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[Lesenswert] National Geographic Magazin

Seit wirklich langer Zeit schon habe ich kein Printmagazin mehr in der Hand gehabt, da ich alles praktischerweise online lese. Wenn man ständig unterwegs ist, kann man nicht so viel Kram mitschleppen und ein Magazin nur einmal lesen und dann wegwerfen, das bin ich nicht (kleine Hoarder-Tendenzen). In meiner WG fand ich nun allerdings einen riesigen Stapel alte National Geographic Ausgaben und ach, was sind die toll!

Vor so hm zehn Jahren habe ich mir selbst ab und zu mal eine Ausgabe gekauft, aber günstig sind sie ja leider nicht (6€ pro Heft). Im Abo zwar etwas besser, aber das bringt mir als ortsunabhängiger Person eben nichts, wenn sie sich dann bei meinen Eltern anhäufen. Besonders beeindruckend sind natürlich die Bilder, die sich in dem Magazin befinden und den Stories so viel mehr bieten. Allerdings hatte ich die Magazine dicker in Erinnerung – kann aber auch länderabhängig sein – auf jeden Fall war ich mit den amerikanischen Varianten in unter einer Stunde pro Heft durch.

Wann immer ich in Frankfurt auf der Buchmesse bin, stehe ich übrigens bei den Kalendern von National Geographic und bei den Bildbänden („Wie sie die Welt noch nie gesehen haben“ ist grandios) und freue mich für die Menschen, die dieses Werk ihren Job nennen dürfen. Braucht ihr nicht noch einen Schreiberling? Ich würde mich sofort freiwillig melden 🙂

Die Hefte haben eine gute Themenmischung und gelangweilt habe ich mich selten bei einem Artikel. Manchmal sind sie etwas zu oberflächlich, aber es ist eben nur eine begrenzte Seitenanzahl pro Thema vorhanden. Zu schade zum Wegwerfen sind sie aber wirklich, alleine die Bilder will man sich immer wieder ansehen. Ein paar Reise-Inspirationen habe ich jetzt auch wieder gekriegt, 2018 scheint jetzt schon nicht genug Monate zu haben für all die Orte, die ich sehen mag. Ich weiß, warum ich keine Reiseberichte lese, das endet immer in noch mehr Sehnsuchtszielen.

Hat wer von euch zufällig ein National Geographic Abo und ist vielleicht auch so sehr von den Kalendern angetan? Oder könnt ihr mit dieser Art Magazin so gar nichts anfangen?

[Info] Das Komponentenportal – Hilfe für angehende Unternehmer!

Heute will ich euch das Komponentenportal von Prof. Dr. Günther Faltin für angehende Unternehmer vorstellen, da ich mir vorstellen kann, dass das für den ein oder anderen von euch interessant sein dürfte. Wer schon einmal mit der Idee einer Unternehmensgründung gespielt und sich etwas informiert hat, ist vielleicht schon über das Buch Kopf schlägt Kapitel von Günther Faltin gestolpert, welcher selbst den sehr erfolgreich laufenden Onlineshop Teekampagne (mittlerweile der weltgrößte Importeur von Darjeelingtee) gegründet hat und somit nicht nur theoretisches Wissen, sondern eben auch Erfahrungen hat, wie das alles abläuft.

Ihm geht es darum, das Thema Unternehmensgründung von einer anderen Seite zu beleuchten, bei der man eigentlich „nur“ eine gute Idee braucht. Statt in den Alltagsanforderungen unter zu gehen und die Idee aus den Augen zu verlieren, soll man sich Hilfe von außen, von bereits bestehenden Komponenten, holen. Hier setzt nun das Komponentenportal an. Wenn ihr also schon eine gut durchdachte Unternehmensidee habt, kann euch das Komponentenportal weiterhelfen!

Ihr braucht z.b. einen Onlineshop, aber das Know-How fehlt? Oder ihr benötigt dringend Hilfe bei Buchhaltung und Rechnungswesen. Statt euch das alles lange selbst anzulesen, überlasst das Fachleuten, die das schneller und wenn man die Lernzeit bedenkt, auch günstiger für euch umsetzen können. Man muss diese Profis eben nur finden und sich mit ihnen schnell, einfach und zuverlässig connecten können.

Das Portal hat die Komponenten Auftritt im Internet, Onlineshop, Einkauf/Logistik, Marketing, Finanzen, Mentoring im Angebot sowie kleinere Dienstleistung wie Korrektorat, Übersetzungen oder Fachtexterstellung. Je nachdem, was man braucht, erhält man einen kompetenten Ansprechpartner. Die Anmeldung im Portal ist kostenlos und auf dem dazugehörigen Blog gibt es allerhand spannende Artikel zum Thema Unternehmensgründung und -führung. Das Gute ist, dass man hier auch immer noch einen Ansprechpartner hat, sollte es eben doch mal zu Problemen kommen.

