Monat: November 2023

[Lesenswert] Everything I never told you von Celeste Ng!

Da ich online immer wieder über den Roman Everything I never told you von Celeste Ng stolperte, bestellte ich ihn mir schließlich bei der Bibliothek, ohne wirklich viel über die Handlung zu wissen. Celeste Ng ist eine amerikanische Autorin, deren Eltern in den 60er Jahren von Hong Kong in die USA immigriert sind und sie deren und ihre eigenen Erfahrungen bezüglich Rassismus und dem Leben zwischen zwei Kulturen in ihren Romane verarbeitet.


Am 3. Mai 1977 verschwindet die mittlere „Vorzeige“-Tochter Lydia aus der nach außen hin perfekt erscheinenden Familie Lee. Diese besteht aus den Eltern Marilyn (einer Amerikanerin) und James (dessen Eltern aus China in die USA gezogen sind), sowie dem älteren Bruder Nathan und der jüngsten Tochter Hannah. Nach einigen Tagen wird die Leiche Lydias aus dem See der idyllischen Kleinstadt in Ohio geborgen, in welchem die Familie ihr Leben aufgebaut hat. Obwohl viel auf einen Selbstmord hindeutet, wollen die Eltern, besonders Marilyn, das nicht glauben und lernen jedoch schnell, dass sie eigentlich nicht viel über den Alltag ihrer Tochter wussten. Alle Familienmitglieder versuchen auf ihre Arten mit der Trauer umzugehen, was dramatische Ausmasse annimmt und die ohnehin schon instabile Familie sehr belastet.

Überraschend gut, denn ich hatte mehr einen „was ist passiert/wer ist der Mörder“-Thriller erwartet und bekam eine wunderbar psychologisch tiefe, mehrere Generationen umfassende chinesisch-amerikanische Familiengeschichte, die zeigt, was Dynamiken auslösen können. Das Buch berührt, denn durch die verschiedenen Zeitstränge und Vorgeschichten der Personen fühlt man sich sehr mit ihnen verbunden und leidet einfach mit. Egal, ob James, Marilyn, Nathan, Lydia oder Hannah – ich blieb bei niemandem kalt und hoffte, dass es doch irgendwie noch „gut“ ausgehen könnte.

Der Leser entdeckt verschiedene Geheimnisse innerhalb der Familie und rätselt selbst mit, was wie für Lydias Tod verantwortlich sein könnte und gleichzeitig auch, wer hier eigentlich was wann wusste. Dadurch bleibt der Roman durchgehend spannend und auch die verschiedenen Zeitstränge wirken nicht deplatziert, sondern geben der Geschichte genau die richtigen Hintergrundinformationen, die man als Leser noch benötigt. Ich will nicht zu viel verraten, denn persönlich fand ich es super, ohne viel Vorwissen in die Geschichte einzutauchen.

Das gefühlvoll geschriebene, vielschichtige Buch bricht einem das Herz, anders kann ich es nicht beschreiben, da Lydia ein tragisches, von außen an sie herangetragenes Schicksal ereilte, da sie versuchte, ihren Eltern alle Wünsche zu erfüllen, die diese nie selbst erreichen konnte. Dies gepaart mit den Themen Rassismus, sozialer Angepasstheit, (Gender-)Gleichheit, Familienkonflikten und Erwartungen, verschiedenen Erzählperspektiven und auch den im Leser „wutweckenden“ Momenten machen diesen Roman für mich „rund“.


Dies war das mich sehr beeindruckende Debüt von Celeste Ng und es sind mittlerweile noch zwei weitere Bücher erschienen, die ich definitiv auch einmal lesen werde, denn themenunabhängig mochte ich den atmosphärischen Schreibstil der Autorin sehr. Mein SUB ist aktuell aber einfach zu hoch, somit wird das wohl erst 2024 passieren – was aber ok ist, da ihre Bücher auf den ersten Blick von ihren Settings her sehr ähnlich scheinen.

[Beauty] Aufgebraucht im November 2023!

Da sind wir doch tatsächlich schon fast wieder am Ende des Jahres angekommen und ich habe meine im November aufgebrauchten Produkte zusammengesammelt. Insgesamt sind es in diesem Monat 8 Produkte geworden, was mittlerweile glaube ich mein Durchschnitt sein dürfte. Aber das werte ich dann in meiner Jahresstatistik noch einmal separat aus, denn ich bin neugierig! Jetzt aber erst einmal zu den leergewordenen Haut- und Haarpflegeprodukten der letzten Wochen!


PROfiller+ Kräftigendes Shampoo von John Frieda Irgendwie wollen die John Frieda Shampoos und meine Haare keine Freunde werden. Zu Beginn sind sie super, doch je länger ich sie nutze, umso stumpfer/trockener werden meine Spitzen und mein Ansatz fettiger. Das habe ich jetzt bei mehreren Reihen gemerkt und zeigt mir, dass es hier nicht sein soll.

