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[Lesenswert] Elefanten auf LSD und andere verrückte Experimente – Alex Boese

Vor schon einiger Zeit habe ich das Buch Elefanten auf LSD von Alex Boese aus einem öffentlichen Bücherschrank mitgenommen und als seichte Reiselektüre eingeplant gehabt. Dann kam ich aber irgendwie nie dazu und konnte nun endlich den Flug nach Indien (und zwei Zugreisen dort) zum Lesen dieses doch sehr informativen und abwechslungsreichen Buches nutzen!

Worum geht’s Der Wissenschaftsgeschichtler Alex Boese stellt auf 365 Seiten unzählige spannende, skurrile und teilweise verstörende Experimente aus Vergangenheit und Gegenwart vor. Hierbei gelingt es ihm, Leichtigkeit und Humor in die Thematik zu bringen, die einzelnen Studien aber immer mit genug Fachwissen (und weiteren Quellen zum Nachlesen) zu hinterlegen, um weitere Neugierde zu stillen. Solltet ihr ausgefallene und doch auch etwas intellektuelle Smalltalk-Themen suchen, das Buch wäre bestimmt eine gute Lektüre 😉 Eingeteilt in zehn Kapitel (u.a. Tierreich, Entwicklung oder auch Tod) und mit vielen Bildern untermalt, liest man sich hier schnell und nebenbei Wissen an.

Wie ist’s Kurzer Disclaimer: ich habe Psychologie studiert und somit natürlich Interesse an allen möglichen Experimenten. Gleichzeitig habe ich im Studium schon mit vielen der hier vorgestellten Versuchen Bekanntschaft gemacht, aber es gab trotzdem noch genug neue Experimente bzw. gingen einige Beschreibungen hier auch tiefer als im Studium oder ich hatte sie schlichtweg vergessen. Durch die Abwechslung der vorgestellten Studien wird die Lektüre nicht langweilig, der Schreibstil ist nicht ermüdend, sondern unterhaltsam und ich war sehr schnell mit dem Buch durch. Der Humor ist teilweise etwas flach, aber das könnte auch durch die Übersetzung zustande gekommen sein.

Man lernt nebenbei, hat wirklich lustige neue Smalltalk-Aufhänger, ich habe gleich mit meinem Flugnachbarn gequatscht (über den armen Elefanten und das LSD) und ich finde, dass das Buch wirklich eine gute, seichte Reiselektüre ist. Da die einzelnen, abwechslungsreichen Experimente immer kurz vorgestellt werden, kann man mal schnell „zwischendurch ein paar Seiten“ lesen und muss sich nicht enorm konzentrieren. Wenn man dann doch tiefer gehen will, hat der Autor einem weitere Literaturhinweise unter die einzelnen Experimente und in den Anhang gepackt, was ich sehr hilfreich finde.

Zwar habe ich vom Cover her nicht viel von dem Buch erwartet, aber ich wurde erstaunlich gut unterhalten, habe einige neue Experimente kennengelernt und würde das Buch – wäre ich in Deutschland – definitiv einer Freundin geben, die sich ebenfalls für diese Thematik interessiert. Wenn ihr euch also ebenfalls ein wenig mehr mit psychologischen Experimenten beschäftigen wollt, aber eben auf entspannender Leseebene, die sich nicht nach Arbeit und Anstrengung anfühlt, dann wäre dieses Buch vielleicht was für euch!

[Beauty] Sheer EdT von Tiffany & Co.

Gehört ihr auch zu der Fraktion Reisender, die sich im Dutyfree noch einmal genüsslich durch alle möglichen Düfte schnuppern, bis sie sich für einen entscheiden, welcher dann (zumindest auf der Haut) mit auf die Langstrecke darf? Irgendwie fühle ich mich im Flugzeug immer ungut und so ein Duft hebt da definitiv meine Laune (und gibt mir das Gefühl, dass auch meine Mitreisenden glücklicher sind, wenn ich lecker rieche). Da ich natürlich immer neue Düfte ausprobieren mag, habe ich mich dieses Mal für das Sheer Eau de Toilette von Tiffany & Co. (30ml für 57€) entschieden!

