Monat: März 2020

Happy Birthday to me!

Ein ganz schneller „verrückt, ich werde doch tatsächlich schon 35, warum fühle ich mich immer noch wie 28“-Post 😉 Normalerweise fahre ich an meinem Geburtstag weg und schaue mir irgendwas an, was sonst keinen interessiert, aber das ist zurzeit natürlich unvorstellbar. Dieses Jahr hätte es Südspanien und dort Alhambra sein sollen, aber das wird es dann einfach 2021.

Dieses Jahr ist alles anders und somit gibt es Geburtstag in Isolation (ich war jetzt seit vierzehn Tagen nicht mehr draußen), hoffentlich mit ein paar Stunden in der Sonne im Garten gemeinsam mit meinen Großeltern, welche auf demselben Grundstück wie meine Eltern (und nun aktuell ich) leben. Aber ganz ehrlich, nach Feiern ist mir so gar nicht, wenn man nicht mal jemanden drücken kann.

Somit habe ich für mich schon entschieden, dass ich einfach in sechs Monaten meinen 35.5ten Geburtstag feiere (und denke optimistisch, dass wir uns dann zumindest wieder ohne Sicherheitsabstand bewegen dürfen). Ob man jetzt ganze oder halbe Jahre feiert, ist doch eh schnuppe!

Kaffee und Kuchen sowie später Essen mit meinen Eltern gibt es aber trotzdem, denn so traurig mich all das macht, was aktuell passiert, ein paar Stunden Ablenkungen sind definitiv notwendig! Und wer weiß, vielleicht verirrt sich eine der beiden dicken Nachbarkatzen auch noch zu uns und ich habe was zum Kuscheln!

[Lesenswert] ABC-Lesechallenge 2020 – 1. Update!

Mittlerweile schreiben wir Jahr 4, in welchem ich versuche, mich einmal durch das Alphabet zu lesen. Die Regel ist simpel: ich möchte einmal jeden Buchstaben des Alphabets als Anfangsbuchstaben im Buchtitel eines von mir gelesenen Buches haben. Aber ich scheitere jedes Jahr und bin schon am Überlegen, ob ich es im nächsten Jahr noch einmal mit den Anfangsbuchstaben der Autorennachnamen machen soll, da dies irgendwie realistischer scheint. Dieses Jahr bleibt alles beim Alten und heute gibt es das erste 3-Monats-Update!

Zwischenstand: 11 von 26!

Apothekerin, Die – Ingrid Noll (klick)
At Home in the World – Thich Nhat Hanh (klick)

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Bildung. Alles, was man wissen muß – Dietrich Schwanitz(klick)

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Chemie des Todes, Die – Simon Beckett (klick)
Chuzpe – Lily Brett (klick)

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D

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Ein unbeschriebenes Blatt – John Colapinto (klick)

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Fahrenheit 451 – Ray Bradbury (klick)
falsche Fährte, Die – Henning Mankell (klick)
Fürchtet euch – Wiley Cash (klick)

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G

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H

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I

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J

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K

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Leticia Valle. Memoiren einer Elfjährigen – Rosa Chacel (klick)
Let’s be less stupid – Patricia Marx (klick)
Lob der Stiefmutter – Mario Vargas Llosa (klick)

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Mord in bester Lage – Michael Böckler (klick)

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Never Knowing. Endlose Angst – Chevy Stevens (klick)

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O

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P

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Q

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R

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Schatzinsel, Die – R.L. Stevenson (klick)
Seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Der – R.L. Stevenson (klick)

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Thinking, Fast and Slow – Daniel Kahneman (klick)
Toten, die niemand vermisst, Die – Hjorth & Rosenfeldt (klick)
Tschick – Wolfgang Herrndorf (klick)

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U

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V

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Wahrheit über Alice, Die – Rebecca James (klick)

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X

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Y

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Z

Seien wir ehrlich, mit so vielen Buchstaben hatte ich bei diesem ersten Update nicht gerechnet, aber die letzten 2,5 Wochen, welche ich so gut wie nur zuhause war, haben da einiges beschleunigt. Aktuell versuche ich nun, all die dicken Wälzer zu lesen (>1000 Seiten), welche ich in Zukunft bestimmt nicht mit mir durch die Welt schleppen werde und das funktioniert auch gut..am Tag komme ich locker auf so 2-3 oder auch 4 Stunden Lesezeit, was meinen „to read“-Stapel definitiv freut. Und mich auch, wenn ich sie bald irgendwann alle wieder in einen öffentlichen Bücherschrank stellen kann, dass sich andere Leute mit ihnen von unserer aktuellen Realität ablenken lassen können.

