Als Tee oder Gewürz hat sich Pfefferminze weltweit als beliebt erwiesen. Die Nutzpflanze zeigt neben dem Genuss auf dem Gaumen aber auch heilende Wirkung. Besonders in Form von Pfefferminzöl Kapseln hilft sie gegen diverse Bauchbeschwerden und Krämpfe.


Was sind Pfefferminzöl Kapseln?

Pfefferminzöl (Mentha piperita) ist ein ätherisches Öl, welches mithilfe von Wasserdestillation aus den Zweigspitzen und Stängeln der Pflanze gewonnen wird. Sowohl die Kosmetik als auch die pharmazeutische Industrie bieten Produkte für äußere und innere Behandlungen an. Aufgrund der großen Bedeutung der Wirksamkeit werden weltweit mehrere Tonnen jährlich produziert. Pfefferminzöl gibt es zur einfachen Anwendung zuhause auch in Form von magensaftresistenten Kapseln. Hauptinhaltsstoff von Pfefferminze ist Menthol.


Welche Wirkung entfalten Pfefferminzöl Kapseln?

Die Pfefferminzöl enthaltenen Weichkapseln haben eine krampflösende Wirkung auf die Muskelzellen des Magen-Darm-Traktes. Dabei halten sie der Magensäure stand und lösen sich erst im Dünndarm auf. Dort erfolgt der Großteil der Stoffaufnahme (Resorption), da der Dünndarm eine größere Oberfläche aufweist. Zudem weisen die Membranen des Organs eine höhere Durchlässigkeit (Permeabilität) auf. Die Muskulatur des Magen-Darm-Traktes entspannt sich nach der Einnahme der Kapseln. Daneben helfen sie auch bei Symptomen im Oberbauch. Insbesondere Blähungen und Völlegefühl machen den Betroffenen zu schaffen. Diese und andere Beschwerden der Verdauung (Verstopfung, Durchfall, Reflux und Sodbrennen) lassen sich durch das Pfefferminzöl erwiesenermaßen verbessern.

Die optimale Wirkung entfaltet sich aber nur bei korrekter Einnahme. Das heißt: Sie dürfen nicht zerbissen werden. Eine vorzeitige Freisetzung des Pfefferminzöls hätte eine Reizung der Mundschleimhäute und Speiseröhre zur Folge. Erst im Dünndarm soll die Wirkung zur Entfaltung kommen und nicht vorher. Damit lassen sich unangenehme Nebenwirkungen verhindern.


Pfefferminzöl Kapseln bei Reizdarmsyndrom und Verdauungsbeschwerden

Beim Reizdarmsyndrom handelt es sich um ein chronisches Leiden. Die sich in Phasen abwechselnden Beschwerden drücken sich in Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall aus. Eine feste Standard- Therapie mit Pfefferminzöl gibt es bislang nicht. Dennoch konnten Studien beweisen, dass die Einnahme kurzzeitig zur Linderung von Schmerzen führt. Da die Empfehlungen für eine geeignete Dosierung variieren, sollten sich vom Reizdarm Betroffene die Dosierungsanweisung des jeweiligen Produktes durchlesen und gegebenenfalls auch eine Absprache mit dem Hausarzt bezüglich der Einnahme treffen.

Durch die entblähende und krampflösende Wirkung lindert das Pfefferminzöl in Form von Kapseln auch allgemeine Verdauungsbeschwerden. Da das Öl reizend auf die Schleimhaut wirkt, sollte auf die Anwendung in Tropfenform verzichtet werden. Die Tropfen entfalten ihre Wirkung nämlich bereits im Magen. Aus diesem Grund können Magenschmerzen als eine unangenehme Nebenwirkung auftreten.


Pfefferminzöl Kapseln bei Kopfschmerzen

Das ätherische Öl gibt es auch für die äußere Anwendung. Insbesondere das in Pfefferminzöl enthaltene Menthol hat eine kühlende Wirkung auf die Haut. Nach dem Auftragen dringt der Hauptinhaltsstoff in die Haut ein und bewirkt dort eine Anregung der Kälterezeptoren sowie eine Steigerung der Durchblutung. Da Kopfschmerzen infolge einer verringerten Durchblutung entstehen können (Spannungskopfschmerz), kann eine äußere Anwendung zu einer zeitlich schnellen Abnahme der Schmerzen führen. Ebenso trägt das anhaltende Kältegefühl zu einer Schmerzlinderung bei.


Welche Nebenwirkungen haben Pfefferminzöl Kapseln?

Pfefferminzöl in Form von Weichkapseln zeigen weitestgehend keine Nebenwirkungen, da sich die Wirkung erst im Darm entfaltet und nicht schon im Magen. Eine Reizung der Magenschleimhäute ist somit nicht möglich. Bei Tropfen hingegen ist etwas mehr Vorsicht geboten. Sollten Unverträglichkeiten bestehen, ist eine Dosierung und die Form der Einnahme immer mit dem Hausarzt abzusprechen. Das gilt vornehmlich bei Nierenschäden, ausgeprägten Reflux- oder Gallenerkrankungen. Auch das Alter ist bei der Einnahme zu beachten. Für Kinder gibt es andere Dosierungsempfehlungen. Vorsicht geboten ist ebenso bei einer Schwangerschaft, da es für die Sicherheit der Anwendung keine ausreichenden Daten gibt.


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