Tiffany war mir bisher primär als Schmuckmarke bekannt, aber irgendwie passt es sehr gut, dass sie auch Düfte herstellen. Ist bestimmt nicht neu, ist nur neu für mich 😉 Aber da ich jemand bin, den man mit einem Flugticket so viel glücklicher machen kann, bin ich einfach nicht die Zielgruppe von Tiffany, also nicht allzu verwunderlich. Düfte mag ich aber wiederum und hüpfe da auch mal vor Freude, wenn mich einer enorm anspricht!

Das Sheer EdT wurde von Daniela Andrier entwickelt, erschien schon letztes Jahr und ist ein blumig-frischer, cleaner Duft. In der Kopfnote befinden sich schwarze Johannisbeere und Mandarinenblatt; in der Herznote verschmilzen Rose und Ylang-Ylang und in der Basisnote kommen Irisblüten zum Tragen. Klingt leicht und sehr floral und das ist das Eau de Toilette auch!

Beim ersten Sprühen bekommt man definitiv eine sehr spritzig-frische Note, die ich wunderbar finde. Mir machen solche Düfte immer gute Laune, geben mir Energie und einfach diesen kleinen Push, um alles angehen zu können. Die Herznote verdrängt diese ersten Noten aber sehr schnell und man wird mit einem Blumenstrauss nur so erschlagen. Die Rose ist enorm dominant und wenn ihr keinen Rosenduft mögt, Hände weg von diesem EdT. Ich bin nicht der größte Rosenfan und war somit etwas enttäuscht, dass mir die erste Leichtig- und Spritzigkeit so schnell genommen wurde. Von Ylang-Ylang nehme ich nicht wirklich etwas wahr und auch die Irisblüten, die später kommen sollen, kann ich aufgrund der Rosigkeit nicht wahrnehmen.

Es bleibt für mich ein Rosenduft (in sehr schönem Flakon), welcher spannend beginnt, dann aber schnell in der Alltäglichkeit endet. Kein ausgefallener, aufregender Duft, an welchen ich mich enorm erinnern werde oder der aus der Masse heraussticht. Dadurch ist er natürlich sehr alltagstauglich und für eigentlich jede Gelegenheit tragbar. Aber ich habe da mittlerweile mehr Anspruch, besonders wenn es um einen Duft in dieser Preisklasse geht. Er ist nett, clean, unaufgeregt..aber einfach nicht ich. Nach etwa sechs Stunden konnte ich übrigens nichts mehr von ihm wahrnehmen, die Haltbarkeit ist somit leider nicht berauschend.

Habt ihr schon ein EdT von Tiffany & Co. ausprobiert? Oder habt ihr auch eben erst gelernt, dass die Marke auch Düfte anbietet? Wenn ja, welchen Duft habt ihr ausprobiert und wie hat er euch gefallen?

[Beauty] Aufgebraucht im November 2019!

Diesen Monat war ich in Indien unterwegs und natürlich spiegelt sich das auch in meinen aufgebrauchten Produkten wider. Es ist wieder recht wenig geworden, aber wenn ich nur mit dem Rucksack unterwegs bin, achte ich eben noch mehr darauf, was ich mitnehme und habe nicht die große Auswahl an Produkten, die ich habe, wenn ich länger an einem Ort bin. Da es in Indien aktuell noch ein bisschen wärmer ist, habe ich bei meinen 8 Produkten z.b. aktuell auch wieder Sonnencreme aufgebraucht 😉

Sugared Almond Tarte Handcreme von treaclemoon Drinnen stecken Mandelöl sowie Drachenfrucht, was pflegend genug für den Alltag ist, aber wer trockene Haut hat, braucht mehr. Die vegane Creme braucht etwas, bis sie einzieht und riecht intensiv und langanhaltend. Insgesamt fand ich sie in Ordnung, aber nicht überragend, somit kein Nachkauf.

Ultra Sheer Dry-Touch LSF 85 Sonnencreme von Neutrogena Ich finde sie absolut grandios, meine Gesichtshaut verträgt sie sehr gut und ihr habt enorm viel Schutz. Zieht schnell ein, hinterlässt kein ekliges Kleb-Erstickungsgefühl und weiße Streifen hat man auch nicht. Darf immer wieder zu mir kommen, toll, toll, toll!