Für mich persönlich eine sehr spannende Sache, da ich mir gerade am Überlegen bin, was genau ich in Zukunft machen mag. Dass es möglichst ortsunabhängig sein muss, da ich weiter durch die Welt reisen und dort stoppen mag, wo es mir gerade gefällt, ist Hauptkriterium. Doch noch habe ich nicht DIE Idee, um wirklich loszulegen, nur verschiedene kleine Projekte, bei denen ich noch keine externe Hilfe brauche. Sollte es aber wirklich Richtung Unternehmensgründung (zwei Freunde und ich sind da schon länger am Grübeln) gehen, werde ich diese brauchen, denn auch wenn ich ein digital native bin, von Rechnungswesen habe ich null Ahnung und allein meine Steuererklärung verwirrt mich jedes Jahr. Sehr. Somit bin ich mehr als nur bereit, mir da Hilfe von außen zu holen, statt zu versuchen, alles zu lernen. Dafür reicht ein Leben ja nicht aus und was dem einen Spaß macht, ist für den anderen auch eher Qual.

Kennt ihr das Komponentenportal bzw diese Idee der Unternehmensgründung schon? Das Buch Kopf schlägt Kapital ist ja ziemlich bekannt in der Szene. Oder seid ihr etwas selbst schon Unternehmensgründer? Das würde mich doch mal interessieren!

[Beauty] Intensive Care Lotions von Vaseline!

Vor einigen Jahren bin ich zufällig mal über die Bodylotions von Vaseline gestolpert (die in Schoko) und fand sie absolut grandios. Da ich sie dann aber nirgends in Deutschland entdeckte und auch noch genug Pflege angehäuft hatte, geriet sie doch so langsam in Vergessenheit. Jetzt bin ich aber in einer Art australischen Metro doch wieder darauf gestoßen und hach, ich konnte nicht nein sagen. Mein Rucksack meckert zwar etwas, aber da müssen wir jetzt beide durch. Die Kakaovariante von damals gab es leider nicht, dafür durften aber die Deep Restore sowie die Aloe Soothe Variante mit.

Beide Sorten versprechen intensive Pflege mit einer nichtöligen Lotion, welche die Haut mit Feuchtigkeit versorgt und sie schöner erscheinen lassen soll. Da wir hier in Canberra immer noch Winter haben, kann meine Haut diese Extrapflege auch ganz gut gebrauchen und so creme ich fleißig alle zwei Tage an mir herum. Pro Flasche bekommt man hier 225ml für circa 3,50€ und man kommt ziemlich lange damit aus. Beide Lotions sind von eher leichter Textur, lassen sich gut verteilen, ziehen schnell ein, riechen himmlisch und pflegen die Haut wirklich langanhaltend. Meine Haut sieht gepflegt und gesund aus, ich habe keinerlei rauhe Stellen und auch wenn ich jetzt nicht unterschreiben würde, dass sie einen Photoshop-Effekt hat, gut genug aussehen tut sie für mich allemal! Mir ist nämlich wichtiger, dass sich meine Haut gut anfühlt und das ist hier absolut der Fall für locker zwei Tage!

Mir gefällt die Aloe Soothe vom Geruch her besser, da sie erfrischender ist, Deep Restore riecht nämlich nur dezent nach Creme und ist somit etwas langweilig. An die Kakao-Variante kommen sie beide nicht heran, aber vielleicht finde ich diese ja auch noch. Von der Pflege her ist die Bodylotion von Vaseline aber mit die beste Sorte, die ich je ausprobiert habe und ich hoffe ja, dass sie auch nach Deutschland kommt oder schon da ist und ich sie einfach noch nicht entdeckt habe.

Vaseline hat hier auch noch Handcreme im Sortiment und ich muss sagen, ich bin schon enorm angefixt. Leider gibt es nur nirgends Tester, aber ich habe das Gefühl, dass mich das kurz vor der Abreise dann auch nicht stoppen wird und ich sie ausprobieren muss. Meine aktuelle Balea-Handcreme „Liebestraum“ ist nämlich ein absoluter Flop und pflegt nicht, sondern trocknet meine Hände im Gegenteil sogar noch aus. Mit den 100ml quäle ich mich jetzt schon Wochen herum und wirklich Lust, sie wieder mit nach Deutschland zu schleppen, habe ich dann auch nicht. Da würde sich so ein Tausch gegen eine von Vaseline doch hervorragend anbieten.

Habt ihr schon Körperpflege von Vaseline ausprobiert? Könnt ihr vielleicht ein Produkt besonders empfehlen?

