Monat: Mai 2021

[Lesenswert] Extremely loud & incredibly close – Jonathan Safran Foer

Nachdem ich Eating Animals (Tiere essen) von Jonathan Safran Foer gelesen hatte, wollte ich unbedingt mehr von ihm lesen und das gerne aus dem Fiction-Bereich. Extremely loud & incredibly close bzw auf deutsch Extrem laut und unglaublich nah war meine nächste Wahl, da die Story einfach viel zu gut klang!

Worum geht’s

Der neunjährige Oscar hat seinen Vater am 11. September verloren und auch zwei Jahre später kämpft er noch mit diesem unsagbar traumatischen Erlebnis. Als er einen Schlüssel (verpackt in einem Umschlag mit dem Wort „Black“) versteckt im Schrank seines Vaters findet, beschliesst er, dieses Geheimnis zu lösen. Er beginnt eine Odyssee durch New York, begleitet von einem Tamburin (und teilweise einem älteren Nachbarn) und besucht alle Leute, die mit Nachnamen Black heißen..was für den Jungen definitiv eine Herausforderung auf verschiedensten Ebenen ist!

Wie ist’s

ABSOLUT GRANDIOS! Foer schreibt mit einer Sprachgewalt, die einen umhaut. Die so richtig ins Herz zielt, einen nicht mehr loslässt, in einen Bann zieht, aus dem man nicht ausbrechen mag. Man hat sofort enorm viel Empathie für Oscar, seine Situation schmerzt und man will eigentlich nur, dass es ihm irgendwie besser geht. Was man hier liest, ist, wie der Titel vermuten lässt – extrem laut und unglaublich nah. Keine leichte Lektüre, obwohl man immer wieder schmunzeln muss aufgrund der so gut beschriebenen Situationen und teilweise verschrobenen Charaktere. Aber ja, man verdrückt hier definitiv auch die ein oder andere Träne und besonders am Ende wird es extrem.

Aber nicht nur der Schreibstil haben mich umgehauen, wobei Foer mich auch schon bei Eating Animals begeistert hat – er kann einfach erzählen! Die Gestaltung des Buches ist faszinierend, es gibt Bilder, Illustrationen und andere Eigenheiten, die einen immer wieder überraschen. Ich habe den Fehler gemacht, direkt nach hinten zu blättern, da ich absolut nicht wusste, was mich erwartet – tut das nicht! Lasst das Ende auf euch zukommen, da es die gesamte Story einfach perfekt abrundet.

Es ist kein Buch, was ich nebenbei lesen würde. Ich habe mir immer bewusst Zeit genommen (ok, ich habe es auf dreimal durchgelesen, da ich nicht anders konnte) und es auch nicht unterwegs gelesen. Denn es schlägt einem wie gesagt manchmal schmerzhaft ins Gesicht, wenn man erlebt, wie Oscar mit seinen Traumata kämpfen muss und es ihm nicht immer gelingt, diese zu besiegen. Somit keine Strandlektüre, sondern ein Buch mit Nachhall.

Normalerweise wäre dies ein Buch gewesen, was ich meinem Opa gegeben hätte – was so ziemlich die größte Auszeichnung ist, die ich für ein Werk habe, da ich nie seine Lebenszeit verschwendet hätte mit banalen, halbwegs spannenden Romanen. Da dies nun leider nicht mehr möglich ist, bekam es eine Freundin von mir, welche es hoffentlich ebenso geniesst und dann wieder in den Bücherschrank stellen wird. Denn so begeistert wie ich bin, noch einmal lesen werde ich es nicht, dazu gibt es einfach zu viele andere Bücher, die auf meiner Liste stehen. Kennt wer von euch etwas von Foer, vielleicht sogar dieses Buch?

[Beauty] Wellness Sprudelbadetabs von Balea!

Von meiner Mama bekam ich diese zuckersüß aussehenden Wellness Sprudelbadetabs von Balea (18g für 45 Cent) geschenkt und da ich endlich mal wieder eine Wohnung mit Badewanne habe, war ich seeeeeehr neugierig. Denn als so ein kleines Mitbringsel machen sie sich doch echt super und ich glaube, Badezusatz in Tabform habe ich bisher auch noch nie ausprobiert!