Very Irresistible L’Eau en Rose EdT von Gyvenchy Für ein EdT bekommt man hier einen sehr intensiven und langanhaltenden, cleanen Rosenduft. Ich mag es gerne reduziert, Rose wird allerdings nie meine Lieblingsblume werden, da mag ich Moringa einfach so viel mehr. Aber es ist ein netter, unauffälliger Alltagsduft, der eigentlich immer passt. Und ich hatte an dieser Probe wirklich lange, da man nur einen kleinen Spritzer braucht.

Ombra Sun After Sun Tuchmaske Die Idee fand ich gut, Feuchtigkeit braucht meine Haut immer und aktuell habe ich in Indien gut Sonne. Drinnen ist Aloe Vera sowie Hyaluronsäure und die Maske ist enorm getränkt. Mir tropfte es wirklich runter und das mag ich schon einmal nicht. Dann passte sie irgendwie nicht gescheit auf mein Gesicht und wurde einfach nicht trocknen. Man soll sie 15 Minuten drauf lassen, ich bin irgendwann mit ihr eingeschlafen und als ich wieder aufwachte, war immer noch enorm viel Produkt auf meiner Haut und nicht in sie eingezogen. Ein tolles Hautgefühl hatte ich danach leider nicht und irgendwie haben mir zwei Anwendungen gereicht. Aber um eine positive Sache zu sagen, sie ist aus 100% biologisch abbaubaren Bambusfasern hergestellt und ich glaube, recht günstig (Mama hat sie mir gegeben).

Hotel Shampoo Irgendwo in den USA mitgenommen und meine Haare finden es absolut grausig, ohne Spülung ist da kein Durchkämmen möglich und sie fetten am Ansatz schnell nach.

Noname Lippenpflege Bis ich Lippenpflege leer kriege, dauert immer ewig und auch an diesem Balsam hatte ich bestimmt so acht Monate und er hat einiges mitgemacht. Aber nun ist er leer und ich happy, denn ich habe immer noch sooooo viele andere zuhause!

Neutrogena Handcreme Fangen wir positiv an, diese Creme hält ewig. Aber leider mag ich sie null, denn sie ist enorm klebrig, zieht ewig nicht ein und pflegt meine Hände nicht sonderlich. Was schade ist, denn es gibt eine andere Handcreme von Neutrogena (die mit Beeren), welche grandios ist!

Safi Rania Gold Augenpflege Habe ich mir in Malaysia gekauft, da ich eine lokale Marke ausprobieren wollte. Sie ist in Ordnung, von eher leichter Konsistenz und abends dürfte es gerne mehr Pflege sein. Die 15g haben mir mit zweimaliger Anwendung pro Tag jetzt fast sechs Monate gehalten und das ist gut. Nachkaufen müsste ich sie nicht, von der Marke würde ich aber definitiv mehr ausprobieren!

Was ist bei euch diesen Monat so leergeworden? Wie schon in den letzten Jahren werde ich erneut Anfang Januar schauen, was ich insgesamt in 2019 aufgebraucht habe und das mit dem vorherigen Jahr vergleichen. Denn ich denke schon, dass sich mein Konsum noch weiter verringert hat und ich Produkte wie feste Seife nutze, die ewig hält und zum Glück weniger Müll produziert!

[Lesenswert] The Rules – Stacey Kade

Auf dem Weg zum Flughafen hielten wir in Portland noch kurz bei einem öffentlichen Bücherschrank, um noch ein paar Bücher aka Gewicht loszuwerden, aber als ich The Rules von Stacey Kade sah, musste es dann doch mit. Es klang nach einer leichten Flugzeuglektüre mit bisschen coming of age und Dystopie, worauf ich da gerade Lust hatte!

Worum geht’s Ariane Tucker muss fünf Regeln befolgen: 1. Traue niemandem, 2. Vergiss nie, dass du gesucht wirst, 3. Misch dich nicht ein, 4. Halte dich bedeckt und 5. Verliebe dich nicht. Denn sie ist kein normaler Teenager einer amerikanischen Kleinstadt, sondern eine Mischung aus Mensch und außerirdischer DNA, welche mit Hilfe ihres „Adoptivvaters“ aus dem Forschungslabor entfliehen konnte. Nun muss sie unauffällig leben, um nicht entdeckt zu werden. Was funktioniert, bis sie beginnt, die Regeln dank Zane, dem Sohn des hiesigen Polizeichefs, zu missachten und Kontrolle über ihre „Fähigkeiten“ zu verlieren.

