Monat: Februar 2023

[Beauty] Nagellack-Aufbrauchprojekt 2023!

Seitdem ich im August 2022 ein neues Nagellack-Aufbrauchprojekt gepostet habe, ist nicht wirklich viel passiert, aber ich gebe nicht auf! Und werde glaube ich immer realistischer, da ich mir nach wie vor eher selten die Nägel lackiere. Hätte mir das mal wer vor ein paar Jahren gesagt, ich hätte ihm nicht geglaubt, da ich jede Woche eine neue Farbe auf den Nägeln hatte! Das waren die sieben Kandidaten, mit denen ich das Projekt 2022 begonnen habe:


Wie ihr sehen könnt, ist mittlerweile immerhin ein Kandidat aufgebraucht und ja, das war ein Klarlack. Aber hey, ein Lack weniger in meiner seeeeeehr umfangreichen Sammlung! Da ich aktuell in Finnland unterwegs bin und somit nur begrenzt Gepäck habe, durften dann für die nächste Zeit auch nur zwei Nagellacke mit, welche ich aber auch schon vorher häufiger benutzte. Aktuell sieht meine Routine also folgendermaßen aus:


Der Nail Art Special Effect Topper von Essence in 08 night in vegas ist wunderschön glänzend, am besten auf einem schwarzen Nagellack! Jetzt trage ich aktuell aber wenig schwarzen Nagellack im Alltag und habe somit faul begonnen, diesen Topper solo zu tragen. Denn so schimmern meine Fingernägel immer, aber gleichzeitig muss man sich null Gedanken um Tipwear machen, da man sie nicht sieht. Ideal also, wenn man am Reisen ist und einfach keine Zeit (oder Lust) hat, sich um seine Nägel zu kümmern, aber trotzdem etwas Blingbling haben mag. Man kann mittlerweile auch erkennen, dass der Lack langsam leerer wird, was mich freut!

Der Rose Dahlia Nagellack von Yves Rocher hat die ideale Mitnahmegröße von nur 5ml und ist seit bestimmt einem halben Jahr mein go-to-Lack, wenn es um meine Zehen geht. Während so ein sattes Pink auf den Fingernägeln nämlich gar nichts wäre, mag ich die Farbe an den Füßen ganz gerne. Aktuell sogar noch mehr, ich habe mir nämlich den Fußzeh gebrochen und das sieht alles etwas stark angeschlagen aus – aber meine Nägel strahlen trotzdem noch (und die Farbe verdeckt auch alles an Bluterguss, was wahrscheinlich gerade drunter ist). Hier bin ich schon bei etwa der Hälfte der Flasche angekommen und hoffe, sie bis Ende des Jahres dann auch aufgebraucht zu haben, yay!


Bis März werde ich primär diese beiden Nagellacke nutzen und dann mal schauen, ob ich aus den 2022-Kandidaten wieder jemanden ergänze oder doch Lust auf eine andere Farbe aus meiner Sammlung habe. Normalerweise stehe ich im Frühling ja wahnsinnig auf Pastell-Nagellacke und habe da auch einige tolle Nuancen zur Auswahl, aber die letzten Jahre war die Lust einfach nicht da. Hoffen wir, dass es dieses Jahr endlich wieder anders wird!


Was für Nagellack tragt ihr aktuell besonders gerne? Früher habe ich da wirklich jeden Trend mitgemacht und mir z.b. am Wochenende zum Feiern immer ausgefallene Farben mit diversen Toppern lackiert..aber seit ein paar Jahren bin ich irgendwie müde (übersättigt trifft es vielleicht eher) und verfolge nur selten noch Trends..bzw weiß ich gerade gar nicht, wann ich mir überhaupt das letzte Mal einen Nagellack gekauft habe, aber es ist definitiv schon ein paar Jahre her! Wobei ich auch gestehen muss, dass ich wahrscheinlich mehr Nagellacke habe als ich in meiner Lebenszeit überhaupt noch aufbrauchen kann 😉

Die Piercing-Trends 2023!