[Beauty] Pate Au Ginseng Maske von Erborian

Geht es um Gesichtspflege, hüpft mein kleines Herz immer etwas höher, wenn ich etwas aus Asien ausprobieren kann. Ganz ehrlich, die Produkte dort sind in meinen Augen einfach um Welten besser als das, was es bei uns so in der Drogerie gibt und von der Auswahl fange ich gar nicht erst an. Somit freute ich mich natürlich auch wie Bolle, dass ich bei Sephora eine kleine Größe der Pate Au Ginseng Maske von Erborian erstand. Erborian kommt aus Südkorea, hat neben Masken auch noch Cremes im Angebot und ist auch bei uns nicht allzu schwierig zu bekommen. Da sie aus dem Highend-Bereich kommt, würde ich euch auch empfehlen, erst einmal die 15ml-Maxiprobe, die ich auch habe, zu probieren, die gibt es bei Amazon* z.b. schon für 10€. Mit 55€ für die 50ml Größe wäre es nämlich kein billiger Fehlkauf!

Die Pate Au Ginseng Maske ist eine hautstraffende, elastizitätsfördernde Maske, welche die Haut glatter erscheinen lassen soll. Das Erscheinungsbild soll strahlender, fitter und wacher sein und die Extradosis Ginseng soll hier nachhelfen. Zunächst war ich vom Namen „Black Concentrated Mask Tensor Effect“ etwas irritiert, da erwartete ich nämlich eine schwarze, dickflüssige Maske. Stattdessen kam halbdurchsichtige, etwas rötliche sirupartige Masse aus meiner Tube, welche etwas klebte, sich dann aber doch erstaunlicherweise gut verteilen ließ. Man benötigt nur eine dünne Schicht, also auch nur sehr wenig Produkt und die 15ml reichen mir so bestimmt noch viele Anwendungen.

Man trägt die Maske auf, massiert sie etwas ein und lässt sie dann zehn Minuten einwirken. Man kann sie zweimal in der Woche benutzen, ich nehme sie nur einmal und dann noch eine reinigende Maske pro Woche. Denn bei Hautunreinheiten hilft diese nicht, bei deren schnelleren Abheilung aber definitiv! Man nimmt die Maske anschließend mit Wasser ab und hach, was für ein Hautgefühl!

Direkt nach der Anwendung hat man samtig-weiche, wirklich richtig strahlende Haut, die einfach nur gut aussieht. Da ich die Maske abends benutze, ist der Effekt am nächsten Morgen noch größer. Als ich so in den Spiegel schaute und die Maske gar nicht mehr im Kopf hatte, dachte ich nur: „hey, du siehst anders aus“ und musste echt überlegen, was hier los ist. Ich sah jünger aus, frischer, gesünder und nach viel Schlaf, den ich nicht bekommen hatte. Die Trockenheitsfältchen sind weg, die Augenpartie (ohne Augenringe!) ist prall und straff und auch die restliche Haut fühlt sich so gut an! Die Mimikfalten an der Stern, die Lachfalten um den Mund, alles war weniger dominant und ich hatte bzw habe einen schönen, gesunden Glow.

Nach mehrmaliger Anwendung kann ich bestätigen, dass dieser WOW-Effekt jedes Mal eingetroffen ist, so etwas hatte ich noch nie bei einer Maske und ich bin hin und weg! Die 55€ für die große Packung würde ich auf jeden Fall ausgeben, denn so eine sichtbare Verjüngung über Nacht habe ich nicht erwartet. Meine bisher ausprobierten Feuchtigkeitsmasken können da echt nicht mithalten. Ebenfalls finde ich, dass meine Haut durch die Maske besser und schneller heilt, klar, ich habe danach immer noch Pickelmale, aber sie erscheinen mir weniger dunkel.

Pure Begeisterung, die ich so gar nicht habe kommen sehen! Aus Neugierde wurde hier Liebe auf den ersten Blick, gut, dass Südkorea eh schon auf meiner „Reise-Liste“ steht und ich dann irgendwann sogar vor Ort shoppen kann. Bis dahin teste ich mich dann mit den kleinen Proben noch ein wenig durchs Sortiment und werde mir im nächsten dutyfree stark überlegen, ob ich mir die Ginseng Fullsize nicht einfach schnappe.

 

Hat wer von euch schon Erborian ausprobiert? Jetzt meine Frage an euch, was kann denn China so im Bereich Gesichtspflege? Das habe ich nämlich bisher so gar nicht auf dem Schirm, ich würde meinen Stopover aber auch ganz gerne nutzen, um mich dort etwas umzusehen. Gibt es Drogerieketten, die ihr empfehlen könnt? Oder irgendwelche Produkte, die besonders gut sind? Meinen Tee, den ich mir eigentlich kaufen wollte, kann ich leider nicht mit nach Australien nehmen, Gesichtspflege müssten sie aber durchgehen lassen 😉 Ich bin in Chengdu, falls da jemand einen Tipp für mich hat!