Wie ist’s Natürlich ist ziemlich offensichtlich, was passiert und ach, das ganze Buch wirkt doch etwas sehr konstruiert und wird zum Ende hin teilweise etwas diffus, da man merkt, dass ein zweiter Teil hinzugefügt werden will. Ich habe die etwas über 400 Seiten in etwa sechs Stunden gelesen (bei Condor hat man kaum Filme zur Auswahl..) und hätte ich noch mehr Bücher dabeigehabt, es wohl lieber mal zur Seite gelegt. Es ist zu Beginn fesselnd, verlor mich aber mittendrin, da nicht viel passierte außer dem Konflikt „Regeln befolgen – Junge treffen“. Sonderlich ausgearbeitet wurden die Charaktere nicht, wodurch man sich nicht sehr mit ihnen verbünden kann – irgendwie waren sie mir gleichzeitig aber auch einfach nicht sympathisch.

Klar, es ist ein Jugendroman und mit 14 oder 15 hätte mir das Buch bestimmt sehr viel besser gefallen, so war die Love Story einfach nicht sehr neu. Der Schreibstil ist einfach gehalten, die Perspektiven wechseln zwischen Ariane und Zane ab, was es etwas spannender macht, aber fesselnd ist anders. Die Idee von einem Mensch-Außerirdischer-Hybrid mit besonderen Fähigkeiten hätte so viel mehr ausgearbeitet werden können, was der Geschichte mehr „Blut“ statt nur Skelett verliehen hätte, schade! Den zweiten Teil würde ich wohl im Bücherschrank stehen lassen, denn wirklich wissen, wie es nun weitergeht, muss ich einfach nicht.

Fazit: Gut für einen Langstreckenflug, sonst hätte ich wohl irgendwann aufgehört zu lesen und nicht bis zum Ende durchgehalten. Aber ich bin auch wirklich nicht mehr Zielgruppe, somit nicht auf mein Genörgel hören, wenn ihr jünger seid und viel Spaß mit dem Buch hattet!

[Beauty] Juice Cleanse Zuckerpeeling-Würfel von Harper & Ari

Normalerweise mache ich mir mein Körperpeeling einfach selbst zuhause, das geht spielend einfach und ich nutze da meist Salz statt Zucker. Jetzt bekam ich jedoch diese Juice Cleanse Zuckerpeeling-Würfel von Harper & Ari geschenkt und wollte sie dann natürlich doch ausprobieren. Die Verpackung eignet sich übrigens hervorragend, um danach wieder mein DIY-Peeling reinzufüllen 😉

Praktisch ist, dass das Peeling in einzelnen Würfeln daherkommt, so kann man auch einfach mal nur schnell einen mitnehmen und hat beim Dosieren keine Sauerei. Natürlich sieht es auch einfach gut aus, wie diese grünen Brocken da so rumliegen, not gonna lie. Ich hatte jetzt nicht wirklich hohe Erwartungen, aber holla die Waldfee, dieses Zuckerpeeling riecht phänomenal! Ananas, Kiwi und grüner Apfel, also einen enorm tropischen Cocktail, hat man hier sofort in der Nase und ja, ich habe kurz überlegt, ob ich das nicht auch essen könnte – je nach Zuckerpeeling (besonders die für die Lippen) kann man das problemlos. Hier habe ich es aber dann doch gelassen, danach aber direkt einen Apfel gefuttert!

So ein Würfelzucker reicht für meine zu peelenden Problemzonen locker aus – ich bin da bei Armen (Ellenbogen!), Oberschenkeln und Füßen besonders eifrig, mein restlicher Körper braucht nicht wirklich viel Aufmerksamkeit. Der Würfel zerfällt nicht, sobald Wasser auf ihn trifft, sondern wird von eher dicklich-flüssiger Konsistenz, mit der sich gut arbeiten lässt. Fand ich zumindest, oft hat man das Peeling ja sofort am Duschwannenboden, hier hat es gut an meinem Körper gehaftet und ich konnte richtig „rubbeln“.