Seitdem ich 18 Jahre alt war, haben sich nach und nach immer mehr Piercings und Dermal Anchors bei mir angesammelt und ich bin weiterhin von diesem vielseitigen Körperschmuck fasziniert. Somit will ich euch heute die Piercing-Trends 2023 vorstellen, wobei natürlich immer gilt: Trend ist, was euch gefällt und besonders hier sollte man sich wirklich gut vorher überlegen, ob man das jeweilige Piercing haben mag. Klar kann man es wieder entfernen, aber oftmals bleibt eben doch die Einstichstelle zurück (ich trage schon seit Jahren mein Bauchnabelpiercing nicht mehr, aber der Stichkanal ist weiterhin vorhanden und lässt mir somit auch die Option, es irgendwann doch wieder durchzustecken).


Bei den Piercingstrends ganz oben ist das Ohr als Region, da die Piercings dort für alle leicht sichtbar sind. Aber auch ein elegantes Intimpiercing liegt immer mehr im Trend und besonders für Frauen gibt es hier – je nach Anatomie – eine riesige Auswahl an Stellen und Piercings. Da diese privaten Piercings im Alltag nicht unbedingt sichtbar sind, wird allgemein weniger über sie gesprochen, aber in meinem Bekanntenkreis erfreuen sie sich immer größerer Beliebtheit und zwei meiner Freundinnen haben sich (komplett unabhängig voneinander) in letzter Zeit ein Intimpiercing stechen lassen. Wodurch ich jetzt erst gelernt habe, was es da alles an spannenden Piercingmöglichkeiten gibt!

Kommen wir aber zurück zu den sichtbareren Piercings und den aktuellen Trends. Wie schon oben erwähnt, sind die Ohren 2023 erneut im Fokus und das Anti-Helix-Piercing, Snack Bites sowie das Conch-Piercing angesagt. Gerne werden mehrere Piercings kombiniert und zu einem harmonischen Gesamtbild zusammengefügt, welches man auch als curated ear bezeichnet. Mir war bzw ist bei meinen verschiedenen, beidseitigen Ohrpiercings auch wichtig, dass sie zusammenpassen und sich zu einem einzigen Kunstwerk zusammenfügen. Mit einem Conch-Piercing liebäugele ich zwar schon einige Zeit, finde es aktuell aber einfacher, mir ein unechtes Piercing anzustecken anstatt es mir stechen und abheilen zu lassen. Auf jeden Fall kann man mit mit Asymmetrien, unterschiedlichen Materialien und Größen wunderbar experimentieren und seine Ohrenpiercing-Kunstwerke immer wieder neu erfinden!


Ebenfalls angesagt sind dieses Jahr Lippen- und Lippenbändchenpiercings! Hier hat man zwar nicht soooo viele Möglichkeiten, wie es am Ohr oder im Intimbereich der Fall ist, aber besonders die Ashley- und Medusa-Piercings (einmal durch die Unter- und einmal durch die Oberlippe) sind wunderschön anzusehen. Variieren kann man dabei gut mit dem Schmuck, denn ein Ring in der Unterlippe hat z.b. eine ganz andere Ausstrahlung als ein Stecker mit Kugeln. Das Lippenbändchenpiercing wird auch Smiley genannt, da es eben nur beim Lachen sichtbar ist und somit auch für alle geeignet ist, die vielleicht in einem immer noch etwas konservativerem Umfeld arbeiten. Besonders gefallen mir hier die halboffenen Hufeisenringe, die es auch in ausgefalleneren Farben gibt!

