Monat: Januar 2020

[Beauty] Liebling, ich wurde geschröpft – Mein erstes Mal TCM!

Heute will ich euch ein wenig von meinen Erfahrungen mit einer chinesischen Schröpfmassage erzählen, da dies für mich absolutes Neuland war. Ich finde TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) allgemein sehr spannend, hatte aber irgendwie nie einen körperlich schmerzhaften Grund, um mich behandeln zu lassen. Jetzt kämpfe ich aber schon fast sechs Wochen mit einer sehr unschönen Muskelzerrung/-entzündung an der Schulter, welche bis in den Arm strahlt und nur mit Rotlicht und Franzbranntwein nicht weggehen mag.

Meine Schröpfmassage fand im TCM Medizin und Massage Salon Jia Xiu in Berlin (direkt am Senefelder Platz im Prenzlauer Berg) statt und ausgesucht habe ich mir diesen Salon, da er einfach direkt um die Ecke meiner Wohnung lag. Ich habe telefonisch einen Termin für nur wenige Stunden später vereinbart, man kann aber auch einfach so vorbeilaufen und kommt meist direkt dran.

Meine Masseurin war sehr nett und ich fühlte mich gleich gut aufgehoben. Sie fragte nach meinen Beschwerden und wir einigten uns darauf, dass ich eine einstündige chinesische traditionelle Tuina Massage mit Schröpfen für Kopf-, Nacken-, Schulter-, Arme und Rücken bekomme. Gekostet hat mich dies 55€. Sie haben ein Stempelsystem, nach 9 Massagen bekommt man 10€ Rabatt, aber da ich nicht dauerhaft in Berlin wohne, kommt das für mich leider nicht in Frage.

Für die Massage zieht man sich bis auf die Unterhose aus, wird aber mit dicken Handtüchern zugedeckt und mit diversen Wärmesäcken erhitzt. Wobei es so verdammt warm im gesamten Salon war, dass ich schon so nicht mehr fror (und das will was heißen, denn mir ist immer kalt). Zunächst wird mit den Händen massiert, aber dann kommen die Schröpfgläser zum Einsatz!

Es handelt sich hierbei um ein unblutiges Schröpfen, bei welchem mit diesen Gläsern ein Vakuum erzeugt wird. Zunächst wird mit diesem angewärmten Glas aber weiter über die eingeölte Haut massiert und Leute, das wird wirklich unangenehm. Besonders, da meine Masseurin ständig direkt an der Wirbelsäule entlang gefahren ist, wo einfach nicht viel Fett zwischen Knochen und Glas ist. Also, es ist aushaltbar, aber wirklich nicht angenehm und ich musste mich dazu zwingen, nicht wegzuzucken.

Nachdem sie das einige Zeit gemacht hat, wurden die Gläser dann an mehreren Stellen in meinem Rückenbereich für 15 Minuten angesaugt. Dies soll dazu dienen, dass dort das Qi (also der Fluss von Blut und Energie) gelöst wird, welches sich an diesen verhärteten Stellen festsetzt. Wem das zu esoterisch klingt, mithilfe des erzeugten Vakuums soll die Durchblutung lokal angeregt werden, da das Bindegewebe gedehnt wird. Meine Muskelverhärtung soll ebenfalls dadurch gelöst werden. Dies ist bei weitem nicht so unangenehm wie das Massieren mit dem Glas; also man merkt, wie die Haut festgezogen wird, aber nach 1-2- Minuten ist da kein Spannungsschmerz mehr und man liegt einfach entspannt da.

Direkt nach der Massage habe ich ein Bild von meinem Rücken gemacht und man kann die Stellen, an denen geschröpft wurde, trotz des schummerigen Lichtes ziemlich gut erkennen. Die Haut war an den Stellen definitiv etwas sensibel, Tasche auf der Schulter tragen war an diesem Tag nicht mehr drin, aber wirkliche Schmerzen hatte ich keine. Nach der Massage soll man am besten für den restlichen Tag nicht mehr duschen oder sonst irgendwelche Creme benutzen, sondern die Haut einfach sein lassen und alles etwas langsamer angehen lassen.

Spontan hat sich mein Rücken weniger verspannt angefühlt und ich konnte Schulter und Arm definitiv besser bewegen. Meine Masseurin sagte aber auch, dass ich noch einmal kommen sollte, da ich eine sehr intensive Verspannung habe (was stimmt, aber ich bin aktuell bei der Akupunktur und versuche, das hierdurch in den Griff zu bekommen).

