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[Sehenswert] Good Trouble, The Rookie & The Good Doctor

Wir alle wissen, wie schwer die Suche nach einer neuen Serie sein kann. Da ich weiterhin kein sonderlicher Filmfan (mit Ausnahme von Dokus) bin, bin ich eigentlich immer auf der Jagd nach neuen Shows, da ich mehr wie nur eine Folge einer einzigen Serie pro Woche schauen mag. Reality-TV mag ich nicht, tägliche TV-Serien ebensowenig und gute deutsche Serien (wo mir gerade nur Danni Lowinski einfällt) finde ich nur selten. Am liebsten ist es mir, wenn ich zufällig eine neue tolle Serie entdecke, die schon ein paar Staffeln hat, aber das passiert doch eher selten. Somit habe ich heute drei Dramaserien für euch, die noch recht neu sind, aber eben doch ein paar Folgen haben, solltet ihr das Wochenende im Bett verbringen wollen!

Über Good Trouble (aktuell haben wir Staffel 1 mit sieben Folgen) stolperte ich eher zufällig, aber da es ein Spinoff von The Fosters ist, war ich neugierig. Denn die Serie fand ich nett, nicht fesselnd und ich habe sie auch nicht bis zum bitteren Ende gesehen, aber eben zum Zeitvertreib immer mal wieder. Good Trouble verfolgt nun das Leben der beiden Schwestern Callie und Mariana, die nach der Uni nach LA ziehen und dort ihren ersten richtigen Job haben. Die Serie ist gut gemacht, die Charaktere etwas „edgy“ und besonders gelobt wird sie für die Rolle des bisexuellen Gael. Im Grunde ist es aber seichte Anfang-20-Unterhaltung, die Spaß macht, anzusehen, einen aber nicht fesselt. Wenn ihr The Fosters oder Gossip Girl, Veronica Mars, Riverdale mögt, wird euch Good Trouble ebenfalls zusagen.

Etwas erwachsener ist The Rookie (Staffel 1, aktuell 13 Folgen), eine Dramaserie, die sich um Polizisten in LA dreht. Wir haben drei neue Polizei-„Neulinge“, welche das Leben rund um den Job auf den kalifornischen Strassen lernen und von ihren Aufpassern immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden. Besonders der schon etwas ältere Nolan hat mit diesen zu kämpfen. Liebe und Drama kommen hierbei nicht zu kurz und wer die Serien Rookie Blue, Grey’s Anatomy oder Private Practice mag, sollte hier einmal hineinschauen!

The Good Doctor (aktuell läuft die 2. Staffel) dreht sich um den chirurgischen Assistenzarzt John Murphy, welcher Autist ist, aber gleichzeitig eine enorme Gabe hat, schwierige Fälle zu lösen. Zwischenmenschlich hat John Probleme, die Kommunikation mit Patienten sowie Kollegen gestaltet sich schwierig und der Krankenhausalltag hält oftmals Hindernisse für ihn bereit. Die Dramaserie ist eine Mischung aus The Resident, Grey’s Anatomy und Dr. House und ist schauspielerisch sehr gut – so gut, dass John einen manchmal beim Zuschauen schon etwas zum Verzweifeln bringt, man aber gleichzeitig immer wieder einschaltet, um zu sehen, wie es weitergeht. Finde ich sehr gut gemacht und ich habe mich sehr gefreut, diese Serie erst vor kurzem entdeckt zu haben und somit eine ganze Staffel zum Ansehen hatte.

Kennt ihr eine der Serien und wie gefällt sie euch? Wer einen Geheimtipp für eine vielleicht etwas unbekanntere Dramaserie hat, sehr gerne her damit! 🙂

[Sehenswert] You & Sex Education auf Netflix!

Zwar laufen meine Serien (Shameless, Grey’s Anatomy & The Rookie) im Moment schon wieder, doch wollte ich mal etwas Neues sehen. Auf Netflix starten aktuell zumindest gefühlt jeden Tage neue Serien und besonders viel hatte ich von You sowie Sex Education gehört. Zeit also, mir einen verregneten Abend auf der Couch zu gönnen.