Bei allen Piercings – ob Trend oder Alltime-Piercing-Favoriten – gilt natürlich, dass ihr euch selbst im Vorfeld ausgiebig informiert und euch wirklich sicher seid, dass ihr diesen Eingriff bei einem erfahrenen Piercer durchführen lassen wollt. Haltet euch an die Anweisungen, wie ihr das neue Piercing beim Abheilen pflegen sollt und dann dürftet ihr lange Freude mit eurem Schmuckstück haben. Ich weiß noch, wie glücklich ich über meine ersten Piercings (Ohren, Bauch, Zunge, Dermal Anchors) gewesen bin und wie wenig ich sie nach all diesen Jahren noch immer nicht missen mag!

[Beauty] Zurück zur BB Cream!

Ich kann gar nicht so genau erklären, wieso, aber während ich BB Creams früher wahnsinnig liebte, sind sie irgendwann aus meiner Beautyroutine verschwunden. Stattdessen griff ich zu leichten Foundations, Puder oder auch zu gar nichts (besonders die letzten zwei Jahren war ich soooo selten geschminkt). Mittlerweile habe ich aber wieder Lust auf strahlenden, ebenmässigen Teint mit minimalem Aufwand neben einer optimierten Pflegeroutine und somit Lust auf eine neue feuchtigkeitsspendende BB Cream.


Eine BB Cream (BB steht für Beauty Balm oder Blemish Balm) ist ein wundervolles Allroundtalent, in welchem sich eine feuchtigkeitsspendende Tagespflege mit LSF und genug Deckkraft vereint, sodass man kein zusätzliches Makeup mehr benötigt. Ich habe sie damals in Asien kennen- und lieben gelernt und war sehr froh, dass dieser Trend auch schnell nach Deutschland schwappte (wobei die BB Cream ursprünglich sogar schon in den 60er Jahren in Deutschland entwickelt wurde, aber nur für die Hautbehandlungen nach operativen Eingriffen verwendet wurde). Mittlerweile gibt es eine riesige Auswahl an BB Creams und es lohnt sich hier wirklich zu schauen, ob das jeweilige Produkt für den eigenen Hauttyp geeignet ist. Besonders spannend finde ich, dass es auch speziell für reifere Haut konzipierte Sorten gibt, welche Anti-Aging-Wirkstoffe (z.b. Q10) enthalten.

Der Unterschied zur stärker deckenden Foundation liegt also einerseits in dem natürlicher aussehenden Finish, andererseits aber auch in der Anwendung. Eine BB Cream könnt ihr problemlos immer und überall direkt mit den Händen auftragen und erhaltet ein tolles, gleichmässiges Ergebnis ohne störende Ränder. Ob morgens unterwegs auf dem Weg zur Arbeit oder beim Reisen nach einer Nacht im Zug, man kann der Haut sofort etwas gutes tun, erfrischter aussehen und das ohne viel Mühe. Makeup hingegen muss mit Hilfsmitteln wie Pinseln eingearbeitet werden, mit Puder fixiert werden und dann noch mit Contour und Rouge bearbeitet werden – denn sonst habt ihr einfach nur eine stark abgedeckte, einfarbige Fläche, wo nichts mehr durchscheint. Wem die BB Cream nicht deckend genug ist, kann aber natürlich auch hier noch zusätzlich mit Concealer, Makeup und Puder nachhelfen, besonders bei Augenringen musste ich das früher auch.

Neben der feuchtigkeitsspendenden und den Teint ebenmässiger wirken lassenden Wirkung dank enthaltener Farbpigmente haben viele BB Creams noch zusätzliche Inhaltsstoffe, um Hautalterung vorzubeugen oder auch dunkle Hautstellen mit der Zeit langsam verschwinden zu lassen. Somit empfiehlt sich eine regelmässige Anwendung der BB Cream und bei mir ersetzte sie früher dann einfach komplett die Tagespflege. Somit sah meine morgendliche Pflegerountine sehr simpel aus: Reinigungslotion, Serum, Augenpflege, BB Cream, Augenbrauenpuder und Mascara – fertig. Abends habe ich dann mit einer intensiveren Nachtpflege ausgeglichen.