20 Bücher in 3 Monaten ist für mich ein guter Schnitt; außer wenn ich wirklich keine Zeit habe, versuche ich nämlich immer, doch ein Buch pro Woche zu lesen bzw. eigentlich lese ich ja immer zwei Bücher simultan, man weiß doch nie, worauf man gerade Lust hat 😉

Macht wer von euch bei dieser oder einer anderen Lese-Challenge mit? Wie sieht es bei euch aus? Und was ist bisher das empfehlenswerteste Buch, welches ihr 2020 gelesen habt? Für mich wäre das aus Tschick, meine ausführliche Review könnt ihr gerne nachlesen!

Einatmen. Ausatmen.

Innerhalb der letzten Woche hat sich für uns alle die Welt so ziemlich auf den Kopf gestellt und wurde einiges Verhalten zunächst noch als absolut übertrieben angesehen, ist es jetzt wohl erstmal unser neuer, temporärer Alltag. Persönlich habe ich mich für zwei Wochen freiwillige Selbst-Isolation entschieden, da ich es nicht riskieren will, nach all den Flugzeugen und Flughäfen, die ich am 13. und 14. gesehen habe, das Coronavirus doch in mir zu haben und irgendwen anzustecken. Ich bin in der absolut verrückt-glücklichen Lage, mit 34 Jahren noch drei lebende Großeltern zu besitzen und werde da den Teufel tun, mich leichtsinnig zu verhalten.

Zwar habe ich nicht die typischen Symptomen, aber ich habe eben doch immer mal wieder erhöhte Temperatur, leichten Husten, Halskratzen, Kopfschmerzen und Unwohlsein (wie immer nach langem Reisen und mit meiner aktuellen Rippenbruch-Lungenentzündungsvorgeschichte auch nicht verwunderlich), und ganz ehrlich better safe than sorry. Alles, was ich zu erledigen hätte, kann ich auch noch in einer, zwei oder drei Wochen machen. Beziehungsweise muss ich mich sowieso erstmal komplett neu orientieren, denn am 1.4. geht es natürlich nicht mehr nach Spanien, um die Via de la plata zu wandern.

Diesen Samstag habe ich Geburtstag, da sind dann genau die zwei Wochen um, die ich mir selbst in Quarantäne gegeben habe und sollte es mir bis dahin nicht schlechter gehen oder erfahren, dass jemand in meinem Kontakt-Umfeld aka Flugzeug positiv getestet wurde..wage ich mich dann das erste Mal raus und sehe einen Freund, natürlich mit genug Abstand (meine liebste Infografik ist ja die mit dem Tapir, welchen ich am liebsten sofort als emotional support animal haben würde):

Ich weiß, dass die meisten Blogger beschlossen haben, einfach weiter zu machen wie bisher, um euch allen Ablenkung zu geben und ich will das auch. Aber wenn ich ganz ehrlich bin, kann ich das gerade noch nicht, da ich im Moment noch viel zu sehr damit beschäftigt bin, alles erstmal „sacken zu lassen“ (hätte mir mal wer vor zwei Wochen gesagt, dass ich einem CSU-Politiker zustimmen und über Oliver Pocher und seine Instastories schmunzeln würde..), mich nicht alle fünf Minuten mit aktualisierten Nachrichten und der John Hopkins Weltkarte zu befassen und in leider doch sehr negative Gedankenspiralen abzudriften. Zwar lenke ich mich mit lesen (endlich komme ich mal an die 700-Seite-Wälzer, die ich schon lange in die Hand nehmen will), dem Lernen von amerikanischer Gebärdensprache und ewig dauernden Telefonaten mit Freunden ab, aber die täglich steigenden Infektions- und leider auch Todeszahlen sind und bleiben im Moment doch das Hauptthema.

