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[Reisen] Von Playa nach Cobá & Valladolid mit vielen Cenoten!

Während die meisten von euch wahrscheinlich gerade dabei sind, die letzten Vorbereitungen für Weihnachten zu treffen, Geschenke zu suchen und Glühweine mit Freunden zu trinken, lasse ich mir weiterhin in Mexiko die Sonne ins Gesicht scheinen. Wobei es hier in Playa del Carmen gar nicht mehr so heiß ist, im September fand ich es wirklich angenehmer, aber ich mag es eben richtig heiß und nicht nur so 25 Grad 😉 Gewohnt habe ich etwas abseits des Trubels in der Casa Seloa für die Woche und kann euch diese Unterkunft auch empfehlen, besonders der Park La Ceibe nebendran ist mit mein liebster Ort in der Stadt!

Da ich Playa mittlerweile recht gut kenne, ich glaube, ich habe fast jede Straße durchlaufen, habe ich mir ein wieder mein Auto für 4€ über billiger-mietwagen gemietet (ich finde das weiterhin verrückt billig) und mich alleine auf nach Valladolid gemacht. Ein paar Mal war ich in Mexiko schon in Begleitung gefahren, somit hatte ich da auch keine Angst vor. Es war sogar sehr viel entspannender, einfach nur meinem Podcast zu lauschen statt ständig vom Beifahrersitz aus korrigiert zu werden. Erster Stop war Cobá, wo ich schon beim letzten Mal unbedingt hin wollte, die Zeit aber leider nicht reichte. Nett war, dass ich nur den mexikanischen Eintrittspreis bezahlen musste (5 Brocken Spanisch sind echt super *g*) und dann erlief ich mir das Gelände. Auf die eine Pyramide kann man hochklettern, was ich natürlich auch tat und die Aussicht über den Dschungel ist phänomenal. Ich fand ein schattiges Plätzchen und ließ die Situation einfach nur auf mich wirken. Die meisten Leute klettern ja leider nur hoch, machen ein Selfie und gehen wieder..was schade ist.

Sowohl Auf- als auch Abstieg fand ich gar nicht schlimm, obwohl ich Höhenangst habe. Aber die Stufen hatten eine gute Höhe, waren zwar teilweise etwas glatt, aber da man eh langsam lief, ging das gut. Da war ich schon in viel schlimmeren, mich lähmenden Höhensituationen. Cobá ist nur noch bis Ende des Jahres begehbar, danach darf man nicht mehr auf die 42m hohe Pyramide klettern, ihr müsst also schnell sein. Aber auch das restliche Gelände ist mehr als sehenswert! Man kann viel laufen oder sich Fahrräder mieten und immer wieder Tempelanlagen entdecken. Viel ist auch noch gar nicht ausgegraben, sondern schaut aus dem Dschungel heraus. Fasane, Affen, viele Spinnen, Schmetterlinge, Käfer und Vögel (so viele bunte Vögel) trefft ihr auch und ich habe die Ruhe abseits sehr genossen. 2 Stunden ließ ich mir Zeit, habe noch ein kleines Picknick gemacht und mich dann weiter zu den Cenoten begeben.

Drei Cenoten liegen gleich neben der archäologischen Zone, mit dem Auto dauerte es so 5 Minuten, bis ich da war. Danach musste ich mich erstmal entscheiden, welche ich denn sehen wollte, alle drei brauchte ich nämlich nicht und am Ende suchte ich mir Choo-Ha aus. Schnell umgezogen, abgeduscht und runter ging es, diese Cenote ist nämlich nicht offen, was ich sehr liebe. Dass ich komplett alleine war, hat die Situation sehr surreal gemacht, man fühlt sich wirklich wie in einer anderen Welt und dass die Maya Cenoten als Tore zur Unterwelt ansahen, man kann es ihnen nicht verübeln. Das Wasser war erfrischend, glasklar, viele schwarze Welse tummelten sich mit mir darin und so hing ich einfach auf den Seilen im Wasser rum, bis es mir zu kalt wurde. Noch ein kurzes Schwätzchen mit den Mitarbeitern und ich war auf dem Weg nach Valladolid.

