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[Sehenswert] You & Sex Education auf Netflix!

Zwar laufen meine Serien (Shameless, Grey’s Anatomy & The Rookie) im Moment schon wieder, doch wollte ich mal etwas Neues sehen. Auf Netflix starten aktuell zumindest gefühlt jeden Tage neue Serien und besonders viel hatte ich von You sowie Sex Education gehört. Zeit also, mir einen verregneten Abend auf der Couch zu gönnen.

Sex Education hat zunächst einmal acht Folgen mit etwa einer Stunde Laufzeit, da bekommt ihr also einen laaaaaangen Abend hin, wollt ihr alle durchschauen. Es dreht sich um das Leben des Teenagers Otis, welcher mit seiner alleinerziehenden Mutter irgendwo im ruralen Groß-Britannien lebt. Seine Mutter ist Sextherapeutin, was sein Leben definitiv beeinflusst, da sie ihn selbst gerne als Forschungsobjekt betrachtet. Gemeinsam mit seinem besten Freund bestreitet er seinen Alltag, bis Maeve durch einen Zufall in sein Leben tritt. Die beiden bemerken nicht nur, dass sie sich durchaus sympathisch sind, sondern dass sie gemeinsam mit einer „Sexklinik“, welche an ihrer Schule definitiv benötigt wird, etwas Geld machen können.

Man weiß hier natürlich schon ziemlich schnell, welche Wendung die Geschichte nehmen wird und somit fand ich die einzelnen Episoden nett, aber hatte nie das Verlangen, unbedingt sofort noch eine zu schauen. Sie sind jetzt mehr so unter der Woche nach und nach geschaut worden, aber den Hype verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Kann man, muss man aber nicht wirklich gesehen haben, da gibt es doch sehr viel besseres auf Netflix (ich empfehle euch Wild, Wild Country, ist zwar eine Doku, aber ich war gefesselt!).

You wurde mir ebenfalls von Freundinnen empfohlen und somit habe ich es versucht, obwohl der Trailer mir irgendwie schon etwas suspekt war. Es geht um einen Mann, welcher sich seinem Objekt der Begierde durch soziale Medien näher bringt und sich schließlich in ihr Leben drängt, ohne dass sie Verdacht schöpft. Ihre Freundin jedoch findet einige Zufälle gar zu zufällig und beginnt, nachzuhaken.

Ich mag Penn Badgley und Shay Mitchell, aber irgendwie wurde ich mit der Serie nicht warm. Bei Folge vier habe ich aufgegeben, es ist zwar gut gemacht, da die Geschichte sich langsam entwickelt und in die Psyche von Joe vordringt. Aber Stalking ist dann doch etwas zu nah an meiner eigenen Lebensrealität gebaut und somit muss ich mir das dann nicht in meiner Freizeit zur Entspannung ansehen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass das vielen von euch gefallen wird – schaut euch einfach den Trailer einmal an.

Netflix, das war jetzt mal leider nichts mit uns beiden im Januar, mal sehen, was du dir für Februar so ausgedacht hast! Wobei, wenn wir ehrlich sind, zähle ich einfach nur die Tage bis zur finalen Game of Thrones Staffel runter – wem geht es noch so? 🙂

[Sehenswert] Her, Black Mirror & John Searle

Aktuell bin ich noch immer dabei, mich zum Thema Metaphysik, dem Körper-Seele-Problem und anderen philosophischen Grundlagen weiterzubilden, da ein Freund von mir in diesem Bereich promoviert und mich einfach mit seiner Begeisterung angesteckt hat. Vieles hat man schon mal gehört, das Thema „künstliche Intelligenz“ ist oft zu finden (und auch wahnsinnig spannend) und John Searle hat mich schon vor Jahren mal mit einem Vortrag gekriegt, da er so wahnsinnig sympathisch ist.

Somit stelle ich euch heute mit einem Film aus 2013 und einer nicht gerade unbekannten Serie keine absoluten Neuheiten vor, aber ich dachte mir, dass es doch irgendwie ganz gut zusammenpasst. Wer weiß, vielleicht ist jemand auf einem ähnlichen Trip wie ich (dem kann ich dann noch vorschlagen, „Panpsychismus“ zu googlen..in dieses rabbit hole bin ich nämlich gerade abgestiegen und ach, einfach alles nur extrem spannend).

HER (2013)

Joaquin Phoenix spielt in diesem romantischen Science-Fiction-Drama die Hauptperson Theodore, welcher sich gerade mitten in seiner Scheidung befindet. Beruflich schreibt er (Liebes-)Briefe für andere Menschen, kann sich selbst aber sozial nicht sehr gut behaupten, da er eben emotional instabil ist. Er besorgt sich ein neues Betriebssystem, welches ihm das Leben erleichtern soll. Dieses kann er sich selbst etwas konfiguieren (erwählt die weibliche Stimme und somit haben wir Scarlett Johansson als „Samantha“ im Ohr). Samantha und er beginnen sich näher zu kommen, wobei sich Samantha ständig weiterentwickelt und es kommt zu einer nicht gerade unproblematischen „Liebesbeziehung“ zwischen einem Menschen und einer KI.

Für mich eine sehr gut gelungene, intelligente und melancholische Liebesgeschichte, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen habe. Einsamkeit, Sehnsucht, Ironie, bisschen viel „lonely wolf“, aber schauspielerisch großartig besetzt und der Film lässt einen nicht los..man denkt, und denkt und denkt..