Natürlich heilt jeder Körper anders und ich bekomme bei jedem kleinsten Stoßen schon einen blauen Fleck, aber nach drei Tagen sah mein Körper immer noch so aus und besonders den Fleck ganz links an der Schulter hatte ich über eine Woche. Was mich jetzt nicht sonderlich stört, sieht ja besonders im Winter niemand, aber ich wollte es einfach mal zeigen.

Leider hat dieses erste Mal Schröpfen nur eine kurze Verbesserung meiner Schmerzen gebracht, an Tag 2 waren sie dann schon wieder da. Somit hätte ich noch mindestens einmal wie empfohlen hingehen müssen, konnte das aber zeitbedingt nicht mehr, da ich schon wieder aus Berlin weg musste. Festzuhalten ist, dass ich die anfängliche Massage (ohne Gläser) und das Schröpfen an sich sehr spannend und auch hilfreich für normale Verspannungen finde. Es war eine neue, interessante Erfahrung und ich wäre auch einer zukünftigen Behandlung nicht abgeneigt. Aber 55€ sind – besonders wenn man das jede Woche über einen gewissen Zeitraum braucht – eben auch nicht gerade billig.

Habt ihr euch schon einmal schröpfen lassen? Mich würden eure Erfahrungen sehr interessieren, da ich niemanden kenne, der sich das schonmal angetan hat 😉 Und falls wer einen guten Laden um Darmstadt herum kennt, gerne her damit, dann kann ich meine Mama damit mal überraschen!

[Lesenswert] Lob der Stiefmutter – Mario Vargas Llosa

Einer meiner literarischen Vorsätze ist, mehr spanischsprachige Autoren (also natürlich in einer Übersetzung, so gut ist mein Spanisch dann leider doch noch nicht) zu lesen. Lob der Stiefmutter von Mario Vargas Llosa stand auf meiner Liste recht weit oben, habe ich doch schon Die Stadt der Hunde (meine Review) von ihm verschlungen und wollte mehr.

Worum geht’s Die 40-jährige Lukrezia heiratet den Witwer Don Rigoberto und will sich mit ihrem neuen Stiefsohn, dem 10-jährigen Alfonsito gut verstehen. Dieser scheint sie jedoch mehr als nur zu mögen und Lukrezia reagiert auf diese Annährungsversuche nicht als Mutter, sondern als leidenschaftliche Frau.

Wie ist’s Definitiv nicht die Lektüre, welche man im Wartezimmer des Arztes lesen sollte (was ich natürlich tat). Vargas Llosa ist ein Meister der Sprache und in der Übersetzung ist es weiterhin ein Lesegenuss. Die Geschichte hat Wendungen, die ich nicht kommen sah, das Ende ist sehr gelungen und ich wusste einfach nie, wie es weitergeht. Zwischen der Realität und der Götterwelt, in welcher sich ähnliche Dinge abspielen, wird hin und hergewechselt, was die Novelle spannend macht.

Lukrezia, Don Rigoberto und Alfonsito werden sehr gut beschrieben und sind Figuren in einem meiner Meinung nach nicht erotischem Roman, sondern einem Roman über Erotik. Welche von Vargas Llosa sehr facettenreich, direkt und ohne Scham beschrieben wird. Dinge, die man kennt, andere Dinge, an die man nicht denkt, werden vermischt und immer, wenn man mal wieder verwirrt zwischen Menschen- und Götterwelt wankt, kommt in dem Büchlein doch wirklich noch ein abgedrucktes Kunstwerk, um einen wieder in eine andere Richtung zu drängen. Ich hatte beim Lesen durchaus meinen Spaß!

Mehr will ich gar nicht sagen, da ich nicht noch mehr Details der Erzählung offenlegen mag, denn insgesamt hat man sie in wenigen Stunden gelesen und da sie fesselt, ist das schnell an einem Nachmittag getan. Wenn ihr Bücher des peruanischen Autoren mögt (oder vielleicht schon die Fortsetzung Die geheimen Aufzeichnungen des Don Rigoberto kennt), ist es definitiv was für euch. Wenn ihr Lust auf einen etwas anderen Lesegenuss habt, der diverse Sinne stimulieren und zum Nachdenken über diverse Themen anregen dürfte, dann ebenso..aber wenn ihr einen erotischen Roamn a la 50 Shades of Grey sucht, Hände weg, das ist nicht euer Buch!