Niacinamide 10% + Zink 1% von The Ordinary Das Serum habe ich tagsüber gerne benutzt, da es gut in die Haut einzieht. Aber ich bin nicht der größte Fan seiner Konsistenz, da es irgendwie klebrig ist – was aber zum Glück nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Da ich inhaltsmässig kein anderes Produkt in dieser günstigen Preisklasse gefunden habe, was vielleicht eine angenehmere Konsistenz haben könnte, habe ich es schon wieder nachgekauft (noch könnt ihr beim Slowvember 23% auf das gesamte Sortiment sparen). Also ich meckere nicht, denn es darf erneut bei mir einziehen.

timewise repair Volu-firm Tagescreme von Mary Kay Normalerweise liebe ich die Produkte von Mary Kay und meine Haut nimmt sie super an. Hier hatte ich aber irgendwie ein unangenehm riechendes Produkt erwischt, was vielleicht an der Sonnencreme liegt, die darin ist. Eigentlich grandios, dass wir LSF30 haben, aber meine Haut war ultra glänzend und hat sich nicht gut angefühlt. Schade, die anderen Produkte aus der Reihe waren super! Und die luftdichte Druck-Verpackung gefiel mir sehr gut :/

Hydro Booster Tuchmaske von ISANA Die Anwendung war glitschig, da sie enorm getränkt war und nicht gut auf meinem Gesicht hielt. Leider brannte sie zu Beginn auch und ich hatte am Ende zwar einen strahlenden Teint, aber alles war klebrig und fühlte sich nicht so toll an. Günstig ja, aber nein danke.

Calming Panthenol Maske von ISANA Diese parfümfreie Maske für gestresste/trockene Haut war wunderbar sanft und tat meiner Haut gut. Die Anwendung war angenehm, die Konsistenz toll und mein Hautgefühl danach ebenfalls super. Wird bestimmt mal wieder gekauft!

Sweet Peach Maske von ISANA Sie roch leider nach recht künstlichem Pfirsich, war sonst aber von Konsistenz und Anwendung her angenehm. Nur habe ich null Unterschied an meiner Haut sehen und spüren können.

Feuchtigkeitsmaske von Schaebens Meine Haut kribbelt hier nach der Anwendung und fühlt sich leider nach „Hilfe- meine Poren können nicht mehr atmen“ an, was niemand mag. Auch bekomme ich jedes Mal (ich habe extra auf dem Blog nachgeschaut) 1-2 Tage nach der Anwendung Pickel von dieser Maske, da ist irgendwas drin, was meine Haut mir nicht verzeihen will. Ein paar Stück habe ich noch hier, da ich sie von Mama geschenkt bekam, danach wird sie aber nicht mehr nachgekauft.

Multivitamin + Mineral Brausetabletten von altapharma Für mich die leckersten Vitamintabletten, die es gibt, da ich Mango einfach liebe und die Orangen/Zitronenvarianten zwar trinken kann, aber nicht so begeistert bin. Gibt es für sehr wenig Geld bei Rossmann und ich kaufe sie immer und immer wieder nach.


Der November war sehr maskenlastig, aber mit dem Wechsel von kalter Luft und warmer, trockener Heizung wollte meine Haut ständig eine Extraportion Pflege und somit konnte ich immerhin mal wieder ausprobieren, was es so alles an günstigen Masken in der Drogerie gibt. Gewinner ist ganz klar die Calming Panthenol Maske von ISANA. Die Multivitamintabletten trinke ich das ganze Jahr über und das Niacinamide Serum ist auch schon nachgekauft, also nicht von allen Produkten, die diesen Monat leergegangen sind, habe ich mich dauerhaft verabschiedet.


Habt ihr schon mit dem ein oder anderen hier vorgestellten Produkt Erfahrungen gemacht? Wenn ja, wie zufrieden seid ihr gewesen? Welche Drogeriemaske (Creme und/oder Tuchmaske) ist euer Favorit?

[Sehenswert] Filip, All we had, A nearly normal family, Reptile & Deep Space Nine!

Jetzt sind doch tatsächlich schon wieder drei Monate seit meinem letzten Sehenswert-Post vergangen, in dem ich euch gerne ein bisschen von den Serien und Filmen erzähle, die ich mir so angeschaut habe. Da ich aber weiterhin an meinem „alles von Star Trek sehen“-Mammutprojekt arbeite (wir sind jetzt glaube ich in Jahr Numero 3), kommen andere Filme und Serien oft einfach zu kurz.


DEEP SPACE NINE (1993-1999)



Leider fand ich keinen Trailer für Deep Space Nine, dafür aber immerhin das Intro, welches meiner Meinung nach eine super Melodie hat. Die Raumstation DS9 befindet sich in der Milchstraße und soll zunächst als Vermittler zwischen zwei verfeindeten Nationen agieren, doch wird sie schnell selbst in einem Konflikt mit den Dominion verwickelt, der die gesamte Vereinigte Föderation der Planeten bedroht.

Spannend ist die Serie größtenteils und ich mochte sehr, dass wir uns dieses Mal auf einer Raumstation und nicht nur auf einem Raumschiff befinden. Die Themen sind oftmals düster, regen durch ihre Ähnlichkeit zu globalen, realen politischen Konflikte sehr zum Nachdenken an und durch die wirklich gut entwickelten staffelübergreifenden Handlungsstränge wirkt es nicht so willkürlich wie andere Star Trek Reihen. Klar gibt es ein paar wenige Füllerfolgen und unnötige Handlungen, aber insgesamt wurde ich sehr gut unterhalten, wurde warm mit der Crew und konnte das Ende auch nicht voraussehen.


