Kategorie: Reisen

[Reisen] Urlaub in Österreich!

Aktuell ist für einige von euch bestimmt auch die Frage von Bedeutung, ob und wohin man dieses Jahr in den Herbst-/Winterurlaub fahren kann. Wer innerhalb Europas bleiben und einfach schnell mit dem Auto oder Zug an sein Ziel kommen mag, dem kann ich Österreich nur ans Herz legen! Seit ich dank eines Erasmus-Austausch ein Semester in Wien verbringen durfte, habe ich eine ganz besondere Beziehung zu unserem Nachbarland aufgebaut. Welches definitiv einiges mit Deutschland gemeinsam hat, sich aber auf wunderbare Weise auch davon unterscheidet und es sich somit lohnt, eine Reise dorthin zu unternehmen, um diese Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Es gibt außergewöhnliche, sorgfältig ausgesuchte Angebote für Österreich von Voyage Privé, bei denen ihr bis zu 70% des Normalpreises einsparen könnt. Ob Natur- oder Städtefan, Wandern, Wellness oder Kultur – Österreich bietet definitiv für jeden etwas!

Wien ist bekannt für seine Museen, Theater und natürlich den Opernball. Besonders im Museumsquartier kann man sich gar nicht entscheiden, welches Museum es zuerst sein soll. Ich war als Ethnologin selbstverständlich im Museum für Völkerkunde, was ich auch gut fand; wer etwas ortspezifischeres mag, ab ins Wien Museum! Ein Theater zu empfehlen ist schwierig, da es natürlich darauf ankommt, was wo gespielt wird worauf ihr Lust habt. Aber wunderschön fand ich die Wiener Staatsoper und das Theater an der Wien – bei beidem würde ich euch empfehlen, entweder weit im Voraus zu buchen oder direkt an der Abendkasse zu schauen, welche Plätze noch frei sind (da kriegt man manchmal auch tolle Rabatte). Für mich spannend war natürlich die Universität, die aber auch allein architektonisch sehenswert ist dank ihres Paternosters, in welchen man einfach springen kann. Und wenn ihr ein bisschen studentisches Leben (oder einen günstigen, aber guten Kaffee) wollt, der Innenhof der Uni ist the place to be! Natürlich muss ich noch kurz den Stephansdom erwähnen, den ich mir auch brav mit jedem meiner Besucher angeschaut habe, aber wirklich lange war ich nie dort.

Apropos Kaffee, ich komme nicht umhin, von den Kaffeehäusern Wiens zu schwärmen. Man kann dort stundenlang sitzen, bekommt häufig kostenlos nachgeschenkt und ja, kommt manchmal noch in den Genuss, Debatten von verschiedenen Menschen, die scheinbar zufällig zusammentreffen, zu hören. Kannte ich aus Büchern, habe ich dann selbst erlebt und mich in diese Kultur schlichtweg verliebt. Oft waren das Professoren, die ein bisschen freie Zeit hatten und nicht nur Zeitung lesen, sondern debattieren wollten. Ach ja, Kaffee verlangt man übrigens nicht beim Kellner, aber das werdet ihr an der Karte ganz schnell merken und mit der richtigen Bestellung dann gleich ein Stück österreichische Kultur übernehmen!

Gewohnt habe ich damals direkt am Prater und das ist auch gleich noch ein absoluter Tipp von mir: nicht unbedingt der Jahrmarkt-Teil, wobei das Riesenrad eine nette Aussicht hat, aber der Park an sich ist wunderschön. Bunte Bäume, Laub auf dem Boden, Kastanien, Eichhörnchen und man kann wirklich kilometerweit durchs Grüne laufen und die Seele baumeln lassen! Wer lieber Wasser um sich herum haben mag, dem empfehle ich die Donauinsel (und einen kurzen Abstecher zur Mexiko-Kirche, die von außen wahnsinnig schön anzuschauen ist).

Da ich Wien von September bis Ende Februar entdecken durfte, erzähle ich euch mal, was man in den kälteren Tagen noch so unternehmen kann. Natürlich gibt es ganz wunderbare Märkte, sei es einer der vielen Weihnachtsmärkte (mit Schlittschuhbahn), wo es nur so nach Maronen und Glühwein riecht oder aber auch der berühmte Naschmarkt. Bei letzterem findet ihr so viele leckere Essensstände, dass man entweder einen großen Magen haben muss oder mehrmals vorbeischauen sollte! Als Vegetarier kann ich euch nicht unbedingt etwas zum Thema „Wiener Schnitzel“ verraten, aber esst auf jeden Fall Torten, denn backen können die Österreicher! Ich hatte zwar auch eine klassische Sachertorte im Hotel Sacher, aber wenn ihr mich fragt, war das nicht unbedingt die beste Version, die ich je gegessen habe (mein Tipp: Cafe Demel).

Für mich ist Wien immer eine Reise wert und wenn wer von euch mit dem Gedanken an einen Städtetrip dorthin oder allgemein mit einem Urlaub nach Österreich spielt, ab mit euch! Ein ganz wunderbares Land, welches in meinen Augen immer wieder unterschätzt wird und dabei doch so wahnsinnig viel zu bieten hat!

Seid ihr schon einmal in Österreich gewesen und wenn ja, wo dort? Oder steht es noch auf eurer Bucketlist?

[Reisen] Als House-& Catsitter nach Finnland!

Seitdem ich im März 2020 mit Herzklopfen in Panama lastminute zum Flughafen sprintete, hatte ich erst einmal genug vom Reisen. Was verrückt ist, denn genau das hatte ich die letzten acht Jahre in meinem Leben getan. Meist ging es für ein paar Wochen oder auch Monate in ein neues Land, welches ich mit allen Sinnen erfahren wollte. Corona hat mir diese Lust erst einmal genommen. Und auch wenn ich noch immer nicht wieder reise kann, wie ich will (in großen Hostelzimmern mit zig anderen Leuten schlafen oder Couchsurfen), habe ich mich doch entschieden, nach 1,5 Jahren in Deutschland meinen ersten Trip zu wagen!

Entschieden habe ich mich für Helsinki, wo ich im Dezember 2019 schon einmal kurz gewesen bin und die Stadt sowie die Region unbedingt genauer kennenlernen mag. Skandinavien ist für mich nämlich durchaus eine Gegend, wo ich mich längerfristig sehen kann – irgendwie hatte ich immer Norwegen (und ja, auch Grönland) im Kopf, aber jetzt schaue ich mir eben erst noch einmal Finnland an!