Sunday again.

[Gesehen] Sex Education (2. Staffel); Shameless; Fargo

[Gelesen] Dr. Jekyll & Mr. Hyde – R. L. Stevenson

[Gehört] Chill Out Magic Music auf YT (perfekte Hintergrundmusik)

[Getan] bei der Akupunktur gewesen; endlich einen Tag Sauna; Freunde getroffen; meine Kakteen umgetopft; Pilgerpass beantragt

[Gegessen] Laugenbrezel; Linsensuppe; Tofu-Curry beim Thai; verflucht scharfes Gemüse beim Koreaner; Äpfel; Wiener Nougat

[Getrunken] Kaffee; Orangensaft mit Weizengras

[Gedacht] es gibt Freunde, die einen einfach immer in gute Laune versetzen 🙂

[Gefreut] Sonne, Sonne, Sonne!

[Geärgert] meine French Press ist mir gesprungen als ich gerade dabei war, heißes Wasser reinzuschütten..manchmal muss man einfach die Küchentür zumachen 😉

[Gewünscht] keine Schmerzen mehr

[Gekauft] eine Übernachtung für den 10.3., welche ich am 10.2. brauche – natürlich ohne die Option zu stornieren, die hätte ja einen ganzen Euro mehr gekostet (fail)

[Lesenswert] Mach dein Leben einfach reicher. Tagebuch & Praxisheft – Ines Keerl & Karin Lichtenstein

Vor keinen zwei Monaten habe ich euch den Glück Glück Ratgeber von Ines Keerl & Karin Lichtenstein vorgestellt und heute geht es um das frisch erschienene Begleitheft dazu. Unter dem Titel Mach dein Leben einfach leichter haben die beiden ein Tagebuch und Praxisheft herausgebracht, in welchem man sich mit Übungen, Tipps und praktischen Beispielen für die individuell auf einen herabstürzenden Alltagsanforderungen rüsten kann.

Das Tagebuch und Praxisheft bietet auf knapp 100 Seiten eine gute Mischung an Gedanken und Fragen, die dich zum Nachdenken bringen und dich inspirieren werden, dich mit dir selbst intensiver zu beschäftigen. So geht es z.b. um die folgenden Themen:

  • Aufmerksamkeit verbessern
  • Bewusster (er)leben
  • Lebensfreude steigern
  • Leben mehr Inhalt/Sinn geben
  • Eigenes Mindset nachhaltig verändern

Das Arbeitsheft ist in zwei große Teilabschnitte geteilt: der erste Teil dreht sich um Fragen an einen selbst, man soll herausfinden, was einem wichtig ist und es werden fünfzehn Gedanken aus dem Glücksbuch als Anregung genommen, sie „moderiert“ zu üben. Im zweiten Teil ist Platz für persönliche Aufzeichnungen, also ein Gedankentagebuch, wo sich zeigen wird, was euch persönlich wichtig ist. Dieser Teil hat viel Raum für eigene Notizen, wobei es weniger um den konkreten Gedanken geht, sondern um die Fragen, was ihr gelernt habt bzw aus dieser Situation für euch und eure Zukunft herausziehen könnt. Klingt zu kryptisch? So sieht das aus:

Das Schöne daran ist, dass man das Buch nicht chronologisch durcharbeiten muss, sondern entweder einfach zufällig eine Seite aufschlagen oder sich natürlich vorne ein Thema aussuchen kann, mit welchem man sich an diesem Tag beschäftigen kann. Da ich es liebe, morgens mit einem Kaffee einfach meine Gedanken aufzuschreiben, nutze ich das Arbeitsheft nun genau dann. Man ist ungestört, kann sich notfalls auch etwas mehr Zeit nehmen und hat einen Gedanken, welchen einen den weiteren Tag begleiten wird. Wenn einem dann doch noch etwas einfällt, ist das Buch schnell zur Hand – da es leicht ist, kann man es auch super mitnehmen und unterwegs weiterschreiben!

Für mich immer wieder wichtig ist das ruhige, tiefe Durchatmen, welches wir im Alltag so gerne vernachlässigen. Mittlerweile bin ich ganz gut darin, täglich wenigstens morgens und abends daran zu denken (danke Vipassana-Meditation), aber es war trotzdem hilfreich, diese Gedanken noch einmal zu verschriftlichen. Für mich trägt das nämlich zu einem bewussteren Leben und Umgang mit allem bei, wodurch meine Aufmerksamkeit verbessert und meine Lebensfreude auch an kleinsten Dingen gesteigert wird.

