Schlagwort: On the road

[Reisen] Work & Travel Wednesday #2

Nachdem ich euch letzte Woche alles zu meiner Organisation des Work & Travel Jahres in Kanada erzählt habe, mag ich euch heute etwas zu meinen ersten Eindrücken und Erlebnissen erzählen. Nach einer Nacht am Flughafen von Toronto, kam ich mit dem ersten Flieger morgens um 9 in Vancouver an. Mein beschädigter Koffer (danke Air Canada, dass euch meine Beschwerde weiterhin nicht interessiert) kam auch geschwind an und dann stand ich also an meinem neuen Wohnort. Man kann vom Flughafen sehr günstig mit dem Skytrain in die Innenstadt fahren, was ich dann auch gleich getan habe. Ein guter Tipp: ich fotografiere mir immer mit dem Handy Googlemaps ab, wo ich meine Routen/Ziele eingegeben habe; sollten weder Internet noch GPS funktionieren, habe ich so immer noch meine Karte.

Da ich in der Nähe der Station Broadway City Hall wohnte, stieg ich dort also aus und lief dann einfach mal drauf los. Der allererste Eindruck: wow, ist das hier amerikanisch! Viele Geschäfte, Starbucks gefühlt an jeder Ecke und überall Autos (in denen aber immer nur eine Person sitzt, egal, wie gigantisch der Wagen ist). Vancouver kam mir an diesem Vormittag überdimensioniert, laut, hektisch und enorm windig vor, dann jedoch schaute ich zur Seite und war hin und weg:

VancouverBerge! Dazu kam ich dann doch in eine etwas ruhigere Seitenstraße (in der ich zum Glück wohnte) und sah auch etwas Rasen und ein paar Bäume – damit konnte ich schon etwas besser leben. Vancouver wird immer wieder in die ersten Plätze der „lebenswertesten Städte“ der Welt gewählt und ich muss sagen, dass ich das nach drei Monaten nur halbwegs nachvollziehen kann. Die Stadt selbst hat mich einfach nicht gekriegt, aber die Lage ist der Wahnsinn! Man hat immer eine grandiose Aussicht, sei es Richtung Norden auf die Berge oder nach Westen hinaus aufs Meer! Wann immer ich frei hatte, habe ich die Stadt eigentlich fluchtartig verlassen und mich auf zum Strand oder eben in den Wald gemacht (dazu gibts im nächsten Blogpost Ausflugsziele). In Downtown, wo ich im Hostel gearbeitet habe, war ich eigentlich nur unterwegs, wenn ich in eine Ausstellung/ein Museum wollte, was eben dort war oder mich abends mit Leuten getroffen habe – sonst wollte ich mich zwischen den gläsernen Hochhäusern, enorm vielen Autos in Einbahnstraßen und vielen Touristen nicht wirklich aufhalten. Wenn man einkaufen möchte, bietet sich aber definitiv die Pacific Centre Mall an und wenn ihr kurz vor Ladenschluss in den Foodcourt geht, könnt ihr sehr gute, leckere Schnäppchen machen (mein chinesisches Abendessen gab es dann für knapp 2,50€).

Vancouver

Da ich mir meine WG über Couchsurfing gesucht hatte und meinen Mitbewohner Stuart nur von Emails kannte, gab es zunächst einmal ein ausführliches Gespräch und wir haben uns auf Anhieb super verstanden. Ich wollte zwar sehnlichst eine Dusche, aber dann haben wir uns doch locker verquatscht. Zum Glück sind die Öffnungszeiten in Kanada etwas freundlicher, somit hatte ich trotzdem noch genug Zeit für die ersten Erledigungen! Schnell geduscht ging es erst einmal zum Bankautomaten, ich brauchte Bargeld und dank Visakarten von Comdirect und DKB bekam ich das ohne Gebühren. Danach ging es zum Service Canada Büro, wo ich mir meine Sozialversicherungsnummer erstellen ließ und dann ging es zu Subway. Fragt mich nicht wieso, aber ich hatte seit der Nacht auf dem Flughafen in Toronto nichts mehr gegessen und mein jetlag-geplagter Magen schrie nach einem Veggie Delight – ja, einer foot-long-Version. Das war also meine erste kulinarische Amtshandlung *g*

Downtown Vancouver

Bevor ich mich am nächsten Tag auf Erkundungstour begab, durchforstete ich zunächst einmal das Internet zum Thema Free Things to Do in Vancouver und fand einige spannende Sachen, die ich euch teils heute und teils nächste Woche vorstelle (wer weiß, vielleicht kommt ihr auch mal her). Da es nicht weit von meiner Wohnung entfernt war, ging es am ersten Tag nach Granville Island – hier habt ihr viele Galerien, Kunstgeschäfte, eine Uni, einen riesigen Public Market, der jedes Herz schneller schlagen lässt und einen Hafen. Besonders spannend fand ich die Ausstellungen in der Charles H. Scott Gallery (kostenlos) und die Inuit Art Galleries, wo man auch alles käuflich erwerben kann.

