Schlagwort: Wanderlust

[Reisen] Unterwegs in Chiang Mai!

Vom Bangkok aus, ging es fuer mich mit dem Zug nach Chiang Mai. Ich entschied mich fuer die billigste Klasse (ok, die zweitbilligste war ausgebucht und mehr wollte ich dann doch nicht ausgeben), was mich gerade einmal 270 THB (7€) fuer 14 Stunden Reisevergnuegen gekostet hat. Das Ticket koennt ihr direkt am Touristenschalter im Bahnhof kaufen und zumindest in meiner Klasse sollte immer noch etwas frei sein. Dafuer kriegt man aber weder eine Liege noch sonstige Annehmlichkeiten, man hat einfach einen Sitzplatz und wenn man Glueck hat, sitzt keiner neben einem und man kann versuchen, sich irgendwie auf die zwei Plaetze zu legen. Es sei angemerkt, dass das mit 1,76m nicht moeglich ist und die Sitze seeeeehr unbequem sind, aber hey, so reise ich eben. Nehmt am besten den Zug, der um 22.00h von Bangkok aus startet, denn so habt ihr noch den ganzen Tag in der Stadt, spart euch das Hotel und kommt morgens im Hellen durch einmalig schoene Waelder und Berge. Da waren die naechtlichen Strapazen gleich wieder vergessen! Mein Zug kam auf die Minute puenktlich in Chiang Mai an, ganz schoen verrueckt. Unterwegs verhungert ihr auch nicht, an jedem Bahnhof kommen Haendler, aber auch so gibt es Essen und Trinken im Zug – wenn man nicht ganz so low maintenance ist wie ich, da mir Wasser und Cashews vollkommen ausgereicht haben 😉

In Chiang Mai habe ich im JN Boxtel geschlafen, was ich euch auch absolut empfehlen kann. Die Lage ist super, da es zwar noch im inneren Altstadtbereich liegt, aber sehr ruhig ist und man gut schlafen kann. Jeder bekommt eine kleine Box, die zwar zuerst klaustrophobisch beklemmend aussah, dann aber doch mehr als bequem war. Drin hat man seine eigene Klimaanlage, eine harte Matratze, Ablagemoeglichkeiten und sogar einen kleinen Klapptisch. Das sehr saubere Bad teilt man sich mit den anderen Gaesten, was waehrend meines Aufenthaltes nur eine Person war, somit war das auch super. Recht gutes Internet haben sie auch und man kann sich auch unten in den grossen Aufenthaltsbereich setzen. Der Besitzer ist supernett und auch die Mitarbeiterin war sehr freundlich, nur sprach sie leider kaum Englisch (was mich echt ueberrascht, wie oft Menschen im Tourismusbereich hier kein Wort verstehen).

In Chiang Mai besucht man hauptsaechlich Tempel, davon gibt es hier naemlich ueber 200 Stueck. Die meisten kosten keinen Eintritt und sind auch absolut einsam, lediglich die touristisch gepimpten sind dann gleich etwas voller und eben mit einem kleinen Eintritt. Mir gefiel besonders gut der Wat Sri Suphan, da dieser silbern ist und somit einfach aus der Masse herausstach. Die Kunstarbeiten im Tempel sind auch absolut sehenswert, leider darf man als Frau nicht hinein, ich musste meinen Begleiter mit Foto reinschicken.

War ich dort fast alleine und konnte die Stille geniessen, so war mein zweitliebster Tempel, der Wat Chedi Luang das komplette Gegenteil. Sehr voll und laut zunaechst, somit fluechtete ich erst in den alten Teil, nutzte dann die Chance zum Monk Chat (man kann mit Moenchen ueber alles moegliche philosophieren) und ging dann zum Gebet um 18.00h. Da war ich dann ziemlich allein mit anderen Thais sowie Moenchen, man darf aber daran teilnehmen, nur eben im Hintergrund sitzen – wenn ihr die Zeit habt, nehmt das mit!

Da ich mich moralisch nicht zu einem Elefantenfarm-Besuch motivieren konnte (man weiss ja nie, ob sie die Tiere wirklich gut halten, also bin ich da raus) und nicht so fuer einen Kochkurs brenne, was viele hier machen, entschied ich mich, bei angenehm feuchten 32 Grad um 11.30h einfach mal zu einer 25km Wanderung aufzubrechen. Es ging zunaechst durch die komplette Stadt und dann den Monk’s Trail hoch zum Doi Suthep. Der Weg ist nicht sonderlich gut ausgeschildert, ich orientierte mich gut mit diesem Blogpost.