Wenn ihr Lust habt, zunächst mit Anleitung und dann mit Anregungen andere Sichtweisen auf die Welt zu entwickeln und euch selbst einfach besser kennenzulernen, euer Handeln zu hinterfragen und vielleicht auch zum Positiven zu verändern, kann ich euch dieses kleine Heft sehr empfehlen. Zumindest ich habe Freude daran und finde meine Zeit damit sehr genutzt 🙂

Mehr Infos dazu findet ihr auf dem Blog My Day Reloaded der beiden Autorinnen und das Tagebuch und Praxisheft könnt ihr für 8,99€ z.b. bei Amazon bestellen. Obwohl es als Begleitheft konzipiert ist, kann man es meiner Meinung aber auch ohne das Glück Glück Buch (12,99€) bearbeiten, denn es ist selbsterklärend. Beide Bücher zusammen „runden“ die Thematik aber durchaus ab und dürften euch ein paar Wochen (oder länger) mit euren eigenen Gedanken beschäftigen.

Kennt wer eines der beiden Bücher zufällig schon? Wenn ja, wie haben sie euch gefallen und/oder welches Buch aus diesem Bereich könnt ihr denn besonders empfehlen?

[Beauty] Die neuen Travel Fragrance Sprays „Cityscape“ & „Live Fearlessly“ von Mary Kay!

Manchmal landen Blogger-Pressemitteilungen geradezu schicksalhaft im Emaileingang, denn gerade nachdem ich meinen Flug nach Panama (nur mit Handgepäck) gebucht hatte, bekam ich die Nachricht, dass es neue Travel Fragrance Sprays von Mary Kay gibt. Schon in der Vergangenheit habe ich immer gerne Produkte der Marke ausprobiert und somit war ich mehr als happy, dass sie mir die beiden hübschen Sprays gleich zukommen haben lassen – danke, danke, danke! Natürlich mussten sie sofort ausgiebig beschnuppert und getestet werden, um zu sehen, welches mit über den Atlantik darf!

Ein guter Duft gehört für mich zum Alltag, egal, ob ich auf Reisen bin (wie 80% meiner Zeit) oder zuhause. Natürlich kann ich nicht immer meine großen Glasflakons mitnehmen und bin auf meine Umfüller oder solch praktische Reisegrößen angewiesen. Mary Kay hat ihre Eau de Parfums Cityscape und Live Fearlessly im praktischen 10ml Glasflakon mit Sprühverschluss für je 25€ nun für euch im Angebot und ich mag meinen ersten Eindruck mit euch teilen!

Beginnen wir mit Cityscape, welchen ich als zitrisch-blumigen Alltagsduft beschreiben würde. In der Kopfnote habt ihr Bergamotte, rosa Pfeffer, rote Johannisbeere, Aprikose und Veilchenblätter; in der Herznote sind Orangenblüten Absolut, Phantomia Orchidee Scent Trek, Pfingstrose und Florentiner Iris; und in der Basisnote findet man Sandelholz, Dasmon Plum, madagassische Vanilleschote, Angelika und Bernstein.

Definitiv ein Gute-Laune-Duft, der einen morgens beschwingter in den Tag starten lässt, dank dem Pfeffer ein wenig mehr „Kick“ hat und so ziemlich für jeden und jede Gelegenheit passen sollte. Er ist da, schreit aber nicht und zieht einige, aber eben nicht alle Blicke auf sich. Er wandelt sich sehr schön und bleibt am Ende noch lange warm-süß-holzig auf der Haut zurück.

Das EdP Live Fearlessly ist perfekt, wenn ihr einen etwas aussergewöhnlicheren, sehr floralen Duft haben mögt, welcher auch für abends super funktioniert. In der Kopfnote sind Bergamotte, Ingwer und üppige Blüten; in der Herznote kommen Rose, Maiglöckchen und Orchidee zusammen; und in der Basisnote habt ihr Tonkabohne, Zedernholz und Vanille-Moschus.

Er ist warm, weich, sehr feminin, aber selbstbewusst und er fällt auf, obwohl er „nur“ ein blumiger Duft ist. Ich liebe die Kombi aus Maiglöckchen und Zedernholz, welche man sehr gut wahrnehmen kann und die Rose übermannt zum Glück nicht alles. Der spritzige Ingwer ist hier die „oh, was bist du denn“-Überraschungskomponente, welche den Duft für mich besonders macht. Geht auch gut für den Alltag, wenn ihr damit umgehen könnt, dass ihr auffallt!

