Kategorie: Lesen

[Lesenswert] Was ich im Februar gelesen habe!

Schwupps, schon ist der zweite Lesemonat ohne ABC-Challenge vorbei und wieder hat das „nur lesen, worauf ich Lust habe“ nicht geklappt. Diese Leihfristen in der Bibliothek, die natürlich absolut notwendig sind, steuern mich aktuell doch noch stark und dann war ich auch noch 2 Wochen im Berlinurlaub 😉 Dort habe ich allerdings ein paar Bücher von meinem SUB lesen und in den öffentlichen Bücherschrank stellen können – wo ich aber natürlich auch wieder neue, spannende Bücher entdeckt habe.

Insgesamt hatte ich einen recht diversen Februar mit vielen unterschiedlichen Genres und Erscheinungsjahren! Gelesen habe ich insgesamt 9 Bücher, welche ich euch nun (mit Amazon-Partnerlink, falls ihr sie euch ansehen mögt) ein bisschen genauer vorstellen will. Im Januar waren es 8,5 Bücher, ich bemerkte also einen Trend, wobei ich im Februar soooo wenig Lesezeit hatte, aber dann doch zwei lange Reisetage, die das wieder rausgeholt haben. Alle Bücher zu fotografieren, habe ich mal wieder nicht hingekriegt, aber es gibt zumindest drei Stück zu sehen 😉


83 Days in Mariupol von Don Brown Eine sehr aktuelle Graphic Novel, welche über den Zeitraum Februar-Mai 2022 geht, in welcher Mariupol von russischer Seite belagert wurde (mal ganz diplomatisch ausgedrückt). Sehr, sehr lesenswert.

Der Hahn ist tot von Ingrid Noll Von Ingrid Noll habe ich schon einige Bücher gelesen und jetzt auch endlich ihren Erstling (danke öffentliches Bücherregal!). Wir haben hier immer recht normale Frauen, die dann in sehr unnormale Situationen gelangen und ich mag es, da ich überrascht werde und man nie so sicher weiß, wo die Reise hingehen wird. Ingrid Noll veröffentlichte erst 2025 wieder ein Buch mit mittlerweile 90 Jahren, was absolut beeindruckend ist – und auch wenn ich ihre Bücher nicht sofort alle lesen will, bis zu meinem 90. Geburtstag will ich es schon geschafft haben.

Katabasis von R.F. Kuang Ein Buch, an welchem man 2025 gefühlt nicht vorbeigehen konnte und nach vielen Monaten auf der Warteliste, konnte ich es endlich aus der Bücherei holen. Wir folgen zwei PhD-Studenten in die Unterwelt, durch die verschiedenen Höllen, um ihren unabsichtlich getöteten Mentor wiederzufinden. Wie immer schreibt Kuang fantastisch, vermischt reale mit magischen Elementen und serviert dem Leser einen absoluten Genuss!

Der Nachbar von Minette Walters Ich wurde unterhalten und wollte wissen, wie es ausgeht. Aber irgendwie wirkte hier alles sehr unrealistisch und besonders das Handeln einiger Personen an den Haaren herbeigezogen. Der Nachbar ist ein in eine sozial „schwache“ Nachbarschaft gezogener Pädophiler und gleichzeitig verschwindet ein junges Mädchen, aber die beiden Handlungsstränge hatten nicht wirklich viel miteinander zu tun. Auf eine Art spannend, zum Ende hin aber viel zu schnell und für mich nicht so sinnig aufgelöst.

This is Amiko, do you copy? von Natsuko Imamura Hui, was ein schönes, kurzes Werk, welches ich sehr genossen habe. Wir lernen die neurodivergente Amiko und ihre Familie kennen, ihre Art der Kommunikation mit ihrer Aussenwelt und bekommen auch ihre Innenwelt gezeigt. Fand ich super!

This is how I disappear von Mirion Malle Eine in Montreal spielende Graphic Novel, in welcher Clara, Mitte/Ende 20, mit Depressionen und ihrem nicht immer gesunden Umfeld zu kämpfen hat. Hier hatte ich mir allerdings mehr Tiefe erwartet, also viel erinnerungswürdiges nehme ich hieraus leider nicht mit.

The Widow von Fiona Barton Jean ist die Witwe von Glen, welcher verdächtigt wurde, ein kleines Mädchen entführt zu haben. Ein spannend geschriebener Psychothriller, wo man ständig wieder grübelt, was nun passiert ist und welche Rolle Jean gespielt hat. Für mich das perfekte Reise-Buch und ich habe es innerhalb von sechs Stunden Zugfahrt durchgelesen.

Wunder von Raquel J. Palacio Ein wunderbares Jugendbuch, welches aber auch für Erwachsene funktioniert. Die Geschichte des zehnjährigen August, dessen Gesicht von Geburt an anders ist, wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und durch die kurzen Kapitel wollte ich immer weiterlesen und wissen, wie es ausgeht.

Your perfect year von Charlotte Lucas Hier habe ich dummerweise ein auf Deutsch erschienenes Buch in der englischen Übersetzung gelesen und fand diese nicht wirklich gut. Gepaart mit einer doch sehr unrealistischen Geschichte, war das am Ende nur ein durchschnittlicher Lesegenuss für mich und nichts, was ich unbedingt weiterempfehlen würde.


Kennt ihr eines der Bücher? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Und was habt ihr diesen Monat gelesen, was ich unbedingt auch lesen sollte?

[Lesen] Was ich im Januar gelesen habe!

Der erste Lesemonat in diesem Jahr ohne ABC-Challenge ist vorbei und trotzdem wurde ich etwas beeinflusst. Wollte ich eigentlich nur lesen, worauf ich gerade Lust habe, so musste ich einmal ein deutsches Buch aus meinem Schrank lesen, da ich es an jemanden Mitte Januar weitergeben wollte und dann gab es noch die Bibliothek mit ihren Leihfristen, die ich berücksichtigen musste 😉

Also das war noch nicht dieses zu 100% Lesen nach Lust und Laune, aber trotzdem hatte ich einen interessanten Januar! Gelesen habe ich insgesamt 8,5 Bücher, welche ich euch nun (mit Amazon-Partnerlink, falls ihr sie euch ansehen mögt) ein bisschen genauer vorstellen will.


The Covenant of Water – Abraham Verghese WOW! Ich bin zwar erst bei der Hälfte, aber das ist mal wieder ein richtig guter mehrere Generationen umfassender, südindischer Roman, welcher zu einer spannenden Zeit im Umbruch spielt. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und wenn man erst mal reingekommen ist, fiebert man mit! Jemand hatte es in der Bücherei vorgemerkt, weswegen ich es leider zurückgeben musste, bevor ich fertig war, aber ich habe es schon wieder bestellt und hoffe, es im Februar beenden zu können

Epic Train Trips of the World von Lonely Planet Ich hatte mir ehrlich gesagt irgendwie mehr davon erwartet, aber so habe ich das Buch nur durchgeblättert und ein bisschen quer gelesen. Eine Strecke, die ich nun machen will, war leider auch nicht dabei, dafür waren es einfach zu viele „Luxus-Züge“, die ich mir nicht leisten kann. Qualitativ hat ich das Buch auch enttäuscht, früher waren das dickere, besser bedruckte Seiten und diese Version hier wirkte irgendwie lieblos und billig, schade.