 

BLACK MIRROR (2011-)

Wurde mir von einem Freund empfohlen, sonst hätte ich wohl nie damit begonnen. Es ist nämlich keine Serie zum Bingen, da jede Folge eine abgeschlossene Story ist und nicht aufeinander aufbaut. Für mich als Serienkind, das nur selten Filme sieht, somit eher nichts. Hier habe ich aber zum Glück die Ausnahme gemacht bzw mache sie noch und freue mich über jede Folge, da bisher noch keine enttäuschend schlechte dabei war. Es dreht sich alles um die Themen Technologie und wie Menschen verwenden (werden). Das ist teilweise schon ein sehr ironischer Blick in den Spiegel oder ein sehr erschreckendes Zukunftsszenario, was einem da entgegengeworfen wird. Manchmal verstörend, die erste Folge der ersten Staffel habe ich mittlerweile halbwegs erfolgreich verdrängt, gewirkt hat sie aber auch noch einige Zeit nach. Absurd, satirisch, manchmal vielleicht etwas zu unrealistisch und übertrieben, aber die Ideen sind absolut großartig!

 

JOHN SEARLE – „CONSCIOUSNESS“ (2013)

Es gibt Professoren, die würde man gerne mal live sprechen hören und John Searle steht da bei mir recht weit oben auf der Liste. Er brennt für seine Interessen, spricht einfach nur fesselnd, will bewirken, dass noch mehr zum Thema „Bewusstsein“ geforscht wird und widerlegt einige Argumente, wieso das eben nicht gehen soll. Das alles so, dass man es auch ohne Grundlagenstudium der Philosophie versteht, was gar nicht so einfach ist. Wirkliche Antworten oder Lösungen gibt er in diesem Video zwar auch nicht, er regt aber definitiv zum Denken an.

Heute mal ein etwas anderer „Sehenswert“-Beitrag, ich hoffe, er gefällt euch und vielleicht habt ihr ja auch noch eine Empfehlung, was ich in diese Richtung weiterschauen könnte. Die „normalen“ Serien, die ich immer guckte, beginnen mich nämlich zu langweilen und da Zeit gerade doch etwas Mangelware ist, nutze ich sie dann lieber etwas „sinnvoller“ 😉

[Sehenswert] Neue Serien-Entdeckungen! + Kung Fury!

Eine gefühlte Ewigkeit ist es her (die Sommerpause kommt einem auch immer länger vor), seit ich das letzte Mal über ein paar aktuelle Serien gebloggt habe. Dabei bin ich nach wie vor ein kleiner Junkie und wüsste gar nicht, was ich ohne englischsprachige Serien machen würde. Deutsches Fernsehen sehe ich so gut wie nie, wenn dann mal über eine Mediathek für eine Talkshow, aber das kann ich für 2016 auch an einer Hand abzählen. Somit zurück zu den Serien, die ich aktuell schaue..und Kung Fury muss auch mit rein! 🙂

PITCH (2016)

Worum geht’s Ginny Baker spielt als erste Frau überhaupt in der amerikanischen Major Baseball League, womit die Probleme natürlich schon vorprogrammiert sind. Ihre Teamkollegen sind alles andere als begeistert, die Trainer zweifeln auch und Ginny selbst ist sich auch nicht sicher, ob sie sich dieser Aufgabe stellen mag.

Wie ist’s Ich weiß nicht, was es ist, aber ich sehe mir gerne Serien an, die eine sportliche Komponente haben (wirkliche Sportübertragungen hingegen finde ich stinklangweilig). Von Baseball habe ich so überhaupt keine Ahnung, ich war zwar letztes Jahr in Kanada bei einem Spiel, aber auch nur wegen dem guten, indischen Essen. Somit bin ich selbst überrascht, wie spannend ich die Serie finde und mich jede Woche auf die neue Folge freue. Bisschen Drama, nicht zu viel Tiefgang und ein starker, gut gespielter Frauencharakter – ich bin dabei!

THIS IS US (2016)

Worum geht’s Kurz gesagt, um das Leben einer amerikanischen Familie, die aus den Eltern und zwei leiblichen Zwillingen und einem adoptierten Kind besteht. Oder wie der Trailer es verkündet, um verschiedene Menschen, die alle ihren Geburtstag am gleichen Tag feiern.

Wie ist’s Absolut großartig, ich war nach der ersten Folge überzeugt. Die Geschichte wird auf verschiedenen Zeitebenen erzählt, was sie sehr spannend macht und dann noch durch die Augen unterschiedlicher Personen. Dass Mandy Moore und Milo Ventimiglia (bald kommt Gilmore Girls endlich) mitspielen, macht die Sache noch besser, aber auch die anderen Rollen sind sehr gut besetzt. Emotional, mitreißend, zum Nachdenken anregend – eine Dramaserie, die alles hat und definitiv Leuten gefällt, die etwas mit Parenthood anfangen können.

DESIGNATED SURVIVOR (2016)

Worum geht’s Bei einem Anschlag werden der amerikanische Präsident, die Kabinettsmitglieder und alle Mitglieder des Kongress getötet. Somit fällt es dem designated survivor, Tom Kirkman, zu, die Nation zu führen. Dieser wurde nämlich vor der Veranstaltung an einen sicheren Ort gebracht, sollte eben so ein terroristischer Anschlag eintreffen – damit gerechnet hat natürlich niemand und so findet sich der eigentliche Minister für Wohnungsbau auf dem Posten des mächtigsten Mannes des Landes wider und muss direkt beginnen, zu „regieren“.

Wie ist’s Als ich die Worte Drama, Politikthriller, Kiefer Sutherland, David Guggenheim und Natascha McElhone gelesen hatte, musste ich mir sofort den Trailer ansehen. Den fand ich auch spannend und jetzt bin ich mittlerweile bei Folge 6 oder 7 und ich weiß nicht, es kriegt mich einfach nicht wirklich. Bisher geschieht alles eher langsam, wirkt sehr an den Haaren herbeigezogen und man wartet nur noch auf die große, unrealistische Verschwörungstheorie eines gesichtslosen, amerikanischen Waffenhändlers (oder so ähnlich). Da ich die Schauspieler mag, werde ich mir die komplette erste Staffel bestimmt auch ansehen, aber bisher..nicht wirklich eine Empfehlung, aber ich hoffe noch!