Mein Haut war danach nicht zickig, ganz minimal gerötet, enorm lecker duftend und fühlte sich wahnsinnig weich an. Ich habe natürlich noch nachgecremt, aber es wäre nicht unbedingt nötig gewesen. Der fruchtige Duft bleibt noch etwas auf der Haut, was ich morgens super fand und nach ein paar Stunden konnte ich dann ganz normal mein EdT auftragen. Man kann das Peeling zweimal die Woche laut Hersteller anwenden, ich spare mir die Würfel aber etwas auf, da sie einfach grandios sind und mir gute Laune machen..plus will ich meine Haut nicht „überpeelen“, alle 2-3 Wochen reicht da meiner Meinung nach aus.

Werde ich sie vermissen, wenn ich wieder mein normales DIY-Peeling nutze? Ja, denn der Duft ist wunderbar, aber meine Haut „braucht“ ihn nicht und somit reicht da Salz, Zitrone, Rosmarin (oder Kaffee, finde ich super!) auch aus. Würde ich es zum Verschenken kaufen, wenn ich es sehen sollte? Jupps!

[Beauty] Ginzing Gesichtsspray von Origins!

Habt ihr auch diese Produkte, die ich schon zig Mal in der Hand hattet, sie aber doch nie gekauft habt? So geht es mir jedes Mal mit dem Ginzing Gesichtsspray von Origins (150ml um 21€), welches es ungelogen in jedem Dutyfree weltweit zu geben scheint 😉

Das Spray soll der Haut neue Energie einhauchen, sie sofort mit Feuchtigkeit versorgen und (für mich als kleinen Koffeinjunkie DAS Argument) es beinhaltet Kaffee! Hehe, ja richtig gelesen 😉 Mehr Kauf-Argument braucht es für mich eigentlich gar nicht. Ich probiere das Spray auch jedes Mal brav aus und mag das Gefühl auf der Haut und bilde mir wirklich ein, dass ich frischer und strahlender aussehe. Wobei das meist nicht schwer ist, denn Reisetage sind anstrengend für die Haut und meist bin ich schon einige Stunden im Flughafen unterwegs. Es ist wie meine geliebten Thermalwassersprays, nur hat es noch einen Duft an sich und irgendwie etwas mehr „Pflege“. Zumindest fühlt es sich an, als würde etwas in meine Haut dringen, statt sie nur zu befeuchten und für einige Sekunden zu pflegen.

Nun kommen wir aber zu dem Grund, wieso ich es doch jedes Mal wieder zurückstelle. Die Verpackungsgröße ist einfach unpraktisch! Ich will das Spray für die Handtasche (ok, da passt es so noch rein) und für IM Flugzeug. Wo ich es aber nicht im Handgepäck reinkriege, denn da darf ich nur 100ml mitnehmen. Klar, ich könnte es umfüllen, aber ich kenne mich (und werde das eh nie tun bzw immer vergessen) und will auch nicht noch eine Plastikverpackung kaufen. Für mich ist dies aber von der Idee her das perfekte Produkt neben einer Tuchmaske, um meine Haut auf Langstreckenflügen gut zu pflegen und mit ausreichend Feuchtigkeit zu versorgen. Aber leider macht mir da Origins einen Strich durch die Rechnung und bietet keine kleinere Größe an – ja, ich frage jedes Mal nach, da ich die Hoffnung nicht aufgebe, dass da mal jemand merkt, wie blöde ihre 150ml Verpackung ist.

Für zuhause könnte ich es mir zwar ebenfalls gut morgens vorstellen, da macht es einen wach und der zitrische Duft bringt definitiv gute Laune. Da es schnell einzieht und nicht fettig auf der Haut zurückbleibt, würde ich es vor meiner Tagespflege nutzen oder auch wenn ich unterwegs bin und nur mal kurz einen kleinen Frischekick (und nicht den 7. Kaffee..) brauche. Aber irgendwie kann ich mich nicht durchringen, es „nur“ dafür zu kaufen, mein Gehirn will da einfach nicht mitmachen 😉

Habt ihr auch solche Produkte, die ihr immer wieder zurücklegt? Wenn ja, verratet mir doch mal welche, ich bin neugierig! Und benutzt wer zufällig dieses Spray oder ein anderes Produkt aus dieser Origins-Reihe?

[Beauty] Langzeit Volumen Pflege von GUHL!