 

Ausgewählt hatte ich die Stadt nur, weil sie „in der Nähe lag“ und ich mit meinen Flugmeilen ein recht gutes Hotel, nämlich das La Aurora Hotel Colonial, umsonst bekam. Wir sind im September schon dagewesen, hatten uns kurz den Hauptplatz und die Kirche angesehen und sind weiter. Die Limettensuppe, die wir essen wollten, wird nämlich leider auf Hühnerbasis hergestellt und fiel somit flach. Als ich dieses Mal ankam, regnete es leider schon und sollte auch nicht mehr aufhören. Also ins Hotel eingecheckt und dann zu Fuß die Innenstadt erlaufen, Kokoseis gekauft (auf dem Hauptplatz gibt es kleine Stände, wo es sehr lecker ist), zum Kloster marschiert durch die „schönste Straße der Stadt“ und dann etwas zu Essen gesucht. Valladolid sieht aus, wie ich mir kubanische Städte vorstelle von der Architektur her und hat einen gewissen Charme, aber „da müsst ihr gewesen sein“ würde ich nicht unbedingt sagen.

Was mir am nächsten Morgen allerdings sehr gut gefiel war die Cenote Zaci, die mitten in der Stadt liegt. Eine große, offene Cenote, in die ich gerne gesprungen wäre, aber durch den Regen war es so kalt, dass ich mir stattdessen in der Bäckerei gegenüber Frühstück besorgte und das dann mit Cenotenblick futterte. Toll ist allerdings, dass man einmal Eintritt bezahlt und den gesamten Tag wiederkommen kann, wenn man will. Ich hatte leider nicht genug Zeit, denn als ich gegen 12 Uhr fuhr, hatte der Regen endlich aufgehört.

 

Zunächst ging es wieder quer durch den Dschungel, wo es wieder richtig schüttete, ach so ein Dschungelregen ist der Wahnsinn, am liebsten wäre ich durchgerannt! Stattdessen saß ich irgendwann im Auto am Straßenrand, da man nichts mehr sieht. Eigentlich wollte ich nach Akumal und wieder mit den Schildkröten schwimmen, aber es war zu kalt und somit stoppte ich schon in Tulum. Hier parkte ich links (da wo man öffentliche Strände hat und eben umsonst parken kann, nicht im touristischen Strand-Tulum, wo Hotel an Hotel steht), lief ein bisschen am Strand entlang, bewunderte die Ruinen aus der Ferne, traf Nasenbären mit Baby und trank leckeren Cafe de Olla im Rancho (ich glaube) Tranquilo..also da ist ein Zeltplatz direkt am Strand, wo es guten Kaffee und sehr liebe Menschen gibt. Mit neuen Regentropfen ging es dann abends zurück nach Playa, meine neue Wohnung, die Estudios des Carmen, finden (kleines Drama), Mietwagen abgeben (gar kein Drama) und Tamales essen, welche so gut waren, dass ich Nachschlag bestellte. Mal sehen, wohin es als nächstes geht, als Basis ist Playa auf jeden Fall super!

Seid ihr schon in Mexiko gewesen? Vielleicht ja auch hier in Quintana Roo und Yucatan? (Ich lernte beim meinem Trip, dass das zwei unterschiedliche Zeitzonen sind) Wie hat es euch gefallen? Irgendwelche Ideen, was ich mir noch ansehen sollte? 🙂

[Reisen] ¡Viva Mexico! #3 – ab nach Akumal & Tulum!

Heute kommen wir also zum letzten Teil meines Mexiko-Urlaubes, der viel zu kurz war! Ok, für die meisten sind drei Wochen ganz schön viel, ich muss aber definitiv wieder hin. Was wir so im Yucatán unternommen haben, könnt ihr hier nachlesen und über meine erste Woche in Puerto Morelos habe ich euch hier erzählt. Gestartet sind wir wieder in Playa del Carmen, wo wir erneut den Mietwagen spottbillig über billiger-mietwagen bei Alamo für 4 statt 40€ am Tag bekommen haben. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie diese Seite es macht, aber bisher haben alle meine Buchungen einwandfrei funktioniert und so frage ich nicht nach, sondern freue mich über einen Mietwagen für 16€ für 4 Tage 😉

Zunächst fuhren wir also runter nach Akumal wo es uns mitten in den Dschungel verschlug. Zwar fuhr man nur zehn Minuten vom Highway über einen „Weg“ bis zu der Villa Duendes , aber man fühlte sich trotzdem inmitten grüner Wildnis. Ein ganz tolles Anwesen, sie haben Steindomes, in denen man sehr bequem schlafen kann, einen riesigen Pool, Ruhe und doch funktionierendes Wlan.