Da es aber ganz schön teuer ist, dort länger zu leben und ich – wie viele Selbstständige auch – aktuell bei Weitem nicht verdiene, wie es vor Corona der Fall ist, habe ich mich entschieden, wieder einen Gig als Housesitter anzunehmen. Was ich seit mittlerweile drei Jahren häufig mache, da man so günstig reisen kann, nicht nur ein Hotelzimmer, sondern ein wirkliches Zuhause hat und eben auch flauschige Gesellschaft. Klar wollen und kriegen die Tiere auch genug Aufmerksamkeit von mir, aber man kann sich eben doch immer wieder ein paar Zeitfenster schaffen, um die jeweilige Umgebung zu erkunden. Ich finde die jeweiligen Sits (ich war u.a. in Tel Aviv, London, Kuala Lumpur, Singapur und Portland) über Trustedhousesitters (wo ihr mit diesem Link 25% auf die Jahresmitgliedschaft sparen könnt) und war bisher immer sehr zufrieden!

Dieses Mal passe ich auf das Haus und zwei Katzen einer lustigerweise ebenfalls Deutschen auf, die vor vielen Jahren schon nach Finnland ausgewandert ist. Wunderbar finde ich, dass ihr Haus nicht direkt in der Stadt, sondern auf einer nahen Halbinsel direkt am Wasser liegt und Achtung: eine Sauna hat! Ich weiß, dass das im hohen Norden nichts besonderes ist, aber ich freue mich unfassbar darüber. Denn auch auf einen Saunabesuch habe ich nun seeeeehr lange verzichtet!

Da ich von Mitte Oktober bis Anfang Dezember dort bleiben werde, habe ich nicht unbedingt die tollste Jahreszeit, um die Gegend zu erkunden. Da es eben nicht mehr so lange hell ist und es auch häufiger mal regnet, aber ich habe so gar kein Problem damit, mit Katzen und einem Buch zuhause zu bleiben und in die Sauna zu gehen. Wobei ich natürlich ein paar kurze Trips nach Turku, Tampere und vielleicht mit der Fähre rüber nach Tallinn – und wenn es sich richtig anfühlt, werde ich auch noch ein paar Tage in Lappland verbringen und in den Himmel starren. Denn von Polarlichtern kann man nie genug bekommen, das habe ich in Kanada gelernt.

Also fünf Wochen Housesitting und dann noch eine Woche, die ich zur freien Verfügung habe. In welcher ich natürlich erst einmal Helsinki und alle Orte/Museen erkunden mag, die ich bei meinem ersten Besuch nicht sehen konnte. Dann aber auch einfach viel Zeit in der Natur, vielleicht ja mit Schnee, beim Wandern verbringen will und mich unterwegs mit warmen Zimtschnecken aufwärmen werde. Ruhe, Entspannung und einfach ein bisschen in das skandinavische Lebensgefühl eintauchen, was mir bestimmt gut tun wird 🙂

Wenn wer einen Helsinki-Tipp hat oder ein ganz besonders spannendes Reiseziel in Finnland kennt, würde ich mich natürlich sehr darüber freuen, wenn ihr ihn mir mitteilt! Zwar sind es noch knapp zwei Monate, aber juhu, endlich wieder Reise-Vorfreude!

[Reisen] Entdecke Worms in sieben Stunden!

Da ich mein Semesterticket noch ein wenig nutzen wollte, dachte ich mir, ich erkunde mal die Umgebung von Darmstadt. Verrückterweise war ich in meinen mittlerweile 36 Lebensjahren noch nie in Worms, wobei das mit dem Zug in weniger als einer Stunde zu erreichen sein soll. Jupps Konjunktiv, denn natürlich hatte mein Zug von Darmstadt aus Verspätung und somit fuhr mir mein Anschluss dann in Bensheim vor der Nase weg – wobei er die drei Minuten echt hätte warten können, denn der Zug pendelt nur zwischen Bensheim und Worms. Aber gut, so habe ich die Stunde genutzt und mir dieses nette Städten mit viel Fachwerk, einem Fluss, einem tollen Stadtpark und Weinbergen gleich um die Ecke angeschaut. Dann ging es weiter nach Worms, wo ich leider eine Stunde später ankam und somit nicht mehr alles anschauen konnte, was ich wollte. Aber ich hatte trotzdem einen grandiosen Tag und will euch nun meine Agenda vorstellen!

Vom Hauptbahnhof lief ich durch die Fußgängerzone zunächst einmal zum Lutherdenkmal, welches das weltweit zweitgrößte Reformationsdenkmal ist. Luther begegnet einem noch häufig in der Stadt, hat er hier doch 1521 auf dem Reichstag zu Worms seine Thesen verteidigt. Das Denkmal von Ernst Rietschel ist – und ich bin da normalerweise echt recht unbeeindruckt – wirklich sehenswert, es wurde mit so viel Liebe für Details gearbeitet und seine Größe ist ebenfalls etwas überwältigend. Da es in einem netten kleinen Grünstreifen ist, kann man hier auch erst einmal einen Kaffee trinken!

Direkt danach kommt man schon am Museum Heylshof vorbei, in welchem sich meist 1-2 wechselnde Kunstausstellungen befinden. Ich bin nicht reingegangen, da man sich aufgrund der Corona-Regeln vorher anmelden muss, aber ich habe mir den Innenhof und Park genauer angesehen. Hier stehen ein paar Skulpturen und der Herkulesbrunnen, welche ebenfalls schön anzusehen sind.

Noch im Park ragt er auf einmal vor einem auf, der Wormser Dom. Natürlich war dieses Gebäude ganz klar eines meiner heutigen Highlights und ach, ihr müsst hier unbedingt einmal hin. St. Peter ist zwar der kleinste der drei rheinischen Kaiserdome (nach Speyer und Mainz), doch trotzdem verschlägt sein Anblick einem die Sprache!

Besonders die Fenster gefielen mir sehr gut, da sie sehr modern wirkten und so eine spannende Mischung aus Geschichte und Gegenwart zauberten. Da ich um 12 Uhr mittags ankam, hörte ich auch noch die Glocken schlagen, was super war. In der Gruft des Doms liegen die Salier, u.a. Konrad der Rote, der Herzog von Lothringen.

Schräg über den Platz findet ihr die barocke Dreifaltigkeitskirche, in welcher eine kleine Ausstellung zu Luther und ein sehr schönes Mosaik über der Orgel zu sehen sind. Sie ist die größte Kirche der Stadt und wurde während des 2. Weltkrieges leider bis auf die Außenmauern komplett zerstört – danach von Otto Barning allerdings neu konzipiert. Nebenan befindet sich die Stadtbücherei sowie das Rathaus, was ich erwähne, da es hier auch kostenlose, sehr saubere öffentliche Toiletten im Innenhof gibt.

