Hallo und willkommen zurück zu meiner Netflix-Liste, auf welcher sich noch immer über 130 Filme und Serien tummeln, die ich schon seit Ewigkeiten sehen will. Die etwas verregneten Ostertage (und die verregneten zwei vorherigen Wochenenden) haben mir dabei geholfen und bis auf Ex Machina (ich konnte ihn einfach nicht bis zum Ende anschauen), habe ich mich durch eine Serie und drei Filme geschaut, die ich euch nun kurz vorstellen mag. Ist auch gleichzeitig eine kleine Zeitreise, denn wir haben Produktionen von 2005-2025 dabei.
MAID (2021)
Wir haben die junge Mutter Alex, die sich und ihre kleine Tochter aus einer gewalttätigen Beziehung mit ihrem alkoholkranken Freund befreit. Völlig allein auf sich gestellt, merkt sie schnell, wie schwierig es ist, im Sozialsystem Hilfe zu bekommen und selbst für eine staatlich finanzierte Wohnung, braucht sie einen Job. Somit beginnt sie als Reinigungskraft bei Value Maid, während sie versucht, ihrer Tochter ein besseres Leben zu geben, aber auch sich selbst und ihren Traum vom Schreiben nicht zu vergessen. Wunderbare Serie in toller Natur und ich ärgere mich, dass ich so lange gewartet habe, sie anzuschauen. Denn sie hatte alles, was ich von einer Kurzserie erwarte und ich war zwei Tage sehr gut unterhalten.
GOODBYE JUNE (2025)
Es ist ein Familienweihnachtsfilm, aber hey, Ostern geht da doch auch noch. Wobei es sehr traurig ist, denn die dysfunktionale Familie kommt zusammen, um mit ihrer an Krebs sterbenden Mutter die letzten Tage im Krankenhaus zu verbringen. Dabei wird sich dann aber auch gleich wieder vereint und alles endet in Harmonie, was nicht unbedingt sonderlich realistisch war, aber ich wollte Kate Winslet wieder einmal schauspielern sehen und das habe ich 😉
SICARIO (2015)
Ein verdammt gut gemachter Film, besonders was Kamera und Musik betrifft. Aber auch die Schauspieler sind natürlich grandios, wobei Emily Blunt als idealistische FBI-Agentin hier irgendwie überflüssig wirkt und ihr Partner könnte einfach komplett aus dem Film geschnitten werden. Sie wird nur benutzt, um eine amerikanische Mission jenseits der legalen Grenzen in Mexiko durchzuführen und ein Drogenkartell bzw deren Führer auszuschalten. Mehr will ich von der Story nicht verraten, aber es geht wieder um Fragen von Gut/Böse, was rechtfertigt was und wie brutal darf ein „Ende“ sein.
MEMOIRS OF A GEISHA (2005)
Erinnert sich noch jemand an die Sneak-Preview im Kino? Damals kaufte man für wenig Geld Tickets, ohne zu wissen, welchen Film man um Mitternacht präsentiert bekommt. Schwupps, war es bei mir einmal dieser Film und ach, was war ich wütend! Denn „Die Geisha“ von Arthur Golden war als Teenager mein absolutes Lieblingsbuch und NIE IM LEBEN hätte ich mir freiwillig die Verfilmung angesehen. Aber da saß ich nun und konnte auch nicht weg, da ich nicht der Fahrer gewesen bin und litt durch diesen Film. Damals fand ich ihn natürlich absolut schrecklich, aber 20 Jahre später wollte ich nun noch einmal mit frischen Augen an ihn gehen. Ok, ich finde ihn nicht mehr so schlimm, aber ach, es fehlt einfach so viel und ja, die Bilder sind opulent, die Kostüme wunderschön, aber nein, ich bevorzuge das Buch!
Mal schauen, ob ich es bis Ende des Jahres schaffe, meine Liste auf unter 100 zu reduzieren und nicht allzu viel Neues hinzuzufügen 😉 Aber wenn ich wählen kann, greife ich immer erst zum Buch oder schaue Youtube, wenn ich Zeit habe, anstatt einen Film oder eine Serie (bis auf aktuell Stargate Atlantis, das läuft mehrmals die Woche hier). Wobei ich froh bin, endlich MAID gesehen zu haben und auch die anderen Filme, denn jetzt weiß ich, wie sie mir gefallen.