Fast alle BB Creams haben einen integrierten Sonnenschutz und das macht unser aller Leben doch noch leichter. Dass die tägliche Anwendung von Sonnenschutz (ja, auch im Winter) wichtig für die Gesundheit ist, muss ich euch bestimmt nicht erzählen, aber manchmal hat man keine Zeit, eine blödes Produkt oder schlichtweg gar kein Produkt mehr im Haus. Somit versuche ich – egal ob BB Cream oder normale Tagespflege – hier immer nach einem Produkt zu greifen, welches mir das Nachdenken am Morgen erspart und meine Haut vor den UV-Strahlen schützt.


Jetzt würde mich interessieren, ob ihr noch BB Creams benutzt? Wenn ja, welche könnt ihr aktuell besonders empfehlen?

[Lesenswert] Dear Edward – Ann Napolitano

Bisher habe ich in Finnland noch keine öffentlichen Bücherschränke gefunden, aber dafür die Möglichkeit, Bücher direkt aus der Bibliothek auszuleihen. Da ich jedoch nicht selbst hingehen und durch die Regale streifen kann (Stichwort: Zehenbruch), schaute ich nun online, welche englischsprachigen Bücher es gibt und ließ mir diese chronologisch nach dem neuesten Erscheinungsdatum anzeigen. Genau so stolperte ich über Dear Edward von Ann Napolitano und bin so glücklich, dass ich dieses Buch erfahren durfte!


Worum geht’s

Der zwölfjährige Edward „Eddie“ Adler fliegt gemeinsam mit seinen Eltern und seinem älteren Bruder Jordan von New York nach Los Angeles, wo sie ein neues Leben beginnen wollen. Doch leider stürzt das Flugzeug ab und nur Eddie überlebt, während alle anderen Passagiere bei diesem tragischen Unglück ums Leben kommen. Das Buch dreht sich um Trauer, Verlust und die Frage, was es bedeutet, nicht nur zu überleben, sondern wirklich weiterzuleben.

Wie ist’s

Das Buch bricht einem immer wieder das Herz, da es um so viele verschiedene Schicksale geht, die dieser Unfall zerstört hat. Gut finde ich, dass auf zwei Zeitebenen erzählt wird und man einerseits den Flug und den Absturz miterlebt und auch die anderen Passagiere näher kennenlernt, andererseits aber das Leben von Eddie und einigen Hinterbliebenen miterlebt. Es ist ganz klar ein Coming-of-Age-Roman, welcher sich aber neben all den typischen Erwachsenwerd-Themen noch mehr mit dem Sinn des (Über-)Lebens beschäftigt, mit der Verarbeitung von Verlust, Trauer, Depression und der Tatsache, dass nur Eddie diesen Absturz überlebt hat.

Natürlich versucht der Junge sich an das neue Leben bei seiner Tante und seinem Onkel in einer Kleinstadt zu gewöhnen, aber sein Bruder fehlt ihm zu sehr. Er versucht diese fehlende Verbundenheit durch Freundschaft mit der gleichaltrigen Nachbarstochter auszugleichen, die ihm zurück in die Gegenwart und ins Leben hilft. Das Buch dreht sich viel um Identität (wer bin ich (nicht), wer will ich (nicht) sein), um den Sinn des Lebens und um die Frage, was man nun machen soll, wenn man solch eine zweite Chance bekommen hat.

Besonders gut gefallen hat mir aber, dass es eben nicht nur um Eddie, den Überlebenden, geht, sondern auch viele andere Schicksale von Passagieren näher beschrieben werden. Es ist keine namenlose Masse, sondern einzelne Menschen, die wiederum Familien hatten, die nun ebenfalls mit ihren Verlust umzugehen lernen müssen. Dies geschieht immer wieder in Bezug auf Eddie, da viele mit ihm sprechen wollen, um sich ihren verstorbenen Lieben näher zu fühlen. Dass dies keine leichte, sondern eine überfordernde Rolle für einen Teenager ist, ist selbstverständlich.