MR ROBOT (2015)

Worum geht’s Der junge Programmierer Elliot hat eine Persönlichkeitsstörung und lebt isoliert von der Realität in seiner eigenen Morphin-Welt, wodurch er seine Angstzustände verhindern kann. Er wird von der anarchistischen Hackergruppe „fsociety“ rekrutiert, um die Firma „E Corp“ zu hacken, die er (und sein Arbeitgeber, eine Cybersecurity-Firma) eigentlich beschützen sollen.

Wie ist’s Genau nach meinem Geschmack: sehr spannend, gute Cliffhanger, man kann ein paar Folgen am Stück schauen, großartige, unbekanntere Schauspieler und ein bisschen Drama gibt es auch noch. Schön finde ich, dass Emotionen der Figuren eine wichtige Rolle spielen und es nicht in die abgedrehte Sci-Fi-Richtung geht. Ich will hier niemanden spoilern, somit gehe ich nicht näher auf die Story ein, aber ich freue mich, dass ich noch in der 1. Staffel bin und noch eine 2. Staffel auf mich wartet

KUNG FURY (2015)

Zu diesem absolut großartigen Kurzfilm kann ich eigentlich gar nichts sagen, außer dass es verrückt ist, wie weit er von meiner comfort zone weg ist und wie sehr ich ihn mochte. Nachdem ich letztes Jahr durch irgendeinen Zufall das dazugehörige Musikvideo mit David Hasselhoff auf Youtube entdeckte, wusste ich, dass ich ihn sehen musste, vergaß es dann aber natürlich. Jetzt steht der Kurzfilm bei Netflix, wodurch ich wieder über ihn  stolperte, aber auch komplett bei Youtube, weswegen es euch oben erst das Musikvideo und jetzt noch den Film einbette – ich würde ja dringend dazu raten, beides anzusehen. Ich bin ja gespannt, ob jemand von euch was damit anfangen kann, mein enorm skeptischer bester Freund brach neben mir auf jeden Fall in sehr laute Lachanfälle aus!

[Sehenswert] The Bridge America / The Americans / Between / The Bronze

Serienjunkie? Ich? Absolut! Seit mein bester Freund seinen Netflix-Account mit mir teilt, ist es auch nicht unbedingt besser geworden und ich konnte ein paar Serien durchschauen oder anfangen, die ich schon ewig sehen wollte. Nicht, dass das meine Liste sonderlich verringert hätte und hey, am 25. November kommt die neue Gilmore Girls (aus vier 90-minütigen Episoden bestehende) Staffel heraus..hach, ich freu mich! Bis zur Zwischenzeit hoffe ich, vielleicht doch noch gute Dramaserien zu entdecken, gerade halte ich mich mit The Fosters über Wasser, was nicht schlecht, aber auch nicht das Nonplusultra ist. Empfehlungen nehme ich gerne entgegen!

THE BRIDGE AMERICA (2013)

Hier haben wir eine amerikanisch-mexikanische Version der ursprünglich dänisch-schwedischen Krimiserie „The Bridge“. Diese habe ich noch nicht gesehen und muss mal mit der ersten Folge anfangen, um zu sehen, ob es „unterschiedlich“ genug ist, diese auch noch zu schauen. Wobei ich mir da recht sicher bin, denn in meiner Version geht es um die Grenze zwischen Mexiko mit den Themenschwerpunkten Drogen, Korruption und Kartellgewalt sowie die vielen verschwindenden Frauen aus Juarez – das kann ich mir für die skandinavische Version irgendwie nicht so vorstellen. Die Serie ist sehr grafisch, sehr brutal und nichts für schwache Nerven, ich warne euch vor. Für mich ist das kein „juhu“-Punkt, für die Story hier aber einfach essentiell, da es auch in der Realität so ist. Die beiden Hauptdarsteller Diane Kruger (als amerikanischer Detective Sonya Cross aus El Paso) und Demian Bichir (als mexikanischer Detective Marco Ruiz) spielen einfach nur grandios, besonders Kruger hat mich umgehauen, da ich nicht wirklich hohe Erwartungen an sie hatte! Sehr facettenreiche Charaktere, auch die Nebenrollen sind gut enorm besetzt und man schwankt ständig zwischen (Anti-)Sympathien und Miss-/vertrauen, was einfach Spaß macht! Ebenfalls sehr gut finde ich, dass spanisch gesprochen wird und man einfach Untertitel bekommt, hier nimmt man nebenbei auch gleich noch ein wenig neuen Wortschatz mit. Wer weiß, wann man mal korrupter Grenzbeamte bestechen muss oder einen Drogendeal verhandeln – nach der Serie könnte man es auf jeden Fall! Cliffhanger gibt es bei fast jeder Folge und man muss einfach weiterschauen. Zum Ende der ersten Staffel hin denkt man, dass es nur eine Staffel gäbe und die hätte auch gereicht, denn die zweite Staffel ist zwar auch gut, aber eben nicht so genial wie die erste Staffel.