Sehr überrascht war ich Banause übrigens von Chinatown, das hatte ich so gar nicht auf dem Plan, dass so viele Chinesen im Laufe der Zeit nach Kanada gekommen waren. Verirrt man sich ins südliche Richmond, kann es durchaus geschehen, dass man in einem gigantischen Einkaufszentrum die einzige Nicht-Chinesin ist *g* Aber auch in Downtown-Nähe gab es ein „richtiges“ Chinatown, mit chinesischen Straßenschildern, Gebäuden und Parks. Dienstags ist das Chinese Cultural Centre kostenlos, ich war nach knapp 15 Minuten allerdings wieder draußen, so viel gab es da nicht zu sehen – da ist das Museum of Vancouver doch etwas ergiebiger. Neben dem Museum aber ist der Dr. Sun Yat-Sen Classical Chinese Garden, welcher ebenfalls aus einem kostenlosen und einen kostenpflichtigen Teil besteht. Ich habe leider kein Bild, da es immer in Strömen geschüttet hat, wenn ich da war, aber es ist eine kleine Oase der Entspannung in einem nicht gerade schönen Teil der Stadt. Nicht weit entfernt an der Skytrain-Station Millenium Station gibt es einen sehr großen asiatischen Supermarkt, wo ich mich immer mit Matcha-Keksen und Bubble Tea eingedeckt habe, um das chinesische Erlebnis komplett zu machen.

Waschbär Stanley ParkWer Natur erleben mag, der sollte sich den Stanley Park ansehen – wir sind den kompletten 10km-Rundweg um diese Halbinsel gelaufen und die Aussichten sind wunderbar! Ich kann es euch nur empfehlen. Man hat (Regen-)Wald, Strand, Bergpanorama und sieht viele Kanadagänse, Waschbären und andere Vögel (ich bin ornithologisch eher ungebildet). Die Totem-Pfähle dort sind wohl DAS Fotomotiv schlechthin, ich fand sie durchaus schön, aber die im Museum of Anthropology noch beeindruckender. Ebenfalls sehr sehenswert ist das Aquarium, welches sich im Stanley Park befindet. Neben Pinguinen, Ottern, Delfinen und den heimischen Unterwasserwelten in riesigen Aquarien, kann man hier nämlich auch Beluga-Wale sehen, was auf meiner „to do“-Liste stand. Zwar wollte ich sie nicht in Gefangenschaft erleben, das unterstütze ich eigentlich nicht, aber das Aquarium nimmt nur Tiere, die entweder in Gefangenschaft geboren werden oder verletzt wieder aufgepäppelt werden müssen und ist in der Erforschung der Tiere sehr aktiv. Somit habe ich alle Augen und noch ein bisschen Gewissen mehr zugedrückt und habe mich ewig bei den beiden Belugas aufgehalten. Noch habe ich kein Wort, um auszudrücken, wie es war, sie in echt zu sehen..sprachlos machend trifft es wohl 😉

Einige Museen haben Tage, an denen der Eintritt umsonst oder gegen Spende ist, da lohnt es sich definitiv vorher auf der Internetseite zu schauen. Dann habe ich mir in Deutschland noch den Internationalen Studentenausweis geholt, da dieser hier fast immer anerkannt wird und man ordentlich spart. Den zweiten Teil meiner (kostenlosen) Vancouver-Aktivitäten gibt es dann nächste Woche, alles aus drei Monaten passt dann doch nicht in einen Beitrag.

Wer Tipps hat, was man in Vancouver (umsonst) machen kann, darf das gerne für alle anderen in den Kommentaren schreiben, ich freue mich natürlich auch immer über Tipps, wobei ich sie jetzt für Vancouver Island, den Yukon und Alaska bräuchte 😉

Sunday again.

