von Indien – Australien – Deutschland – China – Australien – Singapur – Deutschland – Mexiko – Kanada – USA – Mexiko und allein das waren natürlich schon alles Highlights. Jetzt aber zu den Sachen, die mir spontan bei den einzelnen Kategorien in den Sinn kommen!

[Gesehen] Stranger Things

[Gelesen] Shantaram – Gregory David Roberts

[Gehört] Heaven is a Place on Earth – Belinda Carlisle

[Getan] absolutes Highlight waren die drei Wochen in Mexiko!


[Gegessen] gegrillter Kaktus

[Getrunken] Agua de Jamaica (Wasser aus aufgekochten Hibiskusblüten)

[Gedacht] danke Varanasi, ich kann es nicht erwarten, wieder in dir zu sein

[Gefreut] so tolle Couchsurfingmomente in Singapur, die ich noch ewig erinnern werde

[Geärgert] ein Jahr voller Misskommunikation

[Gewünscht] dieses Jahr war ein Warten auf Entscheidungen, die ich mir gerne schneller gewünscht hätte 

[Gekauft] Flugtickets zu all den tollen Orten & ein neues Macbook Air

Sunday again.

[Gesehen] Shameless und diverse Dokus über den Pacific Crest Trail

[Gelesen] Fachkram, Fachkram, Fachkram..und viel aus meinem Twitter-Feed

[Gehört] Kulturkapital-Podcast

[Getan] am Strand gewesen (und diverse Sonnenuntergänge beobachtet); viel mit lieben Menschen hier gesprochen, mein Spanisch wird besser; viel geschrieben und ein ganz verrücktes Abenteuer für 2018 realisiert – also nicht realisiert, aber der erste Schritt ist gemacht!

[Gegessen] veganen Portobello-Burger; Rosmarinkartoffeln (das hat sich vielleicht komisch am Strand angefühlt, aber ich hatte so Bock drauf); Yucatan-Brot; Wassermelone; Ananas

[Getrunken] Agua de limon y chia; Agua de naranja; Agua de Jamaica..also immer Wasser mit Obst und davon viel!

[Gedacht] wie auch letztes Jahr in Indien, fühlt es sich null nach Weihnachten in Mexiko an

[Gefreut] ganz liebe Nachrichten

[Geärgert] ein paar mexikanische Wohnungsproblemchen 😉

[Gewünscht] irgendwie bin ich dieses Jahr etwas in dem „können wir 2017 noch einmal starten-„Denken drin, was eigentlich so gar nicht meines ist. Aber es war emotional sehr erschöpfend.

[Gekauft] einen My-Anchestry-DNA-Test (was bin ich gespannt) & Lebensraum auf Zeit wie immer!

Sunday again.

[Gesehen] mehr von Quintana Roo; Shameless

[Gelesen] Unikram

[Gehört] Meeresrauschen & „I like to move it, move it“ (anscheinend sehr beliebt hier)

[Getan] eine Woche in Playa del Carmen verbracht; zurück nach Puerto Morelos gefahren; mit Freunden aus Berlin getroffen; die Pyramide in Cobá erklettert, in Cenoten geschwommen und nach Valladolid gefahren


[Gegessen] vegane Tacos mit Hibiskusblüten & Kohl; Kaktus-Quesadilla; Wassermelone; Kaktusfrüchte; Apfeljoghurt mit Müsli; Cappucchino-Muffin; Maracuja-Sorbet

[Getrunken] 7up light; Kaffee; Limettenwasser mit Chia; Grüntee; Jamaica

[Gedacht] Mexiko alleine ist eine ganz andere Welt – aber ich mag es sehr!

[Gefreut] ich liebe es, Freunde irgendwo auf der Welt zu treffen!

[Geärgert] Widder-Verhalten 😉

[Gewünscht] besseren Schlaf

[Gekauft] Mietwagen, Übernachtungen, Eintritte und Essen

[Reisen] Eine Woche in Playa del Carmen!

Nach meiner Woche in Cancún ging es nur etwa 70km weiter südlich nach Playa del Carmen. Kann man ganz leicht mit dem ADO-Bus für 72 Pesos (und da muss man auch nicht vorbuchen, einfach zum Busbahnhof und dann kauft man ein Ticket, die Busse fahren alle 15 Minuten). Hier habe ich mir eine kleine Ferienwohnung, Casa Seloa, abseits des touristischen Trubels nahe des Parque La Ceiba und zunächst viel gearbeitet. Was aber gar nicht so dramatisch war, leider wurde das Wetter nämlich sehr schlecht, es wurde kalt und regnete ständig, womit Strandtage erstmal ausfielen.