Ihr werdet sie nicht finden von Andreas Winkelmann Bisher kannte ich Andreas Winkelmann noch gar nicht und war neugierig, einen Thriller von ihm zu lesen. Hier ermittelt ein sehr ungleiches Paar in einem Fall, der sowohl einen Cold Case beinhaltet als auch das aktuelle Verschwinden einer jungen Frau. Der Schreibstil war fesselnd, einfach zu lesen und ich hatte das Buch an einem Tag durch, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Also alles, was ich von einem Thriller haben mag, habe ich hier bekommen. Aber empfehlen oder lange in Erinnerung behalten werde ich das Buch wahrscheinlich nicht, dazu war es nicht aussergewöhnlich genug.

Jeder stirbt für sich allein von Hans Fallada stand schon ewig auf meiner Lese-Liste, aber die 700 Seiten haben mich immer ein wenig abgeschreckt (dass Hans Fallada die in einem Monat unter beschwerten Bedingungen runtergeschrieben hat, ist auch verrückt). Hätte ich das Buch mal gelesen, bevor ich nach Berlin gezogen bin! Lose auf einer Gestapo-Akte basierend, erzählt es vom unorganisierten, privaten Widerstand während des 2. Weltkrieges in Berlin gegen das NS-Regime, welchen ein Ehepaar durch Postkarten-Verteilen mit kritischem Inhalt ausübte. Keine leichte Kost, aber ein Buch, welches jeder gelesen haben sollte.


Kind Nr. 95 von Lucia Engombe Ich hatte keine Ahnung und war total überrascht, dass damals namibische Kinder aus Flüchtlingslager in die DDR gebracht wurden, um dort zur neuen, zukünftigen Elite Namibias herangezogen zu werden. Wir werden hier von Lucia Engombe mitgenommen, die ihr Leben in der DDR und später in Namibia eindrücklich schildert und auch wenn es etwas „kindlich“ geschrieben ist, fand ich das Buch sehr interessant und dieses gesamte Kapitel in der Geschichte, welches mir bis dato unbekannt war. Jetzt darf es einer meiner Deutschschüler lesen, denn es ist einfach geschrieben und nutzt viele, hilfreiche Alltagsworte wie picobello! 😉

Magnolia Parks von Jessa Hastings Ab und zu versuche ich mich an sehr populären „Internet“-Büchern, die also auf Youtube, Instagram etc. gehyped werden und in jedem Video zu finden sind. Für Magnolia Parks bin ich absolut nicht (mehr) Zielgruppe, also das war eine Art geschriebenes Gossip Girl, nur ohne viel Handlung und dafür gab es eine toxische Beziehung aus zwei Perspektiven erzählt und ständig lange Outfit-Bezeichnungen, die mich langweilten. Die Reihe ist enorm erfolgreich und ich will sie gar nicht schlecht reden, aber so gar nichts für mich – was super ist, so kann ich mir die weiteren 4(?) Bücher sparen.

Olga von Bernhard Schlink Meine Erwartungen an Bernhard Schlink sind hoch und wurden hier wieder einmal mehr als erfüllt! Auch wenn ich mehr „Abenteuer“ erwartet hätte, aber im Grunde war das Buch mit Fokus auf Olga und ihr Leben genau richtig und nicht weniger spannend. Das Leben einer Frau vor, während und nach des 1. und 2. Weltkrieges, die ihrer Zeit so sehr voraus ist und sich nicht anpassen will, wunderbarst! Meine einzige Kritik bei Schlink ist, dass er Worte benutzt, die man damals nutzte, um wohl historisch „korrekt“ zu bleiben, die ich aber nicht lesen mag.

So thrilled for you von Holly Bourne Zufällig stolperte ich über diesen Roman und hach, was war er gut! Vier Freundinnen, eine Babyparty mit dramatischem Ende und viele Fragen rund um das Thema Kinder bekommen (oder nicht), was einen einerseits zum Nachdenken und andererseits zum Mitfiebern bringt. Wie es ausgeht, wollte ich auch dringend wissen und so habe ich dieses Buch in nur einem Rutsch durchgelesen und will definitiv noch mehr von Holly Bourne lesen. Wobei sie wohl viel im YA- und Liebesroman-Bereich schreibt, aber irgendetwas für meinen Geschmack finde ich bestimmt auch noch.

The Shadow of the Northern Lights von Satu Rämö Der dritte Teil aus ihrer Hildur-Reihe, welche für mich einfache typische Island-Krimis (aber bisher zumindest mit weniger Inzest) sind und perfekt für zwischendurch. Spannend geschrieben, man will wissen, wie der/die Fälle gelöst werden und bekommt trotzdem auch eine „große“ Geschichte über die einzelnen Bände hinweg.


Das Jahr hat literarisch etwas düster angefangen, aber ich hatte Lust auf einen Thriller oder Krimi und historische Romane mit ebenfalls nicht sehr leichten Themen. Aktuell lese ich „One day, everyone will have always been against this“ von Omar El Akkad sowie „Katabasis“ von R.F. Kuang, also zwei ebenfalls sehr populäre Bücher und finde beide bisher sehr lesenswert. Bis Ende Januar bekomme ich sie aber nicht mehr fertig, da ich krank und konzentrationslos im Bett liege, aber ich stelle sie euch dann Ende Februar genauer vor!


Was habt ihr diesen Monat gelesen, was ihr dringend weiterempfehlen wollt? Und kennt ihr eines dieser Bücher? Wie hat es euch gefallen? Mein Learning aus dem Januar ist, dass ich mich nicht von dicken Büchern abschrecken lassen darf, sie sind die investierte Zeit meist mehr als wert! Als Jugendlich konnten mir Bücher echt nicht dick genug sein, da will ich wieder hin 🙂

[Lesenswert] ABC-Lesechallenge 2025 – Endstand!

2023 und 2024 habe ich die ABC-Challenge nun erfolgreich gemeistert, also mindestens einen Buchtitel mit jedem Anfangsbuchstaben des Alphabets gelesen. Dabei habe ich bunt deutsche und englische Titel miteinander vermischt und insgesamt auch ziemlich viel gelesen – 2024 wurden es am Ende sogar 116 Bücher 🙂 Für dieses Jahr habe ich mir nun vorgenommen, jeweils zwei Bücher pro Anfangsbuchstaben zu lesen, um die Challenge wieder etwas schwieriger zu gestalten!