THE AMERICANS (2013)

Diese Serie steht seit drei Jahren auf meiner „to watch“-Liste, da ich nur Gutes über sie gehört habe und somit waren meine Erwartungen echt hoch. Die Thematik „KGB-Spionage in den USA zu Zeiten des Kalten Krieges“ klang für mich zwar interessant, aber irgendwie nicht soooo fesselnd, dass ich die Episoden nur so durchschauen würde. Die Serie dreht sich um das Ehepaar Elizabeth und Philip Jennings, die ein Coverleben als glückliche Vorstadtamerikaner mit zwei Kindern führen, die nichts über die wahre Identität ihrer Eltern wissen. Es wird sowohl dieses „Alltagsleben“ thematisiert als auch die Schwierigkeit, was es bedeutet, eine falsche Identität zu leben und sich irgendwie auch in ihr wohlzufühlen. „Philip“ würde nämlich am liebsten den Spionage-Job an den Nagel hängen und dieses falsche Leben Realität werden lassen, doch da hat er die Rechnung ohne die patriotisch Einstellung von „Elizabeth“ für ihr Heimatland gemacht. Kompliziert wird ihr Leben durch den Einzug eines FBI-Agentens im Nachbarhaus (natürlich!), welcher KGB-Agenten aufspüren soll. Ich bin noch immer in der ersten Staffel, die ich gut finde, aber das Erzähltempo ist etwas langatmig und wie erwartet, fesselt mich die Serie nicht ungemein. Für verregnete Sonntage (Berlin, was ist das denn für ein Sommer?!) funktioniert sie allerdings sehr gut, ob ich sie komplett durchsehen werde, ist allerdings fraglich – noch bin ich emotional nicht allzu sehr an die Charaktere gebunden (irgendwie funktioniert Keri Russell in dieser Rolle nicht für mich).

BETWEEN (2015)

Die Bewohner der kanadischen Stadt Pretty Lake beginnen ohne ersichtlichen Grund zu sterben. Die Regierung beschließt daraufhin, den Quarantänezustand auszurufen und niemandem mehr hinein oder hinaus zu lassen. Es kristallisiert sich nach und nach heraus, dass alle Bewohner über 21 gestorben sind und die Jugendlichen/Kinder, die noch dort sind, müssen beginnen, ihr neues Leben in dieser abstrusen Situation anzunehmen. Insgesamt gibt es zwei Staffeln a sechs Episoden (44minütig), wovon die erste Staffel so fesselnd war, dass ich ein Wochenende beschäftigt war. Es war eher wie ein dystopischer Film und hatte Tendenzen zu Battle Royal. Als es dann vom „neuen Alltag der Jugendlichen“ in die Verschwörungstheorien und in die zweite Staffel überging, schwächelt die Serie meiner Meinung nach und auch das „hier können wir eine dritte Staffel anbringen“-Ende fand ich nicht so pralle. Aber per se fand ich die Idee gut und hätte diese Serie sogar lieber als Buch gelesen.

THE BRONZE (2015)

Auch wenn ich nur selten Filme schaue, The Bronze mit Melissa Rauch (die ich in The Big Bang Theory liebe) musste ich sehen, nachdem ich zufällig über den Trailer stolperte. Als ehemaliges Turnkind habe ich eine Schwäche für Filme/Serien, die in diesem Bereich angesiedelt sind und in dieser Kombination aus Drama/Satire/Komödie war es auch genau mein Ding! Wir haben die ehemalige Olympionikin und „Stolz ihrer Stadt“ Hope, die nach ihrer vorzeitig beendeten Karriere nicht wirklich wieder in der Realität anzukommen scheint. Statt neue Pläne zu schmieden, verbringt sie die Tage in der Mall oder im Bett, bestiehlt ihren Vater und lässt sich von den Restaurantbesitzern der Stadt durchfüttern. Um an Geld zu kommen, lässt sich sie schließlich überzeugen, eine neue Turnhoffnung in der Stadt zu trainieren und daraus besteht eine recht dysfunktionale Trainer-Turner-Beziehung. Der Film startet etwas langsam, gebt ihm eine Chance und stört euch nicht an der etwas „starken“ Ausdrucksweise und plötzlicher Nacktheit von Hope, das funktioniert hier erstaunlich gut. Melissa Rauch spielt eine großartige, so facettenreiche Rolle und ich hoffe, noch mehr solcher Auftritte von ihr zu sehen!

Wir haben also Kriminalität in Mexiko, Spionage während des Kalten Krieges, ein Massensterben und eine gefallene Heldin – ich sollte echt lustigere Dinge ansehen, wobei ich bei The Bronze durchaus häufiger mal laut lachen musste (aber ich mag schwarzen Humor eben). Wenn ihr Serienempfehlungen habt – die nicht unbedingt in diese Genres passen müssen – nur her damit! Gerade redet ja jeder von Stranger Things, mal sehen, ob ich mich hierzu überwinden kann (ist nämlich eigentlich nicht wirklich mein Geschmack). Hat es wer von euch schon gesehen?

[Sehenswert] Mistresses (2013)

Ganz langsam kommen meine Serien aus der Sommerpause zurück, aber da ich noch etwas Überbrückungszeit hatte, habe ich mich mal online umgesehen und bin auf die US-Serienadaption Mistresses gestossen. Es gibt insgesamt drei Staffeln a 13 Folgen (gut) und jede Folge hat etwas über 40 Minuten (sehr gut).

Thematisch dreht sich die Serie um das Leben von vier Freundinnen in LA, es ist eine Art West-Coast-Sex and the City mit etwas weniger Sex und etwas mehr Mysterie. Es gibt viel Liebesdramen, die Jobwelt der Damen kommt auch nicht zu kurz und lustige Alltagsgeschichten sorgen für Abwechslung. Die Personen entwickeln sich über die Folgen interessant weiter, es sind keine sich wiederholenden Schemata a la „heute lösen wir diesen Fall“ zu finden und oftmals haben die einzelnen Episoden richtige Cliffhanger, so dass man noch eine weitere Folge schauen muss.

Teilweise habe ich etwas vorgespult, da es der Serie manchmal in einzelnen, kleinen Stories an Spannung fehlt, aber im Großen und Ganzen will man immer wissen, wie es weitergeht und somit kann man ich auch schon mal eine Staffel an zwei Tagen schauen 😉 Schauspielerisch muss ich sagen, dass ich erfrischend fand, nur wenige Darsteller schon von anderen Serien zu kennen!