[Gesehen] Spuren; Youtube-Videos; Grey’s Anatomy-Finale; Nashville; The Big Bang Theory

[Gelesen] lediglich Reiseführer und Zeitungen

[Gehört] kanadisches Radio & viel Rauschen, auf Vancouver Island ist der Empfang eher mässig

Soule Creek Lodge Port Renfrew

[Getan] mich von Vancouver verabschiedet; mit dem Auto auf die Fähre nach Vancouver Island gefahren; Victoria angeschaut & dann quer durch die Wildnis nach Port Renfrew gefahren, wo ich nun für einen Monat auf einer Lodge bleibe.

[Gegessen] diverse Salate; Birnen; Brot mit Cranberries; Süßkartoffeln; Kitkat; vegetarischen Burrito; Orangen; Blueberry Pancakes

[Getrunken] viiiiiiel Kaffee; Leitungswasser; grünen Tee; Pepsi Light

[Gedacht] wie unsagbar still es hier ist!

[Gefreut] endlich wieder ein Ortswechsel, ich mochte Vancouver zwar, aber irgendwie hat es zwischen der Metropole und mir nicht gefunkt 😉

[Geärgert] ich bin etwas unglücklich, da ich jetzt auf der Lodge bin und extra vorher mehrmals per Mail fragte, ob das Internet gut ist. Wurde mir bestätigt, ich timeoute allerdings schon, wenn ich gmx öffnen will und ach, ich bin kein glücklicher Mensch, wenn ich die nächsten vier Wochen quasi kein Internet habe und der nächste Ort über eine Stunde mit dem Auto weg ist..da hätte man ehrlich sein dürfen und ich mir etwas anderes gesucht, wäre kein Problem gewesen.

[Gekauft] Benzin; Fährenticket; Leggings; Kekse von Bahlsen für $0,90 im Ausverkauf, ich feiere es sehr!

[Reisen] Work & Travel Wednesday #1

Seit drei Monaten bin ich jetzt schon in Kanada und drücke mich davor, mit meiner Work & Travel Reihe loszulegen. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso, ein paar Mal habe ich ja doch schon etwas berichtet und auch in meinem Wochenrückblick dreht es sich natürlich um meine Erlebnisse in Kanada. Doch jetzt wird sich nicht weiter gedrückt, sondern brav jeden Mittwoch bildreich etwas aus Kanada erzählt! Dann sind wir in spätestens drei Monaten bestimmt ungefähr in der Gegenwart mit dieser Reihe angekommen *g* Dieser Blogpost wird jetzt also erst einmal etwas um das Thema Organisation des Work & Travels in Kanada drehen und ich gehe auf unsagbar spannende Dinge wie Wohnungssuche, Jobsuche, Auslandsversicherung, Autokauf, Lebenskosten etc ein 😉 Ab nächster Woche gibt es dann mehr zu meiner Wahlheimat Vancouver, zu Sehenswürdigkeiten in und außerhalb der Stadt sowie zu ersten kürzeren Trips! 

Grouse MountainUm ein Jahr mit dem Working Holiday Visum nach Kanada zu kommen, muss man natürlich erst einmal dieses Visum bekommen. Das wird online beantragt, ist ein ziemlicher Akt, da man ewig nicht weiß, wann die Visumsvergabe geöffnet wird und dann sind die ersten Visa blitzschnell weg und es kommt etwas Panik auf 😉 Bei mir hat es in der zweiten Vergaberunde geklappt, man muss dann einige Formulare ausfüllen, ein polizeiliches Führungszeugnis und Passbild hochladen, eine Gebühr bezahlen und wieder warten. Danach bekommt man einen Brief, mit dem man später beim kanadischen Zoll vorstellig wird (also nach Ankunft in Kanada am Flughafen) und dort bekommt man dann das enorm große Visum in den Pass gefaltet (fragt nicht *g*). Ihr habt ab Erhalt dieses Briefes ein Jahr Zeit nach Kanada einzureisen und ab dann dürft ihr ein Jahr bleiben.