Hier wandert man ziemlich einsam quer durch den Dschungel, trifft riesige, wunderschoene Schmetterlinge, kommt an einem weiteren, sehr idyllischen Tempel vorbei und steht schliesslich oben vor all der goldenen Pracht. Es ist im zweiten Abschnitt teilweise sehr steil, nehmt genug zu trinken und vielleicht ein Shirt zum Wechsel mit, um den Tempelbesuchern oben einen Gefallen zu tun 😉 Aber absolut machbar, auch bei meiner miesen Kondition und oben kann man dann mit dem Blick ueber Chiang Mai und einem Smoothie entspannen. Da ich ein wenig dickkoepfig bin, lief ich den kompletten Weg auch wieder zurueck und kam dann doch fix und fertig und sooo hungrig wieder bei meinem Hostel an, man sieht es etwas, wuerde ich sagen:

Apropos Essen, Chiang Mai ist absolut auf Westler (Vegetarier & Veganer) eingestellt, an jeder Ecke findet ihr hier etwas leckeres. Ich war auf dem Saturday Night Market, wo ich einfach gutes Pad Thai, Morning Glory (scharfer Wasserspinat) und Gemuesewraps am Strassenstand fand, restaurantmaessig kann ich euch aber das Morning Glory sehr empfehlen. Komplett vegetarisch, auf Wunsch ist vegan auch kein Problem, kochen die sehr sympathischen Besitzer jedes Essen frisch und es schmeckt einfach wahnsinnig gut. Ich war in kurzer Zeit zweimal da, was ich eigentlich nie mache, das sagt also alles!

Ebenfalls sehr schoen, wenn auch absolut berlin-hipsterhaft ist die Seescape Gallery, wo der Smoothie nur nach Instagram schreit, aber auch verdammt lecker ist. Dass es nebenbei Kunst und einen tollen kleinen Shop gibt, erwaehne ich auch noch gerne. Ansonsten habe ich mich an Thai Ice Tea, Smoothies an Strassenstaenden und gebranntenen Nudeln sattgegessen und mir auch noch ein paar Kaffee gegoennt, die ich in Indien so dann nicht wieder kriegen werde.

Eigentlich wollte ich mir noch eine Massage goennen, da diese hier in Nordthailand weniger schmerzhaft und dafuer guenstiger sein sollen. Ausgesucht hatte ich mir das Chiang Mai’s Women Correctional Institute, wo man von Gefangenen massiert wird – eine Stunde kostet hier 200 THB. Die Frauen erhalten waehrend ihrer Haft eine umfangreiche Ausbildung, danach bekommen sie so die noetige Praxis und haben nach ihrer Entlassung eine neue Chance, einen Job im Leben zu finden. Den Ansatz finde ich absolut richtig und haette ihn gerne unterstuetzt, es war dort aber schon morgens (sie oeffnen um 8) so voll, dass ich nicht so lange warten wollte. Mal sehen. ob ich im Sueden noch eine Massage bekommen werde – in Bangkok habe ich mir ja immerhin eine Fussmassage gegoennt.

Und dann war meine Zeit in Chiang Mai leider schon wieder um, die Zeit verfliegt beim Reisen ja nur so! Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen lowbudget-Einblick geben und vielleicht ja die ein oder andere Idee, was ihr bei eurem Aufenthalt machen koennt. Ich freue mich, diesen Ort kennengelernt zu haben und bin besonders von der Natur noch immer hin und weg!

Seid ihr schon einmal in Thailand gewesen? Wenn ja, wo und wie hat es euch gefallen? Fuer mich geht es nun ueber Krabi nach Koh Jum, wobei ich diese Insel komplett wahllos ausgesucht habe, ich glaube aber, dass sie mir richtig gut gefallen wird, da ich eben nicht massentouristisch ueberlaufen, sondern eher Einsamkeit am Strand suche. Danach ist mein Thailandtrip auch schon fast vorbei und es geht zurueck nach Indien – wobei, wenn ihr noch einen Tipp fuer Bangkok habt, nur her damit, vor meinem Abflug habe ich da noch etwas Zeit!

[Reisen] One night in Toronto!

