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[Sehenswert] Der weiße Hai, Der mit dem Wolf tanzt, Indiana Jones & Clickbait

Da ich weiterhin an meiner „Klassiker“-Filmliste arbeite, habe ich heute erst einmal drei ältere Empfehlungen für euch. Gute Filme haben ja zum Glück kein Ablaufdatum und klar, sie haben nicht so eine tolle Grafik und Effekte, aber sehenswert sind sie allemal! Der ein oder andere wird auch bestimmt demnächst im TV laufen, irgendwie kommen zur (Vor-)Weihnachtszeit ja gerne solche Klassiker! Eine neuere Miniserie von Netflix werfe ich aber auch noch in den Ring, um ein bisschen Abwechslung zu haben.

Der weiße Hai (1975)

Die Story war mir natürlich bekannt, ein weißer Hai taucht an einer amerikanischen Küste auf und beginnt, „Jagd“ auf die Menschen zu machen. Aber ich muss sagen, dass ich von der Erzählweise sehr angetan bin, da es eben nicht nur im Blut ging, sondern um die Menschen dahinter, ihren Umgang mit der Natur und natürlich um den Hai, der vielschichtig dargestellt wurde. Dass es auch unerwartete Tote gab, fand ich ebenfalls super, so hatte man hier mehr Spannung und ich kann sagen, es ist ein rundum gelungener Thriller! Ob ich jetzt die weiteren Teile noch sehen muss? Nicht wirklich, aber diesen würde ich mich irgendwann noch einmal anschauen, denn ja, das ist gute Unterhaltung!

Der mit dem Wolf tanzt (1990)

Die Länge des Filmes hat mich immer abgeschreckt und eigentlich wollte ich lieber das Buch lesen. Aber dann kam doch plötzlich der Moment und ich wollte zwei Abende mit Kevin Costner verbringen. Und was soll ich sagen, mir hat der Film von seiner Machart sehr gefallen. Viele Dialoge sind auf Lakota geführt, was ich grandios finde, da er so einfach viel authentischer wirkt. Gleichzeitig finde ich die Besetzung sehr gut, welche das Leben der Lakota (für mich zumindest) sehr glaubhaft darstellt. Dass der Filme über weite Strecken nur sehr langsam voranschreitet, gefällt mir hier erstaunlicherweise ebenfalls. Es passt einfach und die Entfaltung der Story wirkt echt.

Am Ende war mir der Film lustigerweise übrigens nicht lang genug, also ich hätte da problemlos noch eine Stunde weiterschauen können, da ich wissen wollte, wie es weitergeht. Also Moral von der Geschichte ist, dass ich mich nicht nochmal von einer Filmlänge abschrecken lasse, sondern den Film halt einfach aufteile, wenn ich überfordert bin.

Indiana Jones – Jäger des verlorenen Schatzes (1981)

Noch so Film, wo ich in etwa weiß, worum es geht, ihn mir aber nie selbst angesehen habe. Somit wurde es mal Zeit und ich glaube, ich werde da nach und nach alle weiteren Teile auch schauen. Denn es ist nette, seichte Unterhaltung, wobei die Handlung irgendwie auch ohne Indiana Jones funktionieren würde. Aber gut, wir haben hier sehr typisch gezeichnete Charaktere und wissen auch, was hier passieren wird. Nett gemacht ist es trotzdem, klar auf ein paar Stereotype hätte man echt verzichten und dafür vielleicht ein bisschen historisch korrekter arbeiten können. Aber gut, den Anspruch hatte man hier nicht – man wollte einen unterhaltsamen Abenteuer für die ganze Familie und das ist er.

Erstaunt war ich darüber, wie „alt“ Harris Ford damals schon war und dass thematisch natürlich mal wieder Nazis mitspielen mussten. Zweiteres hatte ich so überhaupt nicht auf dem Schirm und war kurz etwas verwirrt, in welcher Zeit wir uns befinden. Aber gut, das tat der Sache jetzt keinen Abbruch.

Clickbait (2020)

Nick, ein scheinbar perfekter Ehemann, wird entführt und das hochgeladene Video seiner Beichte, dass er Frauen missbrauchen würde, ein viraler Hit. Wenn es genug Aufrufe hat, soll er getötet werden. Seine Frau und Familie sind absolut verwirrt und wissen nicht, was da vor sich geht und versuchen, Licht ins Dunkle zu bringen.