Die Suche nach dem Ziel

Erstmal müsst ihr euch überlegen, wo ihr eigentlich hinwollt, Kanada ist ja doch etwas größer 😉 Da ich den Osten schon „kenne“ (sehr übertrieben gesagt, ich war eine Woche in Ottawa und Toronto), habe ich beschlossen, an der Westküste zu starten. Natürlich wurde es dann die „lebenswerteste“ Stadt der Welt, Vancouver und ich begann mit der Flugsuche. Hier durchkämme ich zuerst Metaflugbörsen wie Skyscanner und Momondo, schaue, welche Routen sie mir raussuchen und schaue dann wiederum bei den jeweiligen Fluglinien direkt nach. So bekommt man z.b. die günstigsten Tage für einen Monat sofort angezeigt und kann sich dann auf diese konzentrieren. Ich bin mit einem one way ticket geflogen, was kein Problem bei der Einreise war, da ich eben absolut nicht weiß, wann und von wo ich zurück nach Deutschland fliege und mir das Umbuchen ersparen wollte. Muss man natürlich nicht machen, da es u. U. teurer sein kann. Am Ende flog ich mit Iceland Air von Frankfurt nach Reykjavik (machte einen Stopp-Over für drei Tage und war blitzverliebt, Bericht hier), von Reykjavik ging es nach Toronto (wo ich abends ganz ungestresst eingereist bin und die Nacht auf einer halbwegs bequemen Bank schlief) und am nächsten Morgen flog ich dann nach Vancouver. Insgesamt habe ich dafür 498€ bezahlt, womit ich total leben kann!

Vancouver

Wo wohne und arbeite ich

Vancouver ist enorm teuer, das habe ich gleich gemerkt, als ich von Deutschland aus nach Wohnungen suchte. Die Idee der eigenen Wohnung gab ich also sehr schnell auf, da ich keine $1000 im Monat verdienen würde und das alleine dann für die Miete draufgehen würde. Downtown wollte ich mir auch nicht direkt leisten und somit hielt ich in verschiedenen Facebookgruppen Ausschau (super, um sich zu vernetzen, Fragen zu stellen, Reisepartner zu finden, günstig Nationalparkpässe zu kaufen) und fragte auch bei Couchsurfing im Forum nach, ob jemand nicht einen Mitbewohner suchte. Dort wurde ich dann auch fündig, die Miete für die 2er-WG mit riesigem Zimmer betrug $525 und es war zentral (ich wohnte direkt am General Hospital). Für mich war wichtig, die Wohnung schon zu haben, so dass ich direkt vom Flughafen ins Bett fallen kann und nicht erst im Hostel wohnen muss und dann von dort aus zu suchen. Aber auch hier sind die Geschmäcker verschieden, ich wählte die „sicherere“ Variante. Achja, ob mit oder ohne eine Agentur das Abenteuer zu starten, ist auch immer eine Frage, ich sage, spart euch das Geld, traut euch, das wird schon!

Am ersten Tag ging ich dann zu einem Service Canada Büro und holte mir meine SIN (Sozialversicherungsnummer) ab, was keine zehn Minuten gedauert hat, aber nötig ist, da ihr nur mit dieser Nummer arbeiten dürft. Am nächsten Morgen war ich also startklar für die Jobsuche, welche ich auf Craigslist und Kijiji bestritt. Anscheinend hatte ich enorm Glück, da ich auf fast jede Bewerbung eine Einladung erhielt, aber Butter bei die Fische, es waren Jobs knapp über Mindestlohn ($10.25) und mit meinen zwei Uniabschlüssen bin ich da natürlich sehr gerne gesehen *g* Ich entschied mich dann, dass ich doch am ehesten im Hostel arbeiten wollte, wo ich die letzten drei Monate nun war und an der Rezeption saß, die Zimmer saubermachte und viele spannende Menschen kennenlernte. Die Arbeit wurde trotz Routine irgendwie nie langweilig, aber länger hätte ich dann auch nicht bleiben wollen.

