Monat: Oktober 2021

[Lesenswert] Identitti – Mithu Sanyal

Meine beste Freundin drückte mir das Buch Identitti von Mithu Sanyal mit den Worten „kennst du zwar alles schon, ist aber trotzdem nett“ in die Hand und ich muss sagen, damit hat sie ziemlich recht. Wobei ich bisher noch nicht von der Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal gehört hatte und somit sehr neugierig auf ihre Schreibweise war. Enttäuscht wurde ich definitiv nicht, will ich schon einmal anmerken!

Worum geht’s

Nivedita (indischer Papa und deutsche Mama) beschäftigt sich auf ihrem Blog mit Fragen rund um Identitätspolitik, während sie nebenbei unter Saraswati, einer renommierten Professorin für Postcolonial Studies in Düsseldorf, studiert. Diese ist ebenfalls eine PoC (Person of Colour), die sich unter anderem einen Ruf damit machte, weiße Studenten aus ihren Seminaren zu kicken. Jetzt kommt aber plötzlich heraus, dass Saraswati eigentlich Sarah Vera Thielmann heißt und Deutsche ist. Zwar mit einem indischem Adoptivbruder, aber per se ist sie weiß – und damit beginnt ein medialer Shitstorm, der sich gewaschen hat.

Wie ist’s

Am Anfang musste ich mich erst einmal in den Schreibstil einfinden, der aus der Ich-Perspektive von Nivedita erzählt wird. Dazwischen mischen sich Blogbeiträge, Twitterkommentare und andere soziale Medien, die sich zu Wort melden, was es spannend macht. Schön fand ich auch, dass es einige Zitate gibt, Quellenangaben und weiterführende Literatur, womit man sich hier wirklich tiefergehend mit dem Thema Identität beschäftigen kann, wenn man den will. Gemeinsam mit Saraswati dekonstruiert man hier als Leser den „race“-Begriff und fängt an, doch darüber nachzudenken, ob er nicht ähnlich fluide wie „gender“ sein kann. Denn das ist ihre selbstermächtigende These, mit der sie ihre eigene PoC-Identitätskonstruktion argumentiert und Nivedita sowie andere Studierende an den Rand eines Nervenzusammenbruchs bringt.

Es ist sehr gut gemacht, wie hier aktuelle postkoloniale Literatur und Debatten eingefügt werden, manchmal quasi im Nebensatz und ich habe Freude beim Lesen gehabt. Wer sich mit der Thematik beschäftigen mag und nicht gleich auf Sachbuchebene, dem kann ich Identitti empfehlen, denn es macht Spaß zu lesen und schafft es, einen zu fesseln. Man will wissen, wie es ausgeht und ich habe das Buch deshalb in nur drei Sitzungen gelesen.

Wenn der ein oder andere schon auf Weihnachtsgeschenk-Suche ist, das hier lohnt sich in meinen Augen definitiv zum Verschenken! Zumindest habe ich gleich noch 2-3 Leute im Kopf, denen ich das Buch auch weitergeben würde, denn es regt zum Nachdenken an, ist gleichzeitig aber doch eine leicht zu lesende Lektüre – und diesen Spagat schaffen nicht so viele Autoren aktuell! 🙂

[Reisen] Urlaub in Österreich!

Aktuell ist für einige von euch bestimmt auch die Frage von Bedeutung, ob und wohin man dieses Jahr in den Herbst-/Winterurlaub fahren kann. Wer innerhalb Europas bleiben und einfach schnell mit dem Auto oder Zug an sein Ziel kommen mag, dem kann ich Österreich nur ans Herz legen! Seit ich dank eines Erasmus-Austausch ein Semester in Wien verbringen durfte, habe ich eine ganz besondere Beziehung zu unserem Nachbarland aufgebaut. Welches definitiv einiges mit Deutschland gemeinsam hat, sich aber auf wunderbare Weise auch davon unterscheidet und es sich somit lohnt, eine Reise dorthin zu unternehmen, um diese Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken. Es gibt außergewöhnliche, sorgfältig ausgesuchte Angebote für Österreich von Voyage Privé, bei denen ihr bis zu 70% des Normalpreises einsparen könnt. Ob Natur- oder Städtefan, Wandern, Wellness oder Kultur – Österreich bietet definitiv für jeden etwas!