Playa del Carmen ist – ebenso wie Cancún – ein touristischer Hotspot, der sich um die 5th Avenue (quasi so eine Fußgängervergnügungsmeile mit lauter Ballermann-Musik, zig Restaurants und jeglichem Geschäft, welches man sich nur wünschen kann) nahe des Meeres bildet. Das ist nicht meines, ich habe es mir zwar erneut angesehen (Freunde aus Berlin kamen spontan zu Besuch), aber sonst meist vermieden. Nur wenn ich zum Strand wollte, musste ich da eben durch. Das Nachtleben dort soll ebenfalls toll sein, das habe ich aber auch wieder gelassen, ich lief abends lieber eine Runde durch meine Nachbarschaft und sagte den vielen Hunden, Hühnern und Hasen Hallo.

Was kann man nun in Playa machen? Natürlich ans Meer gehen, wobei der Strand sehr in den Händen der (musikliebenden) Hotels ist und es schwierig ist, ein Plätzchen für sein Handtuch zu finden. Wer Ruhe mag, fahrt nach Puerto Morelos (weiterhin mein Ort), das dauert mit dem Auto/Collectivo 30 Minuten und ihr habt den Strand für euch alleine. Schnorcheln kann man hier, ist allerdings nicht so spektakulär wie in Akumal und Tauchen wird auch angeboten. Viele machen hier ihren Tauchschein, man sieht ständig jemanden mit einem PADI-Buch rumrennen.


Ebenfalls am Strand hatte ich das Glück, den Danza de los Voladores zu sehen, ein mesoamerikanisches, wohl uraltes Ritual, wo sich „Tänzer“ von einem Podest abseilen, einer oben flötespielend sitzenbleibt und d sich so dreht, dass es etwas von Kettenkarusell hat. Stand eigentlich auf meiner Liste für Mexico City, da ich nur wusste, dass es dort stattfindet, jetzt aber durch Zufall hier schon entdeckt!

Essen kann man hier verdammt gut, ich bin weiterhin meist an den günstigen, lokalen Straßenständen unterwegs, aber da es viele vegane Restaurants gibt, habe ich mich auch mal ein wenig versucht. Besonders lecker fand ich diese Tacos mit Hibiskusblüten und Kohl, das war mal was anderes und auch wenn das Restaurant (Bio-Organicos, hat auch noch einen Shop dabei) nahe der Touristenzone liegt, war es dennoch angenehm ruhig.


Mein Lieblingsort ist ganz klar der Parque La Ceiba, ein Projekt, um die Stadt grüner zu gestalten und auch wenn das Areal nur einen Block „groß“ ist, fühlt man sich wie im Dschungel. Es gibt hier viele Bänke zum Ausruhen, tolle Bäume, viele Spielplätze für Kinder, einen veganen Shop und ein ganz leckeres Restaurant. Probiert die vegetarischen Enchiladas und den Cafe de Olla! Da sie gutes Wifi haben, saß ich dort viele Nachmittage und schrieb in Ruhe. Man kommt auch schnell mit den Menschen dort ins Gespräch, ein netter, alter Mann, der Perlenarmbänder macht, wurde schnell mein täglicher Kaffeepartner.

Dann kann man hier einfach sehr günstig einen Mietwagen bekommen, wie auch schon im September habe ich jetzt wieder einen Kleinwagen für 4€ am Tag (mit Versicherung und unbegrenzten Kilometern) und nutze das natürlich. Playa liegt nämlich gut, um wegzukommen, man ist schnell in Akumal und Tulum, für mich geht es aber nach Cobá, da ich unbedingt auf eine Pyramide klettern mag und dann nach Valladolid, wo ich zwar schon war, wir aber keine Zeit für die Cenote mitten in der Stadt hatten. Einfach durch den Dschungel fahren und für die Vogelspinnen bremsen, die einem da vor das Auto laufen, ist aber auch schon ein kleines Abenteuer für sich, auf das ich mich freue!