Als nächstes wollte ich unbedingt den Heiligen Sand besuchen, den ältesten, erhaltenen jüdischen Friedhof in Europa. Hier finden sich noch Grabsteine aus dem 11. Jahrhundert und die Atmosphäre ist wirklich einmalig. Ich bin schon auf einigen jüdischen Friedhöfen gewesen, dieser hier hat mich aber nachhaltig beeindruckt. Man kann die Zeit zwischen all den Grabsteinen vergessen, nette, sehr informative Gespräche mit den Arbeitern dort führen und einen anderen Teil der Wormser Geschichte kennenlernen. Männer müssen daran denken, einen Kopfbedeckung zu tragen, sonst können sie den Friedhof leider nicht betreten.

Wer noch tiefer in die jüdische Geschichte Worms eintauchen mag, dem empfehle ich danach einen Besuch in der Synagoge und dem Raschi-Haus, in welchem sich das Jüdische Museum befindet (Eintritt 1,50€). Hier gibt es ebenfalls einiges zu sehen, ich hatte leider nur eine Stunde Zeit und konnte nicht alle Filme sehen, aber die Mitarbeiter haben für mich extra ein paar Minuten länger aufgelassen, was sehr nett war. Das Haus hat eine natürlich sehr traurige Geschichte, wurden von hier während des 2. Weltkrieges viele Juden deportiert; aber umso erstaunlicher ist es zu sehen, wie der Ort heute benutzt wird. Im Keller kann man noch die Originalmauern des Hauses bestaunen, aber leider ist die Mikwe (das Bad) nicht mehr zugänglich, zu gerne hätte ich mir das angeschaut!

Neben einer sehr wichtigen jüdischen Geschichte, spielt Worms im Nibelungenlied immer wieder eine prägende Rolle. Somit habe ich zunächst einmal das Nibelungenmuseum (aktuell ermäßigt 2,50€) besucht und muss gestehen, das war ein etwas anderes Museum. Man erhält einen Audio-Guide, welchen ich gut fand und schaut sich dazu passende Filme an Monitoren an. Aber es gibt im Museum so gut wie keine Objekte zu sehen, was ich auf Dauer dann doch etwas schade fand. So „hörte“ ich zwar zwei Stunden Geschichten über die Nibelungen und lernte auch einiges, aber dass es so nichts „Festes“ zum Anschauen gab, war doch etwas schade.

Das Museum befindet sich in zwei malerischen Wehrtürmen an der stauferzeitlichen Stadtmauer, welche ebenfalls sehenswert sind und ihm noch etwas mehr Ambiente verleihen. Normalerweise hätte man von hier einen grandiosen Blick auf den Dom – aber leider hingen bei meinem Besuch grüne Baunetze vor den Fenstern, was etwas schade war!

Anschließend ging es vorbei an der Stiftskirche St. Paulus, welche ein beeindruckendes Eingangstor mit Szene aus dem Alten und Neuen Testament hat, hinunter zum Rhein. Hier reihen sich an der Promenade viele Restaurants aneinander, ich entschied mich aber für ein Picknick auf der Wiese und schaute alten Männern beim Boule-Spielen zu. Das Hagendenkmal (hier soll er laut einer Legende den Nibelungenschatz in den Rhein geworfen haben) und den Nibelungenturm schaute ich mir hier noch gemütlich an, bevor ich mich langsam wieder Richtung Bahnhof aufmachen musste. Hier lief ich noch durch ein paar schöne, enge Gassen mit Fachwerkhäusern und am Ludwigsdenkmal sowie an St. Martin vorbei.

Kulinarisch kann ich euch nur das Eiscafe Vannini direkt an der Dreifaltigkeitskirche ans Herz legen. Was aber nicht daran liegt, dass es in Worms keine tollen Restaurants gibt, ich hatte nur leider einfach keine Zeit mehr. Das Eis musste ich aber probieren und es hat sich sowas von gelohnt! Sie haben eine riesige Auswahl an Sorten und Eisbechern, ich probierte Kinderriegel sowie Joghurt und ach, da würde ich sofort wieder hin!

Wenn man sich Worms in Ruhe ansehen mag, es gibt ja noch das ein oder andere Museum, dann empfehle ich definitiv eine Nacht dort zu verbringen. Aber auch so hatte ich einen sehr schönen Urlaubstag in der rheinischen Stadt und freue mich sehr, diese Ecke Deutschlands etwas näher kennengelernt zu haben. Hier würde ich definitiv wieder einmal herfahren, dann eben mit etwas mehr Zeit im Gepäck einfach durch die Gassen schlendern und natürlich auch eines der vielen Restaurants besuchen! Wenn ihr also noch nie in Worms gewesen seid, hin mit euch! (Für Corona-Vorsichtige wie ich: sowohl in den Kirchen wie auch den Museen war nur sehr wenig los, ich konnte also immer gut Abstand halten und die meisten Menschen haben sich auch sehr rücksichtsvoll verhalten!).

Seid ihr schon einmal in Worms gewesen und habt vielleicht noch einen Tipp, was man sich dort unbedingt ansehen beziehungsweise noch unternehmen sollte? Oder eine Restaurantempfehlung? 🙂

[Reisen] Sehnsuchtsziel Grönland!

Seit locker fünfzehn Jahre steht Grönland ganz, ganz, gaaaaaanz oben auf meiner Reiseliste, da ich einfach eine Faszination mit der Landschaft habe. So oft bin ich schon drüber geflogen auf dem Weg in die USA und wäre am liebsten sofort abgesprungen. Aber nicht nur landschaftlich hat mich das Land sofort gekriegt – dank einem wunderbaren Seminar an der Uni Wien habe ich viel über die Geschichte, Mythen und Kulturen, die dort leben gelernt und begonnen, mich mit grönländischer Kunst auseinanderzusetzen. In Kanada war ich in unzähligen Museen und Galerien, wobei ich schnell lernte, dass mein Bankkonto hier ein paar Ziffern zu wenig hat, ich aber auch nicht unbedingt etwas aus Walknochen besitzen mag..aber trotzdem absolut faszinierend, was die Menschen hier gestalten (googlet mal Tupilaq, wenn ihr mögt)!

