Huiuiui, nach meinen üblichen 8-9 Büchern pro Monat, ist es im April ein bisschen eskaliert und ich habe insgesamt 14 Bücher verschlungen. Ein Grund könnte sein, dass ich jetzt ein Walking Pad habe, auf welchem ich nicht einfach nur laufe, sondern dabei lese und das ganz wunderbar finde! Mein Geist übrigens auch, denn so bekommt er noch mehr Geschichten. Jetzt will ich euch ein bisschen über die einzelnen Werke erzählen, wobei ich diesen Monat sogar eine vierteilige Miniserie (Mini im Sinne von pro Buch nur 160 Seiten) gelesen habe!
Air von John Boyne Das ist gleich der vierte Teil besagter Miniserie und wir folgen einem Vater mit schrecklicher Kindheit, der mit seinem Sohn zur Beerdigung seiner kaum bekannten Schwiegermutter von Australien nach Irland fliegt und damit seine Exfrau (mit schrecklicher Kindheit) überrascht. Irgendwie alles bisschen zu unrealistisch, weil so viele schreckliche Dinge können doch bitte nicht passieren, aber ich wollte wissen, wie es ausgeht und habe das Buch in einem Rutsch gelesen.
Allegro Pastell von Leif Randt In der Bib habe ich es aufgrund seiner Optik mitgenommen und ich muss gestehen, bisher noch nie von Leif Randt gehört zu haben. Kaum hatte ich das Buch dann angefangen, bekam ich ständig Werbung, dass eben dieses Buch verfilmt wurde und für die „Lebenwelten einer Generation“ stehen sollte. Als jemand, der in Berlin und bei Frankfurt gewohnt hat, war da natürlich vieles bekannt, aber wirklich sympathisch fand ich hier einfach niemanden und somit habe ich es zwar gelesen, aber unbedingt Freude empfunden habe ich dabei nicht. Und den Kinofilm will ich auch nicht sehen, sorry.
Dinge, die vom Himmel fallen von Selja Ahava In diesem Buch vereinen sich verschiedene, sehr seltene und tragische Schicksalsschläge in einer Familie und auch wenn ich wissen wollte, wie es ausgeht, fand ich das Buch etwas seltsam, düster und leider war der Schreibstil auch nicht für mich.
Earth von John Boyne In Teil 2 der Elements-Reihe stehen zwei junge, berühmte Fußballer vor Gericht und werden einer Vergewaltigung beschuldigt. Wir kennen Evan als homosexuellen Mann, der vor seinem Vater und dessen Lebensvorstellungen geflohen ist und sich nun – nach einem sehr harten Start in London – fragen muss, wie weit er gehen will. Wie schon Water gefiel mir auch dieses kurze Buch sehr.
The Epic of Gilgamesh von Kevin H. Dixon Das hier war ein „Bestell“-Fehler meinerseits bei der Bib, denn ich wollte es in reiner Textform lesen und keine Graphic Novel. Wie sich herausstellte, war das aber ganz großartig in dieser Form und ja, ich will es trotzdem irgendwann noch einmal lesen, aber als erster Einstieg zu Gilgamesh war dieses Werk super! Gerne mehr davon.
Fire von John Boyne Und dann folgte direkt Teil 3, wo wir einer Ärztin folgen, welche in Teil 2 mit in der Jury gesessen hat. Das Buch war für mich sehr schwierig zu lesen, weil diese Person Dinge macht, die einfach grausam sind und jaaaa, das hängt mit ihrer Kindheit zusammen, aber brr. Hier war ich froh, dass die einzelnen Bände nur 160 Seiten haben.
I who have never known men von Jacqueline Harpman Ob ich am Ende den Anfang noch einmal lesen musste? Hell yeah. Ein super Buch, ich füge mich in die vielen Lobgesänge ein, die es schon gibt. Irgendwo werden Frauen unter der Erde von irgendwem aus irgendeinem Grund gefangen gehalten werden und als plötzlich ein Alarm während die Zelle offen ist, ertönt, gelingt ihnen die Flucht. Wohin? Gute Frage.
Der Letzte löscht das Licht von Tobias Aeschbacher Eine nette, kurzweilige, mich gut unterhaltende Graphic Novel, die Spaß gemacht hat, aber jetzt keine tiefen Erinnerungen in mir behalten wird.
The Silent Patient von Alex Michaelides Ich lasse mich online immer wieder von einem Hype anstecken und so war es auch bei diesem Buch. Aber vielleicht sollte ich einfach einen großen Bogen um „Tiktok Sensation“-Marketing machen, denn das war ein Thriller, aber umgehauen hat er mich nicht.
Small Boat von Vincent Delecroix Vor diesem Buch hatte ich Respekt und wollte es zur richtigen Zeit lesen. Denn es ist keine leichte Kost, es nimmt einen mit, macht wütend, macht traurig, lässt einen an allem zweifeln und einfach mal wieder richtig nachdenken. ich fand es großartig, will es definitiv nochmal lesen.
Too old for this von Samantha Downing Ein Buch voll von schwarzem Humor über Lottie, welche in jungen Jahren eine nie gefasste Serienmörderin war und ihren Seniorenalltag eigentlich nur noch mit ihren Freundinnen beim Kirchen-Bingo verbringen will. Bis plötzlich eine Reporterin vor der Tür steht und diese alten Fälle wieder aufrollen will – was natürlich nicht geschehen darf und so muss Lottie sie einfach umbringen. Was im Alter gar nicht mal so einfach ist und einen unerwünschten Domino-Effekt hat, welcher schlecht für die Hüfte ist 😉 Ich hatte Spaß beim Lesen, aber es hätte etwas kürzer sein dürfen.
Water von John Boyne Eine Frau flieht auf eine wenig bevölkerte Insel, wechselt ihren Namen und man erfährt nach und nach, was in ihrer Vergangenheit vorgefallen ist und Auswirkungen auf ihr restliches Leben haben wird. Schreckliche, aber so wichtige Thematik und insgesamt gibt es hier vier lose miteinander verbundene Bücher, die ich natürlich alle lese (und die ihr hier nun schon getroffen habt).
We are all guilty here von Karin Slaughter In diesem Thriller verschwinden zwei junge Mädchen in einer Kleinstadt in Goergia und wir folgen einer Polizistin sowie ihrem Vater, dem Sheriff, die diesen Fall versuchen zu lösen. Gefühlt hat man diese Story schon hundertmal gelesen, aber Karin Slaughter schafft es trotzdem immer, dass ich ihr neues Buch lesen will. Da man wissen will, wie es ausgeht, ist das meist ein 1- bis 2-tägiger Prozess und danach denke ich mir immer „ja, war ok“. Und lese trotzdem alles, was sie schreibt, denn sie schafft es, jede Geschichte spannend zu erzählen.
Worst. Idea. Ever von Jane Fallon Ich wollte ein „Zwischendurch“-Buch mit leichter Unterhaltung und einfachem Plot und genau das habe ich hier bekommen. Wahrscheinlich erinnere ich mich bald nicht mehr wirklich an die Geschichte zweier Freundinnen, die online anonym erfahren, was die jeweils andere von ihr denkt, aber es war einfach zu lesen und durch Hund Igor auch nett.
Wieder eine sehr illustre Mischung, die ich da gelesen habe. Für Mai nehme ich mir vor, ein paar mehr deutsche Bücher und vielleicht den ein oder anderen Klassiker zu lesen. Hierbei nicht nur aus der Bibliothek, sondern auch wieder von meinem SUB, um ein bisschen mehr Platz in den Regalen zu bekommen, yay!