Es liegt eine sehr langsame, entspannte Woche trotz viel Arbeit hinter mir und das habe ich mal gebraucht. Allein war ich ewig nicht mehr und das hat mir (obwohl ich sehr sozial bin) doch gefehlt. Dass ich dann Freunde in der Fremde traf, war natürlich toll, ich liebe es, wenn quasi alte und neue Eindrücke zusammenkomme. Aber jetzt ist es Zeit für einen kleinen Roadtrip! 

Sunday again.

[Gesehen] Shameless

[Gelesen] nur Fachkram, im Moment viel über Phänomenologie, yay

[Gehört] Meeresrauschen

[Getan] Cancun erkundet & erlaufen: El Rey, Museo Maya, diverse Strände; mein holpriges Spanisch geübt und einfach die Sonne genossen; viel auf meinem Balkon gesessen & geschrieben

[Gegessen] Veggie Burrito; Churros; Maracuja-Eis; Mango-Sorbet; Veggie Lasagne; Tortillas mit verdammt guter Guacamole

[Getrunken] Guanabana-Wasser; Mangosaft; HIbiskusblüten-Wasser; viel Kaffee 

[Gedacht] wie viel schöner ich es in Cancun finde, New York war viel zu laut, kalt und hektisch

[Gefreut] wunderschöne Mayaruinen ganz für mich alleine

[Geärgert] unnötige Missverständnisse (wie immer)

[Gewünscht] im Moment etwas mehr Zeit

[Gekauft] Bustickets; Eintritte; Lebensmittel & wieder einen Mietwagen für 4€ am Tag, hachja!

Sunday again.

[Gesehen] Shameless

[Gelesen] viel methodischen Fachkram, besonders über die Grounded Theory

[Gehört] viele Podcasts über den Hinduismus

[Getan] Tschüss New York – Hallo Cancun! Grauen Herbst gegen Sonne & Strand eingetauscht!

[Gegessen] ganz viel frisches Obst, besonders Mango, Guaven & Ananas; Veggie Tortillas; verdammt gute Guacamole; Churros

[Getrunken] ich habe meine Fruchtwasser wieder, die sind so wunderbar erfrischend!

[Gedacht] jedem meiner Freunde geht es gerade absolut bekackt, wo haben wir uns da denn alle angesteckt?

[Gefreut] Sonne!

[Geärgert] JFK ist einfach nicht mein Flughafen, 30 Minuten Wlan und dann sitzt man da.

[Gewünscht] Einfachheit

[Gekauft] Flug, Hotel und den Bus vom Flug in die Stadt; bisschen Basiclebensmittel

[Reisen] Zurück nach Mexiko!

Im September flog ich sehr spontan das erste Mal nach Mexiko, genauer gesagt nach Cancun, und erkundete von dort in drei Wochen Quintana Roo und Yucatan. Dabei habe ich mich ein klein wenig absolut in das Land verliebt und nach drei Wochen im kalten Montreal und fünf Wochen im ebenfalls kalten und gleichzeitig verregneten New York setze ich mich heute wieder ins Flugzeug und mache mich gen Süden. Wieder nach Cancun, die Flüge sind einfach zu günstig und dann mal schauen, was ich genau wann, wo und wie lange mache. Statt einen Adventskalender zu öffnen, ist das quasi mein Weihnachtsgeschenk an mich selbst 🙂

Zwar hatte ich ganz kurz mit Weihnachten in New York geliebäugelt, aber nee, ich brauche einfach Wärme und mehr Tageslicht, wovon mir Mexiko zum Glück genug bieten wird. Letztes Jahr verbrachte ich den Dezember ja zunächst in Thailand und Weihnachten ging es zurück nach Indien, Weihnachten 2018 sollte es dann vielleicht doch mal wieder zuhause bei der Familie sein. Zumindest mein bester Freund ist so gar nicht angetan von meiner Mexiko-Idee, nach New York wäre er nämlich gerne gekommen, aber mit Sonne und Strand kann er nichts anfangen.

Dafür ist aber eine andere Freundin von mir gerade schon in der Ecke und da wir uns seit bestimmt sechs Monaten nicht gesehen haben, wird das schön und ach, ich liebe es, Freunde in der Fremde zu treffen, das macht die Situation immer so anders. Nunja, langer Rede, kurzer Sinn, nach fünf Wochen in einer Stadt kribbelt alles und ich freue mich, gleich JFK wiederzusehen. Nicht. Der Flughafen ist absolut grottig, aber egal, ich will ja nur weg 😉

Was sagt ihr, Weihnachten unter Palmen oder geht das auch so gar nicht an euch? Ich bin ja gespannt, ob noch wer vielleicht sogar nach Mexiko fährt?