Heute gibt es nun den vorerst letzten Endstand der ABC-Challenge, denn 2026 werde ich damit pausieren und einfach nur lesen, worauf ich Lust habe. Trotzdem bin ich natürlich sehr gespannt, wieviele „Buchstaben“ und Titel ich in diesem Jahr gelesen habe, denn ich hatte wieder viel Spaß dabei! Die Bücher unten sind jeweils mit Amazon-Partnerlink versehen, falls ihr euch eines direkt genauer ansehen wollt! Ich will aber auch noch einmal betonen, dass ich den Großteil meiner Bücher aus der Bibliothek und öffentlichen Bücherschränken hole, sonst könnte ich mir das gar nicht leisten 😉


Endstand: 26 von 26 Buchstaben „gelesen“


After Life – Gayle Forman (klick)

After that Night – Karin Slaughter (klick)

Almost American Girl – Robin Ha (klick)

Ashes of Eden, The – William Shatner (klick)

Ask me again – Claire Sestanovich (klick)

Atlas of Forgotten Places – Travis Elborough (klick)

Atmosphere – Taylor Jenkins Reed (klick)

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Beautiful Ugly – Alice Feeney (klick)

Beautiful World, where are you – Sally Rooney (klick)

Behind you is the Sea – Susan Muaddi Darraj (klick)

Binding 13 – Chloe Walsh (klick)

Black Sheep – Rachel Harison (klick)

Blue Sisters – Coco Mellors (klick)

Book Lovers – Emily Henry (klick)

Book will bury me, This – Ashley Winstead (klick)

Boyfriend, The – Freida McFadden (klick)

Bright Young Women – Jessica Knoll (klick)

Business Trip, The – Jessie Garcia (klick)

Butcher & Blackbird – Brynne Weaver (klick)

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Chernobyl The Fall of Atomgrad – Matyas Namai (klick)

Conversations with Friends – Sally Rooney (klick)

Couple next door, The – Shari Lapena (klick)

Crash, The – Freida McFadden (klick)

Creative Act – A Way of Being, The – Rick Rubin (klick)

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Dare I Say It – Naomi Watts (klick)

Deep End – Ali Hazelwood (klick)

Diego ist der Name der Liebe – Barbara Krause (klick)

Doppelganger – Naomi Klein (klick)

3096 Tage – Natascha Kampusch (klick)

Dune – Frank Herbert (klick)

Dunkles Wasser – Charlotte Link (klick)

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Einsame Nacht – Charlotte Link (klick)

End of Eternity, The – Isaac Asimov (klick)

Entdeckung des Hugo Cabret, Die – Brian Selznick (klick)

Erste letzte Tag, Der – Sebastian Fitzek (klick)

Eugen Onegin – Peter Tschaikowsky (klick)

Exit West – Mohsin Hamid (klick)

Exit Wounds – Rutu Modan (klick)

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Famous Last Words – Gillian McAllister (klick)

Favourites, The – Layne Fargo (klick)

Fearless – Lauren Roberts (klick)

Fish swimming in dappled Sunlight – Riku Onda (klick)

Flusslinien – Katharina Hagena (klick)

Fremdes Leben – Petra Hammesfahr (klick)

Freunde – Hermann Hesse (klick)

Friends, Lovers and the Big Terrible Thing – Matthew Perry (klick)

Für Polina – Takis Würger (klick)

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Geschichte machen – Stephen Fry (klick)

Gender Queer – Maia Kobabe (klick)

Gleisdreieck Berlin 1981 – Jörg Ulbert (klick)

God of the Woods, The – Liz Moore (klick)

Good Dirt – Charmaine Wilkerson (klick)

Grave in the Ice, The – Satu Rämö (klick)

Great Big Beautiful Life – Emily Henry (klick)

Greek Lessons – Han Kang (klick)

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Halbinsel – Kristine Bilkau (klick)

Headshot – Rita Bullwinkel (klick)

Herkunft – Sasa Stanisic (klick)

Herscht 07769 – László Krasznahorkai (klick)

Hey guten Morgen, wie geht es dir? – Martina Hefter (klick)

Horror-Date – Sebastian Fitzek (klick)

Hustler, The – Walter Tevis (klick)

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Icebreaker – Hannah Grace (klick)

I Love You But I’ve Chosen Darkness – Claire Vaye Waktins (klick)

In einem Zug – Daniel Glattauer (klick)

Inmate, The – Freida McFadden (klick)

Into the Water – Paula Hawkins (klick)

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Junge aus dem Wald, Der – Harlan Coben (klick)

Just another missing person – Gillian McAllister (klick)

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Kalendermädchen, Das – Sebastian Fitzek (klick)

Kälteschlaf – Arnaldur Indridason (klick)

Keeping 13 – Chloe Walsh (klick)

Kim Jiyoung, Born 1982 – Cho Nam-Joo (klick)

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Last Chance Saloon – Marian Keyes (klick)

Last One at the Wedding, The – Jason Rekulak (klick)

Leben ist eines der Härtesten, Das – Giulia Becker (klick)

Leiden des jungen Werthers, Die – Johann Wolfgang von Goethe (klick)

letzte Party, Die – Clare Mackintosh (klick)

letzte Spur, Die – Charlotte Link (klick)

Livid – Patricia Cornwell (klick)

Love & Lies of Rukhsana Ali, The – Sabina Khan (klick)

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Man kann auch in die Höhe fallen – Joachim Meyerhoff (klick)

Mr Einstein’s Secretary – Matthew Reilly (klick)

My Friends – Hisham Matar (klick)

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Nacht leuchtet wie der Tag, Die – Hans Biesenbach (klick)

Nachbar, Der – Sebastian Fitzek (klick)

neuen Leiden des jungen W., Die – Ulrich Plenzdorf (klick)

Never again will I visit Auschwitz – Ari Richter (klick)

Nora goes off Script – Annabel Monaghan (klick)

norwegische Gast, Der – Anne Holt (klick)

Not in Love – Ali Hazelwood (klick)

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Onyx Storm – Rebecca Yarros (klick)

Ostseenebel – Eva Almstädt (klick)

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Pebble in the Sky – Isaac Asimov (klick)

Perfect Day to be alone, A – Nanae Aoyama (klick)

Pineapple Street – Jenny Jackson (klick)

Possession, The – Annie Ernaux (klick)

Postmeister, Der – Alexander Puschkin (klick)

Powerless – Lauren Roberts (klick)

Property, The – Rutu Modan (klick)

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Quiet Librarian, The – Allen Eskens (klick)

Quiet Girl in a Noisy World – Debbie Tung (klick)

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Rebel – Rebecca Yarros (klick)

Reckless – Lauren Roberts (klick)

Reichskanzlerplatz – Nora Bossong (klick)

Releasing 10 – Chloe Walsh (klick)

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Say You’ll Remember Me – Abby Jimenez (klick)

Schmerzenskinder – Waris Dirie (klick)

Schneebraut – Ragnar Jónasson (klick)

Safekeep, The – Yael van der Wouden (klick)

Saving 6 – Chloe Walsh (klick)

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Talent for Murder, A – Peter Swanson (klick)

Taming 7 – Chloe Walsh (klick)

Theft – Abdulrazak Gurnah (klick)

They called us Enemy – George Takei (klick)

Three Lives of Cate Kay, The – Kate Fagan (klick)

Tim – The Official Biography of Avicii – Mans Mosesson (klick)

Timeline – Michael Crichton (klick)

To Strip the Flesh – Oto Toda (klick)

Tom Lake – Ann Patchett (klick)

Tunnel – Rutu Modan (klick)

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Untamed – Glennon Doyle (klick)

unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, Die – Rachel Joyce (klick)

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Vaterländer – Sabin Tambrea (klick)

Vegetarian, The – Han Kang (klick)

Verehrer, Der – Charlotte Link (klick)

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Wahrheit aus meiner Sicht, Die – Moutasm Alyounes (klick)

Waldstein oder der Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005 – Moritz von Uslar (klick)

Wedding People, The – Alison Espach (klick)

We do not part – Han Kang (klick)

Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes – Giulia Becker (klick)

Westend Berlin 1983 – Jörg Ulbert (klick)

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X-Gender 1 – Asuka Miyazaki (klick)