Die Serie ist perfekt für ein Wochenende, da sie spannend konzipiert ist und man wirklich ständig auf falsche Fährten geführt wird. Das Ende ist definitiv sehr konstruiert, aber man hat es so bestimmt nicht kommen sehen und ich muss sagen, ich war endlich mal wieder überrascht. Ob das alles realistisch sein könnte, sei mal dahingestellt, aber es ist gut! Die einzelnen Folgen waren zeitlich auch gerade richtig, es stand immer eine andere Person und ihre Beziehung zu Nick im Vordergrund und man lernte schnell, dass die oberflächliche Idylle gar nicht so existierte. Ich mag nicht mehr spoilern, aber schaut euch hier vielleicht mal die erste Folge an und lasst euch fesseln!

[Sehenswert] When they see us, Norsemen, Arrival & Howl’s Moving Castle

Aktuell versuche ich recht erfolglos in die Serie Chicago Med reinzukommen, denn ich habe mal wieder Lust auf eine Krankenhausserie. Doch so wirklich kriegt sie mich bisher (Folge 4) einfach nicht und somit frage ich mal, ob da wer von euch eine Empfehlung hat? Und biete im Gegenzug zwei Serien und zwei Filme an, die ich in letzter Zeit gesehen habe!

WHEN THEY SEE US (Netflix)

Die vierteilige Dramaserie beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich 1989 in New York ereignete und berechtigterweise enorm große Wellen schlug. Eine Joggerin wird nachts im Central Park brutalst vergewaltigt, überlebt, aber kann sich nicht wirklich erinnern. Zeitgleich werden an anderer Stelle im Park Jugendliche aus Harlem aufgegriffen, welche sich nun perfekt als Täter eignen. Was die Polizei daraufhin mit den fünf Jungen, die am besten „passen“, macht, lässt einen einfach nur sprachlos zurück. Am Ende haben sie gebrochene, verzweifelte „Kinder“, von denen sich einer sogar schuldig bekennt, da er den Versprechungen der Polizei glaubt und andere, die sich gegenseitig des Verbrechens beschuldigen.

Die Serie macht enorm wütend, sprachlos und man zweifelt wirklich an der Menschheit. Besonders traurig ist, dass die Thematik noch immer hochaktuell ist, Rassismus und Hass nicht nur in den USA an der Tagesordnung stehen und man leider auch das Vertrauen in die Justiz verliert. Ich will nicht spoilern, wie es für die „Harlem Five“ endet, aber empfehle euch diese Serie wirklich sehr! Nichts für gute Laune, aber absolut sehenswert, da es einen noch lange beschäftigen wird!

NORSEMEN (Netflix)

Ok, das ist ein harter Cut zur ersten Serie, aber Norsemen ist seichte Unterhaltung in Perfektion. Wenn man einfach nur den Kopf ausschalten und ein bisschen lachen mag, ist das euer Ding! Wir wollten eigentlich die Serie „Vikings“ schauen, waren aber zu gelangweilt nach den ersten paar Folgen und fanden dann zufällig diese norwegische Parodie. Wir befinden uns im Jahre 790 in Norheim, einem Wikingerdorf irgendwo in Norwegen, wo man zum ersten Mal mit dem Schiff gen Westen zur Plünderung aufbricht. Das damalige Leben dort wird dargestellt, aber in Kombination mit aktuellen Thematiken, was manchmal verdammt lustig ist. Die Serie ist überzeichnet, teilweise sehr brutal und auch absurd – es erinnerte mich sehr an Monty Python.

Keine Serie, die irgendwie nachhallt, aber eben gut kurzweilig unterhält. Da eine Staffel auch nur sechs Folgen hat, ist man sehr schnell durch. Wir haben danach noch eine Wikingerdoku geschaut und ich fand faszinierend, dass eben doch einige Details bei Norsemen historisch korrekt waren, was mir gefällt, da man sie „nebenbei“ gelernt hat. Ebenfalls mochte ich sehr, dass die 1. und 2. Staffel zeitlich hintereinander spielen, die 3. Staffel einem dann aber die Vorgeschichte gibt und mit dem Anfang der 1. Staffel endet – fand ich sehr gut gemacht!