Ok, zugegeben, ich war schon häufiger in Toronto, aber ich wollte euch von meinem letzten Stop in Ontario erzählen, wo ich mittags mit dem Bus von Montreal ankam und am nächsten Tag abends nach Island flog. Bei meinen vorherigen Aufenthalten hat mich die kanadische Metropole (trotz CN Tower, Aquarium, alter Uni & viel Wasser) irgendwie nie gekriegt, ich fand sie jetzt nicht total blöd, aber auch einfach nicht sonderlich aufregend. Mittlerweile glaube ich, dass es wirklich am Wetter gelegen hat, denn es war immer grau, eiskalt, windig und bewölkt gewesen – beim letzten Mal Ende Januar war es zwar auch bitterkalt, aber es gab trotzdem blauen Himmel und Sonnenschein!

Toronto

Geschlafen habe ich im HI (Hostel International), welches sich direkt Downtown befindet. Die Lage war mir wichtig, da ich Städte gerne erlaufe, ich die Gegend schon kannte und es nicht allzu weit vom Busbahnhof war (ich sage nur 30kg Koffer+Rucksack+Tasche). Der Empfang war nett, das Hostel hat einen großen Aufenthaltsraum sowie eine Lounge-Area und ich durfte schon um 13.00h einchecken. Also habe ich den Kram in mein Frauen-4-Bett-Zimmer mit eigenem Bad gestellt, die Wertsachen im Safe verstaut (denkt an ein kleines Schloss) und mich auf in die Innenstadt gemacht.

Zunächst wollte ich unbedingt ins Eaton Centre, letzte Mitbringsel besorgen, bei Sephora vorbeischauen und ein Eis bei Dairy Queen essen. Ganz wichtige Punkte! In der Mall findet man so ziemlich jedes Geschäft, was man sich nur wünschen kann – sollte es nicht da sein, ist es aber bestimmt in der Yonge Street gleich nebenan. Zur Hudson’s Bay Company musste ich natürlich auch noch einmal, kanadischer geht es ja nicht.

Kanadagänse

Danach ging es natürlich runter zur Hafenfront, hier lief ich einfach nur ein wenig herum, schaute den Schlittschuhläufern zu und machte einen Abstecher in eine meiner liebsten Gallerien, die Power Plant. Zeitgenössische, oft jenseits den Mainstreams angesiedelte Kunst, die man sich kostenlos ansehen (und sich kurz aufwärmen) kann. Danach ging es weiter zum Museum of Inuit Art, welches ich schon besucht hatte. Da mich die Kunstwerke der Inuit faszinieren, liebe ich diese Museum, welches sehr schön die Geschichte und unterschiedlichen Stile zeigt und auch moderne Werke zum Verkauf anbietet. Sollte ich mal genug Geld haben, hier würde ich kein Problem haben, es auszugeben. Abends habe ich den historischen Distillery District besucht, wobei historisch hier 1832 bedeutet 😉 Hier findet man ebenfalls viele Geschäfte, Theater, Restaurants und Bars – ich kann euch den Mexikaner El Catrin empfehlen. Wenn ihr danach noch Lust habt, etwas zu unternehmen, lege ich euch The Rex ans Herz, eine Jazz & Blues Bar, wo es täglich Livemusik gibt.

Toronto The Rex

Am nächsten Morgen gönnte ich mir einen Kaffee im Fairmont Hotel, was sich schon sehr luxuriös, aber irgendwie auch britisch-kolonial anfühlte (kenne ich ja aus Indien *g*). Diese Hotelkette habe ich gefühlt ständig in Kanada gesehen und was für die Queen gut ist, kann für mich ja auch nicht schlecht sein. Für mehr als ein Heißgetränkt reicht es allerdings nicht. Direkt nebenan ist ein Tim Hortons, solltet ihr euren Kaffee lieber mitnehmen und einfach nur etwas durch das Hotel schlendern wollen. Anschließend musste ich mich entschieden, ob ich in die Art Gallery of Ontario oder das Royal Ontario Museum wollt, für beides reichte die Zeit leider nicht. Letzteres ist von der Architektur her sehr beeindruckend, da war ich bei vorherigen Aufenthalten schon fleißig Bilder machen und da mein Herz für Kunst schlägt, wurde es die Art Gallery. Ebenfalls ein interessantes Gebäude, die Ausstellungen waren sehr gut konzipiert, es war nur enorm voll. Auf dem Weg dahin lief ich zunächst am Gericht (und seinem schönen Park mit den dicken Eichhörnchen) vorbei und auf dem Rückweg ging es dann noch zu einem meiner Lieblingsorte in Toronto, dem Above Ground Art Supplies Store, einem Paradies für schaffende Künstler und Leute wie mich, die einfach nur etwas Inspiration suchen.