Die Anreise nach Grönland gestaltet sich von Deutschland aus schon etwas schwierig, man muss eigentlich immer über Dänemark/Island (nonstop) oder den weiten, unnötigen Umweg über die USA/Kanada fliegen und es ist weder günstig, noch sehr flexibel. Ich würde zuerst in die Hauptstadt Nuuk fliegen, wo 18.000 Menschen leben. Hier gibt es ein Nationalmuseum, das Nuuk Art Museum, das Katuaq Culture Centre und natürlich auf Touristen ausgelegte Kunstgalerien wie die bekannte Anori Art. Nachdem man dann schon 1/3 der grönländischen Bevölkerung in der Stadt kennengelernt hat, kann man sich überlegen, was man von hier aus unternehmen mag. Aber auch hier gilt: man muss meist fliegen/Boot fahren und das ist einfach alles weiterabhängig!

Persönlich würde ich von Nuuk aus einfach Wandertagestouren (die Berge Sermitsiaq or Lille Malene sind in einigen Stunden zu erreichen und versprechen grandiose Aussichten), dabei bestimmt mit spannenden Menschen in Kontakt kommen und meinem ethnologischen Forschergeist freie Bahn lassen. Natürlich kann man auch Wale beobachten, Segeln gehen, Gletschertouren buchen oder in einem der Restaurants/Cafes verweilen und das lokale Treiben bestaunen. Letzteres wird für mich als nichtfischessenden Vegetarier bestimmt eine kleine Herausforderung aber gut, für Grönland kann ich auch ein paar Wochen nur Müsliriegel essen, wenn es hart auf hart kommen sollte!

Von Nuuk aus würde ich wahrscheinlich versuchen, die Westküste etwas gen Norden mit dem Boot zu bereisen und einfach schauen, was es da so alles gibt. Natürlich wäre die östlich kaum besiedelte Seite noch spannender, aber wer weiß, was sich dann vor Ort noch ergibt. Ich bin jemand, der nie viel vor der eigentliche Reise plant und sich einfach genug Zeit gibt, dass dann alles direkt dort zu entscheiden.

Grönland würde ich am liebsten einmal im Sommer und einmal im Winter jeweils für mindestens drei Monate (geht visumsfrei als Deutsche) erleben, da es eine ganz andere Welt sein muss (und am liebsten hätte ich einen wissenschaftlichen Forschungsauftrag, um so zumindest meine Unterkunft finanziert zu wissen). Denn auch wenn es Hostels in Nuuk gibt, auch hier könnt ihr mit 60€/Nacht rechnen, was nicht gerade wenig ist. Dass die Insel auch grün sein kann, will einem so gar nicht in den Kopf, aber auch hier gibt es Wiesen, Wildblumen und Karibu, Rentiere und Moschusochsen..aber natürlich auch ihn!

Ich habe ein Grönland-Konto und auch wenn da noch nicht genug Geld für zwei Aufenthalte drauf ist, soooo ganz langsam habe ich genug für den ersten Aufenthalt zusammen und hoffe sehr, dass ich diesen Lebenstraum im nächsten Jahr endlich umsetzen kann! Andere Menschen kaufen sich Autos, ich kaufe mir eine bestimmt unvergessliche Zeit in dem Land, welches mich am meisten fasziniert 😉 Drückt mir die Daumen, dass das umsetzbar sein wird – und verratet mir doch, in welches Land ihr unbedingt einmal reisen wollt! Vielleicht ist es ja lustigerweise auch Grönland?

Falls wer spontan Lust auf eine Doku über Grönland bekommen hat, Markus Lanz hat da eine sehr spannende Version geliefert – und auch ein tolles Buch in Zusammenarbeit mit National Geographic geschrieben, welches ich ihn auf der Buchmesse habe vorstellen sehen. Würde ich auch sofort machen, wenn ich die Gelegenheit hätte, weil besser geht es doch nicht 🙂

Meine Suche nach DER perfekten Ausrüstung fürs Langstrecken-Wandern!

Nachdem ich 2018 und 2019 auf dem Pacific Crest Trail unterwegs war, war es um mich geschehen und ich restlos in das Langstrecken-Wandern verliebt. Hierbei ist natürlich die eigene Ausrüstung das A & O, wobei es definitiv auch auf das Gewicht ankommt. Denn wenn ihr täglich eure 30km hoch und runter lauft, merken eure Schultern einfach jedes Gramm.

Nachdem ich mit einem halbwegs günstigen Anfänger-Set gestartet bin (hier gibt es ein paar gute Tipps für Wanderanfänger), habe ich mittlerweile aber gemerkt, dass ich da doch ein paar Veränderungen vornehmen mag. Denn die nächsten Wanderungen (Via de la Plata, Olavsweg, Kungsleden und Te Araroa) warten nur darauf, dass Corona endlich so weit im Griff ist, dass ich wieder loslaufen kann.

Unerwarteterweise liebe ich meinen lowbudget Rucksack noch immer heiß und innig, da er für mich einfach perfekt geschnitten ist und alle Taschen/Reißverschlüsse genau da sind, wo ich sie haben mag. Auch mein Zelt werde ich behalten, so lange es noch irgendwie am Stück bleibt, aber schon ausgetauscht habe ich zum Beispiele meine Isomatte. Die war nicht zum Aufblasen und somit zwar leichter, aber oh, mir tat der Rücken weh nach einiger Zeit und bei all der körperlichen Belastung braucht man erholsamen Schlaf. Meinen Trekkingsonnenschirm habe ich soooo selten benutzt, dass ich ihn wohl in Zukunft nicht mehr mitnehmen werde, aber er ist eine tolle Erfindung!

Aktuell bin ich auf der Suche nach einem wärmeren und gleichzeitig leichteren Schlafsack. Denn so sehr ich meinen Gruezi-Pod auch von der Idee her mag, ich friere und er ist mit 1,2kg einfach zu schwer. Als ich damals das erste Mal anfing, Schlafsäcke online zu vergleichen, fiel ich aus allen Wolken, wie teuer sie sind! Meiner mit 200€ war noch im Anfangsbereich, für mich aber eine Menge Geld. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass ich beim Wandern bleiben und meinen Schlafsack somit seeeeeehr oft nutzen werde und bin nun auch bereit, ein bisschen mehr Geld zu investieren.

Werden soll es auf jeden Fall wieder ein Kunstfaserschlafsack und ich liebäugele sehr mit der Marke Mountain Equipment, welche preislich bei um die 300€ liegen. Da haben viele Wanderfreunde sehr positive Erfahrungen mit gemacht und definitiv nicht so oft gefroren, wie es bei mir der Fall war. Aber ein paar Browsertabs mit Modellen von Marmot und Deuter habe ich ebenfalls offen und springe hin und her, vergleiche und lese Bewertungen. Am Ende ist ein Schlafsack natürlich immer eine individuelle Wahl und wirklich keine leichte!