ARRIVAL (2006)

Dieser Film hatte eigentlich alle Voraussetzungen, um mir zu gefallen: spannende Sci-Fi-Story gepaart mit Linguistik, Amy Adams, die ich für außerordentlich talentiert halte und dann war es noch die Empfehlung eines Freundes. Aber irgendwie war dann doch der Wurm drin. Geliehen habe ich ihn bei Amazon, da er leider nicht auf Netflix steht und 4€ sind jetzt nicht die Welt, aber hier würde ich sie nicht noch einmal investieren.

Rund um den Globus landen zwölf mysteriöse Raumschiffe auf der Erde und die unterschiedlichen Länder versuchen, Kontakt aufzunehmen. Statt zusammenzuarbeiten, beginnt jede Nation recht schnell für sich zu „kämpfen“, was die Situation natürlich erschwert. Wir bekommen Einblick in die amerikanischen Bemühungen, welche ein Team aus Physiker und Linguistin zur Kontaktaufnahme mit der unbekannten Spezies zwingen. Sie beginnen, die neue „Sprache“ zu entschlüsseln und via Kommunikation herauszufinden, was die Besucher auf der Erde wollen. Grandios fand ich die entworfene außerirdische Sprache!

Der Film spielt zeitlich auf mehreren Ebenen und man fragt sich seeeehr lange, warum. Die Lösung kommt dann kurz vorm Ende und der Gedanke ist spannend, aber wird dann leider überhaupt nicht mehr ausgeführt und Abspann. Was ich sehr schade finde, denn die Grundidee des Films (und der Kurzgeschichte, auf der er basiert) fand ich super. Nur die Erzählweise eher langweilig, da man ewig wartet, dann wieder unnötig viel Romantik und teilweise auch Nebengeschichten hat, die einfach nur Zeit „vergeuden“ (wer den Film gesehen hat, z.b. die Meuterei der Soldaten). Also irgendwie hätte man hier entweder einen Kurzfilm draus machen sollen oder den Film einfach nochmal zwanzig Minuten länger am Ende, aber so war das für mich einfach nichts Ganzes.

HOWL’S MOVING CASTLE (Netflix)

Mein erster Studio Gibli-Film (jaaaaaa, ich weiß, wie spät ich dran bin!) wurde Howl’s Moving Castle und von der Animation her finde ich ihn großartig! Hier wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, man spürt die enorme Kreativität der Beteiligten und musikalisch fand ich ihn ebenfalls super! Aber die Story selbst war etwas schleppend und so gar nicht, was ich erwartet habe nachdem ich die Kurzbeschreibung auf Netflix gelesen hatte.

In einem nicht näher bestimmten Fantasieland wird die jugendliche Sophie von einer Hexe ziemlich zufällig (und willkürlich erscheinend) mit einem Fluch belegt und verwandelt sich in eine alte Frau. Nach dem ersten Schock beschliesst sie, ihr Leben trotzdem so gut es geht, weiterzuleben und findet durch Zufall bei dem Zauberer Howl, seinem Assistenten und einem Feuerdämon Zuflucht. Teilweise werden Dinge bei der Story vergessen oder einfach nicht thematisiert, wodurch ich oftmals nicht wirklich wusste, was hier wie und warum geschieht. Auch ist die Liebesgeschichte einfach etwas flach; und vorgeschädigt durch Arrival fand ich die Zeitreisenthematik auch hier irgendwie doof. Aber gut, Notiz an mich selbst: erstmal keine Filme mehr, wo man die Zukunft sehen und dadurch die Gegenwart verändern kann. Spaß hatte ich beim Ansehen aber trotzdem, versteht mich nicht falsch!

Vier sehr unterschiedliche Serien bzw Filme, die ich euch vorstellen wollte. Und auch wenn ich persönlich Arrival nicht sonderlich gut fand, hat er soooo viele positive Bewertungen im Internet, dass ich ihn ansprechen wollte. Denn vielleicht ist er ja genau was für euch und/oder ihr habt ihn schon gesehen und wollt mir sagen, wie ihr ihn gefunden habt? Das würde mich auf jeden Fall sehr interessieren! Und wie gesagt, wenn wer eine gute Krankenhausserie hat, gerne her damit!

[Sehenswert] Collateral, Retribution & Die üblichen Verdächtigen!