X-Gender 2 – Asuka Miyazaki (klick)

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Yellow Cab – Chabouté (klick)

You – Caroline Kepnes (klick)

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Zara Hossain is here – Sabina Khan (klick)

Zeit im Sommerlicht, Die – Ann-Helén Laestadius (klick)


Waren es nach den ersten sechs Monaten schon 17 Buchstaben und 68 Bücher gewesen, so sind es am Ende des Jahres nun 26 Buchstaben und 138 Bücher! Da habe ich unerwarteterweise ungefähr gleich viele Bücher in der ersten und zweiten Jahreshälfte gelesen, dabei hatte ich gefühlt in den letzten Wochen weniger Zeit dafür. Und ich habe alle Buchstaben abhaken können, wobei das teilweise echt nur dank Graphic Novels ging, die den richtigen Anfangsbuchstaben im Titel hatten und nicht ganz so sehr meinem Interessensgebiet entsprachen. Wobei ich die Challenge hierfür mag, denn ich lese immer mal wieder etwas, wonach ich sonst nie gegriffen hätte und erweitere meinen Horizont und/oder meine Komfortzone. Wirklich abgebrochen habe ich dieses Jahr kein Buch, auch wenn ich manchmal kurz davor war 😉

Wenn ich mir meine Liste so anschaue, tue ich mir schwer damit, DAS beste Buch auszuwählen, aber gehen wir mal alphabetisch durch und ich picke die raus, die einen nachhaltigen Eindruck bei mir hinterlassen haben: This Book will bury me; Bright Young Women; Exit West; Flusslinien; Für Polina; Greek Lessons; Headshot; Herkunft; Kim Jiyoung, Born 1982; The Quiet Librarian; Reichskanzlerplatz; The Safekeep; Theft; Tim; The Vegetarian; The Wedding People; We do not part; Die Zeit im Sommerlicht.

Was nicht bedeutet, dass ich die anderen Bücher nicht mochte, die meisten auf meiner Liste fand ich gut, an ganz wenige erinnere ich mich nur noch rudimentär (ich muss es zugeben), und so wirklich gar nicht nach meinem Geschmack waren lediglich aus dem Genre YA-Romantasy wie die Powerless Reihe oder auch Rebecca Yarros. Aber da bin ich einfach nicht Zielgruppe, wenn mir Youtube das auch vehement einreden will. Die Boys of Tommen Reihe hat mich jedoch doch gekriegt, hier will ich nun wissen, wie es ausgeht.


Quo vadis?

Übrigens auch ein Buch, welches ich schon ewig habe und noch nie gelesen habe, aber die Zeit wird kommen! Ansonsten bin ich neugierig, was mir 2026 lesetechnisch so bringen wird – eine Pause von der ABC-Challenge, aber bestimmt werdet ihr monatliche Lese-Rückblicke und eine Jahresbilanz auf meinem Blog finden. Da Lesen dank Tiktok und Youtube wieder sehr beliebt geworden ist, gibt es auch da verschiedene Challenges und ich schaue mal, ob mich da dann was für 2027 (hui, du ferne Zukunft!) inspirieren wird. Also keine Sorge, Bücher und kurze Reviews gibt es hier also weiterhin und wer weiß, vielleicht schaffe ich es im Oktober auch wieder nach Frankfurt auf die Buchmesse!

Wie immer will ich ein bisschen mehr aus der klassischen Ecke lesen, da ich einerseits echt viele dieser „sollte man gelesen haben“-Werke im Regal stehen habe und dann doch eher selten dazu greife, denn „das hat ja noch Zeit“. Vielleicht sollte diese Zeit einfach jetzt mal sein und ich nicht weiter darauf warten, ein bisschen Goethe, Puschkin und Hesse gab es dieses Jahr schon und ich habe wieder Lust darauf, in eine andere Epoche einzutauchen! 🙂


Macht ihr 2026 bei einer Lese-Challenge mit? Wenn ja, bei welcher denn? Viel Spaß beim Eintauchen in die verschiedensten Welten wünsche ich euch! 🙂

[Lesenswert] Kim Jiyoung, Born 1982 von Cho Nam-Joo!

Gekriegt hat mich Kim Jiyoung, Born 1982 von Cho Nam-Joo (Partnerlink) zwar ganz klar durch das Cover, aber das Buch ist inhaltlich sooooooo wütendmachend, also richtig gut, dass ich es euch heute vorstellen muss. Gelesen habe ich es vor über einem Monat, aber es hallt weiterhin nach!


Worum geht’s

Wie der Titel schon verrät, ist unsere Hauptfigur Protagonistin Kim Ji-young, welche im Jahr 1982 geboren wurde und mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Seoul lebt. Früher war sie Büroangestellte, hat ihren Job aber aufgegeben, um sich um ihr Kind und den Haushalt zu kümmern. Nach der Geburt zeigt sie psychische Symptome: Sie „übernimmt“ zeitweise Stimmen und Verhaltensweisen anderer Frauen – etwa ihrer Mutter oder verstorbener Verwandter. Ihr Ehemann bestärkt sie, einen Psychiater aufzusuchen, um mit diesem zu sprechen und herauszufinden, was „nicht stimmt“.

Wie ist’s

Der Roman zeigt eindrücklich, mit welchen geschlechtsspezifischen Erwartungen und Diskriminierungen Frauen in Südkorea im privaten sowie im beruflichen Leben zu kämpfen haben. Hierbei bekommen wir das Leben einer Frau von ihrer Kindheit bis zu ihrem Leben als Mutter gezeigt und erleben mit ihr gemeinsam, wie sie sich immer wieder behaupten und gegen Dinge ankämpfen oder vor ihnen kapitulieren muss. Der Ehemann bekommt nicht allzu viel Raum in diesem Buch, wobei ich sehr neugierig war, inwieweit er sich gegen die kulturellen Normen für seine Frau auflehnen würde.

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen, da es mich gefesselt hat, oftmals sprachlos zurückgelassen hat und noch häufiger einfach wütend gemacht hat. Und Wut ist nun einmal eine starke Motivation. Die Situationen, die hier beschrieben werden, findet man nämlich so ziemlich überall auf der Welt, wo Frauen im Laufe ihres Lebens immer wieder aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt werden. Man kann sich als Frau sofort in die Protagonistin hinein fühlen, hat einige der Situationen in ähnlicher Weise erlebt und reflektiert somit beim Lesen ständig, was man selbst wann/wie gemacht hat oder hätte machen wollen. Man lernt hier gleichzeitig viel über die südkoreanische Gesellschaft aus Perspektive einer Frau, was für mich besonders spannend war, da ich dieses Jahr schon viele Bücher südkoreanischer Autoren gelesen habe und mehr darüber lernen mag.

Besonders gut finde ich, dass hier Fiktion mit realen Fakten gemischt wird und man in Fußnoten immer wieder mehr Informationen und real existierende Quellen bekommt. Man lernt viel über die Situation von Mädchen und Frauen in Südkorea und insgesamt liest sich das Werk ein bisschen wie ein wirklicher Tatsachenbericht, welcher eben durch die Protagonistin nahbarer gemacht werden sollte. Finde ich richtig, richtig gut realisiert und könnte ich mir auch für andere Themen sehr gut vorstellen, da es den Worten noch mehr Gewicht gibt, wenn man sieht, wie vielen Personen das schon passiert ist. Also wenn ihr wie ich Fußnoten-Fan seid und beim Lesen sonst selbstständig im Internet recherchiert, hier wird euch diese Arbeit abgenommen.