Was ich euch auf jeden Fall ans Herz legen kann, denn ich habe es ausgiebig getestet, ist ein Inlett. Nicht nur habt ihr es etwas wärmer und weicher, ihr macht euren Schlafsack auch einfach nicht so dreckig; denn auch wenn man sie natürlich waschen kann, sollte man das nicht unbedingt alle zwei Wochen machen. Ich habe ihn das erste Mal nach etwa 1000km durch die kalifornische Wüste im Frühsommer in die Waschmaschine gesteckt und das war bitter nötig!

Da ich mir sehr unsicher bin, ob ich in diesem Jahr noch rechtzeitig geimpft sein werde, um mich auf eine Wandertour zu begeben, lese ich aktuell zur Inspiration die außergewöhnlichsten Reiseberichte, was dazu führt, dass meine Reise-Liste länger und länger wird. Erst vor kurzem bin ich zum Beispiel über den Westweg hier bei uns in Deutschland gestolpert und würde ihn sehr gerne in ein paar Tagen diesen Herbst laufen. Verrückt, dass ich noch nie von ihm gehört hatte, er sieht wahnsinnig toll aus!

Geht es euch aktuell auch so? Sucht ihr Inspiration nach neuen Wanderwegen oder habt ihr euch schon einen (oder fünf) ausgesucht und seid momentan dabei, eure Ausrüstung zusammenzustellen? Wenn wer einen Ripp bezüglich eines Schlafsacks hat, würde ich mich sehr freuen!

[Reisen] Sehnsuchtsziel Norwegen!

Normalerweise findet ihr auf diesem Blog viele Reiseberichte, da ich ab 2009 eigentlich ständig in der Welt und nur wenig in Deutschland unterwegs war. Das hat sich mit meinem überstürzten Abflug aus Panama am 13.3. radikal geändert und so dachte ich mir, ich führe jetzt eine neue Blogreihe ein: die Sehnsuchtsziele! Hier will ich euch etwa alle zwei Wochen ein Land vorstellen, wo ich unbedingt (nochmal) hinwill und vielleicht hierdurch bei dem ein oder anderen das aktuelle Fernweh zu stillen und/oder für ein bisschen Reiseinspiration zu sorgen!

Beginnen will ich mit Norwegen, einem Land, welches gar nicht so weit weg von Deutschland ist und leicht mit Bahn, Flugzeug, Bus, Auto und Fähre zu erreichen ist. War ich zwar schon mehrmals in Dänemark, Schweden, Finnland, den Faroe Inseln und Island, nein, nach Norwegen habe ich es bisher noch nicht geschafft. Ich wollte es 2020 eigentlich für einige Wochen hinkriegen, hatte auch schon eine Katze zum Betreuen (und ergo mit ihr für zwei Wochen leben) gefunden, aber es sollte dann nicht sein.

Norwegen ist für mich einfach raues, brachiales, faszinierendes und „hallo Mensch, schau mal, wie beeindruckend Natur ist“-Land, welches mich nicht zuletzt durch seine Mythen neugierig gemacht hat. Hätte ich unerschöpfliche Zeit und Geld, würde ich wohl einfach einen alten Camper kaufen und mich durch das Land treiben lassen. Da das aber wohl eher nicht der Fall sein wird, hier meine Highlights, die ich unbedingt sehen und erlaufen mag!

Die Lofoten

Gaaaaaanz hoch im Norden liegen die Lofoten, 80 Inseln, welche seit etwa 6000 Jahren bevölkert sind. Hier oben ist das Leben nicht so einfach, das haben die Wikinger schon gemerkt! Meist hat man die Dörfer auf der Ostseite angesiedelt, wobei das Klima sogar überraschend „mild“ dort oben ist (danke Golfstrom) – und die Aussichten sind einfach absurd, da man riesige Berge (manchmal über 1200m) und Steilküsten direkt vor dem Fenster hat. In solch einer Umgebung habe ich mich selten lange befunden, die Faroe-Inseln sind zwar ähnlich, aber eben doch nicht genau so 😉

Hier würde ich auf jeden Fall viele Wanderungen unternehmen wollen, mir die alten Häuser/Kirchen näher betrachten, mit möglichst vielen Leuten ins Gespräch kommen (denn ich glaube, ähnlich wie im Norden Alaskas/Kanadas wohnen hier einfach nur faszinierende Persönlichkeiten) und Papageientaucher treffen! Diese niedlichen Vögelchen fehlen mir nämlich immer noch und ich will sie sooooo gerne einmal live sehen! Auf den Hering (einer der Hauptexporte von hier) könnte ich wiederum verzichten 😉

Alesund

Ich weiß nicht mehr, wie ich über diese Stadt gestolpert bin, aber ich war schockverliebt auf den ersten Blick! Dieser Artikel hat mich dann restlos überzeugt, denn er zeigt, wie wunderschön die 50.000 Einwohnerstadt ist und wie einmalig! Schon die Anreise (am besten mit Bahn & Bus) bietet atemberaubende Aussichten und dass die Stadt selbst auf drei Inseln verteilt mitten im Meer liegt, macht mich fertig! Stellt euch doch mal vor, ihr wohnt da und seht das täglich – verrückt! Man muss sich mit Fähren, Brücken und Unterseetunneln behelfen, wenn man sich fortbewegen will (und ja, für mich ist das weiterhin einfach nur aufregend, obwohl ich zumindest in Vancouver häufig die Fähre nutzen musste).

Überraschenderweise ist die gesamte Stadt ein Jugendstilmekka (sorry Darmstadt, sie gewinnt!) mit wunderschönen bunten Häusern und kleinen Gassen. Wer mehr Natur mag, kann aber gleich eine Tour zum Geirangerfjord, in den Atlantikpark oder auf die Vogelinsel Runde unternehmen – laut dem verlinkten Artikel sind auf dieser Insel auf 100 Einwohner etwa 340.000 Seevögel zu finden, hauptsächlich meine geliebten Papageientaucher (und Möwn *hust*). Und natürlich kann man auch hier super wandern und eigentlich immer eine umwerfende Aussicht haben..und stellt euch mal vor, wie hier ein Sonnenuntergang wirken muss! Hach, ich will da jetzt hin 🙂

Oslo, Bergen, Gletscher, Fjorde, Polarlichter & Rentiere

Neben diesen beiden eher unbekannteren Zielen würde ich mir aber natürlich auch Oslo und Bergen, ach, gerne auch Trondheim noch anschauen. Allein in Oslo würde ich einen kompletten Tag zimtschneckendkauend in allen Museen verbringen (es gibt über fünfzig Stück) und mich abends in einer Sauna entspannen! Auch hier im urbanen Gebiet ist die Natur schon wunderbar, Fjorde, Berge und Wälder sind nie weit entfernt! Je höher man im Norden ist, umso mehr Glück hat man auch mit Polarlichtern und wer diese noch nie erleben dürfte, es ist ein Spektakel! Am besten noch in Kombination mit vorbeihuschenden Rentieren, ich wäre hin und weg! 🙂