Nach einer kurzen Pause ging es aber dann doch direkt nach Akumal an den Strand, den Sonnenuntergang und einfach nur das Idyll genießen. Wobei mein Freund hier doch sehr traurig war, dass sich so viel verändert hat. Statt als Kind, wo er hier wild mit seiner Familie campen konnte, steht nun Hotel an Hotel den gesamten Strand entlang (und kostenlos parken kann man auch nirgends mehr). Solange man aber nur aufs Meer schaut, ist es wunderbar. Abends fuhren wir dann in die „richtige“ Stadt Akumal, mehr ein Dorf und aßen lecker unter Einheimischen an einem Foodtruck, bevor wir es uns alleine im Pool gemütlich machten.

Am nächsten Morgen kam dann eines meiner absoluten Highlights, wir fuhren zurück an den Strand und schnorchelten mit Meeresschildkröten. Diese legen in Akumal nämlich ihre Eier an den Strand und futtern sich hier dann gerne durch das Seegras. Kennt ihr das, wenn ihr einfach nur weinen könntet, weil ihr so glücklich seid? Schaut einer Schildkröte unter Wasser beim Grasfressen zu, diese Tiere sind sooooo wunderschön! Gar nicht scheu, schwimmen sie mit einem da rum, tauchen neben einem mal aus dem Wasser, gucken einen an und man sieht die kleinen Zähnchen. Wir hatten das Glück, dass es an dem Tag etwas stürmisch war und wir das Wasser (und die Schildkröten) ziemlich für uns alleine hatten. Wir verbrachten lange Zeit im Wasser, sahen uns auch das Korallenriff und die anderen Fische an, besonders die Stachelrochen waren auch absolut grandios! Mehr braucht es nicht, mich rundum glücklich zu machen und meinem Freund ging es da zum Glück ähnlich. Nachmittags ging es dann nach Tulum, wo wir erstmal auf der Hauptstraße einen Kaffee tranken.


In Tulum schliefen wir zwei Nächte in einen traumhaft schönen Appartement, nämlich im Loto Tulum. Das liegt nicht in Strandnähe, sondern abseits in der Stadt, wodurch es sehr ruhig ist und da wir ein Auto hatten, war das auch kein Problem. Da es schon langsam dunkel wurde, machten wir uns schnell wieder auf Richtung Strand. Hier ist es allerdings echt schwierig, einen Parkplatz zu finden, da die einzige Straße vollgebaut ist und man entweder bezahlen oder eben einen Restaurant/Hotelparkplatz nutzen muss. Wir tranken dann im Endeffekt überteuert etwas und machten uns dann auf an den Strand. So voll die Straßen und Restaurants auch waren, hier hatten wir wieder unsere Einsamkeit. Da es uns aber insgesamt zu teuer war, fuhren wir zurück in die Stadt und schnappten uns leckere Tacos.


Für den nächsten Tag stand der Nationalpark Sian Ka’an auf dem Programm, durch den wir erst mit dem Auto fuhren, dann etwas am Strand blieben und schließlich mit einem Boot zwei Stunden durch die Mangroven fuhren. Wir hatten einen sehr netten Guide dabei, sahen Seekühe (und Babyseekühe) sowie Krokodile und viele ausgefallene Vögel. Die Mangroven selbst waren etwas enttäuschend, wir fanden dann aber heraus, dass sie vor einigen Jahren durch einen Hurricane stark zerstört wurden und somit erst wieder am Wachsen sind. Eine schöne Ruhepause war es aber trotzdem und solltet ihr Zeit haben, schaut euch Sian Ka’an einmal an.