Ein Buch, welches ich wirklich jedem empfehlen würde, da es spannend geschrieben ist, noch lange nach der Lektüre in einem arbeitet und starke Emotionen weckt, die einen vielleicht sogar zum Handeln bringen könnten. Und wenn ihr noch mehr in dieser Thematik lesen wollt, Cho Nam-Joo hat noch mehr Geschichten über Frauen, die unter der südkoreanischen patriarchalen Gesellschaft leiden, geschrieben.

[Lesenswert] ABC-Challenge – 3. Update!

2023 und 2024 habe ich die ABC-Challenge nun erfolgreich gemeistert, also mindestens einen Buchtitel mit jedem Anfangsbuchstaben des Alphabets gelesen. Dabei habe ich bunt deutsche und englische Titel miteinander vermischt und insgesamt auch ziemlich viel gelesen – 2024 wurden es 116 Bücher 🙂 Für dieses Jahr habe ich mir nun vorgenommen, jeweils zwei Bücher pro Anfangsbuchstaben zu lesen, um die Challenge wieder etwas schwieriger zu gestalten!

Heute gibt es das 3. und somit vorletzte Update und ich bin gespannt, wieviele „Buchstaben“ ich mittlerweile komplett gelesen habe und wo es noch Lücken gibt. Die Bücher unten sind jeweils mit Amazon-Partnerlink versehen, falls ihr euch eines genauer ansehen wollt!


Zwischenstand: 19 von 26 Buchstaben „gelesen“


After Life – Gayle Forman (klick)

After that Night – Karin Slaughter (klick)

Almost American Girl – Robin Ha (klick)

Ashes of Eden, The – William Shatner (klick)

Atlas of Forgotten Places – Travis Elborough (klick)

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Beautiful Ugly – Alice Feeney (klick)

Beautiful World, where are you – Sally Rooney (klick)

Binding 13 – Chloe Walsh (klick)

Black Sheep – Rachel Harison (klick)

Blue Sisters – Coco Mellors (klick)

Book Lovers – Emily Henry (klick)

Book will bury me, This – Ashley Winstead (klick)

Boyfriend, The – Freida McFadden (klick)

Bright Young Women – Jessica Knoll (klick)

Business Trip, The – Jessie Garcia (klick)

Butcher & Blackbird – Brynne Weaver (klick)

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Chernobyl The Fall of Atomgrad – Matyas Namai (klick)

Conversations with Friends – Sally Rooney (klick)

Crash, The – Freida McFadden (klick)

Creative Act – A Way of Being, The – Rick Rubin (klick)

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Dare I Say It – Naomi Watts (klick)

Deep End – Ali Hazelwood (klick)

Diego ist der Name der Liebe – Barbara Krause (klick)

Doppelganger – Naomi Klein (klick)

Dunkles Wasser – Charlotte Link (klick)

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Einsame Nacht – Charlotte Link (klick)

Entdeckung des Hugo Cabret, Die – Brian Selznick (klick)

Erste letzte Tag, Der – Sebastian Fitzek (klick)

Exit Wounds – Rutu Modan (klick)

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Famous Last Words – Gillian McAllister (klick)

Favourites, The – Layne Fargo (klick)

Fearless – Lauren Roberts (klick)

Fish swimming in dappled Sunlight – Riku Onda (klick)

Flusslinien – Katharina Hagena (klick)

Friends, Lovers and the Big Terrible Thing – Matthew Perry (klick)

Für Polina – Takis Würger (klick)

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Geschichte machen – Stephen Fry (klick)

Gender Queer – Maia Kobabe (klick)

God of the Woods, The – Liz Moore (klick)

Good Dirt – Charmaine Wilkerson (klick)

Grave in the Ice, The – Satu Rämö (klick)

Great Big Beautiful Life – Emily Henry (klick)

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Halbinsel – Kristine Bilkau (klick)

Herscht 07769 – László Krasznahorkai (klick)

Hey guten Morgen, wie geht es dir? – Martina Hefter (klick)

Horror-Date – Sebastian Fitzek (klick)

Hustler, The – Walter Tevis (klick)

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Icebreaker – Hannah Grace (klick)

I Love You But I’ve Chosen Darkness – Claire Vaye Waktins (klick)

In einem Zug – Daniel Glattauer (klick)

Inmate, The – Freida McFadden (klick)

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Kalendermädchen, Das – Sebastian Fitzek (klick)

Kälteschlaf – Arnaldur Indridason (klick)

Keeping 13 – Chloe Walsh (klick)

Kim Jiyoung, Born 1982 – Cho Nam-Joo (klick)

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Last One at the Wedding, The – Jason Rekulak (klick)

Leben ist eines der Härtesten, Das – Giulia Becker (klick)

Leiden des jungen Werthers, Die – Johann Wolfgang von Goethe (klick)

letzte Party, Die – Clare Mackintosh (klick)

Livid – Patricia Cornwell (klick)

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Man kann auch in die Höhe fallen – Joachim Meyerhoff (klick)

Mr Einstein’s Secretary – Matthew Reilly (klick)

My Friends – Hisham Matar (klick)

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neuen Leiden des jungen W., Die – Ulrich Plenzdorf (klick)

Never again will I visit Auschwitz – Ari Richter (klick)

Nora goes off Script – Annabel Monaghan (klick)

norwegische Gast, Der – Anne Holt (klick)

Not in Love – Ali Hazelwood (klick)

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Onyx Storm – Rebecca Yarros (klick)

Ostseenebel – Eva Almstädt (klick)

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Pebble in the Sky – Isaac Asimov (klick)

Perfect Day to be alone, A – Nanae Aoyama (klick)

Pineapple Street – Jenny Jackson (klick)

Possession, The – Annie Ernaux (klick)

Powerless – Lauren Roberts (klick)

Property, The – Rutu Modan (klick)

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Quiet Girl in a Noisy World – Debbie Tung (klick)

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Rebel – Rebecca Yarros (klick)

Reckless – Lauren Roberts (klick)

Reichskanzlerplatz – Nora Bossong (klick)

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Say You’ll Remember Me – Abby Jimenez (klick)

Schmerzenskinder – Waris Dirie (klick)

Schneebraut – Ragnar Jónasson (klick)

Safekeep, The – Yael van der Wouden (klick)

Saving 6 – Chloe Walsh (klick)

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Talent for Murder, A – Peter Swanson (klick)

Theft – Abdulrazak Gurnah (klick)

They called us Enemy – George Takei (klick)

Three Lives of Cate Kay, The – Kate Fagan (klick)

Tim – The Official Biography of Avicii – Mans Mosesson (klick)

Timeline – Michael Crichton (klick)

To Strip the Flesh – Oto Toda (klick)

Tom Lake – Ann Patchett (klick)

Tunnel – Rutu Modan (klick)

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unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, Die – Rachel Joyce (klick)

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Vaterländer – Sabin Tambrea (klick)

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Wahrheit aus meiner Sicht, Die – Moutasm Alyounes (klick)

Waldstein oder der Tod des Walter Gieseking am 6. Juni 2005 – Moritz von Uslar (klick)

Wedding People, The – Alison Espach (klick)

We do not part – Han Kang (klick)

Wenn ich nicht Urlaub mache, macht es jemand anderes – Giulia Becker (klick)

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Zeit im Sommerlicht, Die – Ann-Helén Laestadius (klick)


Waren es nach den ersten sechs Monaten schon 17 Buchstaben und 68 Bücher, so sind es mittlerweile nur 2 Buchstaben mehr geworden! Gelesen habe ich somit aktuell 19 Buchstaben und 101 Bücher! Also sehr viele Bücher, nur habe ich bisher absolut nicht auf die Anfangsbuchstaben der Titel geachtet und merke nun, dass ich das in den nächsten drei Monaten etwas machen muss 😉 Denn während sich z.B. bei B die Bücher nur so häufen, so sind J und X noch ganz alleine. Mal schauen, ob ich das mit meinem SUB bei meinen Eltern und der Bücherei ausgleichen kann!