Wien ist bekannt für seine Museen, Theater und natürlich den Opernball. Besonders im Museumsquartier kann man sich gar nicht entscheiden, welches Museum es zuerst sein soll. Ich war als Ethnologin selbstverständlich im Museum für Völkerkunde, was ich auch gut fand; wer etwas ortspezifischeres mag, ab ins Wien Museum! Ein Theater zu empfehlen ist schwierig, da es natürlich darauf ankommt, was wo gespielt wird worauf ihr Lust habt. Aber wunderschön fand ich die Wiener Staatsoper und das Theater an der Wien – bei beidem würde ich euch empfehlen, entweder weit im Voraus zu buchen oder direkt an der Abendkasse zu schauen, welche Plätze noch frei sind (da kriegt man manchmal auch tolle Rabatte). Für mich spannend war natürlich die Universität, die aber auch allein architektonisch sehenswert ist dank ihres Paternosters, in welchen man einfach springen kann. Und wenn ihr ein bisschen studentisches Leben (oder einen günstigen, aber guten Kaffee) wollt, der Innenhof der Uni ist the place to be! Natürlich muss ich noch kurz den Stephansdom erwähnen, den ich mir auch brav mit jedem meiner Besucher angeschaut habe, aber wirklich lange war ich nie dort.

Apropos Kaffee, ich komme nicht umhin, von den Kaffeehäusern Wiens zu schwärmen. Man kann dort stundenlang sitzen, bekommt häufig kostenlos nachgeschenkt und ja, kommt manchmal noch in den Genuss, Debatten von verschiedenen Menschen, die scheinbar zufällig zusammentreffen, zu hören. Kannte ich aus Büchern, habe ich dann selbst erlebt und mich in diese Kultur schlichtweg verliebt. Oft waren das Professoren, die ein bisschen freie Zeit hatten und nicht nur Zeitung lesen, sondern debattieren wollten. Ach ja, Kaffee verlangt man übrigens nicht beim Kellner, aber das werdet ihr an der Karte ganz schnell merken und mit der richtigen Bestellung dann gleich ein Stück österreichische Kultur übernehmen!

Gewohnt habe ich damals direkt am Prater und das ist auch gleich noch ein absoluter Tipp von mir: nicht unbedingt der Jahrmarkt-Teil, wobei das Riesenrad eine nette Aussicht hat, aber der Park an sich ist wunderschön. Bunte Bäume, Laub auf dem Boden, Kastanien, Eichhörnchen und man kann wirklich kilometerweit durchs Grüne laufen und die Seele baumeln lassen! Wer lieber Wasser um sich herum haben mag, dem empfehle ich die Donauinsel (und einen kurzen Abstecher zur Mexiko-Kirche, die von außen wahnsinnig schön anzuschauen ist).

Da ich Wien von September bis Ende Februar entdecken durfte, erzähle ich euch mal, was man in den kälteren Tagen noch so unternehmen kann. Natürlich gibt es ganz wunderbare Märkte, sei es einer der vielen Weihnachtsmärkte (mit Schlittschuhbahn), wo es nur so nach Maronen und Glühwein riecht oder aber auch der berühmte Naschmarkt. Bei letzterem findet ihr so viele leckere Essensstände, dass man entweder einen großen Magen haben muss oder mehrmals vorbeischauen sollte! Als Vegetarier kann ich euch nicht unbedingt etwas zum Thema „Wiener Schnitzel“ verraten, aber esst auf jeden Fall Torten, denn backen können die Österreicher! Ich hatte zwar auch eine klassische Sachertorte im Hotel Sacher, aber wenn ihr mich fragt, war das nicht unbedingt die beste Version, die ich je gegessen habe (mein Tipp: Cafe Demel).

Für mich ist Wien immer eine Reise wert und wenn wer von euch mit dem Gedanken an einen Städtetrip dorthin oder allgemein mit einem Urlaub nach Österreich spielt, ab mit euch! Ein ganz wunderbares Land, welches in meinen Augen immer wieder unterschätzt wird und dabei doch so wahnsinnig viel zu bieten hat!

Seid ihr schon einmal in Österreich gewesen und wenn ja, wo dort? Oder steht es noch auf eurer Bucketlist?

[Beauty] Argan & Amaranth Serum von Dr. Scheller

Auf der Suche nach einem neuen Serum lachte mich das Argan & Amaranth Anti-Wrinkle Intensiv Serum von Dr. Scheller (7,95€ für 30ml) bei DM an und ich habe es direkt mitgenommen. Dr. Scheller ist definitiv eine spannend klingende Naturkosmetikmarke, da sie effiziente und zertifizierte Produkte mit Phytosolve-Wirkstoffen enwickeln und in Deutschland produzieren lassen. Arganöl liebe ich für meine trockenen Haarspitzen schon seit Jahren und somit bin ich neugierig, was es auf meiner eher unreinen, erwachsenen Mischhaut so bewirken kann!