A NEARLY NORMAL FAMILY (2023)



In nur sechs Folgen gelingt es der schwedischen Miniserie A nearly normal family enorm viel Spannung aufzubauen, da man wissen will, wie genau die 19-jährige Stella in den Mord des 32-jährigen Christoffers verwickelt ist, für welchen sie in Untersuchungshaft sitzt. Stella wurde mit 15 Jahren vergewaltigt, doch haben ihre Eltern (Adam, Pfarrer und Ulrika, Anwältin) sich dagegen entschieden, dies anzuzeigen. Was dazu führt, dass die Familie nach und nach zerbricht, es zu weiteren Geheimnissen und Vertrauensmissbräuchen kommt und Stella keine gute Beziehung mehr zu ihren Eltern hat. Somit wussten diese auch nichts von der Existenz Christoffers, mit welchem Stella viel Zeit verbrachte.

Ich mag diese skandinavischen Serien, welche sich einerseits langsam entwickeln, andererseits aber mit vielen Rückblenden arbeiten, wodurch man selbst zu rätseln beginnt. Es erinnert mich sehr an die anderen Netflix-Serien, die auf Harlan Cobens Büchern basieren, wobei ich hier noch mehr mochte, dass die Geschichte nicht nur mit Rückblenden arbeitet, sondern die Geschichte aus der Perspektive der verschiedenen Personen erzählt wird. So bleibt es sehr spannend und ich habe die Serie an einem Wochenende durchschauen müssen, da ich unbedingt die Auflösung wissen wollte.


ALL WE HAD (2016)



In All we had haben wir ein Mutter-Tochter-Duo aus sehr armen Verhältnissen, die versuchen, ihr Leben gemeinsam zu navigieren und eine bessere Zukunft zu haben. Dabei geraten Rita und ihre 13-jährige Tochter Ruthie immer wieder aneinander, wenn es z.b. um die Partner von Rita oder ihren Alkoholkonsum geht. Ohne eigene Bleibe und wirklichen Lebensplan fahren die beiden mit ihrem schrottigen Auto durch die USA, bis dieses den Geist aufgibt und sie in einer Kleinstadt stranden.

Da ich mit Dawson’s Creek aufgewachsen bin, habe ich einen Softspot für alle Darsteller, die damals daran beteiligt waren. So hatte ich von der Story her zwar wenig Erwartungen an diesen Film, aber eben sehr hohe an Katie Holmes, welche hier auch Regie geführt hat. Und genau das bekommt man auch: der Film tröpfelt so daher und nimmt einen spannungstechnisch absolut nicht mit, aber die Schauspieler spielen dafür alle sehr überzeugend. Es ist kein Wohlfühlfilm, sondern zeigt die amerikanische Realität vieler Menschen im Jahr 2008, die auf einmal ihr Geschäft schließen mussten oder ihr Haus verloren haben. Wirklich empfehlen würde ich ihn nur, wenn ihr ebenfalls gerne Katie Holmes (und andere gute Schauspieler) spielen sehen wollt, aber die Story ist doch sehr ausbaufähig.


FILIP (2022)



Filip, ein jüdischer Pole ist während des Zweiten Weltkriegs aus dem Warschauer Ghetto geflohen und lebt mit einer Scheinidentität in Frankfurt/Main. Dort arbeitet er als französischer Kellner/Zwangsarbeiter in einem Luxushotel und verdrängt seine Realität mit allerlei Ablenkungen wie Freibadbesuche und ständig wechselnde Frauen. Doch auch diese Scheinrealität beginnt zu bröckeln und das Leben wird wieder zum Überleben.

Eryk Kulum Jr. spielt Filip so gewaltig, dass er den gesamten Film für mich trägt, wobei auch andere Figuren, wie sein bester Freund Pierre, sehr überzeugend dargestellt werden. Die Perspektive des jüdischen Mannes, der sich in Deutschland versteckt, aber trotzdem sein Leben zu genießen versucht, fand ich wahnsinnig spannend und man kann gar nicht anders als mitfiebern. Filip muss sich immer unter Kontrolle haben, besonders im Umgang mit hohen politischen Hotelbesuchern, seine Rolle spielen und kann nichts anderes tun, als eben deutsche Frauen als Rache zu verführen. Oftmals wird sein Herzschlag für den Zuschauer hörbar und zeigt, wie schwierig das Leben inmitten Deutschlands gewesen sein muss. Man wird hier wieder einmal an die menschlichen Abgründe erinnert, beginnt zu verzweifeln und wird noch lange an diesen Film denken.


REPTILE (2023)



Ganz kurz gesagt, geht es in Reptile um die Aufklärung des brutalen Mordes an der jungen Immobilienmaklerin Summer Elswick. Hierbei spielt Benicio del Toro Detective Nichols, der mit seinem Partner Dan Cleary auf den Fall angesetzt wird und schnell merkt, dass in dieser idyllischen Kleinstadt einiges nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Mich hat dieser Film verwirrt und ja, ich habe danach googlen müssen, was genau passiert ist. Es gibt so viele Storylines, die oftmals ins Leere führen und anscheinend irrelevant sind, aber ganz sicher ist man sich doch nicht. Del Toro spielt wie immer wunderbar, sein Charakter hat viel Screenzeit und ohne ihn hätte ich wohl abgebrochen, da sich einfach keine Spannung bei mir aufbauen wollte – wobei, Justin Timberlake war auch nicht schlecht in seiner Rolle. Die Filmmusik und die Atmosphäre, die der Film vermittelt, mochte ich, nur zieht er sich insgesamt seeeeeeehr und lässt mich mit einigen „was sollte das denn“-Gedanken zurück. Aber das kann definitiv mein Problem sein, weil ich es nicht verstanden habe.