Aber nicht nur die sehr realitätsnah konzipierte Geschichte ist fesselnd und man mag das Buch nicht aus der Hand legen, bis man weiß, wie es ausgeht, gleichzeitig ist es einfach nur gut geschrieben. Einfühlsam trifft es einen selbst immer wieder genau dort, wo es wehtut und man leidet mit den vielen unterschiedlichen Menschen mit. Gleichzeitig freut man sich aber auch über jeden kleinen Schritt Eddies raus aus der Depression und hin Richtung (Weiter-)Leben, sei es seine neu entdeckte Freude über Farne oder das Gewichtheben, welches ihm Ablenkung beschert.


Lustigerweise ist das Buch wohl so gar kein Geheimtipp mehr, denn gerade vor wenigen Tagen wurde seine Verfilmung bei Apple TV als Serie veröffentlicht. Und auch wenn ich sie wohl eher nicht sehen mag, da ich das Buch so grandios finde und meine eigenen Charaktere vor Augen habe, wollte ich das hier kurz angesprochen haben. Eine absolute Leseempfehlung von mir und ich bin froh, dass dieses Buch ziemlich willkürlich zu mir gekommen ist!

Sunday again.

[Gesehen] Scherbenpark; Almanya – Willkommen in Deutschland

[Gelesen] Dear Edward – Ann Napolitano

[Gehört] Weird Crimes Podcast beim Puzzlen

[Getan] mit so voller Wucht gegen das Bett gelaufen, dass ich mir den kleinen Zeh gebrochen und aus dem Gelenk gefeuert habe (Hallo finnische Notaufnahme); im bangladeschischen Restaurant gewesen

[Gegessen] Veggie Fuchka & Linsensuppe; Vegane Nuggets mit Gemüse; Reis mit Gemüse & süß-saurer Soße; Schokokekse; Croissanta

[Getrunken] Noname Cola Zero mit Zimt; Fanta Zero

[Gedacht] au, au, au..shit, das sieht nicht so aus wie es sein soll

[Gefreut] seit Urzeiten habe ich mal wieder Bücher aus der Bücherei ausgeliehen; dass ich mir direkt vor meinem Unfall noch zwei Puzzle gekauft (und mittlerweile schon gebaut) habe, als hätte ich es geahnt 😉

[Geärgert] meine Tollpatschigkeit, dank der ich nun nicht mehr laufen kann

[Gewünscht] dass ich schnell wieder laufen und Schuhe anziehen kann

[Gekauft] Puzzle, Lebensmittel & Zugtickets (und nicht gekauft die Übernachtung bei den Rentieren, die ich eigentlich vorhatte :/)

[Health] Meine 30 Tage „Yoga with Adriene CENTER Journey“!

[UPDATE: Direkt nach Beenden dieser Journey lief ich mit so viel Wucht gegen ein Bettbein, dass ich nun einen gebrochenen kleinen Zeh habe und absolut gar nichts machen soll und will, denn das tut aktuell noch ziemlich weh.]

Seit mittlerweile September praktiziere ich jeden Tag Yoga und bin absolut fasziniert davon, dass ich zwar nicht täglich unbedingt Lust habe, aber trotzdem auf der Matte lande. Einen einzigen Tag habe ich seither ausgesetzt, wo aber aufgrund Kranksein wirklich gar nichts mehr ging. Zwar habe ich keine feste Routine, wann ich Yoga mache, meist ist es aber im Laufe des Abends bzw kurz vor dem Schlafen und ich finde es einfach grandios!

Aktuell habe ich gerade endlich einmal halbwegs live die 30 Day Center YOGA JOURNEY von YOGA WITH ADRIENE mitgemacht und bin auch von dieser so gut aufeinander aufgebauten Serie wieder begeistert. Mittlerweile habe ich schon drei andere Journeys von Adriene mitgemacht, welche sie immer im Januar als Start ins neue Jahr anbietet und auch danach auf Youtube stehen lässt. Somit muss man nicht direkt am 1.1. loslegen, sondern kann das ganz nach Lust und Laune machen – wie gesagt, ich startete damit im September.