Sex Education hat zunächst einmal acht Folgen mit etwa einer Stunde Laufzeit, da bekommt ihr also einen laaaaaangen Abend hin, wollt ihr alle durchschauen. Es dreht sich um das Leben des Teenagers Otis, welcher mit seiner alleinerziehenden Mutter irgendwo im ruralen Groß-Britannien lebt. Seine Mutter ist Sextherapeutin, was sein Leben definitiv beeinflusst, da sie ihn selbst gerne als Forschungsobjekt betrachtet. Gemeinsam mit seinem besten Freund bestreitet er seinen Alltag, bis Maeve durch einen Zufall in sein Leben tritt. Die beiden bemerken nicht nur, dass sie sich durchaus sympathisch sind, sondern dass sie gemeinsam mit einer „Sexklinik“, welche an ihrer Schule definitiv benötigt wird, etwas Geld machen können.

Man weiß hier natürlich schon ziemlich schnell, welche Wendung die Geschichte nehmen wird und somit fand ich die einzelnen Episoden nett, aber hatte nie das Verlangen, unbedingt sofort noch eine zu schauen. Sie sind jetzt mehr so unter der Woche nach und nach geschaut worden, aber den Hype verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Kann man, muss man aber nicht wirklich gesehen haben, da gibt es doch sehr viel besseres auf Netflix (ich empfehle euch Wild, Wild Country, ist zwar eine Doku, aber ich war gefesselt!).

You wurde mir ebenfalls von Freundinnen empfohlen und somit habe ich es versucht, obwohl der Trailer mir irgendwie schon etwas suspekt war. Es geht um einen Mann, welcher sich seinem Objekt der Begierde durch soziale Medien näher bringt und sich schließlich in ihr Leben drängt, ohne dass sie Verdacht schöpft. Ihre Freundin jedoch findet einige Zufälle gar zu zufällig und beginnt, nachzuhaken.

Ich mag Penn Badgley und Shay Mitchell, aber irgendwie wurde ich mit der Serie nicht warm. Bei Folge vier habe ich aufgegeben, es ist zwar gut gemacht, da die Geschichte sich langsam entwickelt und in die Psyche von Joe vordringt. Aber Stalking ist dann doch etwas zu nah an meiner eigenen Lebensrealität gebaut und somit muss ich mir das dann nicht in meiner Freizeit zur Entspannung ansehen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das vielen von euch gefallen wird – schaut euch einfach den Trailer einmal an.

Netflix, das war jetzt mal leider nichts mit uns beiden im Januar, mal sehen, was du dir für Februar so ausgedacht hast! Wobei, wenn wir ehrlich sind, zähle ich einfach nur die Tage bis zur finalen Game of Thrones Staffel runter – wem geht es noch so? 🙂

[Sehenswert] Momo im Staatstheater Darmstadt

Ich gehe wahnsinnig gerne ins Theater, doch habe ich mir das in den letzten Jahren eher selten gegönnt, da immer irgendetwas anderes zu tun war. Somit beschloss ich, meine Großeltern und meine Mama mit Karten für Momo im Staatstheater Darmstadt zu überraschen. Dort waren wir gestern zu dritt, denn manchmal ist das Leben einfach doof und mein armer Opa konnte uns nicht begleiten. Aber ich hoffe doch sehr, dass wir den Theaterbesuch im Sommer nachholen können! Denn ich war vom Staatstheater erstaunlich begeistert und will unbedingt wieder hin (ja, ich lebte ein Jahr lang als Studentin direkt nebenan, ging aber nie hin..).

Zunächst einmal ist das Gebäude an sich von außen und innen schon sehenswert, besonders das runde Treppenhaus in weiß und Beton ist großartig. Wir haben uns die 18.00h-Vorstellung im kleinen Haus angesehen, wo eine Karte verrückterweise nur 9€ kostet. Momo ging circa 90 Minuten, wir saßen mittig in der vierten Reihe und diese kann ich auch sehr weiterempfehlen, da man hoch genug sitzt, um alles zu sehen, aber auch so nahe dran, dass man den Musikern über die Schultern schauen kann.

Momo, angelehnt an Michael Emde, ist für Kinder ab 8 Jahren, ich würde das Alter zwar etwas höher setzen, aber man kann der Geschichte gut folgen. Besonders die Schildkröte hat mich begeistert, aber insgesamt haben alle Schauspieler in verschiedenen Rollen einen tollen Job gemacht. Man hat Gesprochenes sowie Gesungenes sehr gut verstanden und teilweise fühlte man sich etwas in der Blue Man Group meets Rollerdisko, aber es machte einfach nur Spaß. Man hat gelacht, es war nicht sehr traurig, sondern einfach die ideale Nachmittagsunterhaltung. Leider durfte man keine Bilder machen, somit kann ich euch nichts vom Bühnenbild zeigen, aber auf der Seite des Staatstheater Darmstadts findet ihr ein wenig.