Das vegane, hochkonzentrierte Anti-Falten Intensiv Serum mit Arganöl, Amaranthsamenextrakt und Hyaluronsäure soll die Haut nachweislich glätten und straffen. Es soll die hauteigenen Elastizität und Spannkraft optimieren und eine ausreichende Feuchtigkeitsversorgung gewährleisten. Dankbarerweise wird auf Silikone, Mineralöle, Parabene, synthetische Farb- und Duftstoffe verzichtet. Hier haben wir die genauen Inhaltsstoffe laut Hersteller:

AQUA (WATER), GLYCERIN, CITRUS AURANTIUM DULCIS (ORANGE) FRUIT EXTRACT**, ALCOHOL, BETAINE, ARGANIA SPINOSA KERNEL OIL**, AMARANTHUS CAUDATUS SEED EXTRACT, ACMELLA OLERACEA EXTRACT, SODIUM HYALURONATE, CHONDRUS CRISPUS (CARRAGEENAN), CAPRYLIC/CAPRIC TRIGLYCERIDE, XANTHAN GUM, ASCORBYL PALMITATE, ASCORBIC ACID, CITRIC ACID, LECITHIN, CETEARYL GLUCOSIDE, CETYL ALCOHOL, STEARYL ALCOHOL, TOCOPHEROL, HELIANTHUS ANNUUS (SUNFLOWER) SEED OIL, BENZYL ALCOHOL, SODIUM BENZOATE, POTASSIUM SORBATE, PARFUM (FRAGRANCE)***, LIMONENE***, CITRAL***, LINALOOL***, GERANIOL***, CITRONELLOL***, ROSMARINUS OFFICINALIS (ROSEMARY) LEAF EXTRACT

Man soll das straffende Serum morgens und abends auf die gereinigte Haut auftragen, was ich nun schon etwa zwei Wochen lang mache. Das Produkt hat eine angenehme Konsistenz, nicht zu schwer, nicht zu leicht und ist dank Pipette gut dosierbar. Ich benötige meist zwei Tropfen für mein gesamtes Gesicht und den Hals (ja, ich vergesse ihn oft, aber ich gelobe Besserung) – womit ich seeeeehr lange mit den 30ml hinkommen werde. Das Serum ist zunächst ein wenig klebrig, zieht aber trotzdem komplett und schnell in meine Haut ein. Dabei hat es einen zitrisch-frischen Duft verbreitet, den ich zwar angenehm finde, aber auch überflüssig. Bei Gesichtspflege versuche ich wirklich so wenig irritierende Inhaltsstoffe wie nur möglich an mich zu lassen, wenn sie nicht unbedingt sein müssen.

Meine Haut fühlt sich nach der Anwendung angenehm-entspannt an und reagiert nicht mit Irritationen, Rötungen etc. Ich sehe keinen großen WOW-Soforteffekt, aber ich finde, dass meine Haut insgesamt mehr strahlt und ich wacher aussehe. Wirklich tiefe Falten habe ich noch nicht, meine feinen Linien und Fältchen sind jedoch in der kurzen Zeit, in der ich das Serum benutze, noch nicht wegradiert worden. In der aktuellen Umstellzeit auf die kältere Jahreszeit funktioniert das Produkt gut bei mir, meine Haut fühlt sich weich an und ich habe keine trockenen Stellen. Ich bin gespannt, ob dies auch der Fall ist, wenn es draußen bitterkalt ist und ich reichhaltige Pflege benötige.

Bisher habe ich also nichts zu meckern und bin eher neugierig darauf, noch andere Produkte aus der Pflegeserie auszuprobieren, wenn ich im Dezember wieder in Deutschland sein werde. Wenn ihr auf der Suche nach einem neuen Naturkosmetik-Serum aus der Drogerie seid, vielleicht ist das ja auch etwas für euch!

Kennt wer das Serum schon oder benutzt andere Produkte von Dr. Scheller? Wenn ja, wie sind eure Erfahrungen?

Sunday again.

[Gesehen] 1. Staffel Lol; Squid Game

[Gelesen] Identitti – Mithu Sanyal

[Gehört] fast nur Radio beim Autofahren

[Getan] meine Mama in Bad Homburg besucht; nach über zwei Jahren mal wieder bei der Thai-Massage gewesen; bei Declathon ein paar warme Sachen für Finnland gekauft

[Gegessen] Lebkuchen; Mandarinen; vegane Burger; Aloo Saag; Ofenkartoffeln; Veggie Burrito

[Getrunken] Pepsi Light; Kräutertee; koffeinfreien Kaffee (brr)

[Gedacht] müüüüüüde

[Gefreut] blauer Himmel und Sonnenschein!