In meinen Augen sind diese Journeys für jeden und besonders gut für Anfänger geeignet. Man lernt langsam, verschiedene Yoga- und Atemübungen kennen und bekommt oft auch verschiedene Optionen zur Auswahl. Je nachdem, was der Körper im jeweiligen Moment braucht, kann man hier also wunderbar variieren. Die Videos sind meist 20-24 Minuten lang, was mir ebenfalls sehr zusagt, denn diese Zeit bekomme ich jeden Tag irgendwie freigeschaufelt, bei 40 Minuten hingegen würde ich wohl irgendwann kapitulieren müssen.

Natürlich kann man sich auch einfach so jeden Tag ein Yoga-Video auf YT aussuchen, aber ich mag bei diesen Journeys eben sehr dieses verbindende Element über alle Videos hinweg. Man trainiert auf verschiedene Weisen Muskelgruppen und merkt plötzlich eine große Verbesserung, was Kraft und/oder Flexibilität betrifft. Ebenfalls übertreibt man es nicht, sondern bekommt Pausen mit Mediations- und Stretching-Einheiten. Was mein Körper definitiv braucht und ich ihm so ohne Nachdenken eine Pause gebe, um sich wieder zu erholen.

Nach den 30 Tagen kann ich bei einzelnen Positionen Verbesserungen bei mir beobachten und insgesamt werde ich immer selbstbewusster, was mein „Yoga-Wissen“ betrifft (wohin soll das Gewicht gerade verlagert sein, wann atme ich wie etc..). Bei vielen Übungen muss ich nicht mehr zu Adriene schauen, sondern weiß, wie sie richtig ausgeführt werden und worauf ich mich gerade konzentrieren muss. Was toll ist, denn ich mache besonders gerne Yoga mit geschlossenen Augen.

Aber gleichzeitig merke ich auch, was ich alles noch nicht kann und das ist fast noch besser. Ich weiß, dass mein Downward Dog schon viel besser ist, aber da ist auch noch einige Luft nach oben. Und bis ich meinen Fuß vom Hund nach vorne zwischen meine Hände bekomme, wird auch noch einige Zeit gehen (das erscheint bisher utopisch). Doch das motiviert mich nur noch mehr dranzubleiben und meine tägliche Yoga-Routine beizubehalten (Adriene hat auch Monatspläne mit bereits online stehenden Videos, an welche ich mich wagen wollte).

Genau, Stichwort „wollte“. Mein schon oben angeteaserter Zehbruch hat mich nun erst einmal unfreiwillig pausieren lassen. Passiert ist es am 1.2. und aktuell habe ich noch starke Schmerzen und kann/soll den Fuß überhaupt nicht belasten. Ja, ich habe schon nach „Yoga mit gebrochenem Zeh“ gesucht und werde damit wohl irgendwann in hoffentlich naher Zukunft beginnen. Aber jetzt muss ich leider auf meinen Körper hören und mich auch nicht ärgern, dass ich jetzt unfreiwillig auf meine tägliche Yoga-Einheit verzichten muss. Stattdessen mache ich jetzt ein bisschen Vipassana-Meditation, das tut auf andere Art ebenfalls sehr gut!


Macht ihr ebenfalls Yoga? Vielleicht sogar mit Adriene? Und diese Journey(s)? Ich schaue nach Beenden des Videos auch immer in die sooooo positiven Kommentare und freue mich, dass es diese Community gibt, die sich gegenseitig inspiriert und gemeinsam Yoga praktiziert! Zwar bin ich kein Fan von Yoga im Studio, aber zu wissen, dass gerade weltweit andere Menschen mit mir diese Übungen machen, ist toll!

[Reisen] Alltägliche Überraschungen in Finnland!