Meine Highlights der letzten Monate waren ganz klar Filip und Deep Space 9, aber auch A nearly normal family hat mich sehr positiv überrascht. Diese kann ich euch also sehr ans Herz legen, je nachdem, in welcher Stimmung ihr so seid. Ich merke, ich habe keinen Gute Laune Film, wobei ah doch, am Wochenende habe ich zum ersten Mal Shrek 2 gesehen und fand den sehr niedlich! 🙂

Sunday again.

[Gesehen] Filip; All we had; A nearly normal family

[Gelesen] Die Liebe an miesen Tagen – Ewald Arenz; Ashes – Alvaro Ortiz; Project Hail Mary – Andy Weir

[Gehört] Weird Crimes Podcast

[Getan] sehr viel gelesen, denn die Bücher müssen wieder in die Bibliothek zurück; durch das Winterwonderland gestapft & Vögel gefüttert 🙂

[Gegessen] Lebkuchen; Nudelpfanne mit Zucchini; angebratener Rosenkohl-Kartoffelbrei mit Paprika & Zwiebeln (super Resteessen); Mangojoghurt; Palaak Paneer mit Reis & Naan beim Nepalesen

[Getrunken] frischen Minztee; sehr leckeren Kaffee mit Schoko- und Vanillenoten

[Gedacht] diese Woche habe ich wieder sooo wenig & schlecht geschlafen, dabei gibt es einfach keinen Grund

[Gefreut] ich kann mich an dem vielen Schnee einfach nicht sattsehen, es gibt allem so eine magische Atmosphäre (ok, nicht den Baggern, die ihn Tag und Nacht wegräumen)

[Geärgert] wenn auf einmal alle Heizungen kalt sind :/

[Gewünscht] besseren Schlaf für mehr Konzentrationsfähigkeit

[Gekauft] bisschen Hautpflege von The Ordinary; eine LED-Lichterkette, die ich nun in einer Glasflasche am Fenster stehen habe & endlich ein Bilderrahmen für ein Poster, was schon einige Monate vorher eingezogen ist

[Lesenswert] No Country for eight-spot butterflies von Julian Aguon

Über No coutry for eight-spot butterflies von Julian Aguon bin ich beim Stöbern in der Bibliothek gestolpert und war sofort sehr neugierig! Der Anwalt für (indigene) Menschenrechte und Klimaaktivist bringt hier ein wortgewaltiges „lyric essay“ heraus, welches eine Mischung aus Memoiren und Manifest ist. Was schon spannend genug ist, aber als ich dann sah, dass Arundhati Roy ein Vorwort geschrieben hat, war ich vollkommen überzeugt.


In seinen wortgewaltigen Essays, Reden und Gedichten behandelt Julian Aguon verschiedenste Themen rund um Klimaschutz und die Rechte indigener Menschen, also Widerstand, Gerechtigkeit, Freiheit, Resilienz, kollektives Bewusstsein, traditionelles Wissen, (problematische, „moderne“) Veränderungen, die koloniale Unterdrückung und so viel mehr. Dabei greift er immer wieder auf seine eigene Kindheit/Jugend zurück und bringt dem Leser die Insel Guam (Chamorro Guahan), ihre Bewohner und Geschichten so auf verschiedensten, manchmal sehr schmerzhaften Wegen näher.


Für mich als Ethnologin, die viel während ihres Studiums mit Ozeanien zu tun hatte, einfach nur ein Fest! Die Essays sind so atmosphärisch dicht, intelligent und trotzdem oder gerade deswegen so wunderbar poetisch geschrieben, die Gedichte passen hervorragend und das gesamte (leider viel zu dünne Buch) hat mich in seinen Bann gezogen. Sehr oft musste ich die einzelnen Geschichten erst einmal in mir wirken lassen und ständig wieder etwas im Internet recherchieren, was ich noch nicht kannte. Wie besagten Schmetterling zum Beispiel, der im Titel zu finden ist.

So sehr Julian Aguon auch Probleme anmahnt, gibt er dem Leser und den Bewohnern Guams auch Hoffnung, indem er aufzeigt, was sich schon alles im Bereich Klima- und Menschenrechtsschutz getan hat. Es gibt Widerstand und Aguon hilft mit diesem Buch, die Welt Guams an die unterschiedlichsten Orte zu tragen, sodass sich Menschen vernetzen und gemeinsam gegen Ungerechtigkeiten „kämpfen“ können.

Da ich seinen Schreibstil als sehr stark und unerschrocken empfand, wollte ich Aguon auch unbedingt einmal sprechen sehen und verlinke euch mal ein sehr spannendes Video. So könnt ihr euch selbst einen ersten Eindruck machen und habt danach vielleicht auch Interesse daran mehr von diesem so sympathischen Menschen zu hören und zu lesen!