[Werbung] Dank brandsyoulove hatte ich bzw meine Haare die Möglichkeit, die neue Langzeit Volumen Pflege von GUHL auszuprobieren. Was für meine zwar langen, aber sehr feinen, einfach nur herunterhängenden Haare eine sehr spannend klingende Pflegeserie ist! Denn Volumen bekomme ich eigentlich nur, wenn ich meine Haare kopfüber föhne und nach zwei Stunden ist der Zauber dann auch schon wieder vorbei 😉

Die Marke GUHL ist bestimmt jedem ein Begriff, ich glaube, mein allererstes, selbst gekauftes Shampoo als Teenager war von GUHL und ich fand die Flaschen seither ansprechend. Die letzten Jahre habe ich aber eher selten (GUHL-)Pflegeprodukte gekauft, da ich einfach noch so viel im Schrank hatte, was ich aufbrauchen wollte. Aber gefühlt gibt es die Marke schon immer, Wikipedia sagt mir seit 1966 gibt es sie in Deutschland.

Somit war ich sehr gespannt, was sich an den Produkten alles in den letzten Jahren verändert hat und wie mir die Langzeit Volumen Reihe gefallen würde. Das Flaschendesign ist weiterhin durchsichtig, was ich mag und die Flaschenform hat sich etwas verändert. Keine Ahnung, ob das moderner ist – die große Flaschenöffnung haben sie allerdings beibehalten, weswegen ich immer viel zu viel Produkt bekomme. Mochte ich damals nicht, mag ich heute nicht, denn das ist Verschwendung.

Shampoo und Gel-Spülung kommen mit blauem Lotus und und Keratin+Power Komplex daher, welche die Haarstruktur mit jeder Anwendung verbessern sollen. Das Haar soll vom Ansatz bis zu den Spitzen gekräftigt werden und somit nicht nur kraftvolles Volumen, sondern auch ein Gefühl von „mehr Fülle und Lebendigkeit“ laut Hersteller erzeugen. Innovativ ist die volumengebende Gel-Spülung, welche nicht beschwerend und transparent für euer voluminöses Haar verantwortlich sein soll.

Nun, Butter bei die Fische, wie ist der erste Eindruck: es riecht seeeehr lecker (Bergamotte, Mandarine, Papaya, Ananas, Passionsfrucht, Neroli, Jasmin, Rose, Maiglöckchen, Moschus, Sandelholz, Zedernholz und Amber), der Duft hält sich lange im Haar und macht sogar jegliches weitere Parfum am ersten Tag unnötig. Meine Haare fühlen sich definitiv nicht beschwert an, lassen sich gut durchkämmen, glänzen und sind weich. Sie fetten am Ansatz nicht schneller nach (hat man bei einigen Produkte ja) und ich komme mit alle 2-3 Tage Haare waschen gut hin.

Alles gute und mir wichtige Punkte, wenn es um meine Haarpflege geht, aber einen Volumen-Unterschied kann ich (bisher) leider nicht erkennen. Noch lasse ich meine Haare aber auch noch lufttrocknen, vielleicht macht es einen Unterschied, ob ich sie föhne – versuche ich nur zu vermeiden, da das den Haaren ja auch nicht sonderlich gut tut. Es gibt ebenfalls noch ergänzend zu Shampoo und Spülung ein Volumen Föhn-Aktiv Styling Spray in der Langzeit Volumen Reihe, welches den Haaren 48 Stunden lang Volumen und Halt geben soll. Vielleicht macht dieses all den Unterschied – und wenn es wirklich richtig kalt wird und ich meine Haare föhnen muss, werde ich das vielleicht noch ausprobieren.

Preislich liegen die Produkte bei 3,95€ für 250ml Shampoo, 3,95€ für 200ml Spülung und 2,99€ für 150ml Föhn-Aktiv Styling Spray (gibt es alles natürlich auch bei Amazon).

Habt ihr die Pflegeserie schon ausprobiert? Wenn ja, was ist euer erster Eindruck? Funktioniert sie bei euren Haaren vielleicht besser?

[Lesenswert] Der Fünfzigjährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half – Mikael Bergstrand

Manchmal denke ich ja, dass Buchtitel nur eine bestimmte Anzahl an Zeichen haben dürften, denn wer bitte kann sich denn diesen hier merken! Aber gut, abgehalten hat es mich natürlich dann auch nicht, das Buch Der Fünfzigjährige, der den Hintern nicht hochbekam, bis ihm ein Tiger auf die Sprünge half von Mikael Bergstrand in einem Tag durchzulesen!