Was mir hilft, ist im Moment sehr häufig bewusst tief ein- und auszuatmen und ich bin sehr froh, letztes Jahr einen Vipassana-Meditationskurs absolviert zu haben. Dort begibt man sich ja in eine freiwillige Selbst-Isolation (zwar komplett abgeschirmt von der Aussenwelt, was aktuell einfach nicht geht) und das hilft mir im Moment, nicht durchzudrehen, denn nein, ich gehe im Moment auch nicht in den „Wald“, sondern lediglich mal kurz in den Garten, das muss reichen. Und es reicht. Über diese sehr intensive Erfahrung will ich euch die Woche auf jeden Fall noch berichten, vielleicht hilft das dem ein oder anderen da draußen ja auch, der sich ähnlich machtlos-ängstlich fühlt. Wer schon weiß, wovon ich rede und spontan eine Stunde meditieren mag:

Bleibt gesund, haltet euch bitte, bitte an die Abstands- und Rausgehregeln, denkt an den tapsigen Tapir, seid nett zu all den fantastischen Menschen da draußen, die in dieser schwierigen Lage einen absolut grandiosen (und meist sowas von unterbezahlten) Job erledigen – und wenn ihr gute Strategien für den Umgang mit dieser neuen Situation gefunden habt, lasst sie mir doch sehr gerne als Kommentar da!

Sunday again.

[Gesehen] Veronica Mars (im Flugzeug)

[Gelesen] Chuzpe – Lily Brett; Ein unbeschreibliches Blatt – John Colapinto

[Gehört] Nachrichten

[Getan] nicht das Haus verlassen; gelesen, geskyped, erste Gebärdensprache-Videos auf YT geschaut; meine Spanisch-App viel zu lange angestarrt; diverse Hotels in Spanien storniert

[Gegessen] Ritter Sport Alpenmilch; Kürbishummus; Brötchen mit Kräuterquark; Bratkartoffeln; Schoko-Kränzl

[Getrunken] Kaffee; Pepsi Light & viel Minz-Tee

[Gedacht] was eine Woche.

[Gefreut] dass ich letzten Freitag zurück nach Deutschland bin statt meinen Flug am 22. von Panama aus wahrzunehmen (welcher nicht mehr existiert..)

[Geärgert] Ignoranz so vieler Menschen, denen es wichtiger ist „zu feiern“

[Gewünscht] dass es striktere Ausgangssperren gibt (etwas, was ich mir nie erträumt hätte zu sagen, da es so gegen ziemlich alles steht, wofür ich normalerweise bin)

[Gekauft] /

[Lesenswert] Chuzpe von Lily Brett!

Was für eine Woche. Lag ich letzten Freitagmorgen noch auf meiner Liege mit Meerblick in Panama, ist seither wirklich eine Menge passiert. Da ich mich seit meiner Rückkehr nach Deutschland brav an alle social distancing-Regeln halte und noch keinen meiner Freunde gesehen habe (nach all den Flugzeugen & -häfen, die ich besuchen musste), nutze ich die viele Zeit zuhause nun, um meinen „noch zu lesen“-Bücherstapel abzuarbeiten. Da sind über achtzig Bücher drauf, also ich habe genug zu tun für die kommenden Wochen.

Der Roman Chuzpe von Lily Brett liegt seit ACHT Jahren bei mir, da gewann ich ihn nämlich zum Welttag des Buches und ja, ich habe es nie hingekriegt, ihn zu lesen. Was wirklich einfach nur schade ist, denn die Story hat mich definitiv angesprochen. 1,5 Tage in Quarantäne später und wir sind durch!

Worum geht’s Ruth hat ein schönes Leben in New York, ist in einer (meist) glücklichen Beziehung, hat erwachsene, gesunden Kinder, gute Freundinnen und leitet ihre gut funktionierenden Firma. Jetzt ist auch noch ihr 87-jähriger Vater Edek von Melbourne hergezogen, welchem sie einen angenehmen Lebensabend bereiten mag. Doch davon will ihr auf englisch und jiddisch kauderwelschender Papa gar nichts wissen; erst bringt er durch seine Hilfe etwas Chaos in ihr Berufsleben, danach beschliesst er, gemeinsam mit zwei polnischen Freundinnen ein Restaurant zu eröffnen. Dass das Klops-Imperium nur scheitern kann, davon ist Ruth überzeugt, wird nach und nach aber einem Besseren belehrt – denn wo ein Edek, da eine grandiose Idee!

Wie ist’s Hach, einfach nur gut für’s Herz und genau, was ich nach all der Aufregung gebraucht habe. Die Story ist leicht, plätschert so dahin, ohne das man sich beim Lesen groß anstrengen muss und man gewinnt die Charaktere, besonders natürlich Edek, einfach nur lieb. Die kleinen Dramen stellen sich als gar nicht so schlimm heraus und die sich verändernde Tochter-Sohn-Beziehung wird sehr schön beschrieben.