Ein Buch, welches definitiv kein reiner Unterhaltungsroman ist, sondern sehr viel mehr Mitarbeit von seinem Leser fordert. Also nichts für zwischendurch, wobei ich wirklich versuchte habe, immer nur 1-2 Essays zu lesen, diese zu verarbeiten und gleichzeitig unbekannte Dinge zu recherchieren. Somit habe ich trotz der recht geringen Seitenanzahl bestimmt zwei Wochen mit Aguons Worten verbracht – doch hallen sie auch fast sechs Monate später noch immer in mir nach und wecken nach wie vor den Wunsch, mich selbst „mehr“ zu engagieren!

[Beauty] Revitalift Laser Pflege von L’Oreal Paris!

Aktuell bin ich weiterhin dabei, meine Haut an Retinol zu gewöhnen und habe dazu die Revitalift Laser Nachtpflege von L’Oreal Paris ausprobiert. Diese gepresste Anti-Faltenpflege kommt nämlich mit Retinol und Niacinamid (letzteres mögen wir sehr) daher und dann noch in einer spannenden, innovativen Press-Tiegel-Verpackung! Preislich gibt es 50ml Creme für um die 25€ in der Drogerie, ich hatte das Glück und habe sie bei einer Blogverlosung gewonnen.



Die feuchtigkeitsspendende Revitalift Laster Nachtpflege soll in nur 14 Tagen einen unebenmässigen Hautton korrigieren und gleichzeitig die Haut straffen und Falten mildern. Dazu sind in ihr, wie schon erwähnt, einmal Retinol (Vitamin A) und Niacinamid (Vitamin B3) miteinander kombiniert. Die genauen Inhaltsstoffe sind laut Hersteller:

AQUA / WATER • BUTYLENE GLYCOL • GLYCERIN • NIACINAMIDE • ISONONYL ISONONANOATE • GLYCINE SOJA OIL / SOYBEAN OIL • ALUMINUM STARCH OCTENYLSUCCINATE • CAPRYLIC/CAPRIC TRIGLYCERIDE • ACETYL DIPEPTIDE-1 CETYL ESTER • PENTAERYTHRITYL TETRA-DI-T-BUTYL HYDROXYHYDROCINNAMATE • SODIUM HYALURONATE • TRISODIUM ETHYLENEDIAMINE DISUCCINATE • PANTHENOL • RETINOL • RETINYL PALMITATE • ACRYLATES/BEHENETH-25 METHACRYLATE COPOLYMER • HYDROXYETHYLCELLULOSE • POLYGLYCERYL-3 METHYLGLUCOSE DISTEARATE • SODIUM POLYACRYLATE • SORBITAN LAURATE • TOCOPHEROL • DIMETHICONE • BENZYL ALCOHOL • CITRONELLOL • ISOEUGENOL • LIMONENE • LINALOOL • CAPRYLYL GLYCOL • CHLORPHENESIN • PHENOXYETHANOL • PARFUM / FRAGRANCE (F.I.L. Z291023/1).

Hier sieht man leider direkt, dass da nicht soooo tolle Sachen wie eben Benzyl Alcohol und Duftstoffe drinnen sind, die zu Allergien und anderen unschönen Hautreaktionen führen können. Ja, dadurch riecht die Creme nun irgendwie dezent blumig, aber ganz ehrlich, lasst den Duft weg und macht die Creme für alle verträglicher.



Man muss die eigene Haut nun langsam an diese Creme gewöhnen. Laut Verpackung soll man zunächst an zwei Tagen in der Woche abends eine erbsengroße Portion (ein Pumpstoß) auf dem gesamten Gesicht auftragen und gerne auch noch mehr auf Hals und Dekolleté. Am nächsten Tag müsst ihr auf jeden Fall einen hohen Sonnenschutz verwenden, denn Retinol macht die Haut extra sensitiv. In der zweiten Woche soll man die Creme dann jeden zweiten Tag verwenden und in der dritten Woche kann man sogar täglich zu ihr greifen, wenn (WENN) das die eigene Haut denn verträgt. Ebenfalls wird schon auf der Verpackung darauf hingewiesen, dass es zu Rötungen, Trockenheit und Spannungsgefühl bei der Anwendung kommen kann, da die Haut sich erst daran gewöhnen muss.


Meine Erfahrung mit der Revitalift Laser Nachtpflege

Fangen wir positiv an: ich finde den Presstiegel grandios! Es kommt genau die richtige Portion Pflege heraus, es ist hygienisch, luftdicht und einfach. Man panscht nicht mit seinen Fingern drin herum und ich bin davon sehr angetan. Den blumigen Duft finde ich unnötig, aber Konsistenz der Creme super zum Verteilen und das erste Hautgefühl nach der Anwendung war NOCH angenehm. Am nächsten Morgen schien meine Haut auch noch glücklich und wurde brav mit LSF50 eingeschmiert.

Ich habe mich an die Dosierungsanleitung gehalten und zwar etwas zickige, akneanfällige Mischhaut, aber wirklich sehr selten schlimme Reaktionen auf ein Produkt. Hier wurde meine Haut aber schon nach der zweiten Anwendung mit Brennen, Rötungen, schuppiger Trockenheit und einem sehr unangenehmen Spannungsgefühl versorgt, wo auch meine anderen (passenden) Seren und Feuchtigkeitscremes nicht helfen konnten. Gut, da müssen wir jetzt durch, dachte ich mir, aber da ich mit Menschen arbeite und irgendwann mehr nach gekochtem, brennenden Hummer, der sich auch noch schälte, im Gesicht aussah und mich leider auch so anfühlte, kamen wir nicht über drei Wochen a zwei Anwendungen/Woche hinaus.