Der Olavsweg

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch schauen würde, was Norwegen an Fernwanderwegen zu bieten hat. Dabei bin ich ziemlich schnell auf den Olavsweg gestoßen und dieses Video hat mich dann schnell begeistert! Insgesamt 660km geht es von Olso nach Trondheim, wo sich die Grabeskirche des heiligen Olavs, auf dessen Spuren wir hier pilgern, befindet (ich mag die Outdoor-Reiseführer immer sehr und werde ihn mir zulegen, sobald die Planung etwas konkreter werden kann). Das ist – wenn man auf Herbergen/Hotels, die es durchaus am Weg gibt – zurückgreifen will, wie alles in Norwegen kein günstiges Vergnügen, aber das Tolle ist, dass man in Norwegen überall zelten darf, wenn das Gebiet nicht eingezäunt ist. Was sowieso meine 1. Wahl ist, aber ich will es nur noch einmal betonen. Dadurch ist man viel freier in seiner Weggestaltung und Zeiteinteilung und muss nur für Proviant (und mal eine Dusche) zurück in die Zivilisation 😉 Wenn ich mir vier Wochen freischaufeln kann in Zukunft, will ich dieses kleine Abenteuer definitiv wagen!

Norwegen, ein Name, der bei mir sofort Fernweh auslöst und mich kribbelig werden lässt. Aktuell habe ich ja „nur“ die Mainzer Weinberge zum Austoben, wobei ich das jetzt gleich noch machen werde, dann all das Schreiben über diese phänomenale Natur hat mich munter gemacht. Steht Norwegen auch auf eurer Reiseliste? Wo dort wollt ihr unbedingt einmal hin?

[Reisen] Skifahren in den Schweizer Alpen!

Bestimmt bin ich gerade nicht die Einzige, die zuhause sitzt und plant, wo sie überall hinfahren wird, wenn es wieder möglich sein wird. Ein To-Do-Punkt, der schon ewig auf meiner Reiseliste steht, ist übrigens Skifahren! Das habe ich als Kind und Teenager nämlich heiß und innig geliebt, dann aber leider aufgegeben, da es irgendwie schwierig war, motivierte Freunde zu finden, um gemeinsam ein paar Tage im Schnee zu verbringen. Besonders gerne würde ich das in den Schweizer Alpen (Klick hier), da diese einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen haben!

Die Schweizer Alpen sind für mich die perfekte Mischung aus grandiosen Bergpanoramen, verschiedensten Skigebieten, idyllischen Bergdörfern und Ruhe. Wer es etwas luxuriöser haben will, wird sich hier auch sehr wohl fühlen – St. Moritz dürfte so ziemlich jedem ein Begriff sein und hier, „on top of the world“ findet man eine spannende Mischung aus Glamour und Tradition. Mich wird man tagsüber zwar eher auf der Skipiste statt in einem der Orte finden, aber abends hätte ich definitiv auch nichts gegen eine entspannende Ruhepause in der Sauna oder bei einer Massage in einem der vielen SPAs. Ob Cluburlaub mit etwas Luxus oder eine rustikale Ferienwohnung, die Schweizer Alpen haben für jeden Geschmack (und Geldbeutel) etwas zu bieten! Für mich darf es ja gerne sooo nah es nur geht an der Piste sein, damit ich morgens als erste auf dem Berg bin und durch den noch unberührten Schnee fahren kann.

Ein weiterer Anziehungspunkt der Schweiz ist für mich ihre faszinierende Mischung aus Sprachen und Kulturen. Ob Englisch, (Schweizer)Deutsch, Französisch oder Italienisch, das Stimmengewirr ist hier immer international und man lernt leicht spannende Menschen kennen. Selbst wenn es nur eine kurze Gondel-/Liftfahrt ist, langweilig wird es einem bestimmt nicht! Aber auch kulinarisch hat die Schweiz einiges zu bieten und das natürlich sowohl auf als auch abseits der Skipisten! Wir hielten es früher immer so, dass wir mittags nur eine Kleinigkeit gegessen haben und dann abends in ein Restaurant gegangen sind – ich sage nur Käsefondue, womit man so ziemlich jeden Menschen glücklich machen kann! Aber auch die Schweizer Schokolade, die man schnell mal im Lift futtern kann, muss ich erwähnen!

Aber wenn ich ehrlich bin, macht es mich am glücklichsten, wenn ich ein bisschen Zeit abseits des Trubels habe und einfach nur in der Sonne stehend auf die vielen, mich umgebenden Berge schauen und ruhig durchatmen kann. Das Matterhorn will ich definitiv mit eigenen Augen sehen und am liebsten auch noch besteigen (wobei das dann im Winter eher nicht funktioniert und es mit 4478 Metern auch definitiv eine Herausforderung ist).

Zwar macht – zumindest mir – Corona da zwar dieses Jahr noch einen Strich durch die Rechnung, aber Skifahren in den Schweizer Alpen steht nun wieder prominenter auf meiner Travel-List und meine Ski im Keller meiner Eltern sind definitiv bereit, endlich mal wieder durch Schnee gleiten zu dürfen! Wobei, auch auf Snowboarden habe ich Lust, aber das leihe ich mir dann einfach für 1-2 Tage vor Ort; denn mein Herz bleibt doch dem Skifahren treu.

Wie sieht es bei euch aus? Seid ihr auch schon ewig nicht mehr auf einer Skipiste gewesen und habt Lust? Oder ist/war das noch nie euer Ding? Ich glaube, seit ich mit fünf Jahren das erste Mal auf dem Anfängerhügel saß und Schnee gegessen habe, hat mich die Faszination auf Brettern einen Berg runterzubrausen, nicht mehr losgelassen!

[Reisen] Indien-Weh & meine liebsten Räucherstäbchen!

Normalerweise wäre ich gerade in Varanasi und würde Diwali mit meinem Freunden (und verdammt leckerem Essen) feiern, was immer eines meiner Jahreshighlights ist. Denn wenn die gesamte Stadt am Abend in Lichtermeere getaucht wird, ist das eine Atmosphäre, die einfach nicht mehr zu beschreiben ist. Und ja, es fehlt mir sehr, dass ich das in diesem, für mich wirklich nicht leichten Jahr, nicht erleben kann.