Die Mayaruinen in Tulum standen seit Jahren auf meiner Reiselist und ich musste mich echt kneifen, als ich endlich davor stand. Sie sind direkt am Meer und das ist eine phänomenale Kulisse, die einen umhaut. Wieder waren wenig Leute unterwegs, wir trafen einen Nasenbären und eine Schlange, sowie enorm viele Iguanas, die sich sonnten. Nach bestimmt zwei Stunden hatten wir uns alles genug angesehen und fuhren nicht weit weg an den öffentlichen Strand, noch einmal das Meer genießen. Von Strandseite aus könnt ihr auch umsonst an den Ruinen parken (und nicht bei den überteuerten Parkplätzen von Seiten des Highways). An dem Strand gibt es einen Zeltplatz, wo man mitten im Dschungel sitzen kann und wieder nicht so viel Geld für die Getränke bezahlen muss; mein Kaffee dort war auch typisch mexikanisch mit Zimt und anderen Gewürzen, was ich ganz lecker fand. Zwar zu weihnachtlich für 36 Grad, jetzt gerade hätte ich ihn aber gerne wieder! Uxmal bleibt meine liebste Mayaruine, aber Tulum kommt direkt dahinter und ich kann es jedem nur ans Herz legen, hier einen Stop einzuplanen!


Von Tulum fuhren wir dann abends geschwind nach Puerto Morelos zurück, wo wir eine AirBnB-Wohnung (meine erste) gebucht hatten. Das wurde eine kleinere Katastrophe, was ich euch hier schon erzählt habe und dann verbrachten wir nur noch ein paar ruhige Tage mit der Familie meines Freundes, bevor es dann für mich mit Interjet (superbillig!) von Cancun nach Montreal ging.

Ja, noch immer bin ich schwer verliebt in Mexiko und würde am liebsten direkt zurück, aber jetzt gibt es erst einmal ein wenig USA. Seid ihr schon einmal dort gewesen? Wenn ja, wo denn und wie hat es euch gefallen? Als nächstes muss es für mich Mexico City und Oaxaca werden, 2018 soll mir das irgendwie ermöglichen 🙂

[Reisen] ¡Viva Mexico! #1

Ziemlich spontan ging es für mich am 10.9. nach Mexiko, genauer gesagt flog ich nach Cancun (geht ziemlich billig mit Condor) und fuhr von dort direkt weiter nach Puerto Morelos. Dieses kleine, vom Tourismus noch ziemlich verschonte Dorf liegt auf halbem Weg zwischen Cancun und Playa Del Carmen und bietet einem recht leere Strände und eben etwas mehr als nur riesige Hotels und Pizzerien mit dröhnender Musik. Ich besuchte dort einen meiner Lieblingsmenschen, dessen Familie in Puerto wohnt und so hatte ich gleich mal einen guten Einblick, was Familie in Mexiko bedeutet, sehr spannend und unterhaltsam sage ich euch!

Wir blieben erstmal eine Woche in Puerto, genossen den Strand und die Mangroven, unsere sehr günstige Ferienwohnung (dank liebem kanadischen Vermieter) hatte auch noch einen Pool und so erlebte ich einfach ein wenig mexikanischen Alltag. Wir schauten uns Playa Del Carmen und Cancun an, zwei touristisch doch ziemlich zerstörte Orte, an denen man aber auch noch ein paar feine, etwas unberührtere und leistbare Ecken findet. Und wenn man einfach nur auf das unsagbar blaue Meer und nicht hinter sich schaut, ist es traumhaft schön!

In Puerto Morelos selbst gibt es nicht allzu viel zu tun und so waren wir meist am Strand, sind herumspaziert und haben lecker an günstigen Straßenständen gegessen. Wann immer ich mein Soy vegetariana herausstammelte, sah man mich allerdings verstört an und sagte dann, dass man nichts für mich zum Essen hätte. Was aber gar nicht stimmt, Mexikaner sehen vegetarische Gerichte nur nicht unbedingt als vollwertige Mahlzeit an. So durfte mein Freund hier immer dolmetschen und dann gemeinsam mit dem jeweiligen Koch etwas für mich zusammenwürfeln – ich bin übrigens ganz vernarrt in gegrillten Kaktus! Was ausnahmslos immer gut geschmeckt hat und ach, was läuft mir jetzt beim Tippen schon das Wasser im Mund zusammen. Über das frische Obst (und die Säfte sowie Sorbets!) kann ich gar nicht genug lobende Worte schreiben, soooo perfekt reif waren die Mangos, ich konnte nicht genug davon essen. Hier muss man wieder schnell sein, sonst wird einem Chili und Limette drübergeschüttet, was jetzt weniger mein Geschmack ist. Sehr lecker sind auch die sogenannten „Fruchtwasser“, die es überall gibt – da wird gerne Jamaika (eine Blume) oder auch Zitrone und Gurke reingemixt und das erfrischt wunderbar!