Toronto Downtown

Wenn ihr noch in einer Stadt mit einem Chinatown gewesen seid, schaut euch doch dort noch ein wenig um, hier kann man in den Bäckereien leckere Sachen essen und auch viel und günstig einkaufen. Da ich asiatische Gesichtspflege, besonders Tuchmasken liebe, habe ich natürlich noch einmal zugeschlagen! Bubble Tea gibt es auch an jeder Ecke, aber hier habe ich mittlerweile gelernt, dass es nicht mein Geschmack ist. Da gehe ich lieber bei Bulk Barn vorbei und mische mir nach Lust und Laune eine Tüte mit Süßigkeiten, Nüssen und getrockneten Früchten. Diese Kette ist genial, alles ist lose und man schaufelt sich dann seine eigene Mischung zusammen!

Für mich ging es dann nur noch zu Davids Tea (für Teeliebhaber ein Must-Go!) und zurück ins Hostel, von wo aus ich mich auf den Weg zum Flughafen machte. Hier gibt es zwar einen direkten Bus hin, da der aber über $20 kostet und ich das gar nicht einsehe, fuhr ich mit U-Bahn und öffentlichem Bus für unter $4 hin – das dauert zwar fast eine Stunde, aber man sieht noch ein bisschen von der Stadt und kann das gesparte Geld dann für die letzten Sachen bei Tim Horton’s und im Dutyfree am Flughafen ausgeben.

Ich habe leider kein Bild von den vielen schwarzen Brettern gemacht, die überall hängen, aber schaut euch diese mal an. Auch die Zettel, die an den Ampeln etc hängen, sind oft großartig – entweder vom künstlerischen Aspekt oder vom Humor her! Da könnte man sich in Deutschland gerne etwas dran orientieren 🙂

Weiterhin würde ich jetzt nicht sagen, dass ich wieder nach Toronto MUSS, aber ich habe einige Ecken gefunden, die mir gefallen. Die Mischung zwischen amerikanischer Großstadt und altenglischem Stil mit einem asiatischen Einschlag ist spannend, im Kunstbereich kam ich sowohl innerhalb Museen/Galerien als auch auf der Straße auf meine Kosten und wie immer lernte ich nette Menschen kennen. Wahrscheinlich werde ich irgendwann wieder hinfahren, da ich noch einmal zu den Niagarafällen will, die finde ich nämlich wahnsinnig beeindruckend und ziemlich günstig sind die Flüge dorthin ja auch. Aber länger als zwei Tage muss ich dann auch nicht dort bleiben 😉 Wenn ihr nach Ostkanada wollt, sage ich weiterhin Montreal > Toronto!

Seid ihr schon einmal in Toronto gewesen? Wie hat es euch gefallen? Habt ihr noch ein paar Tipps, was man sich unbedingt ansehen/ wo essen/ wo schlafen sollte?

[Reisen] Deutschland, ich komme!

Heute (ok, erst um 22.00h) geht es für mich zurück nach Deutschland. Dabei mache ich noch ein wenig europäisches Flughafenhopping, von Montreal gibt es nämlich verdammt günstige Flüge nach Frankfurt, wenn man eine Route über London & Brüssel in Kauf nimmt. Da diese nicht sehr viel länger dauert als die anderen Optionen, aber viel günstiger ist, habe ich mich dafür entschieden und freue mich!

Obama Cookie Ottawa

Nach 8 1/2 Monaten wird es aber auch Zeit, normalerweise ist mein Auslandslimit bei 6 Monaten und das haben wir schon gut überschritten 😉 In Deutschland werde ich drei Wochen bleiben, bevor es wieder nach Kanada geht und was nach wahnsinnig viel Zeit klingt, scheint mittlerweile gar nicht mehr viel zu sein, so viel will ich machen, so viele Leute will ich treffen und so viel leckeres Essen will ich in mich hineinfuttern *g* Der Blog wird dabei natürlich auch nicht vernachlässigt, habe ich doch einige Sachen zugeschickt bekommen, die ich testen und euch vorstellen mag. Da ich immer die vielen Bloggernewsletter bekomme, habe ich auch eine ganz schön lange Liste, was ich alles kaufen mag und mal schauen, was ich davon dann wirklich ins Körbchen packe.