Noch zwei praktische Infos: zunächst einmal gibt es im Foyer Garderobenspinde, in welche man 1€ stecken muss und somit Jacke, Schirm etc nicht mit in den Saal tragen muss. Zweitens gibt es den Theater-Tarif für das Parkhaus: hier scannt ihr vor dem Bezahlen einfach euer Ticket und bezahlt dann pauschal 4€. Diese gilt allerdings von Beginn der Vorstellung an für acht Stunden, womit ihr dort auch gemütlich vorher/nachher parken könnt und in Darmstadt noch etwas essen gehen könnt. Lecker vegan essen kann man im MoschMosch am Marktplatz, was nicht allzu weit weg ist oder (ich weiß, das ist absolut nicht schick) beim Gemüsedöner aus Berlin zwischen Luisen- und Willy-Brandt-Platz.

Ich muss auf jeden Fall stöbern, was dieses Jahr noch alles gezeigt werden wird und wann ich die Möglichkeit habe, erneut hinzugehen. Denn für mich sind Sonntage einfach perfekt, wenn ich ein Museum, gutes Buch und gerne auch ein Theater von innen sehe..das nächste Mal dann aber wieder mit meinem Opa! 🙂

Geht ihr gerne ins Theater? In was seid ihr zuletzt gewesen? Und war wer zufällig schon einmal im Staatstheater in Darmstadt?

[Sehenswert] I, Tonya und Lady Bird

Woohoo, ich habe es doch endlich mal hingekriegt und zwei Filme angesehen, die schon einige Zeit auf meiner Liste standen. Beide haben starke, weibliche Charaktere in den Hauptrollen, welche sich durch ihr Leben kämpfen müssen und dabei diverse externe (aber auch interne) Hindernisse zu überwinden haben. Eigentlich wollte ich ja auch noch den neuen Tomb Raider Film in diesen Beitrag packen, aber ich bin bisher nicht über die ersten dreißig Minuten hinausgekommen und bezweifle, dass ich das irgendwann auch noch werde.

 

I, TONYA

 

Wer alt genug ist und/oder an Eiskunstlauf interessiert ist, der hat den Namen Tonya Harding bestimmt schon einmal gehört. Erzählt wird in diesem Film ihr Leben, beginnend als Vierjährige, die nichts außer Eiskunstlaufen will und bei ihrer strengen Mutter Unterstützung findet. Sie arbeitet sich hoch, hat dabei private Probleme zu lösen und wird durch einen Skandal weltberühmt. Ihrer Konkurrentin Nancy Kerrigan wird nämlich 1994 kurz vor der us-amerikanischen Meisterschaft schwer verletzt (Harding gewann diese im Anschluss) und es stellt sich heraus, dass Tonyas Ehemann in dieses Attentat verwickelt ist und sich über ihre Beteiligung daran bis heute gestritten wird. Sehr schön an dem Film ist, dass er verschiedene Perspektiven und somit auch Wahrheiten darstellt, die dem Zuschauer genug Spielraum geben, sich selbst eine Meinung zu bilden. Für mich war der Film definitiv sehenswert, da ich aber nicht der größte Eiskunstlauffan bin, habe ich dabei noch ein Puzzle gemacht und war somit insgesamt sehr gut unterhalten.

 

LADY BIRD

 

Oh, was hat mich dieser Trailer angefixt. Die Musik, die Darsteller und dann auch noch Greta Gerwig als Regisseurin, mehr kann ein Film eigentlich nicht meinen Namen schreien. Wir folgen Christine, die sich selbst Lady Bird nennt, durch ihr letztes Schuljahr, bevor es an die Uni geht und wir haben hier einen klassischen Coming of Age Film. Da der Trailer schon recht viel Story wegnimmt, will ich da nicht noch mehr verraten, aber besonders das Mutter-Tochter-Verhältnis fand ich sehr spannend anzusehen (auch gut in Kombination mit dem im vorherigen Film, welches auch sehr zum Mitfühlen anregt). Der Film macht Spaß, die ruhigen Momente besonders und man merkt, wie viel Herzblut Gerwig hier hineingesteckt hat. An einigen Stellen kratze er mir noch zu sehr an der Oberfläche, aber ich bin schon gespannt, welches Projekt sie als nächstes verfolgen wird.