[Lifestyle] Ich bin endlich stolzer Hängematten-Besitzer!

Vor meinem Mexiko-Trip habe ich zwar schon ab und an mal in einer Hängematte gelegen, aber so richtig dafür begeistern konnte ich mich nicht. Das hat sich vor kurzem aber radikal geändert, da ich quasi täglich in einer Hängematte herumlag, da diese fester Bestandteil der meisten Wohnungen (zumindest im Yucatán) sind. Ob jung oder alt, ich habe quasi jeden so herum lümmeln sehen und gelernt, wie man richtig „liegt“. In diesem Teil Mexikos werden sie mit einer besonderen Fadentechnik geknüpft, welche ich mir auch angesehen habe und total fasziniert war. Schon überlegte ich, ob ich es nicht doch hinkriegen könnte, die Hängematte irgendwie in meinen 20kg-Koffer zu packen und sie dann mit mir durch die halbe Welt zu schleppen. Aber das war einfach utopisch und so verabschiedete ich mich schweren Herzens von diesem Gedanken. Aber manchmal spielt das Leben einem eben doch tolle Karten zu und so bekam ich die Gelegenheit, mir eine Hängematte von Tropilex auszusuchen und euch vorstellen zu können.

Die Auswahl fiel mir echt nicht leicht und auch wenn es keine Yucatán-Fadenhängematte geworden ist, ich bin absolut glücklich mit der Tortuga Izmir Hängematte von Tropilex. Ganz wichtig war mir zunächst, dass sie für zwei Personen geeignet ist, denn wusste ich vorher nicht mal, dass man zu zweit in einer Hängematte bequem liegen kann, will ich das in Zukunft nicht mehr missen! Belastbar ist sie bis 160kg und sie hat eine Länge von 2,40m, wodurch auch ich mit meinen 1,76m mehr als bequem liegen kann.

Sie kommt praktisch verpackt in diesem wunderschönen Aufbewahrungsbeutel, den ich auch einfach so nutzen werde. Ich habe nicht gedacht, dass sie so klein und handlich ist; auch ihr Eigengewicht von 2kg ist absolut kein Problem, wenn man sie mal mitnehmen mag, da hatte ich in Mexiko ganz andere Gewichte in der Hand.

Bei der Auswahl habe ich mir ganz schön schwer getan, was Farbe und Design angeht. Ich wollte bunt, aber nicht zu knallig und ging erst mehr in die Grün- und Blaurichtung. Aber irgendwie hat mich der bunte Mix mit den gemusterten Streifen gekriegt. Die Fransen an der Seite habe ich in Akumal und besonders Tulum an jeder Hängematte gesehen und mich irgendwie so an dieses verspielte Detail gewöhnt, dass ich es jetzt auch einfach haben musste. Das macht doch auf jeden Fall etwas her und versprüht gleich mal ein paar entspannte Hippie-Vibes.

Die Tortuga-Hängematte besteht zu 65% aus Polyester und zu 35% aus Baumwolle, was mich erst etwas irritierte, da ich 100% Baumwolle gewöhnt bin. Allerdings fühlt sie sich auf der Haut so an und laut Hersteller nutzen sie dieses Mischverhältnis, um die Hängematte weniger umweltschädlich herzustellen. Beim Baumwollanbau werden Pestizide verwendet und weniger Baumwolle, weniger Pestizide so die Logik. Der Preis dürfte hier natürlich auch eine Rolle spielen und die Tropilex-Hängematten sind günstig, wenn man mal vergleicht. Diese 2-Personenhängematte kostet nämlich nur 74€ und das ist definitiv kein schlechtes Angebot.

Wir haben die nächsten Monate jetzt nicht unbedingt Hängemattenwetter, aber nächsten Sommer wird sie definitiv im Garten meiner Eltern aufgehängt! Praktischerweise kam sie nämlich mit dem Allround Fixing Set von La Sieta (29,90€), womit das schnell und einfach über die Bühne gehen wird. Mal sehen, wo ich mich so rumtreiben werde, sollte ich es hinkriegen, sie ins Gepäck zu quetschen, darf sie mich natürlich auch begleiten!