Beide EdPs haben eine gute Haltbarkeit, einmal aufsprühen morgens/abends langt, um bis zum Nachmittag/den nächsten Morgen den Duft wahrzunehmen. Er wandelt sich, wird langsam schwächer und hat mich mit seiner Komplexität etwas überrascht – also, im positiven Sinne. Die Flakons sehen sowohl in silber als auch in gold hochwertig aus und halten einiges aus, wodurch man sie perfekt in die Handtasche werfen oder gleich mit auf den nächsten Roadtrip nehmen kann.

Eigentlich wollte ich nur einen Duft mit nach Panama nehmen, aber es dürfen jetzt doch beide EdPs mit, da ich mich schlichtweg nicht entscheiden kann! Bisschen Abwechslung darf es für mich doch gerne sein und diese beiden sind eine gute (und platzsparende) Kombi, da mir Cityscape als Alltags-/Strand-/Stadterkundungsduft und Live Fearlessly als Weggehen-/Aufmerksamkeitsfordernder Duft sehr zusagt!

Kennt ihr die Düfte von Mary Kay? Welcher ist euer Favorit bzw welches andere EdP/EdT nehmt ihr aktuell in eurer Handtasche mit?

[Beauty] Liftactiv Specialist Peptide-C Anti-Aging Ampullen von Vichy!

Nachdem ich schon dreimal beim Tippen der Überschrift nachschauen musste, wie genau der Produktname lautet, finde ich, dass man diesen auch etwas kürzer und kundenfreundlicher gestalten hätte können. Aber gut, Vichy verspricht, dass diese Hautpflege dank „dermatologischer Expertise“ der „Aufbruch in eine neue Ära des Anti-Agings“ ist und vielleicht braucht man dann einen so langen Namen. Und bevor ich weiter meckere, starten wir direkt damit los, was ich nach zwei Wochen täglicher Anwendung (morgens und abends) zu den Ampullen zu sagen habe!

In ihnen befinden sich drei Inhaltsstoffe, welche als extrem wirkungsvoll in der Kosmetik angesehen werden, wenn es um das Verzögern/Aufhalten von Hautalterung geht. Zunächst einmal haben wir hier kollagen-stimulierende Bio-Peptide, welche die Zellenerneuerung fördern und die hauteigene Kollagen-Produktion anregen. Dazu kommt 10% pures Vitamin C, welches ebenfalls für die Stimulation von Zellenerneuerung und Kollagenproduktion verantwortlich ist, gleichzeitig die Haut aber noch vor freien Radikalen schützt. Die letzte Zutat in diesem Mix ist hochkonzentriertes Hyaluron, welches sofort straffend auf die Haut wirkt und der Haut intensive Feuchtigkeit spendet. Insgesamt sind nur 10 Inhaltsstoffe in den Ampullen, es wird sowohl auf Konservierungsstoffe sowie Parfüm verzichtet und versucht, mit Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs zu arbeiten.

Die Liftactiv Specialist Peptide-C Anti-Aging Ampullen, welche in Zusammenarbeit mit Dermatologen entwickelt und getestet wurden, werden als hochwirksam beschrieben, da sie sofort wirken (Straffung & Feuchtigkeit), Falten sichtbar mildern und zu strahlender Haut führen sollen. Kurzer Disclaimer: in der Vergangenheit habe ich schon häufiger Kapseln als extra Portion Pflege verwendet, mit Glasampullen hatte ich bisher noch keine Erfahrung! Weiter nutze ich täglich morgens und abends ein Öl/Serum für meine Haut, dieses habe ich nun weggelassen und stattdessen diese Pflege verwendet (und im Anschluss dann meine Augen- und Tages-/Nachtpflege).