[Beauty] Venus – mein erstes festes Parfum!

Oftmals bekommt man von der Familie und Freunden Sachen aus dem Urlaub mitgebracht, mit denen man nicht allzu viel anfangen kann, als sie eben irgendwo dekorativ hinzustellen. Nicht jedoch bei diesem Mitbringsel, einem festen Parfum aus Griechenland, worüber ich mich total gefreut habe. Klar, der Flakon als Tonvase mit Malereien sieht auch nicht schlecht aus, doch hier kommt es auf den Inhalt an. Ich war sehr neugierig, wie ich mit einem festen Parfum zurechtkomme, meine festen Shampoos (von LUSH) und meine jetzt auch feste Seite anstatt Duschgel finde ich nämlich super. Vielleicht wäre das eine weitere Umstellung, die besonders beim Reisen, praktisch wäre.

Sehr viele Infos kann ich euch leider nicht geben, das Parfum heißt „Venus“ und wird wohl von der Firma Pallini Attiki vertrieben. Online haben sie auf jeden Fall keinen Shop und so kann man das wohl nur vor Ort in Griechenland bekommen. Was schon einmal blöd ist, denn bisher mögen wir uns sehr. Auch wenn der Name etwas anderes vermuten lässt, der Duft ist kein enorm verführerischer Vertreter, sondern ein eher dezenter, frischer Bettwäsche-Wohlfühlduft mit warmer Note. Nichts klebrig-süßes, nichts too sexy, einfach ein angenehmer Alltagsduft.

In der Vase befindet sich das cremige Parfum noch einmal in einer extra Schale aus Plastik, die man auch herausnehmen kann. Was praktisch ist, denn zum Reisen ist der Behälter doch nur bedingt geeignet, ich habe ihm schon eine Ecke abgeschlagen. Der Deckel verschließt die Vase sehr gut luftdicht, die Creme trocknet nicht aus und man riecht auch nichts. Ich nutze sie jetzt seit 1-2 Monaten immer mal wieder und konnte noch keine Veränderung an der Konsistenz feststellen.

Durch die Körperwärme lässt sich die Creme gut verteilen, ich tupfe mir davon ein wenig auf die Handgelenke und hinter die Ohren. Man nimmt den Duft durchaus wahr, aber eben subtiler als ein Sprühparfum. Natürlich kommt er dadurch nicht in die Haare, die ich normalerweise gerne mitnutze, da meiner Meinung nach Parfum dort länger hält. Die Haltbarkeit finde ich aber trotzdem gut, ich nehme den Duft von morgens bis abends wahr, frische aber trotzdem gerne zwischendrin auf, wenn ich ihn zur Hand habe. Hier ist es definitiv mehr ein Dufterlebnis für einen selbst und nicht für die Umwelt, denn die muss einem schon verdammt nahe kommen, um den Duft zu beschnuppern. Wenn sie es aber tut, habe ich bisher nichts negatives gehört.

Insgesamt kann ich sagen, dass mir die Idee eines festen Parfums bzw einer Parfumcreme gut gefällt und ich sie definitiv weiter nutzen werde. Für Reisen muss ich mir nur überlegen, in was für einen Behälter ich sie packe, aber mit kommt sie (hoffentlich kippt sie mir bei starker Hitze nicht). Für den Alltag ist dieser Duft super, für abends oder wenn es zu einer besonderen Veranstaltung geht, wäre er mir aber doch zu langweilig..da erwarte ich von Venus etwas mehr. Würde ich ihn Griechenland aber zufällig über diese Produkte stolpern (oder in Deutschland so ein Creme entdecken, haben wir das?), würde ich da definitiv noch mehr Sorten mitnehmen. Denn manchmal will man Duft einfach nur für sich und nicht die gesamte Umwelt damit „benebeln“.

Müsste ich mich jetzt zwischen Sprühparfum, Parfumöl oder diesen festen Parfums entscheiden, ohje! Ich könnte mich nicht entscheiden, da ich jede Sparte für ihre Eigenschaften liebe und besonders meine kleinen Duftöle aus Indien aufgrund ihrer Ergiebigkeit (ein Tropfen hält den ganzen Tag) abgöttisch liebe, Sprühparfums dann wiederum wegen ihrer Komplexität und Wandelbarkeit brauche und diese feste, enorm ergiebigen Düfte als „nur für mich“ auch zu schätzen weiß. Schwierig!

Habt ihr schon solche festen Parfums genutzt? Oder ist das für euch nichts anderes als parfumierte Bodylotion, die es zu jedem EdP gibt? Eure Erfahrungen fände ich sehr spannend und wie gesagt, wenn jemand weiß, wo man diese bei uns bekommt, lasst mir doch ein Kommentar da! 