Noch immer bin ich auf der Suche nach einer guten Serie, von der es am liebsten schon zehn Staffeln gibt und ich mich somit einige Monate mit ihr beschäftigen kann. Aber bisher habe ich einfach nichts gefunden, was mich hinreichend gefesselt hat und somit habe ich nun die Miniserien und ältere, aber gute Filme (ich arbeite ja noch an meiner IMDB-Liste der 250 besten Filme) für mich entdeckt. Beide Serien, die ich euch heute vorstelle, sind jetzt nicht „wow, ich werde noch ewig von ihr sprechen“-Highlights, aber eben doch nett, wenn man sich nicht fest an etwas binden mag, sondern nach vier Folgen (und unter vier Stunden Gesamtlänge) wieder gehen mag!

COLLATERAL

Die schwangere Polizeikommissarin Kip Glaspie wird damit beauftragt, den Mord an einem Pizzalieferanten auf offener Straße in London aufzuklären. Dabei öffnen sich schnell Türen und werden Hintergründe bekannt, die man zu Beginn wirklich nicht kommen sieht.

Da ich Carey Mulligan als Schauspielerin sehr mag, war ich sofort neugierig, hatte aber nicht allzu hohe Erwartungen an die Story. Doch diese entfaltet sich über die vier Episoden sehr gut, manches scheint ein wenig weit hergeholt, aber insgesamt mag ich die Verwicklung von Polizei, Politik, Geheimdienst, Militär und „normalen“ Menschen, die plötzlich in etwas hineingezogen werden, ganz gerne. Die Charaktere sind mal ein bisschen mehr „edgy“, was sie glaubwürdiger macht und ich fand das Ende gelungen. Also wenn ihr ein bisschen Lust auf Aufklärung eines Mordes habt, schaut euch mal den Trailer an!

RETRIBUTION

Ein frischverheiratetes Ehepaar wird nach ihrer Rückkehr brutal zuhause ermordet und die Polizei steht zunächst vor einem Rätsel. Die Familie der beiden ist schon seit ihrer Kindheit befreundet, da sie Nachbarn im ländlichen Schottland sind, doch die idyllische Kulisse trügt..und es kommen nach und nach mehr problematische Dinge an die Oberfläche.

Die Serie hat nur vier Folgen, aber ich sage euch, ich habe da so einige Wendungen nicht kommen sehen und hatte immer wieder einen „was zur Hölle“-Moment. Wird es etwas absurd und unglaubwürdig? Ja. War ich trotzdem gefesselt und wollte einfach nur wissen, wie sich alles auflöst? Absolut. Super, um die vier Folgen an einem verregneten Wochenende gleich in einer Sitzung durchzuschauen und dabei die Tür lieber doppelt abzuschließen 😉

DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN

Aktuell ist der Film aus dem Jahre 1995 auf Platz 33 des IMDB-Ratings und somit wurde es wirklich mal Zeit, ihn zu sehen! Es geht auch hier um die Aufklärung eines Mordes und ist ein spannendes psychologisches Katz- und Mausspiel zwischen Verdächtigen und Polizisten. Dazu viele Rückblenden, grandiose Schauspieler und tolle Kameraperspektiven, super Unterhaltung! Das Ende ist zwar vorhersehbar, aber nichtsdestotrotz gut! Er hat mir auf jeden Fall Lust gemacht, wieder mehr Filme zu sehen und meine massiven cineastischen Bildungslücken ein wenig zu schließen!

Irgendwie sind das alles jetzt eher düstere Empfehlungen, aber ich muss auch gestehen, ich war nicht soooo sehr in Stimmung für eine Komödie (ok, bin ich eh selten). Somit für mich genau richtig und ich glaube, ich habe die Mini-Serie für mich neu entdeckt – mal schauen, was Netflix da aktuell noch so im Angebot hat. Wenn ihr Empfehlungen habt, gerne her damit!

[Sehenswert] The Expanse, The Fall & Love is Blind

Langsam komme ich an den Punkt der unerträglichen Langeweile, wie bestimmt viele von euch auch. Welche gerne darin gipfelt, dass ich eine Stunde Netflix-Trailer anschaue, mich aber irgendwie zu nichts begeistern kann. Da dieses Jahr auch so gar keine Weihnachtsstimmung aufkommen mag, habe ich auch nicht wirklich Lust auf die klassischen Filme für dieses Jahreszeit.