Worum geht’s Der Schwede Göran Borg ist nicht glücklich. Nach einem Jahr in Indien, wo er das Leben wieder genießen konnte, gute Freunde fand und sich (leider unglücklich) verliebte, ist er wieder zurück in Malmö. Sein Job als Werbetexter macht ihm keinen Spaß und er weiß nicht wirklich, wohin mit sich. Um diese Identitätskrise zu überwinden, geht er zu einer Therapeutin, welche ihm jedoch nicht helfen kann. Denn alles, was er will, ist, zurück nach Indien zu gehen und die Hochzeit seines besten Freundes Yogi zu feiern. Doch wird dieses „Flucht“ immer wieder von indischer Seite verschoben, bis Göran es nicht mehr aushält und einfach hinfliegt – um vor Ort festzustellen, dass es hier einige Probleme gibt, bei denen seine Hilfe definitiv gebraucht wird!

Wie ist’s Es ist der zweite Band, aber man kann problemlos in die Geschichte einsteigen, da es immer mal wieder erklärende Rückblenden gibt. Ich habe nicht erwartet, dass mir das Buch gefällt, da es nach einer billigen Nachmache des 100-Jährigen klang. Aber ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich krank im Bett lag und somit eh nichts anderes zu tun hatte, oder mir seichte Literatur zu gefallen beginnt 😉 Denn das Buch ist seicht, hat seine stereotypen Indien-Momente und mich trotzdem gut unterhalten.

Dabei waren mir die Charaktere nicht einmal sonderlich sympathisch, doch irgendwie haben sie mich trotzdem gekriegt und ich wollte wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Es gab ein paar Stellen, an denen ich laut lachen musste und sogar überraschende Wendungen, die ich nicht kommen sah. Am Ende schwächelte das Buch meiner Meinung nach dann aber doch, man merkt, dass hier schon ein weiterer Band in Planung war und da hätte ich mir mehr erhofft.

Da ich sowohl in Delhi als auch in Darjeeling, wo das Buch spielt, schon war, fand ich die Beschreibungen (u.a. wie man ein Geschäft in den geschäftigen Gassen findet, wenn man sieben verschiedene Wegbeschreibungen bekommt..) teilweise sehr gelungen und konnte mich an ähnliche Momente erinnern. Teilweise waren sie aber auch etwas „von oben herab“ und damit kann ich leider nicht gut. Man merkt, der Autor hat das Herz am rechten Fleck und war definitiv schon einige Male in Indien, teilweise spricht aber auch die Frustration aus ihm.

Den starken Drang, Teil 1 oder Teil 3 zu lesen, habe ich nicht; würde ich sie aber hier in Indien finden und erneut einen faulen Lesetag haben wollen, wahrscheinlich würde ich sie mir doch schnappen. Aber wirklich weiterempfehlen als „eines der Bücher, welches ihr über Indien gelesen haben müsst“, würde ich es nicht – da bleibt Shantaram von Gregory David Roberts wohl für immer mein Favorit!

Kennt ihr die Göran Borg-Reihe zufällig? Wenn ja, wie hat sie euch gefallen und was ist euer liebstes Buch, wenn es um Indien geht? 🙂

[Lesenswert] Crime Magazin von Stern

Bis vor etwa einem Jahr hätte ich nie gesagt, dass mich True Crime (also Wahre Verbrechen) sonderlich interessieren, sei es als Buch, Film oder Dokumentation. Aber durch den Zeit Verbrechen Podcast wurde ich dann doch so laaaaaangsam in dieses Genre gezogen und als ich dann auf der Frankfurter Buchmesse zwei Ausgaben des Crime Magazin des Sterns in die Hand gedrückt bekommen habe, war es um mich geschehen.

Das Heft ist mit 5,50€ pro Ausgabe (ohne Abo, eine Gratisausgabe könnt ihr euch hier sichern, aber lest das Kleingedruckte) nicht ganz so günstig, aber da es mich im Schnitt 2 Stunden unterhalten hat, auch nicht allzu teuer. Es ist eine spannende Mischung aus Reportagen über Verbrechen, wobei diese weltweit stattfinden/stattgefunden haben. Dazu springen wir zwischen Gegenwart und Vergangenheit, zwischen eher sachlicher Erklärung und mitnehmender Reportage aus Sicht der Opfer und man wird als Leser einfach wahnsinnig gut unterhalten!