Das ist heute nur eine lose Aufzählung von alltäglichen Beobachtungen, die mich hier in Oulu bisher überrascht haben. Und diese sind von mir auch nicht negativ bewertet a la „zuhause ist alles besser“, sondern einfach nur erfrischend anders 🙂


  • Man sagt dem Busfahrer beim Aussteigen Danke (kenne ich schon aus Kanada, in Berlin würde man mich für verrückt halten).
  • Egal, wo man ansteht, man muss eine Wartenummer ziehen (im Amt war mir das logisch, bei der Post oder im komplett leeren Handyladen mit zwei besetzen Schaltern war es etwas wundersam).
  • Es gibt viele Geschäfte, die kein Bargeld mehr annehmen, sondern man alles mit Karte bezahlen muss.
  • Die Kassiererinnen haben die Ruhe weg: jedes einzelne Teil wird in die Hand genommen, angeschaut, der Barcode gesucht, jede Tüte für den Kunden aufgeschüttelt..meist stehen aber auch maximal zwei Leute vor einem, denn ja, auch in Oulu gibt es nicht sooo viele Menschen gleichzeitig an einem Ort.
  • Im Supermarkt gibt es lose Brötchen, Gemüse etc – aber alles hat einen Code, den ich mir zum Wiegen merken muss – also da sind z.b. keine Bilder für Banane auf der Waage, da muss ein dreistelliger Code eingegeben werden bzw sich bei losen Brötchen, Croissants etc. der Code für die Kassiererin gemerkt werden (ich bin kognitiv überfordert).
  • An den Kassen sieht man keine Zigaretten, aber überall eine unsagbare Auswahl an Nikotinkaugummis (es rauchen auch verdammt wenige Menschen hier in Oulu, aber die Kaugummis landen bei ziemlich jedem vor mir auf dem Band).
  • Im Baumarkt habe ich die beste Puzzle-Auswahl gefunden, die ich je persönlich gesehen habe – ein kompletter Gang voller Puzzle und bis zu den riesigen 9000-Teile-Versionen war alles dabei (ein absolut unerwartetes Paradies).

  • Man muss wissen, wo die Leute wohnen, die man besuchen will, denn statt Namen stehen nur die Wohnungsnummern auf der Klingel (also bei uns aktuell z.b. A 1).
  • Ebenfalls lustig ist, dass die Briefkästen nicht unten bei Mehrfamilienhäusern oder an Einfamilienhäusern sind, sondern in der Wohnungstür. Also da ist so ein Schlitz und da knallt dann die Post durch und hat mich die ersten Tage enorm erschrocken, wenn da die Werbung durchgerutscht ist.
  • Finnische Badezimmer haben mich zuerst auch irritiert – oft gibt es keine abgetrennte Dusche, sondern sie befindet sich einfach ebenerdig im Zimmer und hat einen Abfluss im Boden (z.b. duscht man dann direkt neben der Waschmaschine oder Toilette). Apropos Toiletten, sie haben fast alle einen Wasserschlau, mit dem man sich neben Papier ebenfalls waschen kann (habe ich nicht erwartet).
  • Begeben wir uns noch schnell in die Küche, denn hier gibt es zwei grandiose Erfindungen: einmal eine Schublade, die nur ein Schneidebrett beinhaltet und dann über dem Waschbecken hängend ein Trockenschrank. Also man spült und sortiert die Sachen dann in den Gittern ein, wodurch das restliche Wasser in die Spüle tropfen kann, aber keinen Platz auf der Arbeitsfläche wegnimmt.

Mehr fällt mir gerade nicht mehr ein, aber ihr dürft die Liste gerne mit euren überraschenden Erlebnissen in Finnland ergänzen 🙂 Ich war bisher noch nicht in einer öffentlichen Sauna und bin seeeeeehr gespannt, wie das in Oulu genau ablaufen wird (man erzählte mir schon, man würde sich einfach aufs Holz und nicht auf ein Handtuch setzen, was ich aber noch nicht ganz glauben mag).

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