Solltet ihr also noch in der Sommerpause hängen und einer Dramaserie nicht abgeneigt sein, vielleicht ist Mistresses ja auch etwas für euch! Ich hatte mich bisher immer nur vom Namen abschrecken lassen, da ich dachte, es geht um Escort *g* Es ist keine „Wow-die müsst ihr gesehen haben“-Serie, aber durchaus ein netter Zeitvertreib, wenn man z.b. im verregneten Winnipeg sitzt.

[Sehenswert] „Younger“ & „Finding Carter“

Da ich mich noch fünf Folgen gedulden muss, bis ich endlich die neue Staffel Game of Thrones komplett runterschauen kann, lenke ich mich gerade mit etwas leichterer Kost ab. Die beiden Serien Younger und Finding Carter stelle ich euch heute mal vor, da sie (zumindest mir) bis vor kurzem komplett unbekannt waren und vielleicht geht das dem ein oder anderen auch so.

YOUNGER (2015)

Die Serie dreht sich um die 40-jährige Liza (eine grandios gespielte Rolle von Sutton Foster), die nach ihrer Scheidung merkt, dass es als alleinerziehende Mutter nicht allzu einfach ist, wieder Fuß in der Arbeitswelt zu fassen. Nach diversen Absagen ist sie so verzweifelt, dass sie sich von nun an als 26-jährige ausgibt, einen Job bekommt und nun ihre Rolle perfekt spielen muss. Eine lustige, kurzweilige Serie, die man gut zwischendurch schauen kann, da sie pro Folge nur 20 Minuten dauert.

Bisher befindet sich die Serie noch in der ersten Staffel (zwölf Folgen), wurde aber schon für eine zweite Staffel verlängert, da die Resonanz durchweg positiv war. Da die Serie aber auf einem Buch beruht, werde ich dieses auch noch lesen, wenn es in die Serienpause geht und hoffen, dass es genau so gut oder noch besser ist.

FINDING CARTER (2014)

Ich weiß auch nicht, was es mit mir und den MTV-Serien auf sich hat, aber als Teenager konnte ich den Sender absolut nicht leiden, mittlerweile schaue ich aber sehr gerne Serien, die dort laufen. Eigentlich hätte ich die doch als Teenager und nicht jetzt erst mögen müssen, oder *g* Meine Entwicklung scheint da irgendwie anders zu verlaufen, aber Finding Carter ist gerade genau mein Ding. Gefunden habe ich die Serie durch die Hauptdarstellerin Kathryn Prescott als Carter, die ich in Skins herausragend fand!

Die Serie dreht sich um Carter, die als Kind entführt wurde und das durch einen blöden Zufall herausfindet. Ihre „Mutter“ ist also gar nicht ihre Mutter, ihr Leben mehr oder weniger eine Lüge und sie wird an ihre „richtige“ Familie zurückgegeben, womit sie verständlicherweise gar nicht klar kommt. Sehr spannende, teils enorm intensive Dramaserie, die oftmals sehr unerwartete Wendungen hat. Wer am Wochenende Langeweile hat, wir befinden uns mittlerweile in der 2. Staffel mittendrin, ihr könnt also einige Folgen schauen. Ebenfalls super für mich ist, dass eine Folge 40 Minuten geht, was einfach die perfekte Länge für eine Pause zwischendurch ist.

Definitiv zwei sehr unterschiedliche Serien, wobei es wieder weibliche Hauptrollen sind, deren Entwicklung behandelt wird, was gerade wohl genau meines zu sein scheint. Vielleicht spricht euch ja eine der beiden an und/oder ihr kennt sie schon? Wenn ja, wie gefällt sie euch und habt ihr noch eine Serienempfehlung für mich? 

[Sehenswert] Serienempfehlung „Gracepoint“ & „The Leftovers“

In den letzten Wochen bin ich über zwei – zumindest für mich – neue Serien gestolpert, welche ich beide bisher sehr gut finde und ich euch somit vorstellen mag. Wer meine „Sunday again“-Posts liest, der kennt in etwa meinen Seriengeschmack. Für alle anderen die kurze Zusammenfassung: Parenthood, Grey’s Anatomy, Scandal, Nashville, The Vampire Diaries, Awkward, How to get away with murder, The Big Bang Theory, Bones, Criminal Minds und mehr fällt mir im Moment nicht ein. Das sind aktuell laufende Serien, natürlich gibt es noch viele andere, die gerade Pause haben/geendet sind und ich kann sie alle eh nicht aufzählen. Klassiker müssen aber noch kurz mit rein: Gilmore Girls und Veronica Mars kann ich wohl auswendig mitsprechen *g* Da ich sonst kein TV schaue & vielleicht zwei Filme im Monat, ist dieses Pensum sogar zu schaffen (sollte sich das wer gerade verzweifelnd fragen).

GRACEPOINT

Gracepoint ist das amerikanische Remake von der englischen Serie Broadchurch, was ich leider nicht gewusst habe. Sonst hätte ich mir nämlich das Original angesehen, aber da ich nun schon mittendrin bin, mag ich auch nicht mehr switchen. Lustigerweise wird die männliche Hauptrolle in beiden Serien von ein und demselben Schauspieler gespielt, was mich dann definitiv noch verwirren würde.

Inhaltlich geht es in der Krimiserie um einen Mord an einem Jungen in einem idyllischen Fischerörtchen, in welchem nach und nach dunkle Dinge ans Licht kommen und die Illusion der perfekten Welt ganz schön ins Wanken gerät. Die beiden Hauptdarsteller sind großartig, waren mir bis dato unbekannt und ziehen mich sehr in ihren Bann! Nach jeder Folge will man wissen, wie es weiter geht, da wieder ein neues Geheimnis ans Licht kam und dieses schon feststehend geglaubte Tatsachen wieder zerstört. Ein spannender, wunderbarer „Mindfuck“, wenn ich das Wort mal anwenden darf *g*

Für Fans von The Killing, Twin Peaks, Grantchester, Top of the Lakedie Krimiserien mit etwas „anderen“ Detectives sehen wollen und auch mal ein paar Sekunden Stille mit Landschaft (traumhaft schön!) genießen können!