Wenn ihr gerne Filme mit starken weiblichen Rollen sucht, kann ich euch beide sehr empfehlen, denn auch wenn sie sehr unterschiedlich sind, ich wurde bei beiden sehr gut unterhalten. Bei I, Tonya hat man eben noch die Realitätsschiene, während Lady Bird zwar in ähnlicher Weise auch überall auf der Welt existiert, aber eben reine Fiktion ist. Und auch wenn er schon uralt ist, wenn ihr Roller Girl noch nicht kennt (ich musste gerade an ihn denken), schaut euch da mal den Trailer an, der würde perfekt als Ergänzung in diesen Beitrag passen.

[Sehenswert] Downsizing & Wild bzw Pacific Crest Trail Vlogs!

Auch wenn ich eigentlich gerade so gar keine Zeit habe, musste ich mir doch etwas Abwechslung gönnen und meine Gedanken in ein paar andere, nichtdoktorarbeitsrelevante Richtungen lenken. Somit traf es sich ganz gut, dass ich zu Marktforschungszwecken mal wieder ins Kino gehen konnte..wobei ganz ehrlich, das ist nicht meins, ich will meine Filme pausieren und nicht über 90 Minuten am Stück an einen Sessel gefesselt sein.

Downsizing 

Worum geht’s Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, den Menschen auf nur 12 Zentimeter zu schrumpfen und sind davon überzeugt, so die Welt zu retten. Dieser Prozess ist freiwillig, kann allerdings nicht rückgängig gemacht werden, wenn man sich für ein Leben als „Kleiner“ bezeichnet. Somit entstehen kleine Welten überall auf der Welt, wo die geschrumpften Menschen ihr neues Leben beginnen.

Wie ist’s Die Idee fand ich gut, sie regt zum Nachdenken an und hinterfragt kritisch-komödiantisch unsere aktuelle Lage und wo es mit der Welt wohl hingehen wird, wenn wir so weitermachen wie bisher. Es gibt lustige Momente, Matt Damon spielt hervorragend, aber dass natürlich wieder eine Liebesgeschichte hineingezwungen werden muss..also, die hätte man doch mal lassen können. Immerhin ist die Angebetete mal eine vielschichtigere Frau, was mir gefällt. Insgesamt aber ist es ein netter Film mit einer mal etwas anderen Thematik und auch wenn ich ihn nicht wiedersehen werde, würde ich sagen, dass man ihn sich ruhig mal ansehen kann. Danach hat man definitiv Gesprächsstoff und vielleicht auch Lust, sich selbst etwas mehr mit Umweltschutz und Konsumsverhalten zu befassen.

 

WILD

Wahrscheinlich bin ich mit die letzte Person, die sich diesen Film ansieht, aber hey, ich habe es hingekriegt! Da ich aber so viele schlechte Kritiken gelesen habe und lieber das Buch genießen wollte, habe ich mich lange dagegen gesträubt. Aber gestern war es dann endlich so weit und ich kann mir eine Meinung bilden.

Worum geht’s Der Film basiert auf den realen Erfahrungen von Cheryl Strayed, welche 1000 Kilometer auf dem Pacific Crest Trail gewandert ist, um wieder Perspektive und Bedeutung in ihrem Leben zu haben. Dabei trifft sie die unterschiedlichsten Menschen und macht prägende Erfahrungen und es gelingt ihr, sowohl den Tod ihrer Mutter als auch das Scheitern ihrer Ehe in Kombination mit Heroinsucht irgendwie zu verarbeiten.

Wie ist’s Ich weiß es nicht. Mir gefielen die Bilder und die Musik, aber die Geschichte, auch wenn sie real sein soll, wirkte sehr konstruiert und eben zusammengestückelt. Es fehlt (ohne dass ich das Buch gelesen habe, das werde ich jetzt aber mal) irgendwie Tiefe, alles wird angeschnitten und ich war nicht gefesselt. Ich pausierte den Film bestimmt 5-6 Mal, wollte ihn dann aber doch noch beenden und denke im Grunde, dass ich ihn lieber nicht hätte sehen sollen.