Es gibt die Sprudelbadetabs in drei Sorten und ich konnte alle ausprobieren, nur nicht mehr fotografieren:

  • Inner Peace mit Hanföl & Duft von Lavendel, Zedernholz & zitrischen Noten
  • Pure Energy mit Zitrus-Extrakt & Duft von Limette & Zitrone
  • Be Happy mit Matcha-Extrakt & Duft von Pfirsich, weißen Blüten & zitrischen Noten

Die Sprudelbadetabs sollen einem eine kleine Auszeit in der Wanne ermöglichen, mit leckerem, entspannenden Duft und eben sehr einfacher Anwendung. Das Tab wird in das einlaufende Badewasser gegeben und empfohlen wird ein Bad bei 36-38 Grad für um die 15-20 Minuten.

Wer jetzt großes Badekino aka LUSH-Badebombe erwartet, wird hier sehr enttäuscht sein. Denn man bekommt ein seeeeeehr minimalistisches Badeerlebnis. Es gibt keinen Schaum, es sprudelt auch nichts, das Wasser färbt sich minimal ein und das war es. Auch die unterschiedlichen Düfte sind nur sehr schwach wahrnehmbar, man muss mit der Nase nahe an die Wasseroberfläche. Was ich gar nicht sooooo verkehrt finde, da ich mir einbilde, dass somit weniger Chemie an meine Haut kommt – bzw man könnte auch zwei Tabs pro Bad einwerfen, um den Duft vielleicht zu intensivieren.

Pure Energy ist für mein ein Duft, der neue Energie und gute Laune gibt, also eher kein Bad, um danach müde ins Bett zu fallen. Be Happy habe ich mir dank Matcha sehr spannend vorgestellt, hier habe ich aber nur recht künstlichen Pfirsich wahrgenommen. Highlight für mich war Inner Peace, der eine komplexere Duftkomposition hatte und ich holzige Noten ja sehr gerne mag! Achja, noch zwei positive Anmerkungen: meine Haut war danach wunderbar weich, somit musste ich nicht eincremen UND es bleiben quasi keine Rückstände in der Badewanne zurück, man muss also nur kurz mal durchbrausen!

Als kleines Mitbringsel (aber dann im Doppelpack) eine nette Idee, da ich die Gestaltung der Tabs mag, aber wirklich großes Badevergnügen bekommt man damit leider nicht. Somit würde ich mir wenn überhaupt nur noch einmal Inner Peace nachkaufen, da ich den Duft ausgefallen finde, aber umgehauen haben sie mich leider nicht – Balea, das könnt ihr doch besser!

Sunday again.

[Gesehen] Younger; Grey’s Anatomy

[Gelesen] Denkanstöße 2021

[Gehört] White Noise zum Schlafen & sonst immer irgendwelche Filmmusik, um den Lärm über mir zu verdrängen

[Getan] Physik gehört; viel Deutschunterricht gehabt; Wohnung „eingerichtet“ und sonst nur bisschen durch die Gegend gelaufen

[Gegessen] Pizza Funghi; Pommes mit scharfer C-Soße; Zimtwuppi; Nudelsalat

[Getrunken] viel Filterkaffee; Matetee

[Gedacht] Rücksicht, Alter. Nein, nachts um 2 muss man keine Möbel rücken oder von 4-5 einfach mal lautschreiend telefonieren (Willkommen zurück in „wieso wohne ich hier..achja, Corona“).

[Gefreut] ich mag meinen Balkon in der Sonne 🙂

[Geärgert] enorm laute Über-mir-Nachbarn

[Gewünscht] dass die Menschen über mir einfach so leiser und rücksichtsvoller werden und ich da nicht die Konfrontation suchen muss..

[Gekauft] viele Lebensmittel & eine White-Noise-Maschine (mal sehen, was sie so kann gegen die Lärmbelästigung)