Ein ganz besonderes Erlebnis war mein erster Besuch in einer Cenote, ich musste erst einmal googlen, wo wir da denn jetzt hinfahren. Die ganze Quintana Roo und auch Teile von der Yucatan Region sind voll von diesen unterirdischen Höhlen, welche mit Süßwasser gefüllt sind, worin man schwimmen kann. Das ist eine ganz besondere Umgebung, über einem flattern die Fledermäuse, um einen herum hat man interessante, nicht von dieser Welt erscheinende, Kalksteinformationen und man selbst ist in erfrischend kaltem, klaren Wasser, in welchem kleine Fische umherschwimmen. Meist gibt es ein, zwei Löcher in der Decke, also im Erdboden, durch die man Licht und Sonne bekommt, was das Ganze noch unwirklicher erscheinen lässt. Insgesamt waren wir leider nur zweimal in einer Cenote, ich weiß aber schon, dass ich das noch einmal erleben werde, irgendwie! Kann ich euch absolut nur ans Herz legen, solltet ihr die Gelegenheit haben..und wer mutig ist, springt einfach durch das Loch in das kalte Wasser!

Nach Playa del Carmen und Cancun fuhren wir jeweils mit Sammeltaxis (Collectivos), was ziemlich günstig ist und mich sehr überrascht hat. Statt heiß und vollgequetscht, waren das nämlich bequeme, vollklimatisierte Kleinbusse, in denen nur so viele Menschen saßen wie es auch Plätze gab. Das kenne ich von Indien doch ein wenig anders. Auch im öffentlichen Bus ging es sehr geordnet zu, aber immerhin war es hier heiß 😉 Also sich ohne Auto fortzubewegen, ist kein Problem und man muss auch auf ein privates Taxi nie lange warten. Wir haben uns dann aber doch einen Mietwagen für ganze 4€ pro Tag geleistet und ich weiß nicht, ob da ein Buchungsfehler im System war, aber ich habe es zweimal hintereinander geschafft, bei Alamo ein Auto für je 4 Tage und insgesamt 16€ zu buchen. Der Mietarbeiter war auch sichtlich irritiert und wollte wissen, wie ich das bitte gemacht habe (über billiger-mietwagen übrigens und nein, das ist nicht gesponsert).


Die Stadtzentren beider Städte fand ich noch ganz in Ordnung, hier ist mexikanisches Leben, man kann günstig essen und sieht etwas Alltag(sleben). An den Stränden hat es aber Ballermann-Atmosphäre und das ist einfach nicht meines. Es reiht sich Hotel an Hotel, die Musik ist dröhnend laut und es gibt kaum einen öffentlichen Platz am Strand, wo man sich einfach mit seinem Handtuch hinlegen kann. Stattdessen reihen sich die Liegen aneinander und man wird verscheucht, wenn man nicht Hotelgast ist. Wir hatten dann doch wieder Glück, fanden nette Mitarbeiter, die uns einfach mal eine Stunde umsonst auf einer Liege sitzen ließen. Die Mittagssonne ist nämlich doch ganz schön stark und so ganz ohne Schatten nicht aushaltbar. Das Meer macht dann aber alles wieder gut, die Farben sind einmalig, so so türkis-grün, wunderschön! Da konnte ich einfach nicht genug von bekommen, also von den Farben in Mexiko im Allgemeinen, die sind so strahlend, da ist Photoshop nichts dagegen!

Dann wurde es auch schon Zeit für unseren ersten Roadtrip, der uns nach Mérida, Uxmal, Chichen Itzah, Tizimin und Las Coloradas geführt hat, dazu dann aber mehr im zweiten Teil. Als kleinen Teaser kann ich allerdings schon anmerken, dass Autofahren in Mexiko ein Erlebnis für sich ist, da Straßenregeln eher Anregungen als Regeln sind und ich noch immer fasziniert bin, keinen Unfall gehabt zu haben..mal sehen, ob noch ein Strafzettel kommt 😉

Mexiko hat mein Herz im Sturm erobert, so viel erinnert mich an Indien und all die herzlichen, lächelnden und entspannten Menschen, dazu noch diese unbeschreibliche Natur, die Farben, die Geschichte und all die tollen Mayaruinen, die ich erleben durfte..hachja! Seid ihr schon einmal in Mexiko gewesen oder steht es (wie bei mir seit Jahren) auch auf eurer „travel-list“? 