 

Homemade Wanderlust

Mit dem Kanal von Dixie, welche 2017 den gesamten Pacific Crest Trail gewandert ist, konnte ich dann doch mehr anfangen, da es sich real angefühlt hat, nicht so beschönigt und dramatisiert wie bei Wild. Die Videos sind fesselnd, ich glaube, ich habe ihre Reise jetzt komplett verfolgt und kann es gar nicht abwarten, selbst loszulaufen! Aber schauen wir morgen erst einmal, wie der Termin beim Konsulat verläuft und ich diesem Abenteuer mit dem Erhalt des sechsmonatigen Visums einen Schritt näher komme..bitte Daumen drücken 🙂

Hat sich wer von euch Downsizing schon angeguckt? Wie gefiel er euch? Und hat wer das Buch zu Wild schon gelesen? Ich habe große Hoffnungen, dass es besser ist und mich fesseln wird, auch wenn ich jetzt natürlich die doofen Bilder im Kopf habe..andere Sachen, die ich von Cheryl Strayed schon gelesen habe, fand ich nämlich großartig!

[Sehenswert] Smoke that travels & Blue Planet II

Heute habe ich für euch mal zwei Empfehlungen aus dem Dokumentarfilmbereich, die mich beide absolut begeistern. Bisschen Mensch, bisschen Natur, um das Gleichgewicht zu halten, wobei das eine ja nicht ohne das andere genannt werden kann.

Smoke that travels (2016)

Was Kayla Briet hier geschaffen hat, ist einfach nur Kunst mit enorm viel Ausdruckskraft und lässt einen mit Spannung erwarten, was die noch so junge Frau in Zukunft machen wird. Dieser sehr persönliche Kurzfilm beschäftigt sich mit der Frage, was passiert, wenn eine Geschichte vergessen wird und behandelt Fragen rund um Identität. Dabei greift Kayla auf ihre eigene Biographie, das Leben ihres Vaters und die Kultur der Prairie Band Potawatomi zurück. Sehr intime Einblicke, große Fragen, viel Anregung zum Nachdenken und dabei dann noch unfassbar schöne Bilder, Kameraführung und Musik, die nicht besser passen könnte.

Blue Planet II

Vor mittlerweile 20 Jahren kam die erste Blue Planet Produktion von BBC und WDR heraus und ja, es wurde dringend Zeit für mehr von diesen einmaligen Unterwasseraufnahmen. Ich bin großes Meerkind, liebe es zu schnorcheln und zu tauchen und das Schwimmen mit Schildkröten diesen September in Mexiko war eines meiner bisherigen Lebenshighlights. Klar, dass mich die ersten Sekunden des Trailers schon gekriegt haben und ich euch die Reihe vorstellen musste. Noch ist sie nicht mal draußen, aber ach, meine Vorfreude ist riesig und ich hoffe, dass ich sie bald sehen werde. Die erste Staffel (ich glaube es waren 8 Folgen, jeweils um eine Stunde rum) habe ich mal ein einem Sonntag geschaut, ich konnte einfach nicht aufhören. Man lernt so viel und merkt gleichzeitig, wie wenig wir eigentlich von der Unterwasserwelt wissen und was es da noch alles zu entdecken gibt.

Habt ihr in letzter Zeit eine gute Dokumentation gesehen, die ihr mir empfehlen könnt? Manchmal findet man auf Youtube ja wahre Schätze, wenn man sich erst mal durch die komischen, reißerischen Dokus geklickt hat. Gerade gucke ich eine über Tapire, aber ich glaube, das finden echt nur wenige Menschen spannend, somit verschone ich euch mal dait. 

[Sehenswert] Inspirierende Ted-Talks!

Schon seit Jahren liebe ich es, mir TED-Talks auf Youtube anzusehen und seit einiger Zeit höre ich sie mir auch gerne als Podcast an, wenn ich meine täglichen 5km durch die Gegend wandere. Einige sind inspirierend, andere regen zum Nach- oder sogar zum Umdenken an und bei wieder anderen lerne ich etwas komplett Neues kennen. TED, was für Technology, Entertainment & Design steht, hat bestimmt für jeden spannende Videos und ich habe schon häufiger darüber geschrieben. Da aber noch immer viele Menschen nie davon gehört haben, stelle ich euch heute wieder ein paar meiner liebsten Talks vor – und auch wenn sie auf englisch sind, schaut sie euch an oder schaltet einfach den deutschen Untertitel dazu, ich verspreche, sie lohnen sich!