Die Anwendung ist schnell und einfach, wenn man es erst einmal getan hat. Ich habe mir die bilderreiche Anleitung durchgelesen und mich zunächst daran gehalten. Ja, zunächst 😉 Man nimmt die Ampulle in die Hand, klopft die Flüssigkeit nach unten und bricht sie oben auf. Da merkt man, dass auf dem Glasbehälter ganz schön viel Druck drauf ist, denn es gibt einen lauten Plopp, der mich zunächst erschreckt hat; man soll das mit Hilfe eines Kosmetiktuches tun, um Verletzungen vorzubeugen, aber da ich keines hatte, musste das ohne gehen – geschnitten habe ich mich auf diese Art allerdings nie. Danach soll man den mitgelieferten Plastikapplikator auf die Öffnung setzen und durch ihn das Produkt in die Hände schütteln. Das hat mir zu lange gedauert, ich habe es dann einfach so rausgeschüttelt (und mich gekonnt in die Handinnenfläche geschnitten). Anschliessend verteilt man das Konzentrat mit den Fingerspitzen im gesamten Gesicht (ich habe es immer auch noch auf den Hals) und kann ein paar Stellen (zum Beispiel um die Mundwinkel herum) noch gezielter massieren. Danach muss man die Pflege etwa 30 Sekunden einwirken lassen, bevor man weiter cremt und kann in der Zeit den Plastikapplikator auf die offene Ampulle setzen, dass die Lösung auch am Abend noch gut ist.

Jetzt aber Butter bei die Fische, wie gefallen mir die Ampullen. Die Anwendung ist leicht und schnell, aber mir missfällt der Geruch der Ampullen sehr. Irgendwie zitrisch, aber auf eine unangenehme Art. Die Flüssigkeit ist gelblich und färbt leider ab; meine Schnittwunde in der Hand ist immer noch etwas orange und insgesamt hatte ich dann leider auch gelbe Stelle am Kopfkissen, obwohl ich lange gewartet habe, bevor meine Haut den Stoff berührt hat. Beides Punkte, die mir gar nicht gefallen. Das Serum selbst zieht in den vorgeschlagenen 30 Sekunden gut ein, brennt nicht und hinterlässt ein sehr angenehmes Hautgefühl (wäre dieser Geruch nicht..). Meine weitere Pflege lässt sich gut auftragen und auch Makeup hält, wenn ihr etwas wartet.

Sehe ich herausragende Veränderungen meiner Haut? Nein. Aber sie sieht erholt, nach gutem Schlaf und viel Feuchtigkeit aus. Prall, strahlend und gesund. An meinen Fältchen sehe ich allerdings keine Veränderung, besonders an der Stirn hatte ich mir da etwas mehr erhofft, aber nada. Vielleicht müsste man hier noch länger durchhalten, aber da mir Geruch und Abfärbung nicht gefallen, glaube ich, werde ich zukünftig lieber nach anderen Ampullen greifen. Wäre es zu einem WOW-Effekt gekommen, würde ich sie natürlich trotzdem weiter nutzen (da es ja Jammern auf hohem Niveau ist), aber das war hier einfach nicht der Fall bei mir.

Die Packung (gibt es z.b. bei Amazon) mit 10 Ampullen a 1,8ml (welche für morgens und abends ausreichen) liegt mit UVP bei 29,90€ – laut Vichy ist dies die optimale Anwendungsdauer, um Resultate zu sehen. Man kann sie sich aber auch nur hin und wieder gönnen, wenn man das Gefühl hat, dass die Haut ein direktes „pick me up“ an Strahlkraft und Feuchtigkeit benötigt.

Habt ihr diese oder andere Ampullen schon ausprobiert? Wie sind eure Erfahrungen und welche könnt ihr denn besonders empfehlen? Ich finde solche Extra-Pflege für mal nämlich sehr spannend, besonders wenn ich meiner Haut mal wieder etwas zu viel zugemutet habe..quasi als Friedens-/Wiedergutmachungsangebot 😉

[Beauty] Meine Parfum-Sammlung 2020!

Vor einem Jahr habe ich euch meine Parfum-Sammlung schon gezeigt und will dies auch 2020 wieder tun. Wobei sich da nicht wirklich viel getan hat, da ich standhaft geblieben und keinen einen neuen Duft gekauft habe, yeah! Nur ein paar Proben und wenige Reisegrößen durften bei mir ein- und wieder ausziehen, da ich sie on the go genutzt habe. 2019 sah es also folgendermaßen in meinem Schrank aus:

14 EdTs, EdPs, Bodysprays und Duftöle hatte ich noch, wobei ich jemand bin, der gerne saisonal und nach Gelegenheit wechselt. Mein Signature Duft ist und bleibt Pour Elle von Annayake, Sikkim Girls von LUSH mein Herbst-/Winterduft und Moringaöl mein Liebling im Sommer. Alle anderen Düfte hier muss ich nicht haben, aber da sie schon einmal da sind, nutze ich sie natürlich und versteht mich nicht falsch, ich tue das auch gerne; ich könnte nur auch ohne sie leben 😉 Besonders Bodysprays nutze ich sooo selten, da muss ich mich mal bisschen mehr zu im Sommer motivieren! Ein genaueres Close-Up auf die vielen La Rive Düfte will ich euch noch zeigen (eine ausführliche Review mit Duftzwilling-Vergleich habe ich hier getippt):