Aber gut, da dies nun einfach nicht zu ändern ist, hoffe ich, dass ich 2021 wieder dort sein kann und muss mir bis dahin Indien eben einfach ein bisschen nach Hause holen. Was dank diverser Sachen, die ich von dort immer mitbringe, auch funktioniert und gerade trinke ich einen grandios guten Chai (frischer Ingwer ist da der Geheimtipp) und habe mir meine liebsten Räucherstäbchen angezündet, welche ich euch nun vorstellen mag!

Zunächst braucht ihr natürlich einen Räucherstäbchenhalter und ich muss gestehen, ich habe da vielleicht eher 3-4 Stück zuhause und wechsele nach Lust und Laune durch. Aktuell mag ich meinen Elefanten-Räucherstäbchenhalter (ähnlicher bei Amazon für 12€) besonders gerne und da Ganesha einem Glück bringen soll, immer her damit. Ich habe aber auch welche aus Holz bzw Silber und im Notfall tut es auch ein Apfel, sollte es mal absolut dringlich sein und nichts sonst zur Hand 😉

Was Räucherstäbchen angeht, ist die Auswahl einfach nur riesig und irgendwann ist man beim Aussuchen auch einfach überfordert und die Nase will nicht mehr. Seit Jahren schon kaufe ich gerne Sorten der indische Marke Satya Sai Baba Nag Champa, da sie sehr gut riechen, lange halten und nicht teuer sind. Sie werden mit Sandelholz hergestellt und danach mit hochwertigen Ölen behandelt. Mein Liebling ist Palo Alto (3€/Packung bei Amazon), aber im Grunde mag ich fast alle Sorten sehr gerne und habe mir noch Tree of Life, Frankincense (Weihrauch) und pures Sandelholz mitgebracht. Alles eher holzige, pure, grüne Düfte und nicht so viel blumige Sorten, denn die sind manchmal doch etwas too much für mich. Aber im Grunde würde ich euch empfehlen, euch einfach mal ein Testpaket mit verschiedenen Sorten (12Sorten um 15€) zu bestellen, welche nicht teuer sind und definitiv dabei helfen, den/die eigene/n Liebling/e zu finden!

Mein absolutes Lieblingsräucherstäbchen ist allerdings Precious Chandan von HEM Corporation (120 Stück für 12,50€ bei Amazon), denn genau so riecht Indien für mich und ich habe sofort einen Flashback, wenn ich diesen Duft in die Nase bekomme. Diese Sorte wird an vielen Tempeln benutzt und da in Varanasi an jeder Ecke ein Tempel ist, habt ihr diesen Duft ständig in der Nase. Wann immer ich einen doofen Tag habe und der aktuell deutschen Realität entfliehen mag, zünde ich mir hier ein Räucherstäbchen an. Genau diese Sorte (auf dem Bild in orangenen Stoff eingewickelt) bringe ich jedes Mal Freunden mit, da man Indien einfach nicht besser beschreiben kann, als „riech mal“, sobald man das indische Sandelholz angezündet hat.

Nachher werde ich mir wohl noch was beim Inder zu essen bestellen, ein bisschen mit meinen Freunden skypen und „feiern“ und abends irgendeinen indisch-relevanten Film schauen. Empfehlen kann ich euch jeden Film von Deepa Metha, besonders Water oder auch Hotel Salvation von Shubhashish Bhutiani , wenn ihr keinen typischen Bollywood-Film sehen wollt. In diesem Sinne, Namaste und natürlich Happy Diwali! 🙂

[Outdoor] Meine neue Hängematte von Tropilex!

Hätte mir im Februar mal wer gesagt, dass ich für laaaaange Zeit nicht mehr in einer Hängematte am Strand liegen werde, ich hätte nur laut gelacht. Denn das ist eine meiner absoluten Lieblingsaktivitäten, wenn ich in einem dazu passenden Land bin, wie ich es zu diesem Zeitpunkt Panama gewesen bin. Wirklich lieben gelernt habe ich die Hängematte als „Rumhängort“ vor Jahren schon als Doppelhängematte in Mexiko und war fasziniert, dass ich da sogar drin schlafen kann ohne a) rauszufallen und b) Rückenschmerzen zu haben.

Zwar sind Strand, Meeresrauschen, ein perfektes Buch und ein kalter Kaffee dazu war aktuell recht weit weg, aber immerhin kann ich mir eine Hängematte holen. Und diese – wenn denn der deutsche Herbst gleich ein kleiner Winter werden will – sogar indoors aufstellen. Aber ich hoffe ja auf ein paar schöne sonnige Oktobertage, an denen ich es mir auch im heimischen Garten (ohne Strand und Meeresrauschen, aber mit Buch und heißem Tee) in meiner neuen Hängematte gemütlich machen kann. Und mich so etwas von dieser allgemein, uns alle fordernden, Gesamtsituation ablenken – wenn ich schon nicht reisen kann wie geplant, dann hole ich mir das Urlaubsfeeling eben nach Hause!

Copyright des Bildes: Tropilex.com

Geworden ist es eine verspielte Bonaire Hängematte von Tropilex für eine Person (69€) und ach, ich bin ganz verliebt in die entspannende Farbkombination! Wobei es dieses Design auch noch in rot gibt, was ebenfalls schön ist, aber für mich eher Lebhaftigkeit statt Ruhe ausstrahlt und somit wurde es dann lieber diese sanfteren Farben. Insgesamt ist die Hängematte 320cm lang, davon habt ihr 200cm Liegefläche und breit ist sie 140cm (was auch noch zu zweit machbar ist, wenn man sich etwas quetscht und nicht mehr als maximal 120kg gemeinsam auf die Waage bringt). Da meine eine Hängematte auch ganz gerne mal mitnimmt, war mir noch wichtig, dass sie nicht zu schwer ist und mit einem Gewicht von 1,8kg kann ich hier noch gut leben!

Diesen verspielten Stil mit diesen hübschen Dekorationen nennt man übrigens „brasilianisch“ und die Hängematten werden sowohl dort als auch in Kolumbien und Indien aus Oeko-Tex-zertifizierter Baumwolle nachhaltig hergestellt. Insgesamt besteht sie zu 70% aus Baumwolle und zu 30% Polyester, was sich sehr angenehm anfühlt und gleichzeitig sorgen die Polyestergarne dafür, dass sich die Baumwolle nicht überdehnt und ihre Form verliert. 1% ihres Jahresumsatzes spendet Tropilex übrigens direkt an genehmigte, gemeinnützige Umweltorganisationen und das finde ich dann natürlich doppelt gut. Auch wenn ich hier kostenlosen Versand habe, hoffe ich, dass dieser Transportweg dadurch wieder ausgeglichen wird.