[Beauty] Meine Hitzeschutz-Kombi für gesunde Haare!

Zwar lasse ich mein Haar in der Regel an der Luft trocknen, doch war es in letzter Zeit so kalt (oder musste einfach schnell gehen), dass ich häufiger zum Fön gegriffen habe. Aber auch, wenn man seine Haare sonst mit Hitze konfrontiert, sei es jetzt der Lockenstab oder das Glätteisen, sollte man immer eine Extraschutzschicht Pflege aufsprühen/einkneten. Mein liebstes Hitzeschutzspray von Cien (der Eigenmarke von Lidl) finde ich leider nicht mehr in den Läden, somit habe ich eine neue, zwar viel teurere aber ebenso gut funktionierende Kombination aus Spray und Öl gefunden, die ich euch nun kurz vorstellen mag.

Biolage Exquisite Moringa Öl (92ml um 18€) Nicht direkt ein Hitzeschutz, man kann das Öl aber auch prima dafür verwenden. Ich nutze es besonders gerne für meine Spitzen, die eben doch gerne trocken werden. Einfach ins handtuchtrockene Haar einmassieren, man braucht nur eine verschwindende Menge und hat auch keine extrem klebrigen Hände danach. Den Moringageruch liebe ich auch total und freue mich, dass er auch nach dem Fönen doch wahrnehmbar ist. Das Öl könnt ihr natürlich auch im trockenen Haar anwenden, wenn ihr einfach nur Pflege wollt oder als Kur über Nacht, was ich absolut empfehlen kann. Ein kleines Allroundtalent, aber eben auch ein toller Hitzeschutz, da meine Haare gesund aussehen, wunderbar glänzen und nach dem Fönen einfach schön fallen und nicht störrisch abstehen.

Evo Straight Icon Welder Hot Tool Shaper (200ml um 21€) Ich suchte noch nach einem Produkt, welches man am Ansatz bzw eben oben am Kopf nutzen kann, da ich dort kein Öl nutzen kann (meine Haare fetten dann unglaublich schnell nach, das ist ihnen zu viel). Über Evo stieß ich zufällig mal, hatte keine großen Erwartungen, merkte dann aber, wie ich bei jedem Fönen nach dem Spray griff. Es ist leicht, beschwert die Haare nicht, fettet nicht, hat einen feinen Sprühnebel und ebenfalls einen angenehmen Geruch. Eben so nach teurem Friseursalon. Meine noch kurzen Haare stehen nach dem Fönen gerne vom Oberkopf ab, das wird hierdurch komplett verhindert. Ebenfalls bekommen sie einen schönen Glanz und ich weiß nicht wieso, mein Ansatz sieht auch voluminöser aus, irgendwas macht das Spray hier also auch noch. Müsste ich meckern, würde ich sagen, dass man es nicht so gut transportieren kann, da mir da immer ein paar Tropfen auslaufen, aber ich werde es einfach demnächst in einen anderen Pumpspender umfüllen und dann ist dieses „Problem“ auch gelöst. Sollte ich wieder nach Australien kommen, würde ich gerne noch mehr Produkte der Marke ausprobieren.

Ihr seht, kein Geheimwissen, lediglich zwei Produkte, die meine Haare perfekt vor der Wärme schützen und sie gleichzeitig noch pflegen. Dass sie dabei lecker riechen und meine Haare gesund-glänzend zurücklassen, sind natürlich noch zwei Bonuspunkte, die mich glücklich machen. Wechsele ich sonst gerne zwischen Produkten hin und her, bin ich diesen beiden jetzt schon seit Monaten treu und habe auch kein Verlangen, irgendetwas daran zu ändern (mag ich den Spruch „never change a running system“ eigentlich nicht, da ich immer für Neues bin, hier stimmt er dann doch).

Benutzt ihr Hitzeschutzsprays und könnt mir vielleicht ein gutes aus der Drogerie empfehlen? Ich werde zwar noch einige Zeit an diesen beiden Produkten haben, da sie wunderbar ergiebig sind und ich die nächsten Monate auch selten fönen werde, aber neugierig bin ich ja schon, ob es denn etwas empfehlenswertes gibt. Ich überlege ja, ob mein geliebtes Kokosöl nicht auch in den Spitzen als Hitzeschutz fungieren könnte.

[Lesenswert] Glamorama – Bret Easton Ellis

Von Bret Easton Ellis habe ich schon einige Bücher gelesen und auch, wenn keines mehr an American Psycho herankommt, mag ich seinen Stil doch sehr. Somit hupfte mein Herz ein wenig, als ich Glamorama doch tatsächlich im Bücherschrank meines Hostels in Delhi fand und schnappte es mir für die nicht gerade kurze Reise nach Australien. Ausgelesen habe ich es da zwar dann nicht – da kam eine bösartige Lebensmittelvergiftung über den Wolken dazwischen – mittlerweile konnte ich es aber doch zu Ende bringen.