Besonders gut gefallen haben mir Flusslinien von Katharina Hagena, Für Polina von Takis Würger, Halbinsel von Kristine Bilkau, Kim Jiyoung, Born 1982 von Cho Nam-Joo, Theft von Abdulrazak Gurnah und Vaterländer von Sabin Tambrea. Besonders Cho Nam-Joo ist mir mit ihrer ruhigen, aber doch so gewaltig wütend-machenden Stimme im Kopf geblieben und ich will unbedingt mehr von ihr lesen. Aber auch alle anderen genannten Autoren konnten mich durch ihren Schreibstil und/oder ihre Geschichte sehr begeistern. Dass ich jetzt erst Abdulrazak Gurnah entdeckt habe, ignorieren wir mal – wie grandios schreibt er denn bitte!

So gar nichts anfangen kann ich mit der enorm gefeierten Powerless-Trilogie von Lauren Roberts. Also ich habe sie durchgelesen, da ich immer dachte, es wird bestimmt noch fesselnder, aber nee, das sind einfach nicht meine Bücher. Die zwei noch dazugehörigen kurzen Bücher ignoriere ich mal, ich brauche nicht noch mehr Perspektiven zu dieser Geschichte 😉 Ein bisschen enttäuscht/gelangweilt war ich auch von Pineapple Street von Jenny Jackson, hier hätte man einfach viel mehr aus den Charakteren herausholen können, aber man konnte das Buch immerhin schnell durchlesen.


Mission für die nächsten drei Monate

  • SUB der ausgeliehenen Bücherei-Bücher lesen
  • 2 Titel mit dem Buchstaben J
  • 1 Titel mit dem Buchstaben Q
  • 1 Titel mit dem Buchstaben U
  • 1 Titel mit dem Buchstaben V
  • 2 Titel mit dem Buchstaben X
  • 2 Titel mit dem Buchstaben Y
  • 1 Titel mit dem Buchstaben Z

–> Insgesamt fehlen mir also noch 10 Bücher, damit ich jeden Buchstaben doppelt gelesen habe. Alleine von der Bücheranzahl ist das überhaupt kein Problem, aber ich habe gerade mal geschaut, ich habe nicht ein Buch mit einem dieser Anfangsbuchstaben im Titel in der Wohnung 😉 Was mich bei J und Y doch irgendwie irritiert, aber gut, da werde ich dann mal genauer suchen müssen, was es da spannendes gibt – wenn jemand eine Empfehlung (deutsch/englisch) mit einem meiner fehlenden Buchstaben hat, sehr gerne her damit!


Macht auch jemand von euch bei einer Lesechallenge mit? Wenn ja, wie läuft es bei euch und was lest ihr aktuell gerade? Wir sehen uns dann Ende Dezember mit dem Endstand und ich bin gespannt, ob es klappen wird!

[Lesenswert] Flusslinien von Katharina Hagena!

Ein Buch, welches ich sehr erwartet habe, ist Flusslinien von Katharina Hagena (Partnerlink) und endlich konnte ich es aus der Bibliothek abholen! Zwei Tage später war ich dann schon durch mit diesem bewegenden Hamburger Generationenroman und etwas traurig, dass er nicht noch ein bisschen länger ist. Aber gut, somit kann ich euch jetzt direkt erzählen, worum Flusslinien geht und wie mir das Werk gefallen hat – aber alleine das Cover ist schon eine 10/10, oder?


Worum geht’s

Der Roman spielt an insgesamt zwölf Frühsommertagen und dreht sich im die Leben von der 102-jährigen Margrit, welche ehemals Stimmbildnerin war, ihrer zornigen Enkelin Luzie und Arthur, welcher Margrit als Fahrer der Seniorenresidenz täglich in den Römischen Garten fährt. Dort verliert sich Margrit während sie auf die Elbe blickt mehr und mehr in Erinnerungen, während sie gleichzeitig durch Zeit mit Luzie (Margrit lässt sich von ihr tatöwieren) versucht, herauszufinden, was mit ihrer Enkelin passiert ist. Diese war für ein Austauschjahr in Australien, kam verändert zurück und brach nun plötzlich kurz vorm Abitur die Schule ab, um lieber zu tätowieren. Auch Arthur hat neben seinen spannenden Interessen (Sprachen erfinden, Metallsonden-Läufer am Strand, Naturschutz) auch eine Schuld zu tragen, welche ihn stark in seinem Alltag beeinflusst.

Wie ist’s

Ich mag die Einteilung in Tage und die unterschiedlichen Perspektiven sehr, das ist genau mein Schreib- bzw Lesestil. Man erfährt viel über die einzelnen Personen, ihr Denken, ihre (traumatische) Vergangenheit und ihre Einstellungen, während sie auch eine gemeinsame Geschichte haben, die von Beginn an spannend ist und sich rasch nach vorne bewegt und aktuelle Themen aufgreift. Man fragt sich schnell, wie das Buch ausgehen wird und hofft, dass es mal nicht mit dem Tod ist (was bei dem Thema Altwerden häufig der Fall ist), aber eben auch nicht mit einem allzu kitschigen, unrealistischen Happy-End.

Hamburg ist ein Ort, den ich nur flüchtig kenne, aber durchaus immer positiv empfunden habe. Somit mag ich sehr, wie er hier immer wieder eine Rolle spielt, besonders der wirklich existierende Römische Garten, die Elbe und wie die sie umgebende Natur ausführlich beschrieben werden. Das versetzt einen sofort an diese Orte und transportiert eine starke Stimmung, besonders wenn das Wetter etwas ungemütlicher wird. Ich würde die Natur bzw die Beschreibungen hier fast als eine eigene Person und Perspektive bewerten (und habe einige neue Pflanzen und Vögel kennengelernt).

Die Vergangenheit von Margrits Mutter, die enorm wichtig in diesem Buch ist, wird von der Autorin mit der Geschichte der realen Landschaftsgärtnerin und Else Hoffa verknüpft und ach, großartig! Diese führt für eine Frau in der damaligen Zeit ein sehr untypisches Leben, arbeitete als erste Frau überhaupt gegen den Willen ihres Vaters als Obergärtnerin und musste schließlich während der Zeit des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen. Sie lebte bis zu ihrem Tod in England, arbeitete auch dort als Obergärtnerin und kam nur 1957 noch einmal nach Hamburg und zu „ihrem“ Garten zurück. Dies gibt allem hier noch so viel mehr Tiefe, ich habe es absolut nicht erwartet, die Fiktion zu verlassen und durch diese beeindruckende Frau in die Realität einzutauchen, danke! Da musste ich natürlich nach der Lektüre noch einiges selbst recherchieren und das nächste Mal, wenn ich in Hamburg bin, auch den Römischen Garten besuchen.