Mögt ihr Hängematten auch so gerne und habt vielleicht sogar eine? Oder sind sie eher so gar nicht euer Ding? Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf, in dieser ein Buch zu lesen, wenn es denn irgendwann wieder warm genug dazu ist 😉

 

Copyright der Bilder: haengemattengigant.de

[Reisen] ¡Viva Mexico! #1

Ziemlich spontan ging es für mich am 10.9. nach Mexiko, genauer gesagt flog ich nach Cancun (geht ziemlich billig mit Condor) und fuhr von dort direkt weiter nach Puerto Morelos. Dieses kleine, vom Tourismus noch ziemlich verschonte Dorf liegt auf halbem Weg zwischen Cancun und Playa Del Carmen und bietet einem recht leere Strände und eben etwas mehr als nur riesige Hotels und Pizzerien mit dröhnender Musik. Ich besuchte dort einen meiner Lieblingsmenschen, dessen Familie in Puerto wohnt und so hatte ich gleich mal einen guten Einblick, was Familie in Mexiko bedeutet, sehr spannend und unterhaltsam sage ich euch!

Wir blieben erstmal eine Woche in Puerto, genossen den Strand und die Mangroven, unsere sehr günstige Ferienwohnung (dank liebem kanadischen Vermieter) hatte auch noch einen Pool und so erlebte ich einfach ein wenig mexikanischen Alltag. Wir schauten uns Playa Del Carmen und Cancun an, zwei touristisch doch ziemlich zerstörte Orte, an denen man aber auch noch ein paar feine, etwas unberührtere und leistbare Ecken findet. Und wenn man einfach nur auf das unsagbar blaue Meer und nicht hinter sich schaut, ist es traumhaft schön!

In Puerto Morelos selbst gibt es nicht allzu viel zu tun und so waren wir meist am Strand, sind herumspaziert und haben lecker an günstigen Straßenständen gegessen. Wann immer ich mein Soy vegetariana herausstammelte, sah man mich allerdings verstört an und sagte dann, dass man nichts für mich zum Essen hätte. Was aber gar nicht stimmt, Mexikaner sehen vegetarische Gerichte nur nicht unbedingt als vollwertige Mahlzeit an. So durfte mein Freund hier immer dolmetschen und dann gemeinsam mit dem jeweiligen Koch etwas für mich zusammenwürfeln – ich bin übrigens ganz vernarrt in gegrillten Kaktus! Was ausnahmslos immer gut geschmeckt hat und ach, was läuft mir jetzt beim Tippen schon das Wasser im Mund zusammen. Über das frische Obst (und die Säfte sowie Sorbets!) kann ich gar nicht genug lobende Worte schreiben, soooo perfekt reif waren die Mangos, ich konnte nicht genug davon essen. Hier muss man wieder schnell sein, sonst wird einem Chili und Limette drübergeschüttet, was jetzt weniger mein Geschmack ist. Sehr lecker sind auch die sogenannten „Fruchtwasser“, die es überall gibt – da wird gerne Jamaika (eine Blume) oder auch Zitrone und Gurke reingemixt und das erfrischt wunderbar!


Ein ganz besonderes Erlebnis war mein erster Besuch in einer Cenote, ich musste erst einmal googlen, wo wir da denn jetzt hinfahren. Die ganze Quintana Roo und auch Teile von der Yucatan Region sind voll von diesen unterirdischen Höhlen, welche mit Süßwasser gefüllt sind, worin man schwimmen kann. Das ist eine ganz besondere Umgebung, über einem flattern die Fledermäuse, um einen herum hat man interessante, nicht von dieser Welt erscheinende, Kalksteinformationen und man selbst ist in erfrischend kaltem, klaren Wasser, in welchem kleine Fische umherschwimmen. Meist gibt es ein, zwei Löcher in der Decke, also im Erdboden, durch die man Licht und Sonne bekommt, was das Ganze noch unwirklicher erscheinen lässt. Insgesamt waren wir leider nur zweimal in einer Cenote, ich weiß aber schon, dass ich das noch einmal erleben werde, irgendwie! Kann ich euch absolut nur ans Herz legen, solltet ihr die Gelegenheit haben..und wer mutig ist, springt einfach durch das Loch in das kalte Wasser!