Worum geht’s Wir tauchen ein in das New York der 90er Jahre, in welchem unser Teilzeit-Model Victor Ward gerade dabei ist, mit einem Partner einen Nachtclub zu eröffnen. Liiert ist er mit einem (natürlich) ebenfalls wunderschönen Model, eine Affäre mit einem anderen hat er aber auch und sein Leben ist schon sehr von „Sein und Schein“ geprägt. Doch dann beginnt es zu bröckeln, die ersten Dinge gehen schief und Victor befindet sich schließlich in einer Welt, in der er nicht mehr weiß, was Realität ist und was nicht..schließlich wird er auf eine Mission nach Europa geschickt, wo er eine ehemalige Geliebte finden und zurück „nach Hause“ bringen soll..begleitet von einem Fernsehteam und ab jetzt wird es richtig skurril.

Wie ist’s Ich will nicht lügen, die ersten fünfzig Seiten habe ich mich sehr gequält. Denn auch wenn es um die Welt der Stars und Sternchen geht, das viele „name dropping“ hat mich enorm genervt und irgendwann habe ich es einfach nur noch überflogen. Wahrscheinlich war das stilistisch genau so gewollt, dass der Leser von der Scheinwelt schon stark angeödet ist, aber das war mir fast zu viel. Danach wurde es um Welten besser, es ist teilweise echt verwirrend und es mal schnell aus der Hand legen und wieder einsteigen, fand ich auch schwer.

Es lohnt sich aber, hier etwas mehr Zeit und Leseintensität hineinzustecken, denn die Handlungsstränge werden so abgefahren (natürlich immer wieder um das Thema „Oberflächlichkeit“ drehend), dass man nie weiß, was später passieren wird und spätestens als ich eine so absolut nicht vorhersehbare, graphische Sexszene hatte, wusste ich wieder, wieso ich den Autoren so mag. Das Buch wird von einigen als „was nach American Psycho kommt“, betitelt und dem kann ich mich doch auch anschließen, es ist zumindest für mich sehr passend formuliert.

Wie immer bei Ellis bekommt man einen sehr detailreich beschriebenen Mikrokosmos, in dem es weder Held noch Moral gibt, sondern eben diese Grauzone, in der man sich selbst überlegen muss, wie man dazu steht. Das Buch regt definitiv zum Nachdenken an und teilweise haut Ellis Sätze raus, die nachdrücklich wirken – aber in Nebensätzen, als würde er es gar nicht bemerken. Leider ist das Buch schon weg, sonst hätte ich mal 1-2 Zitate abgetippt. Achja, neben Sex spielt auch Gewalt hier eine große Rolle, somit sollte man es nicht lesen, wenn man mit akribisch beschriebenen Gewalttaten nichts anfangen kann – also nicht, dass ich der größte Fan davon bin, hier bewirken sie aber viel im Leser, was mir sinnvoll erscheint.

Da ich es nicht noch einmal lesen werde und es in meinem direkten Umfeld auch niemanden gibt, der es lesen würde bzw eben schon gelesen hat, habe ich es jetzt schon in den dörflichen, örtlichen Bücherschrank gestellt und bin gespannt, ob ich es dort noch finde, wenn ich wieder vorbei schlendere. Solltet ihr „American Psycho“ gelesen haben und wollt etwas in die Richtung, dann kann ich euch Glamorama auf jeden Fall empfehlen – ich hatte damit echt einige Zeit Spaß, lang ist es nämlich auch noch 😉

[Lesenswert] Schachnovelle – Stefan Zweig

Das Buch kennen bestimmt einige von euch, es steht auf vielen Leselisten von Schulen, ich selbst habe es aber nie im Unterricht lesen müssen. Da ich aber endlich etwas mit dem Titel verbinden wollte, freute ich mich, als ich das dünner Werk Schachnovelle von Stefan Zweig im öffentlichen Bücherschrank fand. Den verregneten 1. Mai habe ich dann einfach mit der kurzen Lektüre und dem längeren darüber Nachdenken verbracht.

Worum geht’s Wir befinden uns auf einem Schiff von New York nach Buenos Aires, unter dessen Passagieren sich der amtierende Schachweltmeister befindet. Unser Erzähler bringt diesen mit anderen Schachbegeisterten schließlich dazu, eine Partie gegen sie zu spielen. Während sie zunächst verlieren, rettet ein unbekannter Österreicher sie schließlich und setzt den Schachweltmeister unter Druck. Dieses verlangt ein weiteres Spiel, nachdem er doch wirklich dazu gezwungen wurde, gegen diesen unbekannten Möchtegern zu kapitulieren und es beginnt ein kräfte- und nervenzehrendes Duell.