Die Zeit heute am Flughafen werde ich noch produktiv nutzen und mich dann mit dem Thema Jetlag auseinandersetzen – es sind zwar nur 6 Stunden, aber mein Körper mag diese Richtung gar nicht leiden und ich glaube, bis ich wieder ent-jetlagt bin, darf ich wieder ins Flugzeug steigen 😉 Für Tipps bin ich immer offen, falls jemand etwas Gutes weiß!

Für Wimdu habe ich – gemeinsam mit vielen anderen deutschen Bloggern – meine Inflight-Beauty-Geheimnisse verraten, die nicht sonderlich geheim sind, aber vielleicht ist doch noch etwas Neues für euch dabei! Sobald der Beitrag online steht, werde ich ihn an dieser Stelle für euch verlinken, aber ich sage schon mal Tuchmaske, Tuchmaske, Tuchmaske, wenn man mich nach dem einen Produkt fragt, ohne welches ich nicht einsteige!

Da ich so ein kleiner Angsthase bin, bin ich schon ganz nervös, Fliegen ist einfach nicht mein Ding, dieses Kontrolle an andere über mein Leben abgeben, nee nee. Somit drückt mir die Daumen, dass ich nicht in die Panikattackenspirale gerate, das wird dann nämlich für niemanden schön :/

[Reisen] Von Winnipeg nach Montreal!

Mein Vorhaben, von Vancouver zur Ostküste Kanadas zu fahren, hat in Montreal ein abruptes Ende genommen, genauer gesagt in Kirkland, irgendwo vor der Stadt. Dort auf dem Highway ging mein Auto während der Fahrt nämlich einfach aus und nie wieder an..RIP Wilson, wir hatten eine tolle Zeit und ja, ich bin definitiv sehr traurig, nun wieder autolos zu sein. In Deutschland macht mir das nichts aus, Kanada ist aber ein Autofahrerland und somit ist alles wieder etwas umständlicher. Jetzt aber zurück zum eigentlichen Trip!

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Von Winnipeg aus, fuhr ich zunächst Richtung Südosten in die Stadt Steinbach und der Name lässt es schon erahnen, hier leben sehr viele Mennoniten! Angesehen habe ich mir ein Museum, welches aus alten Gebäuden von ihnen bestand und wirklich sehr gut gemacht war. Man fühlte sich in eine andere Zeit versetzt und wären die Moskitos nicht so bösartig gewesen, wäre ich noch länger dort geblieben.

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Die ersten Nächte schlief ich im Auto, was in Manitoba bzw Ontario nicht ganz so leicht war wie in den nördlichen Provinzen, wo es an jeder Ecke Parkplätze gibt. Im Endeffekt findet man aber immer was oder stellt sich notfalls einfach in eine Straße in einem Ort, also keine Panik. Mich verschlug es zunächst nach Thunder Bay, wo ich mir das Kunstmuseum, das Stadtmuseum, die Terry Fox Statue und den Ouimet Canyon ansah. Letzteren fand ich grandios und dort schlief ich auch auf dem Parkplatz 😉 In dem Canyon kann man sehr seltene, arktische Pflanzen sehen, die hier eigentlich gar nicht wachsen und das war toll – außerdem ist man dort wieder mutterseelenallein.

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Danach ging es zum Wandern in die Natur entlang des Lake Superior mit Stopp in Wawa (Schlafplatz am Wasserfall) und Sudbury, wo ich wieder einen tollen Couchsurfer traf! Die Natur am Lake Superior ist super und sowohl der gleichnamige Nationalpark als auch der Pukaskwa Park waren atemberaubend. Trotz Gewitter, Wind und Kälte, ich hatte eine grandiose Zeit und war traurig, nicht mehr Zeit zu haben!

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Danach ging es städtisch weiter, ich hatte eine Nacht in Ottawa, wobei ich diese Stadt schon kenne. Somit wollte ich nur ins Parlament (welches wieder nicht offen hatte, da ist der Wurm drin), ins Laurier House, was ich schaffte und zum Byward Market, wo ich endlich einen Beaver Tail essen konnte. Dank toller Couchsurfer hatte ich eine gute Zeit, bevor ich dann in Montreal strandete.

