Namaste again..hui ich switche auch schon, ich Hinglischsprecher

..da habe ich doch fast schon geglaubt, meine rudimentaeren Hindikenntnisse (ich kann lesen vom Tempo her wie ein Erstklaessler und Essen bestellen) wuerden in einer Schublade verschwinden mit meinem Schulfanzoesisch, do-it-yourself Spanisch und einigen dubiosen Bahasa Indonesia-Begriffen..

..aber NEIN. Wenn man soviel freie Zeit hat (ach, das bisschen Magisterarbeit), dann kann man auch noch Hindi lernen. Besonders wenn man eh die supertollen Studiengebuehren zahlen muss. Damit dieses Geld dann nicht komplett fehlinvestiert ist (ich muss zahlen, waehrend ich meinen Abschluss schreibe und nichts nutze ausser ab und zu mal die UB ) gehe ich jetzt also brav in den Hindikurs. Ist fast wie Privatunterricht und ein wenig effektiver als der in Delhi. Da gabs zwar den Muttersprachler, doch leider konnte der gute Parasnat nicht erklaeren, wieso das so und so ist..ich versteh ihn nur zu gut, habe ich am Goethe-Institut doch oftmals mit den Schultern zucken muessen, wenn meine Konversationskursschueler Fragen zu Ausnahmen in der deutschen Grammatik hatten.

Zurueck zum Kurs: Vom Tempo her ging das heute ganz schoen ab. Zum Glueck kann ich die 55 Silben (Buchstaben) schon, womit sich meine anderen sechs Mitstreiter die Woche ueber beschaeftigen duerfen, aber sonst waere ich wohl auch etwas demotiviert da raus gegangen. Sehr viel Input in sehr kurzer Zeit. Hausaufgaben gabs auch noch..da fuehlt man sich gleich wieder zurueck in die Schulzeit versetzt..fehlen nur noch mal Fahrstunden oder so.

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Ansonsten steht das Konzept meiner Magisterarbeit und ich hab doch schon tatsaechlich angefangen was zu schreiben..aber das sollte man noch keinem vorlegen. In einer Sinnkrise gestern gabs dann erstmal drei Buecher- natuerlich den Klassiker von Umberto Eco „Wie man eine wissenschaftliche Arbeit schreibt“ und noch zwei andere, die auch die Worte „wissenschaftlich“ und „Abschlussarbeit“ beinhalten. Wieso habe ich so was nicht eigentlich schon seit dem ersten Semester sondern kaufe es mir zu meiner allerletzten Arbeit? Versteh einer die Frauen 😉 Nach der Lektuere habe ich mich dann gleich viel sicherer gekauft, weil ich meiner Meinung nach mehr oder weniger tue, was da drin steht..bis auf die Sache mit dem effizienten Zeitmanagment. Da mein Abgabetermin aber eh der 29.02.09 ist (und dieser Tag nicht vorhanden ist), habe ich wohl genug Zeit. Und somit habe ich dann heute die freie Zeit genutzt die Zeit zu lesen..ach, was bin ich heute wortgewandt 8|

So, morgen geht dann mal der ach so oft genannte Ernst los- die Arbeit ruft. Kommt her ihr Autos, auf dass ich euch zaehlen oder eure Nummernschilder erfassen kann- stupide Arbeit, genau das richtige um Abzuschalten.

Und ja, ich liebe last.fm :yes:

Sinn-Zweck-Ursprung

Selbst zu bloggen, kam mir noch nie in den Sinn, bis..ja, bis heute. Ich sitze zur Zeit ziemlich oft am PC (eigentlich fast immer wenn ich zuhause bin und sonst keiner da ist), denn ich bin gerade dabei, meine Magisterarbeit zu schreiben. In Ethnologie (hiess mal Voelkerkunde) zum Thema Altersbild, Indien und meine diffusen Hypothesen dazu..die in viele Texten widerlegt werden, aber das sehe ich mal als Anreiz. Auf jeden Fall braucht man da ja immer mal Pausen- und da mein Zimmer mehr als sauber ist, der Kleiderschrank durchsortiert und die Buecher alphabetisch geordnet (das war vielleicht eine bescheuerte Idee, aber was tut man nicht alles), brauche ich neue Ablenkung- und tata hier ist sie in Form eines Blogs.

Worueber ich schreiben werden..keine Ahnung. Wohl darueber, was mir gerade durch den Kopf geht, was interessiert oder nervt und und und..

Zur Zeit nervt: Ich hatte wieso auch immer ein verrostetes Stueck Metall in der Pupille..super Sache. Augenklinik, unter ekelhaften, zum Brechreiz bringenden Schmerzen rausgeholt, Rost im Auge quasi abgeschmiergelt und nun wird alle zwei Stunden verschiedene Creme reingeschmiert..erholsame Naechte sind das.. Alle 4 Stunden wacht man spaetestens auf, da wirken naemlich die Schmerzmittel nicht mehr und es gibt neue..so stellt man sich doch das letzte Wochenende vor, bevor es an der Uni wieder mit Vorlesungen losgeht.

Da (nach Heidelberg) geh ich naemlich auch noch hin..zwar nicht oft, aber es gibt ja Profs, wo man sich mal sehen lassen sollte, wenn man bei Ihnen eine Pruefung abgenommen bekommen will und das dann auch noch moeglichst gut..

Nach dem Abschluss soll es naemlich nicht ins ach so harte Berufsleben gehen, sondern ich will weiter an der Uni bleiben und meinen Doktor machen..wo noch keine Ahnung..aber am Liebstem im Bereich Alter und Inuit..diese Kombination waere traumhaft..nunja, mal schauen, wie die naechsten Monate so werden.

So, der erste Eintrag ist geschafft :)Jetzt kommt neue Creme ins Auge und dann verzieh ich mich mit meiner Piratenklappe und Dean Koontz und „The eyes of darkness“ ins Bett. Kann den Autor wirklich jedem nur empfehlen- hab ihn zufaellig an nem Strassenstand in Delhi entdeckt und verschlinge seine Buecher jetzt geradezu..dank Jokers auch in Deutschland zu erschwinglichen Preisen zu finden. Ist bei vielen englischen Buecher ja leider nicht so..

[Lesenswert] A good man in Africa – William Boyd

Es gibt wenige Bücher, mit denen ich mir schwer tue, aber A good man in Africa von William Boyd (deutscher Titel: Unser Mann in Afrika) war definitiv ein kleines Problemkind. Es hat sechzig Seiten gedauert, bis ich in der Erzählung drin war und mich an den Schreibstil gewöhnt hatte. Denn – auch wenn es authentisch ist – ich mag es einfach nicht, „grammatikalisch falsches“ Englisch zu lesen, aber gut, nachdem ich mich damit abgefunden hatte, kamen wir doch noch zusammen!

Worum geht’s Morgan Leafy arbeitet im Dienste der britischen Regierung im westafrikanischen Land Kinjanja

Wie ist’s William Boyd ist in Ghana geboren und wuchs dort sowie in Nigeria auf. Somit vertraue ich seinen Schilderungen des Lebens