Das Buch ist amüsant, manchmal muss man laut lachen und unterhält mit seinen teils sehr skurrilen Wendungen einfach gut. Wir haben mehrheitlich Leichtigkeit, welche aber doch ab und zu in die Tiefe geht und zeigt, dass man Menschen nicht versuchen sollte, zu ändern, sondern sie so zu nehmen, wie sie eben sind. Eben diese richtig gute Mischung aus fesselnder Stroy (wie geht es mit dem Restaurant aus?) und unterschwelliger Moral (Ruth und ihre Vorstellung von Edeks Leben).

Auch wenn polnischer (Fleisch-)Klops nichts ist, was ich essen würde, fand ich den kulinarischen Einblick sehr spannend. Zofia, unsere 69-jährige kreative Köchin und später auch Edeks Partnerin hat definitiv ein Händchen für ausgefallene Rezepte, welche nicht nur im Buch, sondern zum Nachkochen sogar am Ende genau beschrieben werden. Fand ich – ebenso wie den Einblick in die jüdische Küche – super interessant und die vegetarischen Varianten klangen definitiv nach etwas, was ich sofort im Restaurant bestellen würde.

Ich habe es jetzt schon an Mama weitergegeben, was zeigt, wie sehr ich das Buch mochte und werde es danach in den öffentlichen Bücherschrank bringen (denn noch einmal werde ich es wohl doch nicht lesen). Von Lily Brett würde ich aber sofort noch etwas lesen, sollte ich einmal darüber stolpern..aber bis dahin mache ich mich weiter daran, meinen Bücherstapel hier zu verringern!

Meine Erfahrungen mit Akupunktur bei Schmerzen!

Seit Anfang Dezember hatte ich auf einmal starke Schmerzen in der linken Schulter. Ich weiß genau, wann sie angefangen haben (an Tag 7 meiner Vipassana-Meditation) und dachte mir schon, „ok, da geht gerade wirklich was kaputt“). Somit habe ich es stillgehalten, Wärme(lampe) drauf, bin zur TCM-Massage (einmal zum Schröpf-Bericht) und wollte dann eigentlich zum Chiropraktiker. Was aber (da der Typ einfach nicht zum vereinbarten Termin in seiner Praxis war) nicht stattfand und ich mich dann spontan zur Akupunktur umentschied. Denn das wollte ich auch schon ewig mal ausprobieren und hey, wieso nicht!

Akupunktur kommt ebenfalls aus der Traditionellen Chinesischen Medizin und soll unser blockiertes Qi, unsere Lebensenergie, welche hier die Schmerzen verursacht, wieder zum Fließen bringen. Durch die Nadelstiche an den richtigen Stellen, salopp gesagt, geschieht dies und das kann einige Sitzungen dauern.

Diese Behandlungen werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen (auch nicht teilweise, zumindest bei der TK, was ich ganz schön doof finde, denn die Osteopathie wird es ja auch..) und eine Erst-Sitzung (ausführliche Anamnese und erstes Mal Nadelsetzen) bei meiner Heilpraktikerin (im Landkreis Darmstadt-Dieburg) kostet 80€ und jede weitere Behandlung dann 55€. Also kein günstiges Freizeitvergnügen, aber was ist einem Schmerzfreiheit nicht alles wert.

Jede Behandlung beginnt mit einem Gespräch, wie hat sich der Schmerz verändert (hat er sich verändert, ist er gewandert etc) und das war teilweise sehr spannend. Meine Heilpraktikerin hat sich auch immer viel Zeit genommen, mir alles zu erklären, wodurch ich pro Sitzung eine Stunde bei ihr war – die Nadeln selbst waren nur etwa 20 Minuten in meinem Körper. Vor dem ersten Mal Nadelnsetzen war ich sehr nervös, wie sich das wohl anfühlen würde – ich habe Tattoos und irgendwie diesen Schmerz erwartet. Aber nein, teilweise merkte ich die Nadeln überhaupt nicht (und vergaß, dass sie überhaupt in meiner Haut waren), teilweise traf sie aber genau in den Schmerz und das ging dann wortwörtlich „unter die Haut“.

Nach zehn Minuten werden alle Nadeln „gelockert“, also kurz sanft bewegt und auch hier, merkte ich teilweise nichts und teilweise kamen da gute Schmerzen bei auf – manchmal auch an ganz anderen Körperstellen, was interessant war. Nach der Behandlung steht man langsam auf, macht nichts allzu stressiges, ich war meist mit einem Freund Kaffee trinken und einige Leute werden davon auch müde. Mein Körpergefühl war entspannt, angenehm und ein wenig wie nach einer Runde Meditation.