Super ist natürlich auch, dass diese eine der Hängematten ist, welche Regenschauer problemlos überstehen und es somit nicht dramatisch ist, wenn man sie einmal draußen lässt und es nicht schafft, sie rechtzeitig wieder reinzuholen. Benutzt ihr sie dann doch länger nicht, würde ich sie aber doch lieber an einen trockenen Ort hängen, dass sich das Material nicht verändert und z.b. seine schöne Farbe verliert.

Da ich wirklich keine gute Woche hatte (sowohl gesundheitlich als auch emotional) hatte ich noch keinen Elan, die Hängematte in diesem grauen Regenmatsch aufzuhängen und auszuprobieren – sorry! Aber sobald die ersten Sonnenstrahlen wieder am Himmel erscheinen und ich Muse habe, mich einfach nur für ein paar Stunden lesen rumbaumeln zu lassen, wird sie ihren ersten Einsatz haben, auf welchen ich mich schon sehr freue. Da jeder meiner HNO-Ärzte sagt, mein Tinnitus geht nur weg, wenn ich mich entspanne und Hängematten für mich quasi DAS SYMBOL FÜR ENTSPANNUNG sind, ist das also auch eine gesundheitsfördernde Maßnahme (sollte ich mal so mit meiner Krankenkasse argumentieren).

Habt ihr auch eine Hängematte? Ich bin jetzt stolzer Besitzer sowohl von dieser Single- aus auch schon einer älteren Doppelhängematte und freue mich schon, wenn ich vielleicht noch den ein oder anderen meiner Freunde dazu motivieren kann, sich mal mit mir ein Paar Stunden zu entspannen Auch wenn es dazu kein Meer, sondern sich färbende Blätter und Kastanien als Kulisse gibt 😉

[Reisen] Auf zu den magnetischen Steinen bei der Burg Frankenstein!

Seit einer kleinen Ewigkeit schon wollte ich mir die magnetischen Steine in der Nähe von der Burg Frankenstein bei Darmstadt ansehen und endlich habe ich es gemeinsam mit zwei Freunden geschafft. Sie befinden sich auf dem 420m hohen Ilbes-Berg (auch Magnetberg genannt) und sollen wohl durch die Hitze eines Blitzeinschlages magnetisiert worden sein. Wobei ich die Story, dass Hexen verantwortlich für diese kleine Naturmagie sind, viel besser finde 🙂 Nach dem Brocken soll der Berg nämlich der zweitgrößte Hexenkultplatz in Deutschland gewesen sein (Erinnerung an mich: ich muss noch auf den Brocken).

Wir haben unser Auto einfach auf dem kostenlosen Sommergrund Wanderparkplatz unten am Berg abgestellt und sind dann auf verschiedenen Pfaden hoch zur Burg Frankenstein gestiegen. Passt ein wenig auf, am Wochenende kommen euch hier einige Mountainbike-Fahrer entgegen und das mit gutem Tempo. Zunächst waren hier eher wenig Beschilderung, aber man muss ja eh nur „hoch“, irgendwann kamen wir aber dann doch auf den Burgensteig Bergstrasse. Dieser beginnt offiziell am Friedhof in Darmstadt-Eberstadt und begleitet euch 120km bis nach Heidelberg, wenn ihr Lust habt. Der Aufstieg hat vielleicht 40 Minuten gedauert, dann waren wir schon an der Burg Frankenstein.

Hier könnt ihr euch gegen 1€ Spende die Burgruine ansehen, euch im kleinen Biergarten eine Erfrischung holen und eine ziemlich gute Aussicht über das Umland genießen. Erbaut wurde die Burg wohl schon um 1240 und es gibt einige spannende Sagen, die sie umranken, wobei ich besonders die Idee, dass dort ein Lindwurm besiegt wurde, erwähnenswert finde! Heiraten könnte man im Standesamt hier auch, wenn man schon mal da ist!

Von der Burg müsst ihr zum burgeigenen Parkplatz laufen (wer sich den Aufstieg sparen mag, parkt einfach direkt hier), denn von dort gehen mehrere Wanderwege ab. Wir haben die Beschilderung für den Magnetberg-Weg (RW1) nicht gefunden, aber ihr lauft an einer Hütte vorbei und dann geht es links zu einem zumindest aktuell nicht sehr gepflegten Barfußpfad. Diesem folgt ihr und nach etwa 700m kommen zumindest auf der linken Seite ein paar magnetische Steine, welche übrigens aus Gabbro sind.

Wir hatten leider keinen Kompass dabei (das will ich aber nochmal sehen), doch auch mein Hausschlüssel wurde leicht angezogen, sodass wir uns sicher waren, dass wir an den richtigen Steinen sind. Wobei spannend ist, dass diese nicht durchgehend gleich stark magnetisch scheinen, denn an einigen Stellen war die Anziehung stärker, an anderen kaum zu spüren. Insgesamt aber einfach eine sehr lustige Erfahrung, dass sie wirklich magnetisch sind.

Der RW1 soll zwar ein Rundweg sein, wir sind aber dann doch einfach umgekehrt und wieder zurückgelaufen. Wir kamen noch am Erlebnispfad vorbei und haben das „Summloch“ ausprobiert, aber das war eine komische Erfahrung. Man soll hier einfach den Kopf in das Loch stecken und summen, wie der Name schon minimal erahnen lässt. Meiner Freundin und mir tat das aber enorm in den Ohren weh, unser männlicher Begleiter fand es absolut nicht schlimm..also irgendwas stimmt hier auch nicht ganz 😉 Dann liefen wir noch durch den Kräutergarten der Burg, wo man offiziell zum Riechen der vielen Pflanzen animiert wird (ich sage nur Cola-Kraut) wieder gemächlich bergab zum Auto. Auch wenn wir insgesamt vielleicht „nur“ 5km gelaufen sind, durch die Hitze und das vorherige Kuchenessen waren wir ganz schön platt!

Insgesamt ist die Gegend sehr schön, der Wald war eine Wohltat für die Seele und wenn man von den Kamikaze-Radfahrern absieht, war es für einen Samstag absolut leer dort oben und somit nur ruhig und entspannend. Wäre es nicht so drückend-heiß gewesen, wären wir wohl noch eine größere Runde gelaufen, aber da ich aktuell keine zehn Minuten mit dem Auto entfernt wohne, geht es da die Tage definitiv nochmal hin..vielleicht ja sogar nachts zum Komet-Gucken, Neowise versteckt sich nämlich immer noch vor mir :/

Habt ihr zufällig einen Tipp in der Umgebung Darmstadt, wo man schön wandern gehen kann? 🙂