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Da ich immer davon ausgehe, dass alles im Leben aus irgendeinem Grund geschieht, blies ich also nicht lange Trübsal wegen des Autos, sondern stürzte mich hier ins sehr französisch geprägte Leben. Und was soll ich sagen, ich bin absolut begeistert von Montreal! Ein absolut heldenhafter Couchsurfer ließ mich lastminute für drei Tage in seinem Haus übernachten, zeigte mir viele tolle Plätze und Montreal hat mich umgehauen. So sehr, dass ich sogar mit dem Gedanken spiele, nach Deutschland nicht nach Toronto zu gehen, sondern hier zu bleiben..aber da muss ich doch noch mal 2-3 Nächte drüber schlafen, denn ohne gute Französischkenntnisse ist die Jobsuche hier nicht ganz so einfach. Aber seht mal die Aussicht vom Mount Royal, genial oder!

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Wie bei jedem Roadtrip bisher hatte ich eine einmalig schöne Zeit mit einer Stadt-Natur-Mischung sowie vielen tollen Couchsurfern und Menschen, die ich einfach so zwischendurch kennengelernt habe. Selbst beim Autotod war jeder so hilfsbereit und nett, ach es ist einfach so kinderleicht, durch Kanada zu reisen 🙂 Ich kann es euch nicht genug empfehlen!

[Reisen] Hallo Yukon!

Den gesamten Juni bin ich von Vancouver bis nach Anchorage und über Fairbanks wieder nach Whitehorse gefahren, was flockige 6000km waren. Nach ein paar Tagen in der Hauptstadt des Yukons (75% der Einwohner leben hier, man glaubt es nicht, wenn man in dieser „Stadt“ ist), habe ich jetzt mein neues Domizil Marsh Lake bezogen. Hier werde ich nun 2-3 Wochen meine zweite helpx-Erfahrung in einem Hotel machen und bin bisher sehr angetan. Allerdings ist mir heute schon mein Macbookladekabel kaputtgegangen (Apple hat echt keine Qualität, was die Ladekabel angeht) und dann ist gmx.de hier gesperrt. Fragt mich nicht wieso, die Seite tut ja niemandem was, aber nicht auf meine Emails zugreifen zu können, macht mich gar nicht glücklich. Von wegen abschalten in der Wildnis, ich will zumindest morgens und abends meine Emails checken..da meine Unterkunft auch kein Wifi hat, muss ich jetzt wieder wie in Indien zum zensierten Internet laufen (ihr glaubt gar nicht, wie viele Parallelen ich schon zwischen Kanada und Indien gefunden habe in den letzten vier Monaten).

Mein Haus am SeeZumindest bin ich im Yukon jetzt schon einmal zur Hausbewohnerin geworden, verrückt, was sich hier Staff-Unterkunft nennt 😉 So viel Platz bin ich nicht gewohnt und besonders nach einem Monat im Auto ist das echt riesig. Daran, dass man hier Türen nicht abschließt (abschließen oder gar komplett zumachen kann), muss ich mich allerdings noch gewöhnen, die erste Nacht war ich bei jedem Geräusch wach und habe meine Kühltruhe dann vor die Haustür geschoben. Wobei ich mir sicher bin, dass die den Bären auch nicht abhält *g*

Die Menschen hier sind alle super entspannt, keiner überarbeitet sich, man nimmt sich Zeit für ein Gespräch und das alles inmitten traumhaft schöner Natur – für eine Weile kann ich da sehr gut mitmachen, auf Dauer wäre mir hier aber definitiv zu wenig los. Dank Fahrrad und Kayak/Kanu kann ich hier aber einiges an Zeit verbringen und Bücher habe ich auch genug zu lesen. Der Marsh Lake ist übrigens – wie alle Seen in Kanada – riesig und sehr wellig, bisher habe ich mich noch nicht reingetraut. Aber auch zum Wandern ist es hier großartig und ich freue mich schon auf einige Touren. Habe ich schon die unsagbar gute Luft, die überwältigend schöne Natur und einfach die herrlichen Farben an jeder Ecke erwähnt? 🙂

Bei helpx bekommt man Unterkunft und Verpflegung gegen Arbeit und ich habe meinen ersten Tag mit vier Stunden Unkraut jäten verbracht 😉 Habe ich bisher auch noch nie wirklich getan, Gartenarbeit ist eigentlich nicht mein Ding. Hier im strahlenden Sonnenschein an der frischen Luft war es aber durchaus ganz nett, mir tat nur das Unkraut leid, das gefiel mir persönlich nämlich ziemlich gut. Da es hier noch recht viel zu jäten gibt, werde ich das wohl auch die nächsten Tage machen – ihr seht, überarbeiten werde ich mich hier nicht. Im Gegensatz zu meiner vorherigen helpx-Stelle auf Vancouver Island läuft die Saison hier gerade erst an und es sind nur wenige Gäste vor Ort.