Nach jeder Behandlung fühlte sich mein Schmerz „anders“ an, er wanderte, wurde weniger, aber ging nicht komplett weg. Ich hatte insgesamt 5 Sitzungen, danach musste ich abbrechen, da ich nach Panama flog, sonst wäre ich definitiv noch 1-2 Mal mehr hingegangen. Mittlerweile ist der Schmerz komplett weg, manchmal knackt meine Schulter aber noch komisch (ironischerweise fühlte sich meine Schulter nach 14 Stunden im Flugzeug zum ersten Mal wieder richtig gut an..wtf) und ich denke schon, dass die Akupunktur ihn langsam geheilt hat. Auch einen vollkommen davon unabhängigen „auf er Haut“-Schmerz haben wir mit einem Akupunkturpflaster weggekriegt. Wusste ich auch nicht, dass es das gibt!

Achja, nach jeder Sitzung wurde ich noch getapt, damit sich die Wirkung etwas länger hält und ich bekam kleine runde Pflaster mit Winz-Nadeln an die Handgelenke. Die so harmlos aussahen, aber die Dauerstimulation hatte mich echt mit vor Schmerzen tränenden Augen an der Kasse im Aldi stehen. Nach zwei Tagen (und ich war damit in der Sauna *g*) musste ich diese dann jeweils entfernen, das war zu viel Qi-Anregung für mich. Aber per se finde ich sie eine super Sache, sie sollen auch gegen Flugangst oder Übelkeit helfen und bei beidem kann ich mir vorstellen, sie auszuprobieren.

Was mir sehr geholfen (und diverse Menschen in meinem Freundeskreis ebenfalls sehr glücklich gemacht) hat, war ein Akupressur Massagering. Mit diesem hat man sich einfach über den Tag verteilt, die Finger entlang gerollt und wow, das tat teilweise unendlich weh, aber hat meine sehr verkrampften Muskeln gelockert. Wenn man nervös ist/beim Nachdenken was in der Hand haben muss/sich ablenken will etc., helfen diese Ringe auch und bei meinen AD(H)S-Freunden war das ein super Spielzeug (und das meine ich ernst). Wir haben ihn so viel benutzt, das Edelstahl sprang an der Lötstelle auseinander und ja, wir haben ihn wieder zusammengelötet 😉 Definitiv etwas, ohne das ich nicht mehr leben mag, denn auch nur vom täglichen Tippen sind die Finger ja schon angestrengt und das hier geht so schnell und tut so gut.

Insgesamt habe ich sehr positive Akupunktur-Erfahrungen gemacht, bin froh, dass ich es ausprobiert habe und mein Körper gut darauf reagiert. Ich kann mir vorstellen, in Zukunft mit Akupunktur gegen mein nächtliches Knirschen anzugehen, im Moment bin ich nur leider nicht lange genug an einem Ort, um 1x die Woche zur Behandlung zu kommen.

Habt ihr schon Erfahrungen mit Akupunktur gemacht? Hat sie euch geholfen? Oder habt ihr vor, es auch einmal auszuprobieren? Wenn ja, hoffe ich, dass ich euch mit meinem Bericht ein bisschen ermutigen konnte!

[Beauty] Erfrischendes Waschgel von Nivea!

Wenn ich an Nivea denke, dann denke ich nur an diese enorm fettige Creme in der dunkelblauen Dose, die mein Papa sich schon seit ich mich erinnere, ins Gesicht schmiert. Habe ich als Kind dann auch, irgendwann aber aufgehört und selten Produkte von Nivea benutzt. Was gar keinen wirklichen Grund hat, ich mochte den Nivea-Store in Berlin sogar gerne. Aber griff sehr selten danach. Jetzt hatte ich in Panama das Erfrischende Waschgel (150ml für 3,99€) in der Dusche stehen und dachte mir, gut probieren wir es doch mal wieder miteinander!