[Geärgert] doofes Verhalten

[Gewünscht] ich fände gut, wenn der Tag einfach 30 Stunden haben würde 😉

[Gekauft] 2 Paar Winterschuhe (wie toll ist bitte, dass sie gefüttert sind); zwei warme Longsleeves; Handschuhe; Lebensmittel

[Beauty] Feste Shampoo & Duschpflege von N.A.E.

Sehr, sehr, seeeeehr selten gehe ich zur Drogerie Müller und bin dann jedes Mal absolut überrascht, wie viele spannende Produkte es dort doch gibt. Dieses Mal stolperte ich über die enorm interessant klingende italienische Naturkosmetikmarke N.A.E. oder auch Naturale Antica Erboristeria, die viele feste Produkte im Sortiment hat. Mitgenommen habe ich schließlich ein Shampoo und eine Duschpflege zum Ausprobieren und mag euch nun ein bisschen mehr darüber erzählen.

Alle Produkte sind zertifizierte Naturkosmetik (Cosmos Organic), haben eine vegane Formel, sind plastikfrei und die Verpackung ist aus 100% recycelbarem Papier. Die Gestaltung der Verpackungen gefällt mir sehr gut, sie haben meine Aufmerksamkeit im Laden sofort gekriegt und machen einem durch das Zeigen der Inhaltsstoffe definitiv Lust, die Produkte einmal auszuprobieren. Mit 4,99€ für 85g Shampoo und 3,99€ für 100g Duschpflege finde ich die Preis hierfür hervorragend.

Das feste Shampoo kommt in einer runden Form daher und hat das Logo in sich gestanzt, was mir sehr gefällt. Es hat eine klärende Formulierung und ist für fettiges Haar konzipiert. Die darin enthaltende Mischung aus Bio-Salbei- und Bio-Minz-Extrakten soll gleichzeitig tiefenreinigend, aber eben sanft zu Haar und Kopfhaut sein. Das Haar soll nicht beschwert werden, die Spitzen nicht austrocknen und der Ansatz weniger schnell nachfetten. Die genaue Formulierung laut Hersteller ist:

Triticum Vulgare Starch*Potassium Lauryl Sulfate*Cetearyl Alcohol*Sodium Lauryl Sulfate*Aqua*Glycerin*Butyrospermum Parkii Butter*Palmitic Acid*Stearic Acid*Parfum*Lactic Acid*Hydrolyzed Jojoba Esters*Biosaccharide Gum-1*Mentha Piperita Leaf Extract*Salvia Officinalis Leaf Extract*Sodium Levulinate*Glyceryl Caprylate*Sodium Anisate*Linalool*Limonene*Citral

Zunächst muss ich sagen, ich mag den frischen Duft enorm gerne! Er soll laut Hersteller nach einem „Spaziergang entlang der italienischen Küste riechen“ und auch, wenn ich nicht sagen kann, dass es unbedingt Italien sein muss, es riecht nach Meer! Nach frischem, sauberen Meer mit wunderbar klarer Luft, die gute Laune macht. Den Salbei merkt man als wärmere Note später auch mal kurz 😉

Das Shampoo schäumt mit etwas Wasser wunderbar auf, ich fahre damit direkt über meine Haare und massiere es danach noch kurz ein. Ausspülen funktioniert ebenfalls problemlos, nur das Kämmen danach geht nicht. Da brauche ich noch eine Spülung, um meine Längen ohne viel Geziepe durchzukriegen. Aber das ist bei so ziemlich jedem Shampoo so, somit ist das für mich kein Minuspunkt hier. Man braucht nur seeeehr wenig Produkt und dieses Stück wird bei mir wohl locker 3-4 Monate halten. Und ich muss nur alle drei Tage Haare mit diesem Shampoo waschen, da es meinen fettigen Ansatz definitiv etwas verlangsamt, yay!