Miles Canyon

Die Tage werde ich allerdings wieder nach Whitehorse müssen und hoffen, dass es dort irgendwo ein Ladekabel für meinen Laptop gibt – zum Glück hat mein Chef hier zwar noch eines, das kann ich aber nicht mitnehmen, wenn es für mich weitergeht. Mal sehen, ob das erfolgreich wird, ich habe ein bisschen meine Zweifel. Bisher habe ich in Whitehorse primär die Galerien erkundet, wobei ich besonders das Yukon College mit der Arctic Adaption Ausstellung hervorheben mag. Da ich davon aber so begeistert bin, gehe ich da noch einmal ausführlicher ein. Sollte wer gerade im Yukon sein und das hier lesen: geht hin! Und nehmt das gerade stattfindende Adaka Festival gleich mit, ich fand es sehr interessant!

Wenn ich mich endlich einmal dazu aufraffen kann, kommen meine Berichte zu meinem Monat auf Vancouver Island und meinem Roadtrip nach Alaska, wo ich sehr viel gesehen und gelernt habe. Am liebsten würde ich diese Zeilen getippt haben, bevor es dann wieder Richtung Norden geht – mein nächstes Ziel für August ist nämlich Yellowknife, was ich gar nicht abwarten kann! War schon einmal jemand dort?

Sunday again.

Einen Tag verspätet, aber auf einem Roadtrip habe ich es irgendwie nicht mehr mit den Wochentagen *g*

[Gesehen] atemberaubende Landschaft zwischen Vancouver und Stewart

[Gelesen] Straßenkarten & Visitor Information

[Gehört] viel Regen (beim im Auto schlafen); Radio

[Getan] von Nanaimo zurück nach Vancouver gefahren; Orcas von der Fähre aus gesehen; mit dem Auto von Vancouver bis hoch nach Stewart gefahren (jetzt sind wir schon „fast“ im Yukon)

Tachostand

[Gegessen] Oatmeal; Bananen & Äpfel; Schoki-Macadamia-Kekse; Tacos; Veggieburger; Zimtschnecken..Straßenessen 😉

[Getrunken] Kaffee; Tee; viel Wasser

[Gedacht] Couchsurfing kann grandios und ziemlich schlimm sein 😉

[Gefreut] Bären & Gletscher am Straßenrand, was will man mehr!

[Geärgert] über niiiix; aber Prince George fand ich als Stadt sehr enttäuschend

[Gekauft] Lebensmittel & Benzin

Sunday again.

[Gesehen] Fury; Selma; Younger; Finding Carter; Rookie Blue

[Gelesen] Straßenkarten; ansonsten nix :/

[Gehört] Wiz Khalifa

[Getan] meinem Jurten-Paradies tschüss gesagt & quer durch Vancouver Island gefahren; riesige Bäume besucht; Lake Cowichan, Duncan und Nanaimo angesehen; mit dem Kanu rund um Newcastle Island gepaddelt; endlich wieder couchgesurft

Soule Creek Lodge Port Renfrew

[Gegessen] selbstgemachtes Zimteis; Wildreis aus Manitoba; Körnerbrot mit Hummus; viel Salat; Mandeln mit Schokolade; Obstsalat

[Getrunken] vietnamesischer Kaffee; viel Tee; Orangensaft und Wasser

[Gedacht] Vancouver Island zu verlassen fällt mir echt verdammt schwer, so ein schönes Fleckchen Erde!

[Gefreut] liebe Gäste, nette letzte Arbeitsstunden mit den beiden Chef und meiner Kollegin

[Geärgert] eher gefürchtet, wir haben beim Gassigehen einen Bären getroffen – der neu hier eingetroffene mexikanische Straßenhund war genau so verstört wie wir *g*

[Gekauft] bisschen Zeug für den Yukon & Alaska, da dort alles wahnsinnig teuer ist (Zahncreme, Müsliriegel, nix spannendes)

Sunday again.