Da es bestimmt noch mehr Leuten so geht und sie neue Serienempfehlungen gebrauchen können, dachte ich mir, ich stelle euch mal vor, was ich aktuell so schaue!

THE EXPANSE (5 Staffeln)

Wir befinden uns im 24. Jahrhundert und mittlerweile haben die Menschen nicht nur die Erde, sondern auch den Mars und einem Asteroidengürtel, sowie verstreuten Kolonien und Raumstationen als Lebenswelten erobert. Erde und Mars stehen in einem sehr angespannten Verhältnis zueinander und die Menschen des Asteroidengürtels werden einfach nur ausgebeutet, was zu Spannungen führt. In diesem Szenario verschwindet nun eine Frau, welche von Detektiv Joe Miller aufgespürt werden soll. Gleichzeitig wird ein Eisfrachter, welcher einem Notrufsignal eines anderen Raumschiffs folgt, von einem fremden Kriegsschiff attackiert und irgendwie beginnen diese beiden Storylines, sich miteinander zu verweben.

Alle fünf Staffeln dieser enorm spannenden und soooo visuell ansprechend konzipierten Serie stehen bei Amazon Prime. Wir haben die ersten beiden Staffeln jetzt in knapp 1,5 Wochen durchgeguckt und man muss einfach weiterschauen. Es passiert so viel, dass es einfach nicht langweilig wird und es sind definitiv auch Wendungen dabei, die man nicht kommen sieht. Plus mag ich den Humor gerne. Ich bin froh, dass es noch drei Staffeln zum Anschauen gibt, so sind die nächsten verregneten Tage schonmal gerettet! Meine absolute Serienempfehlung für diesen Monat!

THE FALL (3 Staffeln)

Detective Stella Anderson (juhu, Gillian Anderson) wird von London nach Belfast geholt, um zwei ungeklärte Mordfälle an Frauen in der Stadt, welche gleichzeitig von einem brutalen Kampf zwischen Polizei und lokalen Kriminellen geprägt ist, aufzuklären. Wenige Tage nach ihrer Anreise wird eine dritte Frau ermordet und es scheint, dass es Serientäter sein Unwesen treibt. Was die Serie gleich zeigt, denn der Familientherapeut Paul Spector ist der Gesucht. Dieser lebt ein von außen „ganz normales“ Leben mit Frau und Kindern, der Gutes tut, aber nachts Frauen stalkt und diese tötet.

Es ist jetzt keine „WOW, sowas habe ich noch nie gesehen“-Serie, aber sie ist gut gemacht und ich mag die Schauspieler alle gerne. Kein Vergleich zu The Expanse, aber sie ist spannend gemacht, das Setting „Belfast“ finde ich interessant und mit nur drei Staffeln (und insgesamt 17 Folgen) ist das ein netter Zeitvertreib. Ist düster, brutal und jetzt nicht unbedingt etwas für gute Laune, aber wer skandinavische Krimis/Thriller mag, wird auch hier seine Freude dran haben!

LOVE IS BLIND (1 Staffel)

Und jetzt noch meine letzte Puzzle-Begleitung 😉 Eigentlich puzzle ich immer mit Podcasts, aber ich wollte unbedingt mal in die Netflix-Serie Love is Blind hineinschauen und habe das dann einfach kombiniert. In diesem „sozialen Experiment“ lernen sich Männer und Frauen kennen, die einen Partner fürs Leben suchen. Allerdings sehen sie sich nicht, sondern sitzen hinter Wänden und können nur miteinander sprechen. Am Ende gehen sie entweder verlobt oder alleine zurück in die „Realität“, wo sie nach einer Art „Urlaub im paradiesischen Mexiko“ dann innerhalb von – ich glaube es waren drei Wochen – heiraten sollen..oder klassisch am Altar „Nein“ sagen.

Also, man darf jetzt nicht zu viel erwarten, es ist eben eine amerikanische Realityshow. Die Idee „kann man sich verlieben, ohne die Person je gesehen zu haben“ fand ich spannend, weil mir das mit meinem ersten richtigen Freund online genau so ergangen ist vor fast 20 Jahren 😉 Aber die Serie ist natürlich voller schöner Menschen, die alle erstmal heterosexuell sind, und somit einiges an Diversität vermissen lassen. Dafür gibt es aber Rassismus und psychischen Druck und dieses absurde Konzept, dass Verlieben=Heiraten heißt. Gespickt mit einigen Momenten, wo man sich dann doch fremd schämt, was ich nicht mag und somit doch oft ein paar Minuten skippte. Aber spannend fand ich die letzte Folge, wo es zu einem Wiedersehen kam und man sah, welche Paar wirklich noch zusammen sind.