Seeeeeehr viel hat sich nicht geändert, ich habe es hingekriegt, zwei Düfte zu leeren, wobei das schwierig war, da ich meist mit so leichtem Gepäck unterwegs war (PCT wandern und so), dass einfach gar kein Duft mehr mitkonnte. Also, gar nicht so schlecht dafür, dass ich nur ein paar Monate wirklich konsequent sprühen konnte!

Das Vanilla & Apple EdT von H&M habe ich in den letzten kalten Wochen sehr häufig benutzt und das La Rive Vanille EdT hatte ich unterwegs im Sommer dabei, da es ein ganz guter Alltagsduft war. Beide werde ich aber nicht nachkaufen, da ich sie schlicht und einfach nicht vermisse und lieber zu anderen Düften greife.

Somit bin ich mit meiner Sammlung zwar immer noch im zweistelligen Bereich, aber ich denke, dass ich es bis Ende des Jahres doch von 12 auf 9 Düfte schaffen sollte, zumindest nutze ich im Moment weiter recht konsequent nur zwei Düfte (Alltag und Weggehen). Irgendwann will ich mal bei so fünf Düften angekommen sein, das finde ich eine gute Anzahl an Abwechslung für Jahreszeit und Gelegenheit.

Wobei mich ja interessieren würde, wie viele Düfte ihr so zuhause habt? Wechselt ihr auch nach Jahreszeit oder einfach nach Lust und Laune? Oder habt ihr einfach nur einen Duft für jeden Tag? 🙂

[Fashion] Meine Beach-Trends 2020!

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei grauem, nass-kalten Wetter muss ich immer nach bunter Sommermode Ausschau halten, um gute Laune zu kriegen (alle anderen antizyklischen Shopper bitte einmal die Hand heben). Wobei es für mich nächsten Monat ja schon wieder ins Warme geht, genauer gesagt werde ich direkt am Strand in Panama leben und somit nicht allzu viel Kleidung brauchen. Was ich jedoch brauche, ist farbige Bademode, sprich ein paar neue Strandkleider sowie ein bisschen was an Badeanzug/Bikini sowie Cover-Up!

Bei meinem Badeanzug ist das Gummi mittlerweile doch etwas sehr porös und ach, als ich diesen schicken schwarzen Einteiler mit Netzeinsätzen (69,95€) der Marke SUNFLAIR gesehen habe, war ich hin und weg. Schlicht, aber eben doch ein absoluter Hingucker und ich liebe die bronzefarbenen Paspeln! Man wird zwar etwas interessanter braun, aber gut, das ist mir wurst, ich bin nur gespannt, wie sich das Netz anfühlt, wenn es nass ist. Achja, die Träger kann man abnehmen, wenn man etwas Variation haben mag!

Da ich noch nie der Typ war, der ewig im Bikini/Badeanzug am Strand rumrennt und auch im Aufzug (von der Wohnung zum Pool) gerne etwas anhat, finde ich diese beiden Cover-Ups natürlich super. Meine ehemalige Tunika (gekauft vor nur knapp 20 Jahren in der Dom Rep..) fällt auch auseinander, somit wird es höchste Zeit. Der türkisfarbene Pareo (29,95€) ist im Nu übergeworfen und kann auf unterschiedlichste Weise gewickelt werden, was mir gut gefällt. Plus ist die Farbe natürlich der Knaller! Aber auch das Strandkleid im Tunikastil (24,95€) ist genau meines und damit sieht man etwas angezogener aus und kann mal schnell zum Einkaufen hüpfen oder sich am Strand in eine Bar setzen. Mit einer dicken Leggings und Kuschelcardigan kann man sich damit die Urlaubserinnerungen sogar mit in den deutschen Winter holen.

Um die Evolution zu vervollständigen, muss ich euch noch dieses wunderschöne Strandkleid mit Wasserfallausschnitt (29,95€) zeigen. Bei Alba Moda ist im Moment viel Bademode im SALE, wo sich das Herumstöbern lohnt; denn dieses von 80€ reduzierte Jersey-Kleid ist doch wirklich Urlaub in Textilform! Dank bequemen Taillengummi macht es eine super Figur, ist aber trotzdem sehr angenehm zu tragen und mit Palmenblättern kriegt man mich auch immer! Hallo, du hübsches Ding, ich glaube, wir werden gute Freunde werden!