 

There’s more to life than being happy

 

Laut Emily geht es im Leben nicht nur darum, nach Glück zu streben, sondern seiner Existenz Bedeutung zu verleihen. Hierzu hat sie vier Säulen identifiziert und das fand ich verdammt spannend und nach kurzer „nein“-Abwehr auch gar nicht so verkehrt. Ich sage zwar immer, ich will nur glücklich sein, aber hier ist doch was dran! Sehr spannend!

 

Inside the mind of a master procrastinator

 

Seit Beginn meiner Doktorarbeit habe ich dieses Video bestimmt schon fünfmal angesehen und muss immer wieder dabei nicken. Und lachen und bekomme doch wieder Motivation. Tim Urban ist witzig, man kann sich schnell in seine Situation versetzen und das Thema, so problematisch es eigentlich ist, erscheint auf einmal lösbar. Solltet ihr auch Probleme haben, Dinge anzupacken, schaut euch das Video einmal an!

 

10 ways to have a better conversation

Jetzt nicht unbedingt Neuland, aber eben doch mal wieder interessant, welche zehn Schritte laut der Radiomoderatorin Celeste Headlee zu einem guten Gespräch verhelfen. Ich stimmt ihr zu, dass es besonders wichtig ist, auch zuhören zu können, da achte ich zumindest auch immer drauf! Und natürlich gedanklich voll da zu sein, gibt ja nicht dooferes, als mit dem Smartphone in der Hand etc konkurrieren zu müssen, da rede ich dann lieber gar nicht.

Mögt ihr TED-Talks auch so gerne? Verlinkt mir doch euren liebsten mal, ich kenne zwar viele, aber bestimmt noch nicht alle. Oder wenn es ähnlich gute Channels gibt, bin ich natürlich auch nicht abgeneigt!

[Sehenswert] I am Gilda & Hotel Salvation – 2x grandioses Kino!

Da der letzte „Sehenswert“-Post schon wieder ewig her ist, dachte ich mir, es wird doch mal Zeit für eine neue Ausgabe. Wobei ich die letzten drei Monate bis auf Game of Thrones (wie so ziemlich jeder) und Sherlock (die Serie) kaum etwas gesehen habe. So ohne Internet und TV in der Wohnung ist das aber auch etwas komplizierter, aber Air India hat mir dann doch etwas geholfen bei meinem Rückflug von Singapur.

 

I am Gilda (2016)

 

Entschuldigt die Trailerqualität, aber ich konnte leider keine bessere Version mit Untertiteln finden. Der argentinische Film ist natürlich in Spanisch und muss es auch sein, sonst würde da einiges fehlen, aber ein paar Untertitel brauche ich dann doch schon noch. Der Originaltitel lautet „Gilda, no me arrepiento de este amor“ und erschienen ist dieser biographische Film im letzten Jahr. Er behandelt das Leben von Miriam Alejandra Bianchi, welche ihre Karriere als Sängerin erst mit 30 Jahren begann und leider viel zu früh mit 36 bei einem Busunglück ums Leben kam. Sie erreicht jedoch in dieser kurzen Zeit, welche mit enormem Kampfeswillen begann, mehr als viele Musiker in ihrem gesamten Leben und noch heute wird ihre Cumbia Musik in Argentinien viel gespielt.

Lorenzo Munoz hat mit Natalia Oreiro die perfekte Besetzung gefunden, um Gilda Leben einzuhauchen und zu zeigen, wie schwer sie es hatte, ihren Traum zu leben und welche Opfer sie dafür bringen musste. Für mich einer der besten Filme, die ich in diesem Jahr gesehen habe und es gibt wohl auch noch eine Serie, welche ich mal suchen muss.

 

Mukti Bhawan (Hotel Salvation, 2017)

Als ich diesen Trailer sah, dachte ich nur: „da gibt es ja meine Doktorarbeit zum Anfassen“, da ich ja seit Jahren zu Leben und Sterben in Varanasi forsche. Endlich habe ich es jetzt geschafft, diesen Film zu sehen und ach, was habe ich nun schlimmes Indien-Heimweh (ist ja auch schon wieder sieben Monate her)! Die Geschichte ist schnell erzählt, der alte Vater denkt, dass er demnächst stirbt und will nach Varanasi, um eben dort Erlösung zu bekommen. Sein so mit Arbeit beschäftigter Sohn begleitet ihn und sie haben endlich wieder einmal Zeit für sich. Sie ziehen für zunächst 15 Tage im Mukti Bhawan (welchen es übrigens auch in real gibt, da habe ich auch schon einige Zeit verbracht) ein und warten darauf, dass der Tod eintritt. Als dies nicht geschieht, muss dann umdisponiert werden.

