Diesen Monat hatte ich eine kleine Leseflaute, was daran lag, dass ich Bücher in einer Reihenfolge lesen musste, wie ich sie nicht selbst gewählt hätte. Leider hat meine Bibliothek ihr Ausleihsystem umgestellt und jetzt kann man nicht mehr so gut planen, wann man welches Buch bekommt und wann man besagte Bücher dann auch schon wieder zurückbringen muss. Da es mir weiterhin schwer fällt, Bücher abzubrechen (was, wenn sie plötzlich fantastisch werden?), quälte ich mich hier direkt nacheinander durch zwei seeehr langatmige, recht langsame und leider nicht so tolle Bücher und nee, das war keine gute Idee.
Insgesamt habe ich es aber dann doch hinbekommen, im September 12 Bücher zu lesen, welche ich euch nun kurz vorstellen will. Wie immer mit Amazon-Partnerlink, falls ihr sie euch genauer ansehen wollt und keine Angst, natürlich waren auch fantastische Bücher dabei!
The Adults von Alison Espach Da ich „Wedding People“ in einem Rutsch begeistert durchgelesen habe, hatte ich hohe Erwartungen an „The Adults“, was aber leider ein Coming-of-Age-Roman ist. In keinster Weise schlecht, aber irgendwie hat hier das Timing nicht gestimmt und das Buch mich nicht wirklich in seinen Bann gezogen. Ich habe es gelesen, musste mich aber manchmal ein bisschen zwingen, da mir die Charaktere an der Oberfläche blieben und ich einfach nicht sehr mit ihnen mitfühlen konnte. Schade.
Dungeon Crawler Carl von Matt Dinniman Das Buch ist gefühlt überall und ich war neugierig, wieso. Wir folgen Carl und Katze Princess Donut in dieser LitRPG-Fantasy in eine sadistische, intergalaktische Spielshow, nachdem die Erde fast komplett zerstört wurde und nachdem ich mich darauf eingelassen hatte, hatte ich Spaß! Sie erleben verrückte Abenteuer, die ich als Leser nicht kommen sah und es erinnert sehr an PC-Spiele, die ich früher spielte. Buch 2 und 3 habe ich in der Bücherei vorgemerkt, ob ich alle 8-9 Bücher, die es in der Reihe gibt, lesen werde, weiß ich allerdings nicht.
The Empress of Salt & Fortune von Nghi Vo Mich hat das Cover angesprochen und ich war neugierig, ob mir „feminist high fantasy“ gefällt. Nach der kurzen Lektüre musste ich erst einmal die genaue Inhaltsbeschreibung lesen, denn einiges wurde mir einfach nicht klar und ja, danach fand ich die Novelle super. Insgesamt lese ich wenig Fantasy und ich glaube leider, dabei wird es auch bleiben, denn so wirklich in diese neue Welt konnte ich nicht einteilen.
A good Person von Kirsten King Uh, war die Hauptperson unsympathisch und auch, wenn ich das ab und zu gerne lese, hier war es zu viel. Ich wollte wissen, wie es ausgeht in dieser Geschichte um einen von unserer Hauptperson Lillian ausgeführten Youtube-„Zauberspruch“, der im Tod des Ex-Freundes endet und ich fand die Schreibstil recht fesselnd, aber mitfühlend war ich hier nicht.
Hooked von Asako Yuzuki Obwohl ich Butter, das wohl bekannteste Buch von Asako Yuzuki noch nicht gelesen habe, vertraute ich darauf, dass auch Hooked sehr gut sein wird. Und es ist nicht schlecht, aber ich habe wirklich lange gebraucht, in dieses Buch über Freundschaften zwischen Frauen reinzukommen und als das dann endlich passierte und die Geschichte richtig gut wurde, war es vorbei 😉
Der Meister des Jüngsten Tages von Leo Perutz Ohne Vorwissen bin ich in dieses Buch gesprungen und hatte erstaunlich viel Spaß! Die Geschichte um mysteriöse Selbstmorde ist spannend, gut geschrieben und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Wer es haben mag, ich habe es am Rigaer Flughafen in den Bücherschrank gestellt, vielleicht ist es noch da!