Das war meine bunte Mischung an Weltraum, Serienmörder und Liebesexperiment für euch diesen Monat. Wenn ihr aktuell eine Serie nur so suchtet, lasst es mich doch wissen, ich brauche definitiv Nachschub im Januar 🙂

[Sehenswert] „Big Eyes“ und „Spuren“

In den letzten Tagen habe ich zwei Filme gesehen, die ich euch heute vorstellen mag, da sie mir sehr gut gefallen haben. Irgendwie habe ich es im Moment mit Filmen, die auf wahren Begebenheiten beruhen und somit geht es heute einmal in die australische Wüste und ins künstlerische San Francisco.

BIG EYES (2014)

Wenn ich ehrlich bin, hatte ich schon beschlossen, den Film zu schauen, ohne etwas über den Inhalt zu wissen. Was daran lag, dass er von Tim Burton ist und in der Besetzung Christopher Waltz hat – zwei für mich absolut ausreichende Argumente. Mir war die Geschichte um Walter und Margarete Keane bis dato unbekannt, da ich aber sehr gerne Filme mit dem Thema Kunst schaue, war mein Interesse gleich geweckt. Man bekommt hier eine gute, aber recht simple Story über zwei Menschen, Geheimnisse, Treue und Verrat, die sehr gut in Szene gesetzt wurde. Selten schaue ich Filme ohne Unterbrechung, hier war ich aber doch sehr gefesselt und wollte wissen, wie es ausgeht. Wer wie ich noch nichts mit dem Namen Keane anfangen kann und einen Film mit nicht allzu schwerer Kost haben mag, ab auf die Couch am Wochenende!

SPUREN (2014)

Diesen Film habe ich dank meiner Mama gefunden, da ich ihr begeistert von dem Film „Wild“ vorschwärmte und sie mir dann sagte, dass es da doch noch so einen Film gäbe mit einer Frau, die gemeinsam mit Kamelen durch die australische Wüste gelaufen ist. Also gleich mal Google befragt und den Film Spuren von John Curran gefunden. Nebenbei spielt auch noch Adam Driver mit, den ich in „Girls“ unheimlich gerne mag und die Hauptdarstellerin Mia Wasikowska kannte ich zwar nicht, der Trailer sah aber richtig vielversprechend aus. Der Film dreht sich um die Reise der Australierin Robyn Davidson, die 1977 alleine zu Fuß 2700 Kilometer durch die Wüste läuft. Dabei hat sie lediglich Kamele für ihr Gepäck, ab und zu einen Aborigines, der mit ihr durch heiliges Land läuft oder einen Fotografen vom National Geographic, der ihre Reise für die Aussenwelt festhalten darf. Der Film ist bildgewaltig, sehr emotional, man erlebt eine Frau, die auf der Suche (nach sich?) ist und dazu bis an ihre Grenzen und darüber hinausgeht. Genau wie „Wild“ bin ich auch hier komplett in einen Bann gezogen worden, in dem ich alles um mich herum vergessen habe und einfach nur in dem Film war. Sehr, sehr spannende, faszinierende Geschichte in traumhafter Kulisse und einfach nur sehr empfehlenswert!

Zwei Filme, die zwar in komplett anderem Raum und Zeit spielen, jedoch beide eine weibliche Hauptrolle zeigen, die sich im Film verändert, stärker wird und ich würde sie fast als „coming of age“-Romane im Erwachsenenalter beschreiben. Beide Frauen gehen weit über sich hinaus, entwickeln sich enorm in ihrer Persönlichkeit, was von den Schauspielerinnen sehr überzeugend dargestellt wurde ich ich habe es sehr genossen. Vielleicht mag ich solche Filme im Moment besonders gerne, da ich auch alleine auf großer Reise bin..wenn auch nicht ganz so strapaziös 🙂

Von welchem Film seid ihr gerade ganz angetan? Nur her mit den Tipps! Wenn wer noch weitere Filme mit starken Frauen kennt, immer her damit! 

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