Spannende, ausgefallene, komplexe Charaktere, eine Mischung aus Fiktion und Realität, eine brachiale Natur und so viele wichtige Themen – alles zusammengefügt durch wunderbarste Sprache, die manchmal schmerzhaft trifft, manchmal durch Sarkasmus zum Lachen bringt und einen dann wieder still und nachdenklich werden lässt. Ich hatte hohe Erwartungen an Flusslinien und diese wurden alle noch übertroffen und ich bin einfach nur begeistert von diesem Werk (wenn es schon wer gelesen hat, können wir bitte über das Orchester „Stille Wasser“ reden! Von Katharina Hagena will ich unbedingt mehr lesen und solltet ihr gerade auf der Suche nach einem neuen Buch sein, kann ich euch dieses hier vollsten Herzens empfehlen!

[Lesenswert] Halbinsel von Kristine Bilkau!

Ein Buch, welches ganz weit oben auf meiner Sommerleseliste für dieses Jahr stand, ist Halbinsel von Kristine Bilkau (Partnerlink) und was habe ich mich gefreut, als ich es unerwartet in der Bibliothek entdeckte. Bücher, die am Meer spielen, funktionieren einfach immer für mich und ich habe bisher nur positive Dinge über dieses mit dem Preis der Leipziger Buchmesse gelesen. Somit setzte ich mich also mit ein bisschen Zeit an die Ostsee und verschlang Halbinsel nur so!


Worum geht’s

Annett, Ende 40, lebt seit vielen Jahren in einem mittlerweile etwas veraltetem Haus auf einer Halbinsel an der Nordsee. Dort hat sie – seit dem plötzlichen Tod ihres Mannes – ihre Tochter Linn alleine großgezogen, welche jetzt in Berlin lebt und ihren ersten Job nach der Uni gefunden hat. Während einer Konferenz kippt Linn um und beschließt, sich davon bei ihrer Mutter zu erholen. Aus dieser kurzen Erholungspause werden immer mehr Wochen, in welchen Linn und Annett mit- und gegeneinander versuchen, Sinn aus ihrer Lebenssituation zu ziehen und diese zu verändern. Wobei es natürlich auch immer wieder zu Konflikten kommt, welche die beiden zu lösen versuchen.

Wie ist’s

Großartig geschrieben, ich las bei einer Rezension, „dass das Buch große Themen leise anspricht“ und das trifft es genau. Es geht um so viele fundamentale, wichtige Dinge wie eigene & gesellschaftliche Erwartungen, Autonomie, Sorgen, ungeklärte Fragen, Unausgesprochenes & Vorwürfe in Mutter-Kind-Beziehungen, Zukunftsängste, Erinnerungen an die Kindheit, Trauer, Verlust, Ratlosigkeit und Verzweiflung. Was sowohl für Anett als auch ihre Tochter Linn zutrifft, obwohl sie beide an unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben stehen.

Der Autorin gelingt es, die Personen so tiefgründig zu beschreiben, dass man sich leicht in sie hineinversetzen, ihre Standpunkte und Fragen verstehen und mit überlegen kann, wie man wohl selbst handeln würde. Obwohl ich nicht Mutter bin, kann ich die Beziehung aus Tochter- und Mutterperspektive gut nachvollziehen. Alles hier fühlt sich real und nicht seicht an, aber trotzdem mit der Kulisse Nordsee nach einem perfekten Buch für den Sommer.

Der Schreibstil ist suchterzeugend, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, da ich einfach wissen musste, wie es im Leben der beiden Frauen weitergehen wird. Die Sprache selbst ist einfach, direkt und hallt trotzdem nach – ich fotografiere selten Seiten in einem Buch, hier musste es dann aber doch auf S. 67 geschehen, wo es um die Hinterfragung der doch ziemlich kuriosen Aussage „Sei authentisch“ ging.


Insgesamt ein Buch, welches sich leise und unaufdringlich Platz in meinem Kopf gesucht hat und auch jetzt Tage später denke ich noch darüber nach. Von Kristine Bilkau will ich unbedingt mehr lesen und habe mir schon Nebenan von ihr auf meinen Wunschzettel geschrieben.

Kennt ihr schon ein Buch von ihr, vielleicht sogar Halbinsel? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?

[Lesenswert] Für Polina von Takis Würger!

Nachdem ich mich durch ein paar eher mäßig gut geschriebene Bücher gequält habe, konnte ich es gar nicht abwarten, mit Für Polina von Takis Würger anzufangen. Obwohl ich bisher noch nichts von ihm gelesen habe, sprach mich der Klappentext so an, dass es einfach kein schlechtes Buch sein konnte – und wie richtig ich damit lag! In einem Schwung habe ich Für Polina durchgelesen und hätte da auch locker noch 100 weitere Seiten verschlingen können. Leseflaute dank Takis Würger vermieden, vielen Dank!


Hannes ist ein stiller, sensibler und musikalisch hochbegabter Junge, der mit seiner Mutter Fritzi, einer Kämpfernatur, in einer verfallenen Villa in einem Moor aufwächst. Dort lebt auch noch der ältere Mann Heinrich, der zu einer sehr wichtigen Bezugsperson der beiden wird, ebenso wie Günnes, Arbeitskollegin und Freundin von Fritzi, welche ihre Tochter Polina mitbringt. Polina und Hannes werden Freunde, ihre Beziehung verändert sich mit der Zeit und dann kommt es zu einem Bruch – welchen Hannes Jahre später durch von ihm komponierte Musik am Klavier zu kitten versucht.


Hannes gibt Menschen, die ihm wichtig sind, eine Melodie und nimmt die Welt auf eine ganz besondere Weise wahr. Das wird in diesem Buch wunderbar beschrieben, man kann mitfühlen und versuchen, die Welt durch Hannes Augen zu erfahren. Die verschiedenen Hauptcharaktere sind sympathisch, gut und glaubhaft beschrieben und dümpeln nicht nur an der Oberfläche herum, ein paar der Nebencharaktere gleiten aber doch ein bisschen ins Klischee ab. Was nicht tragisch ist und den Lesegenuss in keinster Weise schmälert, sondern einen die Geschichte hierdurch leicht und schnell lesen lässt. Das Buch spielt viel in Hamburg und auch das fühlt sich für mich authentisch erzählt an.

Musik weckt Gefühle, dieser Roman weckt sie bei mir durch seine emotionalen Charaktere, die zwischen dem Suchen und Finden, dem Sein und Lassen, der Nähe und der Trennung ihre Leben bestreiten, in welchen besagte Musik dank Hannes eine Rolle spielt. Wir haben ein bisschen Coming of Age, aber auch alle anderen Personen machen Entwicklungen durch, welche manchmal sehr überraschend, aber doch immer schlüssig sind.