Pacific Spirit Regional Park

Lebenskosten

Wie schon erwähnt, Vancouver ist verflucht teuer. Egal ob Wohnung, Lebensmittel, Alkohol (holla die Waldfee), Weggehen, man muss hier häufig schwer schlucken. Da ich das vorher schon wusste, habe ich mir einige Sachen mitgebracht, da z.b. Körperpflegesachen (unsere Drogeriepreise sind ein Traum) enorm teuer sind und ich mir das hier zumindest in der ersten Zeit sparen konnte. Auf alle Sachen kommt dann noch die Tax drauf, das dürft ihr beim Einkaufen nicht vergessen und das läppert sich auch. Wenn man Essen geht, muss man den armen, unterbezahlten Kellnern auch noch ein gutes Trinkgeld geben und ich war nicht selten mit Freunden weg, die am Ende im Pub eine Rechnung von $70 pro Person hatten (ich war mit meiner Diet Coke bei ganzen $4). Auch Museen sind teuer, es gibt aber oft einen Abend, der den Eintritt gegen eine Spende ermöglicht und es lohnt sich sehr, sich vorher zu informieren. Einige Seiten wie boredinvancouver und vancitybuzz schreiben über kostenlose Events, was auch immer einen Blick wert ist. Umsonst gibt es die unbeschreiblich schöne Natur, ob Strand und Meer oder Wald und Berge, mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man gut hin. Ein Monatsticket der Zone 1 (der „innerstädtische“ Teil) kostet z. B. $91 und am Wochenende sowie nach 18.30h täglich gibt es statt 3 Zonen nur noch 1 Zone und das Ticket kostet dann egal wohin $2.75 pro 90 Minuten. Zwar will ich niemandem zum Schwarzfahren animieren, aber doch noch anmerken, dass ich in drei Monaten täglichen Fahrens nur einmal Kontrolleure gesehen habe, die aber nicht in den Zug sprangen und losschrien, wie wir das kennen, sondern gut sichtbar vor der Station standen und sehr höflich nach dem Ticket fragten – ich hätte auch einfach wieder umdrehen und weggehen können.

Queen Elizabeth Park VancouverAuslandsversicherung und Autokauf

Nur kurz dazu, ich habe mich für die Versicherung der Hanse Merkur entschieden, da sie abdeckt, was ich für nötig erachte, mich während eines Deutschlandaufenthalts ebenfalls versichert (ich bin nicht mehr in der deutschen Krankenversicherung) und ich die Versicherung monatlich verlängern kann. Informiert euch hierzu, was ihr wollt, sprecht mit eurer Versicherung, lasst euch aber nicht in die Anwartschafts drängen, nach vielen langen Gesprächen wurde mir nämlich irgendwann zugestimmt, dass sie unnötig ist 😉 Da die meisten Work & Traveller nicht ein Jahr lang an einem Ort bleiben wollen, stellt sich irgendwann die Frage nach dem Transportmittel. Zugfahren ist hier recht teuer, das ist eher Luxus-Reise als Fortbewegungsmittel (mit hübschen Panoramadächern und Schlafkabinen, wenn es längere Strecken sind) und dann gibt es den Greyhound-Bus. Wir sind z.b. mit dem Bus übers Wochenende nach Seattle gefahren, was ok war, aber man war eben von den Abfahrtszeiten abhängig. Bei Facebook findet man viele Gesuche nach Mitfahrern für Strecken, was eine gute Option ist, wenn man nicht allzu oft rumreisen mag oder man kann auch ein Auto mieten, was für Leute unter 25 aber recht teuer ist.

Mein erstes Auto

Für mich kam jetzt nur der Autokauf in Frage und ich wurde enorm schnell fündig. Eine ganz liebe andere Deutsche musste sich von „Wilson“, ihrem Ford Windstar trennen und ich mochte ihn gleich. Klar, nicht der schönste und neueste Wagen, aber ich glaube, er wird mir nicht geklaut und macht noch einiges mit. In BC läuft alles über eine Versicherung, man geht einfach zu einem der zahlreichen Büros, überschreibt den Wagen, bekommt sofort die Nummernschilder angeschraubt und ich habe die Versicherung für ein Jahr in bar direkt bezahlt. Um hier mal Zahlen zu nennen, der Wagen hat mich noch 1800€ gekostet und die Versicherung für ein Jahr liegt bei knapp 960€, da ich von der Versicherung ein Schreiben hatte, dass ich seit zehn Jahren unfallfrei fahre. Sonst wäre es deutlich (40%) teurer geworden!

Jetzt sind also drei Monate um, ich habe ein Auto und es geht für mich morgen „los“ – erst ein Monat nach Vancouver Island und dann endlich hoch nach Alaska, was freue ich mich! Dank Hostel kenne ich jetzt auch schon jemanden in Anchorage (dem Ziel) und hach, ich kann es nicht erwarten, mit dem Auto auf die Fähre zu fahren! Wenn ihr Fragen habt, her damit, ich versuche gerne zu helfen und beende den Beitrag jetzt aber erst einmal, bevor man vor der Wortanzahl erschlagen wird. Nächste Woche geht es dann weiter mit einigen Highlights aus Vancouver, die ich jedem nur ans Herz legen kann! 

[Reisen] Ab die Post nach Kanada!