Natürlich sind die Schreibstile der einzelnen Autoren unterschiedlich und so fand ich einige fesselnder als andere, aber das ist normal. Was mich aber durch die komplette Ausgabe absolut begeistert hat, waren die Bilder. Diese waren teilweise so ausdrucksstark, dass sie die Worte absolut in den Schatten gestellt haben und einfach so auf den Leser gewirkt haben. Und gewirkt haben. Und immer noch gewirkt haben. Grandios!

Als ich die Ausgabe dann meiner Patin geben wollte (welche solche True Crime Sachen sehr gerne mag), fand ich heraus, dass sie das Crime Magazin im Abo schon lange bezieht und ich nun die ausgelesenen Ausgaben haben kann, juhu! Somit wandert meine Ausgabe (von Oktober/November 2018, aber wen stört das schon, Mord verjährt in Deutschland ja nicht *g*) in den öffentlichen Bücherschrank und erfreut hoffentlich noch jemanden.

Liest wer von euch das Crime Magazin oder hört den Zeit Verbrechen Podcast? Ich habe nur noch zwei Folgen nicht gehört und versuche, sie mir aufzusparen..aber ach, sie sind einfach so interessant!

[Lesenswert] Unlearn – Humble the Poet

Vor Ewigkeiten stolperte ich zufällig auf YT und dann Instagram über Kanwer Singh aka Humble the Poet und fand den ehemaligen, kanadischen Grundschullehrer nicht nur sympathisch, sondern war sehr daran interessiert, was er noch so zu sagen hat. Da aktuell sein zweites Buch „Things no one else can teach us“ erschienen ist und ich mir dieses wohl in Indien kaufen werde, will ich heute aber noch einmal über seinen Erstling „Unlearn 101 simple Truths for a better Life reden.

Knackig und kurz gibt Humble auf 300 Seiten dem Leser „einfache Wahrheiten“ preis, zunächst als Zitat, dann als begleitenden Fließtext. Insgesamt 101 solcher Kapitel gibt es, das letzte Kapitel darf der Leser dann selbst schreiben & wenn er mag, sogar dem Autor via Email zusenden. Ich glaube, dass ich das 2020 sogar tun werde, wobei ich nie das Gefühl habe, genug gelernt zu haben, um so etwas zu schreiben.

Für mich ist das kein „ich lese es von vorne bis hinten“-Werk, wobei ich dies beim ersten Mal sogar getan habe. Meist schlage ich es einfach auf und lese 2-3 Kapitelchen für den Tag, lasse mich zum Nachdenken anregen und bringe das Gelesene häufig noch in Gesprächen mit Familie und Freunden ein. Das Buch wird einem nicht langweilig, man vergisst einzelne Lektionen wieder, andere bleiben einem wie eingebrannt im Gedächtnis und trotzdem verändert sich die individuelle Sichtweise auf die Dinge manchmal mit der Zeit.

Durch das sehr schöne Layout würde sich das Buch sehr gut als „Coffeetable“-Buch machen, wobei es wirklich zu schade zum Ignorieren ist. Es muss in die Hand genommen und „durchgearbeitet“ werden und ich bin davon überzeugt, dass es jedem helfen kann. Einige Sachen sprechen natürlich mehr zu einem als andere, aber gelangweilt oder komplett fehl am Platz habe ich mich bei keiner der 101 Wahrheiten gefühlt. Viel kann man natürlich schon auf Instagram lesen oder von einem der vielen Podcasts lernen, bei denen Humble zu Gast ist, aber ich will ihn mit diesem Kauf auch unterstützen und das Buch „in der Hand“ halten, wenn ich mich danach fühle, etwas Weisheit zu bekommen.

Solltet ihr schon auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken sein, ich glaube dieses oder sein neues Werk sind einfach für jeden etwas – wobei, wenn ihr ihn noch nicht kennt, lest euch mal ein wenig ein, vielleicht seid ihr dann auch so begeistert wie ich! Ach, ich freue mich schon sehr auf Buch 2!