Gestern und heute Morgen ging hier gar nix mehr und ich hatte schon Angst, dass alles weg sei, weil irgendwo gespeichert habe ich das nicht. Nunja gluecklicherweise alles wieder gut 🙂

So, heute sass ich autozaehlbedingt im wunderschoen herbstlichen Wald bei Vielbrunn..und hatte nicht wirklich was zu tun. 50 Autos in einer Stunde, also 50 Striche machen wuerde zumindest ich nicht als Ueberarbeitung betrachten. Somit hatte ich viel Zeit Musik zu hoeren und zu lesen. Und ich bin schon fast durch mit dem wirklich duennen Buechlein (schaaaaaade). Es handelt sich um ‚Ausgehen‘ von Barbi Markovic und fesselt mich wenn nicht auf der Handlungs- so doch auf der Sprachebene. Grossartig geschrieben! Aehnlich meinem Denken und Schreiben..und auch immer schoene Querverweise hin zur elektronischen Musik. Was will man mehr. Leuten von aussergewoehnlichem Lesegeschmack und Liebhabern von Buchcovern empfehle ich es uneingeschraenkt! Mit nur 96 Seiten ist der Lesespass jedoch nur von kurzer Dauer, aber hier geht Qualitaet deutlich vor!

Dann sass ich so gelangweilt im Walde rum und wurde hinterruecks von zwei Pferden (riesige, dicke, Pferde) erschreckt..dann war mir noch langweiliger und ich schrieb ein bisschen wirre Gedanken auf (unverbesserte Wiedergabe der Momentanaufnahme):

Wieso nur ist verifizieren unmoeglich, falsifizieren dagegen nach nur einem Ausgang getan? Scheitern ist einfach, Nichtaufgeben unmoeglich, denn irgendwann tritt dieser Zustand doch unweigerlich ein- im extremsten Fall durch den Tod. Und dann entgueltig. Wie funktioniert es gluecklich zu sein, wenn man doch weiss, das man im Grunde nichts wirklich weiss (irgendwo kann der Gegenbeweis schlummern und abrupt aus dem Nichts auftauchen) und man irgendwann bei dem Grossprojekt „Leben“ scheitert? Was ist es, was einen dazu bringt, taeglich dem Leben zu trotzen, mutig ihm die Stirn zu bieten und in das hoehnisch grinsende Grimassenfratzengesicht zu schreien? Ist es doch nur abgestumpfes Hinnehmen, Akzeptieren der misslichen, so ausweglos erscheinenden Lage? Oder das Hoffen, durch unser Handeln das Scheitern, das Falsifizieren, wenn nicht zu verhindern, so doch moeglichst lange hinauszuzoegen?

Ein ganz kurzer, nicht ansatzweise fertig gedachter Exkurs in mich 😉 Und ich habe beschlossen, ich werde schreiben. Ueber ihn. Weil auch wenn es bis jetzt nur eine kurze Episode war, so doch eine Faszinierende. Jetzt noch ein wenig Alltagskram erledigen, diverse blogs lesen und dann ab ins Pubquiz..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.