Die feste Duschpflege hat eine erfrischende Rezeptur mit Bio-Thymianblätter- und Bio-Rosmarin-Extrakten, welche die Haut sanft reinigen und sie dabei nicht austrocknen soll. Die rein pflanzliche Seife basiert hierbei auf Bio-Ölen, welche den Feuchtigkeitsgehalt der Haut schützen und ihre natürliche Barriere unterstützen soll. Die genauen Inhaltsstoffe sind laut Hersteller:

Sodium Palmate*Sodium Palm Kernelate*Aqua*Glycerin*Sodium Chloride*Parfum*Cocoyl Methyl Glucamide*Citric Acid*Tetrasodium Glutamate Diacetate*Hydrolyzed Jojoba Esters*Propylene Glycol*Sorbitol*Sorbic Acid*Salvia Officinalis Leaf Extract*Rosmarinus Officinalis Leaf Extract*Thymus Vulgaris Extract*Benzyl Alcohol*Linalool*Limonene

Diese Duschpflege riecht ebenfalls einfach nur göttlich, kräuterig und absolut entspannend. Nach einem langen Tag ist es genau das, was ich brauche! Und das Schöne ist, dass man den tollen Duft noch einige Zeit auf der Haut und im Bad riechen kann. Schaum bekommt man zu genüge, ich gleite mit der Seife einfach über meine Haut und verteile sie dann noch etwas mit den Händen und schwupps, fertig.

Meine Haut muss ich danach nicht zwingend eincremen, was super ist! Wobei ich glaube, dass ich da im Winter doch einfach noch ein Extra an Pflege brauchen werde und dann hiermit nicht hinkommen werde. Bisher bin ich aber glücklich, dass ich ab und zu beim Duschen auf die anschließende Bodylotion verzichten kann, ohne dass meine Haut zu meckern anfängt und trotzdem samtig-weich und zart ist.

Für mich hat sich dieser Müller-Ausflug definitiv gelohnt und ich bin mir sicher, dass ich noch mehr Produkte von N.A.E. ausprobieren mag. Sie haben nämlich auch noch Gesichtspflege im Sortiment und ihr wisst, ich suche immer nach einem neuen Serum zum Ausprobieren! 🙂

Kennt ihr diese Naturkosmetikmarke zufällig schon? Wenn ja, wie sind eure Erfahrungen? Und welche Entdeckung habt ihr zuletzt in der Drogerie gemacht, die ihr grandios findet?

[Beauty] Neue Winterpflege von treaclemoon & meine Haarparfüm-Erfahrungen!

Oh, was habe ich es die letzten Jahre immer geliebt, sofort an den neuen Herbst- und Winterprodukten in der Drogerie zu schnuppern. Wenn Kürbis drin ist, hat man mich da normalerweise sehr schnell! Aber durch mein sehr viel bewussteres Konsumieren (und ja, auch Corona) bin ich noch immer eher selten in der Drogerie unterwegs, um einfach mal zu schauen, was es neues gibt. Somit gut, dass mir treaclemoon ihre neuen Winterprodukte via Email hat zukommen lassen 😉

Zunächst einmal gibt zwei neue Pflegeduschen (375ml für je 2,95€). Einmal Winter Fairy Tale mit einem zuckersüßen Fuchs auf der Verpackung und Sheabutter und Macadamia-Vanille-Duft in der Flasche. Creamy Winter Dream ist mit hautpflegendem Arganöl und einem Baumwollblütenduft ausgestattet, der alle „frische Wäsche“-Duftliebhaber bestimmt begeistern wird. Beide Duschen klingen auf den ersten Blick definitiv nach Winter und Einkuschellaune. Die Creamy Winter Dream Handcreme (75ml für 1,95€) bietet beanspruchten Händen intensive Pflege. Es ist erneut Arganöl verarbeitet worden und sie kommt ebenfalls mit dem seidig-zarten Baumwollblütenduft daher. Hier bin ich definitiv neugierig und hoffe, dass es vor Ort mal einen Tester gibt, um die Konsistenz auszuprobieren.

Alle Produkte sind vegan, ohne Mikroplastik sowie synthetische Polymere und die Verpackungen sind CO2-klimaneutral. Und ich sehe gerade, dass sie auch einen neuen Apple Cinnamon Magic Badeschaum (80g für 0,95€) und oh, den muss ich haben! Wie lecker klingt der denn bitte!

Nun zu Teil 2 dieses Beitrages, nämlich meinen Erfahrungen mit dem Lovely Mint Story Haarparfüm von treaclemoon. Dieser minzfrische Duftspaß ist für die Haare konzipiert und soll sowohl störende Gerüche vertreiben als auch unterwegs erfrischen, wenn man z.b. nach dem Sport noch woanders hingeht.