Wie ist’s Zunächst klang die Story nicht so pralle, ich bin ehrlich und wäre das Buch sehr dick gewesen, ich hätte wohl nicht angefangen. Neugierig war ich aber doch, wieso es so gerne als Schullektüre verwendet wird und kann jetzt sagen, auch in der Kürze bekommt man hier viele Themen. Zunächst schreibt Stefan Zweig natürlich gut und fesselnd, ich habe die Schachnovelle in einem Rutsch gelesen. Die Thematik, die sich nach und nach offenbart, nämlich die Vergangenheit des unbekannten Schachspielers als Gefangener der Gestapo, ist sehr spannend und sein psychischer Verfall einfach nur noch fesselnd. Was falsch klingt, leider aber meine Wahrheit ist. Man fiebert mit, man leidet, man will ihn in das Hier und Jetzt zurückholen und ihm sagen, dass alles in Ordnung ist oder zumindest sein wird.

Achso, Angst, dass das Buch nur für Schachkenner interessant ist, muss man nicht haben. Zwar geht es auch um das Spiel, aber es bietet die Rahmenhandlung und dominiert die Geschichte nicht. Eine „Schachvergiftung“, wie unser Protagonist sie erlitten hat, bekommt ihr nicht, keine Angst. Außer man sperrt euch vielleicht nur mit der „Schachnovelle“ über einen unbekannten Zeitraum in einem Raum ein, dann könnte das doch passieren.

Viel mehr will ich nicht verraten, lest das dünne Büchlein am besten selbst und lasst euch auch begeistern. Schade, dass sich unser Deutschlehrer damals dagegen entschieden hat, nachdem ich es durch hatte, mussten nämlich jetzt meine Freunde zum Diskutieren ran, die alle etwas mitleidig geguckt haben 😉 Habt ihr das Buch damals lesen müssen oder so zufällig gelesen? Wie hat es euch gefallen? Von Stefan Zweig kenne ich kein weiteres Werk, werde mich da aber irgendwann (wenn ich mehr Zeit habe) bestimmt weiterbilden.

[Lesenswert] Die dunkle Seite des Mondes – Martin Suter

Martin Suter ist ein Autor, der über jedes mir noch so fremde Thema schreiben kann und mich jedes Mal in seinen Bann zieht. Das schaffen echt nur wenige und somit teile ich mir seine Bücher nach und nach ein, damit ich im Notfall immer etwas Gutes zu lesen habe. Als ich letzt so richtig mies drauf war und eine Alltagsflucht brauchte, schnappte ich mir also Die dunkle Seite des Mondes und war sofort drinnen..und las es auch an einem Tag durch bzw ich glaube sogar, in zwei Sitzungen, da ich es einfach nicht aus der Hand legen mochte.

Worum geht’s Bei dem sehr rationalen Wirtschaftsanwalt Urs Blank stimmt irgendetwas nicht, was sich in einem nicht greifbaren Unbehagen ausdrückt und ihn in die Arme von Hippiemädchen Lucille treibt. Diese hat so ein ganz anderes Leben, verkauft Sachen aus Indien auf einem Flohmarkt, ist von dem älteren Mann aber auch angezogen und sie beginnen eine Affäre. Nach einiger Zeit nimmt sie in mit zu einem Erlebniswochenende im Wald, wo sie sich der Wirkung halluzinogener Pilze hingeben. Urs erwischt einen unbekannten, blauen Pilz, der in dieser Kombination fatale Wirkung hat. Nach dem Genuss kann er nämlich Gefühle nicht mehr unterdrücken, sondern muss direkt nach ihnen handeln, was große Wirkungen hat. Er flieht in den Wald (was er als Selbstmord tarnt), um dort nicht nur sein „Heilmittel“ zu finden, sondern auch um keine Gefahr für andere mehr zu sein.

Wie ist’s Erneut einfach nur großartig! Wir haben Charaktere, in die ich mich eigentlich null hineinversetzen kann und doch gelingt es Suter, dass man sofort mittendrin ist und wissen will, wie es weitergeht. Es kommen sehr unerwartete Wendungen, die überraschen, teilweise sprachlos machen und richtig schocken. Der Pilztrip mit seinen persönlichkeitsändernden Auswirkungen wird verdammt gut beschrieben, man hat das Gefühl, dass man ihn ebenfalls miterlebt hat.