Für Polina hat mich berührt, ohne es zu erzwingen. Ich wollte nicht aufhören zu lesen, einerseits weil ich gespannt auf das Ende war, aber andererseits auch, weil es einfach Spaß gemacht hat. Teilweise wurde es traurig, manchmal habe ich beim Lesen die auf der jeweiligen Seite angesprochene Komposition gehört, was allem noch mehr Atmosphäre verliehen hat und am Ende hätte ich soooo gerne Polina’s Melodie gehört – denn wie bestimmt jeder andere Lesende habe ich davon nun eine Idee im Kopf.



Danke für diesen absoluten Lesegenuss, ich kann es gar nicht abwarten, ein weiteres Werk von Takis Würger zu lesen! Habt ihr dieses oder ein anderes Buch von ihm schon gelesen? Wenn ja, was sagt ihr?

[Lesenswert] The Hustler von Walter Tevis!

Seitdem ich vor einigen Jahren The Queen’s Gambit gesehen habe, wollte ich etwas von Walter Tevis lesen, auf dessen Buch die Serie nämlich beruht. Geworden ist es nun endlich (!) sein Debüt von 1959 und ich war wirklich sehr gespannt, wie es mir gefallen wird! Ich kann nun verkünden, dass ich The Hustler von Walter Tevis (Amazon-Partnerlink) nur so verschlungen habe und lediglich eine Pause machte, da ich dringend schlafen musste 😉



Worum geht’s

Wir folgen in dieser Geschichte dem talentierten, aber arroganten Billardspieler Eddie Felson, der in Bars Geld mit seinem Können verdient. Er will der Beste sein und fordert schließlich den legendären Spieler Minnesota Fats heraus. Nach einer sich über viele Stunden hinziehenden Niederlage beginnt Eddie eine persönliche und emotionale Reise, auf der er lernen muss, was es bedeutet, ein Gewinner zu sein. Das Buch dreht sich um Stolz, Selbstzerstörung, Ehrgeiz und die Suche nach Identität, aber auch um (romantische) Beziehungen und Sucht.

Wie ist’s

Eddie will gewinnen und lässt sich von diesem Gedanken immer wieder in Situationen ziehen, die nicht wirklich gut für ihn sind. Auch der Leser wird mitgerissen, einerseits fiebert man mit Eddie mit und will, dass er Erfolg hat. Andererseits scheint er aber kein sonderlich netter Mensch zu sein, wodurch sich das Mitgefühl dann wieder in Grenzen hält, wenn ein Spiel nicht so gut für ihn verläuft. Persönlich war ich zunächst irritiert, da etwas in der Geschichte sehr früh passierte und ich dies eigentlich am Ende erwartet habe. Fand ich aber gut gemacht und im Nachhinein sogar besser, denn so war das Ende für mich überraschender.

Wir tauchen mit Eddie recht tief und realistisch in die menschliche Psyche ein und in Themen wie Ehrgeiz, Selbstzweifel und die Frage, was Erfolg und Scheitern eigentlich bedeuten. Also alles Dinge, über die man selbst bestimmt auch schon häufiger nachgedacht und für sich passende Definitionen gefunden hat.

Walter Tevis schreibt direkt, da sind keine unnötigen Sätze, um die Atmosphäre weiter aufzubauen, aber das braucht man auch nicht. Die Story ist spannend, man bekommt genug Charakterentwicklung und wie auch „The Queen’s Gambit“ ist das ein hervorragendes Werk, um verfilmt zu werden. Was natürlich schon 1961 mit Paul Newman in der Hauptrolle geschehen ist und ich überlege, ob ich mir den Film irgendwann einmal anschauen werde. Für mich war das Buch mit knapp über 200 Seiten nur recht kurz, aber die Geschichte ist ausreichend erzählt und so kann ich nicht meckern. Es gibt allerdings noch ein weiteres Buch „The Color of Money“, was die Fortsetzung dieser Geschichte sein soll und das zu wissen, macht mich glücklich!


Kennt ihr dieses oder ein anderes der Werke von Walter Tevis? Wie hat es euch gefallen?

[Lesenswert] Good Dirt von Charmaine Wilkerson!

Heute will ich euch wieder einen absoluten Zufallsglücksgriff aus meiner Bibliothek vorstellen, nämlich das Buch Good Dirt von Charmaine Wilkerson! Das Cover hat mich sofort angesprochen und nach dem Scannen der ersten Seiten wusste ich schon, dieses Buch und ich, wir werden eine grandiose, nicht einfache, aber doch sehr wichtige Zeit zusammen haben. Und genau das ist dann auch eingetroffen und ich kann es gar nicht abwarten, noch mehr von ihr zu lesen! Black Cake, wir sehen uns bald!



Unsere Protagonistin Ebby Freeman ist die Tochter einer wohlhabenden schwarzen Familie in einer elitären Gemeinde in Neu-England, in welcher sonst nur weiße Menschen leben. Mit 10 Jahren beobachtet sie, wie ihr Bruder Baz bei einem Einbruch erschossen wird und das Familienerbstück – ein jahrhundertealtes, getöpfertes, Steinware-Gefäß namens Old Mo – dabei zerstört wird. Der Mord bleibt ungelöst, und die Familie wird über Jahre hinweg zur öffentlichen Sensation, während Ebby und ihre Eltern versuchen, mit diesem unsagbaren Schicksalsschlag weiterzuleben.

An ihrem Hochzeitstag geschieht dann ein weiteres, traumatisches Ereignis – ihr Verlobter Henry taucht einfach nicht auf und für Ebby bricht erneut eine Welt zusammen. Sie flieht zu einer Freundin nach Frankreich, da sie von allem Abstand braucht, doch taucht dort unerwartet jemand aus ihrer Vergangenheit auf und sie muss sich dieser Situation stellen.

    Ein absoluter Lesegenuss, welcher am liebsten noch viele Seiten weitergehen dürfte! Schon nach wenigen Kapiteln war mir klar, dass ich mehr von Charmaine Wilkerson lesen mag, da mich ihr Schreibstil eingefangen hat und ich das Buch nicht mehr zur Seite legen wollte. Natürlich ist auch hier der Inhalt genau nach meinem Geschmack, da wir diese spannende Kombination aus Gegenwart und verschiedenen Vergangenheiten einer Familiengeschichte mit Geheimnissen haben, mit mehreren Erzähl-Perspektiven, historisch spannenden Gegebenheiten und die Frage, wie Traumata über Generationen wirken können. Aber es geht auch darum, wie man hier Heilung erzielen kann und so kann das Buch doch irgendwie positiv enden.

    Die Familiengeschichte, die anhand Old Mo erzählt wird, ist eine, die es so sehr oft in den USA geben dürfte und über die noch immer viel zu wenig gesprochen wird. Wobei ich jetzt sogar für nächste Woche am 8.7.25, einen virtuellen, kostenlosen Vortrag vom DAR Museum in Washington über Die Wilson Potters von der Sklaverei bis zur Rekonstruktion gefunden habe, den ich mir ansehen werde! Perfektes Timing, oder? Ich liebe Bücher, die mich gut unterhalten und mir gleichzeitig die Augen für ein Thema öffnen, über welches ich noch nie wirklich nachgedacht habe.


    Habt ihr dieses oder ein anderes Werk von Charmaine Wilkerson schon gelesen? Wenn ja, seid ihr ähnlich begeistert? Und von welchem Buch habt ihr das letzte Mal etwas Neues gelernt?

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