Seit fast drei Monaten bin ich jetzt schon in Kanada, es ist echt verrückt, wie die Zeit nur so verfliegt! Mittlerweile kenne ich mich in Vancouver aber auch recht gut aus, wenn man Strassen (oder zumindest Stadtteile nennt), sehe ich vor meinem inneren Auge, wo das auf der Landkarte ist und eine Art Alltag ist ebenfalls eingekehrt. Einerseits schön, andererseits juckt es mich aber auch schon soooo sehr, ich muss weiter! Wortwörtlich auf zu neuen Ufern, denn es geht für mich am 30.4. endlich mit der Fähre nach Vancouver Island mitten in die Natur *hupf*

Queen Elizabeth Park Vancouver

Neben all den tollen, neuen Erfahrungen vermisse ich aber auch einige Dinge aus Deutschland. Da es noch ein paar Wochen dauern wird, bis ich den ersten Besuch (und somit überlebenswichtige Dinge wie deutsches Brot) empfangen kann, habe ich mich mal auf dem Portal Packlink schlau gemacht, was denn ein Paket von Deutschland nach Kanada so kostet. Meine Oma, die immer Angst hat, dass ich verhungere, schickte mir schon Überlebenspakete nach Indien und will mir auch ein Essens-Päckchen nach Kanada kommen lassen und so langsam lässt mein Widerstand nach! Aber auch Dinge wie Abschminktücher, Wattepads etc sind so wahnsinnig teuer – da sie kaum was wiegen, könnte ich mir hier echt einiges schicken lassen und es wäre trotz Porto noch immer billiger als es vor Ort zu kaufen, verrückt! Der günstigste Versender scheint übrigens Keavo (der Versandkostenrechner sagt mir, dass ein 2kg-Paket 32€ kostet) zu sein, von dem ich natürlich noch nie gehört habe – eine Freundin von mir wartet hier seit knapp einem Monat auf ihr DHL-Päckchen, somit muss Bekanntheit aber nicht unbedingt besser sein.

Noch bin ich hin- und hergerissen, ob ich mir ein Paket schicken lassen soll oder nicht. Es würde sich im Moment nur so anbieten, da ich es an meine Adresse in Vancouver liefern lassen kann und dann einfach auf dem Weg nach Alaska Anfang Juni dort abholen kann. Mich stressen Pakete, die so lange unterwegs sind nämlich, da ich ständig denke, dass sie genau heute ankommen, wenn ich unterwegs bin und dieser Faktor würde dann komplett wegfallen. Mein kanadischer Mitbewohner hat mir schon versichert, dass er mein Paket annehmen und für mich aufbewahren würde, somit müsste ich gar keinen Gedanken daran verschwenden, sondern es einfach nur abholen. Es klingt schon sehr verlockend..

Habt ihr auch Freunde/Familie im Ausland, denen ihr Pakete schickt? Könnt ihr einen Anbieter besonders empfehlen? Durch unsere Verwandten in den USA bin ich über die Jahre schon sehr oft in den Genuss von amerikanischen Süßigkeiten (und Kosmetik!) gekommen, was ich natürlich grandios fand. Auch mit dem Zoll hatte ich hier noch nie Probleme und verschwunden ist auch noch nie eine Sendung. Ich habe ja schon so ein Gefühl, dass ich nach dem Jahr Kanada nicht nur zwei Koffer voller Erinnerungen im Flugzeug haben werde, sondern wohl auch noch 1-2 Pakete (ein Freund meinte scherzhaft, ich solle mir gleich einen Schiffscontainer mieten) nach Hause schicken darf.

Sunday again.

[Gesehen] Grey’s Anatomy; The Vampire Diaries; Nashville; Finding Carter; Ted Talks

[Gelesen] Cold Blooded – Lisa Jackson

[Gehört] ganz viel Fluxfm, da ich Berlin-Weh habe

[Getan] im Hostel gearbeitet; meine Vancouver-Liste weiter abgearbeitet ( Jericho Beach; Deer Lake; Satellite Gallery; Contemporary Art Gallery); ein Auto gekauft!

Mein erstes Auto

[Gegessen] Frozen Yoghurt; indische Kekse; Veggieburger bei Harvey’s; Spaghetti mit Pesto Rosso; Cornflakes; gefrorene Beerenmischung

[Getrunken] Pumpkin Spice Latte; Kaffee; viel Tee & Mangosaft

[Gedacht] so viel zu „mein erstes Auto wird ein Lexus Hybrid“ 😉

[Gefreut] der Regen hat wieder aufgehört & ich bin verrückt nach der frischen Luft in den Wäldern rund um Vancouver, da fühlt sich Atmen so gut an!