Es ist für normale Haut konzipiert, kann zweimal täglich angewendet werden und soll die Haut – wie der Name verrät – erfrischen. Es reinigt gründlich, belebt die Haut, bringt sie zum Strahlen, erhält die natürliche Feuchtigkeitsbalance bei und beinhaltet für diesen Zweck Vitamin E. Meine Haut mag Vitamin E sehr gerne leiden und ich mag, dass auf Aluminium sowie Alkohol verzichtet wird, aber leider ist Mikroplastik drinnen (und somit für mich eigentlich schon wieder ein KO-Argument, da ich versuche, auf Produkte damit zu verzichten).

Aber gut, es stand mir vor der Nase und ich war neugierig. Wenn ich nicht duschte, nutzte ich meine normale Pflege (mit der meine akneanfällige, zickige Haut sehr gut zurechtkommt: Papulex Waschgel mit Foreo LUNA Mini 2 aufgetragen), aber wenn ich faul war und mein Gesicht eben „nebenbei“ reinigen wollte, griff ich zu dem Nivea Waschgel.

Die Dosierung funktionierte leider nur mässig, ich hatte immer zu viel Produkt auf der Hand (also alles brav auf die Schultern, da brauche ich nicht auch noch Pickel *g*). Der Geruch war dezent-angenehm, definitiv frisch, eher maskulin und hat mich an Nivea erinnert – das passt also! Es schäumt leicht auf, ich massierte also rund 30 Sekunden an meiner Haut herum, hatte es ein paar Mal brennend im Auge und danach ein „reines“ Gefühl. Aber irgendwie schrie meine Haut anschließend nach weiterer Feuchtigkeit, ich hatte ein paar rote Stellen und bekam ein paar fiese Pickel am Kinn. Von der Art, die lange dick unter der Haut liegen und weh tun..also nicht hormonbedingt, sondern entweder durch Wetterumschwung (Deutschland-Panama), Reisestress oder eben diesem Waschgel. Wahrscheinlich eine Kombination.

Nach drei Wochen sporadischer Anwendung habe ich es nun wieder aufgegeben und kann sagen, wir beide passen nicht zusammen und ich sollte mich wohl einfach damit abfinden, bis ans Ende meiner Tage Papulex (oder Effaclar von La Roche-Posay zu benutzen und das nicht mit den Händen, sondern eben der Luna oder meiner heißgeliebten Clarasonic Mia mit den grünen Köpfen, die nur so unpraktisch zum Reisen ist). Beides keine teuren Produkte, welche meine Haut aber einfach mag. Doof, dass mir die Neugierde mal wieder ein paar Pickel eingebracht hat, aber hey, ich lerne einfach nicht.

Ich bin neugierig, benutzt ihr Produkte von Nivea? Weil kennen tut die Marke ja bestimmt jeder, aber wer benutzt sie auch? Und wenn ja, was könnt ihr da im Bereich Hautpflege empfehlen? Ich hatte mal eine Augencreme, die ich ganz gerne mochte, aber das ist auch schon lange, lange her.

Sunday again.

[Gesehen] Homeland; The Rookie

[Gelesen] ich kam zu nix

[Gehört] Sie mögen sich – Käptn Peng

[Getan] mich dann doch sehr spontan (5 Stunden vor Abflug) entschieden, zurückzufliegen und nicht zu warten, wie sich das alles in Panama entwickelt und ob mein Flug am 22. via Madrid überhaupt noch geht; somit gab es dann am 13. erst einmal Mexico City, dann Paris und am 14. abends war ich dann in Frankfurt

[Gegessen] Bratkartoffeln mit Ketchup; selbstgemachte Guacamole mit Tacos; Oriental Ramen mit Baguette; Schoko-Marshmallow-Cornflakes; Doppelkekse; Ananas; Wassermelone

[Getrunken] Kaffee, Kaffee und Cola Zero

[Gedacht] und so schnell ging das Luxusleben am Meer auch schon wieder um..oh, was werde ich es vermissen, mit dieser Aussicht aufzuwachen!

[Gefreut] über die letzte Nacht unter freiem Himmel am Meer mit der Katze, die sich ganz lange kuscheln ließ 🙂

[Geärgert] nix

[Gewünscht] dass mein Körper ein bisschen schneller heilt, los jetzt 🙂

[Gekauft] neuen Sawyer Wasserfilter & zwei Paar Trailrunners (hoffen wir, ein Paar ist bequem genug für den Jakobsweg)

[Beauty] OI Shampoo & Spülung von Davines!