Man sprüht das Haarparfüm einfach aus etwa 30cm Abstand in die Haare, wobei diese gleichzeitig noch mit Panthenol und Weizenproteinen umpflegt werden. Es beschwert nicht, verklebt die Haare nicht und lässt sie auch nicht fettig wirken – es verschwindet einfach komplett im Haar und macht einen durch den starken Minzduft sofort wieder wach!

Ich mag das Konzept, finde aber, dass es insgesamt für mich ein unnötiges Produkt wäre. WENN da nicht noch eine zweite Verwendung wäre, die für mich als viel reisender Mensch essentiell ist. Denn man kann das Parfüm prima auf die Kleidung sprühen, welche sofort wieder frisch und minzig riecht. Also quasi Febreeze, welches noch gut für die Haare ist und nicht so eine Chemiekeule ist. Somit finde ich die kleine Flasche nun wieder richtig praktisch und werde sie auf zukünftigen Reisen häufiger mit im Gepäck haben. Denn auch bei Langstreckenflügen stelle ich mir das richtig gut vor, wenn man sich einmal richtig erfrischen kann! Aber wenn es jetzt um Parfüm geht, welches nur für die Haare ist..nee, da bin ich nicht die Zielgruppe für.

Sunday again.

[Gesehen] Chicago Med; Nokan – Die Kunst des Ausklangs

[Gelesen] Identitti – Mithu Sanyal

[Gehört] viele Bücher bei Blinkist

[Getan] nochmal Bremen ein paar Stunden alleine erkundet; schöne Herbstwald-Spaziergänge gemacht; bisschen Kram aussortiert; mal geschaut, welche Kurse ich in meinem Semester Angewandte Geowissenschaften belegen will

[Gegessen] Lebkuchen; Mandarinen; vegane Pizza von Lidl & Aldi; Brötchen mit veganer Wurst

[Getrunken] viel koffeinfreien Schwarztee mit Hafermilch; mein YANG-Pulver

[Gedacht] brauche ich dickere Schuhe für Helsinki oder reichen meine normalen Schuhe?

[Gefreut] Herbstlaub & Eichhörnchen

[Geärgert] natürlich habe ich meinen Anschluss verpasst, komm schon DB, du konntest das doch mal besser.

[Gewünscht] mehr Energie

[Gekauft] nur Lebensmittel

[App] Blinkist – Sachbücher auf den Punkt gebracht!

|WERBUNG| Von der App Blinkist hatte ich dank diverser Podcasts, wo sie als Sponsor auftraten, schon häufiger gehört, sie aber bisher nie selbst ausprobiert. Per se finde ich ihr Konzept aber sehr spannend und habe mich somit sehr gefreut, dass ich nun gemeinsam mit trnd einmal testen konnte. Die App ist sowohl im Google Play als im App Store vorhanden und somit für jedes Smartphone verfügbar. Aber worum geht es nun genau?

Die Idee ist ganz simpel: wir haben alle nicht genug Zeit, alles zu lesen, was wir gerne würden. Was man daran merkt, wie beliebt Hörbücher und Podcasts geworden sind, da man sie eben super nebenbei laufen lassen kann. Ob beim Joggen, Putzen oder Autofahren, man kann immer noch etwas hören und lernen. Lernen ist hier der zweite Punkt, denn Blinkist konzentriert sich auf Sachbücher. Ihr könnt aus über 5000 Werken wählen, was ihr hören wollt!

Und jetzt kommt der Clou: das jeweilige Sachbuch wird nicht einfach nur vorgelesen, nein, es wurde von Experten in handliche Stücke gekürzt und zusammengefasst. Statt acht Stunden dauert es hier meist um die 30-40 Minuten, um alle Kernaussagen eines Buches in kleinen „Blinks“ zu hören. Danach gibt es noch eine kurze Zusammenfassung und man hat einen guten ersten Eindruck über das Buch und seine wichtigsten Inhalte.

Wer mag, kann sich das Buch dann natürlich noch in kompletter Länge anhören oder es sogar selbst lesen, wenn man sich so sehr dafür interessiert. Ich habe gemerkt, dass mir bei vielen Büchern aber auch schon diese „wenigen“, meist um die 10-12 Kernaussagen reichen. So kenne ich die zentralen Aussagen, kann gut mit anderen Menschen darüber sprechen, mich aber auch gerne von anderen, die es komplett gelesen/gehört haben, intensiver in die Details einführen lassen.