[Gesehen] Finding Carter; The Blacklist; Rookie Blue; Younger

[Gelesen] vor lauter arbeiten kam ich zu nix :/

[Gehört] Vogelgezwitscher; auftauchende Orkas!

[Getan] Orkas von einem Speedboot aus gesehen; in Victoria gewesen und im Royal British Museum; Bambi gefunden; viel gearbeitet; Bäume angeguckt (Stichwort: Avatar Groove)

Bambi

[Gegessen] Vollkornbrot; Veggie-Burger; selbstgemachte Lemontartes; gegrillte Portobello-Pilze; Kürbiskernmüsli; gegrillte Maiskolben; viel Salat

[Getrunken] Kaaaaffee mit Mandelmilch; diverse Teesorten; Wasser; Orangensaft

[Gedacht] Vancouver Island, du hast mein Herz im Sturm erobert!

[Gefreut] ich habe Orkas gesehen, direkt vor mir..viele Orkas, die aus dem Wasser gehüpft sind und ihre Köpfe herausgesteckt haben..unser Skipper blieb vier statt drei Stunden mit uns dort und ich hätte noch viiiiel länger dort bleiben wollen

[Geärgert] Gäste, die die Zimmer in schlimmen Zustand hinterlassen und die ganze Nacht hindurch noch laut sind

[Gekauft] Museumseintritt, Benzin & Süßigkeiten für unterwegs

Sunday again.

[Gesehen] Nashville; The Blacklist; The Vampire Diaries; Criminal Minds; The Big Bang Theory

[Gelesen] „Das geraubte Leben des Waisen Jun Do“ von Adam Johnson

[Gehört] kanadische Künstler bei Spotify

[Getan] auf der Lodge gearbeitet; meine restliche Zeit auf Vancouver Island geplant (Victoria, Duncan, Lake Cowichan & Nanaimo, ich komme); wieder am Botanical Beach gewesen

Tidepool Botanical Beach

[Gegessen] Salate; Falafel; Kürbiskernmüsli; Obstsalat; Birnen; Reis aus Manitoba

[Getrunken] viel Kaffee; Tee; Leitungswasser; Orangensaft

[Gedacht] so langsam verliere ich mein Zeitgefühl; ich werde die Stille hier vermissen (aber ich brauche eine Stadt um die Ecke *g*)

[Gefreut] über eine neue Helferin auf der Lodge, zu zweit macht es mehr Spaß; über Zusagen von neuen Hosts in Tagish & Yellowknife

[Geärgert] über unfreundliche Mails

[Gekauft] quasi eine Waltour, wobei ich diese erst am Dienstag mache *freu*

Sunday again.

[Gesehen] Grey’s Anatomy; Nashville; The Big Bang Theory; Criminal Minds; Bones

[Gelesen] „Das geraubte Leben des Waisen Jun Do“ von Adam Johnson

[Gehört] „Say something, I’m giving up on you“

[Getan] auf der Lodge gearbeitet; die Stille genossen; Adler und Seerobben beobachtet; den halben Juan de Fuca Trail gelaufen (gefallen trifft’s besser, das war verdammt matschig); Macadamia-weiße Schoki-Kekse gebacken

Juan de Fuca Trail Botanical Beach

[Gegessen] viel Salat und Obstsalat; Couscous mit Gemüse; Müsli mit Sonnenblumenkernen und Mandelmilch; selbstgemachtes Eis; Apfelstrudel; Rhabarberkompott..ich könnte ewig weiter tippen, da ich hier so gutes Essen bekomme!

[Getrunken] Kaffee; Wasser; Säfte; Smoothies

[Gedacht] Au! Der erste Sturz tat weh, ab dem zweiten war der Körper dann dran gewohnt

[Gefreut] über die unsagbar schöne Natur, durch die ihr hier täglich stapfe; nach der 20km-Wanderung auf den Jacuzzi und dass ich keine 10 Min an der Strasse stehen musste, bis mich jemand mit zu meinem Auto nahm

[Geärgert] über eine Gruppe Gäste, deren Zimmer ich fünf Tage sauber gemacht habe und dann geben sie kein Trinkgeld..nee, das gehört sich nicht.

[Gekauft] gar nichts.

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