Aktuell sind meine Haare wirklich gestresst: Salzwasser, Pool mit Chlor, Wind, Sonne, Farbe und dann noch ständig im Dutt zusammengebunden. Besonders meine Längen, die schon wieder ziemlich blond sind, brauchen eine Extraportion Pflege, um mir hier nicht komplett auszutrocknen. Nachdem ich es erst mit der Organix Morrocon Oil Reihe versucht habe (und meine Kopfhaut leider gar kein Fan ist), schnappte ich mir dann das OI Shampoo und die Spülung von der Marke Davines. Vorher noch nie gehört, aber sah edel aus, roch edel und fühlte sich edel an 😉

Mit dieser ersten Einschätzung hatte ich auch Recht, das Shampoo kostet fast 19€ (280ml), die Spülung um die 23€ (250ml) – gekauft wurde es hier in Panama auch direkt beim Friseur, somit sind die Preise nicht verwunderlich..und wenn es wirkt, wieso nicht! Die Marke Davines selbst stammt aus Italien und wurde schon 1983 in Parma gegründet. Sie haben eine verdammt breite Auswahl an Produkten – so ziemlich jedes Haarproblem sollte man damit in den Griff bekommen – und gewinnen regelmäßig Preise für ihre innovativen Erfindungen.

In beiden Produkten ist Roucou Oil enthalten und ich musste erstmal google fragen, was das eigentlich ist. Es kommt vom Annattostrauch (oder auch Orlean- sowie Rukustrauch und Lippenstiftbaum (wth) genannt) und seine Samen haben dank Vitamin E-Isomer u.a. eine entzündungshemmende Wirkung. Das Roucou Öl ist ein starkes Antioxidans, spendet Feuchtigkeit, schützt vor UV-Strahlung, verbessert die Elastizität der Haare und beugt die Alterungsprozesse von Haut- und Haar vor (noch betreibe ich kein Anti-Aging für meine Haare, aber gut). Alle Infos ohne Gewähr, ausführlicher findet ihr sie hier.

Zur Anwendung: Beide Produkte sind sehr sparsam in ihrer Benutzung, man muss nur aufpassen beim Shampoo, da schüttet man schnell etwas zu viel raus. Ich finde den sofort sehr intensiven Duft grandios, er hält sich allerdings nicht lange im Haar, was auch wieder gut ist, da er so nicht mit meinem EdP kollidiert (aber ich würde ihn definitiv als EdP tragen *g*). Das Shampoo 1-2 Minuten einwirken lassen, ihr wollt eurer Kopfhaut ja etwas gutes tun und die Spülung danach ruhig 3-4 Minuten. Auswaschen geht bei beidem schnell und das noch nasse Haargefühl ist ein Traum!

Nun schnell zur Wirkung, dem wichtigsten Punkt, wenn es um Haarpflege geht. Meine zuvor schuppige Kopfhaut schuppt und juckt nicht mehr, alle blöden Rötungen sind nach vielleicht sechs Anwendungen weg. Man muss nicht täglich waschen, der Ansatz fettet bei mir erst ab Tag 3 nach, aber man greift doch häufiger dazu, da man die Pflege (und den Duft und das Haargefühl) haben mag. Meine Haare haben auf einmal Volumen (und was für eins!), strahlen, meine Längen sind fluffig-weich, sehen wahnsinnig gesund und nach „ja hallo, ich war gerade beim Friseur“ aus. Am Ansatz merke ich, dass ich weniger von diesen blöden herumfliegenden Babyhaaren habe, alles sieht sleek und gesund statt spliessig und abstehend aus.

Aber mein WOW-Effekt ist das Gefühl, meine Haare fühlen sich einfach so toll an. Nicht beschwert, nicht struppig, nicht trocken oder gestresst (obwohl sie es sind, bedenken wir mal die externen Faktoren). Sondern einfach glücklich, nach richtiger Pflege, nach viel Feuchtigkeit. Ich habe zu Beginn ständig an meinen Haaren rumgefummelt, da ich es gar nicht glauben wollte; sie sind weniger verknotet und auch ohne Fönen fallen sie glatt und nicht so komisch halb-wellig. Wenn ich mir jetzt überlege, ich würde diese Pflege unter „normalen“ Umständen benutzen, ich müsste ja absolut grandiose Haare haben, wenn das in diesem zerstörten Zustand schon so nach der Verwendung aussieht!

Ganz, ganz, ganz große Begeisterung von meiner Seite für diese beiden Davinesprodukte! Definitiv eine Marke, welche ich im Auge behalten werde und da bin ich nicht die einzige (lest mal ein paar Amazonreviews). Nein, sie sind nicht günstig, aber für mich ist der Preis bei diesem Resultat gerechtfertigt (jetzt wünsche ich mir nur noch, dass sie feste Produkte herstellen würden, um mich rundum glücklich zu machen).