Besonders die Teile, die ihm Wald spielen, sind absolut einmalig, so etwas habe ich noch nicht gelesen und hier hätte es gerne noch länger im Verfall dauern dürfen. Bisschen plötzlich und auch langweilig fand ich nämlich das Ende, hier hätte doch gerne noch ein wenig mehr passieren können. Besonders, da auch die anderen, hier wichtigen Nebenfiguren vorher so gut beschrieben wurden, das man mehr erwartet hat als „Showdown“. Insgesamt trübt das meinen Lesespaß aber nicht und ich empfehle das Buch uneingeschränkt weiter. Da ich spontan niemanden in meinem Freundeskreis weiß, steht es jetzt erst einmal wieder in meinem Schrank und wird da auch noch lange bleiben, denn das Buch wird erneut gelesen!

Mögt ihr Martin Suter auch so gerne? Was ist denn euer liebstes Buch von ihm? Für mich steht weiterhin Small World auf Platz 1, wie Konrad Lang dort Alzheimer bekommt, hat mich so mitgenommen, dass ich das nicht in der Öffentlichkeit lesen konnte, so psychische folternd war es. 

[Lesenswert] The curious incident of the dog in the night-time – Mark Haddon

Vor Jahren kam dieses Buch durch einen Freund in meinen Besitz, wo es jetzt lange Zeit einfach so im Regal stand. Da ich eben diesen Freund aber die Tage in Berlin besuchte (und er das Buch selbst nie gelesen hat), nahm ich die Zugfahrt zum Anlass, es einfach mal zu lesen. Ohne große Erwartungen fing ich also mit The curious incident of the dog in the night-time von Mark Haddon an und was soll ich sagen, ich habe es einfach nur verschlungen! Ganz, ganz, ganz große Liebe und ich habe meinen Freund auch schon überzeugt, dass er es jetzt lesen muss!

Worum geht’s Der 15-jährige Christoper lebt mit seinem Vater in einer Reihenhaussiedlung, wo er eines Abends den toten Hund der Nachbarin findet. Zunächst wird ihm der Mord unterstellt, da er Asperger hat und niemand so genau weiß, was er mit dem Hund zu tun hatte. Da sich die Polizei nicht weiter um den Fall kümmert, beschließt Christopher schließlich selbst, den Mord aufzuklären und beginnt Nachforschungen in der Nachbarschaft anzustellen. Hier beginnt er, viel wichtigere Geheimnisse aufzudecken, die ihn schließlich dazu bringen, sich ganz alleine auf eine Reise nach London zu begeben.

Wie ist’s Mark Haddon schreibt ganz wunderbar, hier wird einem eine sehr gute Geschichte mit vielen unerwarteten Wendungen erzählt. Zumindest habe ich vom Klappentext her etwas ganz anderes erwartet und dann wurde es so viel tiefer und dunkler, grandios! Unsere Hauptperson Christopher ist so interessant und vielschichtig, da ich mich gerade sowieso mit Asperger beschäftige, war das auch einfach genau das richtige Buch. Teilweise sind seine Handlungsweisen auf den ersten Blick „seltsam“, man wird aber durch seine Sicht gelenkt und beginnt zu verstehen, wann er wie handelt.

Die Illustrationen und z.b. Berechnungen sind ebenfalls sehr passend für das Buch, sie geben einem ein noch besseres Verständnis in die Lebenswelt von Christopher. Die Sprache von Haddon selbst ist leicht und flüssig zu lesen, er verzichtet auf unnötige Verschachtelungen. Ein paar spannende Referenzen zu anderen Büchern baut er aber auch ein, wenn sich jemand weiter mit einer bestimmten Thematik beschäftigen will. Da die Kapitel kurz sind, kann man das Buch auch gut mit Unterbrechungen also z.b. morgens in der Bahn lesen, denn man findet immer wieder sehr schnell hinein. Da es aber wirklich fesselnd ist, würde ich es euch empfehlen, wenn ihr etwas mehr Zeit habt, um euch komplett in einer Geschichten zu verlieren. Schön ist ebenfalls, dass das Buch nachwirkt und man sich über viele Dinge, wie man selbst die Welt wahrnimmt, Gedanken macht. Mir hat es definitiv geholfen, einen besseren Blick in die Lebenswelt von Menschen mit Asperger zu erhalten und dass es dann auch noch ein Coming of Age Roman in seinen Anfängen ist, hat die Sache für mich komplett rund gemacht!

Eine Stelle aus dem Buch, die ich besonders gut fand, schreibe ich euch auch noch kurz auf: „Prime numbers are what is left when you have taken all the patterns away. I think prime numbers are like life. They are very logical but you could never work out the rules, even if you spent all your time thinking about them“.

Wer etwas für’s Herz will, was einen mitnimmt und doch mal etwas anderes ist, für den ist dieses Buch genau das Richtige und spontan würde ich es jedem empfehlen. Traut euch auch gerne an die englische Version, Mark Haddon schreibt sehr verständlich und verschachtelt nicht unnötig! Kennt es wer zufällig schon und ist davon ebenfalls begeistert?