Das war nicht meine allererste Retinolerfahrung, somit glaube ich nicht, dass es daran liegt, sondern irgendwie an der Kombination aller Inhaltsstoffe, die da eben drinnen sind. Vielleicht reizen mich die Duftstoffe, vielleicht ist es die direkte Kombination mit Niacinamid, ich weiß es nicht. Aber nach Absetzen der Creme und einem Verzicht auf viele andere Produkte, die eigentlich keine Probleme verursachen, war meine Haut nach etwa drei Wochen wieder so wie vorher. Ein ganz klein bisschen nimmt sie mir das aber immer noch übel und ich nun etwas schlauer und weiß, diese Nachtpflege und meine Haut passen nicht zusammen. Ein anderes Produkt in diesem tollen Tiegel würde ich aber sofort wieder ausprobieren, das muss ich nochmal erwähnen!


Natürlich gilt auch hier wieder, dass jede Haut anders auf ein Produkt reagiert und einige hiermit wahnsinnig gut zurechtkommen und tolle Resultate erzielen, wenn ich den Onlinebewertungen glauben mag. Aber für sensible Haut würde ich sie trotzdem nicht empfehlen, wenn sie mich schon so reizt und das trotz „sehr sparsamer“ Anwendung (hätte ich sie täglich benutzt, hätte ich wohl keine Hautbarriere mehr). Nun meine Frage an euch: hat wer Erfahrung mit dieser Nachtpflege gemacht und vielleicht ganz andere positve Dinge zu berichten? Oder eine anderen tolle Retinolpflege, die er empfehlen kann?

[Beauty] Slowvember bei The Ordinary – 23% Rabatt für den ganzen Monat!

Da ich nicht wirklich eine große Anschaffung plane oder dringend etwas brauche, lässt mich Black Friday dieses Jahr ziemlich kalt. Als ich eben aber nachschauen wollte, ob The Ordinary, eine meiner liebsten Marken, wenn es um Hautpflege geht, auch am Black Friday teilnimmt, habe ich gesehen, dass sie stattdessen die Aktion Slowvember feiern. Hier bekommt ihr den gesamten November über 23% auf alle Produkte im Sortiment, was ich toll finde.

The Ordinary will dem spontanen „ich will das jetzt“-Impulskaufen vorbeugen und uns, den Konsumenten, genügend Zeit geben zu überlegen, was unsere Haut wirklich braucht. Dazu passend haben sie am 24.11 sowohl den Onlineshop als auch ihre stationären Läden geschlossen und ich muss zugeben, ich finde das ganz wunderbar! Somit dachte ich kurz, ich zeige euch noch ein paar meiner Lieblinge und was ich mir wohl noch mit den 23% Rabatt kaufen werde!

Meine The Ordinary Empfehlungen



Einmal in der Woche nutze ich die AHA 30% + BHA 2% Peeling Solution von The Ordinary (30ml für 7.85€) und meine Haut mag sie sehr gerne leiden. Fangt aber langsam an, zu Beginn kann das nämlich schon gut brennen und lasst sie erst Mal nur 5 Minuten auf der Haut, bis ihr euch langsam auf 10 Minuten hocharbeitet. Meine Haut fühlt sich nach der Anwendung samtig weich an und mein Teint ist viel ebenmässiger sowie strahlender geworden. Auch bei Pickelmalen, Pigmentflecken etc kann ich mittlerweile eine Verbesserung sehen, da müsst ihr aber ein bisschen geduldig sein.



Die Glycolic Acid 7% Toning Solution von The Ordinary (100ml für 7.16€) ist ein kleines Multitalent, welches man an verschiedenen Körperstellen anwenden kann. Ich trage sie mehrmals die Woche mit einem Pad nach der Reinigung auf meinem Gesicht auf und mag das erfrischende, aber nicht irritierende Gefühl sehr. Plus kriegt man immer noch etwas „Schmutz“ von meiner Haut runter. Aber auch gegen eingewachsene Haare wird die Toning Solution vorbeugend von vielen Menschen benutzt und das werde ich auch mal ausprobieren.



Mit der Granactive Retinoid 2% Emulsion von The Ordinary (30ml für 12.50ml) bin ich eigentlich sehr zufrieden. Sie hat meine Haut bei der abendlichen Anwendungen weicher gemacht und ich sah am nächsten Morgen frischer und weniger zerknittert aus. Aber leider ist sie offen nur drei Monate haltbar (bewahrt sie am besten im Kühlschrank auf) und ganz ehrlich, selbst bei täglicher abendlicher Anwendung kriege ich die 30ml hier nicht leer. Was ich schade finde und so kam mein Hals in den Genuss, ebenfalls mit der Emulsion eingecremt zu werden – was bestimmt nicht verkehrt ist, wenn ich näher drüber nachdenke, aber eben doch auf Dauer ein bisschen teuer.