Irgendwie finde ich doch jeden Tag meine zwanzig Minuten Zeit zum „Blinken“ und finde, dass ich hier etwas sehr sinnvolles für mich und meine Weiterbildung mache. Besonders gerne stöbere ich in den Kategorien Klimaschutz und Psychologie, lasse mich aber auch gerne von den Vorschlägen inspirieren. Insgesamt gibt es nämlich die folgenden Kategorien: persönliche Entwicklung, Elternschaft, Beruf & Karriere, Biografien & Memoiren, Kommunikation & Softskills, Unternehmenskultur, Kreativität, Wirtschaft, Bildung & Wissen, Unternehmertum, Gesundheit & Ernährung, Geschichte, Management & Leadership, Marketing & Vertrieb, Motivation & Inspiration, Natur & Umwelt, Philosophie, Politik, Produktivität, Psychologie, Wissenschaft, Achtsamkeit & Glück, Börse & Geld, Religion & Glaube, Liebe & Sex, Gesellschaft & Kultur sowie Technologie & Zukunft.

Super ist, dass ihr die für euch spannenden Bücher nicht nur bookmarken, sondern auch dowloaden könnt und dann einfach später hören – das mache ich sehr gerne und nehme sie dann zu einem Spaziergang mit, wo ich mich mit etwas Bewegung sehr gut nur auf sie konzentrieren kann. Wer keine Zeit für eine gesamte Zusammenfassung hat, der kann auch direkt zu den einzelnen Kernaussagen springen und sich nur diese anhören. Man kann hier also noch mehr Zeit sparen, wenn man wirklich nur nach etwas ganz bestimmten sucht!

Wenn ihr Blinkist auch einmal ausprobieren wollte, habe ich für euch von trnd auch noch einen Rabattcode über 25% auf das Jahresabo (welches aktuell bei 80€ liegt bzw bei 6,67/Monat). Geht hier auf „jetzt kostenlos testen“, registriert euch mit eurer Email-Adresse und erhaltet diesen Rabatt. Aktuell könnt ihr auch ein 7-tägiges, kostenloses Abo abschließen und schauen, ob euch die App genauso gut gefällt wie mir!

Kennt/Benutzt ihr Blinkist schon? Aktuell bin ich seeeeeehr begeistert und nutze die App fast täglich, mal schauen, wie lange das anhält. Aber sie hat einfach so viele Bücher in ihrer Bibliothek, die ich schon ewig lesen mag und mir schlichtweg die Zeit fehlt. Somit ist das gerade absolut genial!

[Lesenswert] Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt – Herta Müller

Der Namen Herta Müller ist mir zwar schon lange ein Begriff, aber erstaunlicherweise hatte ich bis vor kurzem noch nie etwas von ihr gelesen. Als ich dann Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt im Bücherschrank entdeckte, wusste ich, dass endlich der Zeitpunkt gekommen war! Und stürzte mich recht unbedarft in dieses immer noch in mir nachhallende Werk!

WORUM GEHT’S

Wir befinden uns in einem Dorf in Rumänien zur Zeit Ceausescus, in welcher immer mehr rumäniendeutsche Bewohner ihre Heimat verlassen. Auch die Familie Windisch wartet auf ihre Papiere mit Ausreisegenehmigung, um in den so vielversprechenden Westen zu ziehen. Sie befinden sich in einem schrecklich bedrückenden Stillstand und schaffen es erst mit Hilfe ihrer Tochter Amalie und einer schrecklichen Selbstaufopferung, an die ersehnte Genehmigung zu gelangen.

WIE IST’S

Mit einfachen Sätzen und klaren Worten gelingt es Herta Müller, einen sofort in eine schirr aussichtslose, deprimierende Lage in einem kommunistischen Land im Aufbruch, aus dem man selbst schnell fliehen mag, zu versetzen. Die Worte schmerzen, hallen nach und lassen einen nicht zur Ruhe kommen. Die wenigen (bisschen über 100) Seiten liest man schnell durch, hält immer mal wieder inne und ja, ich musste auch ab und an googlen, um all die historischen Zusammenhänge zu verstehen. Sie malt mit ihren Worten ganze Landschaften der Heimatlosigkeit, was mich fasziniert; die Themen Sexualität und besonders der (brutale) Umgang mit Frauen ist schockierend und wird gleichzeitig als „ganz normal“ dargestellt, was schmerzt.

Dadurch muss ich sagen, dass es kein leichtes Buch ist, welches man mal so zwischendurch lesen kann. Man sollte sich lieber einen Nachmittag/Abend dafür reservieren und sich wirklich auf die Geschichte konzentrieren. Mit Pausen funktioniert der Atmosphärenaufbau für mich hier nämlich leider nicht, da man nicht so leicht wieder reinkommt. Gute Laune hat man nach dem Lesen auch nicht, ich habe mich danach erst einmal genauer über Rumäniens Geschichte informieren müssen und habe das ein oder andere gelernt.

