Ok, man darf definitiv zwischen Mexiko (also wo ich bisher war, sprich Baja California sowie Yucatan & Quintana Roo) und Mexiko City unterscheiden, denn hier gibts es natürlich alles, was das Herz begehrt. Natürlich gibt es auch vegane Restaurants, wo ich auch mal hin bin, aber wer mich kennt, der weiß, dass mein Herz einfach für Streetfood schlägt. Ich will essen, was die Menschen hier essen und immer neue Sachen kennenlernen; einziger Nachteil hierbei ist, dass ich als Vegetarier (vegan funktioniert noch weniger) immer sehr skeptisch angesehen werde und es oftmals nichts gibt, was ich futtern kann, denn auch die Tacos werden dann auf der Herdplatte gebacken, wo gerade das Fleisch in seinem Saft bruzelte..nein danke. Aber keine Angst, es gibt genug Alternativen, verhungern ist unmöglich!

Kleiner Disclaimer, es wird viel Plastikmüll zu sehen sein..ich habe mir täglich Obst (am liebsten Ananas und Mango) auf dem Markt gekauft, doch nie ungeschnitten, da meine AirBnBs keine scharfen Messer hatten. Früchte hier schmecken wunderbar, es gab natürlich auch Papayas und Pithayas, sowie Bananen, Äpfel und Trauben..und Guayabana! Beim Bäcker kann ich auch einfach nicht vorbeigehen, die Brötchen schmecken zwar meist nach nichts, aber das Gebäck..ein Traum! Ich weiß, wieso Mexiko ein Problem mit Übergewicht hat, ich nehme hier definitiv auch gut zu, aber es ist soooo lecker! Das runde Teil ist ein Piedra negra, also ein „schwarzer Stein“ und innendrin wunderbar weich und nach Weihnachten schmeckend. Ich glaube, ich habe fast täglich so ein Ding verdrückt und ja, die wiegen einiges. Da war mein Chai Tee & Milchreis-Eis geradezu „leichte“ Kost – sehr lustig war, dass da wirklich Reiskörner drinnen waren, die natürlich gefroren waren und einen sehr interessanten „Crunch“ hatten- Für Konsistenzfreaks wie mich perfekt, denn so macht Essen mehr Spaß! Frody hat zig Sorten im Angebot, leider habe ich sie zu spät entdeckt; normalerweise gibt es nämlich einfach nur Kokosnuss-Eis am Stiehl für mir.

Frisch gepresste Säfte gibt es hier auch an jeder Straßenecke und so ein Orangensaft gibt einem einfach einen tollen Vitaminkick. Nach Tag 3 durfte ich den Saft dann in meinem to-go-Becher haben und keinen Strohhalm nutzen, der Verkäufer findet mich definitiv komisch, aber wir haben uns arrangiert 😉 Quesadillas mit Huitlacoche ist definitiv eines meiner liebsten Streetfood-Gerichte. Lustigerweise haben die Quesadillas hier nur Käse, wenn man ihn extra ordert, somit ist es hier mal leicht, vegan (und nicht gleichzeitig voller „komischer“ Sonderwünsche) zu sein. Huitlacoche ist ein Pilz, der auf Mais wächst und hat einen tollen Geschmack, den ich nur schwer beschreiben kann – probiert es unbedingt! Natürlich musste ich auch Churros bei El Moro essen und es stimmt, ich weiß jetzt erst, wie gut Churros schmecken können. Frittiertes Gebäck mit massig Zucker, welches man dann in seine heiße Schokolade und/oder einen Dipp (ich hatte noch mehr Schoko, wenn schon, denn schon) tunken kann und sich zusammenreißen muss, um nicht laut zu juchzen. Richtig, richtig lecker und ich finde Churros normalerweise ja recht lahm und langweilig – ich bin bekehrt! Tamales gibt es in vielen verschiedenen Sorten und fast immer ist auch eine vegetarische dabei. Hier habe ich mir einmal grüne Paprika und Käse sowie Pilz gegönnt, es gibt sie auch noch mit Tomaten, Mais oder Erdbeer/Ananas, je nachdem, was der Verkäufer zubereitet hat. Sie kommen in Mais- oder Bananenblatt daher und ach, ich liebe den schwammigen Maisbrei sehr! Müsste ich mein Lieblingsessen wählen, Tamales gehen immer!


Mango, Ananas, Kokoseis ein typischer Markteinkauf 😉 Vegane Tacos habe ich mir bei Por Siempre Vegana gegönnt, einer komplett veganen Taqueria. Ausprobiert habe ich vier verschiedene Sorten und alle ware sehr lecker (wobei ich normalerweise kein Fan von Soja bin) und es gab noch ein kleines Beilagenbuffet, welches wirklich toll war! Auf dem UNAM-Campus fand ich doch tatsächlich vegane Falafel, wo sogar leckerer Hummus drauf war..nur das labberige Sandwichbrötchen hat noch Potenzial nach oben, aber ansonsten toll, dass es das überhaupt gab. Eine vegetarische Tlayuda mit meinem Liebling Kaktus (Nopales), Zwiebel, grüner Salsa und Bohnenmus gab es als Stärkung zwischendurch und doch, ich will definitiv noch nach Oaxaca, denn das war sehr lecker!

Ein kleiner Einblick in die vegetarische Küche, die Mexiko so zu bieten hat..ich brauche im Grunde ja nur Obst, gegrillten Kaktus und einen Bäcker, wenn wir mal ehrlich sind. Aber Abwechslung ist natürlich toll und ich habe mich gut zwei Wochen durch die Hauptstadt gefuttert, ohne gelangweilt zu sein – und ach, ich werde es vermissen, mich morgens auf dem Markt mit Leckereien einzudecken! Seid ihr schon einmal in Mexiko gewesen? Wenn ja, was habt ihr besonders gerne gegessen?

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