Meine The Ordinary Slowvember Wunschliste

  • Soothing & Barrier Support Serum (30ml für 15.71€)
  • Multi-Peptide + HA Serum (30ml für 14.40€)
  • Salicylic Acid 2% Anhydrous Solution (30ml für 5.93€)

Falls nun auch wer von euch noch bedacht zuschlagen und seinen The Ordinary Vorrat wieder aufstocken will: ab 25€ Warenwert liefert The Ordinary versandkostenfrei und mit dem Code SLOWNMF gibt es noch bis zum 23.11 eine kostenlose 100ml Natural Moisturizing Factors + HA (14,40€) dazu, welche ich aktuell schon seit ein paar Wochen im Gebrauch habe. Viel Spaß beim Einkaufen (und nein, das ist keine in irgendeiner Weise bezahlte Werbung, ich habe es nur eben entdeckt und dachte mir, ich teile diese 23% Rabatt + Goodie Aktion mit euch) 🙂

Sunday again.

[Gesehen] Deep Space 9 (ich bin fertig!); Financial Audits auf YT

[Gelesen] Everything I never told you – Celeste Ng; Small things like these – Carol Keegan

[Gehört] irgendwelche Reading-Playlists im Hintergrund

[Getan] ein Festival of Lights besucht (was mit Schnee ganz herrlich aussah); in der Sauna gewesen; mal schnell ein 1000 Teile Puzzle gelegt

[Gegessen] gebratene Sobanudeln mit Tofu & Gemüse; vegane Hotdogs; Aloo Gobi und Palak Paneer beim Nepalesen; sooo leckere Ofenkartoffeln mit Veggie-Kräuter-Bratwurst

[Getrunken] viel leckeren Kaffee; täglich eine Vitaminbrausetablette

[Gedacht] juchu, es schneit wieder!

[Gefreut] ich hatte diese Woche so viele gute Gespräche, das wird ein bisschen unheimlich

[Geärgert] kaum mache ich zwei Tage kein Yoga UND liege nicht auf meiner Akupressurmatte, schon sind die Rückenschmerzen zurück

[Gewünscht] ein bisschen mehr Motivation, alle to-do-Punkte abzuarbeiten

[Gekauft] 1000-Teile Puzzle; Lebensmittel & eine bunte Tüte 😉

[Lesenswert] Die Einladung von Sebastian Fitzek!

Nachdem ich auf der Frankfurter Buchmesse die lange Schlange bei „Meet the Author“ bewunderte, wurde es Zeit, dass ich mal wieder etwas von dem Mann lese, der sie verursachte. So kam der gerade erst im Oktober erschienene Psychothriller Die Einladung von Sebastian Fitzek zu mir und oh, der Einband ist grandios! Man kriegt mich einfach mit farbigen Seitenrändern und wenn sie dann noch schwarz sind, bin ich hin und weg – aber es kommt natürlich auf die inneren Werte an, somit werfen wir uns in meine Kurzrezension!



Worum geht’s

Marla folgt der Einladung zu einem ehemaligen Klassentreffen in die Alpen, genauer gesagt zu einem sehr abgeschieden gelegenen Berghof. Eigentlich wollte sie nicht, aber eine handschriftliche Notiz informierte sie, dass auch ihr ehemaliger Freund/Schwarm kommen wird, welchen sie seit Jahren nicht mehr gesehen hat.

Bei ihrer Ankunft am Hof ist sie verwirrt, denn obwohl die Zimmer mit Kleidung und persönlichen Sachen belegt sind, sind ihre Klassenkameraden nicht da – irgendetwas scheint hier so gar nicht mit rechten Dingen abzulaufen. Einfach umzukehren, ist allerdings keine Option, denn draußen ist es mittlerweile dunkel und ein Schneesturm beginnt zu toben..Marla muss versuchen, die Nacht auf der Hütte zu überstehen.

Wie ist’s

Das Buch beginnt mit einer Vorgeschichte, da Marla direkt vor ihrer Abireise eine schreckliche Erfahrung machen musste und auch ihr Vater, der sich umbrachte als sie jünger war, wird beleuchtet. Was mich zunächst verwirrte, da die Familie und ihr Leben ziemlich ausführlich beschrieben wurden („wann geht denn die Story mit dem Abitreffen los?“), aber durchaus Sinn macht, wenn man das ganze Buch kennt. Auch ihr früherer Job, bei welchem sie unvorstellbar schreckliche Videos für die Polizei durchsieht, um Hinweise auf Sexualstraftäter zu sammeln, wird ausführlich diskutiert – Marla scheint eine Begabung dafür zu haben, Räume zu lesen.

Die einzelnen Kapitel des Psychothrillers sind kurz, dicht und sehr spannend geschrieben. Sebastian Fitzek ist nicht umsonst so berühmt, er kann mit unvorhersehbaren Wendungen, Gänsehaut und (für mich etwas zu brutalen) Elementen den Leser dazu kriegen, immer noch ein kurzes Kapitel lesen zu wollen. Diese enden nämlich ganz gerne mal mit einem Cliffhanger 😉 Dann ist es plötzlich zwei Uhr nachts und man hat das Buch komplett in einem Rutsch durchgelesen und ganz vergessen, was man eigentlich stattdessen noch so machen wollte. Die Geschichte um Marla sowie die Nebenstories haben mich durchaus in ihren Bann gezogen und ich musste wissen, wie es ausgeht.