[Geärgert] wie jede Woche nur über meinen Mitbewohner, aber das liegt nur an dem von ihm erzeugten Schlafentzug..nee, so einen rücksichtslosen WG-Partner hatte ich echt noch nie

[Gekauft] einen Ford Windstar 1998! Lebensmittel, eine Jeans bei Forever21

Sunday again.

[Gesehen] Nashville, Finding Carter; Allegiance; Big Bang Theory

[Gelesen] „Cold Blooded“ von Lisa Jackson; Reiseführer

[Gehört] Da ich jetzt auch endlich Spotify habe, bunt gemischte Playlists

[Getan] im Hostel gearbeitet; im Roedde House Museum gewesen; im Capilano Park gewandert, die Lachsfarm und den Staudamm angeschaut; am Strand gewesen und traurig zugesehen, wie ein Tanker vor Vancouver Öl verliert..

Canadian Goose

[Gegessen] Cornflakes; Ostersüßigkeiten; Maccaronisalat a la mir; Bagels; Äpfel

[Getrunken] ich habe jetzt die Goldmitgliedschaft bei Starbucks, mehr muss ich nicht sagen, oder *g*

[Gedacht] das Schönste an Vancouver ist Nordvancouver 😉 Irgendwie hat die Stadt mich nicht gekriegt, auch wenn sie immer unter die lebenswertesten Orte der Welt gewählt wird. Nett ja, die Lage ist toll, da man schnell in der Natur ist, aber viel zu kalt und ständig verregnet und die Infrastruktur bzw der öffentliche Nahverkehr..ein Graus!

[Gefreut] viele nette Gespräche und über die atemberaubende Natur, die man mehr oder weniger für sich alleine hat

[Geärgert] mein Mitbewohner ist leider einfach sehr rücksichtslos, ich will doch nur einmal in drei Monaten für acht Stunden schlafen..in 19 Tagen dürfte es so weit sein, dann bin ich auf Vancouver Island *hupf*

[Gekauft] Lebensmittel; Getränke unterwegs & Eintritte

Sunday again.

[Gesehen] What if; India’s Daughter; Nashville; Grey’s Anatomy; House of Cards

[Gelesen] The moons of jupiter von Alice Munro

[Gehört] bei Spotify diverse canadian artists playlists

[Getan] im Hostel gearbeitet; um den Burnaby Lake gewandert; mich intensiver mit dem Plan, von Vancouver mit dem Auto nach Alaska zu fahren, beschäftigt; in Nordvancouver die gute Luft genossen

M&Ms white chocolate

[Gegessen] Pita mit Falafel; Nudelsalat; PBJ-Toast; Joghurt mit Müsli und Früchten; Frozen Yoghurt Schoko; vegetarischer Burger und Pommes; M&Ms

[Getrunken] Iced Shaken Green Tea bei Starbucks; Pumpkin Spice Latte; Leitungswasser mit Zitrone; Diet Mountain Dew

[Gedacht] wo will ich hin; es fühlt sich nicht nach Oster an

[Gefreut] über etwas Ruhe, mein Körper hat noch immer viel zu viel Schlafdefizit

[Geärgert] nicht geärgert, aber der öffentliche Nahverkehr hier ist soooo schlecht

[Gekauft] Lebensmittel (wohl eher fast nur Süßigkeiten *g*); ein neues Monatsticket (mit $91 Dollar nicht die günstigste Anschaffung)

Sunday again.

[Gesehen] Wild; About Alex; Pretty Little Liars; Grey’s Anatomy; Criminal Minds

[Gelesen] „A Journal of the Plague Year“ – Daniel Defoe

[Gehört] AFI; diverse Soundtracks

[Getan] meinen 30. Geburtstag in Seattle gefeiert; im Queen Elizabeth Park gewesen; Ausstellungen besucht (Andy Warhol & Musqueam Educational Centre); eine Pause von Kanada eingelegt

Queen Elizabeth Park Vancouver

[Gegessen] Cornflakes; Red Velvet Muffin; Äpfel; Erdnussbutter-Marmelade-Toast; Oatmeal mit Apfel-Zimt; Rolo-Eis; Macaroni mit Tomaten-Mais-Soße

[Getrunken] Heidelbeer-Granatapfel-Smoothie; Erdbeer-Banane-Smoothie; Sleepy-Tea; Kaffee bei Starbucks; Spiced Chai Latte

[Gedacht] 30!