[Reisen] Auf nach Mexiko!

Manchmal bin ich mir fast selbst zu spontan – aber so habe ich vor einer Woche meinen Flug nach Cancún gebucht, wo ich ungefähr jetzt landen dürfte (ein Hoch auf mein mal funktionierendes Vorbloggen). Eigentlich „muss“ ich nach Kanada, ein paar Dinge von meinem Working Holiday Jahr regeln, aber ich wollte auch noch etwas Sommer haben, da ich die letzten Monate im winterlichen Canberra verbracht habe. Nach ein paar Flugsuchen und Überlegen habe ich mir dann gedacht, dass ich doch zwei Wochen in Mexiko machen und dann erst nach Montreal fliegen werde und genau das liegt jetzt vor mir. Nach Cancún kommt man übrigens sehr günstig von uns aus mit Condor, ob ich das empfehlen kann, weiß ich jetzt allerdings noch nicht.

Ebenfalls kann ich auch noch nicht sagen, was ich genau machen werde, außer dass ich mit einem meiner Lieblingsmenschen Zeit verbringen werde, der mir sein Land etwas zeigen will. In Cancún selbst werden wir uns wohl kaum aufhalten (außer ihr habt Tipps, was man dort machen sollte), es wird gleich weiter südlich nach Puerto Morelos und Tulum sowie noch nach Mérida gehen, quasi einmal Yucatán im Schnelldurchlauf. Bisschen blöd bei Mexiko ist, dass man schon bei der Einreise ein Formular ausfüllen muss, wo man seine Abreisedaten angeben muss, sonst wären wir da noch etwas flexibler. So bekomme ich jetzt aber mal einen ersten Mexiko-Eindruck und ich habe das Gefühl, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, Mexico City will ich nämlich auch unbedingt sehen!

Spannend wird auch, wie weit ich mit meinem Spanisch so komme, seit ein paar Monaten lerne ich da mit einer App täglich ein wenig. Insgesamt vielleicht nur 15 Minuten, aber auch so baut man einen Wortschatz auf und die Grammatik ist (zumindest am Anfang) nicht allzu fordern. Dass ich Latein hatte, hilft hier definitiv auch. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf, meine paar Brocken am lebenden Objekt auszuprobieren und Reaktionen zu bekommen. „Soy vegetariana“ war so einer der ersten „Sätze“, den ich mir gemerkt habe, was dann bei meinem mexikanischen Freund nur Lachen erntete. Seine Reaktion war, dass wir dann lieber eine Wohnung mit Küche mieten sollten und ach, wenn sie nicht zu weit vom Meer entfernt ist, bin ich da sowas von dabei.

Apropos Meer, was freue ich mich! Zwar war ich erst letzten Dezember in Thailand ausgiebig am/im Meer, aber mir fehlt das Wasser einfach. Ich glaube ja auch noch, dass ich irgendwann mal am Meer wohnen werde und zwar für länger als ein paar Wochen, das zählt nicht 😉 Den Ganges zähle ich hier mal nicht mit, auch wenn es Wasser ist. Und komplett unabhängig, aber ich hätte sehr Lust, mich mal an Salsa zu versuchen, ich kann nämlich nicht auf mir sitzen lassen, dass „wir Europäer“ nicht tanzen könnten. Zwar weiß ich nicht, ob ich meine Hüfte so bewegen kann, wie man das in meiner Vorstellung schaffen soll, aber komplett ohne Taktgefühl bin ich nun auch wieder nicht geboren. Am besten natürlich abends am Strand, wenn schon Klischee, dann aber richtig. Und eine Schildkröte will ich auch treffen, so 🙂

Natürlich versuche ich, dass es hier weiter täglich was zu lesen gibt, Wifi scheint allerdings eine nicht unkomplizierte Angelegenheit zu sein, also seht es mir nach. Einen Reisebericht wird es Ende September aber auf jeden Fall geben! Wenn also wer Yucatán-Tipps hat, gerne auch vegetarische Restaurants oder tolle Wanderungen, nur her damit, ich würde mich sehr darüber freuen!