THE LEFTOVERS

Leider gibt es The Leftovers noch nicht auf DVD, die Serie basiert aber auf einem Buch von 2012, welches bestimmt genau so spannend ist. Die Hauptrolle hier ist besetzt von Justin Theroux und ich muss sagen, der Freund von Jennifer Aniston kann spielen! Highlight in der Serie ist für mich aber ganz klar die hervorragende, oftmals sehr langsame, Komposition von Musik und Einstellung, es erinnert mich an einige Lieblingsserien von mir!

Inhaltlich wird man mitten hineingeworfen, es gibt zunächst einen kurzen Rückblick, in welchem man erfährt, dass vor einigen Jahren plötzlich einfach so von jetzt auf sofort Menschen von der Erde verschwunden sind. Keiner weiß, nach welchem System und wohin diese verschwunden sind. Die Serie spielt in einem Vorort, man begleitet den Polizeichef bei der Arbeit und sieht, wie unterschiedlich Menschen mit diesem Ereignis umgehen. Die Serie fesselt auf eine ganz komische Art, nicht, weil man wissen mag, wie bestimmte Handlungsstränge ausgehen, sondern man an der Entwicklung der Personen interessiert ist.

Die Serie ist für Leute, denen True Detectives, Rectify, True Blood, Under the Dome gefällt und man muss wirklich kein Sci-Fi-Fan sein, ich bin es nämlich null und war somit erst abgeschreckt. Um das Verschwinden geht es aber null, es werden keine skurrile Alien-Erklärungen etc kommen, sondern man sieht einfach nur die Gegenwart in der Kleinstadt.

Zwei sehr unterschiedliche Serien, die mich trotzdem beide sehr begeistern! Ich habe keine Ahnung, ob sie für das deutsche Fernsehen adaptiert werden, ich schaue meine Serien sowieso immer im Original und kann euch das allen nur empfehlen. Auch wenn es am Anfang schwer ist und man sich erst an die unterschiedlichen Sprechweisen gewöhnen muss, dadurch lernt man so gut Englisch, es ist verrückt! Ich merke beim Sehen nicht einmal mehr, dass es eine andere Sprache ist und kenne immer die lustigsten Redewendungen und Ausdrücke, die man eben nicht in der Schule lernt 😉

Kennt wer eine der Serien zufällig? Wie gefällt sie euch? Und was schaut ihr euch gerade so an, ich suche immer neue Sachen! Die frühen, dunklen Herbsttage bieten sich aber auch einfach an, um es sich mit einer Serie und einer Tasse Tee gemütlich zu machen, oder?

[Sehenswert] Kanadische Fernsehserien!

Da ich ein richtiger Serienjunkie bin, dachte ich mir, stelle ich euch heute einmal ein paar Serien vor, die in Deutschland recht unbekannt sein dürften, da sie (soweit ich zumindest weiß) es noch nicht ins reguläre TV-Programm geschafft haben. Nichtsdestotrotz sind sie mehr als nur sehenswert und wer weiß, vielleicht will einer von euch die (Serien-)Sommerpause nutzen und sich mal etwas anderes anschauen. Ganz großer Pluspunkt: die Serien haben entweder schon viiiele Staffeln oder sind sogar abgeschlossen..bingewatching for the win!

Rookie Blue

Rookie Blue ist mittlerweile in der 5. Staffel und ist eine Drama-/Polizeiserie. Sie spielt in Toronto in einem fiktiven Revier und begleitet fünf Rookies, die gerade frisch von der Polizeiakademie kommen. Es geht um die Einsätze auf den Straßen mit all ihren Komplikationen, aber eben auch um die Beziehungen der Polizisten zueinander. Im Laufe der Staffeln finden hier sehr spannende Entwicklungen statt. Besonders im Fokus steht Andy McNally (gespielt von Missy Peregrym), wodurch die Serie natürlich auch irgendwie zu einer Frauenserie wird. Leichte Kost, die man zum Abschalten super schauen kann, aber trotzdem ist da irgendwie eine suchterzeugende Wirkung, da man wissen will, wie es mit den einzelnen Figuren weitergeht.

Life Unexpected

Life Unexpected besteht aus nur 2 Staffeln und ich mag gar nicht zugeben, wie schnell ich sie gesehen habe..die Hoffnung auf ein Happy End und so 😉 Sie spielt hauptsächlich in Portland (wurde aber in Vancouver gedreht, somit kanadisch *g*) und dreht sich um die 16-jährige Lux, die in Pflegefamilien aufwuchs und plötzlich bei ihrem biologischen Vater vor der Tür steht. Die Serie ist meist sehr berechenbar, es passieren nicht viele unerwartete Handlungen, aber es ist die perfekte Sommerserie, wenn man sich einfach nur etwas entspannen mag. Die einzelnen Charaktere sind sehr liebenswert und man kann sich durchaus in sie hinein fühlen, auch wenn man schon einige Jahre älter/jünger ist 😉 Ich persönlich bin großer Fan von Shiri Appleby und habe mich sehr gefreut, sie hier zu sehen; aber wer auf Austin Butler steht, der ist hier in ganz jung zu bewundern.