Man rätselt ständig, wie das Buch wohl enden wird, was genau hier eigentlich passiert, wer der „Böse“ ist und was Marlas Vergangenheit mit all dem zu tun hat. Was ist damals genau vorgefallen und wie sind alle Beteiligten nun an diesem verlassenem Ort gelandet. Teilweise war ich etwas verwirrt, mal war mir etwas nicht so ganz stimmig für mich und ganz realistisch fand ich das Ende jetzt nicht. Aber ich wurde immer mal wieder überrascht und habe das Buch in einem Mal durchgelesen, somit will ich jetzt nicht zu meckern anfangen.


Wenn ihr schon Fitzek-Fans seid, werdet ihr bestimmt auch Die Einladung mögen und wenn ihr schnelle, dichte Psychothriller mögt, ist das auch was für euch. Ich lese nicht soooo viele Thriller, aber ich hatte einen guten Abend mit diesem Buch und kann es somit durchaus empfehlen!

[Beauty] Meine Herbst-/Winternagellacke 2023!

Während ich diesen Artikel tippe, schaue ich auf meine Finger und bin glücklich. Denn endlich habe ich wieder farbigen Nagellack auf ihnen und dann gleich einen, den ich besonders gerne mag. Aber ein kurzer Schwenk zurück: früher habe ich Nagellack geliebt und eine über 200 Sorten umfassende Sammlung gehabt. Was ein bisschen unpraktisch war, da ich ständig in der Welt unterwegs war und das meist mit nur einem Rucksack – aber irgendwie haben sich da trotzdem immer einige Nagellacke reingeschmuggelt und bis 2020 hatte ich eigentlich konstant farbige Nägel.

Danach verlor ich leider die Lust durch das ständige in der Wohnung sein müssen, hörte auf meine Fingernägel zu lackieren und hatte nur noch Motivation für die Füße. Aber gaaaaanz langsam, erst mit viel Klarlack und danach mit schimmernden Nailtoppern kam die Lust zurück und bei meinem letzten Besuch bei meinen Eltern (da steht die Sammlung nämlich im Schrank und wurde mal wieder gründlich durchgeschüttelt) habe ich mir vier Nagellacke für die kalte Jahreszeit rausgesucht. Die ich euch jetzt mal präsentieren mag, obwohl das eher eine Reise in die Vergangenheit ist – mal schauen, ob es die überhaupt noch im Sortiment gibt!



460 In the Bronx von CATRICE (hier habe ich ein Tragebild von 2014, verrückt) Für mich der perfekte Schimmer-Bronze-Lack für alle dunkleren Tage, wo man ein bisschen Aufmunterung braucht. Er lässt sich in 1-2 Schichten super auftragen, hält wie alle früheren Lacke von Catrice gut und hat diesen „Edding“-Look, welchen ich wohl auch mit 38 Jahren noch mag 😉 Leider gibt es ihn nicht mehr im Sortiment, aber gut, er ist jetzt auch fast 10 Jahren bei mir.

Mystic von Nailwear Pro+ AVON Die Lacke von AVON sind leider seeeeehr dünnflüssig und man braucht 2-3 Schichten, damit sie gut decken. Die changierende Farbnuance ist aber wunderschön, eine silberne Basis mit Gold-Silber-Bronze Schimmerpartikeln, welche herrlich funkelt, wie ihr auf dem Bild oben seht und auch aussergewöhnlich aussieht. Auch er ist wohl seit 2015 aus dem Sortiment verschwunden, ich merke schon, ich habe hier Raritäten gehortet 😉 Aber bis diese 12ml leer sind, wird es wohl noch länger dauern, wenn auch hoffentlich keine weiteren acht Jahre.



322 von BeYu (uih, ein Tragebild ebenfalls von 2014) Ein tolles Grau, aber der Auftrag dieses Nagellackes ist sehr mühselig. Eine Schicht reicht nicht und er braucht ewig zum Trocknen, sodass ich immer irgendwelche Abdrücke in ihm habe. Weswegen ich ihn auch nicht sehr oft lackiert habe (und wieso auch immer noch eine zweite Flasche davon habe) – mal gucken, ob ihn das Alter hat positiv reifen lassen und er trocknet schneller..oder er kommt auf die Fußnägel, die wollen auch mal eine neue Farbe haben, da sie nur rot/pink lackiert wurden in den letzten Jahren. Grauer Nagellack passt für mich aber hervorragend in die aktuelle Saison und passt zu jedem Outfit!

20 Fizzy Pink von Lakme (und noch ein Swatch aus 2014, da war ich mal mega motiviert, meine nicht sonderlich gut lackierten Nägel zu zeigen) Gekauft habe ich ihn in Indien und mochte dieses dezente, dunklere Kirsch-Rot sehr gerne. Er hat keinerlei Eigenschimmer, was ich interessant fand und mir für die aktuellen Tage sehr passend vorstelle.


Für mich ist die dunkle Jahreszeit definitiv für schimmernde, changierende Nagellacke, aber auch graue und dunkelrote Nuancen dürfen es sein. Eigentlich wollte ich mir noch einen grünen Lack aus meiner Sammlung mitnehmen, aber ich konnte mich einfach nicht entscheiden – somit wurden es erst einmal diese vier Kandidaten und ich bin glücklich.

Was kommt bei euch im Herbst/Winter besonders gerne auf die Nägel?

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