Es geht in dem Film weniger um viele Dinge, die geschehen, sondern eben um zwischenmenschliche Beziehungen und der „neue“ Alltag läuft langsam vor sich hin. Dazu gibt es natürlich einmal tolle Aufnahmen aus meiner liebsten Stadt auf Erden und für alle, die sich mit Indien beschäftigen oder etwas mehr zum Thema „Tod in Varanasi“ sehen möchten, schaut ihn euch an.

Zwei wie ich finde absolut sehenswerte Filme, die man wahrscheinlich weniger im Mainstream-Kino findet, mich aber doch an den Bildschirm gefesselt haben. Was etwas heißen will, da ich eigentlich ein reines Serienkind bin und mehr als 50 Minuten nicht durchhalte – hier war das aber gar kein Problem, die Zeit ging eher viel zu schnell herum. Kennt ihr zufällig einen der beiden Filme oder habt auch einen Geheimtipp? Gerne lateinamerikanisch oder aus Indien 🙂

[Sehenswert] More than honey, Soy Nero

Schon lange gab es keinen Sehenswert-Beitrag mehr, aber ich komme einfach kaum dazu, mehr als ein paar kurze Youtube-Videos zu sehen. Letzt nahm ich mir dann aber doch mal die Zeit und sah mir eine Doku über das Bienensterben an (sie steht auf Netflix) und dann bin ich noch über den spannenden Film Soy Nero gestolpert.

MORE THAN HONEY (2012)

Persönlich esse ich keinen Honig, was diverse Gründe hat und zwar hat man immer wieder vom Bienensterben gelesen, aber so wirklich tief drin in der Materie war ich dann doch nicht. Somit fand ich diese Doku echt gut gemacht, da sie das Thema aus verschiedenen Perspektive beleuchtet, versucht nicht wertend zu sein, einen aber eben doch zum Nachdenken anregt. Besonders schlimm fand ich ja, dass Bienen(königinnen) einfach per Post/Paket verschickt werden, als wären sie leblose Objekte. Wer sich für das Thema interessiert oder einfach eine Doku mit verdammt schönen Makroaufnahmen von Bienen sehen will, das dürfte eure sein! Ich muss ja sagen, ich würde sie sogar nochmal ansehen und da ich einen Freund habe, der mich mit dem „Nicht-Honigessen“ immer aufzieht, werde ich das vielleicht auch und mal sehen, was er dann so sagen wird.

Soy Nero (2016)

Ganz zufällig stolperte ich über diesen Trailer bei Youtube und wollte den Film dann sofort sehen. Er beruht auf einer wahren Begebenheit und begleitet den mexikanischen Jugendlichen Nero, der illegal mit seiner Familie zunächst in den USA lebte, dann aber ausgewiesen wurde. Seitdem versucht er, wieder über die Grenze zu gelangen, was er auch schafft und zum Militär zu gehen, da dieses viele Mexikaner mit Versprechungen lockt, dass sie nach ihrem aktiven Dienst eine Greencard erhalten. Tatsächlich werden viele Mexikaner aber nach ihrem Kriegsdienst wieder deportiert. Der Film folgt Nero, ist sehr episodenhaft und langsam, es geschieht nicht viel auf der Handlungsebene, dafür wird man aber sehr zum Nachdenken gebracht. Mir war vorher gar nicht bewusst, dass es so ein Abkommen überhaupt gibt und wie sehr die illegalen Mexikaner hierdurch ausgenutzt werden und der Film hat mein Interesse an diesem Thema definitiv noch verstärkt. Keine leichte Kost, wer gewaltreiche Szenen nicht mag, sollte am Ende etwas skippen, aber sehenswert ist er allemal!

Ok, einen dritten Sehenswert-Tipp kann ich euch leider nicht geben, denn bei Air China gab es wirklich nichts, was ich sehen wollte und seitdem habe ich in Australien leider kein Internet, um zu streamen. Somit heute nur zwei Tipps, die ich euch aber schon mit auf den Weg geben wollte. Besonders die Bienen-Doku ist sehr sehenswert, danach schaut man sich Honig vielleicht doch mit etwas anderen Augen an.

Was habt ihr in letzter Zeit gesehen, was ihr empfehlen könnt?