Kennt ihr die Marke und habt schon etwas von ihr ausprobiert? Vielleicht ja durch euren Friseur? Wenn ja, seid ihr ähnlich begeistert?

[Interior] Moderne Holzmöbel für Skandinavian-Fans!

Meine Leidenschaft für Inneneinrichtung ist für Außenstehende oft ein Paradox, da sie null zu meinem aktuellen Lebensstil zu passen scheint. Denn seit Jahren schon (fast 9 mittlerweile) habe ich immer nur für wenige Wochen/Monate einen festen Wohnsitz, bevor es mich weiterzieht und in den seltensten Fällen muss ich meine vier Wände selbst einrichten. Sprich, ich lebe in den Visionen anderer Menschen und finde das ehrlich gesagt wahnsinnig spannend. Es ist so interessant zu sehen, wie sich die Geschmäcker innerhalb einer Stadt (Berlin hat mich da mit seiner Vielfalt umgehauen) unterscheiden, aber auch, wie sehr sie von Land zu Land und Kultur zu Kultur wechseln.

Was all das Reisen und in fremden Wänden leben aber mit sich bringt, ist, dass ich meinen Geschmack sehr genau forme. Da ich eben Sachen ausgesetzt werde, die manchmal genau meines sind und somit unbedingt für „später“ gemerkt werden müssen; und dann gibt es auch Dinge, von denen ich nach wenigen Tagen schon sagen kann, „nein, das will ich nicht in meiner Wohnung haben“. Da für mich Wald als Lebensraum eine große Rolle spielt, ich Holz und gleichzeitig viel Glas und Einfachheit in der Gestaltung mag, bin ich ein großer Fan von skandinavischen Designern, was sowohl Architektur als eben auch Inneneinrichtung betrifft. Besonders wohl fühlte ich mich in Kopenhagen und habe somit einen kleinen soft spot für dänische Designer wie die Marke Oliver Furniture.

Das hier ist z.b. ihre Wood Kommode

Inspiriert von der skandinavischen Holztischlerei entwirft Soren Rorbaek wunderschön anzusehende, schlichte, funktionale Möbel, welche gleichzeitig modern und zeitlos sind. Ihm ist es wichtig, nachhaltig zu produzieren, also keinen Trends zu folgen, sondern dem Kunden (wenn er Veränderung wünscht), es zu ermöglichen, bereits gekaufte Möbel durch anfügbare Elemente zu verändern. Dinge sollen wieder- und weiterbenutzt werden und somit ein Beitrag zur Abfallvermeidung geleistet werden. Ein Gedanke genau nach meinem Geschmack!

Hier hätten wir den Schreibtisch weiß

Sie haben eine riesige Bandbreite an Möbeln, Tische, Regale,Kommoden, Kleiderschränke, Betten (und Matratzen), Teller- und Wanderegale, Kleiderständer sowie tolle Kinderaccessoires – und Möbel. Ich habe euch mal ein paar meiner liebsten Stücke als Inspiration in diesen Beitrag gepackt; und merke so langsam doch, dass ich mir ein kleines Häuschen in der Natur einrichten mag. Wenn ich mich nur endlich mal entscheiden könnte, wo das sein sollte! Vancouver Island, Oregon, irgendwo in Skandinavien (wo ich dann aber im Winter nicht sein mag *g*), ich bin absolut unentschlossen und sollte doch mal auf den Lottogewinn hoffen, damit ich noch eine zweite Wohnung im Warmen haben kann!

Und aus der Reihe noch den Wood Kleiderschrank

Erhältlich ist Oliver Furniture im Fachhandel, besonders gut finde ich, dass es sogar ein Outlet (leider in Dänemark) gibt, wo man die Sachen als 2. Wahl sehr viel günstiger bekommen kann. Wer einen Kombi hat und ein paar Zimtschnecken essen mag, vielleicht könnte man das ja mit einem Kurztrip nach Kopenhagen verbinden!

Von welchem skandinavischen Designer seid ihr denn sehr begeistert? Oder habt ihr euch an diesem minimalistischen Stil sattgesehen und habt lieber auffällige Statement-Pieces in der Wohnungen, die einen zum Anschauen auffordern?

Copyright der Bilder: oliverfurniture.com