Ansonsten dürfen natürlich noch Hut, Sonnenbrille und Sonnencreme nicht fehlen, von all diesen Accessoires habe ich aber doch genug zuhause (wobei ich letzte Woche endlich mal meine Sonnenbrillen aussortiert habe, denn faktisch trage ich zwei und nicht zehn..). Was muss für euch mit an den Strand und wann geht es für euch in die Sonne? Habt ihr schon geplant oder seid ihr eher noch im Ski-Fahr-Modus? 🙂

Copyright der Bilder: albamoda.de

Sunday again.

[Gesehen] The Widow; Shameless; Queen of the south

[Gelesen] Fürchtet euch – Wiley Cash

[Gehört] True Crime Podcasts

[Getan] mich von Hundetier & Berlin verabschiedet; Kleiderschrank aussortiert; bei der Akupunktur gewesen; Spieleabend mit Freunden

[Gegessen] Vegane Pizza; Kartoffelrösti mit Ketchup; Brote mit Macadamia-Aufstrich; Äpfel; Amerikaner

[Getrunken] Kaffee mit Hafermilch; Orangensaft; Orangenlimonade Zero von Edeka

[Gedacht] was gibt es für gute Menschen

[Gefreut] Ruhe und Entschleunigung; ein ganz tolles Gespräch mit einem amerikanischen Ehepaar, auf dessen Babykatze ich bald aufpasse

[Geärgert] ich war genervt über all den bürokratischen Kram, aber yeah, Steuererklärung ist fertig (und alles mit der KV zum Glück wohl auch)

[Gewünscht] keine Schmerzen mehr im Arm (mal sehen, was die zweite Runde Akupunktur morgen bringt)

[Gekauft] Flugtickets mit Air Europa (bei den Bewertungen scheiden sich online ja die Geister, ich bin gespannt)

[Lesenswert] tschick – Wolfgang Herrndorf

Das Buch tschick von Wolfgang Herrndorf war mir zwar schon lange ein Begriff und das Artwork vom Cover hat sich ebenfalls bei mir eingebrannt, aber ich habe es erst die letzten Tage hingekriegt, es ENDLICH einmal zu lesen. Dabei liest es sich runter wie Butter, man will nicht mehr aufhören und schwupps, ist man am Ende des Nachmittages auch schon damit durch – herrlich!

Worum geht’s Der 14-jährige Maik kommt aus einem zwar reichen, sonder aber ziemlich kaputtem Elternhaus und ist in der Schule ein als langweilig geltender Außenseiter. Unglücklich verliebt ist er auch noch und hat einen sehr langweiligen Sommer alleine (Mutter in der Entzugsklinik, Papa mit der Geliebten unterwegs) vor sich. Doch er hat die Rechnung ohne den neuen Mitschüler Tschick gemacht, welcher beschliesst, dass die beiden zu einem nicht unbedingt legalen Abenteuer mit einem geklauten Lada „in die Walachei“ aufbrechen sollten.

Wie ist’s Wie ein wunderbarer, nach Freiheit und Abenteuer schmeckender Sommertag, wie ihn die meisten von uns bestimmt schon einmal erlebt haben. Die Charaktere des coming of age Romans sind ganz wunderbar beschrieben, die Story eines Roadtrips durch Deutschland nett und durchaus überraschend und ich musste viel lachen. So richtig laut. In der Öffentlichkeit. Das Buch macht einfach nur Spaß und genau wie diese Sommertage will man nicht, dass es vorbei geht. Da ich nichts von der Handlung verraten will, muss ich mir hier gerade echt auf die Zunge beißen, aber es sind definitiv einige sehr absurde Situationen dabei!

Einfach nur ein rundum gelungenes Lesevergnügen, welches durch den wunderbaren Schreibstil nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Von Wolfgang Herrndorf werde ich definitiv noch mehr lesen – und dieses Buch nicht weitergeben, sondern doch wirklich in meinem Regal behalten, da ich es noch einmal lesen mag.

ABSOLUTER LESETIPP von mir, da hat 2020 wirklich großartig angefangen! Ob im Urlaub, unterwegs oder wenn es draußen grau und nass ist, dieses Buch geht immer und macht euch garantiert gute Laune!