[Sehenswert] Her, Black Mirror & John Searle

Aktuell bin ich noch immer dabei, mich zum Thema Metaphysik, dem Körper-Seele-Problem und anderen philosophischen Grundlagen weiterzubilden, da ein Freund von mir in diesem Bereich promoviert und mich einfach mit seiner Begeisterung angesteckt hat. Vieles hat man schon mal gehört, das Thema „künstliche Intelligenz“ ist oft zu finden (und auch wahnsinnig spannend) und John Searle hat mich schon vor Jahren mal mit einem Vortrag gekriegt, da er so wahnsinnig sympathisch ist.

Somit stelle ich euch heute mit einem Film aus 2013 und einer nicht gerade unbekannten Serie keine absoluten Neuheiten vor, aber ich dachte mir, dass es doch irgendwie ganz gut zusammenpasst. Wer weiß, vielleicht ist jemand auf einem ähnlichen Trip wie ich (dem kann ich dann noch vorschlagen, „Panpsychismus“ zu googlen..in dieses rabbit hole bin ich nämlich gerade abgestiegen und ach, einfach alles nur extrem spannend).

HER (2013)

Joaquin Phoenix spielt in diesem romantischen Science-Fiction-Drama die Hauptperson Theodore, welcher sich gerade mitten in seiner Scheidung befindet. Beruflich schreibt er (Liebes-)Briefe für andere Menschen, kann sich selbst aber sozial nicht sehr gut behaupten, da er eben emotional instabil ist. Er besorgt sich ein neues Betriebssystem, welches ihm das Leben erleichtern soll. Dieses kann er sich selbst etwas konfiguieren (erwählt die weibliche Stimme und somit haben wir Scarlett Johansson als „Samantha“ im Ohr). Samantha und er beginnen sich näher zu kommen, wobei sich Samantha ständig weiterentwickelt und es kommt zu einer nicht gerade unproblematischen „Liebesbeziehung“ zwischen einem Menschen und einer KI.

Für mich eine sehr gut gelungene, intelligente und melancholische Liebesgeschichte, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen habe. Einsamkeit, Sehnsucht, Ironie, bisschen viel „lonely wolf“, aber schauspielerisch großartig besetzt und der Film lässt einen nicht los..man denkt, und denkt und denkt..

 

BLACK MIRROR (2011-)

Wurde mir von einem Freund empfohlen, sonst hätte ich wohl nie damit begonnen. Es ist nämlich keine Serie zum Bingen, da jede Folge eine abgeschlossene Story ist und nicht aufeinander aufbaut. Für mich als Serienkind, das nur selten Filme sieht, somit eher nichts. Hier habe ich aber zum Glück die Ausnahme gemacht bzw mache sie noch und freue mich über jede Folge, da bisher noch keine enttäuschend schlechte dabei war. Es dreht sich alles um die Themen Technologie und wie Menschen verwenden (werden). Das ist teilweise schon ein sehr ironischer Blick in den Spiegel oder ein sehr erschreckendes Zukunftsszenario, was einem da entgegengeworfen wird. Manchmal verstörend, die erste Folge der ersten Staffel habe ich mittlerweile halbwegs erfolgreich verdrängt, gewirkt hat sie aber auch noch einige Zeit nach. Absurd, satirisch, manchmal vielleicht etwas zu unrealistisch und übertrieben, aber die Ideen sind absolut großartig!

 

JOHN SEARLE – „CONSCIOUSNESS“ (2013)

Es gibt Professoren, die würde man gerne mal live sprechen hören und John Searle steht da bei mir recht weit oben auf der Liste. Er brennt für seine Interessen, spricht einfach nur fesselnd, will bewirken, dass noch mehr zum Thema „Bewusstsein“ geforscht wird und widerlegt einige Argumente, wieso das eben nicht gehen soll. Das alles so, dass man es auch ohne Grundlagenstudium der Philosophie versteht, was gar nicht so einfach ist. Wirkliche Antworten oder Lösungen gibt er in diesem Video zwar auch nicht, er regt aber definitiv zum Denken an.

Heute mal ein etwas anderer „Sehenswert“-Beitrag, ich hoffe, er gefällt euch und vielleicht habt ihr ja auch noch eine Empfehlung, was ich in diese Richtung weiterschauen könnte. Die „normalen“ Serien, die ich immer guckte, beginnen mich nämlich zu langweilen und da Zeit gerade doch etwas Mangelware ist, nutze ich sie dann lieber etwas „sinnvoller“ 😉