Ich muss allerdings gestehen, dass mir diese Lektüre nicht unbedingt Lust macht, mehr von Herta Müller zu lesen. Es ist nachvollziehbar, wieso sie den Nobelpreis bekommen hat, für mich ist ihre Schreibweise aber eher anstrengend und nur passend, wenn ich wirklich in der Laune dafür sein sollte. Was ich in der Thematik „deutsche Minderheit in Rumänien“ aber eher nicht mehr sein werde, zumindest nicht in nächster Zeit, da ich das Gefühl habe, einen ganz guten Einblick bekommen zu haben.

Habt ihr schon etwas von Herta Müller gelesen? Wenn ja, was denn und wie seid ihr damit zurechtgekommen?

[Yummi] Pizz’Ah Veggi Base Pizza Rote Beete & Blumenkohl!

Bei einem meiner letzten Besuche bei Aldi Süd stolperte ich im Tiefkühlregal über diese spannend aussehenden Pizzen! Es gibt die Pizz’Ah Veggie Base in den Sorten Tomate und Zwiebel (vegan), Blumenkohl-Kurkuma (vegetarisch) und Rote Beete mit Ziegenkäse (vegetarisch). Am liebsten hätte ich alle drei Sorten probiert, da es jedoch kurz vor meinem Umzug war, nahm ich dann nur zwei (für je 2,49€) mit und werde die dritte hoffentlich bald einmal ausprobieren können. Pizzen mit einem auf Gemüse basierenden Boden sind jetzt keine Neuheit, im TK-Regal habe ich sie bisher allerdings noch nicht gefunden!

Beide machen schon verpackungstechnisch einiges her und haben mich sofort gekriegt. Von den Zutaten her sehen sie sehr ansprechend aus und vermitteln einem „gesund“. Was mit dem Ranking des Nutriscores mit B bzw C auch gar nicht schlecht für eine TK-Pizza ist und nein, auch diese sollte man jetzt nicht unbedingt täglich essen, aber sie sind bestimmt eine bessere Alternative, wenn es einem nach Pizza gelüstet.

Beginnen wir mit der Verkostung der vegetarischen Pizz’Ah Veggi Base Pizza Blumenkohl-Kurkuma. Pizza mit Blumenkohl als Teig habe ich früher schon einmal gehabt, somit war mir das nicht neu. Sehr gespannt war ich aber auf die Kurkuma-Note! Belegt ist die Pizza mit gegrillter Paprika, Blumenkohl und schnittfestem Mozzarella. Der Boden war von seiner Konsistenz etwas dichter, also nicht so fluffig. Geschmacklich hatte er eine leichte Schärfe, die sich sehr gut mit dem süßeren Belag vertragen hat. Fand ich von der Kombination her sehr stimmig und würde ich sofort wieder essen. Satt wird man davon auch problemlos – so eine Pizza hat insgesamt aber auch immer noch ihre 680kcal!

Nicht nur, aber auch aufgrund eines Eisenmangels wollte ich die vegetarische Pizz’Ah Veggi Base Pizza Rote Beete mit Ziegenkäse unbedingt ausprobieren. Wobei ich vorneweg sagen muss, ich mag keinen Ziegenkäse; Rote Beete normalerweise aber sehr. Trotzdem war ich mir sehr unsicher, wie ich einen Pizzaboden aus Rote-Beete-Püree geschmacklich finden würde, welcher mit schnittfestem Mozzarella, Spinat, Ziegenkäse und einer Zucker-Honig-Zubereitung belegt ist. Es ist alles erstaunlich süß, mir irgendwie zu süß und klebrig! Ich habe beim Essen ständig überlegt, ob ich das jetzt mag oder nicht. Aber irgendwie muss ich mir eingestehen, nein, das ist nicht meine Sorte! Denn auch wenn man den Ziegenkäse kaum schmeckt, fand ich ihn irgendwie würzig-irritierend in dieser sonst so süßen Mischung. Also definitiv eine spannende Kombination, die bestimmt viele Liebhaber finden wird! Diese Pizza hat etwa 760kcal, also kommt an „normale“ Pizzen von ihrem Energiegehalt ran.

Insgesamt sehr spannende Alternativen, die Aldi Süd da zu bieten hat und ja, ich war enorm überrascht. Für den Preis kriegt man hier sehr außergewöhnliche Pizzen und ich würde euch definitiv raten, sie einmal zu probieren, wenn ihr sie seht!