The Killing

Ganz und gar keine seichte Kost hingegen ist The Killing. Die Krimiserie spielt in Seattle (wurde aber wieder größtenteils in Vancouver gedreht) und dreht sich um den Mord an einem jungen Mädchen bzw dessen Aufklärung. Spannend ist das Konzept, dass eine Folge 24 Stunden darstellt und man somit immer einen Tag miterlebt, in dem ermittelt wird. Die beiden ermittelnden Detectives machen diese Serie für mich aus, da die beiden Schauspieler einfach grandios sind. Wir haben Mireille Enos als „Sarah Linden“ und Joel Kinnaman als „Stephen Holden“ und sie verleihen ihren Rollen so viel Tiefe und Komplexität, dass es schwer ist, davon nicht gefangen zu werden. Besonders mag ich beide nicht und ich finde es immer faszinierend, wenn Schauspieler es hinkriegen, ihre Rollen nicht-sympathisch zu spielen. Neben der Mordermittlung gibt es noch zwei weitere Handlungsstränge, die der Story mehr Inhalt geben, was ich gut und auflockernd finde. Die ersten beiden Staffeln sind fesselnd, ich habe nie nur eine Folge schauen können, die dritte Staffel sagte mir nicht mehr so sehr zu..aber natürlich wird beendet, was man begonnen hat!

Da es außer bei Rookie Blue im Moment keine neuen Folgen bei diesen Serien gibt, habe ich mich natürlich schon ein wenig umgeguckt, welche Serie ich als nächstes starten könnte. Bisher bin ich am Schwanken zwischen Vikings (wieder eine irisch-kanadische Serie) und Hell on Wheels, die mir zwar komplett unbekannt sind, aber auch sehr spannend und außerhalb des üblichen Schemas liegen. Wobei ich es auch noch immer nicht hingekriegt habe, Sons of Anarchy zu sehen, wovon mein bester Freund mir seit Monaten vorschwärmt. Ich glaube, dass ist wieder so wie mit Breaking Bad, wo ich auch ewig brauchte, mich zu überwinden und dann gar nicht mehr aufhören konnte *g*

Seid ihr auch kleine Serienjunkies? Wenn ja, habt ihr vielleicht noch ein paar eher unbekannte Serienempfehlungen für mich? Wenn Kanada noch Drehort ist, bin ich mehr als glücklich, aber das ist wirklich kein Muss!

[Sehenswert] Rectify (2013)

Die Frage „Film oder Serie?“ beantworte ich immer ganz klar mit „Serie“. Mir sind Filme nämlich gleichzeitig zu lang und zu kurz; zu lang, da ich +/-90 Minuten mit einem Film verbringen muss und zu kurz, da die Story danach vorbei ist (abgesehen von Filmfortsetzungen natürlich). Serien hingegen kann ich „bingewatchen“, wie man jetzt sagt *g* Also durchaus mehrere Folgen davon am Tag schauen und nachts geht auch immer noch eine Folge mehr, selbst wenn man schon sehr müde ist und in 6 Stunden wieder aufstehen muss 😉

Die Serie Rectify wurde mir schon von mehreren Personen empfohlen, ich wollte sie aber zunächst nicht beginnen, da sie erst eine Staffel hat und diese auch „nur“ 6 Folgen hat. Man ist damit also auch schnell durch, obwohl jede Folge um die 45 Minuten geht. Gerade ist die 2. Staffel allerdings in den USA angelaufen und somit habe ich mich dann doch mal durchgerungen.

Hauptfigur der Serie ist der mittlerweile 37-jährige Daniel Holden, der nach 19 Jahren Todeszelle freikommt. Man erlebt mit ihm, was es bedeutet, in eine Welt zu kommen, die man nicht mehr kennt. Alle modernen Errungenschaften sind ihm mehr oder weniger fremd, alles ist überfordernd und natürlich haben die Jahre in Gefangenschaft auch ihre Spuren hinterlassen. Erschwert wird ihm die Eingliederung in die Gesellschaft auch von der Tatsache, dass ihn außerhalb seiner Familie fast alle als schuldig ansehen und sich dementsprechend verhalten (er soll seine Highschoolfreundin vergewaltigt und ermordet haben).

Mir gefallen an der Serie zwei Dinge besonders: zunächst einmal sind die Schauspieler wirklich grandios und spielen einfach wahnsinnig gut. Gänsehaut, Tränen und besonders Wut wecken sie erstaunlich intensiv bei der Betrachtung und ich war wie hypnotisiert. Nach der ersten Folge musste ich sofort die zweite Folge sehen, da ich wissen musste, wie es weitergeht. Nicht, weil ein enormer Cliffhanger am Ende war, sondern weil die einzelnen Figuren so interessant waren und sich teilweise sehr überraschend verhalten haben. Zweitens hat die Serie eine sehr langsame Erzählart; es gibt Pausen, Rückblenden, manchmal passiert für einige Sekunden einfach nichts. Aber genau dieses Nichts ist immer mit einer bestimmten Emotion ausgefüllt, die wahnsinnig zum Nachdenken anregt. Davon einmal abgesehen, dass diese Situation einfach unvorstellbar ist, gelingt es der Serie sehr gut, einen in die Rolle von Daniel zu transportieren. Betonenswert ist auch der Umstand, dass die Musik in der Serie einfach immer perfekt passend ist und ich schon einige tolle Lieder hierdurch entdeckt habe (das ging mir das letzte Mal bei „Girls“ so, seitdem war Serienmusik irgendwie uninteressant).