[Gefreut] auf den Ortswechsel nach zwei Monaten nur in Vancouver –> mittlerweile habe ich auch schon genug Ecken von der Stadt gesehen, dass ich die „lebenswerteste Stadt der Welt“-Titulierung einfach nicht verstehen kann (+ hier regnet’s ständig und dann gleich für mehrere Tage durch).

[Geärgert] über den umständlichen Nahverkehr, hier geht man immer noch davon aus, dass jeder ein Auto hat

[Gekauft] Busfahrt nach Seattle; Übernachtung in Seattle & was ich mir zum selbst in der Outlet Mall geschenkt habe, zeige ich euch die Tage

Sunday again.

[Gesehen] Der große Trip; Grey’s Anatomy; Scandal; Pretty Little Liars (zum Glück ist es bald vorbei); Girls

[Gelesen] „Loves Music, Loves To Dance“ von Mary Higgins Clark

[Gehört] irgendwie kaum was, mein MP3-Player ist leer *g*

[Getan] außer Dienstag jeden Tag im Hostel gearbeitet; Vancouver dank „Urban Grind“ von oben gesehen; im Pacific Spirit Regional gewandert; am Strand gewesen; endlich die zweite Postkarte an Oma eingeworfen

Pacific Spirit Regional Park

[Gegessen] wir waren beim vegetarischen indischen Buffet am Punjabi Market, ein Traum! Apfel-Zimt-Oatmeal mit Banane; Erdnussbutter-Marmelade-Toast; Nudeln; Bohnen aus der Dose; chinesische Tofu-Gemüse-Variation

[Getrunken] Seven-Eleven und ich sind dicke Freunde, da gabs viel Chai Latte und Kaffee; Iced Green Tea bei Starbucks; Leitungswasser und viel Zitronen-/Kamillentee

[Gedacht] jetzt bin ich schon fast zwei Monate hier, der Weiterzieh-Drang wird stärker; ich freue mich schon wahnsinnig auf Vancouver Island

[Gefreut] Bus & Hostel für nächste Woche in Seattle gebucht, was freue ich mich, dort an meinem 30. Geburtstag zu sein (nie im Leben hätte ich das gedacht)

[Geärgert] mein Mitbewohner, so nett er ist, weckt mich jeden Tag und jede Nacht – ich brauche endlich einmal acht Stunden Schlaf am Stück!

[Gekauft] Bustickets; Hostelübernachtungen; Lebensmittel und Außer-Haus-Essen

Sunday again.

[Gesehen] House of Cards; Nashville, Grey’s Anatomy; The Big Bang Theory

[Gelesen] Loves music, loves to dance von Mary Higgins Clark

[Gehört] Regen & Möwengeschrei.

[Getan] jeden Tag im Hostel gearbeitet (zum Glück habe ich ab Dienstag ein paar Tage frei); in Steveston & Richmond gewesen; mit einer Freundin durch Vancouver Downtown geschlendert; wie jede Woche enorm viele neue, interessante Menschen aus aller Welt kennengelernt

Steveston Vancouver

[Gegessen] Green Tea Frozen Yoghurt; Veggie-Enchiladas mit Bohnenmus (ich liebe das Zeug); viel zu viel Cadbury Schoki; Linsensuppe; Müsli mit Joghurt und Banane; Hummus mit karamelisierten Zwiebel und dazu Cherrytomaten

[Getrunken] Chai Tea Latte und Kaffee von Seven Eleven; diverse Teesorten und natürlich Wasser mit Zitrone

[Gedacht] es schleicht sich Alltag ein, Hilfe; zum Glück gibt es noch so viele unbekannte Ecken, die ich zu erkunden habe

[Gefreut] schenkt mir eine ganz liebe Person im Hostel doch ernsthaft ihre Nike Airmax, da sie nicht mehr in den Koffer passen

[Geärgert] besagte Schuhe sind mir eine halbe Nummer zu klein, ich will mir die große Zehe abhacken *g* Da muss eine unblutige Lösung her, denn ich kann drin laufen, nur nicht sonderlich lange, arghs!

[Gekauft] „Lebensmittel“ aka „ich war bei Walmart und habe nur Süßigkeiten und Tomatensoße gekauft“

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