Nach Playa del Carmen und Cancun fuhren wir jeweils mit Sammeltaxis (Collectivos), was ziemlich günstig ist und mich sehr überrascht hat. Statt heiß und vollgequetscht, waren das nämlich bequeme, vollklimatisierte Kleinbusse, in denen nur so viele Menschen saßen wie es auch Plätze gab. Das kenne ich von Indien doch ein wenig anders. Auch im öffentlichen Bus ging es sehr geordnet zu, aber immerhin war es hier heiß 😉 Also sich ohne Auto fortzubewegen, ist kein Problem und man muss auch auf ein privates Taxi nie lange warten. Wir haben uns dann aber doch einen Mietwagen für ganze 4€ pro Tag geleistet und ich weiß nicht, ob da ein Buchungsfehler im System war, aber ich habe es zweimal hintereinander geschafft, bei Alamo ein Auto für je 4 Tage und insgesamt 16€ zu buchen. Der Mietarbeiter war auch sichtlich irritiert und wollte wissen, wie ich das bitte gemacht habe (über billiger-mietwagen übrigens und nein, das ist nicht gesponsert).


Die Stadtzentren beider Städte fand ich noch ganz in Ordnung, hier ist mexikanisches Leben, man kann günstig essen und sieht etwas Alltag(sleben). An den Stränden hat es aber Ballermann-Atmosphäre und das ist einfach nicht meines. Es reiht sich Hotel an Hotel, die Musik ist dröhnend laut und es gibt kaum einen öffentlichen Platz am Strand, wo man sich einfach mit seinem Handtuch hinlegen kann. Stattdessen reihen sich die Liegen aneinander und man wird verscheucht, wenn man nicht Hotelgast ist. Wir hatten dann doch wieder Glück, fanden nette Mitarbeiter, die uns einfach mal eine Stunde umsonst auf einer Liege sitzen ließen. Die Mittagssonne ist nämlich doch ganz schön stark und so ganz ohne Schatten nicht aushaltbar. Das Meer macht dann aber alles wieder gut, die Farben sind einmalig, so so türkis-grün, wunderschön! Da konnte ich einfach nicht genug von bekommen, also von den Farben in Mexiko im Allgemeinen, die sind so strahlend, da ist Photoshop nichts dagegen!

Dann wurde es auch schon Zeit für unseren ersten Roadtrip, der uns nach Mérida, Uxmal, Chichen Itzah, Tizimin und Las Coloradas geführt hat, dazu dann aber mehr im zweiten Teil. Als kleinen Teaser kann ich allerdings schon anmerken, dass Autofahren in Mexiko ein Erlebnis für sich ist, da Straßenregeln eher Anregungen als Regeln sind und ich noch immer fasziniert bin, keinen Unfall gehabt zu haben..mal sehen, ob noch ein Strafzettel kommt 😉

Mexiko hat mein Herz im Sturm erobert, so viel erinnert mich an Indien und all die herzlichen, lächelnden und entspannten Menschen, dazu noch diese unbeschreibliche Natur, die Farben, die Geschichte und all die tollen Mayaruinen, die ich erleben durfte..hachja! Seid ihr schon einmal in Mexiko gewesen oder steht es (wie bei mir seit Jahren) auch auf eurer „travel-list“? 

Sunday again.

[Gesehen] John Oliver; diverse YT-Clips

[Gelesen] Kalt ist der Abendhauch – Ingrid Noll

[Gehört] Meeresrauschen & Dschungelgeräusche

[Getan] in Cancun in unsagbar tollem Wasser geschwommen; Tulum besichtigt; in Akumal mit Schildkröten geschnorchelt; im Dschungel geschlafen (insgesamt ein gelungener Roadtrip würde ich sagen)


[Gegessen] Veggie Empanadas; Kaktus Quesadilla; Mangoeis; Tacos mit Guacamole; viel frische Mango

[Getrunken]  Jamaika (eine Art Eistee aus Blumen); Coke Zero

[Gedacht] hach, was ging die Zeit in Mexiko schnell rum! 

[Gefreut] so viele neue tolle Orte mit einem meiner Lieblingsmenschen gesehen zu haben

[Geärgert]  Misskommunikation

[Gewünscht] mehr. 

[Gekauft] das Übliche, also Hotels, Mietwagen, Benzin & Eintritte