Die Serie lässt einen nicht los, man denkt ständig darüber nach und alle in meinem Freundeskreis mussten sich jetzt auch schon etwas darüber anhören. Es geht gar nicht so viel um die Handlungen, die man beobachtet, sondern eben um die Reaktionen der Menschen, auf ihr „reagieren statt agieren“. Wie mit Wut, Verzweiflung, Unverständnis und blindem Hass umgegangen wird. Nachdem ich die erste Staffel innerhalb von drei Tagen inhaliert habe, beginne ich jetzt gleich mit der zweiten Staffel und bin schon sehr gespannt, wohin die Reise gehen wird. Den dazugehörigen Trailer habe ich mir soeben angesehen (ich war zu neugierig!) und binde ihn euch auch noch ein (also Achtung, Spoiler):

Prädikat „absolut sehenswert und fesselnd“ bekommt diese noch sehr unbekannte Serie von mir und ich kann sie euch wirklich nur ans Herz legen. Keine seichte Kost, sondern tiefgehende Unterhaltung bekommt ihr hier, die euch nicht so einfach loslassen wird. Vielleicht ja ein gutes Alternativprogramm zur WM 😉 Kennt wer die Serie zufällig schon? 🙂

[Sehenswert] Momentane Serien-Lieblinge

Während man die Filme, die ich dieses Jahr bisher gesehen habe, an einer Hand abzählen kann, bin ich was Serien betrifft, seeeeehr viel mehr motiviert. Es gibt aber auch einfach viel zu viele gute Serien (in den USA), die man gesehen haben muss. Doch stehen auch auf meiner Liste noch einige Klassiker wie „The Sopranos“ und „The Wire“, die ich noch nicht gesehen habe..aber das kommt noch. Zur Zeit bin ich gerade mitten in den folgenden Serien gefangen bzw habe sie gerade „beendet“:

SUITS

Anwalttserien habe ich früher sehr gerne gesehen, besonders Ally McBeal und natürlich Boston Legal. Da ich zunächst dachte, dass Suits nur ein schlechter Abklatsch von letzterer sei, habe ich die Serie seit 2011 beharrlich ignoriert. Da sie nun auch in Deutschland läuft (ich habe keinen TV, also keine Ahnung auf welchem Sender), schwärmten mir nun einige Freunde hiervon vor und ich habe dann auch mal reingeschaut. Natürlich im Originalton, sonst hänge ich mich wieder zu sehr an der schlechten Übersetzung auf und war amüsiert. Es ist keine Serie, die man folgenweise runtergucken muss, dazu ist es doch zu „eintönig“ (verrückter Fall, der gelöst werden muss durch schlaues Schachspiel der Anwälte), aber die Serie unterhält und kann angesehen werden 😉 Für kurzweilige Unterhaltung kann ich sie empfehlen, oder eben für jemanden, der Serien nicht unbedingt konsequent schauen mag; hier kann man durchaus mal ein paar Folgen auslassen und weiß trotzdem noch, worum es geht. Zwar keine Innovation von der Story her, aber es ist endlich mal wieder eine Anwaltsserie in meinem Leben, die Spaß macht!

HOUSE OF CARDS 

Wenn ihr diese Serie anfangt, nehmt sie euch an einem freien Wochenende vor, denn ihr werdet Folge für Folge verschlingen! So ein Suchtpotenzial hatte ich seit Homeland nicht mehr! Kevin Spacey ist grandios, man hasst ihn, trotzdem ist er einem irgendwie sympathisch und die Serie überrascht. In der zweiten Staffel House of Cards es zwei Folgen (1 & 11), in denen ich es so habe nicht kommen sehen und einfach nur hin und weg war! Hier hatte der Schreiber keine Angst vor Veränderung, würde ich mal nebulös formulieren. Das Format mit dem direkten Ansprechen des Zuschauers ist ebenfalls sehr toll, auch die Musik und ach..das ganze Thema der Intrige und dem Kampf um Macht in der amerikanischen Politik ist irre spannend und ich kann es jedem nur empfehlen. Sehr lustig war auch ein Selbstversuch einiger amerikanischer Politiker, die Sätze aus der Serie an ihren Kollegen ausprobieren (ich versuche mal den Artikel zu finden und euch einzubinden). Bisher mein Serienhighlight 2014 und ich bin schon enorm gespannt, mit was Netflix als nächstes um die ecke kommen wird!

SCANDAL

Wir sind wieder in Washington und ebenfalls wieder in der Politik; mittlerweile drei Staffeln Scandal habe ich mehr oder weniger hinter mir und auch wenn einige Sachen sehr konstruiert und unglaubhaft wirken, die Hauptperson Olivia Pope zieht mich immer wieder in ihren Bann und ich will einfach wissen, wie es weitergeht. Die erste Staffel war enorm spannend, die zweite plätscherte etwas dahin und auch die jetzige dritte Staffel ist solide, aber nicht enorm suchterzeugend. Was durchaus in Ordnung ist, da man ja nicht Zeit hat, jeden Tag 5 Stunden irgendwelche Serien zu sehen, sondern sich mit einer gut begnügen kann. Die einzelnen Folgen haben oft ein recht identisches Schema, wie auch Suits, aber da man weiß, was man bekommt, sehe ich sie mir eben dann an, wenn ich darauf Lust habe. Ich hoffe allerdings, dass die momentane Staffel noch etwas an Spannung gewinnt, Potential dazu ist nämlich vorhanden und ich hoffe, dass der Plot in diese Richtung weiter ausgebaut wurde. Ich bin gespannt!

Neben diesen Serien schaue ich im Moment auch noch Grey’s Anatomy, Hart of Dixie und The Vampire Diaries..aber da diese Serien bestimmt eh schon jedem bekannt sind, erwähne ich sie nur mal der Vollständigkeit halber im Nebensatz. Die sind alle ganz gut für’s Herz und wenn man mal wieder etwas Mitleiden will (besonders Grey’s Anatomy funktioniert da bei mir hervorragend).

Was schaut ihr euch momentan sehr gerne an? Könnt ihr mir eine (sehr gerne wenig bekannte) Serie empfehlen? Ich würde hier sehr gerne auch deutsche Serien vorstellen, aber irgendwie gibt es die zu meinem Geschmack passend nicht 🙁