The Night we met von Abby Jimenez Die meisten Liebesromane sind nicht so wirklich nach meinem Geschmack, aber von Abby Jimenez haben mir ein paar richtig gut gefallen, da sie gleichzeitig auch sehr tiefe, starke Themen angesprochen haben, wobei der Schreibstil gleichzeitig leicht, einfach und lustig ist. Hier war es aber nicht so wirklich meines, denn wir haben eine Frau, die einen Mann datet, den sie auf einem Konzert kennenlernt und dessen besten Freund, welchen sie dann toll findet und er sie auch. Viel an dieser Handlung wirkt für mich einfach unrealistisch sowie übertrieben und wir wurden einfach nicht warm miteinander.
Die Riesinnen von Hannah Häffner Oh, was ist dieses Buch über drei Generationen starker Frauen grandios geschrieben! Ich hatte richtig Spaß, da stehen immer wieder Sätze, die einen treffen und in einem nachhallen und gleichzeitig zieht einen die Geschichte von Oma, Mama und Tochter und ihre unterschiedlichen, aber teilweise doch sehr ähnlichen Leben einfach in seinen Bann. Nach zwei Tagen hatte ich das Buch nur so verschlungen und war traurig, dass es schon vorbei ist – danke Hannah!
Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander Da ich aus Versehen Cry Baby von Gillian Flynn mit auf einen Kurztrip nahm und nach 5 Minuten merkte, dass das wieso auch immer der deutsche Titel von „Sharp Objects“ ist, was ich schon gelesen hatte, musste unterwegs aus einem Bücherschrank ein anderes Buch her. Dieses wurde es und leider hatte ich auch hier dauerhaft das Gefühl, das Buch schon gelesen zu haben. Da es 2013 erschienen ist, durchaus möglich und es war ein irgendwie unnötig brutales Buch mit einem recht vorhersehbaren Plot. Also gut für die langen Zugfahrten an diesem Tag, aber unbedingt mehr muss ich aus der Reihe nicht lesen.
The secrets from the deep von Satu Rämö Wenn man Island-Krimis mag, kann ich euch die Reihe von Satu Rämö rund um Hildur empfehlen. Das ist jetzt nichts neu erfundenes, aber spannend geschriebene Twists, immer mehrere Geschichten parallel, die gerne in verschiedenen Zeiten spielen und es macht Spaß, mitzurätseln. Das war Band 3 und für den vierten Teil stehe ich auch schon auf der Warteliste der Bibliothek.
Two can play von Ali Hazelwood Noch ein „ich lese es, weil jeder darüber spricht“-Versuch mit Ali Hazelwood und ich sollte es mittlerweile einfach besser wissen. Zum Glück war es kurz, aber ach, das war einfach langweilig. Wir fahren mit zwei „befeindeten“ Spieledesignfirmen auf ein verschneites Natur-Retreat, wo sie Teambuilding machen sollen und natürlich haben wir zwei Personen, die sich näher kommen und eine eher negative Vorgeschichte habe. Es passiert wenig, es ist schnell gelesen, aber durch die Kürze fehlt mir hier persönlich Handlung, denn ja, der Schreibstil ist gewohnt nerdig-lustig, aber es geschieht wenig.
Witchcraft von Sole Otero Eine dicke Graphic Novel, welche ein paar sehr unerwartete Wendungen genommen hat und die meine Erwartungen von viel historischem Inhalt irgendwie nicht erfüllt hat. Stattdessen war es sehr sexuell und etwas verstörend-langweilig, wenn auch in spannender argentinischer Kulisse.
Wie immer eine bunte Mischung, die ich da gelesen habe und auch im nächsten Monat wird es so weitergehen – wobei ich versuche, ein paar mehr Thriller und ein paar weniger romantische Bücher zu lesen 😉 Welches Buch hat euch diesen Monat begeistert?
